Hit the road

Donnerstag, 29.10.2015

Zum Glück kam nachts kein Ranger, weil campen hier eigentlich verboten ist. Als um 7 der Wecker klingelte, war ich froh. Wenn man immer Angst haben muss, dass jemand kommt ist das echt nicht cool.
Als wir schon eine Weile wach waren, fuhr ein Ranger her, aber der drehte gleich wieder mit dem Auto um und weg war er, puuh!
Das zusammen schlagen des Nachtquartiers dauerte eine ganze Weile, zumal ich mit Spanngurten alles auf dem Dach festschnallen musste und da nicht so der Profi drin bin 😉 Das Frühstücksgeschirr spülte ich im Meer.
Der Tagesausflug ging in das direkt daneben gelegenen Sea Acres Rain Forest Centre im Nature Reserve.
Für 8$ Eintritt bekamen wir eine 2 stündige, ausführliche Führung durch den Regenwald nur mit zwei anderen Leuten. Zu dieser kamen wir gerade rechtzeitig. Der Guide „Peter“ erklärte uns viel zu den Tieren, Pflanzen, Symbiose usw. Das Highlight war definitiv eine große Python direkt am Wegesrand.
Eine lange MC Donalds WLAN-Session folgte und dann ging’s endlich los nach Coffs Harbour.
Die 2 Stunden Fahrt zogen sich ewig, zumal es überall Baustellen gibt und sich 40, 60 und 80 km/h Schilder die Hand geben.
Wieder im MC suchten wir uns mit Hilfe der App Wiki Camps einen Parkplatz. Dieser war am Meer, aber nicht so schön wie der Letzte und vom Auto aus hatte man keinen Meerblick. Ich bin eben nach einem Tag schon verwöhnt 😀
Gemütlich saßen wir da an den Tischen und wollten den Gaskocher ausprobieren. Dass man dafür studiert haben muss, hat mir vorher keiner gesagt. Eigentlich ist mein englisches Verständnis gut, aber bei der Anleitung verstand ich nur Gaskocher. Eine halbe Ewigkeit experimentierten wir damit herum (zum Glück ist nix explodiert). Ich fühlte mich ein bisschen wie in Chemie in der Schule nur dass ich da wusste, dass nichts passieren kann. Drei nette Aussies in den Dreißigern kamen und wollten uns helfen. Selbst diese verstanden die Anleitung nicht. Der Typ und die zwei Mädels waren aber weitaus intelligenter als wir und nach weiteren 15 min. hatten wir endlich eine Flamme und konnten unsere Fertignudeln „genießen“ (oder auch nicht genießen).
Gemütlich wars dann als wir im Auto saßen, bis ich plötzlich fast einen Herzstillstand bekam. Ein Polizeiauto fuhr her. Das Campen war hier wieder verboten. Die Polizisten standen eine Weile quer vor meinem Auto und fuhren wieder weg. Ich fragte mich, ob sie mir einen Strafzettel an meine Adresse schicken würden. Eine Umfrage bei Freunden und bei Facebook brachte mich nicht weiter. Wir gingen aber davon aus, dass sie nochmal kommen werden. Leider hatten alle Campingplätze in der Umgebung bereits geschlossen und wir fanden nichts anderes. 20 min. weit weg gabs was wo man legal und kostenlos hin konnte.
Beim raus Fahren aus dem Parkplatz sahen wir weiter hinten einen Campervan. Ich klopfte an die Türe und bekam ewig keine Antwort. Auf Englisch fragte ich ins Dunkle hinein, ob jemand wüsste was die Polizei hier tut. Auf Deutsch bekam ich die Antwort, dass die nichts Bestimmtes wollten. Die zwei Jungs Lukas und Lasse aus Südtirol und Schleswig-Holstein wollten ebenfalls dort übernachten. Geteiltes Leid ist halbes Leid und so entschieden wir uns doch dort zu bleiben. Ok, zugegebener Weise war das angebotene Bier zu verlockend 😉 und ein bisschen Nervenkitzel gehört auch zum Reisen. Wir saßen noch bis spät in die Nacht da und quatschten.

Am nächsten Tag wollten sie uns das Surfen beibringen und haben sogar zwei Surfboards. Und das obwohl sie beide erst ein Mal surfen waren 😉 sie meinten wenn die Polizei kommt, solle ich einfach die Strafe nicht bezahlen, aber sowas mache ich nicht. Der Plan war dann, dass wir hinter den beiden parkten und sie mich anriefen, falls die Polizei käme. So lange man wach ist, kann einem nämlich keiner nachweisen, dass man „campt“.
Sehr spät gingen wir ins Autobett mit dem Gedanken die Polizei könne jederzeit wieder kommen und uns falls wir schliefen einen Strafzettel über 300$ verpassen.

Ängstliche Grüße
Nadine

So sind wir morgens aufgewacht

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Regenwald

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Schlange

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Gaskocher

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Strand von Coffs Harbour

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