The day after

Sonntag, 01.11.2015

Eigentlich wollten wir uns um 7 mit Nils zur Surfstunde treffen, aber das war nach 3 und halb Stunden Schlaf nicht möglich. Statt dessen schliefen wir bis 10.
Nach dem gemütlichen Frühstück chillten wir am Pool und verbrachten einen ruhigen Tag.
Nur einen gemütlichen Bummel durch die Stadt unternahmen wir noch und Aylin kaufte sich ein Surf-Shirt. Surfers Paradise ist echt ein wahres Paradies und ich liebe diese Stadt so wahnsinnig. Es ist total schön und alles entspannt hier.
Direkt am Strand war ein Markt und ich kam mit einem Österreicher ins Gespräch der seit 20 Jahren hier lebt und auf dem Markt kleine Plüschkoalas verkauft.
Abends wollten wir wieder weg gehen, aber die Motivation verließ uns irgendwann. So gingen wir dann schon um 10 ins Bett um fit für die Surfstunde am nächsten Morgen zu sein.

Entspannte Grüße
Nadine

 

Bloggen am Pool

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Happy Halloween

Samstag, 31.10.2015

Endlich konnten wir entspannt schlafen und waren erholt als wir aufwachten.
Aylin und ich ließen uns viel Zeit mit Duschen und frühstücken. Als wir dann auf die Uhr schauten der Schock: in 15 min hätten wir zur gebuchten Tour da sein sollen, aber mussten noch zusammen packen und da hin fahren.
Mit ein mal Verfahren kamen wir um Punkt 10 am Hafen an (15 vor war Treffpunkt). Die mitt-sechziger im Boot und die beiden Kapitäne zeigten Verständnis und warteten geduldig.
Auf der sogenannten „Eco Rainforest River Cruise“ mit kostenlos Kuchen, Kaffee und Tee war es wie im Bilderbuch. Der Fluss „Brunswick River“ führt durch den Regenwald und wir waren auf dem kleinen Boot nur 6 Passagiere und 2 Kapitäne.
Wir lernten sehr viel über die Natur, Pflanzen und Tiere, sahen traumhafte Landschaften und viele Fische, Rochen und Vögel, unter anderem Adler. Jeder bekam ein Fernglas und ein Vogelbuch und so konnten wir uns genau informieren. In denen im Endeffekt fast 2 Stunden Fahrt ging es durch den Cape Byron Marine Park und es war super toll. Die Firma hat nicht umsonst so gute Bewertungen auf Trip-Advisor: es blieben keine Wünsche offen, unsere Guides wussten sehr viel, es war entspannt und wir lernten eine Menge. Es heißt auch nicht umsonst Eco-Cruise: die Kapitäne sammelten jedes Müllstück ein das sie fanden.
Hier ein Link zu diesem empfehlenswerten Erlebnis:
http://www.byronbaycruises.com.au/
Wir bedankten uns und dann ging’s zum Aussichtspunkt „Lions Lookout“. Von diesem aus sieht man die unendlichen Weiten des Ozeans und ganz Byron Bay. Es war traumhaft schön da.
Leider mussten wir einen Umweg über den Campingplatz machen, weil ich nach meiner Zeltplane fragen wollte. Kein Mitarbeiter hat diese gesehen und das heißt, dass sie geklaut wurde. Sehr ärgerlich. So fuhren wir über den ganzen Platz und suchten nach der Plane und den Zeltstangen. Ich war sauer, als wir diese nicht fanden, zumal jeder so eine graue Plane hat.
Im MC Donalds-WLAN suchten wir nach einem Park-, oder Campingplatz an der Gold Coast. Leider ist das hier schwierig bis unmöglich und so mussten wir ins Hostel. Der günstigste Campingplatz kostete 50$ und das Hostel 29$ die Nacht. Wir hatten totales Glück mit dem Hostel. Es wurde sogar eine Halloweenparty angeboten und so fiel die Entscheidung leicht.
Wir kamen im „Surf n Sun“ (http://www.surfnsunbackpackers.com) in Surfers Paradise in einem guten 6-Bett Zimmer unter. Direkt neben dem Strand und wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt hat es die perfekte Lage. Der Besitzer ist total freundlich und machte Scherze mit uns.
Mit Katie aus Kanada die in unserem Zimmer ist, kauften wir uns ein bisschen was kostümartiges. Um 8 ging das gemütliche Beisammensein im Hostel los und am Pool genossen wir einige Getränke.
Mit dem Bus wurde die große Partymeute in die Stadt gebracht und der Club-Crawl (http://www.goldcoastbackpackers.net/the-backpackers-big-night-out/) startete. Einmalig zahlte man 30$, bekam freien Eintritt in 4 Clubs und 4 Freigetränke. Der erste Club „Melbas“ war sehr gut. Irgendwie verloren wir die Gruppe, bzw. sie löste sich auf. Nils der aus Deutschland ist und im Hostel arbeitet, führte uns zum anderen Club dem „Beergarden“. Da war es sehr schlecht und eine Band spielte viel zu krassen Rock. Die anderen 4 mit denen wir unterwegs waren, verabschiedeten sich dann und Aylin und ich waren allein. Wir hatten keinen Plan welche beiden anderen Clubs noch freien Eintritt enthielten und schrieben Nils. Er gab uns die Namen von zwei weiteren Clubs aber als wir da waren, erfuhren wir, dass es die falschen sind und somit nicht kostenlos waren. 20$ hätten wir nochmal zahlen sollen. Wir hatten Glück und kamen in den Club „Vanity“ trotzdem for free rein. Die Stimmung dort war der Hammer, es war krass voll und der DJ hat die beste Musik gespielt. Viele verkleidete Leute tanzten bei der Halloweenparty und wir hatten total viel Spaß.
Dank Google Maps fanden wir den Weg „nach Hause“ und schliefen gegen halb 4 nach einem gigantischen Abend glücklich ein.

Gruselige Halloween Grüße
Nadine

 

„Flusskreuzfahrt“

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Rochen

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Unser Boot und Guide

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Selfie

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Aussichtspunkt

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Teufel

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Zwei Teufel

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Alle zusammen

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Hippietown Byron Bay

Freitag, 30.10.2015

Ich war noch nie so froh aufstehen zu können und tat das um 7. Die Nacht war unruhig, weil ich bei jedem Geräusch dachte es wäre die Polizei.
Die Jungs schliefen noch in ihrem Van und wir versuchten zwei Mal erfolglos sie zu wecken.
Die Stranderkundung war sehr schön und der Sandstrand ist toll.
Da es in Coffs Harbour nichts zu unternehmen gibt, setzen wir uns zum langen Frühstück in den MC Donalds. Dieser hat eine große Auswahl an leckeren Dingen. So aß ich eine belgische Waffel mit Beeren, Vanillesoße und Joghurt, ein vegetarisches Frühstück mit Rührei und Aylin gönnte sich Waffeln und ebenfalls ein gutes vegetarisches Frühstück.
Nur 2 Stunden dauerte die Fahrt nach Byron Bay und so waren wir zeitig dort. Das Wetter war sehr gut, der Regen verschwand und die Sonne kam zum Vorschein.
Von den Jungs wussten wir bereits, dass es in Byron fast unmöglich ist kostenlos und unentdeckt zu schlafen.
Leider mussten wir so jeder 22$ für einen Campingplatz zahlen. Zum mindest hatten wir eine Dusche, Strom und eine Küche. Mit einer Zeltplane „reservierten“ wir unseren Platz und fuhren zum Leuchtturm. Diesen hatte ich mit Oma und Papa nur bei Wolken gesehen. Diesmal präsentierte dieser sich bei strahlend blauem Himmel. Den Wanderweg ließen wir uns nicht entgehen und genossen den Blick übers Meer. Unter anderem kamen wir auch am östlichsten Punkt Australiens vorbei.
Mit zwei deutschen Mädels unterhielten wir uns super und es ist immer gut, wenn man neue Bekanntschaften macht.
Der Wanderweg führte uns zum Strand und da machen wir einige gute Fotos.
Beim kurzen Einkaufsstopp entdecken wir einen Gebrauchtwarenladen. Dort erstand ich für günstige $40 einen Wetsuit den ich zum Tauchen und Surfen anziehen kann.
Ein bisschen liefen wir im Stadtkern von Byron spazieren und ich war fasziniert. Überall Hippies, Hippieläden und sehr viele coole, junge Leute. An einem Pizzaladen gönnten wir uns eine sehr leckere Pizza und saßen da eine Weile gemütlich.
Zurück auf dem Campingplatz die böse Überraschung: die Zeltplane und die Zeltstangen waren weg. Ich vermutete ein Angestellter habe diese in Sicherheit gebracht und wollte am nächsten Tag fragen.
Bei ein paar Bier saßen wir in den bequemen Campingstühlen und ließen es uns bei angenehmen Temperaturen gut gehen.
Früh ging’s ins Bett und wir schliefen zufrieden ein.

Entwischte Grüße
Nadine

Strand von Coffs Harbour

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Campervan der Jungs

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MC Donalds Frühstück

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Leuchtturm in Byron Bay

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Wallabi im Busch

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Östlichster Punkt des australischen FestlandesDSC_0253 (FILEminimizer) DSC_0255 (FILEminimizer) DSC_0259 (FILEminimizer) DSC_0279 (FILEminimizer) DSC_0286 (FILEminimizer) DSC_0294 (FILEminimizer) DSC_0303 (FILEminimizer) DSC_0309 (FILEminimizer) DSC_0327 (FILEminimizer)

Na, wer entdeckt den Truthahn?DSC_0330 (FILEminimizer)

Sov viele Stufen auf dem Wanderweg

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Vollgepacktes Auto

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Pizza

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Mini-Campingstuhl

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Hit the road

Donnerstag, 29.10.2015

Zum Glück kam nachts kein Ranger, weil campen hier eigentlich verboten ist. Als um 7 der Wecker klingelte, war ich froh. Wenn man immer Angst haben muss, dass jemand kommt ist das echt nicht cool.
Als wir schon eine Weile wach waren, fuhr ein Ranger her, aber der drehte gleich wieder mit dem Auto um und weg war er, puuh!
Das zusammen schlagen des Nachtquartiers dauerte eine ganze Weile, zumal ich mit Spanngurten alles auf dem Dach festschnallen musste und da nicht so der Profi drin bin 😉 Das Frühstücksgeschirr spülte ich im Meer.
Der Tagesausflug ging in das direkt daneben gelegenen Sea Acres Rain Forest Centre im Nature Reserve.
Für 8$ Eintritt bekamen wir eine 2 stündige, ausführliche Führung durch den Regenwald nur mit zwei anderen Leuten. Zu dieser kamen wir gerade rechtzeitig. Der Guide „Peter“ erklärte uns viel zu den Tieren, Pflanzen, Symbiose usw. Das Highlight war definitiv eine große Python direkt am Wegesrand.
Eine lange MC Donalds WLAN-Session folgte und dann ging’s endlich los nach Coffs Harbour.
Die 2 Stunden Fahrt zogen sich ewig, zumal es überall Baustellen gibt und sich 40, 60 und 80 km/h Schilder die Hand geben.
Wieder im MC suchten wir uns mit Hilfe der App Wiki Camps einen Parkplatz. Dieser war am Meer, aber nicht so schön wie der Letzte und vom Auto aus hatte man keinen Meerblick. Ich bin eben nach einem Tag schon verwöhnt 😀
Gemütlich saßen wir da an den Tischen und wollten den Gaskocher ausprobieren. Dass man dafür studiert haben muss, hat mir vorher keiner gesagt. Eigentlich ist mein englisches Verständnis gut, aber bei der Anleitung verstand ich nur Gaskocher. Eine halbe Ewigkeit experimentierten wir damit herum (zum Glück ist nix explodiert). Ich fühlte mich ein bisschen wie in Chemie in der Schule nur dass ich da wusste, dass nichts passieren kann. Drei nette Aussies in den Dreißigern kamen und wollten uns helfen. Selbst diese verstanden die Anleitung nicht. Der Typ und die zwei Mädels waren aber weitaus intelligenter als wir und nach weiteren 15 min. hatten wir endlich eine Flamme und konnten unsere Fertignudeln „genießen“ (oder auch nicht genießen).
Gemütlich wars dann als wir im Auto saßen, bis ich plötzlich fast einen Herzstillstand bekam. Ein Polizeiauto fuhr her. Das Campen war hier wieder verboten. Die Polizisten standen eine Weile quer vor meinem Auto und fuhren wieder weg. Ich fragte mich, ob sie mir einen Strafzettel an meine Adresse schicken würden. Eine Umfrage bei Freunden und bei Facebook brachte mich nicht weiter. Wir gingen aber davon aus, dass sie nochmal kommen werden. Leider hatten alle Campingplätze in der Umgebung bereits geschlossen und wir fanden nichts anderes. 20 min. weit weg gabs was wo man legal und kostenlos hin konnte.
Beim raus Fahren aus dem Parkplatz sahen wir weiter hinten einen Campervan. Ich klopfte an die Türe und bekam ewig keine Antwort. Auf Englisch fragte ich ins Dunkle hinein, ob jemand wüsste was die Polizei hier tut. Auf Deutsch bekam ich die Antwort, dass die nichts Bestimmtes wollten. Die zwei Jungs Lukas und Lasse aus Südtirol und Schleswig-Holstein wollten ebenfalls dort übernachten. Geteiltes Leid ist halbes Leid und so entschieden wir uns doch dort zu bleiben. Ok, zugegebener Weise war das angebotene Bier zu verlockend 😉 und ein bisschen Nervenkitzel gehört auch zum Reisen. Wir saßen noch bis spät in die Nacht da und quatschten.

Am nächsten Tag wollten sie uns das Surfen beibringen und haben sogar zwei Surfboards. Und das obwohl sie beide erst ein Mal surfen waren 😉 sie meinten wenn die Polizei kommt, solle ich einfach die Strafe nicht bezahlen, aber sowas mache ich nicht. Der Plan war dann, dass wir hinter den beiden parkten und sie mich anriefen, falls die Polizei käme. So lange man wach ist, kann einem nämlich keiner nachweisen, dass man „campt“.
Sehr spät gingen wir ins Autobett mit dem Gedanken die Polizei könne jederzeit wieder kommen und uns falls wir schliefen einen Strafzettel über 300$ verpassen.

Ängstliche Grüße
Nadine

So sind wir morgens aufgewacht

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Regenwald

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Schlange

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Gaskocher

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Strand von Coffs Harbour

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The Sea as a new home

Mittwoch, 28.10.2015

Um 7 wollten wir los. Eigentlich. Bis wir das gaaaaaaanze Gepäck im Auto verstaut hatten war es 9.
Kurze Verabschiedung von unserem Chef, Morgan und Dani. Dann von den Pferden und Hunden. Unsere Chefin war noch nicht zurück.
Das letzte Mal aus dem Hof raus fahren. Die Vorfreude auf den Roadtrip überwiegt ganz klar den Abschiedsschmerz. Ich lasse beim raus fahren die schwere Arbeit und den vielen Stress hinter mir. Fast zweieinhalb Monate war dies mein Zuhause. Ich hatte mich an unseren schimmligen Küchencontainer und an den alten, verratzten Wohnwagen gewöhnt.
Zuerst mussten wir über ultra schmale Serpentinenstraßen fahren und ein paar Mal hatte ich Angst, dass ich mit meinem großen Auto nicht an den Anderen vorbei passe. Ich war froh als wir endlich auf dem Highway waren.
Die 5 stündige Fahrt verlief gut und Aylin schlief ein bisschen. Ich war zum Glück top fit.
Der erste Stopp auf der Reise war der MC Donalds in Port Macquarie. Dort war ich mit Papa und Oma bereits.
Aylin zeigte ich das Koala Hospital und sie fand die kleinen Bärchen genau so süß wie ich. Die Fütterung um 3 ließen wir uns nicht entgehen.
Dank der App Wiki-Camps, die sehr hilfreich ist, machten wir ein Nachtquartier ausfindig. Direkt am Strand an einer schönen Bucht gelegen. Die App verrät einem Campingplätze, kostenlose Parkplätze, Duschen und vieles mehr.
Leider hab ich meinen Campingtisch auf der Farm vergessen und wir fuhren ins Bauhaus um einen Neuen zu erwerben. Die 30$ waren mir aber zu teuer und somit muss es ohne Tisch gehen.
Gleich am ersten Abend „cheateten“ wir und kauften uns eine Dominos Pizza. Naja, der Gaskocher kommt noch oft genug zum Einsatz.
Als wir an unserem Nachtquartier am Strand saßen, Pizza aßen, ein Bier tranken, den Wellen lauschten und die Surfer beobachteten, wusste ich (mal wieder) wofür ich lebe. Ich genieße es einfach so sehr und dies war wieder ein totaler Moment von Freiheit. Einfach tun worauf man Lust hat. So stelle ich mir mein Leben vor und es hätte nichts Schöneres für mich geben können.
An dem Strand kommen total viele Leute mit ihren Hunden und mit einem netten jungen Mann kam ich ins Gespräch, weil er neugierig war woher wir sind.
Nachdem es draußen zu windig war, krabbelten wir ins Auto und schliefen glücklich und zufrieden ein.

Grüße vom Roadtrip
Nadine

 

Abschiedsbild

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Käsekuchen mit Vanilleeis

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Tschüss Lieblingspony

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Aylin und ihr Lieblingspferd

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Packen: Aylin und ihr Zeug und ich mit meinem Berg

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Joey sucht die Maus

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letztes Bilder der gesamten Farm

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geringer Größenunterschied

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Gutes Poolwasser

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Tschüss big boy Dan

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Tschüss Joey

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Bye bye Stumpy

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Unser Nachtquartier

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Abendessen

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Why starting a world-trip

Warum eine Weltreise starten?
Warst du jemals vom Leben gelangweilt? Die selbe tägliche Routine, die selben Leute, die selbe Arbeit, die gleichen Clubs am Wochenende, arbeiten bis zur Rente mit über 60? Das war nicht wirklich das, was ich machen wollte. Für mich wurde es Zeit was zu ändern. Es war definitiv keine einfache Entscheidung, aber ich bin sehr froh es getan zu haben! Ich kündigte meinen sicheren Job in Deutschland und startete eine Weltreise. Seit März 2015 reise ich und ich könnte mir nichts Besseres vorstellen. Ich habe die Tempel in Thailand gesehen, hab einen Vulkan in Indonesien bestiegen, bin in einer Lagune in Laos geschwommen, hatte eine großartige Aussicht von einem der höchsten Gebäude der Welt in Malaysia, habe das “Regel-Land” Singapur besucht, gezockt und Silvester in Las Vegas verbracht, ein Känguru in Australien gestreichelt und ich will noch viel mehr erleben. Meine bucket-list ist endlos und ich denke noch nicht darüber nach nach Hause zu gehen.
Ich liebe was ich momentan mache. Für mich ist es die Freiheit die ich immer wollte. Es ist einfach unglaublich genial einfach zu tun worauf man Lust hat, zu Reisen wohin man will, Pausen zu haben wann man es braucht, alles zu erkunden was man sieht und für mich heißt das, dass ich total zufrieden damit bin.
Ich reise allein und ich werde sehr oft gefragt ob das gefährlich ist. Ich sage: Nein überhaupt nicht! Sogar in Süd-Ost-Asien bin ich nachts allein von der Disco heim gelaufen und ich habe mich immer sehr sicher gefühlt. Wenn man keinen dummen Sachen macht ist das allein Reisen als Frau gar kein Problem. Es gibt Vor- und Nachteile vom Reisen allein. Wenn man allein ist, trifft man auf jeden Fall mehr Leute, man ist flexibler und man kann sich den Leuten anschließen die man mag. Ich habe schon oft von Leuten gehört die eine Reise zusammen begonnen haben und sich nach nur ein paar Wochen getrennt haben. Wenn dein Reisepartner vom gleichen Land ist, sprichst du oft nur die eigene Sprache und kannst dein Englisch nicht so schnell verbessern als wenn du allein reist.
Zu Hause habe ich als Mediengestalterin gearbeitet und das ist sehr nützlich. Mein großer Traum ist dass ich irgendwann meinen Lebensunterhalt mit bloggen über meine Reisen verdienen kann. Ich liebe meinen Beruf sehr und es wäre sehr gut, wenn ich Internetseiten von der ganzen Welt aus erstellen könnte. Ich liebe es zu bloggen, wenn ich im Korallenmeer sitze oder in einem Pool in Australien bade.
Ich würde es jedem empfehlen zu Reisen. Man wächst mit seinen Erfahrungen, wird stärker, man lernt alles allein zu machen und wenn man durch Süd-Ost-Asien mit dem Bus gereist ist, kommt man überall zu Recht 😉 Jeder der ein bisschen Geld überig hat sollte Reisen und das Leben genießen.
Ich liebe das Zitat: “Traveling is the only thing you can buy that makes you richer”.

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Nadine

Last day

Dienstag, 27.10.2015

Da ich genau an meinem Geburtstag ein sehr gutes Jobangebot bekommen habe und Aylin ein paar Tage später ebenfalls auf einer anderen Farm, entschieden wir uns zu „kündigen“. Jenny reagierte gelassen, als wir es ihr letzte Woche mitteilten. Wir sollten jedoch jemanden Neuen suchen und könnten davor nicht gehen, so die Aufforderung.
Ich fange am 5. November in einem Rennpferdestall in Kumbia in Queensland an und freue mich total darauf. Um die freie Zeit bis dahin zu genießen, beschlossen Aylin und ich vorher einen Roadtrip zu machen. Da die Jobs an der Ostküste liegen bietet es sich an dort entlang zu fahren. Das habe ich zwar schon mit Oma und Papa gemacht, allerdings im Schnellverfahren.
Am Dienstag hatten wir dann also unseren letzten Tag und es regnete. Während wir die Paddocks abmisteten wurden wir schön nass. Andrew wollte reiten und im strömendem Regen sattelte ich das erste Pferd. Zum Glück hörte der Regen dann auf.
Als alle Pferde geritten waren, konnten wir schon um 2 in die Pause.
Wir freuten uns früh packen zu können, aber unser Chef gab uns Extraaufgaben. Wir sollten eine Tränke putzen und mussten noch Dinge die am Vormittag liegen geblieben waren erledigen, wie Misteimer einsammeln und ausleeren, fegen und 2 Pferde aufs Laufband stellen. Die Tränke machten wir nicht, weil das ein Riesenaufwand ist, man nass wird, es kalt war und wir diese erst vor 2 Wochen gemacht hatten. Außerdem hatten wir die Tage davor schon sehr viele Tränken gemacht.
Das letzte Mal ritt ich danach mein Pony und war traurig, dass ich ihn bald nicht mehr sehen werde. Da er gestern gestanden ist, es windig und kalt war, hat er sich oft erschreckt und war ziemlich motiviert 😉 Das kenne ich aber von ihm und es hat trotzdem viel Spaß gemacht. Ich war gerade im Galopp als Andrew mit dem Auto am Reitplatz hielt. Das neue Mädchen das wir über Facebook gefunden haben, würde bald am Bahnhof ankommen und eigentlich wäre es unsere Aufgabe gewesen sie abzuholen. Halt ! Davon war mir nichts bekannt. Außerdem sehe ich es nicht ein, mit meinem Auto 80 km zu fahren und so lang unterwegs zu sein, wenn ich eh schon im Packstress bin. Erst sollen wir jemanden organisieren der hier arbeitet und das Mädel dann auch noch abholen.. Zum Glück fuhr Andrew und bevor er sich davon machte, fragte er, ob überhaupt Platz für das Mädel sei. Ich betonte, dass Aylin und ich seit 2 Tagen zusammen in einem Wohnwagen schlafen und die neue mit Dani in einem Wohnwagen muss.
Die Französin „Morgan“ war sehr nett und wir vier verstanden uns super. Andrew meinte dann, dass einer von uns noch mit ihr in den Supermarkt fahren soll. Ja klar, ich muss packen und dann auch noch in den Supermarkt fahren. Zum Glück erklärte sich Dani bereit am nächsten Tag zu fahren.
Das Schlimmste stand mir noch bevor: Packen ! Ich hasse es und selbst nachdem ich nun schon sooo oft gepackt habe, bekomme ich keine Struktur rein. Aylin war nach 5 min. fertig und hatte einen großen und einen kleinen Rucksack. Ich war nach einer Stunde immer noch mitten im Chaos. Da ich ja nun schon seit Mai in Australien bin, hat sich einiges eingesammelt. Mit einem großen, einem kleinen Rucksack, 5 Taschen und einer großen Essenstüte hatte ich unglaublich viel Zeug. Das Einladen des Autos verschob ich auf den nächsten Morgen.
Es kam nämlich „Home and away“ im TV und ich bin süchtig nach dieser australischen Soapserie. Danach kam die Entscheidungsshow von X-Faktor und das wollte ich auch nicht verpassen.
Erst ganz spät legten wir uns beide schlafen und die letzte Nacht auf der Farm brach an.

Liebe Grüße
Nadine

 

Hofhund Dan

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Unser schimmliger Küchencontainer

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Unsere Wohnwagen

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Wohnwagen von innen

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Aylin auf dem Quad

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Pferde füttern

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Teich neben unseren Wohnwagen

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unsere Wäsche

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Brissie auf Hochglanz

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Aylin beim Füttern

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Hofhund Joey

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Hofhund Stumpy

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Traktor

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Aylin macht Fotos

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Travelling makes friends

Montag, 26.10.2015

Schon früh ging’s mal wieder an unserem freien Tag in die Stadt.
Sydney hat ja sehr viel zu bieten und so finden wir jedes Mal etwas Neues das wir unternehmen können.
Am Circular Quay war Endstation für uns mit dem Zug. An einem Imbiss kauften wir uns Veggieburger und setzen uns ans Meer. Leider mussten wir uns unser Essen mit Tieren teilen. Eine sehr freche Möwe flog vorbei und klaute Aylins Hamburgerdeckel. Zwei riesige Vögel mit langen, schwarzen Schnäbeln schlichen sich ganz hinterlistig heimlich von hinten an und wollten auch die Burger probieren. Das sorgte für Lacher bei den Leuten um uns herum.
Neben uns war ein Aborigini der sein Digeridoo dabei hatte. Er saß nur da und in seinen Hut schmissen viele Leute Geld. Ich kam mit ihm ins Gespräch. Er erzählte, dass er bereits in Osnabrück war, um zu reiten. Dieses Jahr fliege er nach Rio um auch Pferde zu besichtigen. Waaaas? Ein Aborigini der nach Deutschland fliegt um zu reiten? Sehr außergewöhnlich !
Die Fähre brachte uns zum Watson Bay. Das ist wie der Name schon sagt eine Bucht von Sydney. Die halbstündige Fahrt war schön, aber leider war es ziemlich bewölkt. Für die Menschen hier ist Schiff fahren wie für andere Bus. Es gibt sowas wie Bushaltestellen an denen u.a. viele Geschäftsleute die Fähre betreten.
In Watson Bay setzen wir uns in das Restaurant „Beach Club“ und genossen den Blick auf den kleinen Strand. Plötzlich fing es sehr heftig an zu stürmen und wir flüchteten ins Innere. Draußen tobte ein Sturm und alles flog wild durcheinander.
Nach einer Weile kamen Quentin und sein Freund. Ihn hab ich im März in Bangkok kennen gelernt, im April in Vang Vieng zufällig wieder getroffen und diesmal haben wir uns in Sydney verabredet. Alle vier unterhielten wir uns super und es gab viel zu erzählen.
Wir suchten leider vergeblich den Leuchtturm und es war bewölkt, aber wir liefen noch eine Weile durch den „Sydney Harbour National Park“ und hatten viel Spaß.
Sarah von der Farm hatte uns eigentlich zu sich nach Hause eingeladen, weil sie in Watson Bay wohnt, aber irgendwie hat es nicht geklappt, weil sie noch unterwegs war.
Mit der Fähre ging es nach einem tollen Tag zurück aufs Festland und dann trennten sich unsere Wege für diesen Tag.
Wir Mädels machten noch nen Shoppingausflug ins Queen-Victoria-Building, schnorrten WLAN im MC und gönnten uns eine Falaffel am Imbiss.
In Windsor kauften wir im Woolworths viel Essen für unseren Roadtrip und waren erst um 11 zurück auf der Farm. Leider verpasste ich somit Home and away und X-Faktor 😦
Dani war noch wach und bot uns was von ihrem Vodka Strawberry an.
Ich machte es mir auf der Eckbank im Wohnwagen gemütlich die erstaunlich bequem ist und Aylin bekam wieder mein Bett. Viel zu spät schliefen wir ein.

Grüße vom schönen Watson Bay
Nadine

Das Essen mussten wir teilen

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großes Schiff

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Watson BayIMG_2374 (FILEminimizer) IMG_2375 (FILEminimizer) IMG_2378 (FILEminimizer)

Quentin und ichIMG_2379 (FILEminimizer) IMG_2381 (FILEminimizer) IMG_2386 (FILEminimizer) IMG_2388 (FILEminimizer) IMG_2395 (FILEminimizer) IMG_2396 (FILEminimizer)

Meer-Selfie

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Harbour-Bridge

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sehr windig

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Oper

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Quentin am chillen

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Quentin, ich, Aylin und Nico

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Aylin und ich

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Vodka von Dani passt zu meiner Hose

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Final week

Dienstag, 20.10. – Sonntag 25.10.2015

Eigentlich hätte die Woche ganz entspannt werden können. Ja ok, hätte, wäre, wenn….
Nach unserem freien Tag mussten wir gleich wieder ranklotzen. Andrew ist zwar nicht geritten, aber das bedeutete für uns alle Pferde aufs Laufband zu stellen. Unsere Extraaufgaben von Jenny waren dann Gamaschen und Sattelzeug putzen, Tränken putzen, Gartenarbeit, Pool sauber machen, Schuppen entstauben und aufräumen und vieles mehr. Andrew sagte uns ja, dass wir mehr Heu füttern sollen, weil wir zu wenig geben würden. Da die Pferde es nicht essen, sollen wir es oft zusammen rechen und auf die Miste bringen. Das nenne ich Verschwendung. Auch mussten wir einigen Pferden mehrere Tage hintereinander ein „Show-Shampoo“ geben, obwohl diese nur Freizeitpferde sind und eigentlich gar nicht schön sein müssen. Das dauert ewig und alles wird gründlich geputzt und einshampooniert. Es war so kalt, dass es doof war, dass man danach total nass ist.
Abends habe ich gerade Sprachnachrichten mit Deutschland hin und her geschickt, als mir plötzlich ein lautes „uaaaah“ raus rutschte. Ich lag schon im Bett und direkt neben mir eine riesige Spinne. Eigentlich habe ich keine Angst vor Spinnen, aber hier weiß man ja nie ob diese giftig sind. Auch die Google Suche und eine Facebook-Umfrage ergaben nichts Neues. Als ich meiner Chefin ein Bild schickte, schrieb sie zurück, dass die Spinne nicht giftig sei. Wie ich durch Facebook später erfuhr, handelte es sich um eine Huntsman. Ich schob das fette Tier mit einem Tempo in einen Schuhkarton und setzte sie vor die Wohnwagentür. In dieser Nacht schlief ich erst um 1 ein, weil ich dachte, dass die Spinne wieder kommt und ich bis dahin noch nicht sicher wusste, ob sie wirklich nicht giftig war. Huntsman können beißen und das ist wie wenn man von einer Biene gestochen wird, aber richtig giftig sind sie nicht.
Am Mittwoch waren unsere Chefs ungewohnt freundlich zu uns. Meine harten Worte letzte Woche haben wohl was gebracht. Auch an diesem Tag ist unser Chef nicht geritten und alle Pferde gingen auf das Laufband. Zum Glück fuhren auch noch beide Chefs nachmittags weg. Wir sollten den großen Turnier-LKW putzen und taten das auch ganz gründlich. Da das Putzzeug so geschickt da stand, nutzte ich das aus und Brissie wurde mal wieder auf Hochglanz gebracht. Aylin half mir und wir schrubbten kräftig was das Zeug hielt. Mein geliebtes Auto ist nun wieder total weiß und wie neu. Den restlichen Tag ließen wir es ruhig angehen, weil ich noch ziemlich kaputt vom Turnier war.
Donnerstags verließen uns zwei Zuchtstuten. Diese wurden zuvor getrimmt, also die Haare an Ohren, Gesicht und Beinen gekürzt. Die eine Stute wollte das sich aber partout nicht machen lassen. Jenny stellte sich vor sie und wollte die Nasenbremse drauf machen. Das große, starke Tier rannte sie aber einfach um und unsere Chefin lag am Boden. Andrew kam und da die Stute sein Lieblingspferd ist, sagte er: „armes Pferd, was macht die mit dir?“ und lachte meine am Boden liegende Chefin aus. Diese musste mit lachen, sagte dass „sein“ Pferd sehr frech zu ihr sei und auf einmal mussten wir alle drei lachen was das Zeug hielt. Dann versuchte es Andrew mit der Nasenbremse, aber auch bei ihm war die Stute stur. „Arme Stute“, sagte dann Jenny und es herrschte wieder Gelächter.
Zum Glück waren die Pferde dann eine Stunde später weg und Andrew mit ihnen.
Ohne irgendwelche Vorwarnung stand am Freitag morgen plötzlich ein Mädel da. „Dani“, stellte sie sich vor. Sie war bereits für sehr lange Zeit hier gewesen, wieder nach England geflogen und sei nun für ihr 2. Jahr in Australien. Ohne, dass Aylin und mir was gesagt wurde, beschlossen unsere Chefs, dass eine von uns sich mit Dani einen Wohnwagen teilen sollte. Ich dachte ich falle vom Glauben ab. In beiden Wohnwagen gibt es nur kleine unbequeme Eckbänke und dann sollten wir mit einer fremden Person auf engstem Raum schlafen. Dani teilte uns das mit und die Chefs hielten nicht mal für nötig es uns selbst zu sagen. In der Küche hat es außerdem fast keinen Platz um dort zu 3. zu essen.
Dani quartierte sich dann aber ihre ersten beiden Nächte im Gästezimmer im Haus unserer Chefs ein und zog dann erst zu uns. Die 3 restlichen Nächte konnten wir uns damit arrangieren, zumal Dani nett zu uns war. Aylin schlief bei mir, bekam mein Bett und ich schlief auf der Eckbank, was ganz ok war.
Am Tag als Dani kam, brachten wir wie jeden Morgen 2 Pferde zum Anbindeplatz um diese auf das Laufband zu stellen. Ein Pferd wieherte und wir guckten, aber es war alles ok. Unsere Chefin kam im Bademantel aus dem Haus gefegt und war total aufgeregt. Sie könne bei dem Wiehern gar nicht mehr schlafen (er hat ein Mal gewiehert und war sonst gelassen) und was uns denn einfallen würde beide Pferde mit zum Anbindeplatz zu bringen. Ja das mache ich seit 2 und halb Monaten jeden Tag so?! Das könne ja gar nicht sein das habe sie noch nie gesehen. Später stellte sich heraus, dass der Wallach gewiehert hatte, weil die Zuchtstuten gegenüber jetzt nicht mehr da waren. Auf jeden Fall sagte Jenny dass der Wallach sich verletzen würde und wir schnell das eine Pferd zurück bringen sollten. Gesagt getan. Dann sagte sie, dass morgens das Misten auch viel wichtiger wäre als das Laufband und eine halbe Stunde fragte sie, warum denn kein Pferd auf dem Laufband wäre. Logik ?
Beim Arbeiten wurde ich sofort zum Azubi downgegraded. Meinen Job die Pferde zu satteln übernahm Dani und ich musste statt dessen Hivi-Jobs erledigen. Naja dachte ich, die paar Tage halte ich auch noch aus. Zumindest geht zu 3. alles schneller, was natürlich nicht hieß, dass wir früher fertig waren.
Aylin und ich mussten ganz viele Stöcke von einem Zaun entfernen die ursprünglich da waren um diesen zu verschönern. Mit einem Seitenschneider sollten wir die vielen Drähte durchschneiden und dann das ganze Holz mit dem Quad neben die Miste bringen. Außerdem waren unsere Aufgaben Unkraut zu zupfen und viele andere Kleinigkeiten machen.
Mit Dani verstanden wir uns sehr gut. Sie ist total nett.
Am Freitag startete ich pünktlich um halb 8 die Paddocks abzumisten. Dani hatte bereits 4 gemacht. Als wir fertig waren ging sie ins Haus, unsere Chefin kam raus und meinte dass Dani ja nun viel mehr Paddocks gemacht hätte und das unfair wäre. Ja soll ich jetzt auch um 7 da stehen ? Als „Ausgleich“ musste ich alle Kübel zur Miste bringen und leeren. Das ist viel schwerer als die Paddocks machen und allein sehr schwer. Da mache ich lieber alle Paddocks.
An einem Abend regnete es viel und wir wollten mit Füttern warten bis der Regen weniger wurde. Leider wurde er gerade stärker als wir mitten drin waren.
Das war also unsere letzte Woche auf der Farm.

Liebe Grüße
Nadine

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