I believe in Firpo

Samstag, 25.06.2016

Nach dem Frühstück liefen wir um halb 10 los zum Zug. Ein anderes Mädel aus Amerika kam mit und wir waren viele Leute.

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Kurz schauten wir im Reisebüro vorbei, sodass Bianca auch noch ein Ticket nach Mawlamyine (auch Mawlamyaing oder Moulmein) kaufen konnte und dann gings weiter zum Bahnhof. Gerade als wir diesen erreichten fing es stark an zu regnen – was für ein Timing !
Der Bahnhof ist sehr alt, aber es gibt sogar ein elektronisches Ticketsystem und für 20ct kauften wir uns ein Ticket. Der Zug hatte sehr viel Verspätung und weil wir uns mit 2 Jungs vom Hostel trafen, waren wir nun zu 8. Diese 3 stündige Rundfahrt wollten wir machen um ein bisschen was von der Umgebung zu sehen und weil wir gehört hatten, dass es sehr interessant sei.
Der Zug ist alt, aber wir bekamen noch Sitzplätze und es hatte sogar Ventilatoren. Wir öffneten das Fenster und es kam so viel Wasser auf einmal rein, dass George ordentlich nass wurde. Die Fahrt war sehr interessant. Ständig stiegen Verkäufer ein die Obst, Tabak, Eier und viel mehr verkauften. Sie liefen alle mit den Waren im Korb auf dem Kopf durch den Zug und priesen ihre Waren auf burmesisch lautstark an. Wenn jemand was kaufte, setzten sie sich auf den Plastiksessel den sie dabei hatten und gaben die Waren aus. Das war sehr interessant zu sehen.
Man bekam nun auch die nicht so schönen Seiten von Yangon zu sehen. So begegneten wir viel Armut, fuhren an unglaublich viel Müll und eine Art Slums vorbei und die Leute haben hier keine richtigen Häuser. Alles stand unter Wasser vom Regen und die Leute saßen im Dreck. An einer der 40 Haltestellen unterwegs fand ein Markt statt und es war krass was und wie die Leute hier verkauft haben. Jeder Europäer wäre krank geworden, wenn er hier was probiert hätte. Es herrschte reges Treiben und vom Zug aus konnten wir alles beobachten.
Die Zugreise mit dem alten Ding war sehr erlebnisreich. Die Türen sind immer offen und durch die Fenster kommt ein guter Luftzug. Die Leute springen teilweise auf den Zug oder vom Zug, wenn er noch langsam fährt. Richtig schnell wird diese alte Emma nämlich nicht. Sowas habe ich auch noch nicht gesehen und es macht Spaß sich aus der Türe des fahrenden Zuges raus zu lehnen. Nein liebe Eltern das ist nicht gefährlich 😉 Die letzte Stunde zog sich lange und zwei Stunden hätten auch gereicht, aber die Zeit bekommt man auch rum. Am Ende kamen wir nach einer schönen Runde wieder am gleichen Bahnhof an.

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So sehen die Gesichter nach einer Stunde Fahrt ausDSC_0607 (FILEminimizer) DSC_0610 (FILEminimizer)

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Um 2 waren wir mit Michael (der Amerikaner vom Flieger, der eigentlich Firpo heißt) zum Essen im Nudelrestaurant verabredet. Zu 8. liefen wir da hin und trafen Firpo unterwegs zufällig.
Diesen Teil des Blogs hat mein Travelmate Jonas geschrieben. Angefangen mit dem Tag als er uns kennen lernte:
Der Sitz 15C scheint ein guter zu sein, habe ich doch die Nadine & die Lena im Flieger kennengelernt. Aufgefallen sind mir die beiden natürlich schon vorher, einerseits wegen dem Strohhut & dem vielen Gepäck von Nadine, aber in erster Linie natürlich wegen der deutschen Sprache. Doch da war noch etwas, weshalb ich schon im Bus zum Flieger hoffte, dass sich unsere Wege bald noch einmal kreuzen werden: Ein cooler alter Mann erkundigte sich bei seinen «friends» ob alles gut sei & die Lena musste herzhaft lachen. Beim tschüss sagen am Flughafen haben mir die Mädels den Firpo, die Redaktion darf ruhig zu seinem richtigen Namen stehen, vorgestellt. Zwei Tage später saßen wir dann in diesem Noodlehouse in Yangon & haben uns mit dem Firpo zum Mittagessen verabredet. Noch wusste ich kaum etwas über ihn, doch das sollte sich bald ändern. Die Lena & die Nadine haben uns bereits erzählt, dass er sehr humorvoll, easygoing & interessant sei. Der Firpo ist definitiv ein Unikat, plaudert gerne, ist typisch amerikanisch amazed (fasziniert) von fast allem, bezeichnet sich selbst als «Bürger der Welt» und erzählt unverblümt von seiner Abstinenz, seinem sechsten Sinn, seiner Freundschaft zu Michael Jackson (Anm. der Redaktion: † 25.06.2009) & Fidel Castro (Anm. der Redaktion: hat die Macht 2006 an seinen Bruder abgegeben), wie er mal eben der Polizei in Bangkok entkommen sei und von seinen weiteren Reiseplänen. Dieser Mann ist sehr eloquent, durchaus humorvoll & genießt die volle Aufmerksamkeit (mhm, ich erwähne jetzt nicht, dass die Lena vor Begeisterung fast vom Stuhl gefallen wäre.. ) sowie das «Story-telling». Noch bevor wir bestellt haben, waren wir schon gefangen von seinen Geschichten, haben uns dabei aber auch immer wieder auffällig unauffällig angeschaut, weil wir nicht so recht wussten, ob wir denn nun alles glauben sollen. Nun, als ehemaliger CIA-Angestellter, Lehrer, Schriftsteller, etc. hat er einen spannenden Background vorzuweisen. Er reist nun um die Welt, weil er mehr von der Geschichte erfahren will, dazu auch gerne in Länder, welche nicht eben die besten Beziehungen mit Amerika pflegen. So glaubt er auch zu wissen, dass er ständig unter Beobachtung stehe, beim Zoll noch ein bisschen länger als alle anderen in die Kamera schauen muss & deswegen auch drei Handys mit sich trägt. All dies erinnert mich an «catch me if you can» & da wären wir schon beim nächsten Punkt. Damals hat er sich von seiner Frau getrennt & pflegt seither auch keine enge Beziehung zu seiner Familie. Er erkennt die wunderschönen Frauen (Anm. der Redaktion: die Lena, die Bianca & die Nadine), ohne dabei jedoch eine Lust zu verspüren. Bääääm, da sitzen wir alle da & wissen nicht so recht was wir sagen sollen, aber schon folgt der nächste Teil. Er ist überzeugt, dass sie ihm in Russland eine Falle stellen wollten & deshalb eine Prostituierte auf ihn angesetzt hätten – zu gut also, lässt ihn eine reizvolle Dame so was von kalt. Nächstes Land, nächste Falle? In Bangkok angekommen mietet er sich ein Auto & fährt ziellos durch die Stadt. Was gibt es besseres als sich in einer Großstadt zu verlieren? Nichts, denn oftmals entdeckt man dann die schönsten Dinge. A propos entdecken, gut hat er seinen sechsten Sinn eingeschaltet, auch wenn er entspannt im Auto sitzt, scheint ihm doch die Polizei tatsächlich zu folgen. Da denkt er sich wohl, was der James Bond kann, kann der Firpo schon lange & wird seinem Namen endlich gerecht. Sein Name ist Car (Auto), Firpo Car. Nun aber zurück zur Verfolgungsjagd. Als ehemaliger CIA-Angestellter stellt sich die Flucht für ihn als Kinderspiel heraus. Ab in die schmalen Seitengassen, einmal links, einmal rechts, ein bisschen aufs Gaspedal drücken und schon hat er seinen Frieden wieder. Auch macht er uns weise, dass er seine Umgebung immer zuerst abchecke, weshalb er auch sehe, dass im Restaurant nicht unweit von unserem Tisch eine Kamera installiert sei. Bitte schön lächeln und winken! Ruft ihm eine unbekannte Nummer an, ruft er mit Handy Nr. 2 oder Handy Nr. 3 zurück & telefoniert er mit Freunden, schiebt er immer wieder mal ein «Hello buddies, how are you today?» ein, um die Mithörer der CIA zu begrüßen, weil ja jedes Telefongespräch heutzutage abgehört wird. Klar, mach ich auch immer – ihr etwa nicht? Die Kreditkarten und das Geld taped er sich oft direkt ans Bein, sicher ist sicher und auch sonst sieht er mit seinem Aktenkoffer, dem Hemd und der Jeans eher aus wie ein Businessmann als ein Tourist. Die Lena ist mittlerweile schon bald eingeschlafen, unsere Hintern ganz schön schmerzerfüllt vom vielen Sitzen und so wollen wir doch langsam weiterziehen. Ich habe schüchtern gefragt, ob wir nicht die Rechnung kriegen könnten & in der Zwischenzeit haben wir ihn noch etwas über das Hostelleben (Stichwort Dorms=Mehrbettzimmer), Tinder (Stichwort Datingapp) und Snapchat (Fotoapp) informiert. Hell begeistert will er nun das Hostelleben auch bald einmal ausprobieren und auf die Tinderapp verzichtet er aus uns bekannten Gründen. Die Bianca gibt ihm noch wertvolle Tipps für seinen Kurztrip nach Indien, wohin er nach seinem nächsten Kurztrip zur chinesischen Mauer fahren will. Die Rechnung ist mittlerweile da & wir legen alle unseren Betrag auf den Tisch. Er hat uns schon vorgewarnt, dass er nur 3’000 KIP (EUR 2.30) dabei habe & es knapp werden könnte. So kam es dann auch & er sagte dem Besitzer vom Restaurant, wenn er ihm traue gehe er zum nächsten ATM & bringe dann das Geld oooooder «can I pay with credit card?». Ja, er konnte, strahlte & offerierte uns das Essen, wir sind schließlich Reisende & das Essen kostet insgesamt nur $ 21. Die erste Karte funktionierte nicht, aber genau deswegen hat er auch noch eine zweite dabei. Gut gelaunt, aber ziemlich müde haben wir uns nach dem obligatorischen Gruppenselfie im Restaurant in die große weite Welt verabschiedet & schon bald war der äußerst humorvolle, junggebliebene Weltenbummler mit seiner Aktentasche in den Straßen von Yangon verschwunden. Goodbye Firpo Car. Wir alle werden noch lange von dem Firpo erzählen, haben auf unserer gemeinsamen Weiterreise auch schon das Lied «I believe in miracles» (zu verstehen als I believe in mirco) von den Hot Chocolates zu «I believe in Firpo, where you from, you sexy thing» abgewandelt & sind tanzend durch das Zimmer gehüpft. Dabei haben wir erstaunlicherweise festgestellt, dass er in der Tat viele Bücher geschrieben hat & wohl den Michael Jackson zu kennen schien.

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Wieder von mir, also Nadine geschrieben:
Lena, Jonas und ich liefen noch auf den Markt, aber außer sehr viel Stoff, Schneidern und Diamanten gab es nichts Interessantes. So verließen wir den Markt in der Halle schnell wieder und die beiden kauften noch schnell zwei Hosen.
Im Hostel hatten wir noch kurz Zeit uns auszuruhen und dann liefen wir los und suchten ein Taxi. Das fanden wir schnell und es war alt, ohne Klima und zu viert mit Gepäck hatten wir nicht wirklich viel Platz. Trotzdem war es günstig und es war ok. Wir sollten 2 Stunden brauchen, aber waren in einer da. So hatten wir an der Bushaltestelle noch genug Zeit bis der Bus kam und die anderen hatten sich total Stress gemacht. Leider gibt es in Myanmar keine Schlafbusse, aber wenigstens war unser Transportmittel modern, hatte eine Klima und sah nicht aus wie die anderen alten Busse die schon fast kriminell sind. Leider war die Klimaanlage wie immer so kalt, dass man fast erfriert, aber darauf waren wir natürlich gut vorbereitet und hatten lange Klamotten und Schals dabei. Was auch total nervt ist, dass es einen TV gibt und dort total kitschige Myanmar Filme und Musikvideos auf voller Lautstärke laufen. Schlafen konnte ich also nicht gut und im Sitzen schon gar nicht. Es waren fast nur Burmesen im Bus die sich in wahnsinniger Lautstärke unterhielten.

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Mit dem Versuch zu schlafen verabschiede ich mich nun. Hoffentlich werden wir morgen in Mawlamyine (auch Mawlamyaing oder Moulmein) wieder aufwachen.

Liebe Grüße aus dem Schlafbus der keiner ist
Nadine

Shwedagon Pagoda

Freitag, 24.06.2016

Das Frühstück war nicht so sonderlich gut. Es gab Chicken-Nudeln, Chickensuppe, Toast und Marmelade die mehr Zucker war und Butter die richtig ekelig schmeckte. Immerhin war diese Mahlzeit im Hostelpreis inbegriffen.

Eigentlich wollten wir dann los, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es schüttete und als es aufhörte, zogen Lena, Jonas und ich los. Auf den Straßen herrschte reges Treiben und die Straßen zu überqueren ist fast unmöglich. Wie fast überall sucht man Verkehrsampeln vergeblich und hier fahren die Autos so schnell, dass man nicht wie in Vietnam oder Kambodscha schnell in einer Lücke die Straße überqueren kann.

Überall sitzen Leute an der Straße, es gibt sehr viel Straßenessen und es wird alles mögliche verkauft. So auch der Kautabak den hier fast alle Leute (auch Frauen) kauen. Das färbt die Münder der Burmesen rot und wenn sie es ausspucken sieht es aus wie Blut. Überall auf den Straßen hat es deswegen rote Flecken.

Viele Bilder konnten wir bei unserem großen, schönen Spaziergang durch Yangon nicht machen, weil es immer noch regnete. Hier muss man ständig für alles gewappnet sein. Regenjacke, Schirm, Sonnenbrille und Sonnencreme, weil man nie weiß was einen erwartet.

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Zum Mittagessen gingen wir ins 999 Nudelhouse das uns empfohlen wurde. Die Preise waren unschlagbar günstig und es schmeckte sehr gut.

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Um 3 trafen wir uns im Hostel mit Bianca und die Jungs George und Sky kamen mit uns mit. Wir machten uns auf den Fußweg zum Shwedagon Pagoda. Der Weg war nicht sehr interessant und wir liefen eine Stunde dort hin. Wenigstens schien die Sonne nun und die Wolken waren verschwunden.

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Hier wieder die Touristenabzocke schlecht hin: Der Eintritt kostete 8$ und die Jungs die kurze Hosen anhatten, mussten für weitere 5$ einen Rock kaufen um die Knie zu bedecken. Die Schuhe muss man wie in jedem Tempel ausziehen und für eine Plastiktüte hätte man extra zahlen müssen. Wenn es dabei um den Umweltaspekt gehen würde, wäre ich gerne bereit das zu zahlen, aber hier geht es nur ums Geld. Der Ort an dem man die Schuhe abgeben sollte, schloss um 6, aber wir kamen hier hin zum Sonnenuntergang der erst später ist.

Eine Rolltreppe auf der man barfuß laufen muss, brachte uns zur Pagoda. Diese ist das religiöse Zentrum von Myanmar. Sie ist das Wahrzeichen des ganzen Landes und ist eine der berühmtesten Stupas der Welt. Die Pagoda überragt die größte Stadt des Landes. Laut der Legende sind diese beeindruckenden Tempel über 2500 Jahre alt. Das Gelände mit den unzähligen kleinen Tempeln ist riesig und überall beten die Leute. Für jeden Wochentag gibt es eine andere Ecke und Lena, Bianca und ich die an einem Mittwoch geboren sind, wollten das Ritual vollführen. Ein Mönch zeigte uns wie es geht und man muss jeweils 5 kleine Schüsseln voll mit Wasser über drei verschiedene Statuen schütten.

Wir kamen mit einigen Mönchen und anderen Leuten ins Gespräch und es war interessant. Viele Tourguides die sich nicht als solche zu erkennen geben, wollen einen in ein unverbindliches Gespräch verwickeln und einem dann eine Tour „andrehen“. Das lehnten wir dankend ab. Statt dessen saßen wir nach unserem langen, ausführlichen Rundgang auf einer Treppe und wollten den Sonnenuntergang anschauen. Leider schoben sich mal wieder dicke Gewitterwolken vor die Sonne und es regnetet kurz. Trotzdem sah es wunderschön aus wie die Sonne die ohnehin schon geniale Stupa in ein noch leuchtenderes Gold färbte. Alles hier ist aus Gold und man wird total geblendet. Wir fanden einen kostenlosen Wlan-Spot den jeder gleich ausnutzte. Als die Sonne komplett verschwunden war, nahmen wir die Rolltreppe zum Ausgang.

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Zurück zum Hostel wollten wir ein Taxi nehmen. Der erste Fahrer den wir fragten, sagte uns einen viel zu überteuerten Preis den wir nicht bereit waren zu zahlen. Wir hatten keine Aussicht auf ein günstigeres Taxi und wussten nicht was wir tun sollten. Da rief uns eine Gruppe Männer zu, wir könnten kostenlos bei ihnen mitfahren. Da sagten wir nicht nein und stiegen auf die Ladefläche des Pickups. Es stellte sich heraus, dass einer der drei Malaysischen Männer der Boss der Pickup-Firma ist. Wir unterhielten uns richtig gut mit den netten, witzigen Männern und rieten ihnen ein Hostel in Myanmar zu eröffnen, weil sie erstaunt waren, dass wir uns alle in einem Hostel kennen gelernt hatten und nun zusammen reisen. Die Fahrt war dann tatsächlich kostenlos und endete in Chinatown.

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Von dort liefen wir eine halbe Stunde zu einem Restaurant, das ich über Tripadvisor gefunden hatte. Vor allem, weil mein Magen immer noch nicht wieder gut ist, will ich in Restaurants essen, wo ich keine Lebensmittelvergiftung mehr bekomme. Die Speisekarte vom Green Gallery hatte nur Salate und Suppen, aber wir fragten nach dem im Internet angepriesenen Curry. Dieses bekamen wir und es schmeckte genial. Die Portionen waren riesig und auch der Service echt gut. Für 1,50$ auch noch günstig dazu.

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Vollgegessen rollten wir zurück zum Hostel und saßen noch gemütlich zusammen vor dem TV in der Lobby bis alle zu müde waren und wir nach und nach ins Bett gingen.

Liebe Grüße von Yangon (Rangoon)

Nadine

Hello Myanmar

Donnerstag, 23.06.2016

Mein Magen war immer noch nicht besser und um 7 klingelte schon der Wecker. Wir packten (ruhig) unsere Sachen, aber ich legte mich nochmal hin und ließ Lena allein zum Frühstück gehen.
Um 9 sollte unser Tuk Tuk Fahrer da sein mit dem wir am Vortag ausmachten, dass er uns fährt. Nach dem Checkout war von ihm leider immer noch nichts zu sehen und wir hatten die Vermutung, dass er uns versetzt hatte, weil er eine bessere Tour bekommen hatte. Gut, dass sich vor dem Hostel viele andere Tuk Tuk Fahrer um Kunden streiten und so stiegen wir woanders ein. Ich fragte den Fahrer, ob er mir mein Gepäck einlädt, denn mir ging es sehr schlecht. Die „frische“ Luft beim Fahren tat gut. Als ich nach einem Briefkasten fragte, zeigte der Fahrer mir mit voller Überzeugung einen Stromkasten und ich musste lachen.
Die Fahrt zum Flughafen dauerte fast eine halbe Stunde und ich war froh als das Geschaukel vorbei war. Der Flughafen von Siem Reap ist zum Glück sehr klein und wir fanden gleich den Schalter. Ganz Deutsche waren wir wieder überpünktlich und der Schalter hatte noch nicht mal offen. So legte ich mich auf den Boden und relaxte noch.
Als wir das Gepäck los hatten war ich froh und wir hatten immer noch ewig Zeit. DSC_0275 (FILEminimizer)
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Zum Glück war der Flieger nach Bangkok pünktlich. Ich war froh, dass ich nicht allein fliegen musste, denn als ich die Gewitterwolken am Himmel anschaute, bekam ich schon wieder Panikzustände. Fliegen mit Flugangst ist eben nicht ideal. Als ich mein schweres Gepäck verstauen wollte, half mir ein ganz netter Mann. Er saß neben uns und wir kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass Michael (Name von der Redaktion geändert) aus LA (Amerika) kommt und unsere Reiseleidenschaft teilt. Wir hatten super nette Gespräche und der 62 jährige Mann der Autor, Lehrer und Philosoph ist, ist super intelligent und konnte uns einiges erzählen. Er war sehr beeindruckt wie perfekt unser Englisch ist und er war schon an sehr vielen Orten auf der ganzen Welt. Auch Deutschland liebt er. Eine Stunde Flug war zu kurz um sich zu unterhalten, aber wir hatten noch die dreieinhalb Stunden Aufenthalt in Bangkok um zu reden. Der Flug war ganz ok, obwohl es beim durch die Wolken fliegen ruckelte und ich mich am Sitz festhalten musste. Zum Glück waren Michael und Lena da um mich abzulenken. Unterwegs sahen wir sogar was ganz utopisches: blauer Himmel !
Michael hatte uns einen Platz am Gate freigehalten, weil er denselben Flug nach Yangon hatte. Mir ging es immer noch nicht so gut und ich legte mich mitten auf den Boden und schlief.
Lena und Michael wunderten sich wie ich schlafen konnte, wenn die Leute alle so knapp an mir vorbeilaufen, aber ich schlief echt gut.
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Beim nächsten Flug saßen wir nicht neben Michael (der saß zufälligerweise nur eine Reihe hinter uns), aber dafür neben dem Schweizer Jonas. Wir unterhielten uns die ganze Zeit und stellten fest, dass wir im gleichen Hostel sind. Der Flug war nicht gut, oft waren die Anschnallzeichen an und es gab Turbulenzen. Keine schweren, aber es reichte schon wieder mich aus dem Konzept zu bringen. Ich war froh, als es nach 45. Min vorbei war und wir in Yangon in Myanmar gelandet sind. Somit also ein neues Land und ein neues Abenteuer.
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Die Einreise ging einfach, ich hatte mein eVisa (elektronisches Visa) schon vorher beantragt und ausgedruckt dabei. Das Gepäck musste nochmal durch eine Sicherheitskontrolle und dann hieß es „hallo Myanmar!“.
Wir verabschiedeten uns nett von Michael und tauschten Kontaktdaten aus. Jonas, Lena und ich fuhren mit dem Taxi eine Stunde durch den Verkehr von Yangon. Was uns allen gleich positiv auffiel: Die Stadt ist groß, sehr gepflegt und alles ist zivilisiert. Es gibt nur Autos (keine Zweiräder), alle scheinen sich an Verkehrsregeln zu halten und auf den ersten Blick könnte Yangon glatt als eine europäische Großstadt durchgehen. Wir sahen viele tadellose, grüne Parkanlagen und große Gebäude. So hätten wir das ganz und gar nicht erwartet und waren sehr überrascht. Die meisten Männer tragen hier bodenlange Röcke und alle Leute haben die Schultern und die Knie bedeckt.
Positiv überrascht waren wir ebenfalls vom Hostel das sauber und nett ist. Wir trafen gleich einige Leute und zogen zu 6. los um was zu Essen zu suchen. Zwei schwedische Mädels hatten ein Restaurant rausgesucht und da liefen wir hin. Es sah sehr teuer aus und zwischen den schick angezogenen Leuten fielen wir mit unserem Backpacker-Schlabberlook richtig auf. Die Preise waren auch nicht in unserem Budget, aber einfach gehen konnten wir auch nicht mehr. Aus Sparmaßnahmen bestellte ich nur eine Vorspeise und mein Magen war immer noch nicht gut. Es war lecker und alle wurden satt. Der Rückweg zum Hostel war gut um die Kalorien wieder loszuwerden.
Die anderen saßen noch eine Weile im Hostel zusammen, aber ich ging früh ins Bett um Schlaf nachzuholen und mich auszukurieren.

Liebe Grüße aus Myanmar
Nadine

Last day

Mittwoch, 22.06.2016

Als wir aufwachten, stellten wir erschrocken fest, dass es schon 1 war. So lange hab ich glaube ich auch noch nie geschlafen, aber kein Wunder, wenn man auch erst um halb 5 heim kommt…
Rene saß in einem Restaurant neben dem Hostel und wir setzten uns zum „Frühstück“ dazu. Wir aßen gleich Mittag und es gab für mich Spagetti Carbonara ohne Speck, was aber nur Nudeln mit Rührei waren. Rene der an diesem Tag abreist, setzte sich noch zu uns ins Zimmer und wir relaxten eine Weile.
Sara die wir ja aus Sihanoukville schon kennen kam an diesem Tag an und buchte dasselbe Hostel wie wir. Die Wiedersehensfreude war groß und wir wollten zusammen los. Die Brasilianerin Barbara die Sara kennt, ging auch mit.
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Zusammen erkundeten wir nochmal Siem Reap und wollten zum Nachtmarkt. Dieser hatte leider noch nicht offen, aber wir fanden andere nette Shops und hatten Spaß beim rumlaufen. Ein nettes Restaurant für die Einheimischen war günstig und wir setzten uns und aßen was.
Der Nachtmarkt der nun seine Tore öffnete, lud uns Mädels natürlich zum Shoppen ein. Überall war die Verführung groß was zu kaufen, obwohl der Geldbeutel leer und der Backpack voll sind. Bei T-Shirts und Hosen für 1,50 Euro wurden wir aber natürlich trotzdem fündig und waren froh, dass wir keinen Mann dabei hatten, denn bestimmt hätte keiner unseren langen Shoppingmarathon freiwillig mitgemacht. Es war super spaßig und wir IMG_1020waren echt lange auf dem schönen Nachtmarkt von Siem Reap. Leider (oder zum Glück) machte uns irgendwann der Regen einen Strich durch die Rechnung und wir flüchteten in eine schöne Bar. Eigentlich müssten wir es ja mittlerweile gewohnt sein, aber uns schockt jedes Mal wie viel Wasser hier in kurzer Zeit vom Himmel kommen kann.
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Als es aufgehört hatte waren die Straßen wie immer voller Wasser, aber wir zogen trotzdem weiter in eine andere Bar. Diese sah total nobel aus, aber es gab Bier für 20 Cent. Wir saßen gemütlich zusammen und unterhielten uns gut. Barbara sah, dass man auch noch ins Obergeschoss gehen kann. Dort ließen wir uns nochmal ein Bier bringen und stellten erschrocken fest, dass das siebenmal so teuer ist. Klar ist das vergleichsweise immer noch günstig, aber sprengt unser Backpacker-Budget trotzdem. Dafür saßen wir in einer großen Hängeschaukel die aussah wie ein Bett und bekamen Erdnüsse serviert. Um uns rum saßen viele gut gekleidete Leute.
Natürlich ließen wir es uns trotz zunehmender Müdigkeit nicht nehmen einmal mit Sara feiern zu gehen und den letzten Abend in Kambodscha zu genießen. Da hier sowieso alles nah beieinander liegt waren wir schon auf der großen Pub-Street und gingen wieder in den Tempel-Club in dem wir ja jetzt schon zwei Mal waren. Leider war nichts los, aber es störte uns nicht, dass wir die Einzigen auf der Tanzfläche waren. Wir hatten super viel Spaß und trafen Chinesinnen die feierten als ob es das letzte Mal wäre. Es kamen immer mehr Leute aus verschiedenen Nationen die super lustig drauf waren. Wir hatten noch einen sehr coolen letzten Abend in Kambodscha und sind traurig dieses schöne Land mit den freundlichen Menschen bald verlassen zu müssen.
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Wir verabschiedeten uns noch von Sara und fielen müde in unsere Betten. Leider hielt mein Schlaf nicht lange an, denn mir wurde schlecht. In dieser Nacht tat ich fast kein Auge zu und fragte mich wie ich den nächsten Tag im Flugzeug überstehen sollte. Da ich nur ein Bier getrunken hatte, schob ich meinen kranken Magen auf das Ei in den Nudeln am Mittag. Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass ich Magenprobleme habe seit ich zurück in Südostasien bin. Außerdem kamen um 4 Nachts eine Gruppe junger Leute in unser Zimmer und machten Lärm. Das kann ja wohl nicht wahr sein, dachte ich. Die redeten und redeten und das in einer Lautstärke in der sich kein normaler Mensch selbst bei Tag unterhält. Mir reichte es und ich kletterte vom Bett um was zu sagen. Kurz war Ruhe und dann ging es von vorne los. An Schlaf war also überhaupt nicht zu denken und das sind dann die Nachteile von einem 32 Bettzimmer. Als die Leute endlich schliefen fingen andere Leute an sich lautstark zu unterhalten. Ich schrie durchs Zimmer, dass sie endlich ruhig sein sollen, aber das wurde gekonnt ignoriert. Dann kamen auch noch zu allem Übel zwei Rezeptionisten rein und machten das Licht an. Da war es 5 Uhr morgens ! Da wurde ich sauer und fragte, was das soll. Der Mann sagte einer würde im falschen Bett liegen. Da lief der doch tatsächlich an ein Bett und sagte einem Typ er solle ins Bett nebenan liegen. Es waren noch sehr viele Betten in diesem Zimmer frei und verstanden habe ich kein bisschen, was das sollte und warum man dafür ein ganzes Zimmer aufwecken muss.
Das war also die letzte Nacht in Siem Reap ohne Schlaf.
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Genervte Grüße
Nadine

Tomb Raider Temple and more

Dienstag, 21.06.2016

Als um 4 Uhr morgens der Wecker klingelte, waren wir beide erstaunlich fit. Schnell zogen wir uns an und unser Tuk Tuk Fahrer wartete schon mit dem Party Tuk Tuk auf uns. Zwei andere Backpacker standen da und fragten, ob sie mit uns mit könnten. Nils ist auch aus Deutschland und Hannah aus England. So können wir uns die Kosten teilen.
Pünktlich um halb 5 ging es also im Dunkeln los auf große Fahrt. Die beiden brauchten noch Tickets also fuhren wir wieder zum Schalter. Durch den nächtlichen Regen hatte es sehr abgekült und wir froren richtig.
Wie am Vorabend war der erste Stopp wieder der große, berühmte Angkor Wat. Es waren abnormal viele Leute da und alle versammelten sich um den See. Zufällig trafen wir Till und Matteo wieder unter den Menschenmassen.
Die anderen beiden anderen die mit uns dabei waren, waren nicht gerade gesprächig, was wir erst noch auf die morgige Müdigkeit zurückführten. Irgendwie hätten wir es ja ahnen müssen, aber einen Versuch war es wert. Schade nämlich, dass es keinen Sonnenaufgang gab. Hallo liebe Regenzeit ! Der Himmel war komplett wolkenbedeckt und eine Sonne gab es nicht. So liefen wir einfach nochmal im beeindruckenden Tempel herum und gingen zu zweit auf Erkundungstour. Mit den anderen beiden machten wir aus uns am Tuk Tuk zu treffen. Wir fanden einen total schönen Platz neben toll verzierten Wänden wo kein Mensch war. Abseits vom Massentourismus genossen wir in aller Ruhe unser 5 Sterne Frühstück. Es gab Baguette mit Streichkäse und danach liefen wir immer noch ohne Sonne gestärkt zum Tuk Tuk zurück.
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Die Tempel sind alle so weit auseinander und es sind so viele, dass man fahren muss. Im Vorfeld muss man sich entscheiden, ob man die große oder kleine Tempeltour machen will. Wir wollten die Große machen (insg. 25km), von was unser Mitreisender Nils nicht begeistert war. Das war uns egal, denn wir hatten ja das Tuk Tuk im Vorfeld organisiert und uns schon entschieden.
Der zweite Tempel zu dem wir also fuhren ist ca. 15 Min. Fahrt vom Ankor Wat entfernt. Wie schon erwähnt ist die Anlage tausend Jahre alt und Weltkulturerbe. Es ist richtig beeindruckend so einen Tempel zu erkunden der auf der ganzen Welt berühmt ist. Man wird hier nicht enttäuscht und es ist absolut das Geld wert. Überall steckt viele Liebe zum Detail drin, jede Wand ist verziert, jeder Pfeiler hat was Besonderes und jeder einzelne Tempel hat seinen eigenen Charme. Teilweise gibt es sehr steile, total schmale Stufen die bis nach oben führen, wo man die ganze Anlage überblicken kann. Wenn man sich vorstellt, dass die Menschen das früher ohne Hilfe von Maschinen und Kränen gebaut haben, ist das nochmal beeindruckender. Teilweise sind die Tempel mitten im Wald und man läuft über Trampelpfade da durch. Was nur total nervig ist: überall sind Leute die einem was verkaufen wollen. Es gibt einen Verkaufsstand nach dem Nächsten, Kinder laufen einem dicht auf den Versen ohne wieder weg zu gehen und man wird an jeder Ecke beschwatzt. Total touristisch also und ein sehr großer Nachteil von Angkor. Weil es die ganze Nach geregnet hatte, stand überall das Wasser, teilweise waren es richtige Seen und unsere Schuhe waren sehr schnell komplett durchnässt. Leider zeigte sich die Sonne den ganzen Tag nicht, aber wenigstens regnete es mal nicht.
Sonst läuft man in den einzelnen Tempeln sehr viel und kann überall hin um sich die Anlagen die größtenteils im Freien sind, genau anzuschauen. Es macht Spaß allein herum zu wandern und einmal verliefen wir uns sogar. Die Treppen gaben uns ein gutes Training und es ist sehr anstrengend den ganzen Tag zu laufen und so viele Eindrücke zu verarbeiten. Man muss die Schultern und Knie bedecken und gut, dass wir das wussten und vorbereitet waren.

An einem der vielen Tempel sahen wir ein total nettes australisches Ehepaar. Wir unterhielten uns eine Weile und dann fragten sie uns wo in Amerika wir denn herkommen würden. Das ist natürlich ein Kompliment für unser Englisch und war echt witzig.

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Nach 12 Tempeln an diesem Tag die alle irgendwie gleich und doch total verschieden sind, kam unser persönliches Highlight: Der Thomb Raider Tempel. Dieser heißt eigentlich Ta Prohm, aber ist durch den Film richtig bekannt geworden. Obwohl wir beide den Film nicht gesehen hatten, war der Tempel der Wahnsinn.
Zitat Lonely Planet: „Der Reiz liegt darin, dass sie vom Dschungel verschluckt wurde und immer noch fast genau so aussieht wie zu der Zeit als die ersten Europäer darauf stießen.“
Er sieht komplett anders aus als die anderen und überall sind Bäume in die Mauern eingewachsen. Lustigerweise trafen wir auch unter den vielen anderen Touristen Till und Matteo wieder. Für mich als Hobbyfotografin war das hier das Paradies auf Erden.

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Obwohl die anderen beiden immer schon im Tuk Tuk warteten als wir wiederkamen, ließen wir uns nicht stressen und machten viele Fotos. Wir dachten unser Fahrer hält am Ausgang, aber da war keiner. Leichte Panik stieg in uns auf, als wir keinen sahen. Das hieß für uns, dass wir nochmal durch den ganzen riesigen Tempel zurück laufen mussten. Nach kurzer Suche fanden wir erleichtert unser Tuk Tuk wieder, wo die anderen natürlich schon ungeduldig warteten.
Das war somit der letzte Tempel und wer um 4 Uhr nachts schon anfängt, ist auch um 1 mittags fertig. Für den Fahrer bezahlten wir insgesamt 25$ und er ließ uns in der Restaurantstraße raus.
Dort suchten wir uns ein Restaurant mit europäischem Essen, bestellten Spaghetti mit Pesto und ruhten uns vom vielen Laufen und den tollen Eindrücken aus.
Zurück im Hostel waren wir so fertig, dass wir beschlossen einen Mittagsschlaf zu machen. Das Bett ist auch einfach zu bequem und verführerisch und wir hatten sowieso nichts mehr geplant.
Frisch geruht setzten wir uns zu Rene und Johannes auf die Rooftopbar und tranken gemütlich Bier. Zum Abendessen gingen wir alle zusammen in ein günstiges Restaurant und danach gings auf den Nachtmarkt. Dieser ist total schön und es gibt viele Stände mit Klamotten und Dekoartikeln. Anschließend gings wieder zur berühmten Pub-Street wo unser erster Anlaufpunkt wie immer die x-Bar war. Dort wurde das EM-Spiel Deutschland gegen Nord Irland übertragen. Auch Till und Matteo waren wieder da, aber wir waren damit trotzdem nur 6 deutsche und wohl keine Iren. Der Ton wurde leider nicht übertragen und so kam Partymusik im Internet. Lieder wie zum Beispiel Maccarena, Justin Bieber, usw. passen leider nicht zur EM. Passend hatten wir einen Biertower (Zapfanlage mit 3 L Bier) und waren so wenigstens ein bisschen in Fußballstimmung. Als das Tor fiel, wurde es laut in der Bar und wir freuten uns total.

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Um den Sieg zu feiern gingen wir wieder in den Tempel Club. Es war viel los, die Stimmung war gut und wir feierten ordentlich. Wir tanzten was das Zeug hielt und lernten den netten Thailänder John kennen. Es war ein total lustiger Abend und als Lena eine Abstimmung wollte, ob wir gehen sollten erhielt sie nur Enthaltungen. Als sie eine Stunde später erneut fragte, dasselbe. Es war einfach zu gut um nachhause zu gehen. Als Lena sagte, dass es schon 4 ist, gingen wir aber dann doch mit.
Es war schon halb 5 als wir im Bett waren und schliefen gleich ein.

Liebe Grüße vom total beeindruckenden Angkor
Nadine

Fascinating Temples of Angkor

Montag, 20.06.2016

An diesem Tag wollten wir mal das Städtchen Siem Reap erkunden. So liefen wir morgens los und suchten nach einem günstigen, guten Restaurant zum Frühstücken und ließen es uns gut gehen.
In Siem Reap selbst gibt es nicht wirklich was zu tun, aber wir liefen herum, schauten in die süßen Läden und kauften uns neue Rucksäcke, weil unsere beiden kaputt waren.
In einem Spa gönnten wir uns eine Mani- und Pediküre für insgesamt 5 Euro und es war sehr lustig. Da fühlt man sich wie eine wohlhabende Person und kann gut Leute beobachten die draußen vorbeilaufen.
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Es gibt hier viele kleine Gässchen und versteckte Läden und alles sieht total süß aus. Da kann man leicht die Zeit vergessen, was uns zum Glück nicht passierte. Wir fanden einen schönen Markt wo es alles mögliche zu kaufen gab und verbrachten viel Zeit dort.
Um 4 waren wir zurück im Hostel und warteten an der Bar.

Hier gibts kein Free Wifi sondern free Fiwi
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Um halb 5 kam unser Tuk Tuk Fahrer um uns abzuholen. Dieser hatte uns mittags auf der Straße angesprochen und wir hatten ihn gleich gebucht.
Er war sehr pünktlich und das Beste war, dass wir ein Party-Tuk Tuk bekamen. Es hatte einen großen Lautsprecher, Partylichter und sogar einen Ventilator und sehr bequeme Sitze. Wir drehten die Musik auf, fielen damit aus dem Rahmen und hatten total viel Spaß.

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Wir fuhren erst zur Kasse, wo wir die Tickets für die berühmte Tempelanlage Ankor kaufen konnten. Die Schlange war sehr lang und es warteten hunderte Menschen auf ein Ticket. Wenn man sein Ticket ab 17 Uhr kauft, kann man abends noch kostenlos rein und das Ticket gilt für den nächsten Tag. Ein Tagesticket kostet 20$ und ein Dreitagesticket 40$. Da wir wenn überhaupt nur 2 Tage gehen wollten, kauften wir uns nur ein Tagesticket. Man musste an dem Schalter stehen wo es eine Kamera hatte und dort wurde ein Foto von uns gemacht und auf unsere Tageskarten gedruckt.

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Der Fahrer brachte uns zum berühmtesten der Tempel, dem Ankor Wat. Die gesamte Anlage ist UNESCO Weltkulturerbe und geschätzt über 200km² groß. Bis heute wurden schon mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen auf etwa 1000 km² gelebt haben könnten. Die Anlage wurde vom 8. bis 13. Jahrhundert gebaut. Es ist außerdem eines der gewaltigsten religiösen Bauwerke der Welt. Zitat Lonely Planet: „Diese bedeutende antike Stätte verbindet die gewaltige Größe der Chinesischen Mauer und den Detailreichtum bzw. die Komplexität des Taj Mahal mit dem Symbolismus und der Symmetrie der ägyptischen Pyramiden.“
Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert wurde Angkor wegen Kriegen verlassen und vom Dschungel überwachsen und erst wieder im 19. Jahrhundert während der französischen Kolonialzeit in Kambodscha entdeckt.
Hier wurde wieder deutlich der Massentourismus sichtbar und trotz Nebensaison war die Hölle los. Leider war es sehr stark bewölkt und als die Sonne untergehen sollte, fing es an zu regnen. Also nichts mit Sonnenuntergang – sehr schade ! Der Tempel ist sehr alt und es gibt viele Wege die man gehen kann. Alles ist zerfallen, aber wenn man bedenkt, dass es tausend Jahre alt ist, ist es faszinierend, dass noch so viel erhalten ist. Wir liefen eine Weile herum und schauten uns die atemberaubende Anlage genau an.

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Als wir wieder im Tuk Tuk saßen, ging es richtig los. Es schüttete mal wieder, donnerte und blitzte wie verrückt. Gut, dass man beim Tuk Tuk wenigstens die Seiten zu machen kann. Wir dachten die Welt geht unter und die Blitze sahen aus als würden sie ins Tuk Tuk einschlagen.
Wir ließen uns vom Fahrer zu dem Restaurant fahren bei dem wir am Vortag waren und als wir fertig mit Essen waren hatte der Regen aufgehört. Im Supermarkt kauften wir uns Baguette und Analogkäse für den nächsten Tag und machten uns auf den Rückweg zum Hostel.
In der Skybar trafen wir Rene und Johannes wieder und saßen gemütlich zusammen. Lena blieb noch eine Weile und ich zog mich zurück um ein bisschen zu schreiben.
Es war schon 1 Uhr als ich einschlief, mit dem Wissen in 3 Stunden schon wieder aufstehen zu müssen.

Liebe Grüße
Nadine

Rescue us

Donnerstag, 16.06.2016

Da es uns schon nach einem Tag auf der einsamen Insel zu langweilig wurde und wir die Zivilisation vermissten, nahmen wir die Fähre um 10 zurück zum Festland. Zumal es schon wieder regnete und ein Strandtag auch sprichwörtlich ins Wasser gefallen wäre. Zum Glück waren die Leute so flexibel unsere Buchung zu stornieren.
Im Restaurant frühstückten wir noch was bevor wir auscheckten und am Pier ewig auf die Fähre warten mussten.
Die Fähre war wesentlich schneller und komfortabler als die Nussschale und an Deck ließ es sich gut aushalten. Sogar der Regen ließ nach. Die Fahrt zog sich trotzdem ewig und so schnell war das Schiff dann wohl doch nicht.
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Was eine totale Touristenverarsche ist: das Boot hält an einem Pier in einem Armenviertel weit weg vom Schuss. Also nicht da wo wir vor ein paar Tagen los gefahren sind. Die Tuk Tuk Fahrer machen bestimmt viel Geld die ganzen Reisenden in die Stadt zu karren. Wir handelten eine Fahrt für 5$ aus was bestimmt immer noch zu teuer ist, aber laufen wäre zu weit gewesen und es regnete noch.
Dieses Tuk Tuk war anders als alle die ich bisher gesehen hatte. Es war ein Auto mit Aufsetzdach und groß und komfortabel. Selbst mit unseren Backpacks hatten wir zu 4. noch Platz.
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Wir stoppten an dem Büro über das wir unsere Tickets nach Battambang gebucht haben um diese dort abzuholen. Für 16$ pro Person bekamen wir den Nachtbus der am selben Abend fahren sollte.
Eine Pizzeria warb mit 5$ Pizza die dazu noch richtig gut aussah. Wir bestellten uns jeder eine und wurden nicht enttäuscht. Die Pizzen waren so riesig, dass sie kein Mensch aufessen kann und es gab Brot mit Dips davor. Wir ließen es uns schmecken und nahmen den Rest als Wegzehrung mit.
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Sara checkte in einem Hostel daneben ein, weil sie leider eine andere Route wie wir plant. In dieses Hostel setzen wir uns und taten was wir gut können: chillen!

Bald hat meine Tablettengeschichte ein Ende
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Als das zu langweilig wurde liefen wir los und suchten die Affen die es hier geben sollte, aber fanden keine unserer Artgenossen.
Wir machten einen Ausflug zum Strand von Sihanoukville den ich ja bisher noch nicht gesehen hatte. Dort wird man von unzähligen Leuten genervt die einem eine Massage, Armbändchen oder Essen andrehen wollen. Schon nach kurzer Zeit wurde das zu anstrengend. Wir setzten uns in ein Café mit Meerblick und erholten uns vom enormen, fast nicht auszuhaltenden Stress der letzten 2 Tage. Hach, das Leben kann so anstrengend sein.
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Zurück in Saras Hostel dem „Monkey Republic“ saßen wir zusammen, redeten und beschäftigten uns mit unseren elektronischen Geräten bis wir um 18:30 Uhr zum Büro gingen wo uns unser Bus abholen sollte. Zuvor hatten wir uns wie die Geier aufs WLAN gestürzt, weil es echt schwer war einen Tag ohne auszukommen und es sich wie eine Ewigkeit anfühlte.
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Mit Sara hatten wir unser eigenes Abschiedskommitee, denn sie wartete mit uns bis der Bus uns abholte. Es war echt cool die Tage zusammen zu reisen und wir hatten definitiv viel Spaß! Schade, dass wir nicht zusammen weiter reisen können!
Der Nachtbus war zum Glück auch ein solcher und hatte Betten. Mein Bett suchte ich nur leider vergeblich, denn als wir die Tickets gebucht hatten wurde für uns einfach ein „Doppelbett“ gebucht.
Viele andere hatten ihr Bett für sich allein und es war so wenig Platz, dass wir uns fragten wie wir das zu zweit machen sollten. Außerdem konnte man die Klima an unserem Bett nicht ausschalten und mit meinen Mandeln will ich nichts riskieren. Wir konnten wenigstens das Bett tauschen und die Klima ausstellen. Bis wir uns im Bett organisiert und sortiert hatten, dauerte es eine ganze Weile, aber wir hatten total viel Spaß und kriegten uns nicht mehr vor lachen. So lagen wir Fuß an Kopf und hatten mehr Platz als gedacht. Es war ziemlich bequem und es gab sogar einen kleinen Vorhang. Nur unsere Leselampe funktionierte nicht und das WLAN auch nicht. Ewig standen wir herum, warteten auf andere Leute und der Bus fuhr immer nur ein paar Meter vor und zurück. Bis wir richtig los kamen dauerte es und wir aßen solange zum Abendessen unsere Pizza vom Mittag die auch kalt schmeckte.
Sehr früh schlief ich dank den Ohrstöpseln von Lena ein. Ca. 14 Stunden später sollten wir in Battambang ankommen.
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Liebe Grüße vom Nachtbus
Nadine