Attacked by a monkey

Sonntag, 21.06.2015

Heute war volles Programm angesagt. Um halb 9 wurden wir im Hotel von unserem Fahrer Egusti abgeholt, der uns auch in einer Facebook-Gruppe empfohlen wurde.

Gleich am Anfang hat er sich entschuldigt, dass er schon verheiratet ist und eine Tochter hat 😀 Egusti hat viel erzählt und uns die Kultur ein Stück näher gebracht.

Das erste Highlight war der Barong & Kris Dance in Kesiman. Das ist ein traditioneller Tanz, dargestellt in einer Art Musical. Der Raum roch gut nach Räucherstäbchen, wir haben gleich Blumen ins Haar bekommen und ein Foto mit einem schön gekleideten Mädchen gemacht.

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Die Geschichte die aus 6 Akten bestand, bekamen wir auf einem Blatt Papier und diese hätte man sonst auch nicht verstehen können. Es war alles ein bisschen wirr und durcheinander aber total interessant und schön. Es gab viel getanztes Drama, einen Mord, schöne Musik (gespielt von einigen Männern), tolle Kostüme, einiges zu Lachen, die Schauspieler/Tänzer waren aufwendig (http://www.duden.de/rechtschreibung/aufwendig) geschminkt und die Show ging eine Stunde lang.

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Nächstes Kulturerlebnis war die Sari Amerta Batik Kollektion. Batiken kommt aus Indonesien und ist anders als das in Deutschland. Zuerst wird das Design auf einen weißen Stoff aufgetragen, dann werden die beiden Seiten des Stoffes mit Wachs abgedeckt, dieser wird in Farbe eingetaucht, das Wachs an manchen Stellen mit einem Messer abgekratzt, das Wachs in heißem Wasser herausgewaschen und der Stoff getrocknet. Jeder Schritt wurde live gezeigt. In der großen Ausstellung sahen wir viele schöne Kunstwerke, u.a. Tücher, Bilder und vieles mehr.

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Der kleine Tempel den wir danach besichtigten, war auch schön.

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Wer sagt, dass Tuk Tuk fahren in Bangkok gefährlich ist, muss sich mal einen Tag auf Bali ins Auto setzten. Der Verkehr ist abnormal. Selbst doppelt durchgezogene Linien interessieren hier keine Sau, es gibt keine Straßenschilder, keine Geschwindigkeitsbegrenzungen und keine Verkehrspolizei. Aus 2 Spuren machen die Indonesier 5 oder 6 und beim Fahren um die Kurven, ist es teilweise haarscharf, dass kein Rollerfahrer vom Auto mitgenommen wird. Ich war ja nun schon in vielen Ländern, aber der Verkehr hier übertrifft sogar Bangkok. Saskia und ich hielten einige Male die Luft an und mussten sogar mal schreien als wir dachten: das wars jetzt mit dem Rollerfahrer neben uns.

Zum Glück sind wir trotzdem im Tirta Tempel in Tampaksiring angekommen. Schade nur, dass man echt überall Eintritt zahlen muss und die Touristen so abgezockt werden. Das gibts z.B. in Laos und Thailand nicht so. Dafür hat es sich gelohnt und alles ist unter freiem Himmel, die Anlage ist gepflegt, die Villa des Premierministers steht am Hang und wir konnten einigen Hindus bei einer Bet-Zeremonie zuschauen. Wie in allen Tempeln muss man einen Sarong (Tuch) tragen, welcher die Knie bedeckt. Frauen müssen einen Zopf haben und dürfen nicht rein, wenn sie ihre Tage haben. Das Highlight hier war ein großer Brunnen, an dem viele Leute gebetet haben. Diese gehen von Fontäne zu Fontäne, stehen darunter und vollführen ein Ritual. Das soll das Böse abwaschen und Glück bringen. Es war interessant zu sehen, wie die Hindus durch das eiskalte Wasser waten. Auch viele Kinder waren dabei.

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Den wohl weltbesten Kaffee fanden wir auf einer Plantage im Wald. Hier gibt es den „Luwak-Kaffee“ der aus dem Kot der Luwak-Tiere (Schleichkatze) gemacht wird.

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(Quelle: Google-Bildersuche)

Nach der Führung und der genauen Erklärung jedes Schritts bis zum Kaffee, durften wir viele verschiedene Tees und Kaffees probieren. Für den Luwak-Kaffee musste ich 5$ zum Probieren zahlen, aber der wurde direkt auf dem Tisch mit einer Art Kaffeemaschine aufgebrüht. Da ich mittlerweile nur noch schwarzen Kaffee trinke, war der Geschmack noch intensiver und er war sehr stark aber hat total gut geschmeckt. Im Shop hab ich viel Geld ausgegeben und für ne kleine Packung von diesem Kaffee 30$ bezahlt.

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Auf der Fahrt haben wir uns gut mit Egusti unterhalten und ihn über alles mögliche ausgequetscht. So wissen wir nun, dass Kühe und Gänse bei den Hindus heilig sind, zu den Mönchen ein Geist kommt der sie beruft, sie alle Religionen akzeptieren und haben viele Weisheiten gelehrt bekommen. Wenn jemand etwas böses macht ist es nicht, weil die Religion sie dazu zwingt, sondern weil der jeweilige Mensch böse ist. Deswegen tolerieren sie alle Religionen. Der Hinduismus ist die 3. größte Religion der Erde. Die meisten Gläubigen gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf (Samsara) sind. Auf dem Weg haben wir außerdem eine Beerdigung gesehen. Die Toten werden nur mit einer weißen Plane zugedeckt und an einem vorbestimmten Tag (nach bestimmten Kriterien ausgewählt) verbrannt und die Asche im Meer verstreut. Die Beerdigung wird gefeiert, weil der Mensch ja wiedergeboren wird.
Wir sind außerdem an vielen handgschnitzten, lebensgroßen Kunstwerken vorbei gekommen und haben Frauen gesehen, die ihre Wäsche im Fluss waschen.
Beeindruckend waren auch die Tegalalang Reis Terrassen in Ubud (Rice Terace). Geschickt musste man klettern, um in die Mitte zu gelangen, von wo aus man die beste Sicht hatte. Ein Farmer rief uns Hati Hati hinterher (seid vorsichtig!).
Die Landschaft auf Bali ist atemberaubend. Es hat viel grün, viele tolle Felder und wir sind oft durch den schönen Urwald gefahren.

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Zu 6. auf dem Roller (man beachte den Finger des kleinen Jungen)IMG_9159[1]

Im Sacred Monkey Forest Ubud (Affenwald), freuten wir uns darauf die freilebenden Affen zu füttern. Wir wollten keine Bananen kaufen aber fanden eine Art Zuckerrübe auf dem Boden. Ich wusste man soll keinem Affen in die Augen schauen und diese nicht provozieren. Ich weiß nicht warum, aber wahrscheinlich hielt ich die Rübe einen Moment zu lange fest und dann war es für den Affen vorbei. Zuerst fletsche er nur die Zähne, dann machte er wütende Geräusche und umso mehr ich zurück wich, desto aggressiver wurde er. Ich wollte nicht wegrennen, weil ich wusste er würde folgen. Saskia rief mir nur zu ich solle ruhig bleiben und keine Panik haben. Ich guckte einfach in die Luft und versuchte mir meine Panik nicht anmerken zu lassen. Irgendwann verschwand der Affe zum Glück und ließ mich mit nassen Händen und viel Herzklopfen zurück. Auch Saskia hatte Panik und die vielen Leute die sich während dem „Schauspiel“ um uns rum versammelt hatten, waren auch erleichtert, dass es vorbei war.

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Mit viel Respekt suchten wir uns nur die kleinen Affen und versuchten diese mit viel Abstand zu füttern. Ein Pfleger lockte mit Hilfe von ein paar Blättern die Affen auf unsere Schultern und ich war dabei sehr angespannt. Zum Glück waren diese aber lieb und ich war froh als sie wieder unten waren.

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Egusti brachte uns sicher zum Hotel, verlangte für den Tag gerade mal 50$ (15 Euro für jeden), wir bestellten was vom Roomservice und wussten, wir werden nicht mehr schlafen können bis es zum nächsten Abenteuer geht. Das erste mal zickten wir beide richtig rum, weil wir müde und hungrig waren, aber konnten darüber lachen 😉

Affige Grüße
Nadine

Land of the tiny

Samstag, 20.06.2015

Heute waren wir immer noch faul und haben den ganzen Tag (mal wieder) am Pool in der Sonne verbracht (ja ich weiß, schweres Leben und so….).

Morgens kam unser Guide „Vicky“ auf den wir über eine Facebook-Gruppe aufmerksam geworden sind. Mit ihm haben wir unseren Ausflug für Montag besprochen und er ist sehr nett, witzig drauf und spricht gutes Englisch.

Von ihm haben wir eine gute Wegbeschreibung zum Markt bekommen. Als wir gefühlt in der Nähe waren, fragten wir in einem Restaurant wo der Markt sei. Die Besitzerin teilte uns mit, dass wir uns auf diesem befinden – ups ! Er war sehr klein und es gab nicht viel und so ließen wir uns in diesem Restaurant nieder. Ein Pärchen sagte uns, dass sie seit einem Monat jeden Tag dort hin kommen würden. Sie versprachen nicht zu viel ! Das Essen kommt dem Thailändischen sehr nahe. So bestellte ich frittiertes Gemüse (vegetable fritter) und Gado Gado (frisches Gemüse und Erdnusssoße) und Saskia aß Nasi Goreng (Reisnudeln mit Chicken).
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Zum Nachtisch teilten wir uns einen Schokopfannkuchen. Diesen hätte ich mal lieber weg lassen sollen, denn danach wollte ich eine Hose kaufen. Leider hatte ich meine kurzen Hosen nicht eingepackt (wie immer ziemlich „clumsy“). Im Land der kleinen, zierlichen Leute ein schwieriges Unterfangen. Als ich Größe M nicht mal über meinen Allerwertesten gezogen bekam, war das schon nicht erfreulich. Als die Verkäuferin in den Tiefen des Lagers nach Größe XL kramen musste und mich schon mitleidig ansah, verging mir die Lust, aber ich kaufte die Hose trotzdem. Ziemlich schockiert legte ich meine Rupiah auf den Tisch und verließ fluchtartig den Laden.

Generell ist hier alles winzig. Shampoos, Cremes und sogar Tim Tams gibt es hier nur in extra kleinen Verpackungen und die Decken sind teilweise so niedrig, dass sich Saskia den Kopf anschlägt.

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Ich habe ja bereits die Verkäufer hier erwähnt. Diese können mit der Zeit ganz schön nervig werden und aus den Läden dringen viele Zurufe um die Kunden zum Kaufen zu animieren. Dass sie damit das Gegenteil erreichen, scheinen (/wollen) sie nicht kapieren. So macht das Shoppen trotz den unschlagbar günstigen Preisen keinen Spaß. Wenigstens läuft einem niemand hinterher oder ist zu aufdringlich, aber wir zwei blonden Mädels bekommen viele Komplimente hinterher geschmissen. Generell fühlen wir uns hier aber sicher und die Meschen sind überaus freundlich und man bekommt immer ein Lächeln geschenkt.

Ein sehr großer Minuspunkt hier ist aber der Verkehr. „Eine absolute Katastrophe“ zu sagen, wäre schlichtweg untertrieben. Die Straßen in denen sich die Läden befinden sind viel zu schmal und es müssen unzählige Roller und Autos aneinander vorbei, die keinen Platz haben. Dort zu laufen ist kein Spaß und das Hupkonzert nervt nach ein paar Minuten. Wenn man Glück hat stehen irgendwo Polizisten die versuchen die Fußgänger „sicher“ auf die andere Straßenseite zu bringen.

Auch sieht man abseits der großen Touristenstraße sehr viel Müll und auf ganz Bali gibt es viele Straßenhunde.

Trotzdem gefällt mir Indonesien bisher richtig gut und ich bin unglaublich froh dieses Land kennen lernen zu können.

Tiny Grüße

Nadine

Welcome to hard Life

Freitag, 19.06.2015

Wir haben ein sehr hartes Leben. Viele Leute fragen uns, ob wir hier was anderes machen als am Pool liegen. Ja klar machen wir das !

Morgens müssen wir zuerst einmal aufstehen und uns richten. Dann müssen wir mit dem Aufzug runter zum Frühstück fahren. Dort müssen wir uns dann für Essen entscheiden (die Auswahl ist viel zu groß). Weil das noch nicht genug ist, müssen wir in unser Zimmer und uns umziehen. Anschließend müssen wir die Treppen hoch zum Rooftop-Pool laufen. Weil wir dann schon müde vom „müssen“ sind, liegen wir in der Sonne und ruhen uns aus. Wenn das noch nicht reicht, holen wir uns einen Cocktail und liegen auf der Luftmatratze im Pool.
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Danach müssen wir duschen und uns wieder richten um dann in der Stadt nach was zu essen zu suchen.

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Nachdem wir dann so voll gegessen sind, weil wir ja Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch essen MÜSSEN, laufen wir den ganzen Weg zurück ins Hotel und belohnen uns nach dem anstrengenden Tag mit einem Schönheitsschläfchen. Oft müssen wir wichtige Entscheidungen treffen, z.B. ob wir lieber Parasailing oder Wildwasser-Rafting buchen und ob wir lieber den einen oder den anderen Guide für unsere Touren buchen sollen.

Ja ich weiß wir sind echt schwer zu bemitleiden und haben einen super stressigen Tagesablauf. Davon kann man schon mal müde sein 😉

Grüße aus dem harten Leben von

Saskia und Nadine

Wonderful day with 3 girls

Donnerstag, 18.06.2015

Als ich um 7 (australische Zeit 9) nach einer erholsamen Nacht aufwachte, dachte ich, dass ich Pferde füttern muss 😀 Saskia war auch früh wach und so sangen wir laut zu uralter Musik aus MTV (I swear, usw) mit, sodass unsere Balkonnachbarn entgeistert rüber guckten. Ok, Superstars werden wir vielleicht keine…

Das Frühstück hier ist der Wahnsinn und es hat alles was das Herz begehrt, z.B. frisch nach Wunsch zubereitete Eier, Schokocroissant, O-Saft, Reis, Nudeln, usw. Wir saßen ewig da, hauten uns die Bäuche voll und schielten verstohlen zu unserem netten, jungen Sitznachbarn rüber.

Als wir dann eine Weile am Rooftop-Pool (Pool auf der Dachterrasse) saßen, kam ein Rezeptionist uns sagte, dass meine Freundin unten warten würde. So holte ich also Elsbeth die ich vom Hostel in Melbourne kenne ab. Wir freuten uns beide total uns wieder zu sehen. Auch Saskia und Elsbeth verstanden sich auf Anhieb perfekt. So hatten wir einen super tollen Tag mit witzigen Gesprächen, neuem Tratsch und Klatsch und viel Gelächter am Pool. Das Wetter war wieder perfekt und trotz viel Sonnencreme und Schatten ließ der Sonnenbrand nicht lang auf sich warten 😛
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Abends verließen wir das tolle Hotel um die City zu erkunden. Ich war sehr positiv überrascht, wie modern und sauber hier alles ist. Wir sind am Legian Beach und es ist sehr touristisch. So gibt es einen MC Donalds, Hard-Rock-Cafè, Pullman-Hotel, usw. Da ich viel Negatives von Bali gehört hatte, war ich auf alles vorbereitet, aber auch die Menschen sind freundlich. Klar stimmt es, dass einem jeder was verkaufen will (die leben schließlich vom Tourismus) aber wenn man danke sagt und weiter läuft, folgt einem auch keiner. Am Strand habe ich einen Sarong gekauft und daraufhin ist mir eine andere Frau hinterher gelaufen und wollte mir noch einen andrehen. Diese war wohl ein bisschen nervig, aber ging auch irgendwann.
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Nach dem Besuch im Hard-Rock-Cafè und einem MC Flurry im MC Donalds (ja ich weiß, Kulturbanausen und so), konnten wir am überfüllten Strand den tollen Sonnenuntergang anschauen. Es entstanden tolle Bilder und wir hatten viel zu lachen.

Saskia, ich, Elsbeth
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Beim Mexikaner gönnten wir uns ein schönes Abendessen, das wie alles hier sehr günstig ist. Es war so scharf, dass Saskia nach einem Bissen fast Feuer spuckte. Zum ersten Mal konnte ich das indonesisches Bier Bintang (Heineken) probieren, was nicht schlecht schmeckte. Außerdem zeichnete Elsbeth noch einen Entwurf für mein Tattoo auf, was sehr lustig aussah.

Unser Kellner
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Unsere Reisetiere (Elsbeths Lama hat ne Facebook-Page)CIMG8126 (FILEminimizer)

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Zurück im Hotel wollte Elsbeth Geld wechseln lassen, als ein Australier das mitbekam und einen Deal anbot. Er freute sich über Rupiah und Elsbeth über australische Dollar die beide ohne Provision umtauschen konnten. Für ihn war er der erste und für Elsbeth leider der letzte Tag hier. Das Taxi holte sie ab und wir machten aus, uns in Melbourne wieder zu treffen.

So ging der gelungene, spaßige, tolle Tag gemütlich zu Ende und wir schliefen früh in unserem weichen, großen Hotelbett ein.

Indonesische Mädelsgrüße

Nadine

Gili, Lembongan or Lombok?

Bali here I come

Mittwoch, 17.06.2015

Als ich mich aus dem Bett raffte, war es noch dunkel. Die Uhr sprach 5 und zu Fuß machte ich mich auf den Weg zur Stadtbahn. Diese fuhr mich zur Southern Cross Station. Ein komisches Gefühl nach einem Monat wieder am Bahnsteig 2 1/2 vorbei zu laufen wo ich erst noch zum Zug Richtung Violet Town gerannt bin. Die Zeit vergeht so schnell. Dann wieder ein de-ja-vu: mit dem Skybus die Fahrt zum Flughafen. Schlappe 18$ hab ich wieder hingelegt.
Natürlich war ich wie immer sehr rechtzeitig dort. Meine Sparmaßnahmen haben zur Folge, dass ich diesmal nur mit Handgepäck fliege. Hoffentlich kommt mein Backpack auch als solches durch, dachte ich die ganze Zeit.

 

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Nach einem guten Frühstück ging es durch die Sicherheitskontrolle, die hier viel genauer ist, was ich gut finde.

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Zu dritt muss man an Tische und wird von Kopf bis Fuß mit einer Kelle durchleuchtet. Auch das Handgepäck wird gut abgesucht. Dann muss man wie sonst auch durch die Personenkontrolle und das Gepäck durchs Röntgen. Auffällige Leute müssen in einen geschlossenen Ganzkörperscanner. Eine Frau diskutierte ewig mit dem Security, weil sie ihr 80$ teures Shampoo weg werfen musste – tja, besser vorher informieren ! (ich musste auch schon was weg werfen). Generell ist der Flughafen in Melbourne total gut organisiert, alles geht super schnell und es stehen überall Security die einen zum schnellen aufrücken in den Schlangen motivieren.

Als ich an Board war, war ich total erleichtert mit meinem Backpack als Handgepäck durchgekommen zu sein, der eigentlich zu groß ist. Bestimmt war er auch zu schwer – gut, dass es niemand kontrolliert hat – 80$ für Gepäck gespart ! Diesmal hatte ich leider nicht meinen Lieblingsplatz, weil ich zu spät gebucht hatte und saß in der vorletzten Reihe im Mittelteil.

Pünktlich erhob sich der Airbus 330-300 in die Lüfte. Wie immer war das Wetter in Melbourne nicht so toll. Ich hätte es wissen müssen, aber nun hatte ich das erste mal meine Tabletten gegen die Flugangst nicht dabei und schon kamen wir in Turbulenzen. Normalerweise hätte ich mir beim ersten Ruckeln eine eingeworfen. Immer noch nicht zu vergleichen mit meinem Horror-Flug weswegen ich die Angst habe, aber schon ziemlich wackelig. Also leuchteten mich gleich über eine Stunde lang die Anschnallzeichen an. Ich bekam natürlich nasse Hände, einen schnellen Puls und Ohrensausen und es war, als würde mir die Luft weg bleiben. Aber irgendwie habe ich das Gefühl ich werde mit jeden Turbulenzen stärker und hab weniger Angst. Als es endlich vorbei war, gab es auch Essen (Reis mit Tofu, aber nicht zu genießen) und ich hatte mich erst mal wieder beruhigt.

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Leider sollte das nicht alles gewesen sein und es ging trotz Sonnenschein wieder von vorne los. Diesmal konzentrierte ich mich auf das Schreiben und meine Atmung und hatte die Angst und den Puls besser unter Kontrolle. Vielleicht wird Fliegen ja irgendwann mal ein schönes Erlebnis für mich, wer weiß… Zumindest weiß ich jetzt, dass ich einen turbulenten Flug auch ohne Wunderpillen überleben kann.

Ich wusste nur nicht, dass AirAsia kein Entertainment-System hat (Billigairline halt) und schrieb gegen die Langeweile den ganzen Flug über neue Blogartikel. Mit meinen Sitznachbarn (ein Ehepaar das mit den 3 Kindern Urlaub in Bali macht), unterhielt ich mich auch lange super nett.

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Kurz vor der Landung die sich irgendwie ewig hin zog, gab es ein lautes Geräusch im Flugzeug und alle guckten aus dem Fenster. Ich konnte nur das Meer sehen und als der Vogel aufsetzte, dachte ich, dass wir auf dem Meer gelandet sind. Ich bekam Herzrasen aber stellte fest, dass wir nach sechseinhalb Stunden endlich auf dem sonnigen Bali angekommen sind.

Da ich nicht aufs Gepäck warten musste, konnte ich direkt zum Visa-Schalter. Da Deutsche aber seit dem 13. Juni für das Visum nichts mehr zahlen müssen, ging es nachdem ich eine Sicherheitskontrolle passiert hatte, zum Taxistand. Die 20 minütige Fahrt kostete 21$, was ok war. Der junge Taxifahrer trug meinen Rucksack zum Taxi und unterhielt sich während der Fahrt nett mit mir. Nach dem Geld wechseln war ich reich, denn meine 80$ verwandelten sich in 800.000 Rupiah.

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Vor dem Hotel wartete schon Saskia und zeigte mir alles. Die Wiedersehensfreude war natürlich riesig und ich freute mich total, dass wir hier zusammen „Urlaub“ machen können.

Den restlichen Tag verbrachten wir am Rooftop-Pool bei bestem Wetter. Die Sonne scheint, es hat 30 Grad und das Hotel ist super. Außerdem drehten wir Videos zum Geburtstag von Saskias Schwester und ihrer Freundin.

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Saskia und ich

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Weil wir zu faul und zu müde waren essen zu gehen, bestellten wir wie die Könige unser Essen aufs Zimmer und es gab Nasi-Goreng, Pizza und Bananen-Pfannkuchen für sehr wenig Geld und wir ließen es uns schmecken.

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Sehr übermüdet schlief ich glücklich ein.

Indonesische Grüße

Nadine

Rainy Goodbye to the Farm

Dienstag, 16.06.2015

Die ganze Nacht hatte es durchgeregnet und auch an meinem letzten Morgen auf der Farm hatte der Regen keine Gnade mit uns. Dafür waren die Temperaturen mal angenehm und ich habe mir ja extra eine Regenjacke gekauft. Bei jedem Pferd das wir gefüttert haben dachte ich: Und heute sehe ich dich zum letzten mal. Genau einen Monat war ich nun hier und man gewöhnt sich so schnell an ein neues zu Hause (vorallem an ein so wunderschönes). Natürlich waren wir beide nach dem Füttern so schön nass wie die Pferde.

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Guinea fowls (Perlhühner )

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Mit viel Hoffen und Bangen ging es ein letztes Mal zur Post. Ich warte ja nun schon über 3 Wochen auf meine Bankkarte meiner australischen Bank, die ich dringend benötige. Die vielen Anrufe bei der Bank haben das leider auch nicht beschleunigt. Außerdem konnte ich kein Geld mehr von der einen Visa-Karte abheben und die andere ist ja wegen der unerlaubten Kopie für den Müll. Wenn die Karte also am letzten Tag nicht gekommen wäre, hätte ich ohne Geld nach Bali fliegen können. Erneut hätte ich den Postbeamten am liebsten umarmt als er mir den langersehnten Brief von der Bank aushändigte – nochmal Glück gehabt !

Nachdem alle Sachen gepackt, Brissie bis oben hin voll beladen und mein Haus im astreinen Zustand war, war der traurige Moment gekommen. Tschüss Sophia, tschüss Traumfarm, tschüss Keith & Bowie, Angus und tschüss Pferde, Hühner und Kühe. Sophia hat mir noch einen ganz lieben Abschiedsgruß auf meine Australienflagge geschrieben. Obwohl ich weiß, dass was Schönes auf mich wartet ist der Abschied wie jeder Abschied schwer. Ich winke nochmal und dann verlasse ich die Farm, die Tiere und Sophia für immer.

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Bisher hatte ich das ja noch nicht erwähnt, aber Sophia und ich haben die Farm jetzt dreieinhalb Wochen ganz allein geführt. Das ist sehr viel Verantwortung und in Deutschland wäre sowas glaube ich nicht denkbar. 19 und 22 jährige Mädchen die Verantwortung für 50 teure Rennpferde und ein riesiges Anwesen haben? Ich glaube wir können stolz auf uns sein, dass wir das so gut hinbekommen haben und ernteten auch von vielen Leuten Anerkennung wie toll wir das machen. Dieses Erlebnis wird uns sicher prägen und es gab schöne und weniger schöne Momente. Sophia und ich hatten jedenfalls Spaß zusammen und ich werde ihre Kochkünste, die Kuchen, die Desserts und die allabendliche Folge Heartland sehr vermissen 😦 Sophia: danke für alles !! Die Zeit war so toll mit dir !

Da mir aber der Kontakt mit den Pferden hier gefehlt hat (außer beim Füttern gab es den ja nicht), hat mir Toms Papa einen Job auf seiner Farm angeboten. Dort habe ich mehr mit den Pferden zu tun und kann anfangen, wenn ich aus Bali zurück bin. Auf jeden Fall bin ich jetzt Profilandschaftsgärtnerin, Hühnerexpertin, Raumgestalterin und ein ganz schönes Stück verantwortungsbewusster.

Die nächste Herausforderung war die Anmeldung von Brissie. Wie gesagt, es benötigt viel Zeit, Geld, Nerven und Kenntnis der englischen Sprache. Ich hatte einen Termin in Benalla und die Frau wollte unendlich viele Unterlagen, war nicht sehr freundlich und seufzte ständig vor sich hin. Da lagen dann meine Bankkarte, ein Nachweis über meine Adresse, mein Perso, mein Reisepass, mein internationaler Führerschein, der Kaufvertrag und die dicke Automappe. Sie wusste gar nicht, wo anfangen. Erst wollte sie meinen australischen Führerschein (woher soll ich den haben?) Der internationale würde nicht genügen (wers glaubt). Irgendwann gab sie sich doch mit diesem zufrieden und behauptete mein Auto wäre Baujahr 2000 (in der Unterlagen steht 1999). Also raus, Motorhaube aufgemacht und geguckt. Gut, dass ich jetzt weiß wie diese aufgeht 😀 Ok, liebe Frau: du hattest Recht, Brissie ist 2000 geboren. Wieder rein, wieder dem großen Papierstapel und Formularen zugewandt. Leider wusste ich die Hälfte der Sachen nicht, die die wissen wollten. Warum müssen die auch so neugierig sein? Also hat die gute Frau namens Robyn das erledigt. Ständig seufzte die Arme und ich glaubte nicht mehr dran, dass das noch was werden sollte. Nach 45 min. des Zitterns und Bangens, wollte sie 700$ von mir (für die Anmeldung, Versicherung und Kennzeichen bis November) und gab mir die Kennzeichen und Schraubenzieher. Ich solle ihr die Alten geben und die Neuen dran schrauben. Leider wollten sich die Schrauben keinen Millimeter bewegen – mist ! Gut, dass die benachbarte Werkstatt wo ich schon den Check machte so freundlich war und das mit dem Akkuschrauber für mich erledigte. Wieder bewunderte ich den jungen Azubi mit wie viel Geschick er das Ding bedienen konnte (ok, ich übe ja noch). Also wieder zur Zulassung, alte Kennzeichen abgegeben und ab Richtung Melbourne. Sehr erleichtert, dass alles geklappt hat.

Gut, dass Brissie einen Tempomat hat und es Sprachnachrichten gibt. Es ging immer nur gerade aus, die Landschaft war die Gleiche und es wäre langweilig gewesen die ganze Zeit mit 110 zu fahren, wenn nicht Saskia gewesen wäre. Sie lag schon am Pool in Bali und erklärte mir wie der Tempomat funktioniert, wir planten in den Sprachnachrichten unsere Ausflüge, sie beschrieb mir das Hotel, usw. Außerdem bekam ich die beste Sprachnachricht des Tages/Monats/Jahres von Papa. Der verkündete feierlich, dass er und meine Oma einen Flug nach Sydney im September gebucht hatten. Ich rastete aus vor Freude und konnte es gar nicht glauben. Ich freue mich nun schon abartig darauf den beiden alles zu zeigen.

Ich bin mir nicht sicher, aber als ich an einem Blitzer vorbei gefahren bin, blitze ein blaues Licht. Eigentlich bin ich nie schneller als 110 gefahren und hoffe nicht, dass das jetzt mein erstes Knöllchen hier war, weil die sind schweineteuer.

Als sich zweieinhalb Stunden später die Skyline von Melbourne vor mir auftat, war das ein richtiges Gänsehautgefühl. Genau hier hat vor über einem Monat alles begonnen. Wie viel habe ich seither schon gesehen und erlebt?! Nachts nach Melbourne rein zu fahren, hat was geniales. Man hat einen perfekten Blick auf die toll beleuchteten Hochhäuser. Auch der Verkehr in Melbourne war sehr geordnet und obwohl es stockdunkel war, hatte ich keine Probleme mitten durch die große Stadt zu fahren. Als ich an meinem Hostel vorbei kam, musste ich lachen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier mal mit meinem eigenen Auto vorbei fahren würde.

Nach einem Abstecher im MC, steuerte ich das Haus von Manny an, den ich vor einem Monat im 7-eleven (Supermarkt) kennen gelernt habe. Dort darf ich netterweise Brissie 2 Wochen stehen lassen. Somit hatte ich also meine erste lange Fahrt im Linksverkehr überstanden. Manny musste noch arbeiten und ich schlief zum ersten Mal im Auto, was total cool war. Ich hätte es mir unheimlicher vorgestellt.

Abschiedsgruß von

Nadine