Great Ocean Road by Motorbike

Freitag, 22.04.2016

Der Tag fing nicht gerade erfreulich an. Um 7 klingelte der Wecker und ich stand pünktlich auf, um um halb 9 vor den Türen der Zulassungsstelle des Staats Victoria zu stehen. Ali blieb im Hotel und packte in der Zeit unser Zeug zusammen. Ich dachte ich kann problemlos den Namen von der Registrierung meines Motorrads ändern. Leider muss ich mein Motorrad komplett neu zulassen, wenn ich es verkaufen will, was mich mindestens 700$ kostet. Im Staat South Australia ist es noch registriert bis Juli, aber das wird in einem anderen Staat nicht anerkannt. Die Dame meinte ich muss wieder nach South Australia, das Motorrad auf meinen Namen ummelden und dann ohne Registrierung verkaufen. David bei dem wir die Nacht zuvor übernachtet haben, rief mich an und wollte mir helfen. Er rief sämtliche Registrierungsbehörden an, musste ewig in der Warteschleife warten und sagte dann ich solle einfach so tun, als ob ich von nichts wisse und es ohne umzumelden verkaufen. Eigentlich waren wir schon darauf vorbereitet, in das 2 stündig entfernte Mount Gambier zurückzufahren. Diese Sorge vergaß ich erstmal und dann brachen wir erst um 10 in Richtung Melbourne auf. Geplant war halb 9.

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Der erste Stopp war in einer Käsefabrik in Allansford. Dort probierten wir uns durch die vielen leckeren Käsesorten und nahmen einiges mit, da der Käse hier sehr günstig war.

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An diesem Tag kam der Hauptattraktionspunkt unser Motorrad-Reise: die schönste Motorradstraße der Welt – die Great Ocean Road. Wie der Name schon sagt ist dies eine Küstenstraße und von Torquay nach Allansford 243 km lang. Unterwegs kann man an sehr vielen Aussichtspunkten anhalten: Bay of Islands, The Grotto, The Arch, London Bridge, Lorch Ard George, The Razorback und Gibson’s Steps. Von jedem hat man eine gigantische Aussicht. Leider ist die London Bridge 1990 zusammen gekracht und existiert nun nicht mehr, aber die anderen Punkte sind atemberaubend und sehenswert. Das Highlight sind definitiv die berühmten 12 Apostel. Diese sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein. Durch natürliche Prozesse sind es heute nur noch 8 Apostel. Die Straße am Meer entlang war genial und absolut malerisch. Die Temperaturen waren angenehm, obwohl es bewölkt war.

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Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit kamen wir durch einen Wald, der jedes Motorradfahrerherz höher schlagen lässt. Schöne Bäume und sehr enge Kehren. Wir fegten durch den Wald bis unsere Fußrasten am Boden schliffen. Leider war der Spaß vorbei, als wir total langsame Autos vor uns hatten.

Es wurde langsam dunkel und unbeschreiblich kalt. Trotz Handschuhen spürte ich meine Finger nicht mehr und verkrampfte mich richtig vor Kälte. Im Wald gab es einige Abschnitte an denen Baustellen sind und die nicht asphaltiert waren. Mit dem Laub, dem nassen Schotter und Berg runter ist das nicht gerade Ohne und eine sehr rutschige Angelegenheit. Das war anstrengend und ging teilweise über Kilometer. Wir wollten campen, aber das konnte man wirklich vergessen. Wir fanden auch nicht wirklich eine Unterkunft und beschlossen trotz Frieren und Unlust bis zum nächst größeren Ort Apollo Bay zu fahren. Nachdem wir an einem Campingplatz mit Kabinen kein Glück hatten, fanden wir ein gutes Hostel wo wir eincheckten. Wegen dem langen Wochenende (ANZAC day) war überall fast alles ausgebucht.

Im Hostel wärmten wir uns vor dem Ofen gleich auf und machten nette Bekanntschaften. Ich organisierte alles und Ali fuhr in den Supermarkt um Brot zu kaufen. Wir saßen zusammen mit Australiern und Engländern ich aß Käse und Brot und wir hatten einen lustigen Abend. Da ich fertig war und wusste wir müssen am nächsten Tag früh starten um den Zeitplan einzuhalten, ging ich zeitig ins Bett.

Liebe Grüße von der wunderschönen Great Ocean Road

Nadine

Where is the Action?

Donnerstag, 21.04.2016

Wo bleibt die Action? Das war die Frage den ganzen Tag.
Um 7 klingelte der Wecker und ich war top fit. Beim Blick nach draußen schlug meine Stimmung um. Es regnete in Strömen und hatte nachts schon stark geschüttet. Der Wetterbericht verriet uns, dass es den ganzen Tag so weiter gehen würde. Zur Not hätten wir fahren können, aber spaßig ist das nicht. Unser ganzes Zeug wäre nass geworden und schöne Bilder hätten wir an der Great Ocean Road auch nicht bekommen. Also blieb uns leider nichts anderes übrig als eine Nacht im the Callys in Warrnambool zu verlängern. Das tat unsere Laune nicht wirklich gut und wir waren genervt, wo wir doch sowieso schon so einen straffen Zeitplan haben.

Der Wetterbericht hielt Wort und es schüttete den lieben langen Tag. Mit Melli von gestern Abend gingen wir in einen Imbiss nebenan und frühstückten. Sie musste auschecken und stellte ihr Gepäck bei uns ab, bis ihr Kumpel mit dem neuen Auto kam und sie holte. Wir liefen in den Aldi um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen und gingen zurück ins Hotel.

Der Tag bestand dann aus vielen Filmen und Serien. Wer mich kennt, weiß, dass es nicht mein Ding ist den ganzen Tag nichts zu tun und leider hatte ich auch nichts mehr zu organisieren. So machte ich mittendrin einen Spaziergang durch Warrnambool, um ein bisschen raus zu kommen, als der Regen kurz aufhörte.

Abends bestellte ich mir vegetarische Ravioli, die gut schmeckten. Sonst gibts von diesem hochspannenden Tag nicht viel zu erzählen.

Hoffentlich wird es morgen schön und wir können weiter ziehen. Unsere Motorräder warten bestimmt schon sehnsüchtig. Meine heißt übrigens orange Tornado und Ali’s black Betty.

Verregnete Grüße

Nadine

Essen

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Filme schauen

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Skypen mit Tante, Oma, Papa

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Great day

Mittwoch, 20.04.2016

Ich war schon um halb 8 wach und dachte wir können rechtzeitig aufbrechen. Leider war Ali nicht so in der Stimmung dafür und schlief lange. Mein Laptop arbeitete schon auf Hochtouren und David war auch wach. Meine Hoffnungen stiegen, dass mein Päckchen angekommen war und deswegen machten David und ich uns auf zur Post. Wegen seiner Schulter fuhr ich seinen Vito.
Meine Freudentänze waren groß, als die Frau von der Post mir mein lang ersehntes Paket mit meinem verlorenen Rucksack drin aushändigte. Sofort checkte ich, ob alles drin war. Meine Medikamente (Kopfschmerztabletten, …) waren in einer Papiertüte, mein Personalausweis war rundum mit Tesa zugeklebt und meine Kreditkarten waren in einem anderen Fach meines Geldbeutels, aber es war alles da und auch mein Geld war noch drin. Meine Freude war unbeschreiblich und ich kann immer noch nicht fassen, wie viel Glück ich eigentlich habe.
Ali machte Sandwiches, wir redeten ewig mit David, das Packen dauerte lange und ich machte den Männern Dampf. Meine Ungeduld wuchs und wir kamen erst nach 1 Uhr los. Nun konnte ich endlich meine wieder bekommene Actioncam an mein Motorrad machen und während der Fahrt filmen.
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Es ging gerade aus über den Highway, aber hier ist wenigstens alles grün. Es ist, als würde der Regen nur bis zur Grenze von South Australia kommen und deswegen ist Victoria so grün und South Australia so trocken. Es war sehr warm und bewölkt und wir fuhren gemütlich vor uns hin. Von David hatten wir den Tipp zu einem schönen Aussichtspunkt in Yambuk bekommen, an dem auch eine große Rutsche war. Dort rutschten wir mit Kartons herunter und hatten einen Wahnsinnsspaß.

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Der nächste Stopp war in Port Fairy. Das ist laut Ortsschild die lebenswerteste Gemeinde der Welt. Dieses kleine Hafendörfchen hatte nicht viel zu bieten, aber wir setzten uns an den niedlichen Hafen und aßen unsere Reste vom Vorabend. Es war super schön da und die Leute die vorbeiliefen, waren alle total freundlich.

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Eine kleine Wanderung machten wir am Tower Hill. Dort war ein kleines Echidna (Ameisenigel) das sich gerade eingraben wollte. Wir schmissen ein Stück Brot hin, was es nicht zu beeindrucken schien. Dafür die Emus umso mehr. Diese belagerten Ali förmlich und hatten einen neuen Freund gefunden. Ich hatte leider „die Hände voll“ und konnte deswegen keinen großen, aggressiven Emu füttern – wie schade 😉 Tower Hill ist ein Vulkan und die Gegend um den Nationalpark ist total sehenswert und eine kleine Wanderung wert.

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Es war schon spät als wir überlegten, wo wir übernachten könnten. Der Himmel zog sich zu und David schrieb, dass es in Portland regnete. Eigentlich wollten wir zelten, aber unser Zelt ist nicht wasserdicht und außerdem passen die Rucksäcke da nicht rein und wären draußen nass geworden.
Bei booking.com suchte ich ein günstiges Hotel in Warrnambool raus. Für 27$ bekamen wir ein Doppelzimmer. Warum dann in ein Hostel gehen, wenn es so günstig geht?
Die frisch renovierte, moderne Bar war einladend und wir setzten uns für ein Bier dort hin. Beim Einchecken bekamen wir Gutscheine und damit bestellten wir einen Salat und Knoblauchpizza, was sehr lecker war. Ali lief in den Aldi und ich blieb in der Bar. Als er wieder zurück kam, lernten wir die deutsche Backpackerin Melli kennen, die mit ihrem Kumpel durch Australien reist, der aber gerade das Auto der beiden abholte und somit nicht da war. Sie kam mit auf unser Zimmer wo wir einen Film schauten und einen schönen, gemütlichen Abend hatten.

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Grüße von Warrnambool
Nadine