Portland

Dienstag, 19.04.2016

Der Tag fing entspannt an und Tom der arbeiten musste hatte uns gezeigt wo das Frühstück ist. Nelly freute sich, dass wir sie auf einen Spaziergang mitnahmen. Es hatte schon über 30 Grad und perfekt um raus zu gehen. Wir hatten keine Leine und Nelly hörte nicht so recht auf uns. So trug ich sie über die Straße, weil es mir zu gefährlich war sie laufen zu lassen. Wir kamen an einen tollen See, wo viele Kanufahrer unterwegs waren und Nelly kühlte sich gleich im Wasser ab. Nach einer schönen Gassirunde war Nelly ausgepowert und wir brachen auf.
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Langsam wird es langweilig jeden Tag nur auf dem Highway geradeaus zu fahren, aber wenigstens war es nicht weit. Das letzte Stückchen der 70 km konnten wir auf einer schönen Strecke an grünen Weiden vorbei fahren. Plötzlich stotterte mein Motorrad und soff dann komplett ab. Ich hoffte es ist nichts Schlimmes. Ich versuchte den Reservehahn aufzudrehen, weil ich schon dachte, dass ich keinen Sprit mehr hatte. Dieser war bereits voll offen und somit hatte ich keinen Tropfen Nahrung mehr für mein Mädchen. Zum Glück ist Ali für solche Fälle ausgerüstet und hat einen Milchcontainer mit Sprit drin dabei. Wir teilten diesen brüderlich und hofften bis zur nächsten Tankstelle zu kommen. Außerdem saß mein großer Rucksack an diesem Tag nicht gut und rutsche ständig hin und her. An einer LKW Tankstelle in Portland wollten wir unsere Räder auffüllen. Leider konnte man am Automat nur mit Karte zahlen und das funktionierte nicht richtig. Ein paar Meter weiter gab es eine andere Tankstelle. Ein paar Meter davor stotterte mein Mädchen wieder und der Motor starb ab, als ich gerade zwei Meter vor der Zapfsäule war. Das nennt man mal wieder Glück. Ich frage mich, wann mein Glück mal aufhört. Frisch genährt ging es zu unserem neuen Gastgeber. Auf dem Weg dort hin, ging mein Motorrad zum dritten Mal aus. Ich hatte nur vergessen den Reservehahn wieder zurückzudrehen.
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Unser neuer Host in Portland ist David. Lena mit der ich bald durch Süd-Ost-Asien reise und die mir schon den Job auf der Pferdefarm beschafft hat, stellte den Kontakt zwischen uns her. David lebt allein in einem großen Haus mit Meerblick und ist kurz vor der Rente. Er empfing uns freundlich und erzählte uns von seinem schlimmen Motorradunfall vor zwei Jahren, weswegen er letzte Woche wieder eine Schulter-OP hatte. Es war 10 vor 4 als ich auf die Uhr schaute und um 4 machte die Post zu. Ganz schnell fuhr uns Ali da hin (David kann wegen der OP nicht fahren) und wir erreichten Punkt 4 die Post. Trotz Nachtexpress war mein Paket noch nicht da. Auf die australische Post ist absolut kein Verlass ! Wir shoppten Gemüse und frisches Baguette und dann gingen wir auf Sightseeing-Tour.
Zuerst bewunderten wir den schönen Leuchtturm von Portland. Man hat eine tolle Panoramasicht auf das Meer und drum herum sind viele Windmühlen. Wir waren die Einzigen und konnten uns in Ruhe anschauen, wo David früher gewohnt hatte. Er wohnte schon an vielen Leuchttürmen. Auf dem Weg sahen wir einige Wallabys (kleine Kängurus).
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An der schönen Straße hielten wir noch ein paar Mal, denn es gab wunderschöne, malerische Aussichtspunkte wo einer toller als der andere war.
Als die Sonne langsam unterging, waren wir am Hafen. Wir beobachteten die vielen Fischer und bewunderten die tollen Boote. Der Mond war bereits zu sehen und der Himmel sah faszinierend aus.
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Wir waren alle hungrig und fuhren zu Davids Haus zurück. Ich schnibbelte Gemüse und Ali bekam eine Führung durch das große Haus. Ali ließ es sich nicht nehmen als leidenschaftlicher Hobbykoch ein gutes Essen zu zaubern. Es gab Nudeln mit viel verschiedenem Gemüse für mich und für die Männer Hackfleisch dazu.
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Uns schmeckte es super und wir hatten nette Gespräche. Nach dem Essen skypten wir mit Lena die mich auf der Arbeit im Pferdestall herumführte.
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Da ich wieder mal einiges zu erledigen hatte, war es schon halb 3 als ich endlich ins Bett ging.

Grüße aus dem schönen Portland
Nadine

Blue Lake

Montag, 18.04.2016

Um 10 waren wir „gesattelt“, gepackt, hatten gefrühstückt und unser Tagesplan motivierte uns, schnell aufzubrechen. Nachts hatte es wohl geregnet, denn unsere Bikes waren nass und es war noch ein bisschen bewölkt. Zuerst verausgabten wir uns auf dem Trampolin (wozu erwachsen sein?), wobei uns die Kinder komisch anschauten.
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Wir fuhren auf dem Highway, wo es wieder ziemlich eintönig und öde war. Auf dem Weg stoppten wir an einer Höhle, die ich übers Internet rausgesucht hatte. Für 10$ Eintritt (wir sind ja Studenten 😉 ) bekamen wir eine kurze Führung durch die Tantanoola Caves im Conservation Park. Danach hatten wir Zeit selbst rum zu laufen. Die Tropfsteinhöhle ist total beeindruckend und echt schön. Die Geschichte lautet, dass vor einigen Jahren das Frettchen eines Jungen weg rannte und er als er sein Tier suchte, die Höhle entdeckte. Er fand sein Haustier wieder und war danach glücklich, dass er außerdem einen großen Fund gemacht hatte.

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Der Himmel klarte auf, als wir nach Mount Gambier rein fuhren. Die größte Attraktion dort ist der Blue Lake. Wie der Name schon sagt, ist dieser in ein kräftiges blau gefärbt und sieht total atemberaubend aus. Ich bekam einen Anruf von Annie bei der wir in Adelaide geschlafen hatten. Sie bot an, meinen Rucksack bei der Polizei abzuholen und mir hinterher zu senden. Zum Glück wohnen Annie und Jack in der Nähe der Polizeistation. Sie sei schließlich meine australische Mama, so ihre Aussage. Da ging mir total mein Herz auf und ich wusste gar nicht wie ich ihr danken konnte. Sie war einfach nur froh, dass ich meinen Rucksack wieder hatte. Nur brauchte sie zum Abholen eine Vollmacht und ich hatte kein Papier griffbereit. So fuhren Ali und ich zum Mc Donalds und ich schrieb auf die Rückseite vom Kassenzettel eine Vollmacht, die ich mit dem Handy fotografierte und der Polizei schickte. Das war offensichtlich ausreichend (ausweisen hätte ich mich ja sowieso nicht können), denn als wir noch bei unserem Eis waren, schrieb mir Annie, dass sie meinen Rucksack hätte. Mir fielen 1000 Steine vom Herzen! Wirklich unglaublich diese Geschichte und dieses unfassbare Glück!!

Schnell düsten wir mit den Bikes zurück zum Blue Lake und starteten eine kleine Wanderung. Die Aussicht war super und man konnte um den halben Valey Lake (See) in der Limestone Coast herumlaufen. Der Mount Gambier ist einer der jüngsten Vulkane Australiens und entstand vor etwa 4.900 Jahren. Mount Gambier ist ein Maar-Komplex in der Newer Volcanics Province und besteht aus dem Blue Lake, Valley Lake, Leg of Mutton Lake und Browne’s Lake. In der Mitte des Sees ging es nicht mehr weiter. In Ali steckt ein richtiger Abenteurer und er entschied sich dafür, dass wir einen Abhang runter klettern um nicht alles wieder zurück zu müssen. Das war sehr actionreich, steil und lustig.

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Wir waren froh als wir unten waren und hatten uns einiges an Weg gespart und Vulkansteine im Gepäck.

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Obwohl die Wanderung nur ca. 2 Stunden dauerte, war ich danach fix und fertig und musste erst mal durchschnaufen.

Über die Couchsurfing-Seite im Internet, hatten wir einen Host gefunden. Dort stellen Leute Reisenden ihr Sofa kostenlos zur Verfügung und hoffen darauf, auch mal einen Schlafplatz zu finden, wenn sie selbst reisen. Der Weg ins Dorf Nelson war nicht weit und wir passierten die Grenze vom Bundesstaat South Australia nach Victoria. Wir trafen unseren 26 jährigen Host Tom im Pub. Alle drei kamen wir gleich super miteinander aus und die Jungs haben den selben Musikgeschmack, spielen beide in Bands und schauen die gleichen Filme.
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Kurz bevor es dunkel wurde, kamen wir am Haus von Tom an. Seine junge Hündin Nelly, die ein Mix aus Kelpie und Foxy ist, begrüßte uns gleich freundlich. Tom kochte Essen, aber Ali und ich hatten noch unsere Sandwiches, die wir aßen. Nelly die mich mit ihren großen Augen anschaute, bekam heimlich Pommes von mir unter dem Tisch.

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Tom hatte einen Karton Bier gekauft und wir saßen vor dem TV, schauten eine Show von dem Lieblingskomediant der beiden an und hatten einen super witzigen Abend. Tom ist ein guter Host und arbeitet in einem Nationalpark als Feuerwehrmann. Mit seiner Band hat er oft Auftritte und tourt 1-2 Mal im Jahr nach Europa, wobei er auch schon viel in Deutschland herum gekommen ist. Er fragte mich, ob ich im September mit auf Deutschlandtour mit der Band wolle. Das hört sich genial an, dachte ich. Von der Wanderung war ich immer noch geschafft und mir fielen schon früh die Augen zu. Die Jungs fanden es schade, dass ich mich schon früh ins Gästezimmer verzog. Die beiden saßen anscheinend noch ewig da und leerten das restliche Bier.

Liebe Grüße vom Blue Lake

Nadine