Voices in the room and Shoppingfever

Freitag, 29.04.2016

Nachts wachte ich auf, weil ich Stimmen hörte. Meine beiden Zimmerkollegen redeten im Schlaf. Das Lustige ist, dass der Junge aus Frankreich und das Mädel aus Spanien kommt. Das war echt sehr witzig und es hätte nur noch gefehlt, dass ich Deutsch zwischen rein geredet hätte.
Um 7 war ich wach, aber der Regen ließ mich wieder einschlafen. Um halb 10 wollte ich frühstücken, aber hatte mein Essen bei Carl und Kevin im Zimmer. Nach dem Klopfen machte keiner auf und ich dachte sie wären schon unterwegs. Der nette Typ von der Rezeption schloss mir das Zimmer auf. Ich fand zwei schlafende Jungs vor die nicht mal mitbekamen, dass ich im Raum war.
Als ich fertig mit Frühstücken war, kam Carl und wir quatschten. Ich erledigte mal wieder einige organisatorische Dinge und dann war auch Kevin wach. Zu dritt zogen wir bei Regen los. Ich zeigte den beiden wo man die Bahnkarte kaufen muss und wir nahmen die Tram in die Stadt. Dort suchten wir uns bei strömendem Piss eine Commonwealth Bank. Den beiden erklärte ich wie man ein Bankkonto eröffnete und ich zahlte Geld ein. Mein Kleingeld das ich immer sammle, war fast 90$. Da lohnt es sich doch das schwere Geld in einer Tüte mitzuschleppen.
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Ich ließ die Jungs allein und fuhr mit der Tram zum Hauptbahnhof. Wie so oft erst in die falsche Richtung, aber irgendwann fand ich das Shoppingoutlet. Sinje (die Kindergartenfreundin die ich diese Woche schon bei ihrer Gastfamilie besuchte) wartete im Starbucks Café auf mich. Zufällig kamen Carl und Kevin da auch rein. Alle zusammen zogen wir dann im Shoppingoutlet los. Schon beim ersten Laden gaben die Jungs auf und gingen zurück zum Hostel. Sinje und mein Shoppingfieber war ausgebrochen. Es zog uns von einem in den nächsten Laden und überall war es so schön günstig. Sehr verführerisch. Trotzdem hielt ich Stand (ich muss auf mein Geld achten) und kaufte mir nur eine lange Hose, weil ich keine mehr hatte für umgerechnet unglaubliche 6 Euro. Sinje fand auch was und wir hatten viel Spaß. Shoppen macht hungrig und deswegen machten wir Essen ausfindig Von dem einen Australier den ich vor ein paar Tagen getroffen habe, hatte ich den Tipp für eine vegetarische Würstchenbude bekommen. Auch Sinje traute sich das „vegetarische Fleisch“ bei „Lord of the Fries“ (Herr der Pommes) zu probieren. Mein Burger mit Sojafleisch und Tofu schmeckte nicht schlecht und auch Sinje konnte ihres genießen. Außerdem gab es Pommes aus Süßkartoffeln bei ihr dazu.
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Wir machten noch einen kleinen Abstecher in den Supermarkt und dann musste Sinje gehen. Vielleicht sehen wir uns ja nochmal, bevor ich gehen muss. War auf jeden Fall ein spaßiger Nachmittag.
imageIch war schon lange nicht mehr shoppen… Liegt vielleicht daran, dass ich sonst fast ausschließlich mit Jungs unterwegs bin 😉
Mit der Tram fuhr ich zurück zum Hostel wo ich gleich die Jungs antraf. Wir saßen alle zusammen im Hostel und quatschten. Es war schon nach 11 als die Jungs was zu essen suchen wollten. Das ist das Gefährlichste in Städten. Die Verführung ist immer da und man gibt so einfach Geld aus. Ich hasse es und man wird echt zu faul zum Kochen. Da das zur australischen Kultur dazu gehört, brachte ich die Jungs auf Dominos Pizza. Denen schmeckte es genau so gut wie mir sonst. Ich verzichtete und beobachtete nur die Partywütigen Leute in den Bars und Clubs um uns rum. Am Freitagabend war sehr viel los und überall war laute Musik zu hören. Trotzdem war es gut das Geschehen „von außen“ zu betrachten und nur einen faulen Abend zu machen.
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Zurück im Hostel machten wir unsere eigene Party. Die Jungs hatten Jägermeister von Deutschland importiert, aber ich hielt mich ans Leitungswasser. Unten vor dem Hostel gaben gerade Rockstars Autogramme und machten Bilder mit Fans. Wir beobachteten das Ganze vom Fenster aus und machten unsere eigene Rockmusik an. Es waren viele torkelnden Partygäste auf dem Gehweg zu sehen und wenige schöne Bilder.
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Wir tanzten auf dem Bett, hörten viel Musik und benahmen uns wie kleine Kinder. Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben 😉 Der Abend war total lustig und ich ging erst spät ins Bett.

Liebe Grüße von der gut gelaunten
Nadine

Shopping Day

Heute haben Tati und ich uns auf nach Esslingen zum Decathlon gemacht um die Mission: „Backpack“, complete zu machen.
Der Laden ist riesig und alles so günstig, dass wir schon 2 Wagen voll schöner Sachen hatten, bis wir bei den Rucksäcken gelandet sind. So gefühlt in jeder Abteilung von Segeln über Golfen bis Reiten haben wir was tolles gefunden. So ist nun auch Tati um 3 Jacken, Transportgamaschen und vieles mehr, reicher :D.
Nachdem ich Rabatt für ein Ausstellungsstück bekommen habe und ich eine ganze Survivalausrüstung zusammen hatte, standen wir ratlos vor dem Rucksackregal. Obwohl ich viele Leute gefragt und diverse Umfragen gesehen hab, war ich nicht schlauer. Rucksack, Trolley oder Koffer war die große Frage. Nach viel hin und her und einigen Überlegungen fiel die Wahl auf einen Rucksack den man als Koffer verwenden kann: den Trolley light 60l von Newfeel. Er hat eine ausklappbare Stange und Rollen zum ziehen und ist total praktisch und mit 70€ sehr günstig.
An der Kasse wäre ich damit auf dem Rücken fast ohne bezahlen raus gelaufen :D. Der Kassierer hätte dann noch fast vergessen ihn zu kassieren.
Nach einem 4 stündigen Shoppingmarathon genossen wir ein 5* Menü im Subway bis das Einkaufscenter zu machte.
Auf dem Rückweg wurde ich leider noch auf der Autobahn geblitzt.
Anschließend folgte noch ein Nachtausflug zu „meinen“ Pferden die sich dachten „jetzt spinnen se komplett“ :).
Der Tag war richtig schön und ich bin jetzt zwar um 237,25€ ärmer aber hab dafür nun endlich alles was ich brauche.
Biet-o-Matik für ebay hat gute Dienste geleistet und so habe ich nun ein Notebook, weil das Tablet nicht richtig funktioniert hat, für 83€ ersteigert.
Nach 145km Strecke an diesem Tag sind wir nachts glücklich und zufrieden in unsere Betten gefallen.
Liebe Grüße
Nadine

Tati mit unserer Ausbeute

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Tati und ich

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Jogginghose, Uhr, Multifunktions-Jacke, Zahlenschloss, 2 Reisehandtücher, Taschenmesser, Campingbesteck, Schrittzähler, Taucherbrille, Regenhülle Rucksack, Thermoskanne, Luftmatratze, Thermosbecher, Decke, Koffer-Rucksack

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Vegas Baby

In Amerika kann man alt werden, ohne erwachsen werden zu müssen. Thomas Gottschalk

Nach einem gemütlichen Frühstück (Sandwich mit Ei) im Restaurant von gestern, ging es zuerst zur Ghost-Town Rhiolite. Um 1900 haben da um die 8000 Mienenarbeiter gelebt, aber 10 Jahre später die Stadt wieder verlassen, weil es kein Gold mehr gab. Die Überreste sind noch sichtbar; unter anderem eine damals neu erbaute Bank die 2 Jahre später wieder schloss.
Um unsere Kreditkarte endgültig aufs Limit auszuschöpfen, ging es nach Las Vegas wo wir den Tag in der riesigen Shoppingmall verbrachten.
Angekommen im Hotel trauten wir unseren Augen kaum: Das erste “richtige” Hotel auf der Reise. Ganz neu erbaut und richtig luxuriös mit eigener Tiefgarage und überall mit Teppich ausgelegt. Sogar einen Pool und Chakuzi gibt es und von unserem Zimmer haben wir perfekte Sicht auf das Riesenrad, das Stratosphere, usw.
Um etwas Heimat zu spüren, endete der Abend erfolgreich im Hofbräuhaus Las Vegas wo es zünftige Musik, Dirndl, deutsches Bier und Essen und viel gute Stimmung gab. Eine Tradition die von den Japaner abgeguckt wurde: Wenn ein Mann einen kurzen bestellt, schlägt die Bedienung diesem mit einem Holzbrett gewaltig auf den Ar…
Morgen werden wir Silvester auf der Fremont Street verbringen und freuen uns mega auf Silvester in Vegas was wir 9h nach Deutschland feiern.
Liebe Grüße
Jenny und Nadine

Hier unsere Strecke an diesem Tag:

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Nasty weather

One day if I go to heaven.. I’ll look around and say “ It ain’t bad, but it ain’t San Francisco“. (Herb Caen) 

Nach einigen wenigen Stunden Schlaf konnte der Morgen mit einem sehr ausgewogenen Hotelfrühstück im Bett beginnen: Muffins, süßes Stückle und Äpfel (die immer noch auf „Hold“ in Jennys Tasche liegen – wir versuchen uns an das amerikanische Leben so gut wie möglich anzupassen 😉). Danach konnte es nur noch schlimmer werden: Regen! Viel viel Regen und Regen in Strömen. Der nette Inder von der Rezeption meinte, dass es seit 2008 nicht mehr so geregnet hatte. Beim Warten auf den Bus mussten wir uns auf die Sitze stellen, weil um uns rum Bäche flossen. Sonst hat San Francisco wohl durchschnittlich einen Regentag pro Monat.

Unser Kulturerlebnis startete zunächst im Starbucks mit einem Kaffee, um dann im riesigen Shoppingcenter „Macys“ dem Regen zu entkommen. Meine Schuhe waren so durchnässt, weil auf der Straße überall das Wasser stand, dass ich mir erst mal Stiefel und Socken kaufen musste. Zum Mittagessen gab es eine Box, bei Jenny mit Chicken und bei mir mit Tofu und Reis. Bei mir wurde die Soße verwechselt und ich konnte es fast nicht essen, weil es so scharf war.

Es hat dann zwar immer noch geregnet, aber wir haben uns die Laune nicht verderben lassen und mit dem Touri-Bus im Regenponcho und Handtüchern als Einzige eine Stadtrundfahrt gemacht. Wir konnten viele Bilder machen, sind unter anderem an der Kirche von Sister Act und am Pier vorbei gefahren. Der Guide hat das richtig cool erklärt und somit verging die Zeit sehr schnell, bis wir wieder am Macys ankamen. Wir waren dann nochmal bummeln und in einem anderen, noch viel größeren Einkaufszentrum, wo wir im Hollister ein cooles T-Shirt gekauft haben und uns ein supertolles, neues Glätteisen präsentiert wurde: glatte und lockige Haare inklusive.

Erschöpft haben wir uns auf den Weg zum Bus zurück gemacht und im Hotel noch TV geschaut. Das konnten wir am ersten Tag feststellen:

– viele nette und hilfsbereite Amis

– super geordnete, aufgeräumte sehr gut strukturierte, blitzeblanke, moderne Supermärkte

– mega günstig zum Shoppen und rießige Auswahl

– überall Polizeisirenen und viele Stretchlimousinen

– wenn man nicht wüsste, dass Waffen legal sind, würde man sich sehr sicher fühlen

– überall Essen und alles was das Herz begehrt

– wenn man was sucht, findet man es nicht (Briefmarken, Wechselbüro, Wein, Tourismusbüro)

– sehr chaotischer Verkehr

– sehr gewöhnungsbedürftige Fahrweise (immer stark bremsen und schnell anfahren)

– Weihnachten wird groß geschrieben (überall Weihnachtsmusik, viele Weihnachtsbäume, alles dekoriert und geschmückt)

– alte Busse in denen IMMER (auch bei Regen) alle Fenster offen sind und mit Überwachungskameras ausgestattet

– nur steile Straßen (sehr steil)

– runter zählende Fußgängerampeln (wann man gehen darf und bis wann)

– sehr große Autos

– mega viele Chinesen und Japaner

– sehr sehr schlechte Straßen

– es gibt fast keinen Sprudel 😀

– arm und reich klafft weit auseinander und es gibt viele Extreme beider Seiten

Viele regnerische Grüße

Jenny und Nadine

 

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You can’t buy Happiness,

But you can go to the west coast, and that’s pretty close.

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