Lazy Daisy

Samstag, 21.05.2016

Es war geplant, dass wir an diesem Tag nun endlich los fahren. Der Blick aus dem Fenster verhieß leider nichts Gutes. Insgeheim auch nicht ganz schlimm, dachte ich, denn 100% fit war ich noch nicht wieder. Ich schrieb mit den anderen, die woanders in einem Hotel sind und wir waren uns einig an diesem Tag nicht loszufahren, zumal jetzt nun auch Yvonne krank war.
Meine Zimmerkollegin Darja aus Deutschland und ich demotivierten uns gegenseitig. Das Wetter war aber auch echt nicht einladend und es regnete den ganzen Tag aus Kübeln und die Straßen waren überflutet. Naja Regenzeit eben. Nach dem Frühstück hüpften wir schnell wieder ins Bett. Wir sollten das Zimmer wechseln, weil unseres sauber gemacht wurde. So kamen wir zu 2. in ein Viererzimmer und hofften es würde keiner mehr kommen. Es war das erste Mal, dass ich kein schlechtes Gewissen hatte, dass ich den Tag im Bett verbrachte. Zum Auskurieren und entspannen war das einfach perfekt. Darja und ich redeten viel und hatten den total Spaß. Man konnte unsere nicht vorhandene Motivation bestimmt noch in Deutschland spüren und darüber machten wir uns den ganzen Tag lustig.
Irgendwann hatten wir Hunger und mein Magen war sowieso leer. Wir passten eine Minute ab, in der es nur nieselte und liefen zu einem netten Restaurant. Dort bestellte ich eine Suppe und es gab Tofu mit Tomaten und Oliven. Danach ging es mir nochmal ein Stück besser.
IMG_9932 (FILEminimizer)

IMG_9933 (FILEminimizer)

IMG_9934 (FILEminimizer)

IMG_9935 (FILEminimizer)

IMG_9937 (FILEminimizer)
Sonst gibt es von diesem anstrengenden Tag nix spannendes mehr zu berichten.
Natürlich hoffe ich, dass wir morgen aus Sapa raus kommen, denn noch einen Tag länger faul sein halte ich nicht aus. Dazu bin ich nicht hier.

Chillige Grüße

How to plant rice

Donnerstag, 19.05.2016

Eigentlich wollten Sophie, Nikki und ich in die Schule, um Kinder zu unterrichten. Sophie ist Volontärin in einer Schule und Kindergarten und unterrichtet 40 Kinder auf einmal in Englisch. Da ihr das zu viel ist und sie die Klasse von 8 Uhr bis 4 Uhr hat, wollte sie unsere Hilfe. Ich habe mich total gefreut, denn das wäre eine sehr coole, neue Erfahrung gewesen. Der Vater der beiden Kinder von May fuhr die beiden in die Schule mit dem Roller und kam zurück. Er sagte, dass Sophies Klasse heute keine Schule hätte. Das passiert hier wohl öfter und ist sehr komisch. So musste die Tochter an diesem Tag Zuhause bleiben und wir leider auch.
May hatte schon Frühstück gemacht und es gab wieder reichlich. Frühlingsrollen, Reis, Bambus, Bohnen usw. Wir ließen es uns schmecken und genossen das gute Essen.
DSC_0532
IMG_9913 (FILEminimizer)

IMG_9916 (FILEminimizer)
Sophie hatte sich am Vortag von May die Haare in Indigo färben lassen. Ich sagte, dass das gut aussehen würde. Von den anderen wurde ich praktisch dazu genötigt dasselbe zu machen. So saß ich auf den Stuhl und May färbte mir mit einer Haarbürste meine Haare blau. Danach war ich ein bisschen schockiert, weil es viel intensiver als bei Sophie ist und außerdem grün statt blau. Ich finds trotzdem ganz ok.
IMG_9895 (FILEminimizer)

IMG_9900 (FILEminimizer)

IMG_9902 (FILEminimizer)

IMG_9908 (FILEminimizer)DSC_0539
IMG_9864
May geht jeden Tag ins Reisfeld an ihrem Haus und pflanzt Reis. Sie wollte, dass wir mitgehen um Fotos zu machen. Es waren noch einige andere Frauen da. Keiner wollte nur zuschauen und deswegen ließen wir uns von May erklären, wie man Reis pflanzt. Wir bekamen die grünen Pflanzen und mussten diese ins Feld stecken. Dabei standen wir fast knietief im Matsch und es war sehr rutschig. Wir hatten einen Heidenspaß, waren sehr schnell und nahmen May viel Arbeit ab.
DSC_0540 (FILEminimizer)

DSC_0543 (FILEminimizer)

DSC_0545 (FILEminimizer)

DSC_0551 (FILEminimizer)

DSC_0553 (FILEminimizer)

DSC_0554 (FILEminimizer)

DSC_0555 (FILEminimizer)

DSC_0567 (FILEminimizer)

DSC_0571 (FILEminimizer)

DSC_0574 (FILEminimizer)

DSC_0590 (FILEminimizer)

DSC_0592 (FILEminimizer)

DSC_0594 (FILEminimizer)

DSC_0600 (FILEminimizer)

DSC_0603 (FILEminimizer)

DSC_0606 (FILEminimizer)
Hier kann man nicht so viel machen und deswegen relaxten wir den ganzen Tag. Ich fühlte mich ohnehin nicht fit und legte mich ein bisschen hin zum Schlafen.
DSC_0615 (FILEminimizer)

DSC_0616 (FILEminimizer)

DSC_0617 (FILEminimizer)

DSC_0618 (FILEminimizer)

IMG_9866 (FILEminimizer)DSC_0610 (FILEminimizer)

DSC_0611 (FILEminimizer)

DSC_0614 (FILEminimizer)
Pauline und Athena wollten wieder zurück in die Stadt nach Sapa. Der Mann von May nahm Pauline mit und Athena fuhr bei mir hinten mit. Das ist mir nicht so recht, weil die Straßen hier so gefährlich sind und ich nicht schuld sein will, wenn was passiert. Außerdem hatte Athena ein paar Tage zuvor schon einen Rollerunfall als sie allein fuhr. Zurücklassen wollte ich sie aber auch nicht und so nahm ich sie mit. Es ist schwierig jemanden hinten drauf zu haben, der sich ständig bewegt und nicht ausbalanciert ist, vor allem auf diesen Wegen hier. Alles ging gut und wir erreichten Sapa sicher.
DSC_0625 (FILEminimizer)

DSC_0627 (FILEminimizer)

DSC_0629 (FILEminimizer)

DSC_0631 (FILEminimizer)

DSC_0633 (FILEminimizer)

DSC_0635 (FILEminimizer)

DSC_0636 (FILEminimizer)

DSC_0638 (FILEminimizer)

IMG_9856 (FILEminimizer)

IMG_9857 (FILEminimizer)

IMG_9869 (FILEminimizer)

IMG_9873 (FILEminimizer)
Wir fanden ein Hostel für sage und schreibe 1 Euro pro Nacht inkl. Frühstück. Dort checkten wir ein und ließen uns nieder.
Uns allen war nach Westernfood und hier in Sapa gibt es genügend. Sehr viele Pizzerien und Burgerläden usw. Woanders gibt’s das nicht so oft. So suchten wir uns ein günstiges Restaurant mit Bergblick und ließen uns nieder. Ich bestellte wieder Spaghetti mit Sahnesoße, Pauline Pizza und Athena Frühlingsrollen.
IMG_9876 (FILEminimizer)

IMG_9881 (FILEminimizer)
Es schmeckte super und Pauline ging nach dem Essen zurück. Athena und ich suchten uns ein tolles Massagestudio und ließen uns für 3 Euro eine Stunde lang durchkneten.
Wir gingen an diesem Tag alle früh ins Bett und ich hoffe, dass es mir bald wieder gut geht.

Liebe Grüße zurück von Sapa
Nadine

Teach Children how to use a Laptop

Mittwoch, 18.05.2016

Weil ich nichts Großes geplant hatte, schlief ich aus und frühstückte in aller Ruhe.
Der Homestay:
DSC_0352 (FILEminimizer)

DSC_0353 (FILEminimizer)

DSC_0354 (FILEminimizer)

DSC_0355 (FILEminimizer)

DSC_0356 (FILEminimizer)

DSC_0357 (FILEminimizer)

DSC_0358 (FILEminimizer)

DSC_0359 (FILEminimizer)
Um 1 war ich mit einer Freundin einer Freundin vor der Kirche in Sapa verabredet. Sophie, die ich im Hostel in Hanoi kennen gelernt hatte, wohnt derzeit bei einer vietnamesischen Familie in den Bergen. Ihre Freundin Nikki die bereits dort war wollte mit dem Bus kommen um dort nochmal hinzugehen. Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde von meinem Homestay in die Stadt und ich konnte wieder total diese geniale Landschaft hier bestaunen. In den Bergen liegt ständig Nebel und es hat irgendwie was mystisches.
Als ich pünktlich an der Kirche war, bekam ich eine Nachricht von Sophie, dass Nikki erst um halb 3 kommen würde. So fuhr ich los um in einem tollen Restaurant mit Bergblick Mittag zu essen.
IMG_9835 (FILEminimizer)

IMG_9836 (FILEminimizer)

IMG_9837 (FILEminimizer)
Die Zeit verging schnell und ich fand mich wieder an der Kirche. Leider musste ich nochmal 45 Min. warten, bis Nikki endlich kam. Der Vater der Familie zu der wir fuhren, nahm Nikki auf dem Roller mit und ich fuhr hinterher. Über eine halbe Stunde ging es auf noch schlechteren Pfaden rauf und runter, bis wir am Ziel ankamen.
Sophie empfing uns freundlich und wir freuten uns, uns wieder zu sehen. Hier leben die 28 jährige May, ihr Mann, die 6+7 Jahre alten Kinder und die 90 jährige Oma. Außerdem waren noch Athena aus Kanada und Pauline aus Deutschland da. Volles Haus also. Das Haus ist eine Scheune und es gibt nur 3 Betten. Die Oma schläft immer auf dem Boden und wir müssen uns die Betten teilen. Es gibt 2 Hunde, Hühner, Küken, Gänse und 3 Ochsen. Die Kinder mochten uns sofort und die ganze Zeit spielten wir und hatten viel zu lachen.
DSC_0362 (FILEminimizer)

DSC_0363 (FILEminimizer)

DSC_0365 (FILEminimizer)

DSC_0367 (FILEminimizer)

DSC_0368 (FILEminimizer)

DSC_0371 (FILEminimizer)

DSC_0380 (FILEminimizer)

DSC_0389 (FILEminimizer)

DSC_0390 (FILEminimizer)

DSC_0392 (FILEminimizer)

DSC_0400 (FILEminimizer)

DSC_0401 (FILEminimizer)

DSC_0403 (FILEminimizer)

DSC_0425 (FILEminimizer)

DSC_0431 (FILEminimizer)

DSC_0440 (FILEminimizer)

DSC_0445 (FILEminimizer)

DSC_0451 (FILEminimizer)

DSC_0455 (FILEminimizer)

DSC_0456 (FILEminimizer)

DSC_0469 (FILEminimizer)

DSC_0483 (FILEminimizer)

DSC_0492 (FILEminimizer)

IMG_9842 (FILEminimizer)

IMG_9844 (FILEminimizer)

IMG_9853 (FILEminimizer)
Unsere Gastgeberin May hatte reichlich Abendessen aufgetischt und sie zwang uns fast viel zu essen.
Pauline ging es nicht sehr gut und die Oma und May wendeten eine traditionelle Heilmethode an, was interessant zu sehen war.
DSC_0518 (FILEminimizer)

DSC_0521 (FILEminimizer)

DSC_0523 (FILEminimizer)

DSC_0537 (FILEminimizer)
Wir waren alle müde und ich hatte Kopfweh, weshalb wir früh ins Bett gingen. Sophie, Nikki und ich teilten uns ein Bett. Die Vietnamesen kennen keine weichen Matratzen und so schliefen wir auf einer Art Holzpritsche. Trotzdem war es nicht unbequem und zu 3. im Bett werden wir hoffentlich nicht frieren.

Liebe Grüße vom Homestay hoch in den Bergen
Nadine

Breathtaking Sapa and Homestay

Dienstag, 17.05.2016

Um 5:30 Uhr wurden wir aufgeweckt. Der Bus hatte offensichtlich schon eine Weile da gestanden, aber wir wurden schlafen gelassen. Ich hatte sehr gut im Bus geschlafen, aber nicht lange. Das Licht im Bus war nachts nämlich noch lange an und Musik wurde gespielt.
Es war schon hell und ich musste erstmal mein Handy laden, bevor ich los konnte, weil ich GoogleMaps brauchte. Bei meinem Motorrad waren während des Ausladens beide Spiegel abgebrochen und außerdem war die Bremse kaputt. Es kümmerte sich keiner darum, obwohl ich sagte, dass ich meine Bremse brauche.
IMG_9825
Ich hätte ja noch eine Zweite, so die Aussage. Mein Motorrad sprang nicht mal an, weil der ganze Sprit rausgelassen wurde. So schob ich es zur Tankstelle und machte es voll. Meine Augen waren noch gar nicht richtig offen und ich freute mich auf nochmal schlafen. Als mein GoogleMaps mir verriet, dass es eine ganze Stunde bis zu dem Homestay ist, wo ich hin muss, stöhnte ich. Hier in den Bergen von Sapa ist es richtig kalt und ich war froh um meine Motorradjacke. Die Strecke war mit das beste was ich bisher gesehen habe. Die ganze Zeit ging es bergauf und die Aussicht war total atemberaubend. Überall sah man grüne Natur, Reisterrassen und Berge. Da hatte sich die lange Fahrt gelohnt und auf einmal war ich hellwach.
DSC_0120 (FILEminimizer)

DSC_0121 (FILEminimizer)

DSC_0126 (FILEminimizer)

DSC_0129 (FILEminimizer)

DSC_0131 (FILEminimizer)

DSC_0132 (FILEminimizer)

DSC_0133 (FILEminimizer)

DSC_0138 (FILEminimizer)

DSC_0145 (FILEminimizer)
Von den Einheimischen in Hanoi wurde ich gewarnt, dass die Straßen in und um Sapa sehr schlecht sind. Ich dachte mir nur: Straßen, welche Straßen? Es gibt hier keine Straßen. Emma konnte zeigen, dass sie auch als Offroad-Bike geeignet ist. Über große Steine, Schotterpisten und sogar durch viel Wasser ging es durch und es hatte sehr viele Kurven. Mein GoogleMaps war mit den kleinen Pfaden nicht vertraut und so war ich verloren. Zum Glück können hier viele Leute Englisch und nach 2 Stunden herumirren in den Bergen fand ich mich vor dem Tavan Chopai Homestay wieder. Wie der Name schon sagt, kann man hier bei Leuten Zuhause wohnen. Es gibt Privatzimmer und ich lebe mit anderen Backpackern in einem 15 Leute Zimmer. Es sind aber nur 2 andere da. Es liegen Matratzen auf dem Boden und überall gibt es Moskitonetze. Die Gastgeber waren gleich sehr freundlich und können alle englisch. Ich bekam Pfannkuchen mit Honig und Banane zum Frühstück und es war bereits 9.
IMG_9822
Mit den anderen vom Hostel verstand ich mich gleich gut.
Eigentlich wollte ich mich hinlegen und freute mich auf eine Runde Schlaf, aber Gustavo aus Portugal fragte, ob ich mit ihm mit will. Er hatte einen Roller gemietet und wollte herum fahren. Da sagte ich nicht nein.
Der erste Stopp war ein Mechaniker, der mir für 2 Euro meine Bremse richtete. Dieser rauchte irgendwas aus einem Holzrohr, was sehr witzig aussah.
DSC_0147 (FILEminimizer)

DSC_0151 (FILEminimizer)
Über viele Schotterpisten ging es erst wieder in die Stadt rein.
DSC_0152 (FILEminimizer)

DSC_0155 (FILEminimizer)

DSC_0159 (FILEminimizer)

DSC_0163 (FILEminimizer)

DSC_0165 (FILEminimizer)

DSC_0166 (FILEminimizer)

DSC_0167 (FILEminimizer)
Man muss total aufpassen, denn es ist normnal, dass Büffel, Schweine, Enten, Gänse, Hunde, Katzen und Kinder unvermittelt die Straße überqueren.
Wir machten eine einstündige Wanderung, bei der wir uns einmal verliefen. Es fing an zu regnen und darauf war ich nicht vorbereitet, aber das machte nichts. Wir waren gerade an einem Wasserfall, als wir eine Schweizerin und einen Kolumbianer trafen. Zu viert liefen wir zurück.
DSC_0171 (FILEminimizer)

DSC_0175 (FILEminimizer)

DSC_0182 (FILEminimizer)

DSC_0183 (FILEminimizer)

DSC_0184 (FILEminimizer)

DSC_0188 (FILEminimizer)

DSC_0190 (FILEminimizer)

DSC_0192 (FILEminimizer)

DSC_0194 (FILEminimizer)

DSC_0201 (FILEminimizer)

DSC_0203 (FILEminimizer)

DSC_0210 (FILEminimizer)

DSC_0214 (FILEminimizer)

DSC_0215 (FILEminimizer)

DSC_0216 (FILEminimizer)

DSC_0218 (FILEminimizer)

 

DSC_0229 (FILEminimizer)

DSC_0230 (FILEminimizer)

DSC_0231 (FILEminimizer)

DSC_0233 (FILEminimizer)

DSC_0234 (FILEminimizer)

DSC_0237 (FILEminimizer)

DSC_0240 (FILEminimizer)

DSC_0243 (FILEminimizer)
Das erste Mal nahm ich jemanden hinten auf dem Motorrad mit, denn zu 4. fuhren wir los um was zu Essen. Es ist nicht gerade einfach bergauf mit diesen Straßen und einem Sozius hinten drauf. Als Emma ausging, bekam ich schon wieder einen Herzinfarkt. Das darf jetzt nicht wahr sein, dachte ich. Zum Glück hatte ich nur vergessen den Benzinhahn wieder aufzudrehen, nachdem ich ihn abgestellt hatte und konnte erleichtert aufatmen.
Für nicht mal 3 Euro gab es ein Menü mit Kaffee, Suppe, Brot und Tofu mit Reis. Es schmeckte super und alle wurden total satt.

DSC_0246 (FILEminimizer)
Dann ging es viel bergauf zum nächsten Wasserfall. Emma machte das total super und selbst mit zwei Leuten steile, sehr schlechte Straßen hoch hatte sie überhaupt keine Mühe und mit Turbo ging es hoch.
Überall muss man zahlen und sogar fürs Parken mussten wir den Geldbeutel aufmachen. Es ging unendlich viele Stufen hoch, bis wir es zum Wasserfall geschafft hatten. Die Temperaturen sind im Gegensatz zu Hanoi und Ho Chi Minh sehr angenehm.

DSC_0249 (FILEminimizer)
Weiter ging’s zum dritten Wasserfall zu dem wir über einen Kilometer laufen mussten. Dort kletterten wir auf einen Aussichtspunkt bei dem es uns fast weg windete. Einer verlor seine Mütze wegen dem Wind.

DSC_0275 (FILEminimizer) DSC_0278 (FILEminimizer) DSC_0281 (FILEminimizer) DSC_0284 (FILEminimizer) DSC_0290 (FILEminimizer) DSC_0291 (FILEminimizer) DSC_0298 (FILEminimizer)

Es war total anstrengend und alle schwitzten.
Die Wanderung ging über Geröll und viele Steine und mir zitterten die Beine, weil wir an diesem Tag schon so viel gelaufen waren. Es ging Treppen rauf und runter. Am Wasserfall angekommen war ich ein bisschen enttäuscht, weil dieser nicht so schön war wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Auf meiner Reise habe ich aber auch schon so viele davon gesehen, dass es echt schwer ist noch eine Steigerung zu bekommen.

DSC_0312 (FILEminimizer) DSC_0316 (FILEminimizer) DSC_0322 (FILEminimizer) DSC_0329 (FILEminimizer)
Wir mussten uns ein bisschen beeilen, weil wir nicht im Dunkeln den Berg hochfahren wollten.

DSC_0335 (FILEminimizer) DSC_0337 (FILEminimizer) DSC_0341 (FILEminimizer) DSC_0342 (FILEminimizer)

Schnell brachten wir die beiden zu ihrem Hostel zurück, saßen noch da und guckten Kindern beim Fußballspielen zu und dann fuhren wir zurück.

DSC_0349 (FILEminimizer)DSC_0350 (FILEminimizer)DSC_0351 (FILEminimizer)DSC_0348 (FILEminimizer)
Nach einer Dusche machten wir beim Familienabendessen mit. Alle anderen Backpacker waren auch dabei. Es wurde reichlich aufgetischt, gab auch viel Vegetarisch und wir hatten einen tollen Abend. Auch der selbst gebrannte Schnaps (Happywater) wurde ausgeschenkt und uns die vietnamesischen Traditionen näher gebracht.

IMG_9871
Ich ging früh ins Bett, weil ich noch sehr müde war.

Liebe Grüße aus dem schönen Sapa
Nadine

Attacked by a monkey

Sonntag, 21.06.2015

Heute war volles Programm angesagt. Um halb 9 wurden wir im Hotel von unserem Fahrer Egusti abgeholt, der uns auch in einer Facebook-Gruppe empfohlen wurde.

Gleich am Anfang hat er sich entschuldigt, dass er schon verheiratet ist und eine Tochter hat 😀 Egusti hat viel erzählt und uns die Kultur ein Stück näher gebracht.

Das erste Highlight war der Barong & Kris Dance in Kesiman. Das ist ein traditioneller Tanz, dargestellt in einer Art Musical. Der Raum roch gut nach Räucherstäbchen, wir haben gleich Blumen ins Haar bekommen und ein Foto mit einem schön gekleideten Mädchen gemacht.

IMG_9222[1]IMG_9221[1]

Die Geschichte die aus 6 Akten bestand, bekamen wir auf einem Blatt Papier und diese hätte man sonst auch nicht verstehen können. Es war alles ein bisschen wirr und durcheinander aber total interessant und schön. Es gab viel getanztes Drama, einen Mord, schöne Musik (gespielt von einigen Männern), tolle Kostüme, einiges zu Lachen, die Schauspieler/Tänzer waren aufwendig (http://www.duden.de/rechtschreibung/aufwendig) geschminkt und die Show ging eine Stunde lang.

DSC_0002 (FILEminimizer) DSC_0006 (FILEminimizer) DSC_0012 (FILEminimizer) DSC_0021 (FILEminimizer) DSC_0027 (FILEminimizer) DSC_0037 (FILEminimizer) DSC_0060 (FILEminimizer) DSC_0061 (FILEminimizer) DSC_0072 (FILEminimizer) DSC_0078 (FILEminimizer)

IMG_9220[1]FHD0153 (FILEminimizer)

Nächstes Kulturerlebnis war die Sari Amerta Batik Kollektion. Batiken kommt aus Indonesien und ist anders als das in Deutschland. Zuerst wird das Design auf einen weißen Stoff aufgetragen, dann werden die beiden Seiten des Stoffes mit Wachs abgedeckt, dieser wird in Farbe eingetaucht, das Wachs an manchen Stellen mit einem Messer abgekratzt, das Wachs in heißem Wasser herausgewaschen und der Stoff getrocknet. Jeder Schritt wurde live gezeigt. In der großen Ausstellung sahen wir viele schöne Kunstwerke, u.a. Tücher, Bilder und vieles mehr.

DSC_0087 (FILEminimizer) DSC_0088 (FILEminimizer) DSC_0089 (FILEminimizer)  DSC_0081 (FILEminimizer) DSC_0086 (FILEminimizer)

Der kleine Tempel den wir danach besichtigten, war auch schön.

DSC_0095 (FILEminimizer) DSC_0112 (FILEminimizer) DSC_0111 (FILEminimizer) DSC_0102 (FILEminimizer) DSC_0100 (FILEminimizer) DSC_0105 (FILEminimizer)

Wer sagt, dass Tuk Tuk fahren in Bangkok gefährlich ist, muss sich mal einen Tag auf Bali ins Auto setzten. Der Verkehr ist abnormal. Selbst doppelt durchgezogene Linien interessieren hier keine Sau, es gibt keine Straßenschilder, keine Geschwindigkeitsbegrenzungen und keine Verkehrspolizei. Aus 2 Spuren machen die Indonesier 5 oder 6 und beim Fahren um die Kurven, ist es teilweise haarscharf, dass kein Rollerfahrer vom Auto mitgenommen wird. Ich war ja nun schon in vielen Ländern, aber der Verkehr hier übertrifft sogar Bangkok. Saskia und ich hielten einige Male die Luft an und mussten sogar mal schreien als wir dachten: das wars jetzt mit dem Rollerfahrer neben uns.

Zum Glück sind wir trotzdem im Tirta Tempel in Tampaksiring angekommen. Schade nur, dass man echt überall Eintritt zahlen muss und die Touristen so abgezockt werden. Das gibts z.B. in Laos und Thailand nicht so. Dafür hat es sich gelohnt und alles ist unter freiem Himmel, die Anlage ist gepflegt, die Villa des Premierministers steht am Hang und wir konnten einigen Hindus bei einer Bet-Zeremonie zuschauen. Wie in allen Tempeln muss man einen Sarong (Tuch) tragen, welcher die Knie bedeckt. Frauen müssen einen Zopf haben und dürfen nicht rein, wenn sie ihre Tage haben. Das Highlight hier war ein großer Brunnen, an dem viele Leute gebetet haben. Diese gehen von Fontäne zu Fontäne, stehen darunter und vollführen ein Ritual. Das soll das Böse abwaschen und Glück bringen. Es war interessant zu sehen, wie die Hindus durch das eiskalte Wasser waten. Auch viele Kinder waren dabei.

DSC_0174 (FILEminimizer) DSC_0179 (FILEminimizer) DSC_0183 (FILEminimizer) FHD0183 (FILEminimizer) FHD0184 (FILEminimizer) FHD0213 (FILEminimizer) DSC_0146 (FILEminimizer) DSC_0147 (FILEminimizer) DSC_0148 (FILEminimizer) DSC_0149 (FILEminimizer) DSC_0150 (FILEminimizer) DSC_0151 (FILEminimizer) DSC_0155 (FILEminimizer) DSC_0154 (FILEminimizer) DSC_0153 (FILEminimizer)

Den wohl weltbesten Kaffee fanden wir auf einer Plantage im Wald. Hier gibt es den „Luwak-Kaffee“ der aus dem Kot der Luwak-Tiere (Schleichkatze) gemacht wird.

luwak

(Quelle: Google-Bildersuche)

Nach der Führung und der genauen Erklärung jedes Schritts bis zum Kaffee, durften wir viele verschiedene Tees und Kaffees probieren. Für den Luwak-Kaffee musste ich 5$ zum Probieren zahlen, aber der wurde direkt auf dem Tisch mit einer Art Kaffeemaschine aufgebrüht. Da ich mittlerweile nur noch schwarzen Kaffee trinke, war der Geschmack noch intensiver und er war sehr stark aber hat total gut geschmeckt. Im Shop hab ich viel Geld ausgegeben und für ne kleine Packung von diesem Kaffee 30$ bezahlt.

DSC_0126 (FILEminimizer) DSC_0128 (FILEminimizer) DSC_0130 (FILEminimizer) DSC_0131 (FILEminimizer) DSC_0132 (FILEminimizer) DSC_0133 (FILEminimizer) DSC_0134 (FILEminimizer) DSC_0135 (FILEminimizer) DSC_0136 (FILEminimizer) DSC_0140 (FILEminimizer) DSC_0142 (FILEminimizer) DSC_0143 (FILEminimizer) DSC_0117 (FILEminimizer) DSC_0123 (FILEminimizer) DSC_0124 (FILEminimizer) DSC_0125 (FILEminimizer)

Auf der Fahrt haben wir uns gut mit Egusti unterhalten und ihn über alles mögliche ausgequetscht. So wissen wir nun, dass Kühe und Gänse bei den Hindus heilig sind, zu den Mönchen ein Geist kommt der sie beruft, sie alle Religionen akzeptieren und haben viele Weisheiten gelehrt bekommen. Wenn jemand etwas böses macht ist es nicht, weil die Religion sie dazu zwingt, sondern weil der jeweilige Mensch böse ist. Deswegen tolerieren sie alle Religionen. Der Hinduismus ist die 3. größte Religion der Erde. Die meisten Gläubigen gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf (Samsara) sind. Auf dem Weg haben wir außerdem eine Beerdigung gesehen. Die Toten werden nur mit einer weißen Plane zugedeckt und an einem vorbestimmten Tag (nach bestimmten Kriterien ausgewählt) verbrannt und die Asche im Meer verstreut. Die Beerdigung wird gefeiert, weil der Mensch ja wiedergeboren wird.
Wir sind außerdem an vielen handgschnitzten, lebensgroßen Kunstwerken vorbei gekommen und haben Frauen gesehen, die ihre Wäsche im Fluss waschen.
Beeindruckend waren auch die Tegalalang Reis Terrassen in Ubud (Rice Terace). Geschickt musste man klettern, um in die Mitte zu gelangen, von wo aus man die beste Sicht hatte. Ein Farmer rief uns Hati Hati hinterher (seid vorsichtig!).
Die Landschaft auf Bali ist atemberaubend. Es hat viel grün, viele tolle Felder und wir sind oft durch den schönen Urwald gefahren.

DSC_0187 (FILEminimizer) DSC_0195 (FILEminimizer) DSC_0210 (FILEminimizer) DSC_0211 (FILEminimizer) DSC_0218 (FILEminimizer) DSC_0221 (FILEminimizer) DSC_0230 (FILEminimizer) DSC_0231 (FILEminimizer) DSC_0233 (FILEminimizer) DSC_0236 (FILEminimizer) DSC_0244 (FILEminimizer) DSC_0249 (FILEminimizer) DSC_0259 (FILEminimizer) DSC_0260 (FILEminimizer) DSC_0261 (FILEminimizer) FHD0223 (FILEminimizer)

Zu 6. auf dem Roller (man beachte den Finger des kleinen Jungen)IMG_9159[1]

Im Sacred Monkey Forest Ubud (Affenwald), freuten wir uns darauf die freilebenden Affen zu füttern. Wir wollten keine Bananen kaufen aber fanden eine Art Zuckerrübe auf dem Boden. Ich wusste man soll keinem Affen in die Augen schauen und diese nicht provozieren. Ich weiß nicht warum, aber wahrscheinlich hielt ich die Rübe einen Moment zu lange fest und dann war es für den Affen vorbei. Zuerst fletsche er nur die Zähne, dann machte er wütende Geräusche und umso mehr ich zurück wich, desto aggressiver wurde er. Ich wollte nicht wegrennen, weil ich wusste er würde folgen. Saskia rief mir nur zu ich solle ruhig bleiben und keine Panik haben. Ich guckte einfach in die Luft und versuchte mir meine Panik nicht anmerken zu lassen. Irgendwann verschwand der Affe zum Glück und ließ mich mit nassen Händen und viel Herzklopfen zurück. Auch Saskia hatte Panik und die vielen Leute die sich während dem „Schauspiel“ um uns rum versammelt hatten, waren auch erleichtert, dass es vorbei war.

IMG_9161

Mit viel Respekt suchten wir uns nur die kleinen Affen und versuchten diese mit viel Abstand zu füttern. Ein Pfleger lockte mit Hilfe von ein paar Blättern die Affen auf unsere Schultern und ich war dabei sehr angespannt. Zum Glück waren diese aber lieb und ich war froh als sie wieder unten waren.

DSC_0271 (FILEminimizer)DSC_0274 (FILEminimizer)DSC_0277 (FILEminimizer)DSC_0278 (FILEminimizer)DSC_0286 (FILEminimizer)DSC_0294 (FILEminimizer)DSC_0295 (FILEminimizer)DSC_0311 (FILEminimizer)DSC_0315 (FILEminimizer)DSC_0319 (FILEminimizer)DSC_0328 (FILEminimizer)DSC_0348 (FILEminimizer)
Egusti brachte uns sicher zum Hotel, verlangte für den Tag gerade mal 50$ (15 Euro für jeden), wir bestellten was vom Roomservice und wussten, wir werden nicht mehr schlafen können bis es zum nächsten Abenteuer geht. Das erste mal zickten wir beide richtig rum, weil wir müde und hungrig waren, aber konnten darüber lachen 😉

Affige Grüße
Nadine