Great day turned horrible !

Mittwoch, 13.04.2016

Ich war sehr aufgeregt und freute mich total auf unseren Trip. In der Küche war ein tolles Lunchpaket mit Besteck für jeden von uns und ein süßer Abschiedsbrief von Annie der mir Gänsehaut bereitete.
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Ali hatte das Packen fest im Griff und verstaute meinen Backpack sicher auf meinem Soziussitz. Mein kleiner Backpack kam in die Satteltasche und ich war beeindruckt wie gut alles verstaut war und mich nicht mal störte.
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Die erste Etappe klappte sehr gut. Die Sonne wanderte mit uns und wir sagten Adelaide bei warmen Temperaturen goodbye. Nach ein paar Mal verfahren und einer Stunde Fahrt, kamen wir am schönen Weingut Coriole in Mc Laren Vale an. Dieses bekamen wir als Tipp von Annie und Jack. Die Weinberge waren sehr toll, man hatte eine tolle Aussicht und viel grün drum herum.
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Eine italienische Backpackerin ließ uns eine Weinprobe mit dem guten Wein machen. Weil ich beim Fahren (und vor allem beim Motorrad) nichts trinke, hielten wir die Probe sehr knapp und Ali kaufte lieber eine Flasche vom Dancing Fig zum Mitnehmen.
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Auf der Terrasse in der Sonne genossen wir die Käsespätzle und den Salat von gestern und dann ging es frisch gestärkt weiter.
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Die Strecke führte teilweise über eine viel befahrene Landstraße direkt am Meer entlang. Danach durch einen Wald mit sehr vielen (auch engeren) Kurven und viel bergauf und bergab. Das Gefühl ist gigantisch. Auf der Harley (fast Harley) bei bestem Wetter über so geniale Motorradstraßen zu fahren und das noch in so einem tollen Land mit einem coolen Mitfahrer. Was will man mehr?
An einer Tankstelle 50km nach dem Weingut hielten wir an, um unseren Bikes Nahrung zu geben. Erschrocken stellte ich fest, dass mein kleiner Rucksack weg war. Nach dem Weingut hatte ich ihn wieder in der Satteltasche verstaut. Anscheinend nicht gut genug und da wir schnell gefahren sind und es viel Wind gab, hat es ihn wohl weg geweht. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich überlegte, was da alles drin war. Geldbeutel mit allen Kreditkarten, Personalausweis, usw. Reisepass, Actionkamera, Festplatte, Sonnenbrille, Unterwäsche, Socken, mein Reiseschaf und mehr. Gleich fuhren die Strecke bis zum Weingut zurück und hielten Ausschau, aber: nichts ! Beim Weingut fragten wir, aber keiner hatte meinen Rucksack gesehen.
Ich rief bei der Polizei an und musste im Internet einen Report über meine verlorenen Sachen machen. Wenn jemand was abgibt, wird das im System abgeglichen und ich werde (hoffentlich) benachrichtigt. Natürlich musste ich auch meiner australischen Bank anrufen und meine Karte sperren lassen. Das Problem ist nur, dass ich nun nur noch reise und keine Adresse habe, an welche die neue Karte geschickt werden kann. Deswegen sperrte ich meine deutschen Karten erstmal nicht. Meine Verzweiflung wuchs immer mehr und ich hatte keine Ahnung was ich ohne Geld und Reisepass machen sollte. Zum Glück hatte ich Ali der meinte er zahlt alles, bis ich wieder an Geld komme.
Wir suchten uns einen Platz am Strand nicht weit vom Weingut weg und schauten auf dem Weg nochmal genau nach meinem Rucksack. In einem Restaurant am Strand bestellte Ali Pizza, aber mir war nicht nach Essen zumute. Wir saßen draußen unter einem Heizpilz und es war gut auszuhalten.
Leider hatte ich auch mein Iphone-Ladekabel mit dem Rucksack verloren, aber wollte erreichbar sein, falls sich jemand meldet. Im Restaurant waren alle sehr nett und ich durfte mein Iphone dort anschließen.
In der Zwischenzeit liefen Ali und ich zum Strand und bauten im Dunkeln unter einer Treppe das Zelt auf. Campen ist hier nicht legal, aber wir hatten keine andere Möglichkeit und wann kann man schon mal im weichen Sand schlafen?
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Wir hörten ständig Autos am Strand fahren und sahen die Lichter und dachten erst es sei Polizei oder ein Ranger. Bestimmt waren es nur junge Erwachsene die Spaß haben wollten, weil auch Quads zu sehen waren und es ständig hin und her ging.
Nachdem wir das Lager aufgeschlagen und die Handys geholt hatten, war es erst 8 Uhr, aber ich war so fix und fertig von dem ereignisreichen Tag, dass ich sofort einschlief.
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Ich hoffe ich bekomme meinen Rucksack wieder…

Geplagte und verzweifelte Grüße
Nadine

A Backpackers Life

Da ich mich seit einigen Wochen in diesem Lebensstil befinde, beschreibe ich nun mal für Außenstehende das Leben eines Backpackers:

Mich erinnert es an ein Festival oder eine Klassenfahrt ohne Lehrer:

  • man tut worauf man Lust hat
  • man hat absolut kein Zeitgefühl: „welcher Tag ist heute?“
  • man guckt nicht auf die Uhr und isst, wenn der Magen knurrt
  • einige spielen mitten am Tag Bier-Pong oder Flunkyball
  • das Grundnahrungsmittel vieler Backpacker ist Bier oder Goon 🙂
  • das ganze Hab und Gut passt in einen Rucksack und die Leute haben ihr Leben mit ca. 10kg auf dem Rücken
  • es ist scheiß egal wie man aussieht (Schminken und Haare machen wird überbewertet), es interessiert eh keinen
  • man steht auf wann man will und tut dann wonach einem ist (Pläne gibt’s in den meisten Fällen nicht)
  • Wildfremde werden in kurzer Zeit zu Freunden
  • Backpacker vertrauen sich gegenseitig und halten zusammen
  • mit einer Gruppe Backpackern lässt es sich super feiern
  • Backpacker probieren (fast) alles an Essen und Trinken und es ist egal was es ist
  • Backpacker sind minimalistisch
  • Backpacker sind sehr kreativ, weil sie meistens kein Geld haben
  • es ist egal was man für ein Hostel hat, hauptsache ein Bett
  • Waschmaschinen werden überbewertet (Wozu gibt’s Duschen und Duschgel?)
  • Das Unerwartete wird zum Normalfall
  • Backpacker lassen sich treiben und wissen oft nie, wo sie nächste Woche sein werden
  • Backpacker sind sehr spontan und offen für (fast) alles

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St. Patricks Day

Dienstag, 17.03.2015

Der After-Pubcrawl-Tag fing für uns gemütlich an. Nach dem Pad-Thai-Frühstück auf der Terrasse, fuhren wir dank dem Tip von Sascha mit dem Longtailboot zum „Freedom Beach“ auf der anderen Inselseite. Wir hätten uns den Strand zwar noch schöner vorgestellt, aber es hatte nette Fische, Muschelkunstwerke in den Bäumen, schönen Sand und total glasklares Wasser. Zu 3. verbrachten wir den ganzen Tag da, spielten mit dem Hund und ließen es uns gut gehen.

Dem Sonnenuntergang entgegen fuhren wir auf der Laderampe eines Jeep-Taxis wieder Richtung Hostel zurück. Man sah sowohl au dem Boot als auch im Taxi viel von der Insel was Spaß gemacht hat.

Das gute Abendessen beim Thailänder (Fisch, Frühlingsrollen und Tofu süß-sauer) schmeckte total gut.

Abends sind wir zum St. Patricks Day gegangen, der den ganzen Tag überall auf der Insel war. Eigentlich waren wir zu Dritt, aber wie das hier so ist schließen sich viele Leute an und dann waren wir zu 10. Der Abend war super, wir saßen wieder im Sand, schauten die Feuershows an, tanzten Limbo und als die Musik aus war, veranstalteten wir eine eigene Poolparty.

Direkt am Strand war ein Pool und zu Viert sprangen wir mit samt unseren Klamotten ins warme Nass. Eine Weile chillten wir dort auf den Luftmatratzen und waren die Einzigen. Dann entdeckten wir ein Sprungbrett in 4 Metern Höhe. Vroni war die Erste und ich folgte ihr beim runter springen. Es war total lustig und die Jungs machten das Gleiche nach.

Leider war das Vronis letzter Abend 😦 aber der war nochmal super spaßig und mit netten Leuten.

Liebe Grüße

Nadine

Longtailboot

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Freedom Beach

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Feuershow am St. Patricks Day

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Vroni beim Limbo

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Poolparty

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Shopping Day

Heute haben Tati und ich uns auf nach Esslingen zum Decathlon gemacht um die Mission: „Backpack“, complete zu machen.
Der Laden ist riesig und alles so günstig, dass wir schon 2 Wagen voll schöner Sachen hatten, bis wir bei den Rucksäcken gelandet sind. So gefühlt in jeder Abteilung von Segeln über Golfen bis Reiten haben wir was tolles gefunden. So ist nun auch Tati um 3 Jacken, Transportgamaschen und vieles mehr, reicher :D.
Nachdem ich Rabatt für ein Ausstellungsstück bekommen habe und ich eine ganze Survivalausrüstung zusammen hatte, standen wir ratlos vor dem Rucksackregal. Obwohl ich viele Leute gefragt und diverse Umfragen gesehen hab, war ich nicht schlauer. Rucksack, Trolley oder Koffer war die große Frage. Nach viel hin und her und einigen Überlegungen fiel die Wahl auf einen Rucksack den man als Koffer verwenden kann: den Trolley light 60l von Newfeel. Er hat eine ausklappbare Stange und Rollen zum ziehen und ist total praktisch und mit 70€ sehr günstig.
An der Kasse wäre ich damit auf dem Rücken fast ohne bezahlen raus gelaufen :D. Der Kassierer hätte dann noch fast vergessen ihn zu kassieren.
Nach einem 4 stündigen Shoppingmarathon genossen wir ein 5* Menü im Subway bis das Einkaufscenter zu machte.
Auf dem Rückweg wurde ich leider noch auf der Autobahn geblitzt.
Anschließend folgte noch ein Nachtausflug zu „meinen“ Pferden die sich dachten „jetzt spinnen se komplett“ :).
Der Tag war richtig schön und ich bin jetzt zwar um 237,25€ ärmer aber hab dafür nun endlich alles was ich brauche.
Biet-o-Matik für ebay hat gute Dienste geleistet und so habe ich nun ein Notebook, weil das Tablet nicht richtig funktioniert hat, für 83€ ersteigert.
Nach 145km Strecke an diesem Tag sind wir nachts glücklich und zufrieden in unsere Betten gefallen.
Liebe Grüße
Nadine

Tati mit unserer Ausbeute

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Tati und ich

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Jogginghose, Uhr, Multifunktions-Jacke, Zahlenschloss, 2 Reisehandtücher, Taschenmesser, Campingbesteck, Schrittzähler, Taucherbrille, Regenhülle Rucksack, Thermoskanne, Luftmatratze, Thermosbecher, Decke, Koffer-Rucksack

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