Great day

Mittwoch, 20.04.2016

Ich war schon um halb 8 wach und dachte wir können rechtzeitig aufbrechen. Leider war Ali nicht so in der Stimmung dafür und schlief lange. Mein Laptop arbeitete schon auf Hochtouren und David war auch wach. Meine Hoffnungen stiegen, dass mein Päckchen angekommen war und deswegen machten David und ich uns auf zur Post. Wegen seiner Schulter fuhr ich seinen Vito.
Meine Freudentänze waren groß, als die Frau von der Post mir mein lang ersehntes Paket mit meinem verlorenen Rucksack drin aushändigte. Sofort checkte ich, ob alles drin war. Meine Medikamente (Kopfschmerztabletten, …) waren in einer Papiertüte, mein Personalausweis war rundum mit Tesa zugeklebt und meine Kreditkarten waren in einem anderen Fach meines Geldbeutels, aber es war alles da und auch mein Geld war noch drin. Meine Freude war unbeschreiblich und ich kann immer noch nicht fassen, wie viel Glück ich eigentlich habe.
Ali machte Sandwiches, wir redeten ewig mit David, das Packen dauerte lange und ich machte den Männern Dampf. Meine Ungeduld wuchs und wir kamen erst nach 1 Uhr los. Nun konnte ich endlich meine wieder bekommene Actioncam an mein Motorrad machen und während der Fahrt filmen.
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Es ging gerade aus über den Highway, aber hier ist wenigstens alles grün. Es ist, als würde der Regen nur bis zur Grenze von South Australia kommen und deswegen ist Victoria so grün und South Australia so trocken. Es war sehr warm und bewölkt und wir fuhren gemütlich vor uns hin. Von David hatten wir den Tipp zu einem schönen Aussichtspunkt in Yambuk bekommen, an dem auch eine große Rutsche war. Dort rutschten wir mit Kartons herunter und hatten einen Wahnsinnsspaß.

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Der nächste Stopp war in Port Fairy. Das ist laut Ortsschild die lebenswerteste Gemeinde der Welt. Dieses kleine Hafendörfchen hatte nicht viel zu bieten, aber wir setzten uns an den niedlichen Hafen und aßen unsere Reste vom Vorabend. Es war super schön da und die Leute die vorbeiliefen, waren alle total freundlich.

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Eine kleine Wanderung machten wir am Tower Hill. Dort war ein kleines Echidna (Ameisenigel) das sich gerade eingraben wollte. Wir schmissen ein Stück Brot hin, was es nicht zu beeindrucken schien. Dafür die Emus umso mehr. Diese belagerten Ali förmlich und hatten einen neuen Freund gefunden. Ich hatte leider „die Hände voll“ und konnte deswegen keinen großen, aggressiven Emu füttern – wie schade 😉 Tower Hill ist ein Vulkan und die Gegend um den Nationalpark ist total sehenswert und eine kleine Wanderung wert.

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Es war schon spät als wir überlegten, wo wir übernachten könnten. Der Himmel zog sich zu und David schrieb, dass es in Portland regnete. Eigentlich wollten wir zelten, aber unser Zelt ist nicht wasserdicht und außerdem passen die Rucksäcke da nicht rein und wären draußen nass geworden.
Bei booking.com suchte ich ein günstiges Hotel in Warrnambool raus. Für 27$ bekamen wir ein Doppelzimmer. Warum dann in ein Hostel gehen, wenn es so günstig geht?
Die frisch renovierte, moderne Bar war einladend und wir setzten uns für ein Bier dort hin. Beim Einchecken bekamen wir Gutscheine und damit bestellten wir einen Salat und Knoblauchpizza, was sehr lecker war. Ali lief in den Aldi und ich blieb in der Bar. Als er wieder zurück kam, lernten wir die deutsche Backpackerin Melli kennen, die mit ihrem Kumpel durch Australien reist, der aber gerade das Auto der beiden abholte und somit nicht da war. Sie kam mit auf unser Zimmer wo wir einen Film schauten und einen schönen, gemütlichen Abend hatten.

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Grüße von Warrnambool
Nadine

Portland

Dienstag, 19.04.2016

Der Tag fing entspannt an und Tom der arbeiten musste hatte uns gezeigt wo das Frühstück ist. Nelly freute sich, dass wir sie auf einen Spaziergang mitnahmen. Es hatte schon über 30 Grad und perfekt um raus zu gehen. Wir hatten keine Leine und Nelly hörte nicht so recht auf uns. So trug ich sie über die Straße, weil es mir zu gefährlich war sie laufen zu lassen. Wir kamen an einen tollen See, wo viele Kanufahrer unterwegs waren und Nelly kühlte sich gleich im Wasser ab. Nach einer schönen Gassirunde war Nelly ausgepowert und wir brachen auf.
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Langsam wird es langweilig jeden Tag nur auf dem Highway geradeaus zu fahren, aber wenigstens war es nicht weit. Das letzte Stückchen der 70 km konnten wir auf einer schönen Strecke an grünen Weiden vorbei fahren. Plötzlich stotterte mein Motorrad und soff dann komplett ab. Ich hoffte es ist nichts Schlimmes. Ich versuchte den Reservehahn aufzudrehen, weil ich schon dachte, dass ich keinen Sprit mehr hatte. Dieser war bereits voll offen und somit hatte ich keinen Tropfen Nahrung mehr für mein Mädchen. Zum Glück ist Ali für solche Fälle ausgerüstet und hat einen Milchcontainer mit Sprit drin dabei. Wir teilten diesen brüderlich und hofften bis zur nächsten Tankstelle zu kommen. Außerdem saß mein großer Rucksack an diesem Tag nicht gut und rutsche ständig hin und her. An einer LKW Tankstelle in Portland wollten wir unsere Räder auffüllen. Leider konnte man am Automat nur mit Karte zahlen und das funktionierte nicht richtig. Ein paar Meter weiter gab es eine andere Tankstelle. Ein paar Meter davor stotterte mein Mädchen wieder und der Motor starb ab, als ich gerade zwei Meter vor der Zapfsäule war. Das nennt man mal wieder Glück. Ich frage mich, wann mein Glück mal aufhört. Frisch genährt ging es zu unserem neuen Gastgeber. Auf dem Weg dort hin, ging mein Motorrad zum dritten Mal aus. Ich hatte nur vergessen den Reservehahn wieder zurückzudrehen.
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Unser neuer Host in Portland ist David. Lena mit der ich bald durch Süd-Ost-Asien reise und die mir schon den Job auf der Pferdefarm beschafft hat, stellte den Kontakt zwischen uns her. David lebt allein in einem großen Haus mit Meerblick und ist kurz vor der Rente. Er empfing uns freundlich und erzählte uns von seinem schlimmen Motorradunfall vor zwei Jahren, weswegen er letzte Woche wieder eine Schulter-OP hatte. Es war 10 vor 4 als ich auf die Uhr schaute und um 4 machte die Post zu. Ganz schnell fuhr uns Ali da hin (David kann wegen der OP nicht fahren) und wir erreichten Punkt 4 die Post. Trotz Nachtexpress war mein Paket noch nicht da. Auf die australische Post ist absolut kein Verlass ! Wir shoppten Gemüse und frisches Baguette und dann gingen wir auf Sightseeing-Tour.
Zuerst bewunderten wir den schönen Leuchtturm von Portland. Man hat eine tolle Panoramasicht auf das Meer und drum herum sind viele Windmühlen. Wir waren die Einzigen und konnten uns in Ruhe anschauen, wo David früher gewohnt hatte. Er wohnte schon an vielen Leuchttürmen. Auf dem Weg sahen wir einige Wallabys (kleine Kängurus).
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An der schönen Straße hielten wir noch ein paar Mal, denn es gab wunderschöne, malerische Aussichtspunkte wo einer toller als der andere war.
Als die Sonne langsam unterging, waren wir am Hafen. Wir beobachteten die vielen Fischer und bewunderten die tollen Boote. Der Mond war bereits zu sehen und der Himmel sah faszinierend aus.
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Wir waren alle hungrig und fuhren zu Davids Haus zurück. Ich schnibbelte Gemüse und Ali bekam eine Führung durch das große Haus. Ali ließ es sich nicht nehmen als leidenschaftlicher Hobbykoch ein gutes Essen zu zaubern. Es gab Nudeln mit viel verschiedenem Gemüse für mich und für die Männer Hackfleisch dazu.
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Uns schmeckte es super und wir hatten nette Gespräche. Nach dem Essen skypten wir mit Lena die mich auf der Arbeit im Pferdestall herumführte.
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Da ich wieder mal einiges zu erledigen hatte, war es schon halb 3 als ich endlich ins Bett ging.

Grüße aus dem schönen Portland
Nadine