Circus

Sonntag, 29.05.2016

Weil Berni nicht die ganze Strecke bis nach Hue fahren wollte und es ihm noch nicht wieder ganz gut geht, hab ich beschlossen allein los zu fahren.
Um 7 hatte ich gefrühstückt, war „gesattelt“ und gepackt und wollte los. Berni wollte mich überreden mit ihm die Hälfte zu fahren, aber er wollte erst viel später los und ich hatte keine Zeit noch einen Tag zu vergeuden. Wir diskutierten noch eine Weile und hatten beide keinen Bock allein weiter zu reisen. Nach viel hin und her beschloss Berni doch mit mir mit zu fahren und zu schauen wie es ihm unterwegs geht. So kamen wir um 8 los, nachdem er noch was an seinem Bike machen lassen musste.
Die Strecke war sehr genial. Wieder Berge, tolle Landschaften und geniales Wetter. Sogar die Straßen auf dem Ho Chi Minh Highway waren sehr gut und hatten gute Fahrbahnmarkierungen. Nur die Busse sind echt doof. Ich glaube die Fahrer bekommen Geld, wenn sie Touristen umbringen. Die fahren immer fast komplett auf der Gegenfahrbahn und wir müssen in gefährlichen Manövern zur Seite ausweichen. Auch wenn die die Kurven schneiden ist das gar nicht witzig. Die Fahrt verlief super und wir waren echt zügig unterwegs. Ich fuhr wie immer vor und dadurch, dass die Hondas so klein und leicht sind, kann man auch schnell in die Kurven fahren. Wenn die Kühe so gemütlich auf der Straße stehen, fliegen wir immer fast von den Bikes vor lachen. Die lassen sich nicht stören. Als wir kurz hielten um nach dem Weg zu schauen waren wir umzingelt von ca. 10 Kindern. Die schauten alle so hungrig und jedes bekam einen Keks von mir. Diese leuchten Augen – unbezahlbar !
In einem Dorf hielten wir für eine kurze Pause. Es gab Hühner in einem viel zu kleinen Käfig, Fische deren Wasser fast leer war und Fleisch das in der prallen Sonne lag. Keine schönen Bilder, vor allem nicht als Vegetarier und der Umgang in Vietnam mit Tieren ist nicht gut.

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Die letzten 40 Kilometer war die Straße sehr schlecht, es hatte viele Schlaglöcher und man musste sehr aufpassen. Uns taten die Hintern wieder ordentlich weh und ich war froh, dass ich kein Mann bin sonst hätte mir bestimmt noch was anderes weh getan 😛 zum Schluss konnte ich echt fast nicht mehr sitzen. Es ging über einen sehr schmalen Pfad durch den Wald am Fluss entlang was super toll war.
Nach ca. 170 km und um halb 2 erreichten wir ohne Probleme ! Hue. Die Jungs die wir von Phong Nha kannten, hatten ein Hostel und wir buchten dort das selbe Zimmer. Diese waren noch unterwegs und wir aßen so lange etwas. Das Essen im Hostel ist gut und wir saßen eine Weile und genossen die Pause vom Fahren.
Die Jungs kamen zwischenzeitlich zurück und alle zusammen fuhren wir in die Werkstatt, weil jeder was machen lassen musste. Zum Glück ich nur meine Rückspiegel und mein Rücklicht. Das gabs sogar kostenlos und ich gab dem netten Mechaniker ein gutes Trinkgeld.
Es wurde schon dunkel und Bernie und ich liefen los um die Stadt zu sehen. Hue ist nichts besonders, aber eine große Stadt in der viel los ist. Fischer fischten in einem total zugemüllten, verdreckten See.

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Wir hörten vom internationalen Zirkusfestival und liefen dort hin, obwohl die Vietnamesen alle sagten, dass es nicht mehr ist. Um 15 vor 8 waren wir da und zufällig ist um 8 die einzige Vorstellung des Tages. Gerade so bekamen wir eine der letzten Tickets für 6€.
Die Sitze waren Plastiksitze wie in einem Stadion, aber teilweise nur noch halb vorhanden. Um 8 war der Zirkus bis auf den letzten Platz belegt. Wir waren die einzigen Touristen und ich als Blonde fiel wieder total auf. Es waren sehr viele Kinder da und wir fragten uns, ob es vielleicht ein Kinderzirkus sei.
Zum Glück nicht und schon nach dem ersten Aufritt war klar, dass sich das Geld gelohnt hatte. Es gab alles von Magiern, über Jongleure, bis hin zu Schlangenfrauen und Clowns. Jeder Zirkus in Deutschland oder „das super Talent“ sind nichts im Gegensatz zu was man hier sieht. Ein Duo machte sehr waghalsige Stunts am Seil hoch über der Manege. Alles war ungesichert und ich hielt ein paar Mal die Luft an. Das Publikum war gigantisch und alle machten gut Stimmung. Was die Akrobaten da lieferten war atemberaubend und super genial. Auch Berni war hin und weg. Irgendwann funktionierte die Maschine nicht mehr, die die Akrobaten am Seil hochziehen sollte. So standen 10 Männer da und zogen es hoch. Das sah richtig spektakulär aus und war bestimmt anstrengend. Ich hoffte nur sie könnten es halten. Bis auf Berni und mir bekam das glaube ich keiner mit. Ein Mann kam halbbekleidet da rein und tanzte komisch. Dann holte er eine riesige Würgeschlange raus und machte Tänze mit ihr um den Hals. Dass er dabei nicht auf sie drauf trat ist alles. Ich konnte nicht hin schauen. Berni erzählte, dass der Typ die Schlange kleinen Jungs um den Hals legte und sie anfing zu würgen. Ein geschocktes Rauen ging durchs Publikum. Ein Magier hatte Tauben mit gestutzten Flügeln, was genau so schlimm war. Zum Glück gab es sonst keine Tiere, weil ich das Tierquälerei finde. Zwei Clowns die nicht als solche verkleidet waren, brachten uns total zum Lachen. Nicht nur die Kinder waren aus dem Häuschen. Die Show war genial!
Wie waren nur total müde und so fuhren wir vor dem letzten Akt mit dem Taxi zurück zum Hostel.

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Mit den anderen gingen wir noch in eine Bar, aber drehten schnell um, weil uns im Stehen schon die Augen zufielen.

Liebe Grüße vom Zirkus
Nadine

Why?

Samstag, 28.05.2016

Es soll nicht so sein. Es soll ganz und gar nicht so sein. Irgendwas will mir sagen, dass ich diese ganze Aktion abblasen soll und mein Motorrad verkaufen.
Alles fing so schön an. Welshy aus Wales und ich trafen uns um 7 Uhr um gemeinsam zum Mechaniker zu gehen. Mein Reifen sah nicht mehr gut aus und ich wollte ihn wechseln. Bei Welshy hatte der Öltank ein Loch. Der Mechaniker sagte es solle 80.000 Dong kosten. Am Ende waren es 300.000 also umgerechnet ca. 18 Euro die ich hinblättern musste. Mann das Motorrad kostet mich was.
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Welshy wollte dann irgendwie doch nicht mehr wie ausgemacht mit uns mitfahren und wir ließen uns extra Zeit um auf ihn zu warten. Nach dem Frühstücken, Packen und auschecken, war es dann schon nach 10. Das kann ich gar nicht leiden. Wenn ich plane ich will um 8 los, will ich auch dann starten, zumal ich wusste dass das ein langer Tag wird.
Berni fuhr vor und normalerweise bin ich schneller, aber er hatte einen ordentlichen Zacken drauf. Wir mussten wieder über diese doofe Straße im Wald von vorgestern. Es standen so viele LKW und Walzen rum, dass ich dachte wir werden gleich überfahren. Außerdem mussten wir wieder in den Matsch ausweichen. Ich flog ein paar Mal fast um, weil es so rutschig ist und meine Beine dort nicht auf den Boden reichten. Meine Knie zitterten und ich war froh, da draußen zu sein. Das ist so gefährlich!
Die ganze Zeit fuhren wir über den sogenannten Ho Chi Minh Highway in Richtung Khe San. Die Straße war sehr gut, aber in Deutschland wäre diese Straße eine schlechtere Landstraße und keine Autobahn. Es kamen uns weder Menschen noch Fahrzeuge entgegen. Nur Rinder, Ziegen, Hunde und andere Tiere kreuzten die Straße. Wir müssen immer lachen, wenn die Kühe sich keinen Meter bewegen und wir hinter ihnen rum fahren müssen. Die Landschaft war wunderschön. Es ging über Berge, der Himmel war strahlend blau und die Sonne knallte vom Himmel. Und nein wir beschweren uns nicht über die abartige Hitze (vor allem im Regenwald). Wir genossen die Fahrt total, ließen uns den Fahrtwind durch die Haare wehen und hatten Zeit diese beeindruckende satt grüne Landschaft zu bestaunen.
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Die ganze Zeit hatte man weder Handyempfang noch Internet. Ich wusste das wird eine lange Etappe und hoffte bei jedem Kilometer mehr, dass Emma das ohne Zicken durchhalten würde. Im Kopf hatte ich schon den Blogeintrag. Ich wollte schreiben, dass ich stolz auf sie bin, dass sie unseren ersten langen Trip durchgehalten hat und ich immer mehr Vertrauen in sie bekomme. WOLLTE!
Die Straße ist sehr kurvig und es gibt kein langes gerades Stück. So brauchten wir für 100 Kilometer fast 5 Stunden. Das gibt es auch nur in Vietnam. Außerdem lag teilweise Rollsplitt auf der Straße und man musste vor allem in Kuren sehr aufpassen. Auf der ganzen Strecke gibt es weder richtige Dörfer, noch Restaurants oder eine Tankstelle. Man ist hier auf sich allein gestellt. Wir hielten kurz an für eine Verschnaufpause und wollten weiter fahren. Plötzlich machte Emma total komische Geräusche und wollte nicht mehr weiter. Gleich sah ich, dass die Kette unten war. Keine Ahnung wie man die wieder drauf bekommen sollte. Zufällig genau dann sahen wir das erste Auto und zwar ein Kleinbus mit Vietnamesen drin. Diese wollten erst nicht helfen, aber guckten es sich an. Ein Junge drehe ein paar Mal am Hinterrad und dann war die Kette wieder drauf. Da fährt man stundenlang und sieht keinen und dann zufällig das. Ein Mädchen gab mir Tempos, denn ich sah nach dem Versuch die Kette drauf zu machen aus wie ein Schwein. Es ging weiter und wir sahen einen Backpacker am Straßenrand und hielten an. Seinem Kumpel ist der Rucksack vom Motorrad gefallen und er sucht ihn. Die Geschichte kenne ich doch. Wir standen da, als 10 andere Backpacker mit ihren Motorrädern her gefahren kamen. Zwei Mädels fuhren hintereinander und die eine hielt an. Die andere sah das nicht und rauschte mit voller Geschwindigkeit rein. Es sah aus wie im Comic. Teile flogen durch die Gegend, die Mädels überschlugen sich und die Bikes schlitterten zu Boden. Wir rannten sofort hin und zum Glück passierte den Mädels nichts. Sie hatten beide lange Hosen und Pullover an und waren aufgeschürft. Die Motorräder sahen total zerlegt aus und eins ging nicht wieder an. Einer der Gruppe kümmerte sich darum und brachte das Bike wieder zum laufen. Nicht ungefährlich in einer großen Gruppe zu fahren.
Wir fuhren weiter, denn die anderen waren aus der Richtung gekommen wo wir hin wollten und waren bereits 4h unterwegs. Das kann ja noch lang werden. Die Fahrt war gut bis auf eine andere Nahtoderfahrung. Die LKW fahren immer mitten auf der Straße und machen auch keinen Platz für Zweiräder. Wir sahen erst spät, dass er mit Vollspeed auf unserer Fahrbahn entgegen kam und schafften es gerade so, auf die Seite auszuweichen. Schon wieder Glück im Unglück. Uns kamen noch ein paar Fahrzeuge auf unserer Fahrbahn entgegen. Wenn man um die Kurve fährt, hupt man auch immer laut. Am Anfang fragte ich mich warum ich das mache, wenn sowieso keiner unterwegs ist, aber am Ende hin hat sich das ein paar Mal ausgezahlt. Ich hoffte die ganze Zeit die Kette würde drauf bleiben, aber sie sprang erneut mit einem lauten Ruck runter. Zum Glück waren da junge Leute die anhielten und uns halfen.
Keine 50 km später dasselbe. Nun sahen wir auch noch, dass die Kette einen Riss hatte. Ich sah aus wie ein Kaminfeger als ich die Kette wieder drauf hatte. Berni und ich hofften und beteten aber nach ein paar Metern tat es wieder einen Schlag und die Kette war nun endgültig in 2 Teile zerteilt. Zum Glück ging es diesmal (nicht wie die ganze Zeit) bergab. Berni musste ein paar Mal von hinten anschieben und ich bekam Krämpfe vom Kupplung halten. Ins nächste kleine Dorf waren es 12 km und wir wussten das würden wir so nicht schaffen. Wir kamen an einem Haus vorbei und zeigten den Leuten die Kette. Diese riefen jemand an und nah 10 Min. kam ein Mechaniker. Fast wie beim ADAC in Deutschland also. Dieser schaute es sich an und meinte ich bräuchte ein komplett neues Kettenrad. So fuhr ich bei ihm auf dem Roller hinten drauf mit zu seiner Werkstatt um dieses zu holen. Ein anderer Typ signalisierte mir, dass ich mich an dem Typ während dem Fahren festhalten sollte, weil er das mag. Das war unangenehm und ich hatte ein sehr mulmiges Gefühl allein mit dem Typ mitzugehen. Die Fahrt zur Werkstatt dauerte ewig und zum Glück fuhr er anständig. Dort wurde ich von seiner Frau begrüßt die mir Spülmittel gab um mich zu waschen und mich in Zeichensprache ermahnte, dass ich lange Sachen wegen der Sonne anziehen sollte. Ich sah verheerend aus und hatte trotz mehrmaligem eincremen einen fetten Sonnenbrand. Wir fuhren zurück und der Typ tauschte Kettenrad und Kette aus. Hoffentlich ist jetzt nah dem 12. Mal in der Werkstatt mal eine Weile Ruhe. Sage und schreibe 43 Euro kostete mich der Unsinn schon wieder. Außerdem wollte der andere Typ mich heiraten. Zum Glück schaltete Berni schnell und sagte wir wären verheiratet.
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Leider ging schon langsam die Sonne unter und für die verbleibenden 70 km sollten wir noch über 3 Stunden brauchen. Da es aber nirgendwo anders ein Hotel gab mussten wir da hin. Uns taten unsere Hintern abartig weh (die Honda ist mehr wie eine Holzbank), ich hatte Kopfweh und keine Lust mehr. Die 300 km am Tag in Australien fühlten sich schon viel an aber über 200 km am Tag hier ist fast nicht machbar.
Hilft ja nix, also Zähne zusammen beißen und weiter. Im Dunkeln fahren ist hier sehr gefährlich vor allem in den Bergen, wo Kinder, Kühe, Hunde und alles mögliche unvermittelt die Straße kreuzen. Mein Rücklicht funktionierte nicht und Bernis Abblendlicht auch nicht. Er setzte sich seine Stirnlampe auf. Ich sah überhaupt nicht wo ich hin fuhr und musste langsam fahren. Mein Licht ist alles andere als gut. Außerdem sieht man die Schlaglöcher so auch nicht. Die Fahrt war also eine einzige Tortur und die Kilometerzahl auf den Schildern wollte nicht weniger werden. Außerdem waren die Moskitos ein sehr großes Problem. Diese fliegen in die Scheinwerfer und laden einem direkt im Auge. Ohne Übertreibung sieht das im Scheinwerfer aus wie Schnee und wenn man durchfährt fühlt es sich wie Hagel auf der Haut an. Absolut unangenehm und ich sah nichts mehr vor lauter Fliegen im Auge. Wir sahen 2 Männer am Straßenrand die uns signalisierten anzuhalten. Das war mitten im Wald wo es sowieso schon unheimlich war. Eine erneute Panne wäre fatal gewesen. Die Männer kamen auf uns zu und Berni schrie ich solle weiter fahren. Wir beide gaben Vollgas und erst da sahen wir, dass die Männer eine Kettensäge in der Hand hatten. Hört sich an wie im Horrorfilm, ist leider die Wahrheit.
Über booking.com buchten wir ein Hotel, als wir nach 8 Stunden endlich wieder Empfang hatten. Ein sehr netter Vietnamese den wir nach dem Weg fragten fuhr vorne weg und brachte uns dort hin. Man kann sich nicht vorstellen was für ein geniales Gefühl es war als wir ankamen. Ich hatte Kopfweh und bestimmt trotz viel Trinken einen leichten Sonnenstich und Berni hatte Fieber, aber wir hatten es geschafft !
Die Zimmer waren sehr groß und wir zahlten 8 Euro pro Person was für Vietnam viel ist.
Ich lief nach der wohltuenden Dusche los um was zu Essen zu suchen und Berni ruhte sich aus. Es war schon 8 und wenn man bedenkt, dass wir um 10 los gefahren waren und außer der Panne keine große Pause hatten, ist das schon lange. Leider fand ich in ganz Kha San nichts zu essen, obwohl wir seit dem Frühstück keinen Bissen mehr hatten. Ich traf nette Backpacker die auch mit dem Motorrad da waren. Da sie vom Süden kamen, konnten wir uns austauschen
Mit dem Wissen am nächsten Tag eine fast genau so lange Strecke zu haben und mit hungrigem Magen schlief ich fix und fertig ein.

Angestrengte Grüße
Nadine

Botanical Gardens

Donnerstag, 26.05.2016

Berni war früh morgens mit einer Tour in die drittgrößte Höhle der Welt gegangen, wo er auch übernachtet.
So frühstückte ich allein in einem richtig guten Restaurant das einem Australier gehört. Dort hatte ich endlich mal wieder Käse und einen Nutellashake – wie verwöhnt !
Adam fuhr wieder mit mir mit und es ging zu den Botanical Gardens. Wieder fuhren wir die gleiche Strecke wie am Vortag durch den Nationalpark durch.
Für ein paar Cent kamen wir in den botanischen Garten. Dieser ist nicht, wie man sich einen solchen vielleicht vorstellt, sondern mehr ein Regenwald. Es war krass abartig schwül, aber ich beschwerte mich nicht. Wir entschieden uns für die 3 stündige Wanderung, die gerade mal zweieinhalb Kilometer lang ist. Es ging viel bergauf, wir mussten steile Hänge im Wald hochklettern und es war super lustig. Der erste Stopp war ein See in dem wir baden konnten. Wir waren die Einzigen was mich sehr verwunderte. Das Wasser war total angenehm und es war sehr schön dort. Wir trafen junge Vietnamesen die uns Bier schenkten. Diese wanderten mit einem ganzen Karton davon rum.
Es gab einen total beeindruckenden Wasserfall in dem wir auch baden konnten. Es kamen kleine Fische her und knibbelten an unseren Füßen. Das war lustig und kitzelte und andere Leute zahlen im Spa Geld dafür. Das Wasser das von oben runter kam war eine gute Massage und wir badeten lange. Der Weg war sehr rutschig und Adam fiel hin, tat sich aber zum Glück nicht weh.
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Unterwegs trafen wir eine Schulklasse Vietnamesen die uns total cool fanden. Wiedermal stritt sich jeder um ein Selfie mit uns.
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Auf dem Rückweg hielten wir in dem berühmten Bamboo Cafe das das beste Restaurant im Umkreis sein soll. Dort gibt’s total gutes Essen und ich bekam Tofu mit Käse überbacken und einen guten Bananenshake mit Rum. Das Ambiente ist gemütlich und alles sieht urig aus.

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Im Hostel war wieder einiges los und die Stimmung war gut.

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Am Abend traf ich total viele Leute aus der ganzen Welt. Wir saßen zusammen, spielten Kartenspiele, nutzten die Happy Hour aus und hatten super viel zu lachen.

Athena und ich relaxten im Pool in Gummireifen. Ein paar Jungs spielten Ball und wir machten mit. Das ist gar nicht so einfach im Sitzen. Die Jungs waren richtig wild und ich bekam zwei Mal den Ball an den Kopf. Wir hatten super viel Spaß und es war genial.

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Ausnahmsweise war ich die einzige Deutsche, was auch mal schön war. Ich verstand kein Spiel so richtig, aber gewann fast alle. Auch Poker spielten wir und die anderen lachten, weil ich so oft gewann und gar nicht wusste was ich tat.
Nachdem die Bar vom Hostel zu hatte, gingen wir über die Straße wo eine Art Club ist. Da war aber fast nichts los. Trotzdem saßen wir noch alle lange zusammen und hatten einen schönen Abend.

Liebe Grüße vom Botanical Garden
Nadine

Dark Cave without rain

Mittwoch, 25.05.2016

Ich bin mit fetten Kopfschmerzen aufgewacht, aber wenigstens bin ich aufgewacht. Der Fahrer war nämlich echt total verrückt.
Wir stiegen um 5 morgens aus und mussten noch 45. Min bis nach Phong Nha fahren, wo wir hin wollten. Die Fahrt war total schön, es war schon hell und die Sonne schien. Ja, richtig gelesen. Die Sonne zeigte sich und es war kein Regen in Sicht. Da kann der Tag ja nur gut anfangen.
Im Hostel konnten wir noch nicht einchecken, aber frühstücken. Dabei lernten wir den netten Australier Adam kennen. Dieser wollte mit uns mit auf Tour gehen. Er traute sich sogar bei mir hinten auf dem Motorrad mitzufahren. Erst fuhr ich zur Werkstatt um meinen Kupplungshebel richten zu lassen der gerissen war. Der Mechaniker mochte mich und gab mir einen sehr günstigen Preis.
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Um 9 gab es ein Gespräch vom Hostel aus in dem erklärt wurde, was man hier machen kann, was sehr hilfreich war.
Es ging insgesamt 65 Kilometer mit den Motorrädern durch den Nha-Ke Bang Nationalpark. Die Landschaft war wunderschön und es war so grün, dass man dachte man fährt durch einen grünen Farbtopf. Die Farben waren total leuchtend und es war toll zu fahren. Die Karstformation des Nationalparks ist die älteste bedeutende Karstregion in Asien und außerdem ist er Weltkulturerbe.
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Ich dachte Adam hinten drauf macht was komisches, weil ich nicht mehr schalten konnte. Leider war das kein Problem von Adam, sondern von Emma. Diese hatte mal wieder keine Lust. Zufällig standen wir ganz genau neben einem Mechaniker. Dieser machte eine Weile was rum und sagte ich könne wieder gehen. Als ich nach dem Preis fragte, sagte er das passe schon. So nette Vietnamesen habe ich selten kennen gelernt. Das war übrigens Emmas 10. Jubiläum in der Werkstatt.
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Unser erster Stopp war die „Dark Cave“ (Hang Toi) (http://phongnhatourism.com.vn/en/dark-cave/). Dort mussten wir erst ewig warten, bis die Gruppe voll war. Dann bekamen wir einen halbstündigen Film zu sehen, wo alles gezeigt wurde was wir machen. Das war super unnötig und echt langweilig. Endlich konnte es los gehen und wir hatten Gurte, Schwimmwesten und Helme mit Taschenlampen bekommen. Wir erklommen zuerst Treppen zu einem Turm und dann wurden wir nacheinander an eine Zipline gehängt. Mit 400m ist diese die längste Seilbahn in Vietnam. Es machte super viel Spaß und ich kam mit einer ziemlich hohen Geschwindigkeit ans Ende. Dabei krachte ich gleich mit den Füßen in den Boden.
Danach schwammen wir im eiskalten Wasser ca. 20 Meter bis zur Höhle. Alles war super schön und das Wasser total klar. In der Höhle war es, wie der Name schon sagt, stockdunkel. Nur die Taschenlampen zeigten uns den Weg. Unser Guide war nicht besonders hilfreich und Berni musste vorausgehen. Wir sahen Fossilien und die Höhle ist riesig und sehr beeindruckend. Alle wateten durch Wasser und dann wurde es sehr eng. Damit kam der beste Teil. Es ging nämlich ewig lang durch Matsch. Dort war es total rutschig und ein paar fielen hin. Alle sahen nach kurzer Zeit aus wie Schweine. Am Ende der Höhle versank man fast bis zum Kopf im Matschtümpel. Wir ließen uns ganz reinfallen und das war ein totaler Spaß. Irgendwie gab der Matsch viel Auftrieb, denn man konnte gar nicht untertauchen. Berni fing an einen Matschball zu formen und mir an den Kopf zu werfen. Dann ging es los. Alle auf Berni. Es entstand eine große Matschschlacht und alle machten bei der Gaudi mit. Erst ermahnte uns unser Guide und als Berni nicht guckte, warf der Guide Berni ab. So war er auch in die Matschschlacht integriert. Als wir fertig waren, sahen wir alle aus wie die größten Ferkel. Zum Glück konnten wir uns in einem See in der Höhle sauber machen.

Bilder Google


Aus der Höhle draußen, konnten wir zu zweit in Kajaks steigen und ans andere Ende des Sees rudern. Dort gab es eine zweite Seilbahn. Diese war ca. 10 Meter über dem Wasser und man musste sich festhalten. Am anderen Ende musste man sich loslassen und fiel dann ins Wasser. Viele machten Backflips und landeten auf dem Rücken. Das war ein großer Spaß und ich war froh, dass ich mich auch traute. Ein Mädchen ließ gleich am Anfang los und fiel mit dem Rücken voraus ins Wasser. Sie weinte und sagte ihr täte alles weh. Berni und ich hatten Seilbahnen nebeneinander und fielen gemeinsam ins Wasser. Die Schwimmweste mussten wir da immer noch tragen. Die Dark Cave ist also definitiv einen Ausflug wert und der Spaßfaktor ist garantiert.
Wir fuhren weiter durch den Nationalpark um zur „Paradise Cave“ zu kommen. Diese Tropfsteinhöhle ist ohne Wasser, aber wohl auch lohnenswert. Unterwegs trafen wir andere Backpacker die uns den Weg zeigten, denn wir wussten nicht, dass wir schon zu weit waren. Es war bereits 3 Uhr und um 4 sollte die Höhle schließen. Da der Weg darauf lang und beschwerlich sei, hätte sich das nicht mehr gelohnt. Berni wollte trotzdem hin fahren. Er beschloss noch rein zu gehen, aber Adam und ich hatten total Hunger und wollten den Weg nicht mehr rauf laufen.
So fuhren wir beide zurück und Berni sollte nachkommen.
Die Straße zurück war sehr abenteuerlich und es war gar keine richtige Straße. Diese wurde nämlich gerade erst gebaut und es waren viele LKWs und Walzen unterwegs. Teilweise musste ich im Matsch fahren und Adam musste absteigen.
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Zurück am Hostel suchten wir uns ein nettes Einheimischen-Restaurant, wo wir sehr gut aßen.
Am Abend war einiges los im Hostel, es spielte eine super Liveband und es gab eine Happy-Hour. Ich war so müde von dem tollen Tag, dass ich schon früh ins Bett ging.

Liebe Grüße und gute Laune
Nadine