Lost the credit cards

Mittwoch, 17.02.2016

Wir waren noch total fertig vom Vortag und dem frühen Aufstehen und auch Sandra blieb mal länger im Bett. Außerdem merkt man die Zeitverschiebung schon. Drei Stunden ist Perth zurück.
Beim Frühstück ließen wir uns Zeit und die Weckle vom Woolworths schmeckten sehr gut. Außerdem gabs Cornflakes, Saft und Kaffee. Ein 5* Backpackerfrühstück also ! Sandra hat sich mittlerweile auch dem Backpackerleben angepasst und findet es nicht schlimm, dass immer viele Leute um uns herum sind.
Das Gilligans ist ein sehr gutes Hostel und auch die Küche ist sauber. Jedes Zimmer hat sein eigenes Bad (was ein Luxus) und Balkon und es gibt sogar Aufzüge.
Sandra fragte mich, ob ich ihre Kreditkarten gesehen habe, aber diese Frage musste ich verneinen. Sie wurde immer verzweifelter und wir suchten jeden Zentimeter im Zimmer ab. Dort waren wir allein, weil drei Mädels am Morgen abgereist waren. Der Geldbeutel wurde von uns beiden durchsucht, jede Tasche und beide Koffer. Nirgendwo war eine Spur der Karten. Sandra wollte es zwar eigentlich nicht glauben, aber vermutete, dass die Mädels die Karten geklaut hatten. Nach einer halbstündigen Suche wollten wir beim ADAC anrufen (von wo eine Kreditkarte ist) um diese sperren zu lassen. Diese waren erst ab 8 morgens (deutsche Zeit) zu erreichen und wir bekamen nur einen Anrufbeantworter. Es gab eine Notfallhotline für Pannen und da ich keine andere Lösung wusste, rief ich dort an. Ich meldete mich mit Sandra und als der Mann dann mit der richtigen Sandra sprach, weil er Details wollte, war er komplett verwirrt. Sofort sperrte er aber die Karte und schickte Sandra gleich eine neue nach Hause. Nur zum Spaß nahm ich nochmal den Geldbeutel in die Hand und suchte durchsuchte ihn nochmal. Und sieht da: Ich hatte beide Karten in der Hand. Wir lachten beide und fragten uns wie es sein konnte, dass wir sie beide nicht gesehen hatten. Da war aber ein kleines Fach und da sind die Karten rein gerutscht. Gut, dass wir nicht dazu gekommen sind die andere Karte zu sperren und gut, dass es nicht die Mädels waren. Sonst hätte ich meinen Glauben an die Menschheit (oder Backpacker) verloren. Den ganzen Tag lachten wir noch darüber. Das war Adrenalin am Morgen.
Es war schon zwei als wir uns auf den Weg zur Lagune machten.

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Wie Brisbane hat Cairns auch keinen Strand, aber dafür gibt es eine kostenlose, große Lagune. Es ist eine Mischung aus Pool und Strand und sieht total schön aus. Man kann im Sand im Wasser sitzen und sieht das Meer. Bei fast 40 Grad an diesem Tag war auch das Wasser nicht kalt, aber es war schön mit dem Handy in der Hand im Wasser zu sitzen und nichts zu machen.
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Zwischendurch machte ich nur einen Abstecher im MC Donalds nebenan um Eis zu kaufen.
Als es schon Abend wurde machten wir uns auf den Rückweg zum Hostel. An einem Baum waren unendlich viele Fledermäuse. Da stand auf einem Schild, dass sie hier eine Auffangstation haben. Sie flogen durcheinander und machten laute Geräusche. Irgendwann schaute ich hinter mich und mir kam das Mädchen da sehr bekannt vor. Zwei laute Freudenschreie, eine herzliche Umarmung und viel zu erzählen. Linda die ich in Melbourne kennen gelernt hatte, arbeitet nun hier in einem Reisebüro und wir waren richtig froh uns zu sehen. Außerdem konnten wir gleiche eine Tour bei ihr buchen. Wir entschieden uns für eine Tour durch den Regenwald mit Krokodilen und vielem mehr. Sie wusste noch nicht wie alles funktioniert, weil sie neu war. Als ihre ersten Kunden versuchten wir es mit ihr raus zu finden. Weil sie nicht weiter kam, rief sie ihren Manager, weil sie bis dato ganz allein in dem Büro war. Linda ist auch im Gilligans und wir machten aus uns nochmal zu treffen.

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Danach machten wir noch eine kleine Souvenier-Shoppingtour.

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An diesem Abend gab es für Sandra einen großen Grillteller im Hostel (dafür musste man zahlen) und für mich einen Veggieburger mit Pommes, Salat und Getränk was auch sehr günstig war. Nach dem gemütlichen Wein und Bier gings wieder auf zum Nachtmarkt. Da diese Massage einfach zu günstig ist und Sandra mich einlud, machten wir gleich nochmal eine. Diesmal sagten wir von Anfang an, dass wir es nicht so stark wollen und es war perfekt.
Wir schlenderten noch eine Weile über den tollen Markt, gönnten uns einen Nachtisch und hatten einen super witzigen Abend.

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Da der Orientierungssinn nicht besser wird, verliefen wir uns wieder einige Male bis wir endlich das Hostel fanden. Dort waren inzwischen neue Mädels ins Zimmer gekommen die alle schon schliefen.

Liebe Grüße vom chilligen Tag
Nadine

Early Bird

Dienstag, 16.02.2016

Um 3 Uhr mitten in der Nacht fuhr uns Birgits Mann Chris netterweise zum Flughafen. Birgit musste an diesem Tag schon wieder arbeiten und wir verabschiedeten uns schon Zuhause von ihr. Die Zeit hier war sooo toll. Wir haben alles gesehen, was in so einer kurzen Zeit möglich ist, Birgit hat unseren Aufenthalt perfekt gestaltet und wir hatten so viel Spaß zusammen. Es war richtig genial hier zu sein. Birgit: Vielen vielen Dank für alles !
Am Flughafen gab es eine automatische Gepäckaufgabe. Da scannt man den Boardingpass und stellt den Koffer selbst aufs Band. Das geht schnell und ist super geschickt.
Der Flieger war pünktlich und was wir nicht wussten: Wir bekamen sogar Essen. Das war echt gut. Der vierstündige Flug war für mich nicht so angenehm. Obwohl das Wetter gut war, ruckelte es ständig. Bei der Landung in Sydney nach fast vier Stunden flogen wir durch einige große, dunkle Wolken durch und dabei gab es natürlich Turbulenzen. Da war es für mich schon wieder vorbei, ich bekam Schweißausbrüche und meine Nerven lagen blank. Leider wusste ich, dass wir noch einen Flug vor uns hatten.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Sydney gings also gleich wieder weiter Richtung Cairns. Von Perth nach Cairns gibt es leider keine guten Direktflüge. Eigentlich dachten wir beide, der Flug wäre nur kurz, aber der Pilot kündigte drei Stunden Flugzeit an. Als ich die dicken Wolken am Himmel sah und es Turblenzen beim Start gab, schmiss ich mir meine starken Tabletten gegen die Flugangst ein. Ich schlief sofort ein und wachte erst kurz vor dem Aufsetzen wieder auf. Die Tabletten machten mich ein bisschen dusselig und ich war ein bisschen „neben der Kapp“, aber wenigstens hatte ich den Flug überstanden. Sandra meinte, dass dieser sehr ruhig gewesen wäre.
In Cairns liefen wir dann gegen eine Wand. Es hatte fast 40 Grad und es herrschten krass tropische Temperaturen. Man konnte fast nicht atmen und nach einigen Sekunden waren wir schweiß gebadet.

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Ein kostenloses Shuttle brachte uns in der kurzen Fahrt zum „Gilligans Backpackers“. Das ist ein riesiges Backpacker-Hostel mit einigen hundert Betten. Wir hatten ein Sechser-Mädchenzimmer, was klimatisiert und groß war.

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Sofort zogen wir uns um und sprangen in die Lagune. Diese ist groß und gehört zum Hostel. Außerdem gibt es zwei große Discos, eine Bar, ein Reisebüro und vieles mehr. Das Hostel ist richtig genial, total sauber und es ist sehr viel los. Alles ist ausgebucht. Das Wasser in der Lagune war zwar warm, aber es war wenigstens eine kleine Abkühlung.

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Wenn man ein Getränk für 6$ erwirbt, bekommt man täglich ein Abendessen kostenlos. Das nutzen wir gleich aus Für Sandra gab`s eine Portion Nudeln mit Bolognese und für mich mit Tomatensoße. Die Portionen waren nicht groß und das Essen kaum gewürzt, aber einem geschenkten Gaul, guckt man bekanntlich nicht ins Maul. Unser Bier und Rotwein schmeckte dafür um so besser und das konnten wir richtig genießen.
Weil wir noch fürs Frühstück einkaufen mussten, tigerten wir gleich los in die Stadt. Cairns ist nicht groß und es ist nicht viel los, aber wir schafften es trotzdem irgendwie uns zu verlaufen. Selbst nach dem die Sonne schon lange untergegangen war, herrschte noch tropische Hitze und der Schweiß lief nur so. In Perth kühlt es nachts so arg ab und hier ist es genau das Gegenteil. Wir landeten zufällig in einem Nachtmarkt. In der Markthalle war es wie in der in Perth. Es gab Fressbuden, Massagestände, Schmuck, Klamotten und vieles mehr. Für 15$ konnte man sich 40 min massieren lassen, was wir gleich ausnutzen. 15 min. durfte man erst mal seine Füße in ein Wasserbad hängen, wo der Chinese gleich mal eine Schüssel umschmiss und den Raum flutete. Die chinesische Massage ist sehr sehr stark. Die Leute stehen auf dem Rücken, drücken überall rum und rauben einem richtig den Atem. Das tat ordentlich weh und sogar noch mehr als die thailändische Massage. Danach fühlten wir uns aber beide wie neu geboren.

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Im Woolworths dachten wir wir stehen in Shanghai. Überall waren Chinesen und es war, als gäbe es was um sonst. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich so viele Leute in einem Supermarkt gesehen. Man konnte nicht mal mehr laufen. Wir waren echt froh, als wir da draußen waren.

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Der Heimweg war auch eine Tortur, weil unser Orientierungssinn gleich Null ist.
Im Hostel gingen wir sofort in die Heia und schliefen auch schnell in unseren bequemen, extra breiten Stockbett ein.

Grüße aus den Tropen
Nadine

We have all the time in the world

Dienstag, 03.11.2015 (Melbourne-Cup day)

Der Melbourne-Cup ist das größte Pferderennen der Welt. in Australien wird es gefeiert wie z.B. ein WM Spiel bei uns. Alle sind aus dem Häuschen und jeder redet darüber. Das ganze Jahr über wird auf diesen Tag hingearbeitet und viele Leute schließen Wetten ab. Wir haben unseren Tag aber anders verbracht.

Eigentlich wollten Aylin und ich in den Freizeitpark „Dreamworld“. In einer Internetrecherche hatte Aylin die Eintrittspreise raus gesucht. Diese waren für uns ok. Ich wollte nur kurz die Adresse raus suchen und hatte mit 95$ pro Person noch mal einen ganz anderen Betrag gesehen. Dann stellte sich heraus, dass die Preise die Aylin gesehen hatte nur „ab“-Preise waren und für kleine Kinder galten. Wir hatten schon alles gepackt und waren kurz vor dem los fahren, aber diese horrenden Eintrittspreise waren uns schlichtweg viel zu viel. Als Backpacker gönnt man sich das nicht einfach so, zumal wir auf der Farm dafür 2 Tage arbeiten müssten.
Als ich gerade gemütlich am Pool saß unterhielten sich andere deutsche Backpacker über ihre Pläne. Wir schlossen uns ihnen an und in einer 50 minütigen Fahrt gings über achterbahnartige Straßen zum „Numinbah Valley“. Zuvor suchten wir aber noch mit meinem Auto das Auto der Jungs. Diese wussten nicht, dass man kostenlos am Hostel parken kann und hatten ihr Gefährt am anderen Ende der Stadt abgestellt.
In dem Nationalpark der im Regenwald lag, herrschte eine drückende Hitze. Auch der Regen änderte daran nichts. Während Dirk und ich auf dem Dach meines Auto rum kletterten um heraus zu finden, wie man die Spanngurte festzurrt, kochten die anderen Jungs sich Nudeln mit Pesto auf dem Parkplatz. Zitat von Dirk: „Also Zuhause würden jetzt alle drängeln und Stress machen und beim Reisen hat man einfach so viel Zeit, dass es nichts ausmacht zu warten.“ Recht hat er. Kommentar von einem anderen: „Zuhause würde man auch nicht einfach so eine Stunde zu einer Höhle fahren.“ Ich dachte ich wäre zu dumm um das Prinzip der Spanngurte zu verstehen, aber keiner der vielen Jungs bekam es hin.
Im Gänsemarsch gings hintereinander her durch den Regenwald über die schöne „Natural Bridge“ bis wir an der Höhle ankamen. Diese war nur klein und halb offen, sodass man sie von außen komplett sehen konnte. Die Strafe fürs baden wäre 1000$ gewesen, was unser Geldbeutel nicht her gab. Daneben war nämlich ein schöner Wasserfall, aber das ließen wir dann doch lieber.
Dank der Apps Wiki-Camps fanden wir eine tolle Badestelle, mit dem Auto nur 5 Minuten entfernt. Dort gabs ein Seil und die Jungs machten einige Stunts. Wir Mädels ließen es lieber, weil das Wasser an dieser Stelle nicht tief genug war.
Die anderen hatten keine Lust mehr, aber Aylin und ich ließen es uns an unserem letzten gemeinsamen Abend nicht nehmen nochmal feiern zu gehen. Es gab wieder ein Freigetränk und kostenlosen Eintritt in den „Beergarden“. Dort war brasilianische Nacht, aber fast nichts los. Auch die Musik war schlecht und so gingen wir sehr früh wieder heim. Danach saß ich noch mit ein paar anderen auf der Terrasse vom Hostel und quatsche noch eine Weile.

Grüße aus dem Regenwald
Nadine

 

Höhle

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Badestelle

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Grenze zu New South Wales

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Backpackeressen (vegetarische Würstchen und Dosenspaghetti)

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Waiting for the perfect wave

Montag, 02.11.2015

Um 8 trafen wir uns mit zwei anderen deutschen Mädels und unserem „Surflehrer“ Nils der auch aus Deutschland ist und im Hostel arbeitet. Von dort aus konnten wir Surfboards ausleihen und da ging’s schon los. Was bei den Surfern so einfach aus sieht, war für uns das erste Hindernis. Wir konnten uns nicht einfach das Brett unter den Arm klemmen und locker damit rum laufen. Die paar Meter zum Strand schafften wir nur, weil wir die schweren Bretter zu zweit schleppten.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung ging’s in die Wellen. Schon das Rauspaddeln ist sehr schwer. Aylin und Jacky haben es gar nicht hin bekommen und ich hab einmal einen Abgang gemacht und dann ging es. Ich war so schnell wie Nils draußen auf dem Meer and die anderen beiden Mädels drehten wieder um. Da wir leider ein Surfboard zu wenig hatten, musste eine sowieso am Strand warten. Eigentlich muss man dann auf dem Board sitzen und auf die Wellen warten, aber das ist leider (wie alles) auch nicht so einfach wies aussieht 😦 ständig fiel ich vom Surfbrett und es dauerte lange bis ich mal saß. Als eine Welle kam, befahl Nils mir mich aufs Board zu legen und dann ganz schnell mit den Armen zu paddeln. Man muss nämlich erst auf die Welle drauf kommen um aufstehen zu können. Dies schaffte ich schon gar nicht und deswegen hatte ich nicht mal die Chance aufzustehen. Die Wellen waren aber laut Nils sowieso viel zu niedrig. Als wir gerade dabei waren wieder zurück an Land zu paddeln, erfasste mich eine riesen Welle von hinten. Ich tauchte unter, verlor komplett die Orientierung und schluckte viel Wasser. Ich wollte an die Oberfläche aber wusste nicht in welcher Richtung ich muss. In diesem Moment dachte ich wirklich ich muss ertrinken und hatte mega Panik. Als ich es gerade nach einer gefühlt endlosen Zeit schaffte aufzutauchen, kam die nächste Welle und riss mich wieder runter.Mein Kopf war gerade über Wasser als ich das Fußband des Surfboards verlor und mir das Brett mit aller Wucht gegen den Kopf geschleudert wurde. Ich hatte das Gefühl eine dicke Lippe zu bekommen und das tat ordentlich weh.

Nach diesem Schockerlebnis wollte ich nur noch ganz schnell raus aus dem Wasser. Mir wurde aber bewusst, dass ich danach Angst haben werde. So blieb ich tapfer im Meer. Einige Male versuchte ich es noch auf die Wellen drauf zu kommen um endlich auf dem Board stehen zu können, aber es gelang mir nicht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Strand war ich die Einzige die ihr Glück nochmal versuchen wollte. Die anderen hatten die gleichen Probleme wie ich. So war ich mit Nils allein im Meer und dachte das gibt mir Sicherheit. Diesmal waren die Wellen aber gleich am Anfang so hoch, dass ich totale Angst hatte. Es war schon fast unmöglich für mich rauszupaddeln und auch Nils hatte echte Probleme. Irgendwie waren die Surfkonditionen an diesem Tag in „Surfers Paradise“ wohl allgemein nicht gut, denn wir waren weit und breit die Einzigen im Wasser. Nils motivierte mich ständig weiter raus zu paddeln, aber die Panik siegte über mich und ich blieb in sicherer Nähe zum Strand. Da meine Kraft auch nachließ, entschied ich mich es für diesen Tag gut sein zu lassen. Den anderen Mädels war das Posen auch wichtiger als das Surfen und so entstanden einige gute Bilder. Zitat: „Wenn wir schon nicht surfen können, sehen wir auf den Bildern wenigstens wie professionelle Surfer aus!“ Hinterher sagte uns Nils auch noch, dass das Aufstehen mit diesen Surfboards sowieso schwierig gewesen wäre, weil diese eigentlich nicht für Anfänger sind. So gingen wir erfolglos wieder zurück.

Wie das halt im Hostel so ist, sitzt man da und redet und hört auch mal andere Backpacker neben einem reden. Ein deutscher Akzent kam mir sehr bekannt vor und ich fragte mal so nach, woher denn der junge Mann kommt. Er so: „Stuttgart“ Ich so: „Wo genau?“ Er so: „Kennst du Nagold?“ Ich so: „Kennst du Wildberg?“. Wir fanden heraus, dass wir nur 5 min. von einander weg wohnen. Als wir dann gleich schauten, welche Facebook-Freunde wir gemeinsam haben, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Meine Freundin Jenny mit der ich in Amerika war, ging mit ihm (Dirk) zur Grundschule und ein Mädchen aus meiner ehemaligen Parallelklasse ist Dirks Cousine. Wir haben einige gemeinsame Facebook-Freunde und da kann man echt mal wieder sehen, wie klein doch die Welt ist. Man fliegt nach Australien um Leute zu treffen die im Nachbardorf wohnen und die selben Personen kennen. Gleich machten wir ein Foto und schickten es an diejenigen die wir beide kennen. Die waren genau so amüsiert wie wir 😛

Abends war feiern angesagt. Vom Hostel aus gibt es jeden Abend eine andere Aktion und diesmal gabs freien Eintritt in einem Club und ein Freigetränk. Um 8 trifft man sich am Pool um ein bisschen was zu trinken. Mit sehr vielen netten Leuten spielten wir ein lustiges Trinkspiel und um 10 gings los. Im Club „SinCity“ laufen die weiblichen Barkeeperinnen sehr leicht bekleidet rum. Sie haben nur BH und Tanga an und das fanden sogar die Jungs nicht so cool. Das ist sehr übertrieben und ich weiß nicht, ob mir die Mädels leid tun sollen, wenn sie von Männlein und Weiblein gleichermaßen angestarrt werden. Die Musik war auch nicht gut und der DJ eine Katastrophe. Weil wir aber mit so vielen coolen Leuten unterwegs waren, machten wir das beste drauf und feierten ausgelassen was das Zeug hielt. Die Getränke gabs den ganzen Abend für $4,50 was echt ok war.

Erst spät in der Nacht machten wir uns auf den Heimweg und stoppten noch beim Dönerladen um uns ein gutes Stück Pizza zu gönnen.

Nicht ertrunkene Grüße

Nadine

 

Surfers Paradise

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Zum mindest das Posen hatten wir drauf 😛IMG_0510 (FILEminimizer)  IMG_0513 (FILEminimizer) IMG_0534 (FILEminimizer)

Dirk und ich

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Sonnenuntergang am Hostelpool

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gutes, deutsches Heineken

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Im Sin City

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The day after

Sonntag, 01.11.2015

Eigentlich wollten wir uns um 7 mit Nils zur Surfstunde treffen, aber das war nach 3 und halb Stunden Schlaf nicht möglich. Statt dessen schliefen wir bis 10.
Nach dem gemütlichen Frühstück chillten wir am Pool und verbrachten einen ruhigen Tag.
Nur einen gemütlichen Bummel durch die Stadt unternahmen wir noch und Aylin kaufte sich ein Surf-Shirt. Surfers Paradise ist echt ein wahres Paradies und ich liebe diese Stadt so wahnsinnig. Es ist total schön und alles entspannt hier.
Direkt am Strand war ein Markt und ich kam mit einem Österreicher ins Gespräch der seit 20 Jahren hier lebt und auf dem Markt kleine Plüschkoalas verkauft.
Abends wollten wir wieder weg gehen, aber die Motivation verließ uns irgendwann. So gingen wir dann schon um 10 ins Bett um fit für die Surfstunde am nächsten Morgen zu sein.

Entspannte Grüße
Nadine

 

Bloggen am Pool

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Impressive Sydney with rain

Sonntag, 23.08.2015

Nach dieser langen Nacht wollte keiner früh aufstehen. So ruhten wir ewig im Bett und machten uns um 1 Uhr auf den Weg zum Sightseeing.
Das Opera-House und die Harbour-Bridge sind nicht weit vom Hostel weg und so gab es einen day-after-Fußmarsch um wieder fit zu werden.
Glücklicherweise blieb der angekündigte Regen aus, aber es war bewölkt. Der riesige botanische Garten durch den es ging ist sehr schön angelegt und obwohl es hier Winter ist, wachsen schöne Pflanzen und Blumen. Das Regierungshaus ist ebenfalls atemberaubend. Man kann einen Blick ins Innere erhaschen und dort sieht es aus wie in einem Schloß.
Als wir auf das Opera-House zugelaufen sind, war ich noch mehr beeindruckt. Es ist viel größer als ich es mir vorgestellt habe und wunderschön. Ich dachte immer es ist weiß, aber es ist auch ein bisschen grau/braun mit drin, sodass es ein bisschen alt aussieht.
Von der Oper aus hat man einen gigantischen Blick aufs Meer und die riesige Harbour-Bridge und kann die Schiffe und Boote beobachten. Eine überdimensionales Kreuzfahrtschiff stand da, die sehr viel Platz einnimmt. Da konnte man rauf, was wir aber nicht machten.
Weil ich meine vermissten 950$ zurück bekommen habe, haben wir uns ein gutes Essen gegönnt. Das Restaurant mit perfektem Blick auf die Oper und die Brücke, sah erst nach „unbezahlbar“ für uns Arme Backpacker aus. Als der geschickte Manager uns aber die Karte zeigte und alles dran setzte uns in das fast volle Restaurant zu bekommen, ließen wir uns an einem schönen Tisch unter freiem Himmel nieder. Mein Spargel-Auberginen-Auflauf war sehr lecker und Sarahs Burger und Sams Fleisch mundeten wohl auch super. Dazu gabs guten Weißwein und Käsekuchen zum Nachtisch. Ewig saßen wir im Restaurant und redeten über alles mögliche.
Auf dem Rückweg guckten wir uns die gute Show eines Entfesslungsküntlers an, wo viel gelacht wurde.
Zurück im Hostel legten die anderen sich nochmal aufs Ohr und ich packte meine Sachen zusammen.
Als ich mich endlich auf den Weg machte war es schon dunkel und pisste aus Kübeln. Dummerweise hatte ich nur einen Pulli an und sehr dünne Ballerinas die schnell durchnässt waren. Irgendwie harmonierten mein google maps und ich nicht so gut und so lief ich hundert mal im Kreis, bis ich die Bushaltestelle fand. Die ersten beiden angekündigten Busse fuhren einfach vorbei und ließen mich als begossenen Pudel zurück. Der Bus der stoppte war leider nicht meiner und der Fahrer sagte mir ich muss den nächsten nehmen.
In diesen stieg ich dann auch ein und fragte nach einer Weile wann ich aussteigen muss. Der Fahrer sagte ich wäre in die komplett falsche Richtung unterwegs – Mist !
Gut, dass die Aussis so überaus hilfsbereit sind und ein netter Mann mir idiotensicher den Weg zum richtigen Bahnhof erklärte und sogar ausstieg um es besser erklären zu können.
Nach über einer Stunde saß ich endlich im richtigen Zug nach Windsor und auf der über einstündigen Fahrt konnte ich mich gut von den Strapazen erholen.
Leider ist dort die Klimaanlage immer an und nass wie ich war, war mir ordentlich kalt. Für das, dass ich meine Schuhe auszog, erntete ich merkwürdige Blicke 😀
Von Windsor aus wo ich mein Auto kostenlos gelassen hatte, ging’s dann noch eine halbe Stunde im Auto zurück zur Farm. Dabei muss man immer auf die Kängurus aufpassen, die nachts über die Straße rennen. Zum Glück habe ich keins gesehen. Zurück auf der Farm schlief ich gleich ein.

Wochenendgrüße von Sydney
Nadine

 

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Botanical Garden

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Regierungshaus

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Ich, Sam, Sarah

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Meer

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Das berühmte Opera-House

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Harbour-Bridge

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Essen am Hafen

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Weekend Trip to Sydney

Samstag, 22.08.2015

Gleich am ersten Samstag bin ich noch vor dem Füttern mit dem Zug von Windsor nach Sydney gefahren. Mit Auto, Zug, 2 Straßenbahnen und zu Fuß, dauerte es über 2 Stunden. Sarah, Jona, Sam und die anderen waren noch im Hostel und ganz unauffällig hab ich mich ins Zimmer geschlichen, um nix bezahlen zu müssen. Es war kein Bett mehr frei, aber Sarah „lieh“ mir ihr Bett für die Nacht. Da es ein Ereignis zu feiern gab, dass mit Geld zu tun hatte, gönnten wir uns statt Goon Bier und stießen freudig an. Sehr spät zogen wir dann in einer riesigen Gruppe Richtung Kings Cross zum feiern.
Unterwegs kamen wir an einer Hausparty vorbei und beschlossen kurz halt zu machen. Nette Gäste luden uns gleich ein. Ein junger Mann fragte, woher wir kommen. Deutschland, Dänemark, England, Wales, Australien, Amerika, Finnland, so die Antwort. Das fand er genial und bat uns ins Haus. Wir waren noch nicht mal drin, da kam die Hausherrin ein junges Mädel. Sie war gar nicht begeistert und schickte uns sehr böse weg. Ihr Freund kam und versuchte sie umzustimmen. Bevor sie was sagen konnte, kam die Polizei angefahren. Wir hörten, dass sich jemand wegen Ruhestörung beklagt hatte und gingen ganz schnell weiter, bevor es noch mehr Ärger gab.
Die erste Bar kostete zwar keinen Eintritt, aber dafür waren wir dort auch die Einzigen. Es war nicht einfach einen Club/Bar zu finden, weil alle über 20$, teilweise sogar 30$ Eintritt verlangten. Es war schon nach 12 als wir uns wie letzte Woche in unserer WorldBar wieder fanden. Da der Eintritt das letzte Mal bei 10$ lag, gingen wir von diesem Preis aus. Leider kostete es auch hier am Wochenende 25$ und wir waren geschockt, aber ich ließ mich überreden und zahlte schweren Herzens auch. Es war dafür wieder genau so genial wie das letzte Mal, aber viel voller und man hatte nicht viel Platz. Trotzdem feierten wir ausgelassen und hatten sehr viel Spaß. Die Leute mit denen ich unterwegs war, waren auch total nett und cool. Die Hälfte ging schon früher, aber ich blieb mit den anderen bis die Lichter an und die Musik aus ging und dann machten wir uns langsam auf den Heimweg. Es regnete und ich zog meine Schuhe aus, weil die so durchnässt waren, was es nicht besser machte. Ich war froh, als ich im warmen Hostebettchen lag.

Grüße vom Wochenende in Sydney

Nadine

New Workplace again

Donnerstag, 20.08.2015

Mein IPhone-Alarm riss mich nach gerade mal 2 Stunden Schlaf unsanft aus den Träumen. Im Parkhaus wo Brissie stand gab es eine Nachtparkflatrate für 10$, aber die endete um 6. Für jede Stunde sollte ich 20$! bezahlen. Neee liebes Parkhaus ! Da parke ich lieber um 6 Uhr morgens nach einer durchgefeierten Nacht mein Auto persönlich um. Also zu Fuß auf den Weg gemacht und Auto ein paar Meter weiter auf einen günstigen Parkplatz mit Parkuhr gefahren. Da ging gerade die Sonne auf. Die vielen Business-Menschen haben mich nicht gerade würdevoll angeguckt als ich mit Chillerhose und verschmiertem Makeup an ihnen vorbei ging.

Dann schnell wieder ins warme Bett gekrabbelt und Äuglein erneut zu gemacht.

Ich konnte noch mal eine Weile schlafen, bis der Lärm im Zimmer zu laut wurde. Das sind halt eindeutig die Nachteile im Hostel. Da wird keine Rücksicht auf Schlafende genommen.

Nach dem Frühstück sind die anderen zum Sightseeing bei sehr warmen, sonnigen Wetter aufgebrochen und ich saß mal wieder in Brissie und suchte nach einem noch günstigeren Parkplatz. Nach über einer halben Stunde gab ich auf. Die Parksituation in Sydney ist grauenvoll. Ein Problem mit Brissie ist auch die Höhe. Sie ist 2,10 m hoch und viele Parkhäuser sind nur bis 1,90m. Also hab ich mich auf den Weg zur Farm gemacht.

Der Verkehr war wieder schlimm und es ging nur sehr schleppend voran. Eine Entschädigung für alles war aber definitiv folgendes: Ich fuhr so nichtsahnend den Blechmassen hinter, als ich meinen Augen nicht traute: Ich war mitten auf der Harbour-Bridge ! Damit hatte ich nicht gerechnet und ich staunte Bauklötze. Die Aussicht von der gigantischen Brücke war atemberaubend. Bei strahlender Sonne versuchte ich das Opera-House zu erspähen, aber konnte es leider während dem Fahren nicht ausfindig machen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit mit dem eigenen Auto über diese Weltberühmte Brücke zu fahren.

Die fast eineinhalb Stunden Fahrt kamen mir ewig vor. Als ich dann mitten im Nirgendwo auf der Farm ankam, freute ich mich total. Die 3 Hofhunde begrüßten mich freundlich. Als erstes lernte ich Saphia und Matthew kennen, die seit 2 Monaten hier arbeiten. Das nette französische Pärchen zeigte mir gleich alles und stellte mich meinem Chef Andrew vor. Diesem half ich ein Feuer zu machen, weil er derzeit alle Holzreste verbrennt. Zum Glück zündete er es an, weil ich nicht so der Held im Feuer machen bin. Auf Toms Farm musste das schon immer Sophia machen.

Dann hatte ich Zeit meine Sachen auszupacken. Ich wohne in einem Wohnwagen und daneben Saphia und Matthew in einem anderen. Die Küche ist in einem Container wie auf Davids Farm. Außerdem ist dort eine Dusche mit drin. Zähne putzen müssen wir im Spülbecken, aber man gewöhnt sich ja an alles 😉

Die Springpferde stehen hier alle auf sehr großen Sandpaddocks und haben das Paradies. Es gibt 17 Reitpferde, darunter 5 Einsteller, 1 Fohlen und nochmal 9 junge Pferde die auf einer Koppel in einer Herde leben. Meine andere Chefin Jenny die durch ganz Australien fährt um Reitunterricht zu geben, war nicht da. Es gibt einen großen Springplatz, einen Waschplatz, 2 überdachte Plätze zum satteln der Pferde und einen Walker (Laufband für Pferde). Vor Andrews und Jennys Haus gibt es sogar einen Pool, wo wir auch rein dürfen.

Andrew geht regelmäßig auf Springturniere und er und Jenny sind in ganz Australien weit bekannt, weil sie erfolgreich bis in die hohen Klassen sind.

Saphia und Matthew nahmen mich dann gleich zum Füttern mit. Das machen wir mit einem Quad mit Anhänger dran. So ist das sehr cool und macht total viel Spaß. Jedes Pferd hat seinen eigenen Eimer und nach 40 min. alle ihr Futter.

Nach dem Abendessen räumte ich noch mein Zeug im Wohnwagen um und ging früh ins Bett meines coolen Wohnwagens.

Schöne Grüße von der tollen neuen Farm

Nadine

Sydney here we go

Mittwoch, 19.08.2015
Irgendwie glaubt mir das zu Hause sicher keiner, aber hier bin ich die Mutti. Ich organisiere alles, wecke meine Kindlein und erziehe Jona 😛 Die jungen Leute nennen es spießig, die „ältere“ Generation vernünftig 😉 So machte ich mich unbeliebt als ich wie der Feldmarschall persönlich alle aus den Betten holte und Feuer unterm Hintern machte. Jona, der immer der Langsamste ist, wollte sich nicht so recht motivieren lassen, aber um 12 waren wir on the road.
Die Kilometerzahl bis nach Sydney wurde immer weniger und es lief super. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich und es gab viel zu sehen. Flüsse, Seen, Kühe, Schafe und Pferde zogen an uns vorbei, während sich flache Straßen mit Hügeln abwechselten. Es war auch hier sehr beeindruckend, wie weitläufig dieses tolle Land einfach ist und wie man kilometerweit fahren kann, ohne Zivilisation zu sehen. Auch Autos waren hier nicht oft vorzufinden. Wir hingen jeder unseren Gedanken nach und genossen die beeindruckende Landschaft, während sich Sydney näherte.
Nach dem Mittagessensstopp an einer Raststätte, hatten wir es fast geschafft.

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Unterwegs buchten wir bereits ein Hostel, welches wir gleich ansteuerten. Der Verkehr wurde immer dichter, die Bäume und Kühe verwandelten sich in Blechlawinen und Hochhäuser und mein Tempomat wurde durch die unzähligen Ampeln gebremst. Erst mal sahen wir nichts außer Tunnel, aber als wir auf die Skyline von Sydney zu fuhren, waren wir alle sprachlos. Es sieht total gigantisch aus und fühlt sich gut an, auf so eine Weltstadt zu zu steuern.
Nachdem wir uns durch den Verkehr gekämpft hatten, fanden wir sogar einen kostenlosen Parkplatz direkt vor dem Hostel.

Geschafft – endlich in Sydney!

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Nach dem Einchecken wurde erst mal Goon (Billigwein und Hauptgetränk der Backpacker) besorgt und auf den erfolgreichen Roadtrip angestoßen.

Davor musste ich aber noch Brissie in ein Parkhaus stellen. Der Parkplatz war nur für eine Stunde. Zum Glück gibt`s hier eine Nachtparkflat, sonst wäre ich arm geworden.

Wir waren sehr im Feiermodus und so zog es uns mit einer Finnin und einem Engländer vom Hostel in die „World-Bar“. Das ist ein sehr cooler, kleiner Club in Kings Cross, wo man vom Hostel aus zu Fuß hin kommt. Wir feierten die ganze Nacht und tranken viel Bier und Teepots (Eine Teekanne voller Schnaps den man in Schnapsgläser füllt).

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Die erst sehr schüchterne Finnin Saija stellte sich als echte Partyqueen heraus und als die anderen schon gingen, blieben Jona, sie und ich noch da und feierten ausgelassen weiter. Die Musik auf dem Hip-Hop-Floor war sehr gut und so tanzten wir zu den Backstreet-Boys und vielen mehr. Als dieser Floor schloss, mussten wir in den „Drogen-Floor“ wechseln, wo wir bestimmt die Einzigen waren die nichts genommen hatten. Die Musik war grauenhaft und hatte nicht mal eine Melodie. Wir machten das Beste draus und hatten trotzdem sehr viel Spaß.
Beschwingt vom Alkohol traten wir sehr spät den Weg zum Hostel an.

Grüße aus Sydney
Nadine

Awesome Roadtrip

Dienstag, 18.08.2015

Mitten in der Nacht kam Jona zu mir ins Auto gekrochen, dem es im Zelt zu kalt wurde. Auch das machte es nicht besser, dass es bei der Außentemperatur von -2° viiiiel zu kalt zum schlafen war. Obwohl ich so dick eingepackt war, hab ich total gefroren und machte fast kein Auge zu.

Als ich dann aber aufwachte, war es viel zu heiß. Ich zog alle Schichten bis aufs T-Shirt aus und machte die Autotüren auf. Die Sonne hatte Brissie so aufgeheizt, dass ich es nicht mehr aushielt und früh aus dem Bett krabbelte.

Die anderen schliefen sehr lange und Jona machte Nudeln mit Ei zum Frühstück.

Irgendwie vertrödelten wir den Tag und verbrachten lange Zeit mit Packen. Diesmal hatten wir mehr Struktur und verschnallten alle Backpacks sicher auf dem Dach.

Jona und ich wollten nur kurz an den See laufen, aber wir entdeckten einen Spielplatz mit Riesensprungkissen und tobten uns sehr lange aus. Wie kleine Kinder hatten wir Spaß und Jona machte Fitnessübungen an den Geräten. Der See ist total schön und die Landschaft drum rum ebenfalls. Wir hatten mit diesem genialen Campingplatz echt eine gute Entscheidung getroffen und ich hoffe ich kann im Sommer wieder kommen. Außer uns und dem Ehepaar war der Platz sonst nämlich leer.

Eigentlich sollte man bis 10 Uhr auschecken aber als wir los kamen war es schon 2. Niemand sagte etwas und somit starteten wir Tag 2 unseres Roadtrips.

Zuerst stoppten wir an einem alten Kriegsschiff, das sehr beeindruckend war.

Die Stimmung war super, die Musik auch und das Wetter traumhaft. So hab ich mir das vorgestellt. Wir fuhren also der Freiheit entgegen und freuten uns immer mehr auf Sydney. Nur war ich sehr müde und nach 3 Stunden Fahrt hielten wir pünktlich zum Sonnenuntergang in Gundagai. Das ist eine relativ große Stadt mit vielen Motels und Restaurants. Im Hungry Jacks (wie Burger King in Deutschland) war ich erstaunt, dass es einen Veggieburger gab und allen schmeckte es gut.

Frisch gestärkt begaben wir uns auf die (lange) Suche nach einem Motel und checkten zu 4. in ein schönes, gemütliches und vor allem warmes Zimmer ein. Für 105$ die Nacht zu 4. auch echt ok.

Nach dem Einkauf im Woolworth gabs Essen im Bett, ein paar Bier und ich schlief früh ein.

Grüße vom Roadtrip

Nadine

 

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