Beginners

Dienstag, 21.08.2018

Morgens hatten unser Azubi und ich zusammen einen Anfängerritt. Die drei Brüder vom letzten Mal und das kleine Mädel vom Ponyprogramm sollten zusammen reiten und ich hatte Pewa. Wir ritten eine einfache, schöne Runde durch den Wald. Davor war es ein wenig stressig, denn wir waren zwei Leute weniger im Stall, weil Lisa und ihre Freundin nicht da waren und das merkte man schnell. Der Ritt war gut und entspannter als beim letzten Mal.

Nachmittags hatte ich wieder einen Anfänger-Schritt-Ritt mit einer Familie. Ich ritt die selbe Runde wie am Vormittag und diesmal hatte ich den Fuchs Max. Die Familie war super witzig drauf und es war ein schöner Ritt mit vielen Gesprächsthemen.

Wieder viel zu schnell geht also so ein Tag in der wunderschönen Savanne Namibias rum.

Liebe Grüße
Nadine

Ride to the Bushcamp

Samstag, 18.08.2018

Wunderschönes Bushcamp

Morgens war wieder Ponyprogramm angesagt und diesmal kam noch ein kleines Mädchen dazu. Mit dieser hatte ich dann auch einen Ausritt. Ich hatte Stute Twinky und führte die Kleine auf ihrem Pony am Strick. Sie war total begeistert und kannte sogar die Buchstaben von den Wanderwegen. Das ist mir bisher auch noch nicht passiert.


Nachmittags wurde es spannend für mich und ich war ein bisschen aufgeregt. Ich sollte nämlich die Familie die ich schon kannte zum Bushcamp bringen. Dieses ist ein Camp am anderen Ende der Farm mit drei Zelten die auf Stelzen stehen. Das können die Gäste für eine Nacht oder mehr buchen und ist bestimmt ein richtig tolles Erlebnis. Da ich noch nie am Camp war, hatte ich Angst es nicht zu finden. Diesmal war auch der Papa der Familie dabei, der sonst nicht reitet. Das hieß, dass wir da gemütlich im Schritt hin ritten. Der Ritt dauerte eineinhalb Stunden und war sehr gemütlich. Zum Glück war die Wegbeschreibung die ich bekommen hatte richtig super und es war ganz einfach zu finden. Obwohl man sehr lange durch den Busch reitet und gar nicht weiß, ob man richtig ist. Im Camp angekommen war ich begeistert wie toll es dort aussieht. Unser Azubi wartete schon auf uns, wir sattelten die Pferde ab, ließen sie laufen und tranken gemütlich Gin-Tonic zum Sundowner.

Die Pferde grasten die ganze Zeit gemütlich und wollten gar nicht gehen. Der Papa und Sohn blieben im Camp und wir, Mama, Tochter und ich fuhren mit dem Jeep mit Viva zurück zur Lodge. Die Fahrt war auch nochmal super schön. Der Wind wehte uns um die Ohren und im Sonnenuntergang konnten wir hoch oben auf dem Auto nochmal die wunderschöne Landschaft bestaunen. In solchen Momenten wir mir wieder mal bewusst was für ein Geschenk es ist hier zu sein und was für ein großes Glück ich habe. Da ist man einfach nur zufrieden und dankbar und will, dass der Moment nie aufhört.

„Freeze the moment it`s never been better“

Mit diesem tollen Gefühl konnte ich schlafen gehen und ich würde auch gerne mal eine Nacht im Bushcamp verbringen.

Liebe Grüße aus dem Busch
Nadine

Shampoo for the horse

Dienstag, 14.08.2018

Ein schöner, ruhiger Tag

Morgens hatte ich einen eineinhalb Stunden Ritt mit einer Teenagerin. Diese war total nett und wir unterhielten uns während dem Ritt gut. Ich hatte Stute Bonti und alles klappte super. In der Wanderwegen kenne ich mich mittlerweile perfekt aus und muss fast nicht mehr überlegen wo ich hin muss.

Nach dem Reiten shampoonierte ich die Scheckenstute ein, sodass sie wieder blitzte. Leider hielt es nicht lange, denn obwohl ich sie in der Sonne trocknen ließ, wälzte sie sich danach im Sand und sah wieder aus wie davor.

Nachmittags kam ein weiteres 13 jähriges Mädel an, die eine Woche mit ihren Eltern und ihrem Bruder da ist und jeden Tag 5 Stunden im Stall verbringt. Das nennt sich Ponywoche und wir zeigen ihr wie man füttert und alles was noch dazu gehört. Die Familie ist jetzt bereits zum zweiten Mal da und somit kennen sie sich schon aus. So hatten das Mädel und ich einen eineinhalb Stunden Ritt und ich bekam wieder Sterni. Wir ritten eine schöne Runde durch den Wald und sie erzählte mir, dass sie derzeit in Katar wohnen.

Das war also ein entspannter Tag hier in Namibia.

Liebe Grüße
Nadine

Many Animals

Montag, 13.08.2018

Erfolgreiche Jeep-Safari

Am Morgen hatten Laura und ich wieder zusammen einen Anfängerritt. Es war eine Familie, ich hatte Sterni und wir hatten die Kinder am Führstrick. Alles klappte super und die Familie kam glücklich zurück.

Nachmittags hatte ich wieder keinen Ritt und Marie hatte einen Gamedrive, also eine Safari mit dem Jeep. Sie fragte, ob ich mit will und da sagte ich natürlich nicht nein. Wir hatten super viel Glück und wo Marie erst noch aus Spaß sagte, dass wir und heute in der Größe der Tiere steigern, hatte sie dann witzigerweise auch noch recht. Angefangen hat es mit Zebramangusten die ich hier davor noch nie gesehen habe. Dann lief uns ein Honigdachs über den Weg den ich ebenfalls noch nicht zu Gesicht bekommen habe und danach kam ein Schakal, der mir auch neu war. Auch neu für mich war ein Strauß, der da stand und uns anschaute. Außerdem trafen wir auf Zebras, Gnus, Kudus und Oryx. Marie sagte noch, dass sie unbedingt Giraffen finden will und siehe da: Im Busch versteckt waren einige Giraffen und Giraffenbabys. Diese ließen sich wie immer nicht stören und fraßen gemütlich weiter. Das war so erfolgreich und die meisten Tiere davon hatte ich hier noch nicht gesehen. Damit hätte ich nicht gerechnet und war total froh, dass ich mit durfte. Mit dabei waren nur Eltern mit ihrem 6 jährigen Jungen, denen die Fahrt oben auf dem Jeep genau so gut gefiel wie mir. Als ich da oben auf dem Jeep saß, mir der Wind um die Nase wehte und wir an einem Tier nach dem Nächsten vorbei fuhren, wusste ich wieder mal, warum ich hier war und war unglaublich dankbar dafür. Sowas erleben zu dürfen ist unbeschreiblich!

So ging dieser schöne Tag schon wieder zu Ende. Ich hab das Gefühl die Zeit läuft hier schneller als woanders.

Liebe Grüße
Nadine

Breakfast in the Savanna

Donnerstag, 09.08.2018

Erstes Buschfrühstück allein

Um 7.30 Uhr saßen die Italiener, das Mädel und ich auf unseren Pferden und ritten der Sonne entgegen. Ich durfte endlich wieder mein Lieblingspferd Pewa reiten und freute mich total. Die beiden Italiener sind genau wie die Italiener davor super nett. Obwohl ihr Englisch nicht so gut ist, unterhielten wir uns total super und sie haben gesagt sie hätten mich gern als Tochter 😀 Ihre beiden Söhne sind in meinem Alter und das Ehepaar bleibt eine Weile hier, was ich sehr gut finde. Morgens ist es hier noch ordentlich kalt und so ritt ich mit drei Jacken los. Meine Route führte uns ans große Wasserloch, wo wir aber leider keine Tiere antrafen. Der Ritt war super und um 10 Uhr fanden wir uns am Platz vom Buschfrühstück ein. Dieser ist mitten im Wald und das Buffet ist unter einem großen Baum aufgebaut. Das war mein zweites Buschfrühstück und das erste das ich allein durchführte. Die Halfter für die Pferde, sowie Heu liegen bereit und so können die Pferde fressen, während wir das Frühstück im Busch genießen. Die Anderen waren super begeistert und es gibt alles was das Herz begehrt: Selbst gemachte Brötchen, Eier, Obst, Gemüse, Müsli, Cornflakes, Wurst, Käse, Marmelade, Kaffee, Tee, Saft und sogar gekühlten Sekt. Es ist einfach schön mitten im Busch sein Frühstück zu genießen, dabei die Pferde zu beobachten und tolle Gespräche zu führen. Es herrschte nie Stille und wir hatten alle viel Spaß zusammen. Das war ein sehr erfolgreiches Buschfrühstück. Einer von uns Guides muss das Frühstück immer auf- und abbauen und fährt dort hin mit einer Art Golf-Caddy.

Impala-Herde

Wasserloch

Buschfrühstück

Nachmittags hatte ich wieder das Glück und durfte mit der gleichen Gruppe los. Diesmal hatte ich Stute Waldfee und unser Ritt war total schön.

Nach über 5 Stunden an diesem Tag im Sattel tat mir mein Hintern abends ordentlich weh.

Liebe Grüße aus dem Busch
Nadine

Just beautiful

Dienstag, 07.08.2018

Ein weiterer Tag im Busch

Morgens in aller Frühe hatten unser Azubi und ich zusammen einen Ritt mit einer Familie. Alle davon waren Anfänger und so ritten wir eineinhalb Stunden im Schritt durch die Wanderwege. Die Kinder hatten wir am Führstrick und so ging es gemütlich zu. Morgens ist es noch so kalt, dass ich mit drei Jacken los geritten bin. Es war mein erster Anfängerritt den ich geguidet habe und ich war froh, dass es so gut klappte und wir auf die Minute genau zurück kamen. Direkt vor uns auf dem Weg stand ein Gnu das gar nicht weg wollte. Es schaute uns sehr neugierig an und war nur wenige Meter von uns weg. Der Familie gefiel unser Ritt und alle stiegen glücklich von den Pferden.

Nachmittags war ich zweieinhalb Stunden mit Stute Sterni und dem einen Mädel unterwegs mit der ich schon ein paar Mal geritten bin. Bei zwei pferdebegeisterten Mädels steht das Gesprächsthema natürlich schon fest: Pferde! Die Tiere wollten sich an dem Tag irgendwie nicht richtig zeigen, aber wir hatten einen super schönen und entspannten Ausritt.


Mittags wird es dann hier richtig warm und hat auch bis zu 30 Grad. Die Temperaturunterschiede sind echt der Wahnsinn und da muss man sich wirklich dran gewöhnen. Auch die Pferde haben noch ihr dickes Winterfell.

Das war wieder ein sehr schöner Tag im beeindruckenden Namibia.
Hier lebe ich:

Liebe Grüße
Nadine

Stunning Sunset on the horse

Freitag, 03.08.2018

Wo ist der Buchstabe?

An diesem Morgen hatte ich meinen dritten Ritt allein. Diesmal mit Mama und Tochter und das erste Mal auch mit Galopp. Ich ließ mir von den anderen eine einfache Route erklären und hoffte, dass ich es problemlos finden würde. Erst reitet man ein ewig langes, steiniges Stück gerade aus und muss dann links. Leider fand ich die Abzweigung nicht und war irgendwann am Grenzzaun, was definitiv falsch war. So entschuldigte ich mich und wir kehrten um. Warum ich die Abzweigung nicht gefunden hatte, wusste ich dann genau: Eigentlich hat es an jeder Abzweigung in den Wanderwegen Buchstaben, nur hier gab es keinen. Dann war der Buchstabe der nach einigen Metern kam, auch noch ein anderer als in der Karte. Ich fand erst später heraus, dass die Karte falsch war. Nachdem ich aber dann den richtigen Buchstaben gefunden hatte, war es sehr einfach. Es ging in Schlangenlinien durch den Wald und wir trabten und galoppierten durch schöne Landschaften. Mutter und Tochter gefiel es total gut und alle hatten Spaß. Durch mein Verreiten am Anfang kamen wir 10 Min. zu spät zurück, aber dadurch, dass ich die Verspätung durchs Walkie-Talkie angekündigt hatte, machte sich keiner Sorgen. Die Tochter fand die Verspätung natürlich super, denn so konnte sie länger reiten. Mama und Tochter machten sich den ganzen Tag darüber lustig und sagten wir suchen den vermissten Buchstaben. Alles in allem war es ein sehr gelungener Ritt der wieder super schön war. Mit jeder Tour die (fast) ohne Probleme verläuft, gewinnt man mehr an Selbstbewusstsein. Mal sehen, ob das auch noch so ist, wenn ich außerhalb der Wanderwege reiten soll, wo es keine Buchstaben mehr zur Orientierung gibt.

Als wir zurück waren, longierte ich noch ein Pferd, bevor es in die wohlverdiente Pause ging.

Nachmittags war ich wieder mit der selben Mutter wie Vormittags und ihrer jüngeren Tochter unterwegs. Wir ritten einen anderen Weg als morgens und hatten wieder viel Spaß. Ich hatte die Ponystute Twinky und wir ritten Schritt und trabten nur kurz. Es war wieder ein schöner Ritt und ich schaffte es den richtigen Weg zu finden.

Als wir zurück waren, stieg ich auf Stute Bonti um. Larissa wollte wieder mit dem jungen Pferd eine kleine Runde raus und brauchte Begleitung. So ritten wir um die Farm und sahen der Sonne zu, wie sie den Himmel in ein leuchtendes Orange tauchte. Im Sonnenuntergang zu reiten ist nochmal etwas ganz besonderes. Das war ein total gelungener Abschluss von diesem schönen Tag.

Liebe Grüße
Nadine