The Go Set

Sonntag, 24.04.2016

Das gleiche Spiel wie immer: Der Wecker läutet früh, aber los kommen tun wir spät. Das macht mich immer ganz unruhig, aber Ali ist da entspannter. Der Hund von der WG weckte uns freundlich und schleckte uns quer übers Gesicht.
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Eigentlich wollten wir zum Frühstück irgendwo hin gehen, aber als wir in der Stadt waren, war es bereits 12. In einem netten Crepe-Restaurant gönnten wir uns ein gutes Essen mit wenig Kalorien (hust) und fuhren weiter zur Fähre.
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Von Queenscliff nach Sorrento mussten wir eine Fähre nehmen (http://www.searoad.com.au/). Für 35$ pro Person inkl. Bike ging es in ca. 40 Min. an die andere Seite des Ufers von Bellarine Peninsula nach Mornington Peninsula. Die Aussicht war genial und das Wetter mal wieder total auf unserer Seite. Auch die Australier sagen, dass es für diese Jahreszeit erstaunlich gut ist.
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Beim raus fahren von der Fähre trafen wir den Melbourne Vespa Verein, die ihre Roller neben uns geparkt hatten. Eine Weile fuhren wir zusammen und das sah bestimmt lustig aus. Die Blicke hatten wir jedenfalls auf unserer Seite, aber mit dem Sound unserer Maschinen konnten die Vespas nicht ganz mithalten 😉
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In Sorrento liefen wir am Pier entlang und es war sehr viel los. Es badeten sogar Leute. Das Wasser war glasklar und man konnte sehr weit raus laufen. Es erinnerte mich ein bisschen an die Karibik dort.
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Ein weiteres Highlight von vielen war die Fahrt zum Arthurs Seat. Das darf man als Motorradfahrer auf keinen Fall verpassen, wenn man dort ist. Die Strecke da hoch ist sehr kurvig und teilweise hat es 180 Grad Kehren, in denen die Richtgeschwindigkeit nur 15 km/h beträgt. Also perfekt für uns und unsere Bikes. Es hat total viel Spaß gemacht. Man wird mit der besten Aussicht über die Stadt und das Meer belohnt die man sich vorstellen kann. Natürlich nahmen wir auch Platz auf dem Sitz des Arthurs.
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Leider hatten wir mal wieder nicht viel Zeit um überall anzuhalten, aber das machte nichts. Die ganze Zeit ging es am Meer entlang, es sah aus wie im Paradies, die Sonne schien uns auf die Köpfe und der Tag war wieder mal perfekt. Von weit oben sieht man das Meer und wir schossen einige gute Bilder mit den Bikes und dem Meer im Hintergrund.

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Wir mussten uns beeilen und den Highway auf dem letzten Stück nach Melbourne nehmen, um noch rechtzeitig da zu sein. Da wir wussten es war noch ein ganzes Stück, fuhren wir in einem Rutsch durch. Der Sonnenuntergang über dem Highway war unglaublich schön und das fühlte sich total nach Freiheit an. Im Dunkeln fanden wir uns im Verkehr von Melbourne wieder. Wir mussten ständig durch die Gassen der wartenden Autos an den Ampeln fahren, weil wir sonst ewig gebraucht hätten. Wir wurden fast wahnsinnig mit dem Verkehr und es ist nervenaufreibend und anstrengend.
Im Hostel Travellers Trax at the Barley Corn in Collingwood empfing uns der Nachtmanager. Er brachte uns in die Zimmer und zeigte uns die Betten. Für dieses Hostel hatten wir nur 10$ bezahlt und dementsprechend sah es dort auch aus. Der erste Tipp von den Zimmerkollegen war, alles im Schließfach einzuschließen, weil dort geklaut wird. Kein toller erster Eindruck ! Wir hatten nur kurz Zeit uns zu Richten und dann liefen wir zum The Tote, das fast nebenan ist. Dort sollte um 9 die Band von Tom spielen, bei dem wir zum Couchsurfen waren. Diese touren im September durch Amerika und Europa und sind auch in Australien nicht unbekannt. Um die 19$ Eintritt kamen wir herum, weil Tom uns auf die Gästeliste setzte.
Eigentlich ist Rock nicht so mein Ding, aber die Band „The go set“ war gigantisch. Sie spielten was das Zeug hielt und rockten den Pub. Die Stimmung war der hammer und es gab viele Fans. Ein Bandmitglied spielte Dudelsack und hatte es voll drauf. Außerdem kam die gesamte Band ins Publikum und spielte ein sehr sentimentales Lied. Das war Gänsehaut pur !! Das Publikum war super drauf und alle sangen mit. Zum Schluss durften einige Fans auf die Bühne und mit der Band performen. Dafür hatte es sich definitiv gelohnt sich zu beeilen und her zu kommen.

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Die Afterparty war genau so gut und ich lernte alle Bandmitglieder kennen. Alle würden sich freuen, wenn ich mit auf Europatour komme. Ich lernte viele andere Australier kennen und hatte eine geniale Zeit. Leider muss ich immer daran denken, dass mir in diesem tollen Land nicht mehr viel Zeit bleibt. Die Nacht war lang und ich lief ohne Ali heim, weil er noch länger blieb.
Es war mitten in der Nacht, so ca. 4 Uhr, da kam ein Typ und weckte mich. Ich wusste überhaupt nicht was los war, als er behauptete es sei sein Bett. Ich startete eine Diskussion, aber mit 8 anderen schlafenden Leuten im Zimmer ist das nicht einfach. Er gab nicht nach und sagte ich solle aus seinem Bett verschwinden. Mir blieb nichts anderes übrig als zu flüchten.
Leider gab es auch kein anderes freies Bett im Zimmer mehr. So war die Nacht für mich kurz und ich war sehr genervt.

Liebe Grüße vom genialen letzten Tag unseres Trips
Nadine

Awesome Motorbike-Route Great Ocean Road

Samstag, 23.04.2016

Wie immer klingelte mein Wecker schon früh und wegen Trödeleien und dem Packen kamen wir trotzdem wieder erst um 10 vom Surf Side Hostel in Apollo Bay los.
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Der erste Tagespunkt war das Cape Ottway Lighthouse im gleichnamigen Ort. Dieser ist eine der größten Attraktionen auf der Great Ocean Road. Dafür mussten wir wieder 40 min. in die entgegengesetzte Richtung fahren. Es ging durch den Wald und hatte super Kurven. Die Straße war sehr schlecht und wegen dem Laub musste man aufpassen, nicht zu rutschen. Außerdem fing es trotz anfangs blauen Himmels an zu regnen. Meine Hose ist nicht wasserdicht und der kalte Regen und der eisige Wind auf meinen Schenkeln waren nicht angenehm. Als wir im Nationalpark ankamen, mussten wir schlucken. Die wollten 20$ Eintritt. Das war zu viel für uns arme Motorrad-Backpacker. David bei dem wir vor einigen Tagen übernachtet hatten, sagte uns wir sollten nach einem Rabatt fragen, weil er mal Leuchtturmwächter dort war. Wir bekamen 20% Rabatt und da wir extra den ganzen Weg gefahren waren, gingen wir rein. Genau vor einem Jahr hatte ich bereits die Great Ocean Road mit einer Tagestour gemacht. Auch am Leuchtturm waren wir damals. Es ist sehr schön nach einem Jahr dort hin zurückzukommen und es wurde mir mal wieder mehr bewusst wie viel Glück wir mit dem Wetter haben. Jetzt klarte es nämlich auf und es war perfekt. Vor einem Jahr regnete es jeden Tag, windete und war kalt und nun haben wir strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen fast täglich. Und das, obwohl fast Winter ist. Wir saßen eine Weile da, genossen die Aussicht und ich trank Kaffee. Dann stiegen wir die 77 Stufen im Leuchtturm hoch. Die Aussicht war atemberaubend und wo wir uns das letzte Mal festhalten mussten damit es uns nicht weg bläst, war es diesmal absolut windstill. Ewig standen wir da und schauten auf das blaue Meer und die an den Klippen brechenden Wellen.

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Eigentlich wollten wir zum Otway Fly, das wie ein Hochseilgarten ist. Leider hatten wir kein Benzin mehr im Tank und mussten zurück nach Apollo Bay fahren. Dort ging es fast nur Berg runter, aber trotzdem war mein Bike leer, ich blieb liegen und Ali holte wieder seinen Milchkanister mit dem Ersatzbenzin raus. Damit reichte es bis zur Tankstelle und wir atmeten auf. Da es schon viel zu spät war, beschlossen wir nicht mehr zum Hochseilgarten zu gehen. Sehr schade, denn jeder hatte es uns empfohlen und es soll sehr lohnenswert sein.
So fuhren wir weiter Richtung unseres Tagesziels Geelong. Da wir am Sonntag in Melbourne sein müssen, um das Konzert von Tom (vom Couchsurfing) zu sehen, mussten wir uns ein bisschen sputen und konnten nicht so oft stoppen. Von der Strecke her war dieser Tag das absolute Highlight.
Die Strecke von Apollo Bay bis Torquay (B100) ist eindeutig perfekt für Motorradfahrer. Die Kurven sind abartig und es geht ständig direkt am Meer entlang mit einer gigantischen Aussicht. Ein Strand ist schöner als der andere. Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich auf dieser Strecke gefühlt habe. Bei jeder Kurve wurde mein Lächeln größer und der Sound meines Bikes ließ mein Herz aufgehen. Ich hätte es mir niemals so abartig schön vorgestellt und ich bin absolut froh, dass ich das Motorrad gekauft habe und diese Reise „gewagt“ habe. Bisher habe ich außer Ali noch keinen Backpacker getroffen der mit dem Motorrad reist. Leider waren ein paar sehr langsame Autos vor uns und Ali überholte, aber mir war das in den Kurven zu unsicher. Ein Fahrer wollte mich provozieren und machte ständig sein Scheibenwischwasser an. Ich hatte alles im Gesicht, was nicht so toll war.

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In dem wunderschönen Ort Lorne am Meer stoppten wir um Mittag zu machen. Dort waren viele Polizisten versammelt um bei perfektem Wetter zu grillen. Wir interessierten uns für die Motorräder und kamen ins Gespräch. Der eine Polizist war super nett, sagte wir können uns auf das Motorrad drauf setzten und Bilder machen und schaltete dafür sogar das Blaulicht an. So ein cooler Cop und zum Glück fahren sie in die andere Richtung, so müssen wir keine Angst haben wenn wir zu schnell fahren (Spaß). Bis zum Ende des Piers liefen wir raus und dann saßen wir am Meer und picknickten. Was schöneres könnte ich mir gar nicht vorstellen !

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Leider haben wir zu spät gemerkt, dass wir den Ort verpasst haben an dem man wilde Vögel füttern und Koalas sehen kann. Ich war da ja schon, aber Ali noch nicht. Schade, aber naja..
Als die Great Ocean Road in Torquay aufhörte, wurde die Strecke sehr langweilig.

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Wir mussten auf dem Highway und durch Städte durchfahren und ich hielt mit einer Hand wieder meinen Helm fest, sodass er nicht weg fliegt. Ich glaube das sah lustig aus. Vor dem Highway wechselte ich den Helm, weil der andere gut passt.
In Geelong besuchten wir zuerst Sinje. Sie kenne ich von früher vom Kindergarten und wir haben nicht weit voneinander weg gewohnt. Sie ist seit ein paar Wochen als Au-Pair hier und wir fuhren zum Haus von der Familie. Die Hündin und die 7 Welpen begrüßten uns freundlich. Da wir uns schon mehrere Jahre nicht gesehen hatten, gab es viel zu reden und wir saßen auf der schönen Terrasse mit einem Welpen auf dem Schoß. Irgendwann kamen die Hosteltern und die drei kleinen Jungs heim. Diese sind super cool und total lustig drauf. Wir alle verstanden uns gleich sehr gut. Sie fingen an zu kochen und da Ali das nicht sehen kann, wenn jemand ohne ihn kocht, half er. So gab es Würstchen, Kartoffelbrei, Pommes und für mich einen Burger mit Salat. Eigentlich hatten wir nicht geplant dort zu essen, aber die beiden netten Australier bestanden darauf. IMG_8796 (FILEminimizer)

Es war ein witziger Abend und wir hatten noch einige Erinnerungen an die Kindergartenzeit. Sinjes Hosteltern sind total verrückt und die Mutter ist erst 28.

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Über die Internetseite Couchsurfing hatten wir einen Gastgeber in Geelong gefunden. Dieser war gar nicht da, aber überließ uns ohne dass er uns kennt sein Zimmer. Wo gibt’s denn sowas? Ganz recht war uns das natürlich nicht, aber er wohnt in einer WG und seine Mitbewohnerin war da. Gabby empfing uns freundlich, zeigte uns alles und wir saßen mit ihr und ihrer Freundin draußen auf der Terrasse und quatschten den ganzen Abend.
Ich war sehr müde vom vielen Fahren und den vielen Erlebnissen und ging früh schlafen. Irgendwie komisch in einem Zimmer von jemanden zu schlafen den man nicht mal kennt… Manche Leute sind einfach sehr nett.

Liebe Grüße von der schönsten Motorradstraße der Welt
Nadine

Great Ocean Road by Motorbike

Freitag, 22.04.2016

Der Tag fing nicht gerade erfreulich an. Um 7 klingelte der Wecker und ich stand pünktlich auf, um um halb 9 vor den Türen der Zulassungsstelle des Staats Victoria zu stehen. Ali blieb im Hotel und packte in der Zeit unser Zeug zusammen. Ich dachte ich kann problemlos den Namen von der Registrierung meines Motorrads ändern. Leider muss ich mein Motorrad komplett neu zulassen, wenn ich es verkaufen will, was mich mindestens 700$ kostet. Im Staat South Australia ist es noch registriert bis Juli, aber das wird in einem anderen Staat nicht anerkannt. Die Dame meinte ich muss wieder nach South Australia, das Motorrad auf meinen Namen ummelden und dann ohne Registrierung verkaufen. David bei dem wir die Nacht zuvor übernachtet haben, rief mich an und wollte mir helfen. Er rief sämtliche Registrierungsbehörden an, musste ewig in der Warteschleife warten und sagte dann ich solle einfach so tun, als ob ich von nichts wisse und es ohne umzumelden verkaufen. Eigentlich waren wir schon darauf vorbereitet, in das 2 stündig entfernte Mount Gambier zurückzufahren. Diese Sorge vergaß ich erstmal und dann brachen wir erst um 10 in Richtung Melbourne auf. Geplant war halb 9.

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Der erste Stopp war in einer Käsefabrik in Allansford. Dort probierten wir uns durch die vielen leckeren Käsesorten und nahmen einiges mit, da der Käse hier sehr günstig war.

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An diesem Tag kam der Hauptattraktionspunkt unser Motorrad-Reise: die schönste Motorradstraße der Welt – die Great Ocean Road. Wie der Name schon sagt ist dies eine Küstenstraße und von Torquay nach Allansford 243 km lang. Unterwegs kann man an sehr vielen Aussichtspunkten anhalten: Bay of Islands, The Grotto, The Arch, London Bridge, Lorch Ard George, The Razorback und Gibson’s Steps. Von jedem hat man eine gigantische Aussicht. Leider ist die London Bridge 1990 zusammen gekracht und existiert nun nicht mehr, aber die anderen Punkte sind atemberaubend und sehenswert. Das Highlight sind definitiv die berühmten 12 Apostel. Diese sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein. Durch natürliche Prozesse sind es heute nur noch 8 Apostel. Die Straße am Meer entlang war genial und absolut malerisch. Die Temperaturen waren angenehm, obwohl es bewölkt war.

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Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit kamen wir durch einen Wald, der jedes Motorradfahrerherz höher schlagen lässt. Schöne Bäume und sehr enge Kehren. Wir fegten durch den Wald bis unsere Fußrasten am Boden schliffen. Leider war der Spaß vorbei, als wir total langsame Autos vor uns hatten.

Es wurde langsam dunkel und unbeschreiblich kalt. Trotz Handschuhen spürte ich meine Finger nicht mehr und verkrampfte mich richtig vor Kälte. Im Wald gab es einige Abschnitte an denen Baustellen sind und die nicht asphaltiert waren. Mit dem Laub, dem nassen Schotter und Berg runter ist das nicht gerade Ohne und eine sehr rutschige Angelegenheit. Das war anstrengend und ging teilweise über Kilometer. Wir wollten campen, aber das konnte man wirklich vergessen. Wir fanden auch nicht wirklich eine Unterkunft und beschlossen trotz Frieren und Unlust bis zum nächst größeren Ort Apollo Bay zu fahren. Nachdem wir an einem Campingplatz mit Kabinen kein Glück hatten, fanden wir ein gutes Hostel wo wir eincheckten. Wegen dem langen Wochenende (ANZAC day) war überall fast alles ausgebucht.

Im Hostel wärmten wir uns vor dem Ofen gleich auf und machten nette Bekanntschaften. Ich organisierte alles und Ali fuhr in den Supermarkt um Brot zu kaufen. Wir saßen zusammen mit Australiern und Engländern ich aß Käse und Brot und wir hatten einen lustigen Abend. Da ich fertig war und wusste wir müssen am nächsten Tag früh starten um den Zeitplan einzuhalten, ging ich zeitig ins Bett.

Liebe Grüße von der wunderschönen Great Ocean Road

Nadine

Where is the Action?

Donnerstag, 21.04.2016

Wo bleibt die Action? Das war die Frage den ganzen Tag.
Um 7 klingelte der Wecker und ich war top fit. Beim Blick nach draußen schlug meine Stimmung um. Es regnete in Strömen und hatte nachts schon stark geschüttet. Der Wetterbericht verriet uns, dass es den ganzen Tag so weiter gehen würde. Zur Not hätten wir fahren können, aber spaßig ist das nicht. Unser ganzes Zeug wäre nass geworden und schöne Bilder hätten wir an der Great Ocean Road auch nicht bekommen. Also blieb uns leider nichts anderes übrig als eine Nacht im the Callys in Warrnambool zu verlängern. Das tat unsere Laune nicht wirklich gut und wir waren genervt, wo wir doch sowieso schon so einen straffen Zeitplan haben.

Der Wetterbericht hielt Wort und es schüttete den lieben langen Tag. Mit Melli von gestern Abend gingen wir in einen Imbiss nebenan und frühstückten. Sie musste auschecken und stellte ihr Gepäck bei uns ab, bis ihr Kumpel mit dem neuen Auto kam und sie holte. Wir liefen in den Aldi um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen und gingen zurück ins Hotel.

Der Tag bestand dann aus vielen Filmen und Serien. Wer mich kennt, weiß, dass es nicht mein Ding ist den ganzen Tag nichts zu tun und leider hatte ich auch nichts mehr zu organisieren. So machte ich mittendrin einen Spaziergang durch Warrnambool, um ein bisschen raus zu kommen, als der Regen kurz aufhörte.

Abends bestellte ich mir vegetarische Ravioli, die gut schmeckten. Sonst gibts von diesem hochspannenden Tag nicht viel zu erzählen.

Hoffentlich wird es morgen schön und wir können weiter ziehen. Unsere Motorräder warten bestimmt schon sehnsüchtig. Meine heißt übrigens orange Tornado und Ali’s black Betty.

Verregnete Grüße

Nadine

Essen

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Filme schauen

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Skypen mit Tante, Oma, Papa

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Great day

Mittwoch, 20.04.2016

Ich war schon um halb 8 wach und dachte wir können rechtzeitig aufbrechen. Leider war Ali nicht so in der Stimmung dafür und schlief lange. Mein Laptop arbeitete schon auf Hochtouren und David war auch wach. Meine Hoffnungen stiegen, dass mein Päckchen angekommen war und deswegen machten David und ich uns auf zur Post. Wegen seiner Schulter fuhr ich seinen Vito.
Meine Freudentänze waren groß, als die Frau von der Post mir mein lang ersehntes Paket mit meinem verlorenen Rucksack drin aushändigte. Sofort checkte ich, ob alles drin war. Meine Medikamente (Kopfschmerztabletten, …) waren in einer Papiertüte, mein Personalausweis war rundum mit Tesa zugeklebt und meine Kreditkarten waren in einem anderen Fach meines Geldbeutels, aber es war alles da und auch mein Geld war noch drin. Meine Freude war unbeschreiblich und ich kann immer noch nicht fassen, wie viel Glück ich eigentlich habe.
Ali machte Sandwiches, wir redeten ewig mit David, das Packen dauerte lange und ich machte den Männern Dampf. Meine Ungeduld wuchs und wir kamen erst nach 1 Uhr los. Nun konnte ich endlich meine wieder bekommene Actioncam an mein Motorrad machen und während der Fahrt filmen.
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Es ging gerade aus über den Highway, aber hier ist wenigstens alles grün. Es ist, als würde der Regen nur bis zur Grenze von South Australia kommen und deswegen ist Victoria so grün und South Australia so trocken. Es war sehr warm und bewölkt und wir fuhren gemütlich vor uns hin. Von David hatten wir den Tipp zu einem schönen Aussichtspunkt in Yambuk bekommen, an dem auch eine große Rutsche war. Dort rutschten wir mit Kartons herunter und hatten einen Wahnsinnsspaß.

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Der nächste Stopp war in Port Fairy. Das ist laut Ortsschild die lebenswerteste Gemeinde der Welt. Dieses kleine Hafendörfchen hatte nicht viel zu bieten, aber wir setzten uns an den niedlichen Hafen und aßen unsere Reste vom Vorabend. Es war super schön da und die Leute die vorbeiliefen, waren alle total freundlich.

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Eine kleine Wanderung machten wir am Tower Hill. Dort war ein kleines Echidna (Ameisenigel) das sich gerade eingraben wollte. Wir schmissen ein Stück Brot hin, was es nicht zu beeindrucken schien. Dafür die Emus umso mehr. Diese belagerten Ali förmlich und hatten einen neuen Freund gefunden. Ich hatte leider „die Hände voll“ und konnte deswegen keinen großen, aggressiven Emu füttern – wie schade 😉 Tower Hill ist ein Vulkan und die Gegend um den Nationalpark ist total sehenswert und eine kleine Wanderung wert.

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Es war schon spät als wir überlegten, wo wir übernachten könnten. Der Himmel zog sich zu und David schrieb, dass es in Portland regnete. Eigentlich wollten wir zelten, aber unser Zelt ist nicht wasserdicht und außerdem passen die Rucksäcke da nicht rein und wären draußen nass geworden.
Bei booking.com suchte ich ein günstiges Hotel in Warrnambool raus. Für 27$ bekamen wir ein Doppelzimmer. Warum dann in ein Hostel gehen, wenn es so günstig geht?
Die frisch renovierte, moderne Bar war einladend und wir setzten uns für ein Bier dort hin. Beim Einchecken bekamen wir Gutscheine und damit bestellten wir einen Salat und Knoblauchpizza, was sehr lecker war. Ali lief in den Aldi und ich blieb in der Bar. Als er wieder zurück kam, lernten wir die deutsche Backpackerin Melli kennen, die mit ihrem Kumpel durch Australien reist, der aber gerade das Auto der beiden abholte und somit nicht da war. Sie kam mit auf unser Zimmer wo wir einen Film schauten und einen schönen, gemütlichen Abend hatten.

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Grüße von Warrnambool
Nadine

Portland

Dienstag, 19.04.2016

Der Tag fing entspannt an und Tom der arbeiten musste hatte uns gezeigt wo das Frühstück ist. Nelly freute sich, dass wir sie auf einen Spaziergang mitnahmen. Es hatte schon über 30 Grad und perfekt um raus zu gehen. Wir hatten keine Leine und Nelly hörte nicht so recht auf uns. So trug ich sie über die Straße, weil es mir zu gefährlich war sie laufen zu lassen. Wir kamen an einen tollen See, wo viele Kanufahrer unterwegs waren und Nelly kühlte sich gleich im Wasser ab. Nach einer schönen Gassirunde war Nelly ausgepowert und wir brachen auf.
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Langsam wird es langweilig jeden Tag nur auf dem Highway geradeaus zu fahren, aber wenigstens war es nicht weit. Das letzte Stückchen der 70 km konnten wir auf einer schönen Strecke an grünen Weiden vorbei fahren. Plötzlich stotterte mein Motorrad und soff dann komplett ab. Ich hoffte es ist nichts Schlimmes. Ich versuchte den Reservehahn aufzudrehen, weil ich schon dachte, dass ich keinen Sprit mehr hatte. Dieser war bereits voll offen und somit hatte ich keinen Tropfen Nahrung mehr für mein Mädchen. Zum Glück ist Ali für solche Fälle ausgerüstet und hat einen Milchcontainer mit Sprit drin dabei. Wir teilten diesen brüderlich und hofften bis zur nächsten Tankstelle zu kommen. Außerdem saß mein großer Rucksack an diesem Tag nicht gut und rutsche ständig hin und her. An einer LKW Tankstelle in Portland wollten wir unsere Räder auffüllen. Leider konnte man am Automat nur mit Karte zahlen und das funktionierte nicht richtig. Ein paar Meter weiter gab es eine andere Tankstelle. Ein paar Meter davor stotterte mein Mädchen wieder und der Motor starb ab, als ich gerade zwei Meter vor der Zapfsäule war. Das nennt man mal wieder Glück. Ich frage mich, wann mein Glück mal aufhört. Frisch genährt ging es zu unserem neuen Gastgeber. Auf dem Weg dort hin, ging mein Motorrad zum dritten Mal aus. Ich hatte nur vergessen den Reservehahn wieder zurückzudrehen.
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Unser neuer Host in Portland ist David. Lena mit der ich bald durch Süd-Ost-Asien reise und die mir schon den Job auf der Pferdefarm beschafft hat, stellte den Kontakt zwischen uns her. David lebt allein in einem großen Haus mit Meerblick und ist kurz vor der Rente. Er empfing uns freundlich und erzählte uns von seinem schlimmen Motorradunfall vor zwei Jahren, weswegen er letzte Woche wieder eine Schulter-OP hatte. Es war 10 vor 4 als ich auf die Uhr schaute und um 4 machte die Post zu. Ganz schnell fuhr uns Ali da hin (David kann wegen der OP nicht fahren) und wir erreichten Punkt 4 die Post. Trotz Nachtexpress war mein Paket noch nicht da. Auf die australische Post ist absolut kein Verlass ! Wir shoppten Gemüse und frisches Baguette und dann gingen wir auf Sightseeing-Tour.
Zuerst bewunderten wir den schönen Leuchtturm von Portland. Man hat eine tolle Panoramasicht auf das Meer und drum herum sind viele Windmühlen. Wir waren die Einzigen und konnten uns in Ruhe anschauen, wo David früher gewohnt hatte. Er wohnte schon an vielen Leuchttürmen. Auf dem Weg sahen wir einige Wallabys (kleine Kängurus).
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An der schönen Straße hielten wir noch ein paar Mal, denn es gab wunderschöne, malerische Aussichtspunkte wo einer toller als der andere war.
Als die Sonne langsam unterging, waren wir am Hafen. Wir beobachteten die vielen Fischer und bewunderten die tollen Boote. Der Mond war bereits zu sehen und der Himmel sah faszinierend aus.
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Wir waren alle hungrig und fuhren zu Davids Haus zurück. Ich schnibbelte Gemüse und Ali bekam eine Führung durch das große Haus. Ali ließ es sich nicht nehmen als leidenschaftlicher Hobbykoch ein gutes Essen zu zaubern. Es gab Nudeln mit viel verschiedenem Gemüse für mich und für die Männer Hackfleisch dazu.
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Uns schmeckte es super und wir hatten nette Gespräche. Nach dem Essen skypten wir mit Lena die mich auf der Arbeit im Pferdestall herumführte.
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Da ich wieder mal einiges zu erledigen hatte, war es schon halb 3 als ich endlich ins Bett ging.

Grüße aus dem schönen Portland
Nadine

Blue Lake

Montag, 18.04.2016

Um 10 waren wir „gesattelt“, gepackt, hatten gefrühstückt und unser Tagesplan motivierte uns, schnell aufzubrechen. Nachts hatte es wohl geregnet, denn unsere Bikes waren nass und es war noch ein bisschen bewölkt. Zuerst verausgabten wir uns auf dem Trampolin (wozu erwachsen sein?), wobei uns die Kinder komisch anschauten.
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Wir fuhren auf dem Highway, wo es wieder ziemlich eintönig und öde war. Auf dem Weg stoppten wir an einer Höhle, die ich übers Internet rausgesucht hatte. Für 10$ Eintritt (wir sind ja Studenten 😉 ) bekamen wir eine kurze Führung durch die Tantanoola Caves im Conservation Park. Danach hatten wir Zeit selbst rum zu laufen. Die Tropfsteinhöhle ist total beeindruckend und echt schön. Die Geschichte lautet, dass vor einigen Jahren das Frettchen eines Jungen weg rannte und er als er sein Tier suchte, die Höhle entdeckte. Er fand sein Haustier wieder und war danach glücklich, dass er außerdem einen großen Fund gemacht hatte.

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Der Himmel klarte auf, als wir nach Mount Gambier rein fuhren. Die größte Attraktion dort ist der Blue Lake. Wie der Name schon sagt, ist dieser in ein kräftiges blau gefärbt und sieht total atemberaubend aus. Ich bekam einen Anruf von Annie bei der wir in Adelaide geschlafen hatten. Sie bot an, meinen Rucksack bei der Polizei abzuholen und mir hinterher zu senden. Zum Glück wohnen Annie und Jack in der Nähe der Polizeistation. Sie sei schließlich meine australische Mama, so ihre Aussage. Da ging mir total mein Herz auf und ich wusste gar nicht wie ich ihr danken konnte. Sie war einfach nur froh, dass ich meinen Rucksack wieder hatte. Nur brauchte sie zum Abholen eine Vollmacht und ich hatte kein Papier griffbereit. So fuhren Ali und ich zum Mc Donalds und ich schrieb auf die Rückseite vom Kassenzettel eine Vollmacht, die ich mit dem Handy fotografierte und der Polizei schickte. Das war offensichtlich ausreichend (ausweisen hätte ich mich ja sowieso nicht können), denn als wir noch bei unserem Eis waren, schrieb mir Annie, dass sie meinen Rucksack hätte. Mir fielen 1000 Steine vom Herzen! Wirklich unglaublich diese Geschichte und dieses unfassbare Glück!!

Schnell düsten wir mit den Bikes zurück zum Blue Lake und starteten eine kleine Wanderung. Die Aussicht war super und man konnte um den halben Valey Lake (See) in der Limestone Coast herumlaufen. Der Mount Gambier ist einer der jüngsten Vulkane Australiens und entstand vor etwa 4.900 Jahren. Mount Gambier ist ein Maar-Komplex in der Newer Volcanics Province und besteht aus dem Blue Lake, Valley Lake, Leg of Mutton Lake und Browne’s Lake. In der Mitte des Sees ging es nicht mehr weiter. In Ali steckt ein richtiger Abenteurer und er entschied sich dafür, dass wir einen Abhang runter klettern um nicht alles wieder zurück zu müssen. Das war sehr actionreich, steil und lustig.

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Wir waren froh als wir unten waren und hatten uns einiges an Weg gespart und Vulkansteine im Gepäck.

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Obwohl die Wanderung nur ca. 2 Stunden dauerte, war ich danach fix und fertig und musste erst mal durchschnaufen.

Über die Couchsurfing-Seite im Internet, hatten wir einen Host gefunden. Dort stellen Leute Reisenden ihr Sofa kostenlos zur Verfügung und hoffen darauf, auch mal einen Schlafplatz zu finden, wenn sie selbst reisen. Der Weg ins Dorf Nelson war nicht weit und wir passierten die Grenze vom Bundesstaat South Australia nach Victoria. Wir trafen unseren 26 jährigen Host Tom im Pub. Alle drei kamen wir gleich super miteinander aus und die Jungs haben den selben Musikgeschmack, spielen beide in Bands und schauen die gleichen Filme.
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Kurz bevor es dunkel wurde, kamen wir am Haus von Tom an. Seine junge Hündin Nelly, die ein Mix aus Kelpie und Foxy ist, begrüßte uns gleich freundlich. Tom kochte Essen, aber Ali und ich hatten noch unsere Sandwiches, die wir aßen. Nelly die mich mit ihren großen Augen anschaute, bekam heimlich Pommes von mir unter dem Tisch.

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Tom hatte einen Karton Bier gekauft und wir saßen vor dem TV, schauten eine Show von dem Lieblingskomediant der beiden an und hatten einen super witzigen Abend. Tom ist ein guter Host und arbeitet in einem Nationalpark als Feuerwehrmann. Mit seiner Band hat er oft Auftritte und tourt 1-2 Mal im Jahr nach Europa, wobei er auch schon viel in Deutschland herum gekommen ist. Er fragte mich, ob ich im September mit auf Deutschlandtour mit der Band wolle. Das hört sich genial an, dachte ich. Von der Wanderung war ich immer noch geschafft und mir fielen schon früh die Augen zu. Die Jungs fanden es schade, dass ich mich schon früh ins Gästezimmer verzog. Die beiden saßen anscheinend noch ewig da und leerten das restliche Bier.

Liebe Grüße vom Blue Lake

Nadine

Disaster

Donnerstag, 17.03.2016

Der Tag war eine einzige Katastrophe und ein totaler Albtraum. Ich wartete auf die versteckte Kamera. Diese fand ich aber leider nicht.
Ich stand schon um 7 auf, weil ich noch ins deutsche Konsulat wollte. Dieses fand ich erst ewig nicht, genau so wenig wie einen Parkplatz. Der Mann dort erklärte mir dann, dass ich zur vietnamesischen Botschaft und zu der von Myanmar muss, um meine Visa zu beantragen. Hört sich logisch an.
Ich fuhr direkt zum Haus wo die Käufer von Brissie nächtigten. In einer Straße daneben räumte ich Brissie aus, sortierte ein letztes Mal meine 7 Sachen und war zum Glück immer noch rechtzeitig dran. Als ich gerade wieder zum Haus zurück fahren wollte, um Brissie zu übergeben und meinen Rucksack in den Kofferraum packen wollte, der Schock: Der Kofferraum ging nicht auf. Ich schloss 100 Mal auf und zu, rüttelte und versuchte es mit Gewalt und ohne, aber es war nichts zu machen. Leichte Panik stieg in mir auf. Ein Mann mit einem Hund kam vorbei und ich bat ihn um Hilfe. Er sagte, er hätte dasselbe Auto und ich müsse nur reinkrabbeln und einen Hebel auf die Seite schieben. Leider war das Holzgestell vom Bett im Weg und ich konnte den Hebel nicht schieben. Noch gar nie ist das passiert und der Kofferraum funktionierte sonst immer super.
Ganz schnell fuhr ich in die nächste Werkstatt und landete total in der Rush-Hour. Unterwegs flog mir noch ein Kissen aus dem Fenster, weshalb viele Leute hupten. Mitten auf der Straße drehte ich um und sammelte es wieder ein. Die Leute guckten doof. Warum nur?
In der Werkstatt sagte man mir, ich bräuchte für den morgigen Tag einen Termin. Ich flehte und bettelte, sagte ich habe Käufer und einen Flug zu erreichen, aber nichts half. Außerdem rief ich Manny an, weil dieser Automechaniker ist, aber er wollte nicht von seiner anderen Arbeit weg.
Da es nun schon 11 Uhr war und ich mich mit den Käufern verabredet hatte, fuhr ich dort hin zurück. Das französische Pärchen (auch Backpacker) die ein bisschen älter als ich sind, waren natürlich überhaupt nicht begeistert.
Ein anderer Mann der nebenan wohnte, kam raus und wollte uns auch helfen. Er brachte einen Werkzeugkasten und probierte ewig herum, aber konnte nichts bewirken. Trotzdem freute es mich wieder mal, dass die Australier so unglaublich hilfsbereit sind. Er gab sich erst nach 15. Min. geschlagen.
Während die Franzosen Brissie ganz genau unter die Lupe nahmen und alles untersuchten, versuchte ich weitere Werkstätten anzurufen. Ein Mann meinte wir sollen vorbeikommen, aber er könne nichts versprechen. Das Mädel hatte dann gleich ihre erste Probefahrt mit Brissie und ich hatte Angst. Sie ist noch nie ein automatik-Auto gefahren und mir wurde es ganz anderes, zumal meine Nerven sowieso schon am Ende waren. In den 10 Monaten gab es nicht ansatzweise Probleme mit dem Kofferraum und nun ausgerechnet heute..
Der Mann in der Werkstatt war ein Engel. Er ist ca. Mitte 30 und kam sofort zu uns. Mit einer Zange öffnete er den Kofferraum von außen und meinte, dass wir ihn übergangsweise von innen öffnen können. Wir erklärten das Problem mit dem Bettgestell und daraufhin nahm er eine Säge und sägte ein Loch rein. Für das Ganze verlangte er nicht einen Cent und meinte dass er weiß, dass Backpacker überall abgezockt werden und wir sowieso kein Geld hätten. Er gab uns Nummern von Schrottplätzen, schreib uns auf wie das Teil heißt das wir benötigen und meinte die beiden sollen mit dem Teil wieder kommen. Sie sollen in der Straße parken, er kommt und zeigt ihnen genau wie es funktioniert das Teil einzubauen. Er würde wieder nichts verlangen, aber freue sich über eine gute Bewertung auf Google. So ein unglaublich netter und hilfsbereiter Mechaniker. Da waren wir an die richtige Stelle geraten und ich war froh ein Problem weniger zu haben.
Leider rannte die Zeit und ich bekam Panik. Wir fuhren zu Vic Roads um das Formular zu holen das man für den Transfer (Autoummeldung) benötigt. Dieses füllten wir an Ort und Stelle aus, aber mussten es woanders abgeben. Dafür war absolut keine Zeit mehr. Die Beiden erzählten mir dann auch noch, dass sie erst noch Geld abheben müssten. Da fragte ich mich echt, warum man das nicht vorher machen kann. Dann fingen sie, während er nun eine Probefahrt hatte auch noch an über den Preis zu verhandeln. Dieser war aber von Anfang an festgesetzt. Sie fragten mich, wann der Keilriemen erneuert wurde. Ich sagte ich hätte keine Ahnung, weil ich es nicht wusste. Sie gingen alle Rechnungen durch, aber fanden nichts darüber. Daraufhin rief ich Brian an und fragte, ob er den Keilriemen erneuert hätte. Er sprach mit den Käufern. Ich sagte natürlich nicht, dass Brian gleichzeitig mein Chef war. Keine Ahnung was er ihnen erzählte, aber mit seiner Antwort gaben sie sich erst mal zufrieden. Ich ließ ihnen 100$ wegen dem Kofferraum nach und dann war es gut. Wir standen gerade an einer Ampel, als Brissie total laute, sehr komische Geräusche von sich gab. Außerdem leuchteten sämtliche Warnleuchten. Ich bekam Schweißausbrüche und mein Herz schlug schneller. Das hab ich noch nie gesehen oder gehört. Wir hielten an, machten das Auto aus und dann hörte man nichts mehr. Nur eine Warnleuchte flackerte noch ab und zu und das Mädel guckte im Handbuch nach, wurde aber nicht schlauer. Ich wartete auf die versteckte Kamera. Noch nie hatte ich irgendwelche Probleme mit dem Auto.
Leider hatten die beiden auch nicht daran gedacht gleich alle ihre Sachen mitzunehmen. So mussten wir wieder zu ihrer Bleibe zurück. Ich wusste ich muss meinen Flug kriegen und wurde immer nervöser und ungeduldiger. Sie hätten schon alles gepackt, keine Panik. Sage und schreibe 15! Min. verbrachten die beiden damit das Gepäck aus dem Haus zu holen. Ich startete schon mal den Motor, was die beiden nicht aus der Ruhe brachte. Das Mädel überlegte ständig was sie mit dem „Schrott“ im Auto machen sollte. Ich wurde ein bisschen sauer, weil ich ihnen alles überlassen wollte. Alles was im Auto war brauchte ich und nichts war zu viel. Sie beschwerte sich, dass sie extra Kosten für den Schrottplatz zahlen müsse. Es waren Campingstühle, Campingtisch, Küchenutensilien etc.
Es war ausgemacht, dass sie mich zum Flughafen fahren, als Probefahrt. Ich solle fahren, so die beiden. Das machte ich natürlich gerne. Die letzte Fahrt in Brissie. Die Warnleuchten flackerten wieder und ich war besorgt. Unauffällig drehte ich das Radio auf und verwickelte die beiden in Gespräche, sodass sie das Geräusch nicht hörten. Das ist zwar gemein, aber ich weiß ja, dass mit dem Auto nie was falsch war.
Viel zu spät kamen wir am Flughafen an und fanden mein Terminal nicht. Dann kostete es auch noch 5$ um zum Terminal zu fahren. An einer Ampel war das Geräusch wieder unüberhörbar. Ein Taxifahrer neben uns sagte, dass es der Riemen für die Klimaanlage sei. Ich sagte gar nichts und die Franzosen zum Glück auch nicht.
In aller Hektik und viel zu spät verabschiedete ich mich von den beiden und sie organisierten mir noch einen Kofferwagen. Ich war so in Eile, dass ich nicht mal drüber nachdenken konnte, dass Brissie nun ohne mich davon fährt. Leider vergaß ich auch einige persönliche Erinnerungen im Auto, was mich hinterher super traurig machte.
Nach 12.534 gemeinsamen Kilometern fällt es mir echt schwer tschüss zu sagen. Für mich war Brissie nicht „nur ein Auto“. So viele Erinnerungen hängen daran, so viele Leute die mitgefahren sind. So viele tolle Orte an denen ich war.. Außerdem ist es echt schwer zu ein zuverlässiges, tolles Auto zu finden das (eigentlich) nie Probleme macht.
Ich rannte in das Gebäude und man musste seinen Koffer selbst aufgeben. Statt 20, hatte mein Koffer 21kg und die Maschine wollte ihn nicht durch lassen, aber verriet mir nicht wieso. Ich nahm meinen großen Kulturbeutel raus und dann waren es genau 20kg. Mein Koffer ging aber immer noch nicht durch. Ich fragte eine Mitarbeiterin, aber die hatte keine Zeit für mich. Selbst nach dreimaligem Ansprechen nicht. Ich probierte alles, aber mein Backpack ging nicht durch. Nach ca. 20 Minuten war er dann endlich weg und ich erleichtert.
Auf dem Weg zum Gate kaufte ich mir noch schnell eine Cola. Meine Nerven waren am Ende, ich hatte weder gegessen noch getrunken und fühlte mich schlecht. Nach Essen war mir aber nicht zu Mute. Eigentlich mag ich nicht mal Cola. Vor lauter Stress vergaß ich völlig, dass in meiner Kulturtasche sämtliche Flüssigkeiten über 100ml, meine Nagelschere, Nagelfeile, usw. drin waren. In meinem Rucksack den ich dabei hatte, hatte ich außerdem ein Taschenmesser, eine Schere und eine volle Wasserflasche. Normalerweise sind die Kontrollen total streng und man braucht einen Plastikbeutel für die Flüssigkeiten, usw. Irgendwie hatte ich totales Dummenglück und ich kam mit allem durch. Nur bei meiner Tasche fragten sie mich, ob ich eine Schere drin hätte, aber da war keine drin. Der Scanner wo man durchläuft piepste und ich hatte vergessen meinen Hut abzuziehen. Beim zweiten Mal war es das Handy in meiner Tasche. Mir war das so peinlich und ist mir auch noch nie passiert. Ich hielt alle Anderen auf.
Sie machten einen Sprengstofftest mit meiner Tasche und dann durfte ich gehen. Ich war total verwundert wie das ging mit den ganzen verbotenen Gegenständen die ich hatte. Letztes Mal wurde schon ein Aufriss wegen meinem Deo gemacht das ich dann wegschmeißen musste.
Als ich in der Schlange zum boarding stand, sah ich auch noch, dass das Handgepäck gewogen wurde. Jetzt bin ich schon so oft geflogen, hatte immer ein leichtes Handgepäckstück dabei und dieses Mal, wenn ich zwei Gepäckstücke habe die jeweils 8kg wiegen, sowas ! Ich fragte einen netten jungen Mann, ob er meine Tasche nehmen würde, denn er hatte nichts. Er machte das, aber leider erfuhr ich, dass er nach Sydney flog und so wäre es aufgefallen. Dann kam ein Aufruf, dass alle Leute die nach Hobart fliegen, nochmal warten sollten. Verzweifelt suchte ich nach irgend jemanden mit wenig Gepäck, der meine Tasche trägt. Die Leute waren sehr unfreundlich und keiner wollte mir den Gefallen tun. Ich hätte es ja verstanden, wenn es drum ginge es durch die Sicherheitskontrolle zu bringen. Da hätte ich ja jeden Drogen schmuggeln lassen können, aber so….
Eine Mutter mit vier Kindern wollte mir auch nicht helfen, was ich unfreundlich fand. Jedes der Kinder hätte ein freies Gepäckstück gehabt und es ging ja lediglich ums Wiegen.
So wurde ich nach dem Wiegen in eine andere Schlange verwiesen, wo ich nachzahlen sollte. Da stand ich dann und stand und stand. Ein Angestellter der jünger als ich war stand nur da und guckte doof. Ich sagte ganz freundlich: Excuse me! Als keine Antwort kam, wiederholte ich mich. Da rastete der aus, brüllte mich an, dass ich ihn nicht anschreien sollte und war total außer sich. Die Gäste hinter mir schimpften mit mir mit, denn sie wussten alle, dass ich nichts gemacht hatte und wir alle einen Flug zu erwischen hatten.
Endlich kam ein zuständiger Mitarbeiter. Ich fragte, was es kostete und ich sollte 36$ für 14kg, statt 7kg zahlen. Doofe Tigerair. Ich packte alles Schwere in meine Handtasche und ging zurück zum Wiegen. Mein Rucksack hatte 7kg, aber die Tasche war zu schwer. So stand ich wieder hinter in der Schlange und hatte noch 5 min. bis der Flieger abheben sollte. Die Anderen vor mir mussten zahlen und als der Typ fragte wer nach Hobart muss und ich die Hand hob, winkte er mich durch. Ich war verwirrt, aber wenigstens kam ich ums Zahlen herum.
Die Türen vom Flugzeug gingen gerade zu, als ich davor stand. Eine Frau gab das Kommando um sie wieder aufzumachen. Alle Leute saßen schon und guckten mich an. Dann hatte ich auch noch einen Fensterplatz, musste mit dem ganzen Gepäck an allen Leuten vorbei einmal durchs Flugzeug und es gab keinen Platz mehr in den Gepäckfächern, sodass ich das ganze Zeug auf meinen Füßen hatte. Ich konnte nicht mal meine Beine ausstrecken. Der junge Mann neben mir stank so bestialisch, dass ich dachte ich muss spucken. Ich konnte nur durch den Mund atmen. Gut, dass es nur ein kurzer Flug war.
Es windete total stark und beim Start wurde das Flugzeug ordentlich hin und her gewedelt. Der Pilot sagte, dass der Wind 30km/h schnell wäre und es deswegen ein unruhiger Flug ist. Die ganze Zeit neigte sich der Flieger von der einen zur anderen Seite und vibrierte stark. Auch das noch ! Natürlich war mein Puls wie den ganzen Tag schon auf 180, ich hatte schwitzige Hände und Angstzustände. Diesmal wollte ich stark bleiben und keine meiner Wundertabletten nehmen. Ich hatte echt das Gefühl das ist alles zu viel für mich und ich kollabiere bald. Das ist zu viel Aufregung an einem Tag.
Nach einer Stunde war das Drama vorbei und ich war endlich in Hobart auf der Insel Tasmanien angekommen. Ich atmete tief auf.
Das Gepäck kam ewig nicht und dann gab es einen Drogenhund der auf dem Band rum lief und alle Koffer beschnupperte. Als er fündig wurde, setzte er sich neben die Koffer und bekam ein Leckerli.
Draußen wartete schon John auf mich der mich abholte. John ist der Freund von Chris und Chris ist der Mann von Birgit, der Freundin meiner Tante in Perth bei der wir letztens waren. Ich kannte John nicht, aber er war sehr nett. Wir fuhren zu einem abgelegenen Strand der wunderschön war. Das Wetter war perfekt und es hatte 30 Grad. Mit dem Auto gings quer durch Hobart und John erzählte mir sehr viel. Das hob meine Stimmung gewaltig.
Er lebt mit seiner Familie auch in Hobart, hat eine sehr gute Firma und einige leerstehende Häuser. So brachte er mich in eines davon. Er warnte mich davor, dass es weder Bad noch Dusche hätte, aber mir würde schon was einfallen, dachte ich. Nur wusste ich nicht, dass das Haus auch keine Möbel hatte. Da ich nicht mal einen richtigen Schlafsack hatte, wusste ich, dass die Nacht unbequem werden würde.
John verabschiedete sich und ich war froh, dass der Tag endlich vorbei war. Direkt daneben gab es einen Supermarkt wo ich mir einen guten Salat holte. Leider dachte ich auch nicht daran, dass ich weder Teller, noch Besteck noch sonst was hatte und fragte mich, wie ich mein Müsli zum Frühstück essen sollte.
Ich machte es mir so bequem es ging und konnte ewig nicht einschlafen.

Gestresste Grüße ohne Brissie 😦
Nadine

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Queen Victoria Market

Dienstag, 15.03.2016

Die Nacht in einem richtigen Bett war sehr angenehm und ich schlief gut. Nach dem Frühstück machte ich mich auf zum Queen Victoria Market. Dort war ich im Winter schon, aber der Sommermarkt ist noch größer (http://www.qvm.com.au/). Ich fand einen Parkplatz für 5$ die Stunde und stürzte mich ins Geschehen.
Es war wie der St Paddys Market in Sydney nur unter freiem Himmel, aber mit Dach. Das Wetter in Melbourne war wie immer sehr wechselhaft (4 Jahreszeiten an einem Tag). Ständig musste ich meine Jacke an- und wieder ausziehen. Es gab viele Stände mit Souveniers, Klamotten und handgemachten Sachen. In einer Markhalle gab es eine Fisch, Fleisch und Käseabteilung. Ich kaufte mir einen türkischen Börek der sehr gut schmeckte. In einem Abteil gab es viel frisches Obst und Gemüse.
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Als mein Parkticket abgelaufen war, machte ich mich auf den Weg zu einer Autowaschanlage. Wenn man es nicht braucht, sieht man 100 davon und wenn man es sucht, sucht man vergeblich. Nach fast einer Stunde fand ich einen Platz an dem ich Brissie waschen konnte. Ich schrubbte fleißig und danach sah sie wieder blitz blank und wie neu aus.
Da Manny arbeiten musste und ich keinen Schlüssel hatte, musste ich auf seinen Cousin warten, der auch dort wohnt.
Dieser ist total nett und wir redeten ewig. Er ist genau so reisebegeistert wie ich und war vor wenigen Wochen in Deutschland was ihm total gefallen hat. Die Leute in Frankfurt waren sehr nett, sagte er.
Da wir beide hunger hatten, machte er Spiegelei mit Brot, was ich super nett von ihm fand. Er hat mich schließlich davor noch nie gesehen.
Es war schon 10 als wir beide müde vom vielen Reden waren und ich ins Bett ging.

Liebe Grüße vom Queen Victoria Market
Nadine

Mystery Digeridoo, long way and finally Melbourne again

Montag, 14.03.2016

Ich stand früh auf, weil ich rechtzeitig los wollte. Es war Feiertag und so wusste ich, dass Verkehr herrscht. Brian und Helen verabschiedeten sich super nett von mir. Wie Lyn damals auch schon, machte mir Helen nach einem gemeinsamen Kaffee und einem Honigbrot noch eine Vesperbox. Hach, die netten Australier !

So sah mein Camp aus

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Und so die Farm

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Klo außen

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Klo innen

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Dusche außen

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Dusche innenIMG_6616 (FILEminimizer) IMG_6617 (FILEminimizer) IMG_6618 (FILEminimizer) IMG_6619 (FILEminimizer)
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Unterwegs hielt ich bei Aborigini Sandy und ihrem Mann Chris. Diese hatten mich schon lange eingeladen zu sich zu kommen, aber ich hatte es nie geschafft. Sie leben in Koraleigh, gleich neben Nyah auf einer kleinen Farm. Es gibt einen Hund, zahme Papageien und viele Babykatzen. Ich lernte den 26 jährigen Sohn Josh kennen. Dieser ist Halb-Aborigini und genau so nett wie seine Eltern. Er spielte das Digeridoo für mich, was sehr schön klang und echt beeindruckend war. Das brachte er sich selbst bei. Erst glaubte ich die Geschichte nicht, aber es hörte sich ziemlich ernst an. Es gibt ein Digeridoo bei dem die Frauen schwanger werden, wenn sie es spielen. Es hätten anscheinend schon viele Bekannte ausprobiert und auch Frauen die vorher nicht schwanger werden konnten, hatten danach ein Baby. Die Babys sind aber alle Tyrannen, so Sandy. Die Geschichte fand ich gruselig.
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Morgens war ich mit 2 großen Stichen aufgewacht. Diese waren hart, heiß und sehr geschwollen. Alle waren sich einig, dass es Bisse einer White-Tail-Spider seien und ich zum Arzt sollte. Leider ist vor ein paar Tagen meine Krankenversicherung ausgelaufen, weshalb ein Arztbesuch teuer werden könnte. Sandy die Bienen hat und Honig produziert, schmierte Honig drauf und meinte das hilft schon mal. IMG_6640 (FILEminimizer)

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Sie zeigten mir alle Kunstwerke die sie bemalten, unter anderem Wanddekorationen, Digeridoos und Boomerangs. Leider hab ich sowieso schon kein Platz mehr und konnte nichts kaufen. Selbst Leute aus Deutschland und berühmte Politiker kauften schon was von der Familie, deren Nachname „King“ ist.
Ich blieb eine ganze Weile dort, wir unterhielten uns gut und um 1 beschloss ich endlich aufzubrechen.
Gut, dass diesmal wenigstens meine Klimaanlage funktioniere. Trotzdem zog sich der Weg wie Kaugummi und Melbourne kam einfach nicht näher.
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Nach 4 Stunden erreichte ich endlich die Wohnung von Manny. Diesen hatte ich im Mai letztes Jahr in Melbourne im Supermarkt kennen gelernt wo er arbeitete und wir sind immer noch in Kontakt. Er hat 2 Wohnungen und in einer kann ich wohnen.
Ich stellte mein Zeug ab und wir fuhren gleich in die Stadt. Unser erstes Ziel war ein sehr gutes indisches Restaurant wo wir lecker aßen. Danach fuhren wir ins Crown-Casino wo wir eine Runde bowlten. Leider gewann Manny, aber es machte trotzdem Spaß.
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Wir verprassten 15$ im Casino und hatten viel Spaß. Es ist eine totale Reizüberflutung und man weiß gar nicht wo man hinschauen soll. Wir spielten dort Basketball, Airhockey und Manny wollte ein Handy angeln, aber schaffte es nicht. Wir bekamen Zettel die wir einlösten und uns eine Kleinigkeit raus suchen durften.
Dieses Wochenende war das berühmte Moombafestival (http://www.thatsmelbourne.com.au/Moomba). Dort schauten wir das Finale vom Wasserski an. Teilnehmer aus der ganzen Welt waren da und ein Deutscher verpasste nur knapp den Sieg. Bis zu 64m weit sprangen die Teilnehmer auf einer Schanze im Wasser.
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In Melbourne war es kalt und es hatte gerade mal 15 Grad. Im Gegensatz zu den 40 Grad die letzen Tage ein gewaltiger Unterschied und ich fror. Es sah aus wie auf dem Wasen oder Oktoberfest in Deutschland und es war die Hölle los. Es gab total viele Achterbahnen und Fahrgeschäfte, sowie Fressbuden. Ich fand es total cool, zumal ich leider letztes Jahr den Wasen Zuhause verpasste.
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Um 10 gab es zwischen dem Finale im Wasserski ein großes Feuerwerk. Es ging 15 Minuten und sehr viel Pyrotechnik war zu sehen. Das Feuerwerk war gigantisch und sehr schön.
Danach liefen wir noch ein bisschen herum und um 11 Uhr schlossen die Geschäfte ihre Tore.
Das war ein toller erster Abend zurück in Melbourne.
Nächstes Wochenende ist die Formel 1 wo ich leider nicht hin kann, weil ich in Tasmanien bin.

Liebe Grüße aus Melbourne
Nadine