Island hopping (Koh Phi Phi)

Mittwoch, 11.03.2015

Irgendwie konnten Vroni und ich mal so gut schlafen, dass es 7:45 Uhr war, bis wir aufwachten. Eigentlich gut. Problem: Fähre nach Koh Phi Phi sollte um 8 los. Also in Rekordzeit Zeug gepackt, zum Anleger gerannt und tatsächlich saßen wir um 7:55 Uhr in der Fähre. Die sieht von Innen eigentlich aus wie ein Reisebus und ist klimatisiert. Nach einer Stunde haben wir dann Koh Phi Phi erreicht. Laut den super Erfahrungsberichten von vielen anderen konnten wir eigentlich nur enttäuscht werden, aber das war zum Glück nicht so. Langsam gehen mir die Superlative aus 😛
Die Insel ist das genaue Gegenteil von Koh Lanta. Hier ist überall Party, es hat fast nur junge Leute, nur schmale Straßen und keine Autos oder Roller.
Ein netter Thai vom Schiff half uns sofort ein Hostel zu besorgen, engagierte sich total und unsere Sachen wurden sogar in einem Wagen zum Hostel gebracht. Wir fragten uns wo da der Haken sei, aber den gab es nicht.
Das Hostel „Backpackers“ ist ok, wir haben einen 12er Dorm, die Betten sind sauber, alles ist rosa und blau gestrichen und der/die/das Besitzer (Ladyboy) ist nett und schminkt sich den ganzen Tag. Das Beste: das Hostel ist direkt am weißen Sandstrand wo überall Bars und Restaurants sind und ist neben Lisas Hostel. Hier ist alles teuer als auf den anderen Inseln und deswegen zahlen wir 10€ die Nacht.
Um für die Nacht fit zu sein schliefen wir den ganzen Tag, chillten am Strand, aßen mit den anderen vor dem Hostel mal wieder Pad-Thai, ich gönnte mir eine anti-Sonnenbrandbehandlung und wir trafen uns abends am Strand mit Julia aus Deutschland.
By the way: wer mal in Thailand ist: unbedingt die Pfannkuchen probieren. Die sind so sau lecker da könnten wir uns rein legen 😄
Die ganze Insel wurde zu einer einzigen Party, alle tanzten, überall lief gute Musik und wir lernten wieder viele nette Leute aus der ganzen Welt kennen. Hier ist es auch normal, dass man von der Bedienung gefragt wird, ob man „was“ rauchen will. Alles verrückt. Die ganze Nacht gabs Feuershows, Feuerwerke, Seilspringen, Limbo, Bierpong und viele andere coole Sachen am Strand. Da das hier am günstigsten ist, kauften wir uns wie alle anderen einen Eimer für 4€ mit einer sehr starken Mischung und hüteten ihn wie unseren Augapfel. Die ganze Nacht feierten und tanzten wir und hatten viel Spaß auf der krassen Partyinsel. Der Anblick war bestimmt lustig, als alle mit ihren „Buckets“ getanzt haben. Zwischendrin machten wir noch einen Abstecher ins Irish Pub wo es genauso cool war.
Glücklich und fertig fielen wir nachts in unsere Betten.

Feierische Grüße
Nadine
Fähre
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Blick von der Fähre

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Beste Pfannkuchen

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Hostel

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Straßen von Koh Phi Phi

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Strand vor dem Hostel

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Bestes Bier: Chang

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Pad-Thai

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Ready for Party mit Sonnenbrand

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Vroni und ich

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John von Ottawa in Kanada, Vroni und ich

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One Adventure hunts the other

Dienstag, 10.03.2015

Nachdem wir in einer Woche bereits viele Verkehrsmittel (Flugzeug, Van, Bus, Fähre, Roller, Taxi, Tuk Tuk) durch haben, ging es heute mal mit dem Longtailboot los.

Eigentlich dachten wir,als wir die 4 Islands Tour gebucht haben, dass es dabei wenig abenteuerlich zu geht, aber da lagen wir ganz falsch. Schon die 45 min. Fahrt auf der Laderampe eines Jeeps zum Anleger versprach Gutes. Zu 12, wo wir auch 2 nette Österreicher kennen gelernt haben, schipperten wir mit unserer Nusschale über den Andamanensee (Meer). Die Aussicht war genial, das Wetter ebenfalls und die angebotenen Tabletten gegen Seekrankheit haben wir zum Glück nicht benötigt.

Zuerst ging es vorbei an der Insel (eig. nur ein Fels) Koh Ma, nach Koh Chuek. Beim Schnorcheln haben wir viele Fische gesehen, die uns sehr nahe kamen. Es hat mega viel Spaß gemacht und die Actioncam leistete gute Dienste.

Am nächsten Stopp hatten wir dann Action pur: Auf der Insel Koh Mook (Emerald Cave) wussten wir nicht was auf uns zu kommt, als Schwimmwesten verteilt wurden und der Guide alle unsere Kameras in eine Tüte packte. Vroni und ich bildeten den Anfang einer ca. 100 köpfigen Truppe und wir schwammen so durch eine komplett dunkle Höhle (eine Art Tropfsteinhöhle) und mussten aufpassen, dass wir uns nicht anstoßen, nichts wissend wohin es ging. Das sah ein bisschen aus wie im Film Titanic als viele Leute im Dunkeln mit orangenen Schwimmwesten durchs Meer schwammen, bzw. sich versuchten so fort zu bewegen :D. In der Höhle trauten wir unseren Augen nicht: Es erwartete uns eine traumhafte versteckte Insel die aussieht wie im Bilderbuch: richtig weißer Sand, glasklares, hellblaues Wasser und rings herum ein toller Urwald. Das werde ich so schnell nicht vergessen.

Auf der Insel „Koh Kradan“ die niemanden gehört, genossen wir unser super thailändisches Mittagessen am genau so tollen Strand und konnten beim anschließenden Schnorcheln nochmal viele Fische sehen. Der Aufenthalt verging viel zu schnell und wir wären sehr gern auf dieser Trauminsel geblieben.

Nach der letzten Insel „Koh Ngai“, die sehr ruhig und ebenfalls wunderschön ist, kam mein absolutes Highlight:

Man muss sich einfach nur mit den beiden thailändischen Guides anfreunden, lieb gucken und schon ist man Kapitänin eines Bootes für 2 Stunden. Die anderen Leute bei uns auf dem Boot freuten sich für mich und die Guides gaben beim Passieren anderer Boote mit mir an und waren froh, dass sie sich zu den anderen Gästen setzen konnten und nichts mehr tun mussten. Zugegeben ist es nicht ganz einfach ein motorisiertes Longtailboot in der Spur zu halten, aber nach 10 min. hatte ich den Dreh raus und unsere Guides waren begeistert. Ich hab mich so unglaublich gefühlt und es sogar ganz allein hin bekommen, das Longtail auf eine Insel zwischen mehrere Boote zu manövrieren und auf Koh Lanta am Pier anzulegen. Meine Thai-Freunde vertrauten mir komplett und wofür man in Deutschland bestimmt zig Führerscheine und Genehmigungen braucht, geht in Thailand einfach so. Die Guides brachten mir Wasser, Ananas und Sonnencreme ohne aufdringlich zu sein und waren sehr sehr nett zu uns. Ich hab sie gefragt, ob sie mich einstellen, aber leider verstehen sie kein englisch :P. Zum Schluss klatschten mir alle Beifall und trotz stürmischer See und hoher Wellen sind wir heil angekommen :). Natürlich gabs gutes Trinkgeld für die beiden Guides. Der Ausflug hat uns mit Autotransfer, Boot, Schnorchelausrüstung, Mittagessen, Obst, Trinken, usw. gerade mal 20 Euro für einen kompletten Tag gekostet.

Den absolut hammer genialen Tag, ließen wir beim Essen am Wasser im Catfisch-Restaurant chillig ausklingen. Ein kleiner Traum wurde dabei wahr: echte Kokosnussmilch aus einer Kokosnuss trinken und das bei über 30 Grad in der Sonne. Was gibt’s schöneres?

Ich will jetzt schon nicht mehr heim…

Träumerische Grüße

Nadine

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life as it is supposed to be – Gastbeitrag von Vroni

Montag, 09.03.2015

Gastbeitrag von Vroni

Was macht man nun den ganzen Tag, nachdem man endlich auf der lange ersehnten Insel gestrandet ist und schon den ein oder anderen Strand durchgebadet hat? Wenn man einigermaßen verrückt ist, leiht man sich ganz einfach einen Roller für 200 Baht (ca. 6 EUR) und brettert damit über die Insel.

Da Nadine die Sonne hier noch nicht kennt, hat sie jetzt einen total fetten Sonnenbrand und kann weder sitzen, noch liegen, noch sonst was. Sie sieht schlimmer aus als ein Krebs und läuft deswegen nun auch in langen Klamotten rum. Da half auch das Apres-Sun nichts mehr.

In unserem Fall wurde diese Verrücktheit belohnt: Wo und wann sonst sieht man freie Affen und Elefanten am Straßenrand? Und hat Jungel und Mee(h)r gleichzeitig?

Zugegebenermaßen sind die Straßen hier auf Koh Lanta in einem sehr abenteuerlichen Zustand und es existieren sicher auch bessere Helme für kleine deutsche Köpfchen, aber Nadines sehr sicherer Fahrstil und der gute Roller waren schon mal eine super Basis. Außerdem sind wir beide vom Reiten viel gewöhnt. Das erste Mal durfte Nadine sich schon mal an den Linksverkehr heran wagen.

Dadurch dass jeder hier auf Koh Lanta vom Bamboo Beach schwärmt, jagten wir stundenlang diesem Mythos nach… bis uns dann eine andere Deutsche an einem anderen, wunderschönen Strand gesagt hat, dass Bamboo Beach definitiv kein non plus ultra ist- zu steinig und zu weit weg. Wir ließen uns dann sogar kurzzeitig von diesem Plan abbringen, doch wer uns und unsere Neugierde kennt….

Am Ende des Rollerausflugs landeten wir dann tatsächlich noch am Bamboo Beach… natürlich hatte die andere Touristin Recht- zumindest was den Strand betrifft. Aber noch viel unglaublicher als jeder Strand sind Affen, die einfach am Straßenrand sitzen und einen mit ihren Kulleraugen anschauen oder Elefanten, die einfach doppelt oder drei mal so groß wie wir waren. Auf Reisen erlebt wahrscheinlich jeder seine kleinen Wunder, diese wilden und doch so freundlichen Tiere zu sehen ist definitiv eines von meinen.

Durch die Hitze, die Sonne und all diese schönen Eindrücke haben wir mal wieder total vergessen, etwas zu Essen. Das holten wir dann abends bei Thailändischem Essen nach und ließen diesen perfekten Tag auf der Terrasse unseres Hostels mit Musik von kanadischen Travellern ausklingen.

Solche Tage sind genau der Grund dafür, die kleinen Strapazen des Reisens wie Jahre mit Nebenjobs und Horrorbusfahrten auf sich zu nehmen- man gewinnt Eindrücke, die man nie mehr vergessen wird. Momentan verwirklichen wir nun den Traum, für den wir so hart gearbeitet haben- oder einfach gesagt: das Leben wie es sein sollte!

Scooter-Tour

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schöne Strände

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unser Roller

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Enten

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Dschungel

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Affen am Straßenrand

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Lange Kleidung wegen dem Sonnenbrand

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Unsere Elefantenfreunde

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our wonderful little dreamisland

Sonntag 08.03.15

Der Tag begann bei perfektem Kaiserwetter in der Hängematte beim Bloggen. Mit perfektem Blick auf das Meer ließ ich den Tag um 9 sehr gut starten. Die Massage gestern tat gut und die Erkältung wurde bei mir dank den Medikamenten auch besser.

Von dem Hostelbesitzer waren Thai-Freunde zu Besuch und mit denen saß ich da und lauschte der schönen Musik, sie sangen und spielten Gitarre. Sie boten mir ihre Nationalspeise „Kalibab“ an und es schmeckt so mega lecker. Außerdem tranken sie eine Art Wodka mit Lemon aus kleinen Eimern.

Auch hier ist es so: die Menschen hab nicht viel, nicht mal fließend Wasser und sind trotzdem sooo glücklich. Aber jeder Thai hat überall WLAN und ein iPhone :D.

Dann setzte sich Lisa zu mir, die seit einem Jahr allein um die Welt reist und in Australien war. Sie ist von der Niederlanden und wir unterhielten uns super. Als Vroni kam, sagte sie uns, dass es ihr nicht so gut ginge und sie den Tag im Hostel bleiben würde.

Nach einem Frühstück im Imbiss mit Sandwich und Eiskaffee, charterten Lisa und ich ein Tuk Tuk und fuhren zum 15 min. entfernten „Long Beach“. Dieser war noch schöner als der Strand von gestern, das Wasser glasklar, überall bis weit ins Meer hinaus, weißer, weicher Sand und das Meer war so salzhaltig, dass es einen getragen hat. So verbrachten wir den ganzen Tag mit Schwimmen und ich tauchte mit meiner Taucherbrille nach Muscheln. Leider habe ich das mit der krassen Sonne noch nicht im Griff und ganz nach dem Motto: „Wer braucht schon Sonnencreme?“, schlief ich in der Sonne ein.

Zurück im Hostel ging es Vroni zum Glück ein bisschen besser und zu 3. gingen wir in ein schönes Thailändisches Restaurant wo es Reis mit Ei, Pommes und Chicken-Curry hab. Dort gönnten wir uns noch ein Bier und philosophierten über das Reisen. Wir verstehen uns so gut, weil jeder von uns in der gleichen Situation ist und Lisa auch ihren Job aufgegeben hat, weil sie sich fragte ob das bis an ihr Lebensende alles gewesen sein sollte..

Eigentlich wollten wir noch zum Insel-Festival, aber es war schon 9, man hätte 40 min. fahren müssen und es hat um 12 aufgehört, weswegen es sich nicht lohnte.

Nach einem gemütlichen Einkaufsbummel auf der schönen, süßen Insel, fielen wir zufrieden in unsere Betten. Ich war grad am Handy, also mich Vroni holte und mir einen großen Fischschwarm zeigte, der sich vor dem Hostel vor dem Licht versammelt hatte. Leider kam es auf den Fotos nicht rüber, aber es sah gigantisch aus.

 

Zufriedene Grüße

Nadine

Frühstück

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auf dem Weg zum Long Beach

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Lisa und ich im Tuk Tuk

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Unsere Tuk Tuk Fahrerin

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Long Beach

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Peacock Hostel

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20er Dorm

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Kalibab

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Unsere Thai-Freunde

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Blogging macht Spaß 🙂

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Floß vor unserem Hostel

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Ready for the island (Koh Lanta)

Samstag 07.03.15

Horror Busfahrt und nieeee wieder eine lange Strecke mit dem Bus!

Als wir im Bus aufwachten, wurde es gerade hell. Mit den vielen anderen Backpackern mussten wir in einem Vorhof wieder eine halbe Stunde warten. Dann ging es mit einem kleinen Bus ca. eineinhalb Stunden nach Krabi und die Fahrt war ziemlich angenehm. Hier herrscht fast kein Verkehr, aber ein paar Mal haben Hunde die Straße überquert und wurden um ein Haar von unserem Fahrer erwischt, der gerade noch hupen konnte und ein toter Hund lag am Straßenrand. Ein Mitfahrer warf sich 2 Valium Tabletten ein und der Busfahrer musste 2 Mal anhalten und nach dem Weg fragen. In dem kleinen Ort gab es wieder eine halbe Stunde Aufenthalt. Einige andere vom Bus hatten irgendwie nicht das richtige Ticket bekommen und wurden irgendwo anders hin gebracht. Ob die jemals das Ziel sehen bleibt offen… Dann noch was Krasses: Ein Einheimischer kam vorbei und wollte den Rucksack von einem Mädchen klauen, den der Busfahrer gerade ausgeladen hatte. Das Mädchen und der Busfahrer konnten ihn in letzter Sekunde zum Glück noch verjagen.

Wir unterhielten uns aber sehr nett mit den 4 anderen Deutschen Übriggebliebenen, 2 davon studieren in Bangkok. In Krabi selbst sind die anderen 4 Backpacker ins Hostel gegangen und nur noch wir 2 blieben übrig. Wir sollten unsere Sachen im Reisebüro lassen und eineinhalb Stunden später (um 11) wieder kommen. Das war uns nicht so recht, weil im ersten Bus schon Vronis Rucksack aufgemacht wurde.

Solang erkundigten wir den Anlegesteg von Krabi und kauften Chips. Die letzte Mahlzeit war ja schon 17 Stunden her ! Das Klima hier ist angenehmer als in Bangkok und es hat viele Palmen. Der Steg ist sieht schön aus und links und rechts davon sind Wälder.

Beim Reisebüro zurück, warteten noch viele andere Backpacker und als alle nach und nach abgeholten wurden fragten wir, was mit uns sei. Unser Fahrer hätte Verspätung und wir sollten nochmal eine Stunde warten. Wir waren nach so vielen Stunden meeeega angepisst und ließen das am Inhaber des Reisebüros aus. Er gab uns nicht mal eine Flasche Wasser als wir danach fragten. Als der Fahrer endlich da war, freuten wir uns, dass wir die Einzigen waren und hatten das Ziel schon vor unserem bildlichen Auge. Leider wussten wir bis dahin nicht, dass wir noch eine weitere Stunde unterwegs sein würden, bis wir alle restlichen Gäste eingesammelt hatten. Eine Amerikanerin hat unseren bis oben hin vollgestopften Bus so beschrieben: „sweating Box“. Von den Klimaanlagen waren Vroni und ich nun endgültig erkältet und in dem Bus war an Schlafen nicht zu denken. Wir fühlten uns wie Schweine im Tiertransporter. Gurte gabs natürlich nicht. Leider war das noch nicht alles: Wir warteten nach der Fahrt 2 Stunden bis wir endlich direkt vor der Fähre standen um zu erfahren, dass wir da nicht mehr drauf passten. Die Hitze war mittlerweile unerträglich und wir wollten nur noch ins Hostel. Es hat noch 20min gebraucht bis wir Richtung Koh Lanta gebracht wurden. Koh heißt auf Thailändisch Insel und es ist schwer, sich die ganzen Koh Namen zu merken :P. Die Fähre hat den Namen eigentlich nicht verdient, denn es war mehr eine schwimmende Nussschale und wir wurden immer unsicherer, ob wir jemals das Ziel sehen würden. Die Fahrt dauerte 20 min, wir mussten auf dem heißen Boden in der Sonne sitzen und hätten gern gewusst wie lang die Tortur noch dauern würde, aber der Busfahrer konnte kein Wort englisch. So ungefähr müssen sich die Flüchtlinge mit Schleppern vor kommen, nur noch krasser. Auf der Insel angekommen: wieder 10min fahren, wieder 1 Stunde warten, wieder Fähre. Beim Warten kamen Einheimische die was verkauft haben und die Leute bei uns im Bus nahmen das Angebot dankend an und aßen, was verkauft wurde.

Nach knappen 24 Stunden unterwegs sind wir endlich am Ziel Koh Lanta angekommen und haben uns alle geschworen: Nieeeeee wieder !!!! Das Flugzeug ist nur minimal teurer und fliegt gerade mal eine Stunde. Aber dann freuten wir uns nach 800km auf den Strand, Essen, Trinken, Zähne putzen, Duschen und ein Bett.

Aaaaber: Jedes Negative hat was Positives: Als wir auf der Insel ankamen, hat es uns fast umgehauen. Unser Hostel für umgerechnet 8 Euro ist mega cool. Auf der Insel die nicht großartig touristisch erschlossen ist, gibt es zwar kein fließend Wasser, wir müssen kalt duschen und im Klo mit einem Eimer spülen, aber das Hostel steht direkt im Wasser und es gibt keinen Boden, nur Holzdielen. Das ist aber anderer Seits auch unpraktisch, wenn man wie Vroni den Schlüssel weg schmeißt, weil alles fliegt ins Wasser. Im Bett hört man das Wasser unter sich plätschern und zur Meerseite gibt’s vor dem Hostel eine Bar und Hängematten. Da gerade alle auf dem nahe gelegenen Koh Phangan bei der Vollmondparty sind, sind wir in einem 20er Zimmer zu 4. und haben viel Platz. Das Hostel „Peacock Hostel“ ist sehr sauber und man hat einen guten Blick aufs Meer. Unsere Buchung haben wir leider für den darauffolgenden Tag gemacht (als Backpacker weiß man nicht was für ein Tag ist), aber es war zum Glück kein Problem. Als wir nach der Ankunft noch ans Meer gegangen sind, waren wir absolut fasziniert: Den Sonnenuntergang haben wir im brüh warmen Meer sitzend angeguckt und der Strand ist weiß, weich und total sauber. Wir waren weit und breit die Einzigen und hatten perfekte Sicht auf die Felsen in weiter Ferne und den endlosen schönen Strand. Da es auch nach Sonnenuntergang nicht abkühlt, sammelten wir Muscheln und wunderten uns, was sich da bewegt. Es kam ein Krebs in der Muschel zum Vorschein und wir ließen diese dann lieber doch da. Der Strandspaziergang war bei Ebbe wunderschön und wir liefen neben Fischen und Krebsen weit raus. Vroni warnte mich vor totem Zeug und ich sie vor lebenden Krebsen. Beim Bummeln durch die kleine süße Straße von Koh Lanta lächelten uns viele Thais zu und wir waren wieder die Einzigen Touris. Am Straßenrand wurden Haie und große Fische zum Verkauf angeboten was total ekelig war.

Nach der langen Reise erholten wir uns bei einer 60 minütigen Thaimassage von der Strapazen, für umgerechnet 8 Euro. Vroni wurde dabei von einem Ladyboy massiert :D.

Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, suchten wir uns ein nettes kleines Restaurant und aßen direkt am Wasser wieder Pad Thai, Frühlingsrollen und Curry-Kokos-Chicken Suppe und tranken frisch gepressten Orangensaft.

Und das beste: bisher habe ich genau das dabei was ich brauche, alles ist total praktisch (vor allem die Kompressionsbeutel, das Schloss, die Reisehandtücher und die Reiseapotheke hat bisher schon ein paar Mal super Dienste geleistet (danke Su :)). Auch das Moskitospray ist mein bester Freund geworden ;). Mein Rucksacktrolley hat sich als total praktisch erwiesen und ist einfach perfekt für meine Zwecke. Also Silvi und Tati: Alles richtig gemacht :).

Nach diesem langen Tag schliefen wir glücklich auf unserer tollen Robinson Crusoe Insel in den gemütlichen Betten ein.

Liebe Grüße

Nadine

Zwischenstopp in Suratthani

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Auf dem Weg nach Krabi

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Zwischenstopp mit den anderen Backpackern

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Krabi

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Vroni war müde 🙂

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Unsere Fähre

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Blick von der Fähre aus

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Vroni und ich auf der Fähre

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Koh Lanta

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Vroni beim Abendessen

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Unser Abendessen

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Unsere Route mit der APP aufgezeichnet (bisher) ca. 800km

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Bilder der Insel gibts morgen

Goodbye to my lovely Bangkok

Freitag 06.3.15

Heute bin ich schon um 8 aufgewacht, aber die anderen haben viel länger geschlafen, wegen unserer harten Nacht gestern 😀 in der Lobby konnte man in viele Vollmondparty-Gesichter blicken, denen es genau so ging. Und dann ist es noch dazu so heiß: keine gute Kombi.

Quentin hat sich heute auf den Weg nach Chiang Mai gemacht, also waren Vroni und ich allein unterwegs. Unser letzter Tag in Bangkok begann sehr chillig und wir saßen erst mal mit den Badenzern und anderen im Hostel und haben dort gefrühstückt. Um 11 mussten wir auschecken, aber als wir uns endlich aufraffen konnten zu gehen, war es halb 1.

Heute stand eigentlich der floating Market auf dem Plan, aber wir mussten erfahren, dass man dazu um 7 starten muss und das hätten wir beim besten Willen nicht geschafft. Also wurde alternativ wieder ein Tuk Tuk gechartert und ein super Preis ausgehandelt, dass dieser uns zum 305m hohen Baiyoke-Tower fährt. Nach der (wie immer) lustigen Fahrt mit viel Chaos auf den Straßen, bezahlten wir die umgerechnet 8 Euro für den Tower und fuhren mit dem durchsichtigen Aufzug nach oben. Schon auf dem Weg war klar: Das ist verdammt hoch ! Es ist ja nicht umsonst das höchste Gebäude Thailands… Die Aussicht vom 76. Stock war gigantisch und man konnte ganz Bangkok sehen. Mit einem anderen Aufzug ging es sogar bis in den 85.Stock und von dort mit einer sich drehenden Plattform ein mal um das Hotel rum. Vroni hat sich ganz mutig vorgewagt und als sie es für sicher empfunden hat, bin ich nachgekommen.

Weil Vroni meine Actioncam so toll findet, haben wir unterwegs einen GoPro Nachbau für 100 Euro gekauft. Richtung Chinatown ging es wieder mit unserem hoch geschätzten Tuk Tuk. Das Handeln macht einfach so viel Spaß und wir sind mittlerweile richtige Profis darin :). Umgerechnet für 3 Euro sind wir wieder ewig gefahren.

Chinatown ist sehr schön und es gibt an jeder Ecke außergewöhnliche Dinge zum Essen und Trinken und es ist wie eine Art Markt aufgebaut. Irgendwie „verliefen“ wir uns wieder in die nicht-Touri-Gegend wo uns die Leute uns auch sehr freundlich begegneten. Leider können diese Thais auch kein Englisch und somit wurde der Einkauf in einem Laden wegen dem Handeln zum langen Prozess :D. Unsere Mägen mussten sich hier ja schon an einiges gewöhnen und so probieren wir wieder was von Straßenverkäufern das nicht definierbar war, aber kein Fleisch enthielt und super lecker war (Foto).

Zum 3. Mal an diesem Tag ging es mit dem Tuk Tuk zurück zur Khao San Road, wo wir noch shoppten und ein letztes Mal zum Hostel zurück gingen um unsere Sachen zu holen.

Fazit Bangkok: Ich hätte es mir lauter, hektischer, dreckiger und nicht so schön vorgestellt. Klar der Verkehr ist schon krass, niemand hält die Fahrspuren ein und fährt wann er will, aber z.B. in LA war mehr Verkehr. Die Gerüche sind sehr verschieden und eigen und wenn man durch die engen Seitengassen läuft, sieht man schon sehr krasse Sachen wie das Essen gemacht wird und komisches Essen. Wenn man damit leben kann, dass man teilweise keine richtigen Toiletten hat und auch mal was von der Straße essen kann, finde ich Bangkok wunderschön, sehr vielseitig, die Menschen sind super nett und es ist sehr sehr günstig. Es heißt ja auch nicht umsonst „Stadt der Engel“ oder „klein Venedig“ (wegen der vielen schönen Kanäle). Vroni und ich sind jedenfalls begeistert und es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir in Bangkok waren. Zitat von Vroni: „Bangkok ist ein kreatives Chaos. Jeder macht was er will und ist glücklich dabei.

Nach dem leckeren Essen in einem Restaurant wo es „Pad Thai“ (Nudeln mit Tofu oder Hähnchen und Ei), machten wir uns um 18 Uhr auf zum Reisebüro, wo wir am Vortag einen Nachtbus nach Koh Lanta gebucht haben.

Als die Dame von nichts wusste, rutschte uns das Herz in die Hose, aber das stellte sich als Missverständnis raus. Nach einem Fußmarsch mussten wir an einer Bushaltestelle warten, nochmal eine gefühlte Ewigkeit mit unserem Gepäck eine abenteuerliche Strecke durch einen Hinterhof laufen wo eine Art Tempel war und wurden dann für eine halbe Stunde auf Sofas platziert. Alle waren sehr gespannt was bei der Busfahrt auf uns warten würde und was es für ein Bus ist. Zum Glück war es ein Doppeldecker-Reisebus und er war super temperiert. Dann aber der Schock: der Guide teilte uns einen Zettel aus auf dem vor Diebstahl und Gewalt gewarnt wurde. IMG_6709[1]Also machten wir schön unsere vorgeschriebenen 6 Fotos und umklammerten die ganze Zeit fest unsere Rucksäcke. Leider war die Fahrt nach ein paar Metern für eine Stunde unterbrochen (warum war nicht definierbar) und als es dann endgültig los ging war es zweieinviertel Stunden später als geplant. Hoffentlich kommen wir überhaupt in Koh Lanta an, dachten wir alle. Der Bus fuhr die ganze Nacht und angekündigt war eigentlich, dass wir nach 14 Stunden auf Koh Lanta ankommen sollten. Im Bus konnten wir super schlafen, weil wir so fertig waren, obwohl man sich wie im Rodeo gefühlt hat, weil die Straßen so schlecht waren. Es liefen sogar Filme und am Anfang gab es Partymusik.

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Who run the world? Girls !

Donnerstag 05.03.15

Die Nacht in meinem allerersten Hostel (10 Personen Zimmer) war gut. Die Klima war zwar so kalt, dass ich jetzt erkältet bin, aber ich konnte bis 11 schlafen. Die anderen haben noch länger geschlafen und so saß ich noch in Ruhe vor dem Hostel und hab gebloggt. Quentin hat erzählt, dass er nicht schlafen konnte, weil 2 Mädchen die ganze Nacht gekichert haben, einer verbotene Dinge unter seiner Decke gemacht und 2 zusammen im Bett,… Ja im Hostel erlebt man so einiges. Zu 3. sind wir auf der Khao San Road luxuriös frühstücken gegangen. Kostet ja hier fast nix :D. Danach sind wir wieder bei gefühlten 50 Grad losgewandert. Wir sehen auch überhaupt nicht touristisch aus 😄 zuerst ging es zu einem großen Tempel „Wat Phra Kaeo“ wo wir lauter Mönche und eine Soldatenparade gesehen haben. Da uns der Eintritt aber zu teuer war sind wir weiter gelaufen. Unterwegs war uns so heiß, dass wir ein paar Mal unter dem Rasensprenger rum gerannt sind. Der nächste Stopp war der Tempel Wat Pho. Es sieht dort absolut genial aus und hier sind wir auch rein gegangen. Die Hauptattraktion ist der 36m lange und 15m hohe, liegende, vergoldete Buddha. Die Türme sind auch alle sehr schön gemacht und so verbrachten wir eine lange Zeit im Tempel, wo wir Österreicher getroffen haben, mit denen wir uns nett unterhielten. Die glaubten uns nicht, dass wir uns alle erst so kurz kennen und fanden es beeindruckend, dass Quentin und ich ein Jahr um die Welt reisen. Zur Erholung von der abartigen Hitze und vom Laufen haben wir uns in ein Café am Fluss gesetzt. Da war es so schön. Einmal ist ein totes Schwein vorbei geschwommen und ich musste fast kotzen. Quentin wollte unbedingt was finden das schön ist, aber wo es keine Touristen hat und somit sind wir in einem Einheimischen-Viertel gelandet und es war der Hammer! Die Leute waren so freundlich zu uns, wollten sich fotografieren lassen, zeigten uns alles und ließen uns in ihr Leben blicken. Sowas erlebt man nicht oft und es war ein absolutes Highlight für uns 3. Dann haben wir noch einen Mark gefunden wo auch keine Touris waren. Diesmal roch es nach Blumen, es gab viel Obst und Gemüse und es war total sauber und ordentlich. Der Markt war groß und wir schlenderten gemütlich von Stand zu Stand. Den schönen Sonnenuntergang konnten wir von der Flussbrücke aus genießen. Wenn man sich mit den nicht europäischen Standards abfinden kann, ist Bangkok eine wunderschöne und vielfältige Stadt ! Ich liebe es hier ! Wir haben noch eine Art Tempel gefunden wo wir die einzigen waren und der nette Wärter zeigte uns, wie man Buddha anbetet und Räucherstäbchen anzündet und gab uns eine Prophezeihung mit, wo bei Vroni drin stand, dass sie bald ein Baby bekommt :D. Zurück ging es durch eine Art „Slum“, wo wir ein bisschen Angst hatten, aber die war total unberechtigt. Die Menschen lieben die Touristen und überall wird man angelächelt.
Da es schon spät war, sind wir mit dem Tuk Tuk zurück zur Khao San Road wo wir was aßen und vor dem Hostel noch mit den anderen chillten.
Wo wir danach waren gehört glaube ich nicht in den Blog, aber es war ein Erlebnis wert :D.
Heute war Tag der Vollmondparty und so sind wir mit ca. 20 anderen Backpackern in den Club „the Club“ gegangen. Die Stimmung war richtig krass. Die Leute haben gefeiert als ob es ihr letztes Mal wäre und es ging trotzdem sehr friedlich zu. Sorry Jenny, aber das war noch besser als Vegas :P. Wir feierten ausgelassen und tanzten viel, bis auf einmal um Punkt 2 mitten im Lied das Licht anging und alle raus liefen. Keine Ahnung was das war, aber danach feierten wir im Hostel noch ein bisschen weiter und genossen den richtig geilen Abend total.

Absolut freudige Grüße
Nadine

Quentin beim Frühstück auf der Khao-San-Road
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Reiseschaf

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Schild im Restaurant

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Crepe mit Banane

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Satt und glücklich

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Sprinkleranlage bei 35 Grad

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großer Palast Wat Phra Kaeo Temple

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Wat Pho

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Vroni, Quentin, ich Wat Pho

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liegender Buddha (34m lang)

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Fluss

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a backpackers life

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totes Schwein

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Markt für Einheimische

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Sonnenuntergang in Bangkok

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Einheimische lassen sich gern fotografieren

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Das Schaf grüßt

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Quentin lernt Buddha anzubeten

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Tuk Tuk

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überall rosa Taxis

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Thailändische Spezialität

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Fullmoon-Party with the hostel-mates

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„the Club“

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Bangkok I love you

Mittwoch 04.03.15

Als es im Taxi durch Bangkok ging, hat sich meine Vorstellung von Bangkok erst nicht bestätigt. Ich fand es sogar auf den ersten Blick relativ europäisch. Es war nicht viel Verkehr, ich hatte keine Angst im Taxi, es gab keine Mega hohen Hochhäuser und es war nicht abartig dreckig.. Nur wollte ich beim Taxi zuerst auf der falschen Seite einsteigen und ich hab den Taxifahrer überhaupt nicht verstanden, weil sein englisch grausig war. 2 mal haben wir an einer Art Mautstelle angehalten und ich musste 50 und 20 Baht zahlen, was aber nicht viel ist. Das einzige was sehr krass ist: die Luft! Man hat das Gefühl man bekommt keine Luft, es hat 35 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist abartig hoch. Das hört man ja zwar immer, aber vorstellen kann man sich das nicht. Es ist einfach so abartig warm, dass man den ganzen Tag trinkt und trinkt und trinkt und nicht mal aufs Klo muss, weil man alles sofort wieder raus schwitzt.

Im Hostel angekommen war ich auch positiv überrascht. Es gibt eine große Lounge vor dem Hostel, es ist direkt auf der Partymeile Khao San Road aber trotzdem ruhig. Leider konnte ich erst um 2 einchecken, aber ein Mädel bot mir an meine Sachen in ihren Spind zu tun, was ich auf Vertrauensbasis tat. Wir verabredeten uns um 2 im Hostel. Draußen saß ich noch nicht mal und dann kamen schon ein paar Jungs und unterhielten sich mit mir. Mit einem Franzose (Quentin) und einer Bayerin (Vroni) gingen wir dann frühstücken und danach trafen wir uns mit einem Amerikaner (Aaron) und starteten eine Erkundungstour. Dass es so einfach geht, als Alleinreisende Anschluss zu finden, hätte ich dann doch nicht gedacht. Alle Gedanken die ich mir dazu gemacht hatte, waren also sinnlos gewesen.

Alle Ratschläge ausgeblendet, ließen wir uns auf eine Fahrt mit dem Tuk Tuk für umgerechnet 30ct pro Person ein, die wir aushandelten und machten eine Route mit dem Fahrer aus. Der Haken (das wussten wir vorher) war, dass wir in einen Shop gucken mussten, aber nichts kaufen. Erst waren wir in einem Tempel, dann im Shop und dann wollte er uns wie ausgemacht zum Schiff bringen das zum floating Market fährt. Die wollten aber viel zu viel Geld und handeln hat nichts gebracht. Als wir uns geweigert haben, wurde unser Fahrer böse und redete kein Wort mehr. Die Fahrt war trotzdem richtig cool und ich glaube es gibt gefährlichere Sachen. Wir hatten zum mindest sehr viel Spaß, obwohl das Tuk Tuk max. für 3 ausgelegt waren und wir uns zu 4. rein quetschten. Es war lustig und wir haben uns jetzt nicht unbedingt gefährdet gefühlt… Der Tempel war auch total schön und viele Thailänder haben gebetet. Hier ist der Buddha heilig und es wird frisches Obst, Trinken, Esse, usw. vor die Statuen gelegt und der Buddha bekommt Essen bevor die eigenen Kinder was bekommen. Aber hier ist leider viel in Thai Schriftzeichen und man kann Beschreibungen oder sonstiges gar nicht lesen. Nach der 1 und halb stündigen Tuk Tuk Fahrt haben wir uns per Fußmarsch auf zum Tempel Wat Po gemacht. Wir haben an diesem Tag was ganz besonders erlebt. Es war Buddha-day. Somit sind wir als einzige Touristen auf einem Fest gewesen was total beeindruckend war. Überall standen Statuen, es war alles toll dekoriert, es wurde gesungen und gebetet. Ein richtig tolles Erlebnis. Dann hat uns ein netter Einheimischer erklärt, dass wir nicht zum Tempel können, weil es Feiertag ist und hat uns für den nächsten Tag eine genaue Route zum Laufen aufgeschrieben. Die Thais sind sehr sehr freundlich. Dann waren wir auf einer Art Markt wo es alles mögliche und unmögliche gibt. Die Gerüche sind hier oberkrass und manchmal wird mir richtig schlecht. Hier werden an jeder Straßenecke alle mögliche tote oder halbtote Tiere angeboten und sonstige suspekte Dinge. Und es hatte nirgendwo einen Supermarkt oder was richtiges zu Trinken. Ganz nach dem Motto: Was nicht tötet härtet ab, kauften wir an einem der Straßenstände frisch zubereiteten Obstsaft mit viiiiel Eiswürfeln und hofften, dass wir gesund bleiben würden.

Anschließend sind wir am Fluss entlang geschlendert und haben eine Weile im Park gechillt.

Abends sind wir noch mit einigen anderen bei nem schönen Bier essen gewesen. Zurück im Hostel haben wir noch Buddha mit Bier gefüttert und ich hab mit Matthew (halb Kanadier, halb Thailänder) die Khao San Road erkundet.

Um 2 bin ich nach 30 Stunden auf den Beinen glücklich eingeschlafen. Ich musste nur meine dicke Jacke und einen Schal und Socken anziehen und mich bis oben hin zu decken, weil die Klima so kalt war, aber das Hostel ist total sauber und es war ruhig.

Bisher hab ich aber noch keine Ladyboys (glaub ich), oder Prostituierte gesehen. Bin ich im richtigen Bangkok?

Begeisterte Grüße

Nadine

Erfrischungsdrink vom Hostel

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chillen vor dem Hostel

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erste Fahrt im Tuk Tuk: Vroni, Quentin, Aaron

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Tempel

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keine Ahnung wie das hieß 😀

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Markt in Bangkok

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Fluss „Chao Praya“

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Überall alles für die Buddhas

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Straßen von Bangkok

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the beginning of a big adventure

Dienstag, 03.03.15

Mein lieber Onkel Oli hat mich früh um 3 von zu Hause abgeholt. Ein letztes Mal hab ich Lucky tschüss gesagt, mein Zimmer verlassen, das Haus gesehen,… und das für ein ganzes Jahr…
Dummerweise fing der Tag schon mit einigen Pannen an, zum Beispiel, dass Oli bei der Ausfahrt zum Flughafen raus ist, weil wir uns missverstanden haben. Ich musste zum Hauptbahnhof. Dann haben wir die falsche Autobahnauffahrt genommen und waren viel zu spät dran. Mein Zug sollte um 4 fahren und um 7 vor 4 kamen wir gestresst am Hauptbahnhof an, wo ich noch ein Ticket gebraucht habe. Dann der große Schock: kein ICE um 4! Der Nächste erst wieder um 5… In der Hoffnung, dass alles trotzdem reicht, haben wir noch gefrühstückt, in Ruhe ein Ticket geholt und dann ging es los. Der Abschied war sehr traurig und ich habe von Oli und Eva noch 2 richtig süße Talismänner bekommen, über die ich mich total gefreut hab. Ein Engel und ein Pferd 🙂 danke euch beiden für alles !! 😘
Am Bahnsteig in Stuttgart sind mir schon 4 andere Backpacker aufgefallen und im Zug habe ich erfahren, dass sie mit dem gleichen Flieger nach Bangkok fliegen. So war ich nicht allein und wir haben uns alle super unterhalten. In Frankfurt hat ausnahmsweise alles super geklappt und wir waren rechtzeitig am Gate. Zufälligerweise saßen die anderen nur eine Reihe vor mir 🙂 Der Flug war ruhig, nur ein paar mal kam eine Durchsage, dass es ruckelt und dann leuchteten bei der Boing 777 immer eine Weile die Anschnallzeichen aber es war ok. Nur das mit dem vegetarischen Essen hat nicht geklappt. Das hätte ich vorbestellen müssen. Naja gabs halt trockenes Brot. Hätte man einen ja auch mal darauf hinweisen können…. Nach einem 3 stündigen Aufenthalt in Dubai wo der Flughafen wie eine große Shoppingmall ist, ging es weiter mit dem Airbus A380 nach Bangkok. Das Flugzeug ist einfach nur riiiiiesig und luxuriös. Die Stewardessen haben ein schönes arabisches Dress an. Am Anfang bekommt man sogar warme Erfrischungstücher und das Entertainment ist auch top. Leider hat das mit dem zweiten vegetarischen Essen, anders wie mit der vorherigen Stewardess besprochen, wieder nicht geklappt und so saß ich ohne was da und bekam langsam hunger. Zum Glück konnten die Stewardessen aber noch Gemüse auftreiben und so hatte ich was im Magen. Auf dem 5 stündigen Flug konnte ich dann auch ein bisschen dösen und die Landung war so sanft, dass ich diese mehr oder weniger verschlafen hab. Ich hab aber noch einen schönen Sonnenaufgang im Flugzeug gesehen und es war perfektes Wetter. Auf dem Flughafen angekommen, musste man erst mal ewig warten bei der Visabeantragung und Passkontrolle und nachdem ich meinen Backpack geholt habe, tauschte ich noch Geld und machte mich auf die Suche nach einem Taxi mit Taxameter. Die anderen hab ich leider nicht mehr gesehen, aber wir haben Nummern ausgetauscht. Da war es dann halb 8 morgens.

Die ersten Eindrücke kommen im anderen Eintrag.

Goodbye to Lucky

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Real Backpacker
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Flughafen Frankfurt
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Truppe aus Stuttgart (fotografiert mit der neuen GoPro)
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Boing 777

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Ready for take off 🙂

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Frischer Fisch nur noch halb lebendig am Flughafen Dubai

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Chillout Lounge in Dubai

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Monitor im Flugzeug

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Flughafen Dubai
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Boing 777

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schönes Wetter auf dem Flug
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last minute

Montag, 02.03.2015

Der letzte Tag war wie erwartet sehr stressig. Da denkt man, man ist mit allem rechtzeitig dran, macht aber doch alles in letzter Minute…

Es hat schon damit angefangen, dass ich mir noch die letzten Impfungen abholen musste. Dann bin ich zum Müller und hab noch die restlichen Sachen eingekauft.

Blacky (mein Auto) durfte noch die Waschstraße besuchen und wurde gründlich ausgesaugt.

Für Uli (meiner Mutter ihren Mann) hab ich noch einen Kuchen gebacken, weil er heute Geburtstag hat. Als ich endlich angefangen hab mit Packen, war ich schon sehr spät dran. Eigentlich wollte ich nur „kurz“ Geld auf mein ausländisches Girokonto überweisen, was aber wegen drei maliger falscher Passworteingabe nicht funktioniert hat. Der Sicherheitscode wollte sich nach vielen Bemühungen auch nicht sehen lassen (das war zum Abziehen, aber hat absolut nicht funktioniert). Am Telefon meinten die Mitarbeiter, dass sie mir einen neuen Code zuschicken, welcher in 3 Werktagen da ist. Die Frage von mir, ob es keine andere Möglichkeit gäbe musste er leider verneinen. Nachdem ich eine Herzattacke erlitten hatte, weil ich mir Bangkok ohne Geld ausgemalt hab, suchte ich nach einer Lösung. Zum Glück habe ich eine zweite Kreditkarte die mir da weiter hilft. Leider war keine Zeit mehr zum packen und ich kopierte nur noch „schnell“ alle Unterlagen (falls ich sie verliere oder sie geklaut werden) und machte mich auf nach Hallwangen zu Mom, Uli und den Kindern.

Es war nochmal richtig schön, Uli hat sich über den Kuchen gefreut und ich hab einen total tollen Geschenkkorb bekommen. Mit: Trostpflastern, Taschentüchern, Schokolade, Geldservietten, selbstgebastelten Sachen von den Kindern und einer Abschiedskarte. Auch hier war die Verabschiedung sehr krass und traurig 😦 Aber Mom: Ein Jahr gehgt schneller rum als gedacht 😉

Von Sandra und Oma hab ich auch noch ein kleines Schaf bekommen, mit welchem ich immer Fotos machen kann und eine ganz liebe Karte und Geld 🙂 vielen Dank an euch beide 🙂

Zu Hause angekommen erwartete mich leider immer noch kein gepackter Koffer und so begann ich um halb 8 Abends vor dem Flug mit Chaosbeseitigung. Es wurde nach ewigem hin-und herräumen nicht besser und ich war froh als Silvi und Tati kamen, mit denen ich eigentlich einen Abschiedssekt trinken wollte. Von Tati hab ich ein total goldiges kleines Säckchen mit vielen Zettel mit guten Wünschen und Geld drin bekommen, worüber ich mich richtig gefreut hab.

Die beiden halfen dann auch noch mit packen und so wurde ich vor einem Nervenzusammenbruch bewahrt :D. Nebenher druckte ich noch alle Unterlagen aus. Leider ging der Koffer nicht zu, aber mit intelligenten Tipps von Silvi und Tati und daraufsetzen ging es dann kurz vor knapp und mit 18kg doch. Die beiden sind noch bis um 1 geblieben um mir die Wartezeit schöner zu gestalten. Mädels: Es war soooooo genial, dass ihr da wart, mir seelischen und moralischen Beistand geleistet habt, mit mir gepackt habt und meinen letzten Abend einfach wunderschön gemacht habt. Ohne euch wäre ich verzweifelt und so war es total lustig. Ihr werdet mir sooooo fehlen. Danke, dass ich euch hab und dass wir immer über alles reden können und seit 11 Jahren so gut befreundet sind.

Als die beiden weg waren, hab ich geduscht, bin die Checkliste noch ein paar Mal durchgegangen und hab mich in aller Ruhe gerichtet.

Blacky in der Waschanlage

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Geschenkkorb von den Wetters
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Wetters
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Coffee und ich

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Luca, ich, Jolina
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Tati beim Packen

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Silvi und Tati beim Packen
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Schaf und Karte von Oma und Sandra
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