Ferry

Freitag, 15.03.2016

Die Nacht im Zelt war wieder sau kalt und wir mussten frieren. Dafür fing der Morgen gut an, weil mir unsere Nachbarn einen Kaffee machten.
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Alis Bienenstich
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Wir quatschten ewig, hatten tolle Gespräche mit den Nachbarn und brachen gemütlich auf.
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Da wir beide nicht sehr motiviert waren, nahmen wir uns nur eine Strecke von 85 km für diesen Tag vor. Das Wetter war auf unserer Seite und wir fuhren mit der Sonne. Die Strecke war nicht so interessant wie am Vortag und es ging viel gerade aus. Kühen, Pferden und Schafen sagten wir im vorbeifahren hallo. Einmal wollte Ali warten und mich dann einholen. Dann gab ich ordentlich Gas und er hatte Mühe hinterher zu kommen. Sorry Ali 😉 Es war so warm, dass Ali im T-Shirt fuhr und ich meine Jacke ein bisschen aufmachte. Dummerweise ging sie während dem Fahren ganz auf. Wenn man bei 120 km/h Fliegen einsammelt und Steine an den Bauch bekommt, ist das nicht gerade angenehm mit offener Jacke. Außerdem dachte ich, ich verliere sie während der Fahrt. Wenn man einen Unfall hat, schürft man sich auch alles auf. Keine gute Idee ! Wie hat Ali das im T-Shirt ausgehalten?
Da für die Nacht Regen angekündigt war und unser Zelt nicht wasserdicht ist, buchten wir eine Kabine auf einem Campingplatz in Wellington (nicht das in Neuseeland). Für 15$ hatten wir eine Küche und einen warmen Schlafplatz auf dem Wellington Caravan Park. Nach dem Einchecken fuhren wir gleich los in das 10 km entfernte Örtchen Tailem Bend zum Einkaufen. Um ans andere Ufer zu kommen, mussten wir das erste Mal mit der Fähre fahren. Diese verkehrt kostenlos 24 Stunden am Tag und fährt nicht mal 5 min. Von der Fähre aus hatte man gute Sicht auf den Murray River.
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Mit vollen Satteltaschen und einer Decke die wir gekauft hatten ging es nach dem Einkaufen zurück. Auf der Fähre lernte Ali einen Trucker kennen, mit dem er sich im Pub verabredete. Wir gönnten uns ein Magnum das wir noch an Ort und Stelle verspeisten.
Zum Abendessen gabs Tütensuppen und Knoblauchbrot das ungenießbar war, weil es total verbrannte.
Ich blieb in der Kabine, weil ich noch meinen Blog schreiben wollte und Ali lief in der Pub der direkt gegenüber war. Ich versprach nachzukommen.
Im Dunkeln lief ich einige Zeit später zum Pub, aber weit und breit war nichts von Ali zu sehen. Ich suchte in jedem Raum, aber keine Spur. So lief ich eben wieder zurück.
Als ich nach 3 Stunden schon fast eine Vermisstenmeldung aufgeben wollte (es gab keinen Handyempfang) kam Ali und erzählte mir wie toll sein Abend mit den Locals war. Wir fanden raus, dass ich im falschen Pub war. Als „Entschuldigung“ versprach Ali mit mir dort am nächsten Morgen auf einen Kaffee hinzugehen, weil er weiß, dass ich morgens meine Tasse brauche.
Ali und ich schauten noch einen Film und in der warmen Unterkunft konnten wir gut einschlafen.

Liebe Grüße von Wellington
Nadine

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