Travel makes the best memories

Nachdenklich

Gerade habe ich mir Bilder angeschaut. Von Zuhause. Von der bisherigen Reise. Von den Farmen. Von meiner Familie.

Wenn ich die Fotos von meinem Abschied auf der Arbeit sehe, kommt es mir vor als wäre es letzte Woche gewesen. Mein Abschiedsgeschenk, die Rede meines Chefs der sagte: „Er lässt ein Kind gehen“, die lieben Worte der Kollegen.
Wenn ich die Fotos von Thailand sehe, kann ich mir ganz genau vorstellen wie ich mit Vroni und Saskia die Nacht durch tanze als wäre es gestern gewesen.
Wenn ich die Fotos von Koh-Tao sehe, kann ich mich genau erinnern, wie mir mulmig vor meinem ersten Tauchgang wurde und wie viel Spaß ich mit Chrissy, Jan, Chris, Rylan und Jaela hatte.
Wenn ich die Fotos von der ersten Farm sehe, höre ich wie unsere Biergläser zusammen klingen als würde ich mit Yara und Sophia im Pub sitzen.
Wenn ich die Fotos von Bali sehe, weiß ich ganz genau wie Saskia und ich uns vor und während dem Tattoo stechen gefühlt haben.
Dazu kommt passend das Lied „Freeze“ von Jordin Sparks aus meinen Lautsprechern.

„Freeze the moment, it`s never been better“

„It won`t last forever“

singt sie und hat recht. Auf dieser Reise habe ich gelernt noch bewusster zu leben und jeden Moment zu genießen, aber man kann den Moment leider nicht einfrieren. Nur intensiver erleben. Die Zeit steht nicht still. Deswegen muss man was daraus machen. Keine Sekunde vergeuden.
Was bleibt sind Erinnerungen. Sehr schöne.
Gerade bei uns im Schwäbenländle gilt: Schaffe schaffe, Häusle baue. Darüber hinweg vergessen viele Menschen ihr Leben zu leben. Raus zu gehen, Spaß zu haben, tun was ihnen gefällt.
Dazu gibt es ein schönes Zitat:

„People wait all week for friday, all year for summer, all life for happiness. I travel.“

Man muss nicht immer eine Weltreise starten um glücklich zu sein. Es ist einfach wichtig bewusst zu leben und das beste aus jeder Situation zu machen. Zeit ist was endliches und dessen sind sich viele nicht bewusst,
Mich hätte die „Schwaben-Mentalität“ fast daran gehindert meinen Traum zu verwirklichen. Man wird schief angeschaut wenn man sagt man hat seinen sicheren Job gekündigt um zu reisen. Ich bin froh, dass ich auf mein Herz gehört habe und diese Entscheidung traf. Viele verstehen den Sinn dahinter nicht und wollen es einem ausreden. „Und was machst du danach?“ Die meist gefragte Frage. Wie ich sie hasse. Erstens alles kommt anders. Und Zweitens als man denkt. Und genau deswegen mache ich mir jetzt keine Gedanken darüber was ich mache, wenn ich zurückkomme. Falls ich zurück komme. Vielleicht gewinne ich ja im Lotto, verliebe mich in einen Australier oder werde Jockey. Ok, das war jetzt vielleicht ein kleines bisschen übertrieben 😉
Ich will einfach die Menschen dazu motivieren das zu tun was ihnen Spaß macht und sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen.

Leute: Lebt euer Leben, genießt es, lebt jeden Tag als wäre es der Letzte!
Das war das Wort zum Sonntag, Amen.
Wer jetzt bis zum Schluss gelesen hat, verdient sich einen Keks, oder eine Tafel Schokolade, oder ein Eis, …..

Eure Nadine

 

„Denn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.“ – MOMO, ZWEITER TEIL: DIE GRAUEN HERREN,

Thailand (Koh Phangan) Jan, Jaela, Chrissy und ich
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First day as a jockey

Freitag, 06.11.2015

Natürlich war ich top fit als ich um 5 meinen schnuckeligen Container verließ – nicht ! Ich freute mich aber wahnsinnig auf den ersten Tag und es ging gerade die Sonne auf. Eine etwas frische Brise schlug mir entgegen, aber mit zwei Jacken war ich gut ausgestattet. Die brauchte ich aber ein paar Minuten später nicht mehr. Die Kinder spielten vor der Schule noch auf der Farm. Ich war gleichermaßen überrascht und gerührt als die jüngste Penny mir ein selbst gemaltes Bild schenkte, wo sogar mein Name drauf stand. Darüber freute ich mich wahnsinnig.

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James zeigte mir alles und ich fragte mich (mal wieder) wie ich mir jemals alle Pferdenamen merken sollte. Neben dem Hund Wombat gibt es den Kakadu „Patrick“, die Katze „Smoky“, einen Wellensittich, einige Hühner, einen Hahn und ganz viele Pferde und Kühe. Auf die Nachfrage hin wie viele Pferde es denn seien, bekam ich als Antwort: „Gute Frage, zwischen 30 und 40 vielleicht.“ Das fand ich sehr lustig.

Was ich auch erst nicht glauben konnte: Die Pferde leben hier frei. Ja, richtig gelesen. Die Vierbeiner dürfen sich überall komplett frei bewegen. So kann es passieren, dass ein Pferd zu meinem Fenster rein schaut, ich gerade Heu hole und mir auf einmal jemand über die Schulter schaut oder ich morgens aufwache, weil eine Herde wild gewordener Pferde neben meinem Schlafzimmer galoppiert. Irgendwie erinnert mich das an Pippi Langstrumpf, auch wenn der Affe fehlt 😉 Sowas hätte ich als Kind gerne gehabt und die drei Kleinen haben hier echt einen schönes Zuhause um aufzuwachsen. Auch total lustig: Wombat (der Hund) jagt immer die Pferde und die preschen dann bockend übers Gelände und der Hund im Vollspeed hinterher. Das sieht zum schießen aus und die Pferde spielen richtig mit Wombat.
Die derzeit 11 Rennpferde die gearbeitet werden stehen in offenen Boxen mit Dach über Nacht und kommen Tagsüber in Paddocks. Meine erste Aufgabe bestand darin Heu zu füttern. Wie schon auf der letzten Farm mache ich das auch hier mit einem Quad und Anhänger, weil die Farm sehr groß ist und überall versteckt Pferde stehen. Die Zuchtstuten haben sehr große Paddocks und diese bekommen auch Heu. James war sehr beeindruckt wie gut ich mit dem Quad rückwärts fahren kann, aber ich habe ja auch schon viel Übung. Er meinte das spart unheimlich viel Zeit, wenn er mir das nicht mehr erklären muss.
Spannend wurde es dann, als ich mein erstes Pferd reiten durfte. Wofür ich auf der letzten Farm ewig kämpfen musste, ist hier Teil meiner Arbeit. Der Wallach „Apfel“ war sehr brav beim fertig machen und er ist eins der besten Rennpferde hier. Irgendwie hatten wir aber Probleme einen Sattel mit den richtigen Bügeln für mich zu finden und mussten einiges rumprobieren. Apfel war sehr geduldig und ließ sich vier verschiedene Sättel aufprobieren. Die erste Schwierigkeit bestand darin, dass ich vom Boden aus aufsteigen muss und das möglichst schnell, weil so ein junges Rennpferd nicht geduldig wartet bis man seinen Hintern in den Sattel geschwungen hat. Es sah nicht ganz galant aus und ich will nicht wissen, was mein Chef dachte. Das muss ich noch üben. Erst ritt ich Schritt und Trab in einem kleinen Roundpen und dann ließ mich James in die große Arena. Diese ist groß und rund. Er gab mir die Anzahl der Laps (Runden) vor und weg war er. Da saß ich nun also auf dieser Rennsemmel und hatte ganz schön viel Geld unter dem Hintern. Ich sollte mich mit einem Finger am Martingal festhalten, so James, falls Apfel bockt. So ein Vollblut ist schon noch mal was ganz anderes als ein Warmblut (das ist die Pferderasse).

Ein paar Runden ließ ich das Pferdchen am anstehenden Zügel traben und er war total gelassen. Im Galopp wollte er vorwärts, aber er ist ja nicht umsonst Rennpferd. Trotzdem ließ er sich super kontrollieren. Hier auf der Farm machen wir nur die „Slow-work“ also arbeiten die Pferde im ruhigen Tempo, damit sie Kondition bekommen. Rennen dürfen sie nur, wenn sie auf die Übungsrennbahn den „Track“ gehen. Als die Rennsemmel und ich gleichermaßen nass geschwitzt waren, hörte ich sehr zufrieden auf.
Das kleine Örtchen Kumbia hat eine Rennbahn und dort fuhren wir hin um Zäune zu reparieren. Ich war Handlanger und ein paar Leute waren dort um zu helfen. Mein Chef stellte mich einigen Leuten aus dem Dorf vor und diese empfingen mich sehr freundlich.

Der Abstecher im Metzger war für mich als Vegetarierin weniger angenehm, aber ich atmete einfach nur den Mund um das Fleisch nicht riechen zu müssen. Auch der Metzger war gleich sehr nett zu mir und die Rentner da drin ebenfalls. Als James einfiel, dass ich Vegetarierin bin, tat es ihm total leid und er entschuldigte sich. Mir machte es nichts aus.
Ohne irgendwelche Übertreibung kam ich mir vor wie im Westernfilm. Die Stadt Kumbia hatte bis vor kurzem einige Geschäfte, die aber alle pleite sind und nun leer stehen. Das ist jetzt wie in einer Geisterstadt. Man könnte sich auf die Hauptstraße setzten und warten bis ein Auto kommt. Bei 400 Einwohnern ist es kein Wunder, dass es nur 4 Kinder im Kindergarten gibt. James` drei Kinder gehen hier zur Schule. Die Läden sehen aus wie Saloons nur ohne Schwingtüren. Die Menschen tragen Cowboyhüte und Cowboystiefel und mit wenig Fantasie kann man sich vorstellen, hier Kutschen vorbei rollen zu sehen. Wenigstens die Straße ist geteert. Ich sagte James, dass das die perfekte Filmkulisse für einen Wild-Westenfilm sei und er lachte. Auch wie überall in Australien sitzen die Hunde hier auf den Ladeflächen der Autos.
Ich hatte eine sehr lange Mittagspause und James fuhr weg.
Für den Tierarzt der kommen sollte, wollten wir ein Fohlen einfangen. Mit diesem wurde aber bisher nichts gemacht und somit war es total scheu. Man konnte nicht mal dran denken ein Halfter drauf zu machen. Für die Kühe gibt es eine Art Gasse. Dort trieben wir das Kleine hinein und schafften es gemeinsam es aufzuhalftern. Führen wollte es sich auch nicht richtig lassen und es flossen viele Schweißperlen bis wir am Anbindeplatz waren. Ständig fiel das Kleine vor lauter Panik hin und wollte weg rennen.
Der Tierarzt sieht aus wie Dr. Bob vom Dschungelcamp und hat so einen Ganzkörperanzug an. Er ist super nett und ich hab mich gut mit ihm unterhalten. Mit dem Ultraschall guckte er bei vier Stuten, ob diese trächtig sind und tatsächlich waren alle es. Der liebe Tierarzt bezog mich total in die Untersuchung ein und zeigte mir alles ganz genau auf dem Ultraschall. Das war sehr interessant und ich konnte all die kleinen Herzchen schlagen sehen. Total beeindruckend und goldig. Da war mein Chef natürlich happy, dass alle trächtig waren.
Hat von euch schon mal jemand bei einer Kastration zu geschaut? Also ich bisher auch nicht. Der Plan von dem Tierarzt ich solle ihm assistieren, war deshalb nicht gerade erwartungsgemäß für mich. Der Hengst bekam zwei Spritzen und dann fiel er auf der Wiese um. In Deutschland würde man das in einer Klinik machen, aber hey: „No worries, mate!“. Ich musste den Kopf von diesem 500kg Tier halten und dann vorsichtig auf den Boden legen, als der Rest schon lag. Halleluja war das schwer, aber ich bekam ein großes Lob vom Doktor. Dieser fing gleich an unten rum zu schnibbeln. Nach 2 Minuten schmiss er einfach so einen großen Hoden auf die Wiese. Ich befahl mir stark zu bleiben. Tiiiiiief durchatmen, 1, 2, bald geschafft. Als ich mich gerade wieder gesammelt hatte, kam der Hund, schnappte sich das Ei und weg war er. Iiiiiiiiiiiiiiiih gitt !

Das Schwierige war das Aufstehen. Bereits 10 min. nach den Spritzen, stand das jetzt Wallach gewordene Pferd auf. Meine Aufgabe war, als er stand, seinen Kopf mittig zwischen den Vorderbeinen zu halten (wegen der Balance). Das wankende Schiff war nicht einfach zu kontrollieren und ich musste meine ganze Kraft aufwenden um ihn „in Spur“ zu halten. Das war Schwerstarbeit, aber bald schon durfte ich ihn zurück in eine Box bringen. Das war geschafft.
Mein Chef war Zwischenzeitlich ein anderes Pferd mit dem Motorrad holen gegangen. Das Grundstück ist so riesig, dass man die Pferde erst suchen muss und dann laufen die am Halfter und Strick neben dem Motorrad her. Alles komplett verrückt!

Bei der Kastration des zweiten Hengstes gabs Komplikationen und das zweite Ei war in den Bauch gerutscht. Das konnte der Doktor nicht raus holen und somit muss der „Halbhengst“ nun in die Klinik.
Nachdem ich die zweite Kastration auch überlebte, sollte ich füttern. Ich muss das Futter selbst zusammen mixen und nach meinen ratlosen Blicken, schrieb mir James zum Glück alles auf. Das hätte ich mir nicht merken können. 10 verschiedene Pferdefutter und Pülverchen. Das geht auch mit dem Quad und es dauert eine ganze Weile bis 20 Pferde ihr Futter haben (der Rest, quasi die „Wildpferde“ ernähren sich nur vom Gras auf der Wiese).
Es war schon dunkel als ich fertig war und zum Essen ins Haus ging. Da ich keine eigene Küche habe, esse ich mit der Familie. Es gab einen guten Salat und Nudeln mit Soße. Zum Nachtisch bekamen wir Eis.
Ich finde es sehr gut, dass ich nicht allein essen muss und die Kinder sind total süß. Über die Sprüche von ihnen könnte ich mich tot lachen. James gab mir einen USB-Stick mit Filmen, dass es mir abends nicht langweilig wird. Leider bekomme ich hier den Sender nicht rein, auf dem X-Faktor und „home and away“ kommen und das finde ich sehr doof.
Ich hatte einen tollen ersten Tag und habe schon viel gelernt.

Grüße vom neuen Jockey
Nadine

Wombat

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einer der Hengste

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Apfel

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Der Hahn

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Lost in the outback

Donnerstag, 05.11.2015

Irgendwie vergaß ich den Wecker zu stellen und wurde um 15 vor 10 von einem Junge geweckt, von dem ich mir abends das Ladekabel ausgeliehen hatte. Zum Glück. Um 10 war checkout und ich musste noch packen. Hier sind die damit aber zum Glück nicht streng.
Beim letzten Frühstück in Gesellschaft unterhielt ich mich noch mit einigen vom Hostel. Eigentlich wollte ich dann los fahren, aber mein neuer Chef schrieb mir eine Mail, dass er nicht vor 5 auf der Farm ist wegen einem Pferderennen.
So chillte ich im Hostel und verließ dieses pünktlich um 1.
Die eigentlich 4 stündige Fahrt zog sich wie Kaugummi und allein war es echt langweilig. Irgendwie lud mein Handy nicht und zwei Mal musste ich anhalten um es neu zu laden und Google Maps nochmal an machen. Außerdem verfuhr ich mich noch zwei mal. Dann ging es die letzten eineinhalb Stunden nur gerade aus auf einer Art Landstraße und es kam mir nicht mal ein Auto entgegen. Da hatte ich schon eine Vorahnung, wo mein neues Zuhause sein würde. Plötzlich hörte sogar die Straße auf und ich fuhr auf Sand. Zum Glück hab ich einen Jeep. Eine halbe Stunde vor dem Ziel verlor mein Google Maps auch noch ein paar Mal das Signal und ich verfuhr mich erneut. Auf einem engen Schotterweg ging es an einer Pferderennbahn vorbei und mein Navi sagte mir, dass ich das Ziel erreicht hätte.
Ich stand also in der Dämmerung auf einem fremden, kleinen Hof und fragte mich wo die Pferde sind. Ein Mann um die 70 stand nur mit einem Unterleib bedeckenden Handtuch da und schaute mich fragend an. Er würde gerade aus der Dusche kommen, so seine Aussage. Sein Hund bellte mich wild an und war zu meinem Glück angeleint. Vorsichtig fragte ich nach, ob er James sei. Nein, er kenne den Rennstall nicht und hier wäre ich falsch. Leichte Panik stieg in mir auf, zumal es schon dunkel wurde. Nach kurzem Nachdenken fiel dem Mann ein, dass er meinen Chef doch kennt.
Er suchte vergeblich dessen Nummer die ich leider auch nicht hatte. Ich schrieb meinem neuen Chef eine Mail, dass ich mich verfahren hatte und der nette Farmer erklärte mir drei mal ganz ausführlich den richtigen Weg. Es seien noch 10 km, so die Aussage.
Die Beschreibung war tatsächlich super, aber ich musste auf dem einsamen Highway an jeder Farm anhalten und nach der Hausnummer gucken.
Es war stockdunkel als ich endlich am richtigen Ziel ankam. Mein Chef und seine Frau Kate misteten gerade Boxen. Der andere Farmer hatte die Nummer gefunden, angerufen und gesagt, dass ich mich verfahren hatte.
James und seine Frau stellen mich ihren drei süßen Grundschulkindern vor. Außerdem empfing mich der Hund Wombat freundlich. Diese heißt so, weil sie laut den Kindern aussieht wie ein Wombat.
Ich durfte gleich mein „Donga“ beziehen. Das ist so ein Container wie auf meiner zweiten Farm. Sehr gemütlich, mit einem Bett, Bad und TV drin. Leider gehen die meisten Steckdosen nicht und im Bad funktioniert das Licht nicht, aber sie versprachen mir einen Elektriker zu holen. Sie meinten sie wussten nicht mal in welchem der Container Zustand sei, weil sie seit Ewigkeiten dort nicht mehr reingeschaut hätten. Die versprochene Küche war auch noch nicht eingebaut und ich solle mir überlegen, ob ich in Zukunft mit der Familie essen will, oder sie noch eine Küche einbauen sollen.
Zum Abendessen wollten sie mich überraschen und machten Lasagne. Als ich sagte, dass ich Vegetarier bin, fanden sie aber noch Nudeln mit Kohl für mich. Die Familie ist super nett und auch die Kinder total cool. Das Haus von ihnen ist sehr groß und es hat viel Platz.
James fragte mich ob es ok wäre, wenn wir um 5 morgens anfangen, dass es noch nicht so heiß ist.
Eine Weile aßen wir und redeten und dann ging ich ins Bett meines neuen Zuhauses. Hier werde ich mich glaube ich wohl fühlen. Die Hündin Wombat durfte bei mir schlafen.

Liebe Grüße vom neuen Zuhause
Nadine

So sah es da aus
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Try to surf 2nd

Mittwoch, 04.11.2015

Der Tag war gekommen: Mit gemischten Gefühlen wachte ich auf. Meine Vorfreude auf meine Surfstunde war unglaublich, aber gleichzeitig brach der letzte gemeinsame Tag von Aylin und mir an (wie romantisch 😉 ).
Um halb 10 wurde ich pünktlich von meinem jungen Surflehrer am Hostel abgeholt. In der 10 minütigen Fahrt gings an den „Spit Beach“. Dort bekamen wir unsere Shirts und die Surfboards. Diese waren viel größer als die bei unserem letzten Versuch und zu zweit mussten wir die sperrigen Dinger an den Strand schleppen. Zuerst gabs eine kurze Theorie die schon mal komplett von der von Nils abwich. Nils hatte uns gesagt wir sollen auf das Brett springen und unsere beiden Lehrer erklärten uns vier Schritte, wie wir leicht auf das Brett kommen sollten. Das hörte sich ja eigentlich ganz einfach an. Theoretisch.
Ein bisschen mulmig wurde mir ja schon, als wir dann mit den großen Brettern ins Wasser marschierten. Die letzte Surflesson hatte seine Spuren in meinem Kopf hinterlassen. Zum Glück waren die Wellen hier nicht so hoch und man konnte auch problemlos stehen. Zumindest war also die Ertrinkgefahr diesmal gleich gebannt und ich fühlte mich an der Seite der Surflehrer sicher. Nacheinander liefen wir zu diesen hin. Das hieß gleichzeitig, dass diesmal das Paddeln auch weg fiel. Das liegt mir eh nicht so 😛 Der junge, gut aussehende (ganz klischeehafte) Lehrer befahl mir mich aufs Board zu legen. Als die perfekte Welle kam, schob er mich an und ganz schnell war ich auf der Welle drauf. Was beim letzten Mal gar nicht geklappt hatte, war heute ein Kinderspiel. Irgendwie hatte ich vor lauter lauter meine vier Schritte vergessen und zappelte wie ein Fisch auf dem Brett herum. Der Surflehrer lachte und ich versuchte es erneut. Bei den nächsten Anläufen war es um einiges besser aber ich ließ das Board immer zu früh los und schaffte es nicht das Gleichgewicht zu halten. Somit machte ich immer gleich wieder einen Abgang ins Wasser. Mein Ehrgeiz war geweckt. Die anderen 7 hatten die selben Probleme aber ich wollte es schaffen. Neuer Versuch: Aufs Brett legen, hochziehen, Knie aufstellen, in die Hocke gehen und drehen und am Brett festhalten, langsam aufstehen. Und: Ich stand !! Das war ein wahnsinniges Gefühl auf einmal auf so einem Brett zu stehen. Bis zurück zum Strand schaffte ich es stehen zu bleiben und die Surflehrer klatschten beide in die Hände. Die Surfschule „Get Wet“ verspricht sogar Geld zurück, wenn man es nicht schafft aufzustehen. Ein paar Mal konnte ich danach noch auf dem Surfboard stehen und freute mich total. Dann waren die 2 Stunden auch schon vorbei.
Im Auto war ein Laptop mit einer Diashow mit allen gemachten Bildern. 15$ waren mir zum Kaufen zu viel und deswegen fotografierte ich die Fotos auf der Rückfahrt heimlich ab.
Fazit: Die 45$ für zwei Stunden surfen waren ok. Jedoch haben die Surflehrer am Anfang Hilfestellung geleistet und sind danach einfach aus dem Wasser. Sie haben nichts mehr gesagt oder gemacht, hatten also einen relativ faulen Job. Man merkt auch einfach, dass es eine totale Massenabfertigung ist und man nur einer von mehreren hundert Schülern pro Tag ist. Der Spaßfaktor ist aber definitiv groß und das war nicht mein letztes Mal auf einem Surfbrett. Die beiden Lehrer waren zwar nett, aber nicht wirklich freundlich oder interessiert. Auf meine Frage hin, ob es am Strand eine Dusche gäbe, bekam ich eine schroffe Antwort zurück ich hätte im Hostel eine Dusche. Ich wollte ihm erklären, dass ich nur meine Ohren ausspülen muss um keine Entzündung zu bekommen, aber da hörte er gar nicht zu. Es gab aber zum Glück eine Dusche vor Ort.
Im Hostel entspannten wir uns noch eine Weile am Pool und dann fuhr ich Aylin in ihr neues Hostel für eine Nacht in „Coolangatta“. Es ist sehr schade, dass sich unsere Wege trennen. Wir hatten auf jeden Fall 6 richtig geniale Wochen zusammen, haben uns zusammen auf der Farm aufgeregt, zusammen bei allen Liedern im Auto mitgesungen, einen genialen (wenn auch kurzen) Roadtrip gehabt und einige Nächte durchgetanzt. Aylinchen (Kind) ich werde dich vermissen ! Pass auf dich auf und ganz viel Spaß auf der neuen Farm ! Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt 🙂
Ich war gerade zurück im Hostel als es anfing zu regnen. Es hörte auch nicht mehr auf. Der Regen wurde stärker und stärker und man dachte die Welt geht unter. Mit den gleichen Leuten wie am Vorabend saß ich auf der Terrasse und wir guckten der untergehenden Welt zu. Das hatte was entspannendes 😛 Sie wollten mich überreden mit ihnen feiern zu gehen, aber ich zog mein Bett vor. Viel zu früh schlief ich an meinem letzten Abend im Hostel, in Freiheit, an der Goldcoast und in Gesellschaft ein.

Grüße vom Surfprofi (Spaß)
Nadine

 

Hostel

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Sorry für die schlechte Qualität. Wie gesagt, ist nur abfotografiert

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Pray for Paris

Geschockt. Gelähmt. Unbeschreiblich beschämt. Zu was sind manche Menschen auf dieser Welt fähig? Ich muss daran denken. Den ganzen Tag und die ganze Nacht. Bin total fassungslos. Wir alle sind fassungslos. Im australischen Fernsehen Dauerthema. Überall auf der Welt wird darüber gesprochen. Keiner kann es begreifen. Was bringt Menschen (wenn man diese so nennen kann) dazu, so etwas unbeschreiblich grausames zu tun? Die Absichten kann niemand verstehen.
Das große Warum. Es wird für immer unbeantwortet bleiben. Wie so viele Fragen auch. Warum müssen so viele unschuldige Menschen sterben? Wie kann so etwas passieren? Und vor allem: Wie kann so etwas verhindert werden?
Da kommt das Thema Sicherheit erneut auf. Geiselnahme mit Toten im Lindt-Cafè in Sydney letztes Jahr, Flugzeugabsturz am 31.10. in Ägypten mit 224 Opfern, Anschlag in Ankara, Türkei mit 102 Toten am 10. Oktober, ein Anschlag in Nigeria forderte am 17. Juli 49 Menschenleben. Eine endlos lange Liste von Terroranschlägen allein in 2015 (Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Terroranschl%C3%A4gen). Warum betet für diese niemand? Warum spricht darüber keiner in den Medien? Wieso werden diese Anschläge mit so vielen Toten an den Rand gedrängt als wäre es nie passiert? Eine ganz neue Diskussion in den Social Media. Alle zeigen sich solidarisch für Paris, ändern ihre Profilbilder, beten. Warum hat das für die Opfer der anderen Anschläge keiner getan? Die ganze Welt zeigt Solidarität. Viele drücken ihr Mitgefühl aus. Das ist sehr gut, doch wo war das Mitgefühl bei den anderen zahllosen Attentaten?
Ich persönlich beginne an der Menschheit zu zweifeln. Kann man sich überhaupt noch irgendwo sicher fühlen? Was kann man tun um sich zu schützen? Was können wir alle für eine Welt mit mehr Frieden tun? Keiner weiß es ! Ich wünschte ich hätte Antworten auf alle diese Fragen.
Zitate wie:
„Das ist der Anfang vom Ende !“
„Der Terror beginnt erst.“
„Man weiß nie wo es als nächstes passiert.“
Machen mir Angst. Hilflosigkeit. Es gibt keine Lösung. Dabei brauchen wir sehr schnell eine. Bevor so etwas Schreckliches nochmal passiert.
Meine ganze Anteilnahme gilt den Angehörigen. Wir alle sind mit unseren Gedanken in Frankreich.
Bleib stark Frankreich, bleib stark Paris !

Ich bete für Paris
Nadine

We have all the time in the world

Dienstag, 03.11.2015 (Melbourne-Cup day)

Der Melbourne-Cup ist das größte Pferderennen der Welt. in Australien wird es gefeiert wie z.B. ein WM Spiel bei uns. Alle sind aus dem Häuschen und jeder redet darüber. Das ganze Jahr über wird auf diesen Tag hingearbeitet und viele Leute schließen Wetten ab. Wir haben unseren Tag aber anders verbracht.

Eigentlich wollten Aylin und ich in den Freizeitpark „Dreamworld“. In einer Internetrecherche hatte Aylin die Eintrittspreise raus gesucht. Diese waren für uns ok. Ich wollte nur kurz die Adresse raus suchen und hatte mit 95$ pro Person noch mal einen ganz anderen Betrag gesehen. Dann stellte sich heraus, dass die Preise die Aylin gesehen hatte nur „ab“-Preise waren und für kleine Kinder galten. Wir hatten schon alles gepackt und waren kurz vor dem los fahren, aber diese horrenden Eintrittspreise waren uns schlichtweg viel zu viel. Als Backpacker gönnt man sich das nicht einfach so, zumal wir auf der Farm dafür 2 Tage arbeiten müssten.
Als ich gerade gemütlich am Pool saß unterhielten sich andere deutsche Backpacker über ihre Pläne. Wir schlossen uns ihnen an und in einer 50 minütigen Fahrt gings über achterbahnartige Straßen zum „Numinbah Valley“. Zuvor suchten wir aber noch mit meinem Auto das Auto der Jungs. Diese wussten nicht, dass man kostenlos am Hostel parken kann und hatten ihr Gefährt am anderen Ende der Stadt abgestellt.
In dem Nationalpark der im Regenwald lag, herrschte eine drückende Hitze. Auch der Regen änderte daran nichts. Während Dirk und ich auf dem Dach meines Auto rum kletterten um heraus zu finden, wie man die Spanngurte festzurrt, kochten die anderen Jungs sich Nudeln mit Pesto auf dem Parkplatz. Zitat von Dirk: „Also Zuhause würden jetzt alle drängeln und Stress machen und beim Reisen hat man einfach so viel Zeit, dass es nichts ausmacht zu warten.“ Recht hat er. Kommentar von einem anderen: „Zuhause würde man auch nicht einfach so eine Stunde zu einer Höhle fahren.“ Ich dachte ich wäre zu dumm um das Prinzip der Spanngurte zu verstehen, aber keiner der vielen Jungs bekam es hin.
Im Gänsemarsch gings hintereinander her durch den Regenwald über die schöne „Natural Bridge“ bis wir an der Höhle ankamen. Diese war nur klein und halb offen, sodass man sie von außen komplett sehen konnte. Die Strafe fürs baden wäre 1000$ gewesen, was unser Geldbeutel nicht her gab. Daneben war nämlich ein schöner Wasserfall, aber das ließen wir dann doch lieber.
Dank der Apps Wiki-Camps fanden wir eine tolle Badestelle, mit dem Auto nur 5 Minuten entfernt. Dort gabs ein Seil und die Jungs machten einige Stunts. Wir Mädels ließen es lieber, weil das Wasser an dieser Stelle nicht tief genug war.
Die anderen hatten keine Lust mehr, aber Aylin und ich ließen es uns an unserem letzten gemeinsamen Abend nicht nehmen nochmal feiern zu gehen. Es gab wieder ein Freigetränk und kostenlosen Eintritt in den „Beergarden“. Dort war brasilianische Nacht, aber fast nichts los. Auch die Musik war schlecht und so gingen wir sehr früh wieder heim. Danach saß ich noch mit ein paar anderen auf der Terrasse vom Hostel und quatsche noch eine Weile.

Grüße aus dem Regenwald
Nadine

 

Höhle

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Badestelle

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Grenze zu New South Wales

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Backpackeressen (vegetarische Würstchen und Dosenspaghetti)

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Waiting for the perfect wave

Montag, 02.11.2015

Um 8 trafen wir uns mit zwei anderen deutschen Mädels und unserem „Surflehrer“ Nils der auch aus Deutschland ist und im Hostel arbeitet. Von dort aus konnten wir Surfboards ausleihen und da ging’s schon los. Was bei den Surfern so einfach aus sieht, war für uns das erste Hindernis. Wir konnten uns nicht einfach das Brett unter den Arm klemmen und locker damit rum laufen. Die paar Meter zum Strand schafften wir nur, weil wir die schweren Bretter zu zweit schleppten.

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung ging’s in die Wellen. Schon das Rauspaddeln ist sehr schwer. Aylin und Jacky haben es gar nicht hin bekommen und ich hab einmal einen Abgang gemacht und dann ging es. Ich war so schnell wie Nils draußen auf dem Meer and die anderen beiden Mädels drehten wieder um. Da wir leider ein Surfboard zu wenig hatten, musste eine sowieso am Strand warten. Eigentlich muss man dann auf dem Board sitzen und auf die Wellen warten, aber das ist leider (wie alles) auch nicht so einfach wies aussieht 😦 ständig fiel ich vom Surfbrett und es dauerte lange bis ich mal saß. Als eine Welle kam, befahl Nils mir mich aufs Board zu legen und dann ganz schnell mit den Armen zu paddeln. Man muss nämlich erst auf die Welle drauf kommen um aufstehen zu können. Dies schaffte ich schon gar nicht und deswegen hatte ich nicht mal die Chance aufzustehen. Die Wellen waren aber laut Nils sowieso viel zu niedrig. Als wir gerade dabei waren wieder zurück an Land zu paddeln, erfasste mich eine riesen Welle von hinten. Ich tauchte unter, verlor komplett die Orientierung und schluckte viel Wasser. Ich wollte an die Oberfläche aber wusste nicht in welcher Richtung ich muss. In diesem Moment dachte ich wirklich ich muss ertrinken und hatte mega Panik. Als ich es gerade nach einer gefühlt endlosen Zeit schaffte aufzutauchen, kam die nächste Welle und riss mich wieder runter.Mein Kopf war gerade über Wasser als ich das Fußband des Surfboards verlor und mir das Brett mit aller Wucht gegen den Kopf geschleudert wurde. Ich hatte das Gefühl eine dicke Lippe zu bekommen und das tat ordentlich weh.

Nach diesem Schockerlebnis wollte ich nur noch ganz schnell raus aus dem Wasser. Mir wurde aber bewusst, dass ich danach Angst haben werde. So blieb ich tapfer im Meer. Einige Male versuchte ich es noch auf die Wellen drauf zu kommen um endlich auf dem Board stehen zu können, aber es gelang mir nicht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Strand war ich die Einzige die ihr Glück nochmal versuchen wollte. Die anderen hatten die gleichen Probleme wie ich. So war ich mit Nils allein im Meer und dachte das gibt mir Sicherheit. Diesmal waren die Wellen aber gleich am Anfang so hoch, dass ich totale Angst hatte. Es war schon fast unmöglich für mich rauszupaddeln und auch Nils hatte echte Probleme. Irgendwie waren die Surfkonditionen an diesem Tag in „Surfers Paradise“ wohl allgemein nicht gut, denn wir waren weit und breit die Einzigen im Wasser. Nils motivierte mich ständig weiter raus zu paddeln, aber die Panik siegte über mich und ich blieb in sicherer Nähe zum Strand. Da meine Kraft auch nachließ, entschied ich mich es für diesen Tag gut sein zu lassen. Den anderen Mädels war das Posen auch wichtiger als das Surfen und so entstanden einige gute Bilder. Zitat: „Wenn wir schon nicht surfen können, sehen wir auf den Bildern wenigstens wie professionelle Surfer aus!“ Hinterher sagte uns Nils auch noch, dass das Aufstehen mit diesen Surfboards sowieso schwierig gewesen wäre, weil diese eigentlich nicht für Anfänger sind. So gingen wir erfolglos wieder zurück.

Wie das halt im Hostel so ist, sitzt man da und redet und hört auch mal andere Backpacker neben einem reden. Ein deutscher Akzent kam mir sehr bekannt vor und ich fragte mal so nach, woher denn der junge Mann kommt. Er so: „Stuttgart“ Ich so: „Wo genau?“ Er so: „Kennst du Nagold?“ Ich so: „Kennst du Wildberg?“. Wir fanden heraus, dass wir nur 5 min. von einander weg wohnen. Als wir dann gleich schauten, welche Facebook-Freunde wir gemeinsam haben, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Meine Freundin Jenny mit der ich in Amerika war, ging mit ihm (Dirk) zur Grundschule und ein Mädchen aus meiner ehemaligen Parallelklasse ist Dirks Cousine. Wir haben einige gemeinsame Facebook-Freunde und da kann man echt mal wieder sehen, wie klein doch die Welt ist. Man fliegt nach Australien um Leute zu treffen die im Nachbardorf wohnen und die selben Personen kennen. Gleich machten wir ein Foto und schickten es an diejenigen die wir beide kennen. Die waren genau so amüsiert wie wir 😛

Abends war feiern angesagt. Vom Hostel aus gibt es jeden Abend eine andere Aktion und diesmal gabs freien Eintritt in einem Club und ein Freigetränk. Um 8 trifft man sich am Pool um ein bisschen was zu trinken. Mit sehr vielen netten Leuten spielten wir ein lustiges Trinkspiel und um 10 gings los. Im Club „SinCity“ laufen die weiblichen Barkeeperinnen sehr leicht bekleidet rum. Sie haben nur BH und Tanga an und das fanden sogar die Jungs nicht so cool. Das ist sehr übertrieben und ich weiß nicht, ob mir die Mädels leid tun sollen, wenn sie von Männlein und Weiblein gleichermaßen angestarrt werden. Die Musik war auch nicht gut und der DJ eine Katastrophe. Weil wir aber mit so vielen coolen Leuten unterwegs waren, machten wir das beste drauf und feierten ausgelassen was das Zeug hielt. Die Getränke gabs den ganzen Abend für $4,50 was echt ok war.

Erst spät in der Nacht machten wir uns auf den Heimweg und stoppten noch beim Dönerladen um uns ein gutes Stück Pizza zu gönnen.

Nicht ertrunkene Grüße

Nadine

 

Surfers Paradise

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Zum mindest das Posen hatten wir drauf 😛IMG_0510 (FILEminimizer)  IMG_0513 (FILEminimizer) IMG_0534 (FILEminimizer)

Dirk und ich

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Sonnenuntergang am Hostelpool

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gutes, deutsches Heineken

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Im Sin City

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The day after

Sonntag, 01.11.2015

Eigentlich wollten wir uns um 7 mit Nils zur Surfstunde treffen, aber das war nach 3 und halb Stunden Schlaf nicht möglich. Statt dessen schliefen wir bis 10.
Nach dem gemütlichen Frühstück chillten wir am Pool und verbrachten einen ruhigen Tag.
Nur einen gemütlichen Bummel durch die Stadt unternahmen wir noch und Aylin kaufte sich ein Surf-Shirt. Surfers Paradise ist echt ein wahres Paradies und ich liebe diese Stadt so wahnsinnig. Es ist total schön und alles entspannt hier.
Direkt am Strand war ein Markt und ich kam mit einem Österreicher ins Gespräch der seit 20 Jahren hier lebt und auf dem Markt kleine Plüschkoalas verkauft.
Abends wollten wir wieder weg gehen, aber die Motivation verließ uns irgendwann. So gingen wir dann schon um 10 ins Bett um fit für die Surfstunde am nächsten Morgen zu sein.

Entspannte Grüße
Nadine

 

Bloggen am Pool

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Happy Halloween

Samstag, 31.10.2015

Endlich konnten wir entspannt schlafen und waren erholt als wir aufwachten.
Aylin und ich ließen uns viel Zeit mit Duschen und frühstücken. Als wir dann auf die Uhr schauten der Schock: in 15 min hätten wir zur gebuchten Tour da sein sollen, aber mussten noch zusammen packen und da hin fahren.
Mit ein mal Verfahren kamen wir um Punkt 10 am Hafen an (15 vor war Treffpunkt). Die mitt-sechziger im Boot und die beiden Kapitäne zeigten Verständnis und warteten geduldig.
Auf der sogenannten „Eco Rainforest River Cruise“ mit kostenlos Kuchen, Kaffee und Tee war es wie im Bilderbuch. Der Fluss „Brunswick River“ führt durch den Regenwald und wir waren auf dem kleinen Boot nur 6 Passagiere und 2 Kapitäne.
Wir lernten sehr viel über die Natur, Pflanzen und Tiere, sahen traumhafte Landschaften und viele Fische, Rochen und Vögel, unter anderem Adler. Jeder bekam ein Fernglas und ein Vogelbuch und so konnten wir uns genau informieren. In denen im Endeffekt fast 2 Stunden Fahrt ging es durch den Cape Byron Marine Park und es war super toll. Die Firma hat nicht umsonst so gute Bewertungen auf Trip-Advisor: es blieben keine Wünsche offen, unsere Guides wussten sehr viel, es war entspannt und wir lernten eine Menge. Es heißt auch nicht umsonst Eco-Cruise: die Kapitäne sammelten jedes Müllstück ein das sie fanden.
Hier ein Link zu diesem empfehlenswerten Erlebnis:
http://www.byronbaycruises.com.au/
Wir bedankten uns und dann ging’s zum Aussichtspunkt „Lions Lookout“. Von diesem aus sieht man die unendlichen Weiten des Ozeans und ganz Byron Bay. Es war traumhaft schön da.
Leider mussten wir einen Umweg über den Campingplatz machen, weil ich nach meiner Zeltplane fragen wollte. Kein Mitarbeiter hat diese gesehen und das heißt, dass sie geklaut wurde. Sehr ärgerlich. So fuhren wir über den ganzen Platz und suchten nach der Plane und den Zeltstangen. Ich war sauer, als wir diese nicht fanden, zumal jeder so eine graue Plane hat.
Im MC Donalds-WLAN suchten wir nach einem Park-, oder Campingplatz an der Gold Coast. Leider ist das hier schwierig bis unmöglich und so mussten wir ins Hostel. Der günstigste Campingplatz kostete 50$ und das Hostel 29$ die Nacht. Wir hatten totales Glück mit dem Hostel. Es wurde sogar eine Halloweenparty angeboten und so fiel die Entscheidung leicht.
Wir kamen im „Surf n Sun“ (http://www.surfnsunbackpackers.com) in Surfers Paradise in einem guten 6-Bett Zimmer unter. Direkt neben dem Strand und wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt hat es die perfekte Lage. Der Besitzer ist total freundlich und machte Scherze mit uns.
Mit Katie aus Kanada die in unserem Zimmer ist, kauften wir uns ein bisschen was kostümartiges. Um 8 ging das gemütliche Beisammensein im Hostel los und am Pool genossen wir einige Getränke.
Mit dem Bus wurde die große Partymeute in die Stadt gebracht und der Club-Crawl (http://www.goldcoastbackpackers.net/the-backpackers-big-night-out/) startete. Einmalig zahlte man 30$, bekam freien Eintritt in 4 Clubs und 4 Freigetränke. Der erste Club „Melbas“ war sehr gut. Irgendwie verloren wir die Gruppe, bzw. sie löste sich auf. Nils der aus Deutschland ist und im Hostel arbeitet, führte uns zum anderen Club dem „Beergarden“. Da war es sehr schlecht und eine Band spielte viel zu krassen Rock. Die anderen 4 mit denen wir unterwegs waren, verabschiedeten sich dann und Aylin und ich waren allein. Wir hatten keinen Plan welche beiden anderen Clubs noch freien Eintritt enthielten und schrieben Nils. Er gab uns die Namen von zwei weiteren Clubs aber als wir da waren, erfuhren wir, dass es die falschen sind und somit nicht kostenlos waren. 20$ hätten wir nochmal zahlen sollen. Wir hatten Glück und kamen in den Club „Vanity“ trotzdem for free rein. Die Stimmung dort war der Hammer, es war krass voll und der DJ hat die beste Musik gespielt. Viele verkleidete Leute tanzten bei der Halloweenparty und wir hatten total viel Spaß.
Dank Google Maps fanden wir den Weg „nach Hause“ und schliefen gegen halb 4 nach einem gigantischen Abend glücklich ein.

Gruselige Halloween Grüße
Nadine

 

„Flusskreuzfahrt“

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Rochen

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Unser Boot und Guide

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Selfie

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Aussichtspunkt

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Teufel

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Zwei Teufel

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Alle zusammen

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Hippietown Byron Bay

Freitag, 30.10.2015

Ich war noch nie so froh aufstehen zu können und tat das um 7. Die Nacht war unruhig, weil ich bei jedem Geräusch dachte es wäre die Polizei.
Die Jungs schliefen noch in ihrem Van und wir versuchten zwei Mal erfolglos sie zu wecken.
Die Stranderkundung war sehr schön und der Sandstrand ist toll.
Da es in Coffs Harbour nichts zu unternehmen gibt, setzen wir uns zum langen Frühstück in den MC Donalds. Dieser hat eine große Auswahl an leckeren Dingen. So aß ich eine belgische Waffel mit Beeren, Vanillesoße und Joghurt, ein vegetarisches Frühstück mit Rührei und Aylin gönnte sich Waffeln und ebenfalls ein gutes vegetarisches Frühstück.
Nur 2 Stunden dauerte die Fahrt nach Byron Bay und so waren wir zeitig dort. Das Wetter war sehr gut, der Regen verschwand und die Sonne kam zum Vorschein.
Von den Jungs wussten wir bereits, dass es in Byron fast unmöglich ist kostenlos und unentdeckt zu schlafen.
Leider mussten wir so jeder 22$ für einen Campingplatz zahlen. Zum mindest hatten wir eine Dusche, Strom und eine Küche. Mit einer Zeltplane „reservierten“ wir unseren Platz und fuhren zum Leuchtturm. Diesen hatte ich mit Oma und Papa nur bei Wolken gesehen. Diesmal präsentierte dieser sich bei strahlend blauem Himmel. Den Wanderweg ließen wir uns nicht entgehen und genossen den Blick übers Meer. Unter anderem kamen wir auch am östlichsten Punkt Australiens vorbei.
Mit zwei deutschen Mädels unterhielten wir uns super und es ist immer gut, wenn man neue Bekanntschaften macht.
Der Wanderweg führte uns zum Strand und da machen wir einige gute Fotos.
Beim kurzen Einkaufsstopp entdecken wir einen Gebrauchtwarenladen. Dort erstand ich für günstige $40 einen Wetsuit den ich zum Tauchen und Surfen anziehen kann.
Ein bisschen liefen wir im Stadtkern von Byron spazieren und ich war fasziniert. Überall Hippies, Hippieläden und sehr viele coole, junge Leute. An einem Pizzaladen gönnten wir uns eine sehr leckere Pizza und saßen da eine Weile gemütlich.
Zurück auf dem Campingplatz die böse Überraschung: die Zeltplane und die Zeltstangen waren weg. Ich vermutete ein Angestellter habe diese in Sicherheit gebracht und wollte am nächsten Tag fragen.
Bei ein paar Bier saßen wir in den bequemen Campingstühlen und ließen es uns bei angenehmen Temperaturen gut gehen.
Früh ging’s ins Bett und wir schliefen zufrieden ein.

Entwischte Grüße
Nadine

Strand von Coffs Harbour

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Campervan der Jungs

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MC Donalds Frühstück

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Leuchtturm in Byron Bay

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Wallabi im Busch

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Östlichster Punkt des australischen FestlandesDSC_0253 (FILEminimizer) DSC_0255 (FILEminimizer) DSC_0259 (FILEminimizer) DSC_0279 (FILEminimizer) DSC_0286 (FILEminimizer) DSC_0294 (FILEminimizer) DSC_0303 (FILEminimizer) DSC_0309 (FILEminimizer) DSC_0327 (FILEminimizer)

Na, wer entdeckt den Truthahn?DSC_0330 (FILEminimizer)

Sov viele Stufen auf dem Wanderweg

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Vollgepacktes Auto

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Pizza

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Mini-Campingstuhl

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