Scary Movie

Sonntag, 13.09.2015

Wie auch die letzten Tage fing dieser mit einem Frühstück im Motel an.

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Das Leben aus dem Koffer wird nun auch für Oma und Papa immer mehr zur Gewohnheit und gepackt ist schnell. So verließen wir Brisbane früh am Morgen.

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Nach nur 77 km erreichten wir das berühmte Surfers Paradise an der Gold Coast und fanden gleich einen kostenlosen Parkplatz.

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Das Stadtbild ist total interessant und außergewöhnlich. Ähnlich wie in Brisbane findet man hinter den gigantischen Wolkenkratzern einen kilometerlangen wunderschönen Sandstrand und das blaue Meer. Oma war glücklich, als wir wieder durch den weichen Sand gelaufen sind. Dort war auch gerade eine Surfschule anzutreffen und wir beobachteten wie die Leute das erste mal versuchten auf den Brettern zu stehen.

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Nach dem Cappuccino und Eis im MC Donalds schlenderten wir gemütlich über die Einkaufsstraßen von Surfers. Das Wetter wurde nach anfänglichen Wolken perfekt und die Sonne schien. (Hier hatte ich zuerst „scheinte“ stehen, aber mein Microsoft Word korrigierte mich 😛 Schwaben eben).

Es gab viele Straßenkünstler und unter anderem eine Frau die Akkordeon spielte, sang und mit ihrer guten Laune die ganze Fußgängerzone unterhielt. Dieser gaben wir gerne was.

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Ein weiteres Kulturerlebnis das meine beiden Schwaben nicht verpassen durften, war ein Besuch im Pie Face. Dort gibt es die australische Nationalspeise „Pie“. Meistens mit Fleisch (aber auch vegetarisch) und Bratensoße ist die gefüllte Teigtasche ein beliebtes Fast-Food Gericht. Beliebt zumindest bei den Australiern. Papa fand es nicht so lecker und aß es nicht mal auf und Omas Begeisterung hielt sich auch in Grenzen. Dazu gabs Nudelsalat, aber wenigstens der schmeckte. Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht und so ging mein Versuch die beiden ein wenig zu Australiern zu machen in die Hose. Die müssen mal abwarten, bis sie Vegemite probieren 😉

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Irgendwie haben wir es dann mal wieder geschafft uns im Einkaufszentrum zu verirren und Papa wartete wie so oft sehr geduldig. Nach kurzer Zeit merkten wir aber, dass das keine so gute Idee ist, wenn draußen die Sonne scheint.

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An der Fußgängerzone entdeckten wir ein 7-D Kino. Papa weigerte sich komplett und Oma hatte ich nach ein paar Überredungsversuchen im Schlepptau. Für 15$ bekamen wir die 3-D Brillen aufgesetzt, saßen allein in einem Wagen und schnallten uns an. Die nette Dame erklärte uns wie wir auf uns aufmerksam machen sollten, wenn uns schlecht werden würde. Unser Film hieß „Wall of China“ (chinesische Mauer). Wir fuhren mit einem Tuk Tuk die komplette Mauer entlang und gerieten außer Kontrolle. So flogen wir auch meterweit runter, überschlugen uns und fuhren rückwärts. Effekte wie Wasser, Seifenblasen, Wind und Nebel gaben uns das Gefühl wirklich in China zu sein. Die Fahrt war sehr rasant und Oma und ich hatten sehr viel Spaß. Papa konnte unsere Gesichter draußen auf einem Monitor live mitverfolgen. Uns wurde nicht schlecht und wir waren froh diese große Gaudi mitgemacht zu haben.

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Leider ließ es unser straffer Zeitplan nicht zu noch länger zu bleiben und Papa drängte uns, weil wir noch einen weiten Weg vor uns hatten.

Bei aller bestem Wetter verließen wir so den traumhaften Sandstrand von Surfers Paradise.

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In der 3 stündigen Fahrt ging es nach Grafton. Das Fahren teilte ich mir mit Papa und mit einer Pause gingen die knapp 250km schnell vorbei. Wieder wurden wir die ganze Zeit durch die unendlich vielen Baustellen ausgebremst und Papa fluchte ständig. Als wir dann pünktlich zum wunderschönen Sonnenuntergang in dem kleinen Grafton ankamen, gingen wir erst mal einkaufen.

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Irgendwie fährt Papa ständig zu weit links und wenn ich ihn drauf hinweise, werde ich angezickt 😛 An einer Kreuzung guckte Papa zuerst links statt rechts und wenn ich nicht noch gerade rechtzeitig „Halt“ geschrien hätte, wäre Brissie (und wahrscheinlich alle anderen) verletzt gewesen. Zum Glück ging es gut und an jeder weiteren Kreuzung erinnerte ich Papa ans rechts Gucken. Dummer Linksverkehr…

Im Supermarkt Coles gingen wir wie immer an die selbstscann-Kasse. Diese sieht ganz genau, ob man noch Sachen im Wagen hat und wo man seine Tüten hin packt. Oma war dadurch sehr verwirrt. Ein Mitarbeiter musste 4 Mal kommen und die Kasse neu aktivieren, weil Oma so oft hin und her geräumt hat und so die Kasse blockiert wurde.

Dank des Kassenzettels von Coles konnten wir wie immer 4ct pro Liter sparen und tankten für 1,20$/Liter voll.

Als wir im Motel ankamen und unsere Namen durchgaben, waren wir verwirrt. Die Frau fand uns im System nicht. Meine Vermutung uns im falschen Motel zu befinden, bestätigte sich dann leider. Uuuups, peinlich !

Im richtigen Motel wollten wir nur noch einchecken. Obwohl auf der Seite von booking.com stand, dass die Rezeption unseres gebuchten Motels bis 22 Uhr offen hat, fanden wir um 19 Uhr niemanden vor. Ein Zettel an der Türe teilte uns mit, dass wir zum Nachbarhotel gehen sollten.

Dort war es genau so verlassen und die Rezeption leer. Kein Mensch war da und so gingen wir wieder zurück in unser Motel, das immer noch so einsam war. Nirgends brannte Licht, kein Auto stand auf dem Parkplatz, aber ein Schild verriet uns, dass es ausgebucht sei. Wir kamen uns vor wie in einem sehr schlechten Horrorfilm und es war sehr gruselig. Wir versuchten die Nummer anzurufen, die an der Türe stand, aber bekamen nur den Anrufbeantworter zu hören. Die andere Nummer von der Seite von booking.de funktionierte ebenfalls nicht. Dort stand aber, dass das Geld bereits von unserer Kreditkarte abgebucht wurde, also konnten wir auch nicht einfach abhauen. Es wurde immer gruseliger und wir fragten uns, wo die versteckte Kamera sei. Eine Notfallhotline warnte uns vor Missbrauch dieser und dass wir sonst eine Strafe zahlen müssten. War uns egal und endlich meldete sich dort ein Mann. Dieser gab mir die Anweisung zu einem Safe zu gehen der an der Wand hing. Er nannte mir den Code und mit Hilfe einer Anleitung daneben, öffnete ich den magischen Sesam. Perfekt vorbereitet fanden wir einen Briefumschlag mit unserem Namen, dem Schlüssel darin, einen Willkommensbrief und einen Plan wo sich unser Zimmer befindet. Wir mussten alle total laut los lachen und haben gesagt, dass wir da auch selbst drauf kommen hätten können. Den Code hätten wir aber ja sowieso nicht gewusst…. Jedenfalls hatten wir dann Glück und das Zimmer war total groß und schön.

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Nach dem Verstauen unserer Sachen setzten wir uns auf den Balkon und aßen Vesper.

Irgendwann kamen auch noch andere Leute und ich fragte mich, ob sie was sagen würden, weil Oma den Tisch und die Stühle vor deren Zimmer „geklaut“ hatte. Die Leute sagten nichts und wir waren froh im verlassenen Gruselmotel nicht allein schlafen zu müssen.

Spät gingen wir ins Bett.

Grüße von Scary Movie

Nadine

Skyscrapers, Lagoons and white Sand in the city

Samstag, 12.09.2015

Natürlich begann der Tag wieder sehr früh mit einem guten Frühstück auf dem Motelbalkon. Das Wetter war besser als vorausgesagt und so zogen wir los.

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Direkt neben unserem Motel ist eine Bushaltestelle und wir nahmen den Bus in Richtung City. Für stolze 17$ für uns drei fuhren wir gerade mal 5 km.

Der erste Besichtigungspunkt war der Botanical Garden in mitten von Brisbane. Dieser ist sehr schön angelegt es hat viele Pflanzen und Blumen und wir sahen sogar Echsen rum rennen. Diese sonnten sich und waren richtig groß und gar nicht schüchtern. Als eine davon Papas Weg kreuzte, erschrak er sich zu Tode. Keine Ahnung was es genau für Reptilien waren (vielleicht Bartagamen?), aber sie waren sehr cool.

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Das Lustige ist, dass hier Grünanlagen in mitten der Stadt sind. Die 2,2 Mio. Einwohnerstadt ist die 3. größte von Australien. So ist es ein krasser Anblick in mitten der unendlich vielen Wolkenkratzern einen großen Fluss und viele Parkanlagen zu finden.

Um ein bisschen was von der Stadt zu sehen, entschieden wir uns für eine Flussrundfahrt. Das Ticket für 16$ für 3 Leute galt für 3 Stunden und war somit sehr günstig. Wir sahen viele Brücken, tausende von privaten Bootsanlegestellen und ein schönes Flussufer. Die Fähre hatte richtig Power und ging ordentlich vorwärts. Das Wetter spielte wider erwarten sehr gut mit und wir konnten sogar unsere Jacken ausziehen, weil es so warm wurde.

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Bei einem Mittagessen im Hungry Jacks wo es sehr chaotisch zu ging, bekamen wir eine Cola, einen Veggieburger und eine Pommes zu viel, weil die Schalterdame es nicht drauf hatte.

Dann gab es eine Schwabenvereinigung. Leo die ich schon sehr lange kenne, kommt aus meinem Ort und ist vor 2 Wochen in Brisbane angekommen. Mit ihrem Kumpel Sven zeigte sie uns die Stadt. Jetzt habe ich die ganze Zeit so perfektes Hochdeutsch geredet, aber in der Woche hab ich meinen Dialekt zurück bekommen und freue mich, dass ich wieder schwäbisch schwätze kann. Zuerst gings über die Queen Street. Das ist eine sehr schöne Shoppingstraße mit vielen Läden und Restaurants. Es hat gerade das Brisbane Orchester gespielt und es war die Hölle los.

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Das Highlight von Brisbane ist meiner Meinung nach die South Bank (http://www.visitbrisbane.com.au/south-bank?sc_lang=en-au). „South Bank ist Brisbanes führende Lifestyle- und Kulturdestination, beheimatet am südlichen Ufer des Brisbane River. Seine 17 Hektar grüne Parklandschaft , Weltklasse-Restaurants, der atemberaubende Blick auf den Fluss und hunderte von reizvollen Veranstaltungen machen es das ganze Jahr über den perfekten Ort zum Entspannen und Erholen.”

Dort ist auch der gigantische Stadtstrand „Streets Beach“. Es ist Australiens einziger Innenstadtstrand, künstlich angelegt und dieser hat eine Lagune umgeben von weißen Sandstränden und tropischen Pflanzen und ist sogar kostenlos. Einige Leute trauten sich sogar bei diesen Temperaturen ins Wasser. Es ist total genial gemacht und hat sogar Bademeister.

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Leo und Sven führten uns auch über den wunderschönen Künstlermarkt.
Der Weg durch einen sehr grünen, tollen Park war der Abschluss einer coolen Sightseeingtour von Leo und Sven. Dort standen auch 2 weiße Stretchlimous und wir sahen einige Bräute und Brautjungfern.

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Die beiden brachen dann in die andere Richtung auf und wir fuhren mit dem Bus zurück zum Motel. Es war total cool, dass ich mich mit Leo treffen konnte und auch mit Sven war es sehr lustig. Bestimmt sehen wir uns in Australien nochmal irgendwann. Schließlich war es jetzt nach Yara und Saskia die 3. Schwäbin mit der ich mich in Down-Under verabredet hab.

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Papa taten die Füße ordentlich weh, nachdem wir den ganzen Tag in der großen Stadt rum gelaufen sind. Er meinte es waren bestimmt 15 km. Als ich meine schlaue App befragte sagte sie mir, dass es gerade mal 5 km waren.
Eigentlich wollten wir noch Abendessen einkaufen, aber standen um 15 nach 5 vor verschlossenen Coles-Türen. Ich dachte wir sind in Brisbane?! Eine nette Australierin beschrieb uns den Weg zum nächsten Supermarkt, aber der war zu weit weg.
Dann ging’s eben ohne Abendessen ins Bett.
Im Zimmer skypten wir ewig mit meinem Bruder-<3 und Tante Sandra. Außerdem planten wir mit Hilfe von Google Maps und drei Reiseführern die Route zurück Richtung Sydney.
Ich lache Oma und Papa immer aus, weil sie alles so lustig aussprechen. So wird aus „Brisbane“ „Brisbeen“, aus der „Harbour-Bridge“ die „Harbr Pritsch“ und aus „Byron Bay“ „Bairon Bee“.

Liebe Grüße
Nadine

With the church around the village

Freitag, 11.09.2015

Oma weckte uns wieder mit einem tollen Frühstück auf unserem Motelbalkon mit Poolblick.

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Ein Anruf bei der Rezeption ergab leider, dass wir unseren Aufenthalt nicht verlängern können, da ausgebucht.
Also haben wir uns früh auf den Weg zum Sightseeing in Byron Bay gemacht.
Für 7$ ergatterten wir einen Parkplatz direkt neben dem Leuchtturm Cape Byron Light. Man sieht die endlosen Weiten des Ozeans und wir standen da und guckten in die Ferne. Dann plötzlich eine Fontäne: Ein Delfin tummelte sich im Meer ! Ewig beobachteten wir den wunderschönen Ozean und sahen sogar Wale, Haie und mehr Delfine. Es war richtig beeindruckend und ein total schönes Erlebnis. Dann kam eine Frau und fragte, ob wir an einer kostenlosen Besichtigung des Leuchtturms interessiert wären. Natürlich ließen wir uns das nicht entgehen und so folgten wir dem ehrenamtlichen Guide die 71 Stufen bis ganz nach oben. Er erklärte uns alles über die Technik dieses Turms und die Leute die früher dort arbeiteten. Die Wale bekommen ihre Jungen in Whitsundays und kommen immer in die Gegend von Byron. Wir hatten Glück und der Cape Byron hatte nach einer langen Restaurationsphase erstmals wieder geöffnet. Das Highlight war aber, als wir oben angekommen waren. Zur Türe gings raus und dann hatten wir eine gigantische Sicht aufs Meer. Hier konnten wir die Haie, Delfine und Wale noch besser beobachten und auch Papa und Oma kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der nette Guide ließ uns eine ganze Weile gucken. Irgendwann mussten wir aber leider wieder nach unten 😦 Das war auf jeden Fall sehr lohnenswert und ist zu empfehlen. Unten im Leuchtturm war ein kleines Marinemuseum mit der Geschichte der Soldaten und einigen Ausstellungsstücken. Dann gings weiter mit dem Sightseeing.

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Eine google-Suche ergab, dass man die Schokoladenfabrik besichtigen sollte. Als wir dort vor dem Tor standen und uns ein kleiner Hund anbellte, sah das nach nicht viel Zivilisation aus. Als ein nicht gerade freundlicher Mann (ja es gibt auch sehr selten mal unfreundliche Aussies) uns erzählte, dass man seine Fabrik nicht besichtigen könne, waren wir sehr enttäuscht.
Dafür wollten wir dann ins Crystal Castle fahren und Kristalle besichtigen. Es ging ewig durch den Wald, über holprige Serpentinenstraßen und mir wurde schlecht, obwohl ich gefahren bin. Lange lange führte uns Google Maps durch den Dschungel und dann standen wir auf einem Parkplatz. Als ich nach dem Eintritt fragte, schluckte ich: 22$ Pro Person für ein paar Kristalle? Nein danke ! Da waren wir uns alle einig wieder umzudrehen. Das hieß aber leider auch, den ganzen Weg wieder zurück zu fahren.
Papa dachte er hätte eine schöne Abkürzung und da mein Google Maps im Wald kein Empfang hatte, hörte ich auf ihn. Die Strecke zurück war noch viel länger, wir hatten nicht mal Telefonempfang und fragten uns, ob wir jemals wieder raus finden würden. Also kurvten wir gefühlt den halben Tag weiter durch den Urwald. So sind wir also mit der Kirche ums Dorf, äääääh mit Brissie um Byron Bay gefahren. Irgendwann fanden wir aber wieder den Pacific Highway und konnten unsere Route wie gewünscht fortsetzten.
Die Suche nach einer Tankstelle gestaltete sich ebenfalls schwierig. Am Highway war ein Tankstellenschild an einer Ausfahrt und da es direkt am diesem keine Tankstellen gibt, fuhr ich die Ausfahrt raus. Danach hörten die Beschilderungen auf und nur mein Google Maps half mir, Trinken für Brissie zu finden.
Natürlich durfte auch der obligatorische Stopp im Mc Donalds nicht fehlen. Dort buchten wir auch gleich im WLAN unsere nächste Bleibe. Danach gabs ein Sandwich bei Subway und dann mussten wir uns beeilen. Überall herrschte Stau und wiedermal zeigte sich, dass die Australier einfach nicht Auto fahren konnten. So musste ich öfter links überholen. Die Rezeption schloss um 5 und es war schon nach 4. Neben dem Highway sahen wir viele Achterbahnen die dem Freizeitpark „Dreamworld“ angehören. Die Preise auf der Homepage (106$ pro Person) hielten uns aber davon ab, diesen in unsere Planung aufzunehmen.

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Kurz vor Brisbane hatten wir dann die 1.000 km Marke auf unserer Reiseroute erreicht. Rechtzeitig checkten wir im Motel „Tottenham Court Accomodation“ direkt neben dem Highway ein. Es ist trotzdem sehr leise, es gibt ein großes Shoppingcenter direkt daneben, wir haben Balkon und Küche und es ist sauber.
Oma und Papa sind noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen gegangen, aber ich hab mir ein kleines Schläfchen gegönnt. Fahren macht müde.

Liebe Grüße aus Brisbane
Nadine

Rain, Roadworks and Reception

Donnerstag, 10.09.2015

Oma kann einfach nicht ausschlafen. Somit fegte sie wieder um 6 durchs Zimmer. Leider hatten wir in diesem weder Tische noch Stühle und mussten auf dem Bett essen (also ich finde Frühstück im Bett ja super).

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Frisch gestärkt ging es (leider bei bewölktem Himmel und einer Brise) zum Hafen. Irgendwie verarschte mich mein google Maps und wir landeten an einem Fluss mit Sandstrand. Nicht das was wir wollten…
Beim 2. Versuch klappte es und wir waren an einem schönen kleinen Yachthafen mit vielen Booten. Ganz gemütlich schlenderten wir einen wunderschönen Weg am Meer entlang, wo es einen steilen Hügel rauf ging. Vom Muttonbird Island Natur Reserve hatte man eine atemberaubende Aussicht auf den Hafen und aufs Meer. Und wer glaubts: sogar WLAN fand man hier vor.

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Dann verließen wir die 45.580 Einwohner große Küstenstadt in New South Wales.
In der 3 stündigen Fahrt (240 km) gings nach Byron Bay. Die Strecke war gesäumt von unendlich vielen Baustellen und die 40, 60 und 80 km/h Schilder gaben sich die Hand. Es war sehr nervig dort zu fahren. Unterwegs sagte Papa ich soll anhalten. Mitten auf einem Highway-Parkplatz stand er dann da und baute meine neu gekaufte Antenne provisorisch ein. Das hieß dann, dass sie nicht außen am Auto steckte, sondern quer über Brissies Armaturenbrett lag. Er ist einfach ein leidenschaftlicher Hobbymechaniker 😉

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Leider empfing uns Byron Bay nicht gerade freundlich und es regnete. Dafür hatten wir ein wunderschönes Motel mit einem riesigen Zimmer mit Küche und Balkon, einer großen Gartenanlage, sehr freundlichem Personal und einem Pool. Das „Sunseeker Motel“ (http://www.byronsun.com.au/) hat uns also gleich voll zugesagt.

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Da es schon Abend war und sich das Wetter auch nicht bessern wollte, entschieden wir uns zu einem Ausflug zum Italiener (http://www.earthnseapizzabyronbay.com.au/). Sowohl meine Pasta Carbonara ohne Speck, Omas Mozzarella-Pizza und Papas Lasagne schmeckten sehr gut und bei frisch gezapften Bier aus Byron Bay, ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

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Zum shoppen von Frühstücksartikeln gings anschließend in den Aldi und Coles.
Hundemüde fiel ich sehr früh ins Bett.

Liebe Grüße aus Byron Bay

 

 

I can’t see the Sea

Mittwoch, 09.09.2015

Der Tag begann um 6 bei strahlendem Sonnenschein und einem guten Frühstück, liebevoll im Motel von Oma zubereitet.
Wir verabschiedeten uns nett vom Besitzer und sagten, dass wir vielleicht wieder kommen werden.
Dann ging’s für uns an einen wunderschönen Sandstrand, wo Surfanfänger trainierten auf ihren Brettern zu stehen. Das Wasser war frisch, aber mit den Füßen konnte man gut rein. Natürlich wurden unsere Hosen wieder nass. Eine Weile schauten wir den vielen Surfern zu und genossen die Sonne.
Nächster Stopp war das Supercheap Auto. Dort bekommt man sehr günstig alles rund ums Auto und so war ich um Scheibenwischer, eine Antenne und Duftbäumchen reicher. Papa montierte die Scheibenwischer gleich noch an Ort und Stelle.
Oma kann es nicht sehen, wenn etwas dreckig ist und so bestand sie drauf in die Autowaschanlage zu fahren. Beim selbst-waschen war die Zeit auf 2:50 min begrenzt und so beeilten wir uns ordentlich. Wir wechselten uns alle ab und sorgten mit vollem Körpereinsatz dafür, dass Brissie wie neu aussah. Selbst mit Tempos standen wir da und putzten alles perfekt.
Oma ist schuld ! Das wissen wir jetzt 😀 sie wollte unbedingt am Meer entlang fahren. In Google Maps suchten wir also eine Route aus, die am Wasser entlang führte. Das erste Abenteuer war eine Autofähre zum Überqueren des Flusses „Hastings River“. Diese kostete 5$ und brachte uns in 3 Min Fahrtzeit sicher ans andere Ufer. Oma traute sich nicht die Autotüre auf zu machen, weil sie dachte das Autos vorbei fahren. Als wir ihr sagten, dass wir auf einer Fähre sind, mussten wir alle lachen. Neben uns war ein Mann im Auto der sich seine Chips mit seinem Hund teilte. Der nette junge Fährmann riet uns nach links zu fahren, aber die ausgesuchte Route verlief nach rechts. Unsere Gesichter waren filmreif, als wir an einem Schotterweg raus kamen. Gut, dass ich einen Jeep gekauft habe. Mit sage und schreibe 50 km/h fuhren wir über die Holperpiste. Natürlich suchten wir vergeblich nach dem Meer. Dieses war versteckt hinter meterhohen Büschen und Bäumen und man konnte es nicht mal erahnen. So ging das eine Weile, aber dann nahm unsere Route eine Wende: wir landeten in einer Sackgasse! Geradeaus befand sich ein sehr schmaler Sandpfad und links war ein großes Tor. Wir mussten alle total laut lachen. Hilft ja nix ! Also wieder umgedreht und Gleiche nicht vorhandene Straße zurück gefahren. Problem: Brissie hatte Durst. Und war fast bis zum letzten Tropfen leer.
Papa wollte sich nicht die Blöße geben und zum gleichen Fährmann zurück. Also haben wir die andere Strecke ausprobiert. Im Niemandsland gabs wieder eine Fähre und so warteten wir. Und wenn sie nicht verhungert sind, dann warten Sie noch heute, würde an dieser Stelle hier stehen, wenn nicht ein netter Bauarbeiter zu uns gekommen wäre und uns gesagt hätte, das die Fähre nicht fährt.
Leider blieb uns gar nix anderes übrig als die selbe Fähre wie hin, auch wieder zurück zu nehmen und lustige Kommentare vom Fährmann einzuheimsen. Papa dem das sehr peinlich war, versteckte sich unauffällig hinterm Auto. Fazit: 10$ Fährengebühr und 1 Stunde Zeit verloren, Meer nicht gesehen und an Erfahrung gewonnen: nicht alle Wege führen nach Rom, äääh Coffs Harbour !
Natürlich lassen sich die Schäfers durch sowas nicht unterkriegen. So ging’s dann endlich über den Pacific Highway Richtung nächstes Ziel und Brissie bekam gerade noch rechtzeitig was zu trinken. Oma musste sich den ganzen Tag anhören, dass sie Schuld am Umweg wäre. Unterwegs wurde ich so müde, dass Papa fahren musste. Für ihn war der Linksverkehr am Anfang sehr ungewohnt und er betätigte oft den Scheibenwischer statt dem Blinker, aber sonst klappte alles sehr gut.
Zwei Stunden später kamen wir an der Hauptattraktion der „Big Banana“ in Coffs Harbour an. Das ist einfach nur eine große Betonbanane mit Bananenplantagen und einem kleinen Freizeitpark drum herum. Alles hatte schon zu und wir guckten den Bauarbeitern zu, die gerade dem neuen Wasserpark den letzten Schliff verliehen.
Sonst ist in diesem kleinen Örtchen nicht viel geboten. Somit gingen wir ins Shoppingcenter, kauften Sachen fürs Frühstück, ich ließ mir die Spitzen und das Pony schneiden (normalerweise gehe ich nicht zum Frisör) und wir gönnten uns Eis und Kaffee im MC Donalds.
Erneut fanden wir uns dann in einem Ibis Budget Hotel wieder. Das Zimmer war nur minimal größer als das in Sydney, fürs WLAN musste man zahlen und in der Dusche floss das Wasser nicht ab.
Nicht weit weg vom Hotel fanden wir einen Thailänder und unsere großen Nudelboxen verspeisten wir noch dort.
Im Hotel spülte ich das Geschirr das schon eine Weile in meinem Auto lag und Oma kramte einen Lappen aus ihrem Koffer. Sogar im Urlaub will sie immer und überall putzen 😛
Früher als die letzten Tage ging’s dann ins Bett.

Liebe Grüße aus Coffs Harbour
Nadine

 

Town Beach in Port Macquarie

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Oma und ich

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Autoglücksbringer von Oma und Tante Sandra – danke ❤

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Autoladen

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Papa montiert die Scheibenwischer

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Brissie wird geputzt

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Autofähre
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Sackgasse:

schmaler Sandpfad…

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…oder Tor?

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ratlose Blicke

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Papa fährt

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So transportieren die ihre Kühe

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Bananenplantagen

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Big Banana

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Koala Hospital

Dienstag, 08.09.2015

Sehr früh um halb 6 klingelte der Wecker und um 7 startete der Aufbruch Richtung Port Macquarie (http://www.portmacquarieinfo.com.au/).

Es dauerte ewig, bis wir uns durch den sehr krassen Berufsverkehr gekämpft hatten. Das war sehr anstrengend und nervenaufreibend. Irgendwann hatten wir es aber aus Sydney raus geschafft.

Auf der 4 stündigen Fahrt durchs Niemandsland über den Pacific Highway ging es wieder sehr lustig zu. Leider sahen wir viele tote Kängurus am Straßenrand.

Papa war sehr begeistert von den Road Trains. Die bis zu 35,5 m langen, bis zu 132 Tonnen schweren und bis zu 500 PS starken Lastwagenkombinationen die mit 100 km/h an uns vorbei rauschten, schindeten Eindruck.

Außerdem machten wir uns über das Führerscheinsystem schlau. Die Fahranfänger ab 16 müssen den Buchstaben „L“ an ihrem Auto haben, was für „learner permits“ steht. Damit sind sie erlaubt Fahren zu lernen Mit dieser Lizenz müssen 120 Fahrstunden absolviert werden, die aber auch z.B. mit den Eltern (mit gültigem Führerschein) gemacht werden können. Wenn die Leute sich sicher fühlen und die Mindestfahrstunden erledigt haben, können sie sich für die „probationary licence“ bewerben, wobei sie dann das „P“ auf dem Auto haben. Anscheinend ist der Führerschein günstiger als in Deutschland, aber hier habe ich keine offiziellen Informationen. Die Probezeit ist ca. 4 Jahre und innerhalb von dieser gibt es auch verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Fahrer.
Auf jeden Fall wussten wir dann, was das „L“ und „P“ auf den Autos heißt.

Bei sehr schönem Wetter fuhren wir das Koala-Hospital in Port Macquarie an. Dieses gibt es seit 42 Jahren und es werden verletzte und alte Koals aufgenommen, die Leute finden. So waren in all den Jahren schon ca. 1300 dieser Tiere da. Leider gibt es einige schlimme, unheilbare Koalakrankheiten und einige sind auch blind. Es ist aber absolut schön zu sehen, wie sich die insgesamt 170 ehrenamtlichen Helfer um die Beutelbären kümmern. Alles wird nur durch Spenden finanziert und da gibt man auch sehr gerne was. Jeder der wolligen Tiere hat ein eigenes Gehege mit täglich frischem Eukalyptus. Von den 900 Eukalyptusarten essen die Koalas nur 60. Deswegen ist extra ein Mann eingestellt, der die Tiere mit dem richtigen Essen versorgt. Ganz viele Koalas werden durch Buschfeuer oder Hunde verletzt und nur wenige überleben das. Das nach dem Känguru am weitesten verbreitete Symbol Australiens schläft bis zu 20 Stunden am Tag. Wir hatten sehr viel Glück und ein Koala spazierte auf allen Vieren im Gehege rum und war total goldig. Wir waren fast die Einzigen im Krankenhaus und konnten das Weibchen lange beobachten. Eine Frau die mehrmals die Woche kommt meinte, dass es sehr selten ist das zu sehen.

Um 3 Uhr gabs eine Fütterung und die süßen Tiere wurden mich Milch aus einer Spritze versorgt, was ihnen sehr zu gefallen schien. Der nette Guide der mit Herz und Seele sein Wissen weiter gab, vermittelte uns viel Nützliches. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Hier der Link zur Website: http://www.koalahospital.org.au/

In einem schönen Cafè direkt daneben, genossen wir einen guten Kaffee in der Sonne.

Im Roto-House, ein Haus das noch Original wie in 1891 eingerichtet ist, findet man sogar original Tagebücher und Klamotten. Dort war es sehr interessant. Hier der Link:

http://www.nationalparks.nsw.gov.au/things-to-do/historic-buildings-places/Roto-House

Unser Motel „John Oxley Motel“ ist sehr schön, das Zimmer groß und wir sind im Neubau untergekommen. Auch das Bad ist sehr komfortabel. Erst konnten wir unsere Zimmertüre nicht aufschließen und fragten uns schon, ob das an uns liegt. Der nette Besitzer kam aber dann mit einem neuen Schlüssel und dann hatten wir wieder Zutritt zu unserem Raum.

Beim Einkauf des Frühstücks für den nächsten Tag im Aldi stellten Oma und Papa fest, wie günstig vieles hier ist. Viele Sachen sind sogar billiger als daheim.

Ein weiteres Kulturerlebnis das man in Australien nicht verpassen darf, ist „Dominos Pizza“. Viele Pizzen kosten dort vor 9 abends nur 5$ (3,10 Euro). An einem Monitor an der Wand sieht man genau wie weit die bestellte Pizza ist und die Leute arbeiten sehr schnell. So konnten wir trotz vieler anderer Gäste unsere frische Pizza 10 min. später mit nehmen. Im Motel verzehrten wir sie. Uns 3 haben die Pizzen sehr gut geschmeckt, sie waren groß und das war nicht das letzte Mal, dass wir dort bestellt haben.

Beim Shoppingbesuch im Coles davor kauften wir Batterien und Papa versuchte zurück im Motel die Fernbedienung für die Zentralverriegelung von Brissie (die bei mir noch nie funktionierte) wieder zum Laufen zu bringen. Leider gelang ihm das nicht, aber als er kurz draußen war, nahm Oma die Sache in die Hand. Sie drückte überall rum, klopfte ein paar mal drauf und siehe da – das Licht leuchtete. Das Auto ging erst damit nur auf und nicht mehr zu, aber Papa wandte sich ihr noch mal zu und dann hatte ich ein paar Minuten später eine funktionierende Zentralverriegelung. Außerdem füllten wir schon Öl, Spritzwasser und Kühlflüssigkeit nach und bald wechseln wir noch einen Reifen. Es ist echt praktisch, wenn man einen Papa hat, der sich mit Autos auskennt. Da hatte ich mal wieder richtig Glück und Brissie freut sich darüber bestimmt auch. Sonst ist er genau so begeistert wie ich von meinem Auto.

Ich muss hier Oma und Papa viel erklären. So zum Beispiel das man bei den Steckdosen einen Schalter umlegen muss, dass sie angehen, dass man beim über die Straße laufen erst nach rechts gucken muss, dass ein Kaffee mit Milch ein „Flat White Coffee“ ist, dass die Uhr nur von 12-11 geht dass man um die Hoteltüre abzuschließen innen einen Knopf rein drücken muss und vieles mehr. Ich lache die beiden immer aus und generell gibt es bei uns Schwaben viel zu lachen. Manchmal stellen wir uns alle drei ein bisschen dämlich an und finden das alle witzig.

Liebe Grüße aus Port Macquarie

Nadine

Frühstück

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Koala Hospital

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Roto House

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Unser Zimmer

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Papa repariert die Fernbedienung

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New arrivals from Germany

Samstag, 05.09.2015

Weil ich ja Freitags frei hatte, musste ich Samstags nochmal ran. Es kamen 2 neue Einstellerpferde aus Europa an. Andrew ist die beiden und eine andere Stute geritten. Sonst mussten wir wieder alle anderen Pferde aufs Laufband stellen.

Außerdem ist Michael aus Deutschland gekommen, der mich in den kommenden 2 Wochen vertreten wird. Er hatte noch nie was mit Pferden zu tun und so war es für uns alle etwas neues. Darin und ich mussten ihm alles von Grund auf beibringen. Was bedeuten die Gestiken der Pferde, wie führt man diese richtig, wie geht ein Anbindeknoten, wie funktioniert das mit dem Laufband und vieles mehr. Ich glaube da kommt noch sehr viel Arbeit auf Darin (und natürlich auch auf Michael zu), aber ich bin optimistisch, dass die beiden das ohne mich hinbekommen 😉

Viel zu früh war alles in Brissie verstaut und ich war bereit. Leider nur ich. Brissie wollte mir nicht ganz gehorchen und so reagierte sie nicht, als ich den Schlüssel umdrehte. Verdammt ! Voller Panik versuchte ich es noch ein paar Mal, aber sie gab kein Lebenszeichen von sich. Gut, dass mein Chef Andrew eine mobile Batterie hat und diese gleich anschloss. Ich atmete laut auf, als das funktionierte und mir das vertraute schnurren des Motors in den Ohren klang. Noch schnell von allen verabschiedet (die noch arbeiteten) und weg war ich. Leider war meine Freude nur von kurzer Dauer und das Glück war mir nicht gegönnt. Mein sonst so zuverlässiges Google Maps streikte ebenfalls und schloss sich immer wieder direkt. Ständig hielt ich an um es wieder zu öffnen, aber nix ging. Selbst IPhone aus-, und einschalten half nix. Ich wusste leider nicht mal die Richtung und Schilder gabs nicht. So fuhr ich eine gefühlte Ewigkeit durchs Nichts ohne zu wissen, ob ich überhaupt richtig war. Irgendwann die Erlösung in Form einer Tankstelle. Der nette Mann erklärte mir ausführlich den Weg und als ob mein GoogleMaps das gehört hätte, ging es danach plötzlich. Pünktlich zur Rush-Hour fand ich mich in Sydney wieder und fluchte über den dichten Verkehr. An einer Ampel stand ich in der falschen Abbiegespur und 2 junge Männer ließen mich fahren. Höflich bedankte ich mich. An der nächsten Ampel war es umgekehrt und ich ließ die Männer vor. Die fragten mich mit Zeichensprache nach meiner Handynummner aber dafür hatte ich in dem ganzen Stress natürlich nichts übrig 😛
Zu allem Übel verfuhr ich mich noch und erreichte den Flughafen-Parkplatz als das Flugzeug von meinem Besuch gerade planmäßig landete. Obwohl ich weiß, dass Zollkontrolle, etc. eine Weile dauern, flitzte ich ins Flughafengebäude und quetschte mich neben die unzähligen wartenden Leute. Versunken im Meer aus Willkommensschildern, Blumen und Luftballons wartete ich geduldig hinter der Barriere. Und wartete. Und wartete. Und wartete noch länger. Meine Nervosität wurde mit jedem Fluggast der raus kam größer. Ich wartete so lange, dass ich schon zweifelte, ob die beiden überhaupt noch kommen würden.

Sage und Schreibe eineinhalb Stunden stand ich da, bis meine Oma und mein Papa endlich hinter der Glaswand auftauchten. Die Freude war riesengroß, die Nervosität fiel von mir ab und ich war einfach nur froh die beiden nach einem halben Jahr wieder zu sehen.

Sie freuten sich über einen super Flug mit sehr gutem Service bei Ethiad und darüber, endlich angekommen zu sein.

Das Parkhaus war mit fast 30$ übertrieben teuer, aber das war mir egal. Brissie startete vorbildlich und wir fuhren zum 30 min. entfernten Ibis Budget Hotel. Es war wie Weihnachten als sie mir allerlei Dinge mitbrachten, um die ich sie gebeten hatte. So auch 2 große Gläser Nutella, Schokolade und mein Iphone 5 das mein Bruder für mich in Deutschland gekauft hatte.

Das Hotel macht dem Namen „Budget“ alle Ehre. Es gibt ein Ehebett und darüber ein Stockbett. Das Waschbecken ist mitten im Zimmer und zu 3. ist es sehr kuschelig in dem kleinen Raum. Außerdem haben wir eine Art Campingdusche. Dafür ist das Zimmer sehr sauber und der Preis war echt ok.

Zur Feier des Tages ging es in den direkt neben dem Hotel gelegenen MC Donalds, der auch wieder zum WLAN schnorren da war. Gegessen haben wir im Oporto, wo es zum Glück Veggieburger hatte.

Als wir im Bett lagen war es schon nach 1 und ich wusste, wer in der Nacht gut schlafen kann.

Liebe Grüße auch von Oma und Papa

Nadine

 

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Oma und Papa glücklich im Hotel angekommen

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Many Bandages and a broken Traktor

Montag, 31.08. – Freitag, 04.09.2015

Eigentlich sollte ich Montags frei haben, aber da es Saphias Geburtstag war, bekamen die beiden frei und ich war mit Andrew allein. Die Pferde hatten Ruhetag und so musste ich nur alle Paddocks abmisten und einige Pferde aufs Laufband stellen. Alle Bandagen vom Turnier (35 Stück) musste ich aufwickeln, was ewig dauerte.

Leider haben Matthew und Saphia die Farm planmäßig am Dienstag verlassen um weiter zu reisen. Die beiden waren immer nett zu mir und haben mich sehr gut eingewiesen. Sehr schade, dass sie nun weg sind.

Nachdem ich dann Dienstag morgens noch alles allein machen musste, bekam ich ab mittags Verstärkung durch Derin. Sie ist auch aus Deutschland und arbeitet in Zukunft mit mir. Wir verstanden uns gleich super und ich zeigte ihr alles. Andrew ist auch an diesem Tag nicht geritten, was bedeutet, dass alle Pferde aufs Laufband gehen. Dieses läuft 36 min. und das heißt, dass das sehr lange dauert. So hatten wir erst um halb 4 Mittagspause und mussten um halb 5 schon wieder füttern.

Wir sollten mittags mit dem Traktor rum fahren und mit Chemikalien das Unkraut besprühen. Leider gab der Traktor nach wenigen Metern den Geist auf und unser Chef war nicht da. Auch die etlichen Reparaturversuche blieben ohne Erfolg.

Mittwochs dauerte dies genau so lang und es gab wieder nur eine sehr kurze Pause. Abends unterhielten Darin und ich uns noch sehr gut und lange und ich erzählte ihr, dass ich immer früh aufwache, weil ich Angst hab zu verschlafen. Wie es der Teufel will, vergaß ich meinen Wecker zu stellen und sie klopfte Donnerstag um 15 vor 8 an meiner Wohnwagentür, in dem ich noch seelenruhig schlief. Ich schaffte es aber, 10 min. später im ersten Paddock zu stehen und Andrew merkte nix.

Donnerstag war es dasselbe wie die beiden Tage zuvor nur, dass Jenny da war und uns einige Sachen erklärte, viel zeigte und der Hufschmied kam, dem wir alle Pferde bringen müssen. Außerdem sollten wir noch eine Stute einshampoonieren. Andrew ritt aber 3 Pferde und zum ersten mal seit Saphia weg ist, sattelte ich diese für ihn. Er hatte nichts zu beanstanden und ich war froh. So waren wir erst um 4 in der Mittagspause und hatten nur eine halbe Stunde Zeit zu essen bis zum Füttern. In den 3 Tagen erklärte ich Darin auch wie man mit dem Quad fährt, dass sie es kann, wenn ich die 2 Wochen weg bin.

Freitag hatte ich frei und sollte eigentlich meine Sachen packen. Irgendwie vertrödelte ich aber den Tag, updatete meinen Blog usw., sodass ich erst spät damit anfing. Gut, dass ich aber noch fertig wurde. Oma und Papa saßen da bereits im Flieger Richtung Abu Dhabi. So langsam steigt die Aufregung und ich kann es noch gar nicht glauben, dass die beiden morgen Abend in Sydney landen.

Aufgeregte Grüße

Nadine

 

Viele Bandagen

 

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Entspannte Pferde nach dem Turnier

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tolle Sonnenuntergänge

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Zazu

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Traktor fahren

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Ratatouille

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Götterspeise

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Derin mit dem Quad

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Groom at an australian showjumping competition

Samstag, 29.08. & Sonntag, 30.08.2015

Um 3 Uhr klingelte mein Wecker. Das erinnerte mich an die Zeiten auf der anderen Farm. Im Dunkeln haben Saphia und ich dann 7 schlafende Pferde geweckt und zum Anbindeplatz gebracht. Alle Decken bis auf 2 runter und dann sollten eigentlich Andrew und Jenny kommen. Wir warteten sage und schreibe 45 min. in der Kälte, bis im Haus das Licht anging und sie endlich raus kamen. Dann alle Pferde in den großen Truck geladen und los gings ins 40 min. entfernte Windsor. Ich saß im Bett des LKW, was sehr bequem war. Jenny fuhr mit einem weiteren Pferdeanhänger mit Futter hinterher. Wir sahen wilde Kängurus am Straßenrand was sehr cool war. Andrew konnte es gar nicht verstehen, dass wir das so faszinierend fanden. Die Australier schießen lieber Kängurus. An einer Ampel blieb uns allen fast das Herz stehen als diese rot war und Andrew nur noch in letzter Sekunde mit der Handbremse bremsen konnte. Seine Jeans hatte sich im Bremspedal verfangen. Das ging nochmal gut und danach waren wir alle wach.

Auf dem Turnierplatz angekommen, luden wir alle Pferde aus und banden sie am LKW fest. Was in Deutschland unvorstellbar wäre, ist hier Gang und Gäbe und auf dem gesamten Parkplatz waren Pferde angebunden. Sogar an Zäunen machen die ihre 4-Beiner fest. Wie gesagt: Der Umgang mit den Pferden ist hier viel lockerer als Zuhause. Dann bekamen alle ihr Wasser, Heu und Futter und waren total entspannt. Somit hat man im Truck viel Platz und Jenny holte einige Haken und Sattelständer raus. Der LKW wird also praktischerweise zur großen Sattelkammer.
Der Stress ging jedoch für uns gleich schon los. Noch vor dem ersten Kaffee, mussten wir die Bandagen von jedem Pferd weg machen, den Zopf vom Schweif aufmachen, alle tip top putzen und herrichten und den ersten Sportler satteln. Jedes Pferd hat sein eigenes Turniersattelzeug und bis ich mir merken kann was zu wem gehört, vergehen noch ein paar Turniere.

Hier gibt es nicht wie bei uns Klassen (E,A,L, usw.), sondern Höhen. Es gibt 4 Ringe (Turnierplätze) nebeneinander und in einem Ring ist der Parcours z.B. 45cm hoch, im anderen 1,20m usw. Auf eine Tafel am Abreiteplatz schreibt der Reiter seinen Namen, um sich für die Prüfung anzumelden. An beiden Turniertagen hatte es 159 Prüfungen und weil das bei so einer Größe zeitlich nicht möglich ist, gab es auch keine Siegerehrungen. Die meisten Reiter erfuhren so oft erst am Abend im Internet ob sie platziert waren. Sehr selten gab es eine Art Siegerehrung (Showoff), wo der Sieger eine bestickte Abschwitzdecke bekam. Da ritten aber nur die besten ca. 5 Reiter ein, die Pferde bekamen Bänder um die Hälse und dann ritten alle wieder raus. Ohne Ansage, Beifall, Pokal oder Zuschauer. Ganz unspektakulär und ohne Ehrenrunde. Andrew hat sehr oft gewonnen und somit gabs einige Decken. Auch Jenny ist eine Prüfung mit ihrer Stute Lilly geritten und hat diese auch gewonnen. Die Stute ist erst 5 und somit ist sie das 1,05 m Springen gegangen. Jennys Bruder Paul der Lilly als Fohlen vor dem Schlachter gerettet hat, hat uns an beiden Turniertagen geholfen und war sehr stolz auf sein Pferd.

Die ganze Organisation ist anders als in Deutschland und so wird das Turnier zwar vom Sydney Jump Club ausgetragen, was ein Reitverein ist, aber es ist nicht so, dass Mitglieder vom Verein helfen und z.B. Essen oder Getränke verkaufen. Es gab nur einen teuren Essensstand der kommerziell war. Leider hatten wir keine Zeit uns Essen oder Trinken zu kaufen. Selbst zu 2. bzw. zu 3. war es sehr stressig, weil Andrew viele Prüfungen geritten ist. Oft gibt es auch ein Jump-off (wie ein Stechen) und teilweise war er dort mit 3 Pferden vertreten. Das heißt für uns, dass wir alles nochmal putzen und die Pferde schnell fertig machen müssen. Nach jeder Prüfung müssen wir das Sattelzeug sehr sauber mit Sattelseife putzen. Jenny fragte mich einmal, ob das Zeug sauber wäre. Ich guckte sie und Andrew an und sagte, dass ich es geputzt hätte, ich aber nicht wüsste, ob es sauber ist. Andrew der Jennys Perfektion kennt, lachte laut und auch Jenny musste schmunzeln.

Die gesamte Turnierorganisation ist viel schlechter als in Deutschland. Es gibt keine richtigen Starterlisten, die Reiter müssen zu den Richtern hin reiten und sagen wer sie sind, weil es auch keine Startnummern gibt, die Sprecher müssen ständig durchsagen, dass mehr Leute auf den Abreiteplatz kommen müssen und es wird gewartet, bis wirklich keiner mehr die jeweilige Prüfung reiten will. Stilspringen (wo Sitz, Einwirkung, usw. bewertet werden) gibt es hier auch nicht. Alles geht auf Zeit und Fehler und somit reiten auch die Kinder schon auf Zeit. Trotzdem finde ich, dass das Niveau viel höher als in Deutschland ist. Die Kinder sind fähig ihre Ponys ohne scharfe Gebisse in einem schönen Stil und angemessenen Tempo vorzustellen und die meisten reiten nicht so, als würde es um Zeit gehen. Es fängt bei 45cm an und selbst dort gibt es schon 10 Sprünge oder mehr. Dieses Turnier ging bis 1,30m. In den höheren Springen sieht man sehr viele abenteuerliche Gebisse und fast keiner reitet mit einem normalen Gebiss, aber auch hier finde ich, dass man fast ausschließlich schöne, harmonische Ritte sieht.

Leider sind die Regeln viel lockerer als bei uns und so zählen nur die wenigsten Medikamente als Doping und man darf z.B. auch mit einer Augenentzündung des Pferdes starten. Hier gilt wieder die „no worries“ Mentalität. Generell gibt es hier glaube ich kein öffentliches Regelwerk wie bei uns die sogenannte LPO. Ich hab das Gefühl, dass so ziemlich alles erlaubt ist. So auch sehr fest verschlossene Ringe um die Fesselgelenke. Keine Ahnung wofür die sind, aber bestimmt damit die Pferde die Beine mehr einziehen. 3 unserer Pferde bekamen auch Ohrenstöpsel (extra welche für Pferde), dass sie nicht so Lärmempfindlich sind. Andererseits haben die Pferde aber definitiv nicht so viel Stress wie bei deutschen Turnieren. „Unsere“ Pferde haben den ganzen Tag geschlafen, wurden zur Prüfung wieder aufgeweckt und sind danach wieder eingeschlafen. Außerdem versorgten wir sie den ganzen Tag mit Heu und Wasser und sie fraßen Gras. Kein einziges unserer Pferde hatte Durchfall oder sonstige Stressanzeichen.

Auch Jenny die schon oft auf europäischen Turnieren war, bemängelt die Organisation. Es gibt auch nur einen Sprecher für den Ring mit der höchsten Prüfung und in den anderen Ringen weiß man nie, wer gerade reitet. So mussten wir immer Andrew suchen, wenn wir mal zuschauen wollten. Für die Reiter ist das ebenfalls kompliziert, weil sie sich im schlechtesten Fall den Parcours von 4 Ringen gleichzeitig merken müssen, wenn sie mit mehreren Pferden starten. Es gibt hier auch keine Blumen unter den Sprüngen und diese werden auch nicht wie in Deutschland ausgeflaggt, sodass man sieht von welcher Richtung man sie springen muss. Auch Bierbänke zum hinsetzten, suchte man vergeblich, aber es waren eh nicht viele Zuschauer da, obwohl das Wetter total perfekt war und an beiden Tagen die Sonne schien.

Im Washbay wo 5 Waschplätze nebeneinander sind, haben wir alle Pferde nach ihren Prüfungen komplett abgeduscht, einshampooniert und die Schweife wieder eingeflochten.
Zum Turnier haben wir auch ein Pony mitgenommen, dass einer Einstellerin gehört. Für sie ist es Tradition mit ihrer Freundin zusammen abzureiten, obwohl sie gar nicht startet.

Neben dem Turnier fand ein Turnier für Schafetreiben mit Hunden statt und einigen Pferden war das sehr suspekt. Am gleichen Wochenende fand im gleichen Ort außerdem ein Pferderennen statt. Also viel geboten hier.

Als schon alle Anhänger und LKW abgerollt, das Organisationsteam das Gelände verlassen hat und die Sonne schon am untergehen war, standen wir als Letzte immer noch auf dem Turnierplatz. Jenny ist da ganz genau und alles muss 200% sauber, die Pferde super geputzt, alles perfekt verstaut sein und seine Ordnung haben. Saphia und ich freuten uns, als die Pferde endlich im LKW standen und es Richtung Heimat ging.

Sonntags lief der Turniertag gleich ab wie der vorherige und es gab wieder einiges zu tun. Da ich aber schon die Abläufe kannte, war es einfacher und nicht so stressig. Ich konnte sogar Andrew ein paar Mal zuschauen. In einer Prüfung hat sein Pferd am Wassergraben gebremst und er ist reingefallen, aber es ist nichts passiert. In der letzten Prüfung des Tages sagte ich dem Pferd „Lucie“, dass sie gewinnen muss. Ich fragte Andrew was ich bekäme, wenn sie tatsächlich gewinnt. Er sagte, dass die Wahrscheinlichkeit zwar nicht hoch ist, er mir aber ein deutsches Bier spendiert. Das Frau zu Frau Gespräch hat geholfen, Lucie die Andrew einen Tag zuvor runter geworfen hat gewann und beim Rückweg stoppten wir in einem Shop und Jenny kaufte uns jedem 2 Heineken 🙂 Alle Leute sagten mir dann, dass ich Pferdeflüsterin werden sollte. Über das Wochenende hatte Andrew sehr viel Pferdefutter gewonnen und so mussten wir die 25 kg Futtersäcke (15 an der Zahl) auf den Truck hieven.

Alles in Allem hat es mir als TT (Turniertrottel) sehr viel Spaß gemacht, es war eine gute Abwechslung zum Stallalltag und ich würde auch sehr gerne mal auf einem australischen Turnier starten.

Turniergrüße von
Nadine

Perfektes Wetter

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45cm Springen

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Unser Truck

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Der Mond ist schon da und wir sind immer noch am Turnier

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Sonntag morgens bei 1 Grad

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