Gnus, Zebras, Antelopes and more

Samstag, 04.08.2018

Erster großer Ritt allein

Der Tag begann wie die Meisten um 6.30 Uhr, also im Dunkeln. An diesem Tag durfte ich Kinderbespaßung machen. Ein 6 jähriges Mädchen kam, wir putzten zusammen ein Pony, sattelten es und ich führte die Kleine auf dem Pony 40 Min. zu Fuß durch die Savanne. Sie war sehr redselig und erzählte mir total viel. Langweilig wurde es also dabei nicht. Da das Mädchen unbedingt traben wollte, joggte ich fleißig nebenher. Da ihre Eltern noch beim Tontaubenschießen waren, passte ich noch eine Weile danach auf sie auf.
Wir fütterten die Pferde zusammen und versorgten alle.

Nach der Mittagspause stand mein erster großer Ritt an. Nervös war ich natürlich schon, weil es nicht so einfach ist sich die Wege zu merken. Außerhalb der Wanderwege gibt es keine Buchstaben mehr die den Weg markieren und so muss man total aufpassen. Die ganze Pause über ging ich die Route im Kopf durch und versuchte sie auswendig zu lernen. Was die Sache aber ein bisschen entspannter machte, ist, dass es sich bei meinen Gästen um zwei Mädels (12 und 14) handelte. Denen macht es nichts aus, wenn ich ein bisschen suche und die Karte raus hole. Außerdem kannten wir uns schon und sie wussten, dass es mein erster großer Ritt war. Viva erklärte mir davor mehrmals die Route um auch sicher zu gehen, dass ich richtig reite. Bei einem Ritt von zweieinhalb Stunden kommt man schon richtig weit und wenn man eine Abzweigung verpasst, oder sich verreitet, kann man ganz schnell komplett die Orientierung verlieren. Es gibt nur wenige Punkte an denen man sich orientieren kann und die Route die ich reiten sollte, bin ich davor so noch nie geritten. So musste ich also auf meine Orientierung und die Karte vertrauen. Der andere Punkt dabei ist das Zeitmanagement. Wenn schon zwei Stunden um sind und man sich noch am anderen Ende der Farm befindet ist das schlecht. Zumal es abends auch schnell dunkel wird. So muss man sich gut überlegen wie viel man traben und galoppieren will, um nicht zu früh oder zu spät zurück zu kommen. Hier gibt es keine festen Galoppstrecken, was auch gut ist, denn so galoppieren die Pferde nicht schon automatisch an einem bestimmten Punkt an.

Der Ritt mit den beiden Mädels war richtig witzig und total entspannt. Wir redeten viel und ich guckte genau auf den Weg um keine Abzweigung zu verpassen. An jeder Kreuzung holte ich zur Sicherheit die Karte raus und guckte darauf. Das Glück war auf unserer Seite: Auf einmal überquerte genau vor uns eine große Herde Gnus den Weg. An einer anderen Stelle trafen wir wieder auf Gnus, die sich diesmal unter eine Herde Zebras mischten. Die Mädels und ich waren gleichermaßen begeistert. Außerdem sahen wir Oryx-Antylopen und Impalas. An diesem Tag war auch der Himmel gigantisch: Eine Wolke schob sich vor die Sonne und zauberte ein tolles Licht. Wir trabten und galoppierten einige Male und meine Stute Sterni die ich jetzt schon öfter hatte, war total entspannt. Es war ein sehr gelungener Ritt und obwohl ich das nicht gedacht hätte, standen wir um Punkt 18 Uhr wieder am Stall, also genau in der Zeit. Das war ein total geniales Gefühl den ersten großen Ritt als Guidin gemeistert zu haben und ich bin ein bisschen stolz. Den Mädels hat es ebenso gut gefallen und ich freue mich, dass ich jetzt offiziell vollwertiger Guide bin.
Mit diesen Glücksgefühlen ging ich nach dem Abendessen ins Bett.

Liebe Grüße aus Namibia
Nadine

Happy Birthday James !

Mittwoch, 13.05.2015

Der Tag startete früh und ich war wie immer die Letzte die wach war 😄 Kerstin hatte eine OP, weil sie sich den Daumen gebrochen hatte, aber wir anderen vom Zimmer gingen sehr luxeriös frühstücken, weil James heute Geburtstag hat. Es war richtig gut und wir hatten wieder interessante Gesprächsthemen. Ich finde es gut, dass ich so viele Leute mit verschiedenen Nationalitäten kennen lernen darf und wir unterhalten uns immer gern über Politik, Kultur, Essen, Menschen, Schulsysteme, usw. in den jeweiligen Ländern. Ich würde behaupten, dass viele von uns jungen Travelern über ein größeres Allgemeinwissen, Weltoffenheit, Toleranz, Sprachvermögen und vieles mehr als die meisten „Erwachsenen“ verfügen, die jahrelang nur das gleiche sehen. Echt immer wieder beeindruckend, wie „weit“ auch viele sehr junge Reisende sind. Auf Reisen lernt man definitiv fürs Leben!
Eigentlich war der Plan in eine Art Tierauffangstation zu gehen, aber da das Wetter (wie immer) nicht mit spielte, chillten wir nur.
Als der Regen kurz aufhörte, machte ich einen großen Stadtbummel, trank gemütlich Kaffee und aß Kuchen in der Stadt und genoss einen der letzten „Urlaubstage“. Bald wird’s ernst 😉 Ich mag Melbourne jeden Tag ein bisschen mehr und obwohl ich seit einer Woche hier bin, sehe ich jeden Tag was neues.
Zurück zum Hostel fuhr ich mit der free-Tram die ein mal durch die ganze Stadt kurvt und kostenlos ist.

Um Melbourne mal von ganz oben zu sehen, fuhren Simon und ich in den 88. Stock des Eureka-Towers. Die Sicht war perfekt und man konnte sich die schön beleuchteten Häuser auch von draußen ansehen. Der Ausblick bei Nacht ist ein echtes Highlight.
Nach der free-Soup vom Hostel wurde in der Hostelbar gebührend James Geburtstag gefeiert. Ich kaufte ihm eine Packung Tim Tams, steckte Kerzen rein und alle unterschrieben auf der Karte. Als die Liveband in der Bar dann happy Birthday sang und James aufgerufen wurde, kam ich mit dem „Kuchen“ und brennenden Kerzen rein und James freute sich riesig.
Die ganze Nacht feierten wir bei Bier in der Bar.

Liebe Grüße
Nadine

 

Frühstück

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Ich, James, Kyle,Tim

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Melbourne by Night

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Eureka-Tower im 88. StockDSC_0026 (FILEminimizer) DSC_0027 (FILEminimizer) DSC_0029 (FILEminimizer) DSC_0036 (FILEminimizer) DSC_0048 (FILEminimizer) DSC_0069 (FILEminimizer) DSC_0070 (FILEminimizer)

Where are the Koalas?

Dienstag, 12.05.2015

Früh morgens schälten wir uns alle aus dem Bett und die anderen warteten sehsüchtig bis ich die original American Pancakes fertig hatte. Es roch herrlich und die goldgelben, fluffigen Pfannkuchen mit Ahornsirup kamen super an. Elsbeth sagte sie schmecken besser als die von ihrer Mom (sie ist Amerikanerin) und Frank schlug vor, dass ich einen Straßenstand aufmachen sollte und dann ein Permanent Visa bekomme, weil niemand mehr auf meine Spezialität verzichten kann. Ganz schnell waren alle weg geputzt und dann kam der traurige Teil des Tages: Frank hat uns verlassen um nach Perth zu fahren. Da wir mittlerweile eine richtige WG geworden sind und super harmonieren, fiel das Tschüss sagen schwer und jetzt sind wir nicht mehr komplett. Man schließt hier einfach so schnell gute Freundschaften.

Zur Ablenkungen machten Elsbeth und ich einen Ausflug in den Melbourne Zoo. Nach der Tram-Fahrt mussten wir 30$ Eintritt zahlen. Voller Euphorie starteten wir den Rundgang bei blauem Himmel und Sonnenschein. Unsere Stimmung verdüsterte sich aber schnell, als es anfing zu regnen und wir die Tiger und Bären in den viel zu kleinen Gehegen sahen, die irgendwie verhaltensgestört waren. Leider fanden die restlichen Tiere den Regen genau so scheiße wie wir und versteckten sich so gut, dass wir lange suchen mussten um in dem Zoo überhaupt Tiere zu finden. Zum Glück macht wenigstens den Rochen der Regen nichts aus und sie ließen sich anfassen. Das große Areal war wie leer gefegt und selbst die tierischen Bewohner schienen ausgewandert zu sein. So schnell wollten wir uns die Laune aber nicht verderben lassen. Um wenigstens ein paar Tierbilder zu bekommen, posierten wir mit den vielen vielen Statuen und stellten fest, dass wir beide ein Reisetier haben. Ich reise mit meinem Schaf um die Welt und Elsbeths Lama „Llama Llama“ das sogar eine Facebook-Fanpage hat, hat auch schon viel gesehen. Auf dem Spielplatz und mit einem frechen Pfau der unser Essen klauen wollte, hatten wir viel Spaß und konnten dann tatsächlich noch Tiere wie Affen, Erdmännchen, Pelikane, Waschbären, Elefanten, Schmetterlinge, Zebras, Giraffen und Seeotter sehen.

Um dem Regen zu entkommen, flüchteten wir in den Souveniersshop und kauften uns neue Reisetiere.

Bei erneutem Sonnenschein gingen wir als Einzige in das Streichelgehege um ein berühmtes Känguru oder Wallabyselfie zu bekommen, aber leider flüchteten diese alle beim nächsten Regentropfen. So mussten wir uns mit Emuselfies zufrieden geben. Sehr lange versuchten wir mit Hilfe der Karte die Koalas aufzusuchen und als wir es aufgaben und Elsbeth sagte: „Wir finden die nicht mehr, die sind so leise“, lag ich vor Lachen auf dem Boden, weil wir die ganze Zeit neben dem Baum standen, auf dem die Koalas schliefen. Elsbeths Highlight auf das sie den ganzen Tag hingefiebert hat, waren die Schnabeltiere. Als wir nur noch wenige Meter von diesen entfernt waren, die Durchsage: „Alle Tiergehege sind nun geschlossen. Wir schließen.“ Die Enttäuschung war groß, dass wir keine „Platypus“ zu sehen bekamen.

Im Hostel wurden wir dafür mit free Tacos wieder aufgeheitert und dazu gab es Bier. Anschließend fand ein Quiz in der Bar statt und unser Team „Meatballs“ looste total ab. Viel zu Lachen gabs trotzdem.

Mit Linda die ich in einer Whatsapp-Australien-Gruppe kennen gelernt hab, traf ich mich voller Vorfreude auf Kässpätzle im Hofbräuhaus, das laut Internet bis 12 offen hat. Leider bekamen wir nur noch Pommes und mussten unsere Halbe in 10 min. runter kippen, weil die beschlossen haben, um 10 zu zu machen. Mit Linda verstand ich mich auf Anhieb perfekt, wir haben den gleichen Hintergrund, sehr viele Gemeinsamkeiten, haben witzigerweise alles gleichzeitig gesagt und gemacht und konnten endlich mal wieder richtig wild schwäbisch schwätze. Zur deutschen Festzeltmusik grölten wir lauthals mit, schunkelten und mit den englischen Bedienungen redeten wir deutsch 😛 Nach der Vertreibung haben wir uns mit ihren 4 deutschen Freunden in einer coolen asiatischen Bar getroffen und lange geredet, gelacht und getrunken. Da haben wir auch einen australischen Barbesitzer und seine chilenische Freundin kennen gelernt.

Die Bar war über 1,5 km von meinem Hostel weg und mitten in der Nacht bin ich heim gejoggt, weil es so kalt war. Ich fühlte mich in der Großstadt Melbourne wie zu Hause und total sicher.

Keuchenderweise fiel ich ins Bettle.

Zoologische Grüße

Nadine

 

American-Pancakes

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Arbeitsteilung: Ich hab gekocht und die anderen abgewaschen

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Unser Schaf, Lama und die Giraffe im Hintergrund

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Statuen-Selfies

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Kloselfie

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Emu und Wallaby -Selfie

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Wallaby und Giraffen-Selfie

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Schaf, Lama und Elefant

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Zebra-Selfie

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Auf der jagt nach einem Emu-Selfie

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Gutes, deutsches Bier

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