Help, I need somebody, help, …..

Freitag, 15.05.2015

Der Tag hat absolut chaotisch angefangen und ich war am Rande der Verzweiflung.

Wir haben nachts fast nicht geschlafen, weil immer jemand anderes wach war und zwar keine Geräusche gemacht hat, aber wenn mal jemand in einem 12-Mann-Zimmer wach ist, kann ich auch nicht mehr schlafen. Die Nacht war also kurz und mit wenig Schlaf verbunden.

Mein Wecker sollte um 8 klingeln, aber entweder tat er das nicht (ich hatte 3 Wecker) oder ich hörte ihn einfach nicht (eher das Letztere 😉 ). Mit einem Herzinfarkt guckte ich um 15 nach 10 das erste mal auf mein Handy. Wie eine Rakete jumpte ich aus dem Bett, rannte ins Bad und duschte, weil man um halb 11 auschecken oder 25 Euro extra zahlen muss. Ich war fast fertig mit Duschen als ein Mann von der Rezeption ins Bad kam und fragte, ob da eine Nadine sei. Ich solle mich beeilen oder müsse zahlen, so die Aussage. Mit Handtuch auf dem Kopf, ungepackten Koffern und ohne Schuhe stand ich vor der Rezeption und wollte meine Schlüsselkarte abgeben. So einfach gings leider nicht und ich sollte meinen Backpack aus dem Zimmer räumen und mein Bett abziehen. In Rekordgeschwindigkeit und unter mitleidigen Blicken meiner Zimmerkollegen, fegte ich durchs Zimmer, schmiss mein ganzes Zeug das quer im Zimmer verteilt war (sogar unter meinem Bett) vor die Türe und stand um 10:29 Uhr mit Bettwäsche erneut vor den belustigten Hostelmitarbeitern. Das war knapp. Zeit zum Packen war nicht mehr und so schmiss ich alles was nicht in den Backpack passte, in 2 Plastiktüten, inkl. restlichen Nahrungsmitteln. Ich gab einfach alles um schnell fertig zu werden, aber leider fand ich meine Handtasche mit dem Geld und dem Zugticket nicht mehr. Die Suche dauerte ewig und endete ohne Erfolg. Auch die anderen suchten alles ab. Viel zu spät fragte ich an der Rezeption und aus unerklärlichen Gründen hatten die meine Tasche (nein ich war gestern nicht betrunken). Ich bin einfach sehr „clumsy“.

Der Abschied von den Anderen war sehr schwer und alle waren traurig. Wenn man ne Weile zusammen wohnt, kocht, Party macht, usw. fällt es nicht leicht zu gehen. Elsbeth und James bleiben aber noch eine Weile da und ich besuche sie noch mal.

An der Tram-Haltestelle vor dem Hostel fragte ich einen Mann wie ich zum Bahnhof komme. Dieser gab mir die Richtung vor und ich saß in der nächsten Tram. Nach 10 min Fahrt waren wir außerhalb vom Ort. Als ich eine Frau fragte, sagte sie mir ich sei in die falsche Richtung unterwegs. Es war halb 12, um 12:05 Uhr sollte mein Zug fahren. Ich musste noch mein Ticket umbuchen, hatte kein Plan wo ich war und als ich ausstieg und am Stadion auf die Tram in die andere Richtung wartete, wurde ich immer verzweifelter, war auch noch weit und breit die Einzige und nicht mal sicher, ob hier jemals wieder eine Tram vorbei kommen würde. Am liebsten hätte ich geheult, aber ich bin ja stark 😛 Als die nächste dann kam, gab ich die Hoffnung schon fast auf, noch rechtzeitig da zu sein. Um 11:45 Uhr, stoppten wir endlich an der richtigen Haltestelle und ich rannte bepackt mit 2 Tüten, Backpack, kleinem Rucksack, Handtasche und Kameratasche wie bekloppt zum Bahnhof. Das Pech wollte nicht enden und die Schlange am Ticketschalter war enlos. Mit ganz viel „sorry“ und „I´m in a hurry“, stellte ich mich an den Anfang und die Leute schauten verständnisvoll. Leider sah das die Dame am Schalter anders und gab mir erst mal einen fetten Einlauf, worauf ich mich wieder entschuldigte, was sie aber nicht besänftigte. Trotzdem buchte sie mein Ticket um und beschrieb mir den Weg zum Bahnsteig. 12:04 Uhr: rennende Nadine, auf der Suche nach dem richtigen Bahnsteig, nass geschwitzt und keuchender Weise. Zug war in Sicht, als es 12:05 Uhr war. Bevor die Türen schlossen, sah mich in letzter Sekunde ein Bahnmitarbeiter, funkte dem Lokführer und eine andere Frau und ich rannten um unser Leben. Wir saßen noch nicht mal und der alte Zug setzte sich in Bewegung. Das war wirklich in letzter Sekunde.

Dann freute ich mich nur noch auf mein Frühstück im Zug. Die Schlange am Kiosk war sehr lange und ich wartete 15 min. Als ich meine Bestellung durch gab, sagte der Vekäufer: „Sorry, der Service ist eingestellt, ich verlasse den Zug an der nächsten Station“. Hungrig, niedergeschlagen und fertig ließ ich dann 2h lang die Landschaft an mir vorbei ziehen, die aussah wie in Deutschland. Viele Schafe, Kühe, Pferde und sonst nur Natur und schönes Wetter. Ganz nach meinem Geschmack also.

Am Bahnsteig in Violet Town erwartete mich schon Sophia die seit einigen Monaten auf der Farm arbeitet. Sie ist 19, auch von Deutschland und hat mich nett empfangen. Im Auto warteten mein neuer Chef Tom und sein kleiner, süßer Hund Keith auf mich. Tom ist 29, Besitzer der Pferdefarm und züchtet die Pferde, die später zu seinen Eltern auf die Farm gehen und Rennen laufen.

Nach wenigen Minuten waren wir auf der Farm die mitten im Nirgendwo ist. Genau wie bei uns zu Hause im Dorf muss man 20 min. bis zur nächst „größeren“ Stadt fahren, wo man dann richtig einkaufen kann, usw. Das Anwesen ist mit 80 Hektar (ca. 113 Fußballfelder) unbeschrieblich riesengroß, total gepflegt und ein Traum. Mit dem Auto sind wir alle Koppeln abgefahren und ich hab die Zuchtstuten, Fohlen, Kühe und den Wallach Angus kennen gelernt.

Zurück auf der Farm sah ich den Hofhund „Bowie“, der draußen schläft und auf die Hühner aufpasst und die vielen Hühner, Truthähne und 6 Stuten mit ihren jungen Fohlen im Stall. Sophia hat mir dort gezeigt, wie man mit dem Handtuch Fohlen „abklopft“, sodass diese an Menschen gewöhnt werden und Tom und sie haben diese dann erst drinnen, dann draußen geführt, wo einige sehr gesponnen und gebockt haben.

Ich hab mich gleich wohl gefühlt und bei bestem Wetter konnte ich mein Bungalow-Haus beziehen. Das ist direkt an den Koppeln dran, ich hab den Wallach Angus als Nachbar und ein eigenes zu Hause. Es wird zwar die ersten Nächte allein sehr einsam werden, weil ich ja die Hostelzimmer und die netten Leute um mich rum gewohnt bin, aber hoffentlich gewöhne ich mich dran. Bad, Küche und Wohnzimmer sind im Haus von Tom, wo auch Sophia ihr eigenes Reich hat.

Jeden Freitag, so auch heute, gehts mit dem Auto zum nächsten Aldi und Sophia und ich dürfen alles mitnehmen, was wir wollen. So wurde der Wocheneinkauf zum Spaß und wir kauften Zutaten für Pancakes. Der Aldi sieht genau so aus wie die Deutschen, es gibt fast das gleiche und auch die Preise sind günstig.

Tom und Sophia haben mir erklärt, dass Freitag Pub-Tag ist und ich deswegen früher kommen sollte. So fuhren wir zu 3. in den nächsten Ort und wurden in dem großen, gemütlichen Pub schon von dem netten Besitzer empfangen, Bei ein paar Bier und Pommes unterhielten wir uns sehr gut und ich konnte meinen neuen Chef gleich von der nicht-Chef-Seite kennen lernen. Sophia durfte am Glücksrad drehen, aber gewann leider kein Freibier. Da Tom nicht viel trinkt, wenn er fährt, haben wir irgendwann wieder zur Farm gewechselt und da noch weitere Bier und Wein getrunken.

Nach dem tradionellen Pizzaessen nach dem Pub fiel ich dann müde ins gemütliche Bettchen von meinem ersten eigenen Haus. Mit dabei war Hund Keith, der in meinem Bett schlafen durfte.

Grüße vom Pechvogel am Morgen und Glückspilz am Abend

Nadine

Schönes Wetter auf der Farm

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Fohlen führen

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Sophia und Hund Keith

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Arts and Lion King

Donnerstag, 14.05.2015

Lieber Dad, ich wünsch dir alles alles Liebe und Gute zum Geburtstag, viel Gesundheit und Glück und einen schönen, hoffentlich sonnigen Tag. Esst n Kuchen für mich mit 😉

Als ich aufwachte, war ein neuer Zimmerkollege da, der mich fragte, ob ich mit ihm in die Art-Gallery (Kunstausstellung) gehe. Da man sich als Mediengestalterin sowas wenigstens mal anschauen sollte, machten wir uns zu Fuß auf den Weg da hin. Sean kommt von Neuseeland, lebt in Australien, hat eine süße dreieinhalb jährige Tochter und verdient sein Geld mit Straßenmusik. Wir redeten lange über Musik und das Reisen.

Die Art-Gallery ist sehr groß, edel und es ist ganz ruhig trotz vieler Menschen. Auf 4 Stockwerken reihen sich viele Kunstwerke aus der ganzen Welt aneinander. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber die kostenlosen Ausstellungen von Statuen, Kunstwerken, Fotos, Gewändern und Geschirr war total interessant. Es gab überall was Neues zu entdecken und wir spekulierten über die Künstler und ihre Gedanken beim Malen. Das erinnerte mich stark an ein Referat das Silvi und ich mal in Kunst in der Realschule gehalten haben. Mit den ganzen abstrakten Kunststilen konnten wir nichts anfangen und so suchten wir schöne Afrikabilder aus dem Internet, wo man auch was erkennen konnte. Um dem Ganzen Spannung zu verleihen, erfanden wir einen Künstler namens Leon, seine Biographie und die Kunstabsichten. Leider hatte unser Kunstlehrer genau die selben Bilder vom richtigen Künstler dabei und wies uns diskret darauf hin, dass es sich um einen anderen Künstler handelt. Bestimmt wollte er unsere Kreativität belohnen und gab uns noch eine gut gemeinte 3. Über die Geschichte können wir heute immer noch Tränen lachen.
Im Garten der Ausstellung waren wir bei Regen die Einzigen und freuten uns wie kleine Kinder ein Klettergerüst zu erklimmen.
Die Zeit mit der Kunst verging sehr schnell und anschließend kaufte ich ein Ticket für den nächsten Tag nach Violet Town, wo ich arbeiten werde, für 6 Uhr abends.

Nach dem Einkauf von Essen stand der gelernte Koch Sean in der Küche und zauberte Nudeln mit Pesto, Pilzen und Käse, das super schmeckte. Selbst den Abwasch wollte er machen. Daran könnte ich mich gewöhnen 😉

Um 8 war es endlich so weit: Das Musical „The Lion King“ (König der Löwen) startete. Kyle hatte mir einen Tag zuvor eine Karte mit gebracht und für 50$ war es ok. Ich hatte einen Einzelsitz und konnte gut sehen. Als Elefanten, Vögel, Löwen, Giraffen, Zebras, usw. beim Lied „Circle of Life“ aus allen Richtungen einflogen, hüpfen und rannten war das ein totales Gänsehautgefühl. Die Bühnenbilder waren aufwändig, die Kostüme sehr schön, die Musik genial und wer die Story kennt kann sich vorstellen, dass das Musical der absolute Hammer war. Ich saß so gut, dass ständig die Figuren an mir vorbei gekommen sind. Timon, Pumba und Zazu haben mir am besten gefallen und sorgten für viele Lacher im Publikum. Aber auch Simba, Mufasa, Nala und Scar spielten super. Der Song „Can you feel the love tonight“ war ein weiteres Highlight. Beim Finale gab es standing ovations und ich war froh, ins Musical gegangen zu sein.

Als ich auf mein Handy guckte, sah ich, dass mein neuer Chef Tom mir geschrieben hatte ob es möglich ist, dass ich schon mittags komme. Als ich am Bahnhof das Ticket ändern wollte, hatte der Schalter leider schon zu. Ich nahm mir vor am nächsten Tag einfach rechtzeitig zum Bahnhof zu kommen und es zu ändern.

Danach bin ich noch mit meinen Roommates in die Bar und wir ließen meinen letzten Abend gemütlich ausklingen.

Letzte Melbournische Grüße
Nadine

Art-Gallery Melbourne

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Hostelküche

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Sean am Kochen

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Essen mit Kerstin und Sean

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König der Löwen

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Happy Birthday James !

Mittwoch, 13.05.2015

Der Tag startete früh und ich war wie immer die Letzte die wach war 😄 Kerstin hatte eine OP, weil sie sich den Daumen gebrochen hatte, aber wir anderen vom Zimmer gingen sehr luxeriös frühstücken, weil James heute Geburtstag hat. Es war richtig gut und wir hatten wieder interessante Gesprächsthemen. Ich finde es gut, dass ich so viele Leute mit verschiedenen Nationalitäten kennen lernen darf und wir unterhalten uns immer gern über Politik, Kultur, Essen, Menschen, Schulsysteme, usw. in den jeweiligen Ländern. Ich würde behaupten, dass viele von uns jungen Travelern über ein größeres Allgemeinwissen, Weltoffenheit, Toleranz, Sprachvermögen und vieles mehr als die meisten „Erwachsenen“ verfügen, die jahrelang nur das gleiche sehen. Echt immer wieder beeindruckend, wie „weit“ auch viele sehr junge Reisende sind. Auf Reisen lernt man definitiv fürs Leben!
Eigentlich war der Plan in eine Art Tierauffangstation zu gehen, aber da das Wetter (wie immer) nicht mit spielte, chillten wir nur.
Als der Regen kurz aufhörte, machte ich einen großen Stadtbummel, trank gemütlich Kaffee und aß Kuchen in der Stadt und genoss einen der letzten „Urlaubstage“. Bald wird’s ernst 😉 Ich mag Melbourne jeden Tag ein bisschen mehr und obwohl ich seit einer Woche hier bin, sehe ich jeden Tag was neues.
Zurück zum Hostel fuhr ich mit der free-Tram die ein mal durch die ganze Stadt kurvt und kostenlos ist.

Um Melbourne mal von ganz oben zu sehen, fuhren Simon und ich in den 88. Stock des Eureka-Towers. Die Sicht war perfekt und man konnte sich die schön beleuchteten Häuser auch von draußen ansehen. Der Ausblick bei Nacht ist ein echtes Highlight.
Nach der free-Soup vom Hostel wurde in der Hostelbar gebührend James Geburtstag gefeiert. Ich kaufte ihm eine Packung Tim Tams, steckte Kerzen rein und alle unterschrieben auf der Karte. Als die Liveband in der Bar dann happy Birthday sang und James aufgerufen wurde, kam ich mit dem „Kuchen“ und brennenden Kerzen rein und James freute sich riesig.
Die ganze Nacht feierten wir bei Bier in der Bar.

Liebe Grüße
Nadine

 

Frühstück

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Ich, James, Kyle,Tim

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Melbourne by Night

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Eureka-Tower im 88. StockDSC_0026 (FILEminimizer) DSC_0027 (FILEminimizer) DSC_0029 (FILEminimizer) DSC_0036 (FILEminimizer) DSC_0048 (FILEminimizer) DSC_0069 (FILEminimizer) DSC_0070 (FILEminimizer)

Where are the Koalas?

Dienstag, 12.05.2015

Früh morgens schälten wir uns alle aus dem Bett und die anderen warteten sehsüchtig bis ich die original American Pancakes fertig hatte. Es roch herrlich und die goldgelben, fluffigen Pfannkuchen mit Ahornsirup kamen super an. Elsbeth sagte sie schmecken besser als die von ihrer Mom (sie ist Amerikanerin) und Frank schlug vor, dass ich einen Straßenstand aufmachen sollte und dann ein Permanent Visa bekomme, weil niemand mehr auf meine Spezialität verzichten kann. Ganz schnell waren alle weg geputzt und dann kam der traurige Teil des Tages: Frank hat uns verlassen um nach Perth zu fahren. Da wir mittlerweile eine richtige WG geworden sind und super harmonieren, fiel das Tschüss sagen schwer und jetzt sind wir nicht mehr komplett. Man schließt hier einfach so schnell gute Freundschaften.

Zur Ablenkungen machten Elsbeth und ich einen Ausflug in den Melbourne Zoo. Nach der Tram-Fahrt mussten wir 30$ Eintritt zahlen. Voller Euphorie starteten wir den Rundgang bei blauem Himmel und Sonnenschein. Unsere Stimmung verdüsterte sich aber schnell, als es anfing zu regnen und wir die Tiger und Bären in den viel zu kleinen Gehegen sahen, die irgendwie verhaltensgestört waren. Leider fanden die restlichen Tiere den Regen genau so scheiße wie wir und versteckten sich so gut, dass wir lange suchen mussten um in dem Zoo überhaupt Tiere zu finden. Zum Glück macht wenigstens den Rochen der Regen nichts aus und sie ließen sich anfassen. Das große Areal war wie leer gefegt und selbst die tierischen Bewohner schienen ausgewandert zu sein. So schnell wollten wir uns die Laune aber nicht verderben lassen. Um wenigstens ein paar Tierbilder zu bekommen, posierten wir mit den vielen vielen Statuen und stellten fest, dass wir beide ein Reisetier haben. Ich reise mit meinem Schaf um die Welt und Elsbeths Lama „Llama Llama“ das sogar eine Facebook-Fanpage hat, hat auch schon viel gesehen. Auf dem Spielplatz und mit einem frechen Pfau der unser Essen klauen wollte, hatten wir viel Spaß und konnten dann tatsächlich noch Tiere wie Affen, Erdmännchen, Pelikane, Waschbären, Elefanten, Schmetterlinge, Zebras, Giraffen und Seeotter sehen.

Um dem Regen zu entkommen, flüchteten wir in den Souveniershop und kauften uns neue Reisetiere.

Bei erneutem Sonnenschein gingen wir als Einzige in das Streichelgehege um ein berühmtes Känguru oder Wallabyselfie zu bekommen, aber leider flüchteten diese alle beim nächsten Regentropfen. So mussten wir uns mit Emuselfies zufrieden geben. Sehr lange versuchten wir mit Hilfe der Karte die Koalas aufzusuchen und als wir es aufgaben und Elsbeth sagte: „Wir finden die nicht mehr, die sind so leise“, lag ich vor Lachen auf dem Boden, weil wir die ganze Zeit neben dem Baum standen, auf dem die Koalas schliefen. Elsbeths Highlight auf das sie den ganzen Tag hingefiebert hat, waren die Schnabeltiere. Als wir nur noch wenige Meter von diesen entfernt waren, die Durchsage: „Alle Tiergehege sind nun geschlossen. Wir schließen.“ Die Enttäuschung war groß, dass wir keine „Platypus“ zu sehen bekamen.

Im Hostel wurden wir dafür mit free Tacos wieder aufgeheitert und dazu gab es Bier. Anschließend fand ein Quiz in der Bar statt und unser Team „Meatballs“ looste total ab. Viel zu Lachen gabs trotzdem.

Mit Linda die ich in einer Whatsapp-Australien-Gruppe kennen gelernt hab, traf ich mich voller Vorfreude auf Kässpätzle im Hofbräuhaus, das laut Internet bis 12 offen hat. Leider bekamen wir nur noch Pommes und mussten unsere Halbe in 10 min. runter kippen, weil die beschlossen haben, um 10 zu zu machen. Mit Linda verstand ich mich auf Anhieb perfekt, wir haben den gleichen Hintergrund, sehr viele Gemeinsamkeiten, haben witzigerweise alles gleichzeitig gesagt und gemacht und konnten endlich mal wieder richtig wild schwäbisch schwätze. Zur deutschen Festzeltmusik grölten wir lauthals mit, schunkelten und mit den englischen Bedienungen redeten wir deutsch 😛 Nach der Vertreibung haben wir uns mit ihren 4 deutschen Freunden in einer coolen asiatischen Bar getroffen und lange geredet, gelacht und getrunken. Da haben wir auch einen australischen Barbesitzer und seine chilenische Freundin kennen gelernt.

Die Bar war über 1,5 km von meinem Hostel weg und mitten in der Nacht bin ich heim gejoggt, weil es so kalt war. Ich fühlte mich in der Großstadt Melbourne wie zu Hause und total sicher.

Keuchenderweise fiel ich ins Bettle.

Zoologische Grüße

Nadine

 

Pfannkuchen

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Arbeitsteilung: Ich hab gekocht und die anderen abgewaschen

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Unser Schaf, Lama und die Giraffe im Hintergrund

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Statuen-Selfies

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Kloselfie

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Emu und Wallaby -Selfie

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Wallaby und Giraffen-Selfie

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Schaf, Lama und Elefant

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Zebra-Selfie

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Auf der jagt nach einem Emu-Selfie

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Gutes, deutsches Bier

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Have you ever seen a wild penguin?

Montag, 11.05.2015

Zum Frühstück, bzw. Mittagessen gings mit meinen Mitbewohnern ins vegetarische All you Can Eat Restaurant. Dieses war indisch und man bekam einen Teller mit Essen und konnte sich so oft holen wie man wollte. Das Essen war ok und für 6$ günstig.

Auf dem Rückweg sind wir einem jungen Mann begegnet, der mit 2,05 m Höhe und Schuhgröße 50 sehr auffallend war und wir redeten eine Weile. Außerdem lauschten wir eine Weile der Musik eines uns unbekannten runden, silbernen Musikinstrumentes. Der Musiker hatte es echt drauf und die Songs gaben uns ein richtiges Gänsehautgefühl.

Simon und ich haben uns dann mit der Tram auf nach St.Kilda gemacht, wo unter anderem die Formel 1 Rennstrecke und ein großer Freizeitpark (Luna Park) sind. Wie uns schon viele Leute gesagt haben, gab es auch diesmal 4 Jahreszeiten an einem Tag und wir hatten einen wilden Mix des Wetters. Dem Wetterbericht kann man hier grundsätzlich nie trauen. Am Pier gab es viele Luxusboote, eine ruhige See, perfekte Sicht auf die Skyline von Melbourne und wir hatten viel Spaß beim Versuch Selfies mit meiner neuen Actioncam zu machen.

Nach der Pier-Erkundungstour gingen wir auf die Suche nach den freilebenden Pinguinen die sich zwischen den Steinen verstecken. Man muss genau hin schauen, aber dann blicken einem kleine Kulleraugen entgegen und man hört ein lustiges Fiepen. Eine ganze Weile befanden wir uns auf Pinguinsuche. Den Sonnenuntergang am Pier mit Blick aufs Meer konnten wir total genießen und mit einem Kaffee wärmten wir uns anschließend wieder auf.

Zurück im Hostel gabs auch schon Free Wine und Cheese für alle und die Stimmung war wieder super. Mit viel gutem Wein, Jenga, top Musik, netten Leuten und einem starken Gemeinschaftsgefühl verbrachten wir die ganze Nacht in der Hostel-Bar und der Denga-Turm wuchs mit steigendem Alkoholpegel 😛

Wir hatten einen schönen Abend und fielen müde ins Bett.

 

Grüße aus St. Kilda

Nadine

 

Simon und ich mit Selfiestick

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St. Kilda

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Pinguin

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Wo ist der Pinguin?

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Allerbeste Mitbewohner 🙂 I love you all so much !

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H&M

Sonntag, 10.05.2015

Nach der langen Nacht war chillen angesagt und meine Zimmerkollegen sind mega cool und so schliefen wir lange, saßen ewig im Zimmer und in der Küche und redeten über Gott und die Welt. Niederlande, Kanada, USA, Brasilien, England, Australien und Deutschland sind vertreten und es gibt viele interessante Themen.
Zum Mittagessen kehrte ich im Subway ein und danach lief ich allein durch die Stadt. Ich hab mich einfach total in Melbourne verliebt und die City ist schwer zu beschreiben. Groß aber familiär, viele Leute aber nicht laut, irgendwie europäisch, irgendwie nicht, sicher, gemütlich, viele Restaurants und Shoppingmöglichkeiten und eine super Stimmung und absolut herzliche Menschen.
Weil das hier voll der Hype ist, 3 Stockwerke hat und ich Socken gebraucht hab, machte ich nen Abstecher im H&M und verbrachte ewig dort. Mit 2 Pullis und Socken kam ich wieder aus dem Wunderland raus.
Zum Abendessen war ich mit dem 7-Eleven Jungen Manny in einem indischen Restaurant und bei ein paar Bier lies es sich gut aushalten.
Zurück im Hostel war es, als ob ich nach Hause komme. Wie schon gesagt ist es wie in einer WG und mit meinen total lieben und coolen Zimmerkollegen sitze ich ewig im Zimmer und rede über den Tag und fühle mich hier wie zu Hause. Deswegen hab ich von 4 Nächten auch auf 2 Wochen verlängert.

Grüße aus meiner Traumstadt
Nadine

Melbourne here we go

Samstag, 09.04.2015

Nach dem gaaaanz langen Schlaf und Oatmeal-Frühstück haben Phil und ich uns auf den Weg zur Stadtbibliothek gemacht, wo die kostenlose Walking-Tour los ging.

In der Gruppe von ca. 40 Leuten waren so ziemlich jede Nationalität und jede Altersgruppe vertreten. Der Guide war sehr motiviert, wusste richtig viel über die Stadt, die Geschichte, die Gebäude und hatte immer wieder sehr lustige Anekdoten über Europa, das er sehr ausgiebig bereist hat. Wir haben viele neue Sachen gesehen, gehört und in einem schönen Park hatten 3 Bräute ein Fotoshooting.

Der Guide hat uns erzählt, dass die Schokolade in Australien anders schmeckt, weil da Chemie drin ist, dass die nicht schmilzt, Melbourne hat das 2. älteste Chinatown nach San Francisco und in Melbourne wurde das Prinzip 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Spielen und 8 Stunden Schlafen eingeführt. Das Trinkgeld hatte sich der tolle Guide der das kostenlos macht echt verdient. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück und es hat nicht geregnet.

Mit einer anderen Kanadierin waren wir in einem Restaurant das für Fleischbällchen bekannt ist. Dort konnten wir im fast dunkeln Raum bei guter alter Hip-Hop Musik die (für mich vegetarischen) Fleischbällchen mit Nudeln genießen die total zu empfehlen sind. Als wir im Hostel darüber berichteten, ging das große Lachen los, weil „Balls“ auf englisch eine andere Bdeutung hat 😛

Abends gings dann mit den anderen vom Hostel das erste mal hier feiern. Zuerst bezahlten wir 15$ Eintritt (wir waren auf der Gästeliste, sonst wären es 20$) für das, dass wir die Einzigen da waren. Dann sind wir zurück in unsere Hostelbar, haben einige günstige Getränke genossen, und dann alle weiter in einen anderen Club und zahlten nochmal 20$ Eintritt. Es waren viele junge, partylustige Leute da und die Stimmung war genial. Bis 5 morgens haben wir gefeiert und danach im Hostel noch einen Film geguckt.

Liebe Grüße

Nadine

 

Stadtbibliothek                                          Hochhäuser

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Gefängnis

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8 Stunden Arbeit, 8 Stunden spielen, 8 Stunden schlafen

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Viele Bräute

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Ganze Gruppe

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Princess Theater

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Streetart

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Straßen von Melbourne

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Mall

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Flinders

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Sonnenuntergang über Melbourne

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Meatballs und die Rechnung dazu

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Feiern

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