The Go Set

Sonntag, 24.04.2016

Das gleiche Spiel wie immer: Der Wecker läutet früh, aber los kommen tun wir spät. Das macht mich immer ganz unruhig, aber Ali ist da entspannter. Der Hund von der WG weckte uns freundlich und schleckte uns quer übers Gesicht.
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Eigentlich wollten wir zum Frühstück irgendwo hin gehen, aber als wir in der Stadt waren, war es bereits 12. In einem netten Crepe-Restaurant gönnten wir uns ein gutes Essen mit wenig Kalorien (hust) und fuhren weiter zur Fähre.
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Von Queenscliff nach Sorrento mussten wir eine Fähre nehmen (http://www.searoad.com.au/). Für 35$ pro Person inkl. Bike ging es in ca. 40 Min. an die andere Seite des Ufers von Bellarine Peninsula nach Mornington Peninsula. Die Aussicht war genial und das Wetter mal wieder total auf unserer Seite. Auch die Australier sagen, dass es für diese Jahreszeit erstaunlich gut ist.
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Beim raus fahren von der Fähre trafen wir den Melbourne Vespa Verein, die ihre Roller neben uns geparkt hatten. Eine Weile fuhren wir zusammen und das sah bestimmt lustig aus. Die Blicke hatten wir jedenfalls auf unserer Seite, aber mit dem Sound unserer Maschinen konnten die Vespas nicht ganz mithalten 😉
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In Sorrento liefen wir am Pier entlang und es war sehr viel los. Es badeten sogar Leute. Das Wasser war glasklar und man konnte sehr weit raus laufen. Es erinnerte mich ein bisschen an die Karibik dort.
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Ein weiteres Highlight von vielen war die Fahrt zum Arthurs Seat. Das darf man als Motorradfahrer auf keinen Fall verpassen, wenn man dort ist. Die Strecke da hoch ist sehr kurvig und teilweise hat es 180 Grad Kehren, in denen die Richtgeschwindigkeit nur 15 km/h beträgt. Also perfekt für uns und unsere Bikes. Es hat total viel Spaß gemacht. Man wird mit der besten Aussicht über die Stadt und das Meer belohnt die man sich vorstellen kann. Natürlich nahmen wir auch Platz auf dem Sitz des Arthurs.
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Leider hatten wir mal wieder nicht viel Zeit um überall anzuhalten, aber das machte nichts. Die ganze Zeit ging es am Meer entlang, es sah aus wie im Paradies, die Sonne schien uns auf die Köpfe und der Tag war wieder mal perfekt. Von weit oben sieht man das Meer und wir schossen einige gute Bilder mit den Bikes und dem Meer im Hintergrund.

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Wir mussten uns beeilen und den Highway auf dem letzten Stück nach Melbourne nehmen, um noch rechtzeitig da zu sein. Da wir wussten es war noch ein ganzes Stück, fuhren wir in einem Rutsch durch. Der Sonnenuntergang über dem Highway war unglaublich schön und das fühlte sich total nach Freiheit an. Im Dunkeln fanden wir uns im Verkehr von Melbourne wieder. Wir mussten ständig durch die Gassen der wartenden Autos an den Ampeln fahren, weil wir sonst ewig gebraucht hätten. Wir wurden fast wahnsinnig mit dem Verkehr und es ist nervenaufreibend und anstrengend.
Im Hostel Travellers Trax at the Barley Corn in Collingwood empfing uns der Nachtmanager. Er brachte uns in die Zimmer und zeigte uns die Betten. Für dieses Hostel hatten wir nur 10$ bezahlt und dementsprechend sah es dort auch aus. Der erste Tipp von den Zimmerkollegen war, alles im Schließfach einzuschließen, weil dort geklaut wird. Kein toller erster Eindruck ! Wir hatten nur kurz Zeit uns zu Richten und dann liefen wir zum The Tote, das fast nebenan ist. Dort sollte um 9 die Band von Tom spielen, bei dem wir zum Couchsurfen waren. Diese touren im September durch Amerika und Europa und sind auch in Australien nicht unbekannt. Um die 19$ Eintritt kamen wir herum, weil Tom uns auf die Gästeliste setzte.
Eigentlich ist Rock nicht so mein Ding, aber die Band „The go set“ war gigantisch. Sie spielten was das Zeug hielt und rockten den Pub. Die Stimmung war der hammer und es gab viele Fans. Ein Bandmitglied spielte Dudelsack und hatte es voll drauf. Außerdem kam die gesamte Band ins Publikum und spielte ein sehr sentimentales Lied. Das war Gänsehaut pur !! Das Publikum war super drauf und alle sangen mit. Zum Schluss durften einige Fans auf die Bühne und mit der Band performen. Dafür hatte es sich definitiv gelohnt sich zu beeilen und her zu kommen.

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Die Afterparty war genau so gut und ich lernte alle Bandmitglieder kennen. Alle würden sich freuen, wenn ich mit auf Europatour komme. Ich lernte viele andere Australier kennen und hatte eine geniale Zeit. Leider muss ich immer daran denken, dass mir in diesem tollen Land nicht mehr viel Zeit bleibt. Die Nacht war lang und ich lief ohne Ali heim, weil er noch länger blieb.
Es war mitten in der Nacht, so ca. 4 Uhr, da kam ein Typ und weckte mich. Ich wusste überhaupt nicht was los war, als er behauptete es sei sein Bett. Ich startete eine Diskussion, aber mit 8 anderen schlafenden Leuten im Zimmer ist das nicht einfach. Er gab nicht nach und sagte ich solle aus seinem Bett verschwinden. Mir blieb nichts anderes übrig als zu flüchten.
Leider gab es auch kein anderes freies Bett im Zimmer mehr. So war die Nacht für mich kurz und ich war sehr genervt.

Liebe Grüße vom genialen letzten Tag unseres Trips
Nadine

My bum hurts

Samstag, 16.04.2016

Wir hatten keinen Wecker gestellt und da wir nicht frieren mussten, schliefen wir bis 9. Weil wir aber nicht im Stress waren, liefen wir erst mal zum Pub wo Ali am Vorabend war und bestellten wie versprochen eine heiße Schokolade und einen Kaffee.
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Zum Frühstück machte ich typisch australische Hash-Browns (wie Kartoffelpuffer) im Ofen warm und wir aßen Magnum und Joghurt (coole Kombination, ich weiß).
Das Packen dauerte diesmal gefühlt ewig, aber Ali ist super organisiert und echter Profi und brachte alles unter. Er ist immer genervt, wenn ich nicht wirklich System beim Packen von meinem Backpack habe.

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Nach dem Tanken machten wir uns auf den Weg. Es war stark bewölkt, kalt und es ging ein orkanartiger Wind. Da macht Motorrad fahren keinen Spaß. Ich hatte alle Mühe mich auf dem Bike zu halten und verkrampfte alle Muskeln. Schon nach den ersten 30 km beschwerte ich mich, dass ich nicht mehr will. Ali sagte ich solle nicht rum jammern, wir haben noch genug vor uns.
Nach ca. 200 km hielten wir in einem kleinen Ort an und picknickten. Uns beiden tat alles weh und selbst im Sitzen auf der Bank vibrierte noch alles.
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Die Strecke wurde auch die nächsten Kilometer nicht besser. Bis auf ein paar ausgetrocknete Salzseen und Büsche gab es nichts und es ging mit 110 km/h stupide gerade aus. Auch mein Motorrad fand die Strecke nicht so cool. Sie machte ein bisschen zicken und schluckte Sprit wie eine Große.
An einem Salzsee nahmen wir pinkes Salz mit und Ali war total stolz darauf. Es windete so stark, dass es uns im Stehen die Handschuhe vom Motorrad wehte.
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Beim zweiten Tanken machte ich das Innenfutter von meiner Jacke rein, aber das wärmte auch nicht wirklich mehr. Bei 15 Grad lief mir die Nase und ich fror. Wegen des starken Gegenwindes musste ich den Gashebel umso mehr aufdrehen und mir tat das Handgelenk weh.
Wir beschlossen ein bisschen mehr als geplant zu fahren, weil es immer noch bewölkt war und wir sowieso nichts mehr machen hätten können. Vor lauter Langeweile rechnete ich schon die Kilometer auf den Straßenschildern in Meilen um, sodass ich auf meinem Tacho wusste, wie viel wir noch vor uns hatten. Die, die mich kennen, wissen, dass ich sonst nicht freiwillig rechne. Außerdem ist es schwierig, dass meine Geschwindigkeit in Meilen angezeigt wird. Daneben stehen zwar klein die Kilometer, aber wenn man schnell fährt und alles vibriert kann man das auch nicht mehr lesen. Am Anfang habe ich mir deswegen gemerkt, wie viele Meilen, wie viele Kilometer sind. So viele Autos wie an diesem Tag haben wir noch nie überholt. Es war zwar fast niemand unterwegs, aber die, die es waren, hatten alle Wohnwagen oder waren langsam. An einer Tankstelle sprach uns ein Mann an den wir überholt hatten und wünschte uns einen schönen Trip.

Eigentlich sollte die Straße immer am Meer entlang führen, aber das sahen wir leider nicht.

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Alis Idee war, eine Fotoserie mit den Straßenschildern mit Tieren drauf zu machen. So fahren wir immer an den Rand, wenn wir so ein Schild sehen. Einmal war der Untergrund so weich, Ali konnte sein Bike nicht mehr halten und ließ sie im Stand fallen. Wir richteten zusammen das Bike auf und zum Glück war es unversehrt. Beim zweiten Stopp war es genau dasselbe. Wir hatten Mühe die Maschine zu zweit wieder aufzurichten. Ein nettes Pärchen hielt an, weil sie dachten wir hatten einen Unfall und halfen uns. Wir unterhielten uns super mit den beiden und das zeigt wieder mal wie hilfsbereit die Aussies sind.
Am Ortsschild von Millicent streckten wir beide gleichzeitig triumphierend unsere Fäuste in den Himmel und freuten uns bald da zu sein.
Der Campingplatz war wie der am Vortag sehr verlassen. Der Mann an der Rezeption des Millicent Hillview Caravan Parks empfing uns freundlich und wir hatten für 25$ wieder eine Kabine gebucht. Günstiger als ein Hostel, man hat sein eigenes Bad und Küche. Außerdem sind Hostels hier sowieso sehr rar.
Unsere Kabine ist sehr luxuriös und sieht schön aus. Es gibt ein großes Bett und ein Stockbett und wir fühlten uns gleich wohl. Ali und mir taten der Rücken, der Steiß und der Hintern ordentlich weh. Nach 300 km an diesem Tag auch kein Wunder.
Wir schauten nur noch ein bisschen TV, machten uns nochmal Tütensuppen mit Knoblauchbrot (diesmal nicht verbrannt) und nutzten das kostenlose WLAN aus.
Diese Nacht werden wir wohl beide gut schlafen können.

Liebe Grüße von der Bikerin
Nadine

Ferry

Freitag, 15.04.2016

Die Nacht im Zelt war wieder sau kalt und wir mussten frieren. Dafür fing der Morgen gut an, weil mir unsere Nachbarn einen Kaffee machten.
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Alis Bienenstich
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Wir quatschten ewig, hatten tolle Gespräche mit den Nachbarn und brachen gemütlich auf.
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Da wir beide nicht sehr motiviert waren, nahmen wir uns nur eine Strecke von 85 km für diesen Tag vor. Das Wetter war auf unserer Seite und wir fuhren mit der Sonne. Die Strecke war nicht so interessant wie am Vortag und es ging viel gerade aus. Kühen, Pferden und Schafen sagten wir im vorbeifahren hallo. Einmal wollte Ali warten und mich dann einholen. Dann gab ich ordentlich Gas und er hatte Mühe hinterher zu kommen. Sorry Ali 😉 Es war so warm, dass Ali im T-Shirt fuhr und ich meine Jacke ein bisschen aufmachte. Dummerweise ging sie während dem Fahren ganz auf. Wenn man bei 120 km/h Fliegen einsammelt und Steine an den Bauch bekommt, ist das nicht gerade angenehm mit offener Jacke. Außerdem dachte ich, ich verliere sie während der Fahrt. Wenn man einen Unfall hat, schürft man sich auch alles auf. Keine gute Idee ! Wie hat Ali das im T-Shirt ausgehalten?
Da für die Nacht Regen angekündigt war und unser Zelt nicht wasserdicht ist, buchten wir eine Kabine auf einem Campingplatz in Wellington (nicht das in Neuseeland). Für 15$ hatten wir eine Küche und einen warmen Schlafplatz auf dem Wellington Caravan Park. Nach dem Einchecken fuhren wir gleich los in das 10 km entfernte Örtchen Tailem Bend zum Einkaufen. Um ans andere Ufer zu kommen, mussten wir das erste Mal mit der Fähre fahren. Diese verkehrt kostenlos 24 Stunden am Tag und fährt nicht mal 5 min. Von der Fähre aus hatte man gute Sicht auf den Murray River.
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Mit vollen Satteltaschen und einer Decke die wir gekauft hatten ging es nach dem Einkaufen zurück. Auf der Fähre lernte Ali einen Trucker kennen, mit dem er sich im Pub verabredete. Wir gönnten uns ein Magnum das wir noch an Ort und Stelle verspeisten.
Zum Abendessen gabs Tütensuppen und Knoblauchbrot das ungenießbar war, weil es total verbrannte.
Ich blieb in der Kabine, weil ich noch meinen Blog schreiben wollte und Ali lief in der Pub der direkt gegenüber war. Ich versprach nachzukommen.
Im Dunkeln lief ich einige Zeit später zum Pub, aber weit und breit war nichts von Ali zu sehen. Ich suchte in jedem Raum, aber keine Spur. So lief ich eben wieder zurück.
Als ich nach 3 Stunden schon fast eine Vermisstenmeldung aufgeben wollte (es gab keinen Handyempfang) kam Ali und erzählte mir wie toll sein Abend mit den Locals war. Wir fanden raus, dass ich im falschen Pub war. Als „Entschuldigung“ versprach Ali mit mir dort am nächsten Morgen auf einen Kaffee hinzugehen, weil er weiß, dass ich morgens meine Tasse brauche.
Ali und ich schauten noch einen Film und in der warmen Unterkunft konnten wir gut einschlafen.

Liebe Grüße von Wellington
Nadine

Spirit of Tasmania

Montag, 04.04.2016

Der Tag war sehr unspektakulär. Wir mussten schon früh aufstehen und beim Blick auf die Uhr im Auto waren wir verwirrt. Ist es wirklich schon so spät? Unsere Uhren im Handy sagten was anderes. Hatten wir etwa Zeitumstellung?
Die Jungs hatten alles am Vortag zusammen gepackt und wir mussten nur das Bettzeug und die Kanister ins Auto packen und die Leiter abschrauben. Die erlaubte Höhe auf dem Schiff ist nämlich 1,10 m und wir hatten 1,15m gemessen. Die Jungs waren sich nicht sicher, ob sie damit durch kommen würden und machten sich ein bisschen Sorgen.
Ich hatte nun absolut keinen Platz mehr im Auto, aber wir fuhren nur 10 min. bis zum Anleger in Devonport. Die Spirit of Tasmania ist ein großes Schiff mit 11 Decks und 222 Kabinen. Sie zählt als Superschnellboot, ist 194.3 m hoch, 57 km/h schnell, fasst 1400 Passagiere und 1000 Autos.
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Die Schlange war noch nicht sehr lange und wir bekamen schnell unsere Tickets. Eigentlich sollte ich zu Fuß auf das Schiff, weil ich statt 300$ nur 80$ bezahlt hatte, aber danach fragte dann keiner mehr. Wir mussten eine Weile warten und dann unsere Gasflaschen abgeben. Nach einer weiteren halben Stunde parkte Kristof das Auto in der letzten Ecke auf dem Schiff. Dort sah es aus wie in einer normalen Tiefgarage und man fühlte sich nicht wie auf dem Schiff. Wir hatten den Parkplatz im untersten Deck und mussten alle Stufen bis zum Passagierdeck hoch.
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Dort sah es gemütlich aus und wir suchten uns Tische und Bänke mit Steckdosen. Die Spirit of Tasmania ist sehr komfortabel und es sieht aus wie in einem großen Restaurant mit Teppichboden.
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Mit Warten und allem drum und dran waren wir fast 12 Stunden auf dem Schiff. Somit hatte ich viel Zeit noch einige Dinge zu organisieren und war die ganze Zeit am Laptop. So auch die Jungs. Auf dem Schiff gibt es sogar ein Kino, Restaurants, Kabinen und vieles mehr. Da ließ es sich gut aushalten. Die Fahrt war ganz ruhig, bis auf einige Wackler, wo mir zwischendurch ein bisschen schlecht wurde. Einmal passierten wir ein großes Kreuzfahrtschiff und sehr oft tummelten sich viele Delfine hinter dem Schiff, was sehr schön aussah.
Es war schon fast halb 7 abends, als wir zum Auto zurück kehrten, die Gasflaschen einsammelten und als eine der allerletzten das Schiff verließen. Somit waren wir wieder in Melbourne, wo es um einiges wärmer war. An der Tankstelle bauten Kristof und Rasmus alles wieder zusammen, füllten die Wasserkanister auf und dann fanden wir uns im geschäftigten Verkehr von Melbourne wieder. Nach eineinhalb Stunden waren wir mitten im Wald. Dort war kein Mensch und es stand dran, dass Camping verboten sei. Da wir keine andere Wahl hatten, blieben wir da und bauten im Dunkeln alles auf. Ich war müde und verkroch mich ins Zelt und die Jungs kochten noch Spaghetti Bolognese. Sie wollten mich wieder ärgern und erzählten vom Vergewaltiger im Wald und von anderen gruseligen Sachen. Mich beeindruckte das diesmal nicht. Auch als laute Schüsse zu hören waren und komische, andere Geräusche zuckte ich nicht mal zusammen. Weil es dann doch noch richtig kalt wurde und die Jungs so laut waren, konnte ich lange nicht schlafen.

Liebe Grüße von der Spirit of Tasmania
Nadine

Stealing Turkey, Beach day and visiting the Opera

Montag, 08.02.2016

Die Nacht auf dem Campingplatz im Naturschutzgebiet war nochmal sehr angenehm. Als wir uns aus dem Auto schälten, der Anblick: Ein dummer, frecher Truthahn hatte unsere ganze Mango im Schnabel. Diese hüteten wir drei Tage und passten immer gut auf. Nachts hatte ich sie wohl draußen gelassen und dem „Brush-Turkey“ eine echte Freude bereitet. Mann, war das ärgerlich ! Die gute Mango…

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Nach dem Frühstück mit Brötchen ging es mit dem Zug zum Circular Quay. Von dort aus brachte uns die Fähre in der 20 minütigen Fahrt nach Manly. Dies ist ein Stadtteil von Sydney und sieht aus wie eine große Insel.
Von zwei netten, jungen, gut aussehenden Männern mieteten wir einen Sonnenschirm am schönen Strand und ruhten uns eine Weile aus. Das Meer war angenehm und wenn man ein paar Schritte raus läuft, kommt man auf eine Sandbank von der man eine gute Aussicht auf den Strand hat.

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Bloggen

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Irgendwann wurde es Sandra zu langweilig und wir zogen weiter. In einem schönen Cafè gönnten wir uns Eistee und Eiskaffee. Man bekommt in Australien immer kostenloses Leitungswasser dazu. Sandra bestellte statt dessen Sprudel und dachte dieser sei ebenfalls kostenlos. Die Bedienung brachte das teure Voss-Wasser. Das fand ich lustig.

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Es macht Spaß durch die schönen Straßen zu schlendern und das Wetter war perfekt. Es war total sonnig.
Mit der Fähre die mit der sogenannten „Opal-Card“ sehr günstig ist, ging es wieder zurück. Viele Touristen drängten sich dicht an die Reling als wir an der Harbour-Bridge und der Oper vorbei fuhren. So auch wir. Der Ausblick war gigantisch, obwohl ich nun auch schon oft mit der Fähre gefahren bin.

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Danach erkundeten wir die Oper genauer und liefen durch den wunderschönen, botanischen Garten wo alles schön blühte und wo viele tolle Vögel unterwegs waren.

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Der Magen meldete sich als es gerade Abend wurde und da es in Darling Harbour zu teuer ist, fuhren wir zur Central Station. An der Fressmeile konnten wir uns gar nicht entscheiden, weil es so eine große Auswahl an Essen von sämtlichen Ländern gab.
Wir entschieden uns für einen Koreaner. Dort bekamen manche Leute ganze Töpfe serviert, die dann auf kleine Heizplatten, im Tisch eingearbeitet, gestellt wurden. Wir waren die Einzigen Europäer und hatten kleine Verständigungsprobleme. Zum Essen bestellten wir Reis mit viel Gemüse und Tofu. Mir schmeckte es mit Soja-Soße sehr gut, aber Sandra riss es nicht vom Hocker. Als Vorspeise bekamen wir Seegras, Bohnen, Paprika und andere Sachen, die super schmeckten. Auch der Preis war echt günstig.

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Wir waren erst spät zurück auf dem Campingplatz und schliefen früh ein.

Grüße vom tollen Sydney bei Sonnenschein
Nadine

Luxury journey to Koh Tao

Samstag, 14.03.2015

Der Wecker hat schon um 7:30 Uhr geklingelt, wir haben alles zusammen gepackt und uns auf den Weg zur Fähre Richtung Koh Tao gemacht. Diese ist um 9 nach Krabi gefahren. So langsam ist die Fähre für uns zum Bus geworden, nur mit viel mehr Platz, besserer Sicht, günstiger und angenehmer. Nach eineinhalb Stunden Fähre wurden wir in Krabi mal wieder mit einem kleinen Bus abgeholt und es war klar, dass da nicht alle Leute rein passen. Es wurde ein 2. Bus bestellt und wir mussten 15 min. warten.

Nach 5 min. Fahrt mussten wir wieder alle raus, im Reisebüro einchecken und 45 min. auf den nächsten Bus warten.

Der Doppeldecker war groß und sah gut aus. Die 3 stündige Fahrt war bis auf die schlechten Straßen angenehm und in Surrathani mussten wir eine halbe Stunde warten und durften aufs Speedboat. Wir wunderten uns noch, dass alles so reibungslos ablief. Das Boat war sehr luxuriös, es gab eine Art Stewardessen, drin sah es ein bisschen aus wie im Flugzeug und wir hatten oben auf dem Deck eine Sitzbank und konnten während der sehr angenehmen 3 und halb stündigen Fahrt den total genialen Sonnenuntergang genießen und selbst danach blieben die Temperaturen sehr angenehm. Was die vielen Kriegsschiffe die uns begegneten dort machten, erinnerte uns an Pearl Habour und war ein bisschen unheimlich aber wir werden wohl nicht erfahren, warum eine ganze Flotte dort unterwegs war.

Leider wussten wir nicht, welche Insel unsere war und so waren wir bei jedem Halt vom Boot gespannt. Nach Koh Samui und Koh Phangan wo heute die Halbmondparty ist, erreichten wir nach der total entspannten Fahrt um 7 unser Koh Tao. Ein paar Mal ist das Schiff wie ein Delfin hoch gegangen und dann wieder ein bisschen abgetaucht aber das war kein Problem.

Einen Taxifahrer zu finden der wusste wo unser Hostel ist, war fast unmöglich und als wir im Taxijeep auf der Laderampe saßen, wussten wir nicht, ob der Fahrer den Weg kannte. Dieser war sehr unfreundlich, hatte kein Wechselgeld und ließ uns nach 10 min. Fahrt irgendwo raus und meinte das Hostel wäre in der Nähe.

Mit dem schweren Gepäck fragten wir uns durch und als niemand das Hostel kannte waren wir uns unsicher, ob wir es auf der richtigen Insel gebucht hatten. Irgendwann kannte es doch jemand und wir hatten diesmal echt Glück. Das „Jizzos“ war sauber, wir haben einen 8er Dorm wo jedes Bett einen Vorhang hat, es gibt Klopapier, eine Spülung (was ein Luxus) und die anderen Backpacker sind sehr nett.

Nach einem gemütlichen Abendessen saßen wir nach unserer 10 stündigen Reise gemütlich vor dem Hostel mit den anderen zusammen und gingen früh ins Bett.

Reiselustige Grüße

Nadine

 

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Ready for the island (Koh Lanta)

Samstag 07.03.15

Horror Busfahrt und nieeee wieder eine lange Strecke mit dem Bus!

Als wir im Bus aufwachten, wurde es gerade hell. Mit den vielen anderen Backpackern mussten wir in einem Vorhof wieder eine halbe Stunde warten. Dann ging es mit einem kleinen Bus ca. eineinhalb Stunden nach Krabi und die Fahrt war ziemlich angenehm. Hier herrscht fast kein Verkehr, aber ein paar Mal haben Hunde die Straße überquert und wurden um ein Haar von unserem Fahrer erwischt, der gerade noch hupen konnte und ein toter Hund lag am Straßenrand. Ein Mitfahrer warf sich 2 Valium Tabletten ein und der Busfahrer musste 2 Mal anhalten und nach dem Weg fragen. In dem kleinen Ort gab es wieder eine halbe Stunde Aufenthalt. Einige andere vom Bus hatten irgendwie nicht das richtige Ticket bekommen und wurden irgendwo anders hin gebracht. Ob die jemals das Ziel sehen bleibt offen… Dann noch was Krasses: Ein Einheimischer kam vorbei und wollte den Rucksack von einem Mädchen klauen, den der Busfahrer gerade ausgeladen hatte. Das Mädchen und der Busfahrer konnten ihn in letzter Sekunde zum Glück noch verjagen.

Wir unterhielten uns aber sehr nett mit den 4 anderen Deutschen Übriggebliebenen, 2 davon studieren in Bangkok. In Krabi selbst sind die anderen 4 Backpacker ins Hostel gegangen und nur noch wir 2 blieben übrig. Wir sollten unsere Sachen im Reisebüro lassen und eineinhalb Stunden später (um 11) wieder kommen. Das war uns nicht so recht, weil im ersten Bus schon Vronis Rucksack aufgemacht wurde.

Solang erkundigten wir den Anlegesteg von Krabi und kauften Chips. Die letzte Mahlzeit war ja schon 17 Stunden her ! Das Klima hier ist angenehmer als in Bangkok und es hat viele Palmen. Der Steg ist sieht schön aus und links und rechts davon sind Wälder.

Beim Reisebüro zurück, warteten noch viele andere Backpacker und als alle nach und nach abgeholten wurden fragten wir, was mit uns sei. Unser Fahrer hätte Verspätung und wir sollten nochmal eine Stunde warten. Wir waren nach so vielen Stunden meeeega angepisst und ließen das am Inhaber des Reisebüros aus. Er gab uns nicht mal eine Flasche Wasser als wir danach fragten. Als der Fahrer endlich da war, freuten wir uns, dass wir die Einzigen waren und hatten das Ziel schon vor unserem bildlichen Auge. Leider wussten wir bis dahin nicht, dass wir noch eine weitere Stunde unterwegs sein würden, bis wir alle restlichen Gäste eingesammelt hatten. Eine Amerikanerin hat unseren bis oben hin vollgestopften Bus so beschrieben: „sweating Box“. Von den Klimaanlagen waren Vroni und ich nun endgültig erkältet und in dem Bus war an Schlafen nicht zu denken. Wir fühlten uns wie Schweine im Tiertransporter. Gurte gabs natürlich nicht. Leider war das noch nicht alles: Wir warteten nach der Fahrt 2 Stunden bis wir endlich direkt vor der Fähre standen um zu erfahren, dass wir da nicht mehr drauf passten. Die Hitze war mittlerweile unerträglich und wir wollten nur noch ins Hostel. Es hat noch 20min gebraucht bis wir Richtung Koh Lanta gebracht wurden. Koh heißt auf Thailändisch Insel und es ist schwer, sich die ganzen Koh Namen zu merken :P. Die Fähre hat den Namen eigentlich nicht verdient, denn es war mehr eine schwimmende Nussschale und wir wurden immer unsicherer, ob wir jemals das Ziel sehen würden. Die Fahrt dauerte 20 min, wir mussten auf dem heißen Boden in der Sonne sitzen und hätten gern gewusst wie lang die Tortur noch dauern würde, aber der Busfahrer konnte kein Wort englisch. So ungefähr müssen sich die Flüchtlinge mit Schleppern vor kommen, nur noch krasser. Auf der Insel angekommen: wieder 10min fahren, wieder 1 Stunde warten, wieder Fähre. Beim Warten kamen Einheimische die was verkauft haben und die Leute bei uns im Bus nahmen das Angebot dankend an und aßen, was verkauft wurde.

Nach knappen 24 Stunden unterwegs sind wir endlich am Ziel Koh Lanta angekommen und haben uns alle geschworen: Nieeeeee wieder !!!! Das Flugzeug ist nur minimal teurer und fliegt gerade mal eine Stunde. Aber dann freuten wir uns nach 800km auf den Strand, Essen, Trinken, Zähne putzen, Duschen und ein Bett.

Aaaaber: Jedes Negative hat was Positives: Als wir auf der Insel ankamen, hat es uns fast umgehauen. Unser Hostel für umgerechnet 8 Euro ist mega cool. Auf der Insel die nicht großartig touristisch erschlossen ist, gibt es zwar kein fließend Wasser, wir müssen kalt duschen und im Klo mit einem Eimer spülen, aber das Hostel steht direkt im Wasser und es gibt keinen Boden, nur Holzdielen. Das ist aber anderer Seits auch unpraktisch, wenn man wie Vroni den Schlüssel weg schmeißt, weil alles fliegt ins Wasser. Im Bett hört man das Wasser unter sich plätschern und zur Meerseite gibt’s vor dem Hostel eine Bar und Hängematten. Da gerade alle auf dem nahe gelegenen Koh Phangan bei der Vollmondparty sind, sind wir in einem 20er Zimmer zu 4. und haben viel Platz. Das Hostel „Peacock Hostel“ ist sehr sauber und man hat einen guten Blick aufs Meer. Unsere Buchung haben wir leider für den darauffolgenden Tag gemacht (als Backpacker weiß man nicht was für ein Tag ist), aber es war zum Glück kein Problem. Als wir nach der Ankunft noch ans Meer gegangen sind, waren wir absolut fasziniert: Den Sonnenuntergang haben wir im brüh warmen Meer sitzend angeguckt und der Strand ist weiß, weich und total sauber. Wir waren weit und breit die Einzigen und hatten perfekte Sicht auf die Felsen in weiter Ferne und den endlosen schönen Strand. Da es auch nach Sonnenuntergang nicht abkühlt, sammelten wir Muscheln und wunderten uns, was sich da bewegt. Es kam ein Krebs in der Muschel zum Vorschein und wir ließen diese dann lieber doch da. Der Strandspaziergang war bei Ebbe wunderschön und wir liefen neben Fischen und Krebsen weit raus. Vroni warnte mich vor totem Zeug und ich sie vor lebenden Krebsen. Beim Bummeln durch die kleine süße Straße von Koh Lanta lächelten uns viele Thais zu und wir waren wieder die Einzigen Touris. Am Straßenrand wurden Haie und große Fische zum Verkauf angeboten was total ekelig war.

Nach der langen Reise erholten wir uns bei einer 60 minütigen Thaimassage von der Strapazen, für umgerechnet 8 Euro. Vroni wurde dabei von einem Ladyboy massiert :D.

Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, suchten wir uns ein nettes kleines Restaurant und aßen direkt am Wasser wieder Pad Thai, Frühlingsrollen und Curry-Kokos-Chicken Suppe und tranken frisch gepressten Orangensaft.

Und das beste: bisher habe ich genau das dabei was ich brauche, alles ist total praktisch (vor allem die Kompressionsbeutel, das Schloss, die Reisehandtücher und die Reiseapotheke hat bisher schon ein paar Mal super Dienste geleistet (danke Su :)). Auch das Moskitospray ist mein bester Freund geworden ;). Mein Rucksacktrolley hat sich als total praktisch erwiesen und ist einfach perfekt für meine Zwecke. Also Silvi und Tati: Alles richtig gemacht :).

Nach diesem langen Tag schliefen wir glücklich auf unserer tollen Robinson Crusoe Insel in den gemütlichen Betten ein.

Liebe Grüße

Nadine

Zwischenstopp in Suratthani

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Auf dem Weg nach Krabi

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Zwischenstopp mit den anderen Backpackern

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Krabi

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Vroni war müde 🙂

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Unsere Fähre

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Blick von der Fähre aus

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Vroni und ich auf der Fähre

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Koh Lanta

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Vroni beim Abendessen

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Unser Abendessen

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Unsere Route mit der APP aufgezeichnet (bisher) ca. 800km

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Bilder der Insel gibts morgen