Awesome Motorbike-Route Great Ocean Road

Samstag, 23.04.2016

Wie immer klingelte mein Wecker schon früh und wegen Trödeleien und dem Packen kamen wir trotzdem wieder erst um 10 vom Surf Side Hostel in Apollo Bay los.
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Der erste Tagespunkt war das Cape Ottway Lighthouse im gleichnamigen Ort. Dieser ist eine der größten Attraktionen auf der Great Ocean Road. Dafür mussten wir wieder 40 min. in die entgegengesetzte Richtung fahren. Es ging durch den Wald und hatte super Kurven. Die Straße war sehr schlecht und wegen dem Laub musste man aufpassen, nicht zu rutschen. Außerdem fing es trotz anfangs blauen Himmels an zu regnen. Meine Hose ist nicht wasserdicht und der kalte Regen und der eisige Wind auf meinen Schenkeln waren nicht angenehm. Als wir im Nationalpark ankamen, mussten wir schlucken. Die wollten 20$ Eintritt. Das war zu viel für uns arme Motorrad-Backpacker. David bei dem wir vor einigen Tagen übernachtet hatten, sagte uns wir sollten nach einem Rabatt fragen, weil er mal Leuchtturmwächter dort war. Wir bekamen 20% Rabatt und da wir extra den ganzen Weg gefahren waren, gingen wir rein. Genau vor einem Jahr hatte ich bereits die Great Ocean Road mit einer Tagestour gemacht. Auch am Leuchtturm waren wir damals. Es ist sehr schön nach einem Jahr dort hin zurückzukommen und es wurde mir mal wieder mehr bewusst wie viel Glück wir mit dem Wetter haben. Jetzt klarte es nämlich auf und es war perfekt. Vor einem Jahr regnete es jeden Tag, windete und war kalt und nun haben wir strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen fast täglich. Und das, obwohl fast Winter ist. Wir saßen eine Weile da, genossen die Aussicht und ich trank Kaffee. Dann stiegen wir die 77 Stufen im Leuchtturm hoch. Die Aussicht war atemberaubend und wo wir uns das letzte Mal festhalten mussten damit es uns nicht weg bläst, war es diesmal absolut windstill. Ewig standen wir da und schauten auf das blaue Meer und die an den Klippen brechenden Wellen.

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Eigentlich wollten wir zum Otway Fly, das wie ein Hochseilgarten ist. Leider hatten wir kein Benzin mehr im Tank und mussten zurück nach Apollo Bay fahren. Dort ging es fast nur Berg runter, aber trotzdem war mein Bike leer, ich blieb liegen und Ali holte wieder seinen Milchkanister mit dem Ersatzbenzin raus. Damit reichte es bis zur Tankstelle und wir atmeten auf. Da es schon viel zu spät war, beschlossen wir nicht mehr zum Hochseilgarten zu gehen. Sehr schade, denn jeder hatte es uns empfohlen und es soll sehr lohnenswert sein.
So fuhren wir weiter Richtung unseres Tagesziels Geelong. Da wir am Sonntag in Melbourne sein müssen, um das Konzert von Tom (vom Couchsurfing) zu sehen, mussten wir uns ein bisschen sputen und konnten nicht so oft stoppen. Von der Strecke her war dieser Tag das absolute Highlight.
Die Strecke von Apollo Bay bis Torquay (B100) ist eindeutig perfekt für Motorradfahrer. Die Kurven sind abartig und es geht ständig direkt am Meer entlang mit einer gigantischen Aussicht. Ein Strand ist schöner als der andere. Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich auf dieser Strecke gefühlt habe. Bei jeder Kurve wurde mein Lächeln größer und der Sound meines Bikes ließ mein Herz aufgehen. Ich hätte es mir niemals so abartig schön vorgestellt und ich bin absolut froh, dass ich das Motorrad gekauft habe und diese Reise „gewagt“ habe. Bisher habe ich außer Ali noch keinen Backpacker getroffen der mit dem Motorrad reist. Leider waren ein paar sehr langsame Autos vor uns und Ali überholte, aber mir war das in den Kurven zu unsicher. Ein Fahrer wollte mich provozieren und machte ständig sein Scheibenwischwasser an. Ich hatte alles im Gesicht, was nicht so toll war.

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In dem wunderschönen Ort Lorne am Meer stoppten wir um Mittag zu machen. Dort waren viele Polizisten versammelt um bei perfektem Wetter zu grillen. Wir interessierten uns für die Motorräder und kamen ins Gespräch. Der eine Polizist war super nett, sagte wir können uns auf das Motorrad drauf setzten und Bilder machen und schaltete dafür sogar das Blaulicht an. So ein cooler Cop und zum Glück fahren sie in die andere Richtung, so müssen wir keine Angst haben wenn wir zu schnell fahren (Spaß). Bis zum Ende des Piers liefen wir raus und dann saßen wir am Meer und picknickten. Was schöneres könnte ich mir gar nicht vorstellen !

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Leider haben wir zu spät gemerkt, dass wir den Ort verpasst haben an dem man wilde Vögel füttern und Koalas sehen kann. Ich war da ja schon, aber Ali noch nicht. Schade, aber naja..
Als die Great Ocean Road in Torquay aufhörte, wurde die Strecke sehr langweilig.

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Wir mussten auf dem Highway und durch Städte durchfahren und ich hielt mit einer Hand wieder meinen Helm fest, sodass er nicht weg fliegt. Ich glaube das sah lustig aus. Vor dem Highway wechselte ich den Helm, weil der andere gut passt.
In Geelong besuchten wir zuerst Sinje. Sie kenne ich von früher vom Kindergarten und wir haben nicht weit voneinander weg gewohnt. Sie ist seit ein paar Wochen als Au-Pair hier und wir fuhren zum Haus von der Familie. Die Hündin und die 7 Welpen begrüßten uns freundlich. Da wir uns schon mehrere Jahre nicht gesehen hatten, gab es viel zu reden und wir saßen auf der schönen Terrasse mit einem Welpen auf dem Schoß. Irgendwann kamen die Hosteltern und die drei kleinen Jungs heim. Diese sind super cool und total lustig drauf. Wir alle verstanden uns gleich sehr gut. Sie fingen an zu kochen und da Ali das nicht sehen kann, wenn jemand ohne ihn kocht, half er. So gab es Würstchen, Kartoffelbrei, Pommes und für mich einen Burger mit Salat. Eigentlich hatten wir nicht geplant dort zu essen, aber die beiden netten Australier bestanden darauf. IMG_8796 (FILEminimizer)

Es war ein witziger Abend und wir hatten noch einige Erinnerungen an die Kindergartenzeit. Sinjes Hosteltern sind total verrückt und die Mutter ist erst 28.

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Über die Internetseite Couchsurfing hatten wir einen Gastgeber in Geelong gefunden. Dieser war gar nicht da, aber überließ uns ohne dass er uns kennt sein Zimmer. Wo gibt’s denn sowas? Ganz recht war uns das natürlich nicht, aber er wohnt in einer WG und seine Mitbewohnerin war da. Gabby empfing uns freundlich, zeigte uns alles und wir saßen mit ihr und ihrer Freundin draußen auf der Terrasse und quatschten den ganzen Abend.
Ich war sehr müde vom vielen Fahren und den vielen Erlebnissen und ging früh schlafen. Irgendwie komisch in einem Zimmer von jemanden zu schlafen den man nicht mal kennt… Manche Leute sind einfach sehr nett.

Liebe Grüße von der schönsten Motorradstraße der Welt
Nadine

Great Ocean Road by Motorbike

Freitag, 22.04.2016

Der Tag fing nicht gerade erfreulich an. Um 7 klingelte der Wecker und ich stand pünktlich auf, um um halb 9 vor den Türen der Zulassungsstelle des Staats Victoria zu stehen. Ali blieb im Hotel und packte in der Zeit unser Zeug zusammen. Ich dachte ich kann problemlos den Namen von der Registrierung meines Motorrads ändern. Leider muss ich mein Motorrad komplett neu zulassen, wenn ich es verkaufen will, was mich mindestens 700$ kostet. Im Staat South Australia ist es noch registriert bis Juli, aber das wird in einem anderen Staat nicht anerkannt. Die Dame meinte ich muss wieder nach South Australia, das Motorrad auf meinen Namen ummelden und dann ohne Registrierung verkaufen. David bei dem wir die Nacht zuvor übernachtet haben, rief mich an und wollte mir helfen. Er rief sämtliche Registrierungsbehörden an, musste ewig in der Warteschleife warten und sagte dann ich solle einfach so tun, als ob ich von nichts wisse und es ohne umzumelden verkaufen. Eigentlich waren wir schon darauf vorbereitet, in das 2 stündig entfernte Mount Gambier zurückzufahren. Diese Sorge vergaß ich erstmal und dann brachen wir erst um 10 in Richtung Melbourne auf. Geplant war halb 9.

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Der erste Stopp war in einer Käsefabrik in Allansford. Dort probierten wir uns durch die vielen leckeren Käsesorten und nahmen einiges mit, da der Käse hier sehr günstig war.

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An diesem Tag kam der Hauptattraktionspunkt unser Motorrad-Reise: die schönste Motorradstraße der Welt – die Great Ocean Road. Wie der Name schon sagt ist dies eine Küstenstraße und von Torquay nach Allansford 243 km lang. Unterwegs kann man an sehr vielen Aussichtspunkten anhalten: Bay of Islands, The Grotto, The Arch, London Bridge, Lorch Ard George, The Razorback und Gibson’s Steps. Von jedem hat man eine gigantische Aussicht. Leider ist die London Bridge 1990 zusammen gekracht und existiert nun nicht mehr, aber die anderen Punkte sind atemberaubend und sehenswert. Das Highlight sind definitiv die berühmten 12 Apostel. Diese sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein. Durch natürliche Prozesse sind es heute nur noch 8 Apostel. Die Straße am Meer entlang war genial und absolut malerisch. Die Temperaturen waren angenehm, obwohl es bewölkt war.

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Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit kamen wir durch einen Wald, der jedes Motorradfahrerherz höher schlagen lässt. Schöne Bäume und sehr enge Kehren. Wir fegten durch den Wald bis unsere Fußrasten am Boden schliffen. Leider war der Spaß vorbei, als wir total langsame Autos vor uns hatten.

Es wurde langsam dunkel und unbeschreiblich kalt. Trotz Handschuhen spürte ich meine Finger nicht mehr und verkrampfte mich richtig vor Kälte. Im Wald gab es einige Abschnitte an denen Baustellen sind und die nicht asphaltiert waren. Mit dem Laub, dem nassen Schotter und Berg runter ist das nicht gerade Ohne und eine sehr rutschige Angelegenheit. Das war anstrengend und ging teilweise über Kilometer. Wir wollten campen, aber das konnte man wirklich vergessen. Wir fanden auch nicht wirklich eine Unterkunft und beschlossen trotz Frieren und Unlust bis zum nächst größeren Ort Apollo Bay zu fahren. Nachdem wir an einem Campingplatz mit Kabinen kein Glück hatten, fanden wir ein gutes Hostel wo wir eincheckten. Wegen dem langen Wochenende (ANZAC day) war überall fast alles ausgebucht.

Im Hostel wärmten wir uns vor dem Ofen gleich auf und machten nette Bekanntschaften. Ich organisierte alles und Ali fuhr in den Supermarkt um Brot zu kaufen. Wir saßen zusammen mit Australiern und Engländern ich aß Käse und Brot und wir hatten einen lustigen Abend. Da ich fertig war und wusste wir müssen am nächsten Tag früh starten um den Zeitplan einzuhalten, ging ich zeitig ins Bett.

Liebe Grüße von der wunderschönen Great Ocean Road

Nadine

Great day

Mittwoch, 20.04.2016

Ich war schon um halb 8 wach und dachte wir können rechtzeitig aufbrechen. Leider war Ali nicht so in der Stimmung dafür und schlief lange. Mein Laptop arbeitete schon auf Hochtouren und David war auch wach. Meine Hoffnungen stiegen, dass mein Päckchen angekommen war und deswegen machten David und ich uns auf zur Post. Wegen seiner Schulter fuhr ich seinen Vito.
Meine Freudentänze waren groß, als die Frau von der Post mir mein lang ersehntes Paket mit meinem verlorenen Rucksack drin aushändigte. Sofort checkte ich, ob alles drin war. Meine Medikamente (Kopfschmerztabletten, …) waren in einer Papiertüte, mein Personalausweis war rundum mit Tesa zugeklebt und meine Kreditkarten waren in einem anderen Fach meines Geldbeutels, aber es war alles da und auch mein Geld war noch drin. Meine Freude war unbeschreiblich und ich kann immer noch nicht fassen, wie viel Glück ich eigentlich habe.
Ali machte Sandwiches, wir redeten ewig mit David, das Packen dauerte lange und ich machte den Männern Dampf. Meine Ungeduld wuchs und wir kamen erst nach 1 Uhr los. Nun konnte ich endlich meine wieder bekommene Actioncam an mein Motorrad machen und während der Fahrt filmen.
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Es ging gerade aus über den Highway, aber hier ist wenigstens alles grün. Es ist, als würde der Regen nur bis zur Grenze von South Australia kommen und deswegen ist Victoria so grün und South Australia so trocken. Es war sehr warm und bewölkt und wir fuhren gemütlich vor uns hin. Von David hatten wir den Tipp zu einem schönen Aussichtspunkt in Yambuk bekommen, an dem auch eine große Rutsche war. Dort rutschten wir mit Kartons herunter und hatten einen Wahnsinnsspaß.

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Der nächste Stopp war in Port Fairy. Das ist laut Ortsschild die lebenswerteste Gemeinde der Welt. Dieses kleine Hafendörfchen hatte nicht viel zu bieten, aber wir setzten uns an den niedlichen Hafen und aßen unsere Reste vom Vorabend. Es war super schön da und die Leute die vorbeiliefen, waren alle total freundlich.

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Eine kleine Wanderung machten wir am Tower Hill. Dort war ein kleines Echidna (Ameisenigel) das sich gerade eingraben wollte. Wir schmissen ein Stück Brot hin, was es nicht zu beeindrucken schien. Dafür die Emus umso mehr. Diese belagerten Ali förmlich und hatten einen neuen Freund gefunden. Ich hatte leider „die Hände voll“ und konnte deswegen keinen großen, aggressiven Emu füttern – wie schade 😉 Tower Hill ist ein Vulkan und die Gegend um den Nationalpark ist total sehenswert und eine kleine Wanderung wert.

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Es war schon spät als wir überlegten, wo wir übernachten könnten. Der Himmel zog sich zu und David schrieb, dass es in Portland regnete. Eigentlich wollten wir zelten, aber unser Zelt ist nicht wasserdicht und außerdem passen die Rucksäcke da nicht rein und wären draußen nass geworden.
Bei booking.com suchte ich ein günstiges Hotel in Warrnambool raus. Für 27$ bekamen wir ein Doppelzimmer. Warum dann in ein Hostel gehen, wenn es so günstig geht?
Die frisch renovierte, moderne Bar war einladend und wir setzten uns für ein Bier dort hin. Beim Einchecken bekamen wir Gutscheine und damit bestellten wir einen Salat und Knoblauchpizza, was sehr lecker war. Ali lief in den Aldi und ich blieb in der Bar. Als er wieder zurück kam, lernten wir die deutsche Backpackerin Melli kennen, die mit ihrem Kumpel durch Australien reist, der aber gerade das Auto der beiden abholte und somit nicht da war. Sie kam mit auf unser Zimmer wo wir einen Film schauten und einen schönen, gemütlichen Abend hatten.

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Grüße von Warrnambool
Nadine

Portland

Dienstag, 19.04.2016

Der Tag fing entspannt an und Tom der arbeiten musste hatte uns gezeigt wo das Frühstück ist. Nelly freute sich, dass wir sie auf einen Spaziergang mitnahmen. Es hatte schon über 30 Grad und perfekt um raus zu gehen. Wir hatten keine Leine und Nelly hörte nicht so recht auf uns. So trug ich sie über die Straße, weil es mir zu gefährlich war sie laufen zu lassen. Wir kamen an einen tollen See, wo viele Kanufahrer unterwegs waren und Nelly kühlte sich gleich im Wasser ab. Nach einer schönen Gassirunde war Nelly ausgepowert und wir brachen auf.
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Langsam wird es langweilig jeden Tag nur auf dem Highway geradeaus zu fahren, aber wenigstens war es nicht weit. Das letzte Stückchen der 70 km konnten wir auf einer schönen Strecke an grünen Weiden vorbei fahren. Plötzlich stotterte mein Motorrad und soff dann komplett ab. Ich hoffte es ist nichts Schlimmes. Ich versuchte den Reservehahn aufzudrehen, weil ich schon dachte, dass ich keinen Sprit mehr hatte. Dieser war bereits voll offen und somit hatte ich keinen Tropfen Nahrung mehr für mein Mädchen. Zum Glück ist Ali für solche Fälle ausgerüstet und hat einen Milchcontainer mit Sprit drin dabei. Wir teilten diesen brüderlich und hofften bis zur nächsten Tankstelle zu kommen. Außerdem saß mein großer Rucksack an diesem Tag nicht gut und rutsche ständig hin und her. An einer LKW Tankstelle in Portland wollten wir unsere Räder auffüllen. Leider konnte man am Automat nur mit Karte zahlen und das funktionierte nicht richtig. Ein paar Meter weiter gab es eine andere Tankstelle. Ein paar Meter davor stotterte mein Mädchen wieder und der Motor starb ab, als ich gerade zwei Meter vor der Zapfsäule war. Das nennt man mal wieder Glück. Ich frage mich, wann mein Glück mal aufhört. Frisch genährt ging es zu unserem neuen Gastgeber. Auf dem Weg dort hin, ging mein Motorrad zum dritten Mal aus. Ich hatte nur vergessen den Reservehahn wieder zurückzudrehen.
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Unser neuer Host in Portland ist David. Lena mit der ich bald durch Süd-Ost-Asien reise und die mir schon den Job auf der Pferdefarm beschafft hat, stellte den Kontakt zwischen uns her. David lebt allein in einem großen Haus mit Meerblick und ist kurz vor der Rente. Er empfing uns freundlich und erzählte uns von seinem schlimmen Motorradunfall vor zwei Jahren, weswegen er letzte Woche wieder eine Schulter-OP hatte. Es war 10 vor 4 als ich auf die Uhr schaute und um 4 machte die Post zu. Ganz schnell fuhr uns Ali da hin (David kann wegen der OP nicht fahren) und wir erreichten Punkt 4 die Post. Trotz Nachtexpress war mein Paket noch nicht da. Auf die australische Post ist absolut kein Verlass ! Wir shoppten Gemüse und frisches Baguette und dann gingen wir auf Sightseeing-Tour.
Zuerst bewunderten wir den schönen Leuchtturm von Portland. Man hat eine tolle Panoramasicht auf das Meer und drum herum sind viele Windmühlen. Wir waren die Einzigen und konnten uns in Ruhe anschauen, wo David früher gewohnt hatte. Er wohnte schon an vielen Leuchttürmen. Auf dem Weg sahen wir einige Wallabys (kleine Kängurus).
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An der schönen Straße hielten wir noch ein paar Mal, denn es gab wunderschöne, malerische Aussichtspunkte wo einer toller als der andere war.
Als die Sonne langsam unterging, waren wir am Hafen. Wir beobachteten die vielen Fischer und bewunderten die tollen Boote. Der Mond war bereits zu sehen und der Himmel sah faszinierend aus.
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Wir waren alle hungrig und fuhren zu Davids Haus zurück. Ich schnibbelte Gemüse und Ali bekam eine Führung durch das große Haus. Ali ließ es sich nicht nehmen als leidenschaftlicher Hobbykoch ein gutes Essen zu zaubern. Es gab Nudeln mit viel verschiedenem Gemüse für mich und für die Männer Hackfleisch dazu.
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Uns schmeckte es super und wir hatten nette Gespräche. Nach dem Essen skypten wir mit Lena die mich auf der Arbeit im Pferdestall herumführte.
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Da ich wieder mal einiges zu erledigen hatte, war es schon halb 3 als ich endlich ins Bett ging.

Grüße aus dem schönen Portland
Nadine

Blue Lake

Montag, 18.04.2016

Um 10 waren wir „gesattelt“, gepackt, hatten gefrühstückt und unser Tagesplan motivierte uns, schnell aufzubrechen. Nachts hatte es wohl geregnet, denn unsere Bikes waren nass und es war noch ein bisschen bewölkt. Zuerst verausgabten wir uns auf dem Trampolin (wozu erwachsen sein?), wobei uns die Kinder komisch anschauten.
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Wir fuhren auf dem Highway, wo es wieder ziemlich eintönig und öde war. Auf dem Weg stoppten wir an einer Höhle, die ich übers Internet rausgesucht hatte. Für 10$ Eintritt (wir sind ja Studenten 😉 ) bekamen wir eine kurze Führung durch die Tantanoola Caves im Conservation Park. Danach hatten wir Zeit selbst rum zu laufen. Die Tropfsteinhöhle ist total beeindruckend und echt schön. Die Geschichte lautet, dass vor einigen Jahren das Frettchen eines Jungen weg rannte und er als er sein Tier suchte, die Höhle entdeckte. Er fand sein Haustier wieder und war danach glücklich, dass er außerdem einen großen Fund gemacht hatte.

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Der Himmel klarte auf, als wir nach Mount Gambier rein fuhren. Die größte Attraktion dort ist der Blue Lake. Wie der Name schon sagt, ist dieser in ein kräftiges blau gefärbt und sieht total atemberaubend aus. Ich bekam einen Anruf von Annie bei der wir in Adelaide geschlafen hatten. Sie bot an, meinen Rucksack bei der Polizei abzuholen und mir hinterher zu senden. Zum Glück wohnen Annie und Jack in der Nähe der Polizeistation. Sie sei schließlich meine australische Mama, so ihre Aussage. Da ging mir total mein Herz auf und ich wusste gar nicht wie ich ihr danken konnte. Sie war einfach nur froh, dass ich meinen Rucksack wieder hatte. Nur brauchte sie zum Abholen eine Vollmacht und ich hatte kein Papier griffbereit. So fuhren Ali und ich zum Mc Donalds und ich schrieb auf die Rückseite vom Kassenzettel eine Vollmacht, die ich mit dem Handy fotografierte und der Polizei schickte. Das war offensichtlich ausreichend (ausweisen hätte ich mich ja sowieso nicht können), denn als wir noch beim unserem Eis waren, schrieb mir Annie, dass sie meinen Rucksack hätte. Mir fielen 1000 Steine vom Herzen! Wirklich unglaublich diese Geschichte und dieses unfassbare Glück!!

Schnell düsten wir mit den Bikes zurück zum Blue Lake und starteten eine kleine Wanderung. Die Aussicht war super und man konnte um den halben Valey Lake (See) in der Limestone Coast herumlaufen. Der Mount Gambier ist einer der jüngsten Vulkane Australiens und entstand vor etwa 4.900 Jahren. Mount Gambier ist ein Maar-Komplex in der Newer Volcanics Province und besteht aus dem Blue Lake, Valley Lake, Leg of Mutton Lake und Browne’s Lake. In der Mitte des Sees ging es nicht mehr weiter. In Ali steckt ein richtiger Abenteurer und er entschied sich dafür, dass wir einen Abhang runter klettern um nicht alles wieder zurück zu müssen. Das war sehr actionreich, steil und lustig.

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Wir waren froh als wir unten waren und hatten uns einiges an Weg gespart und Vulkansteine im Gepäck.

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Obwohl die Wanderung nur ca. 2 Stunden dauerte, war ich danach fix und fertig und musste erst mal durchschnaufen.

Über die Couchsurfing-Seite im Internet, hatten wir einen Host gefunden. Dort stellen Leute Reisenden ihr Sofa kostenlos zur Verfügung und hoffen darauf, auch mal einen Schlafplatz zu finden, wenn sie selbst reisen. Der Weg ins Dorf Nelson war nicht weit und wir passierten die Grenze vom Bundesstaat South Australia nach Victoria. Wir trafen unseren 26 jährigen Host Tom im Pub. Alle drei kamen wir gleich super miteinander aus und die Jungs haben den selben Musikgeschmack, spielen beide in Bands und schauen die gleichen Filme.
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Kurz bevor es dunkel wurde, kamen wir am Haus von Tom an. Seine junge Hündin Nelly, die ein Mix aus Kelpie und Foxy ist, begrüßte uns gleich freundlich. Tom kochte Essen, aber Ali und ich hatten noch unsere Sandwiches, die wir aßen. Nelly die mich mit ihren großen Augen anschaute, bekam heimlich Pommes von mir unter dem Tisch.

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Tom hatte einen Karton Bier gekauft und wir saßen vor dem TV, schauten eine Show von dem Lieblingskomediant der beiden an und hatten einen super witzigen Abend. Tom ist ein guter Host und arbeitet in einem Nationalpark als Feuerwehrmann. Mit seiner Band hat er oft Auftritte und tourt 1-2 Mal im Jahr nach Europa, wobei er auch schon viel in Deutschland herum gekommen ist. Er fragte mich, ob ich im September mit auf Deutschlandtour mit der Band wolle. Das hört sich genial an, dachte ich. Von der Wanderung war ich immer noch geschafft und mir fielen schon früh die Augen zu. Die Jungs fanden es schade, dass ich mich schon früh ins Gästezimmer verzog. Die beiden saßen anscheinend noch ewig da und leerten das restliche Bier.

Liebe Grüße vom Blue Lake

Nadine

Am I lucky or what?!

Sonntag, 17.04.2016

Weil Ali der Rücken weh tat und er total kaputt vom vielen Fahren am Vortag war, wollte er an diesem Tag nicht mehr weiter fahren. Außerdem war Sonntag und unser kleines Hüttchen so schön.

Da ich sowieso noch einige Sachen organisieren wollte und wir ja Internet hatten, stimmte ich ein noch eine Nacht in Millicent zu verlängern.

Wir waren beide schon früh wach und nach einer angenehmen Dusche gabs Toast mit Marmelade. Es war ein total schöner, sonniger Herbsttag und ich hatte gute Laune.

Auf Facebook schrieb ich alle Vereine an, die in den Orten sind durch die wir gefahren sind und fragte, ob sie mein Anliegen mit dem Rucksack teilen würden. Schon nach wenigen Minuten wurde meine Suche oft geteilt und ich bekam viele Nachrichten in denen mir Glück gewünscht wurde, dass er wieder auftaucht. So nett die Australier !

Ich dachte es kann ja nicht schaden und googelte alle Polizeistationen auf unserem bisherigen Weg. Da gab es ca. 15 und ich rief eine an und fragte, ob mein Rucksack abgegeben wurde. In diesem Ort waren wir nicht einmal. Der Polizist war ein richtiger Komiker und machte Späßchen. Meinen Namen musste ich ca. 10 Mal buchstabieren. Dann fragte er, ob ich im Oktober Geburtstag hätte und ich fragte ihn, woher er das wüsste. Als er fragte, ob ich auch eine Actioncam verloren hätte, war ich außer mir. Er machte es spannend, aber sagte endlich er hätte meinen Rucksack vor sich liegen. Da konnte ich mich nicht mehr zusammen reißen, stief einen Freudenschrei aus und mir kullerten ein paar Freudentränchen runter. Der Polizist freute sich mit mir und war super witzig. Ich könne den Rucksack am nächsten Tag abholen. Allerdings ist die Polizeistation 400 km weg, also weiß ich noch nicht, wie ich das machen soll. Sogar meine 30$ waren noch in meinem Geldbeutel. Ich finde es total krass, dass es so ehrliche Menschen gibt. Natürlich war meine Freude übergroß und ich konnte es nicht glauben. Mein Glück ist echt unfassbar! Ich bin froh, dass ich meine deutschen Kreditkarten nicht gesperrt habe, denn die hätte ich nicht so einfach wieder bekommen und ich brauche sie in Süd-Ost-Asien.

Wir fuhren bei strahlend blauen Himmel in das Städtchen Millicent  das an diesem Sonntag wie ausgestorben war. Der erste Stopp war die Wäscherei, wo wir alles in die Waschmaschine steckten und feststellten, dass wir kein Waschmittel hatten. In einem Schrank fanden wir Weichspüler und das musste genügen. In der Zwischenzeit liefen wir zu einem Hotel wo wir die Einzigen waren und bestellten ein Bier. Der Barmann dem bestimmt langweilig war, unterhielt uns gut bis unsere Wäsche bereit zum Abholen war. Wir nahmen ein paar Bier und Cider mit um anzustoßen. Unsere Satteltaschen wurden mit der Wäsche vollgestopft und dann gings zurück Richtung Campingplatz. Unterwegs hielten wir an und gönnten uns in einem Schnellimbiss Pommes.

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Zurück am Platz hingen wir unsere Wäsche auf die Leine, schmissen ein paar Körbe auf dem Basketballfeld (ok, ich versuchte es) und genossen die warme Sonne.

Dann begann der Filmmarathon und Ali der es nicht glauben kann, dass ich keine Serie oder Film kenne, brachte mir die „Big Bang Theorie“ nahe. Außerdem schauten wir zwei Teile von Kung Fu Panda und einiges mehr.

Schreckliche Farbkombination

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Ich versuche ihm noch das Lächeln beizubringen, sodass es wenigstens so aussieht, als hätte er Spaß 😉

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Das war ein entspannter Tag und wir konnten uns von der langen Tour am Vortag gut erholen. Wir stießen mit Cider auf den gefunden Rucksack an und hatten einen guten Abend.

Ich kann es echt immer noch nicht fassen, was für ein unbeschreibliches Glück ich habe!

Liebe Grüße von der überglücklichen Nadine die ihren Rucksack wieder hat

My bum hurts

Samstag, 16.04.2016

Wir hatten keinen Wecker gestellt und da wir nicht frieren mussten, schliefen wir bis 9. Weil wir aber nicht im Stress waren, liefen wir erst mal zum Pub wo Ali am Vorabend war und bestellten wie versprochen eine heiße Schokolade und einen Kaffee.
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Zum Frühstück machte ich typisch australische Hash-Browns (wie Kartoffelpuffer) im Ofen warm und wir aßen Magnum und Joghurt (coole Kombination, ich weiß).
Das Packen dauerte diesmal gefühlt ewig, aber Ali ist super organisiert und echter Profi und brachte alles unter. Er ist immer genervt, wenn ich nicht wirklich System beim Packen von meinem Backpack habe.

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Nach dem Tanken machten wir uns auf den Weg. Es war stark bewölkt, kalt und es ging ein orkanartiger Wind. Da macht Motorrad fahren keinen Spaß. Ich hatte alle Mühe mich auf dem Bike zu halten und verkrampfte alle Muskeln. Schon nach den ersten 30 km beschwerte ich mich, dass ich nicht mehr will. Ali sagte ich solle nicht rum jammern, wir haben noch genug vor uns.
Nach ca. 200 km hielten wir in einem kleinen Ort an und picknickten. Uns beiden tat alles weh und selbst im Sitzen auf der Bank vibrierte noch alles.
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Die Strecke wurde auch die nächsten Kilometer nicht besser. Bis auf ein paar ausgetrocknete Salzseen und Büsche gab es nichts und es ging mit 110 km/h stupide gerade aus. Auch mein Motorrad fand die Strecke nicht so cool. Sie machte ein bisschen zicken und schluckte Sprit wie eine Große.
An einem Salzsee nahmen wir pinkes Salz mit und Ali war total stolz darauf. Es windete so stark, dass es uns im Stehen die Handschuhe vom Motorrad wehte.
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Beim zweiten Tanken machte ich das Innenfutter von meiner Jacke rein, aber das wärmte auch nicht wirklich mehr. Bei 15 Grad lief mir die Nase und ich fror. Wegen des starken Gegenwindes musste ich den Gashebel umso mehr aufdrehen und mir tat das Handgelenk weh.
Wir beschlossen ein bisschen mehr als geplant zu fahren, weil es immer noch bewölkt war und wir sowieso nichts mehr machen hätten können. Vor lauter Langeweile rechnete ich schon die Kilometer auf den Straßenschildern in Meilen um, sodass ich auf meinem Tacho wusste, wie viel wir noch vor uns hatten. Die, die mich kennen, wissen, dass ich sonst nicht freiwillig rechne. Außerdem ist es schwierig, dass meine Geschwindigkeit in Meilen angezeigt wird. Daneben stehen zwar klein die Kilometer, aber wenn man schnell fährt und alles vibriert kann man das auch nicht mehr lesen. Am Anfang habe ich mir deswegen gemerkt, wie viele Meilen, wie viele Kilometer sind. So viele Autos wie an diesem Tag haben wir noch nie überholt. Es war zwar fast niemand unterwegs, aber die, die es waren, hatten alle Wohnwagen oder waren langsam. An einer Tankstelle sprach uns ein Mann an den wir überholt hatten und wünschte uns einen schönen Trip.

Eigentlich sollte die Straße immer am Meer entlang führen, aber das sahen wir leider nicht.

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Alis Idee war, eine Fotoserie mit den Straßenschildern mit Tieren drauf zu machen. So fahren wir immer an den Rand, wenn wir so ein Schild sehen. Einmal war der Untergrund so weich, Ali konnte sein Bike nicht mehr halten und ließ sie im Stand fallen. Wir richteten zusammen das Bike auf und zum Glück war es unversehrt. Beim zweiten Stopp war es genau dasselbe. Wir hatten Mühe die Maschine zu zweit wieder aufzurichten. Ein nettes Pärchen hielt an, weil sie dachten wir hatten einen Unfall und halfen uns. Wir unterhielten uns super mit den beiden und das zeigt wieder mal wie hilfsbereit die Aussies sind.
Am Ortsschild von Millicent streckten wir beide gleichzeitig triumphierend unsere Fäuste in den Himmel und freuten uns bald da zu sein.
Der Campingplatz war wie der am Vortag sehr verlassen. Der Mann an der Rezeption des Millicent Hillview Caravan Parks empfing uns freundlich und wir hatten für 25$ wieder eine Kabine gebucht. Günstiger als ein Hostel, man hat sein eigenes Bad und Küche. Außerdem sind Hostels hier sowieso sehr rar.
Unsere Kabine ist sehr luxuriös und sieht schön aus. Es gibt ein großes Bett und ein Stockbett und wir fühlten uns gleich wohl. Ali und mir taten der Rücken, der Steiß und der Hintern ordentlich weh. Nach 300 km an diesem Tag auch kein Wunder.
Wir schauten nur noch ein bisschen TV, machten uns nochmal Tütensuppen mit Knoblauchbrot (diesmal nicht verbrannt) und nutzten das kostenlose WLAN aus.
Diese Nacht werden wir wohl beide gut schlafen können.

Liebe Grüße von der Bikerin
Nadine