Disaster

Donnerstag, 17.03.2016

Der Tag war eine einzige Katastrophe und ein totaler Albtraum. Ich wartete auf die versteckte Kamera. Diese kam leider nicht.
Ich stand schon um 7 auf, weil ich noch ins deutsche Konsulat wollte. Dieses fand ich erst ewig nicht, genau so wenig wie einen Parkplatz. Der Mann dort erklärte mir dann, dass ich zur vietnamesischen Botschaft und zu der von Myanmar muss, um meine Visas zu beantragen. Hört sich logisch an.
Ich fuhr direkt zum Haus, wo die Käufer von Brissie nächtigten. In einer Straße daneben räumte ich Brissie aus, sortierte ein letztes Mal meine 7 Sachen und war zum Glück immer noch rechtzeitig dran. Als ich gerade wieder zum Haus zurück fahren wollte, um Brissie zu übergeben und meinen Rucksack in den Kofferraum packen wollte, der Schock: Der Kofferraum ging nicht auf. Ich schloss 100 Mal auf und zu, rüttelte und versuchte es mit Gewalt und ohne, aber es war nichts zu machen. Leichte Panik stieg in mir auf. Ein Mann mit einem Hund kam vorbei und ich bat ihn um Hilfe. Er sagte, er hätte dasselbe Auto und ich müsse nur reinkrabbeln und einen Hebel auf die Seite schieben. Leider war das Holzgestell vom Bett im Weg und ich konnte den Hebel nicht schieben.
Ganz schnell fuhr ich in die nächste Werkstatt und landete total in der Rush-Hour. Unterwegs flog mir noch ein Kissen aus dem Fenster, weshalb viele Leute hupten. Mitten auf der Straße drehte ich um und sammelte es wieder ein. Die Leute guckten doof. Warum nur?
In der Werkstatt sagte man mir, ich bräuchte für den morgigen Tag einen Termin. Ich flehte und bettelte, sagte ich habe Käufer und einen Flug zu erreichen, aber nichts half. Außerdem rief ich Manny an, weil dieser Automechaniker ist, aber er wollte nicht von seiner anderen Arbeit weg.
Da es nun schon 11 Uhr war und ich mich mit den Käufern verabredete, fuhr ich dort hin zurück. Das französische Pärchen (auch Backpacker) die ein bisschen älter als ich sind, waren natürlich überhaupt nicht begeistert.
Ein anderer Mann der nebenan wohnte, kam raus und wollte uns auch helfen. Er brachte einen Werkzeugkasten und probierte ewig herum, aber konnte nichts bewirken. Trotzdem freute es mich wieder mal, dass die Australier so unglaublich hilfsbereit sind. Er gab sich erst nach 15. Min. geschlagen.
Während die Franzosen Brissie ganz genau unter die Lupe nahmen und alles untersuchten, versuchte ich weitere Werkstätten anzurufen. Ein Mann meinte wir sollen vorbeikommen, aber er könne nichts versprechen. Das Mädel hatte dann gleich ihre erste Probefahrt mit Brissie und ich hatte Angst. Sie ist noch nie ein automatik-Auto gefahren und mir wurde es ganz anderes, zumal meine Nerven sowieso schon am Ende waren. In den 10 Monaten gab es nicht ansatzweise Probleme mit dem Kofferraum und nun ausgerechnet heute..
Der Mann in der Werkstatt war ein Engel. Er ist ca. Mitte 30 und kam sofort zu uns. Mit einer Zange öffnete er den Kofferraum von außen und meinte, dass wir ihn übergangsweise von innen öffnen können. Wir erklärten das Problem mit dem Bettgestell und daraufhin nahm er eine Säge und sägte ein Loch rein. Für das Ganze verlangte er nicht einen Cent und meinte dass er weiß, dass Backpacker überall abgezockt werden und wir sowieso kein Geld hätten. Er gab uns Nummern von Schrottplätzen, schreib uns auf wie das Teil heißt das wir benötigen und meinte die beiden sollen mit dem Teil wieder kommen. Sie sollen in der Straße parken, er kommt und zeigt ihnen genau wie es funktioniert das Teil einzubauen. Er würde wieder nichts verlangen, aber freue sich über eine gute Bewertung auf google. So ein unglaublich netter und hilfsbereiter Mechaniker. Da waren wir an die richtige Stelle geraten und ich war froh ein Problem weniger zu haben.
Leider rannte die Zeit und ich bekam Panik. Wir fuhren zu Vic Roads um das Formular zu holen das man für den Transfer benötigt. Dieses füllten wir an Ort und Stelle aus, aber mussten es woanders abgeben. Dafür war absolut keine Zeit mehr. Die Beiden erzählten mir dann auch noch, dass sie erst noch Geld abheben müssten. Da fragte ich mich echt, warum man das nicht vorher machen kann. Dann fingen sie, während er nun eine Probefahrt hatte auch noch an über den Preis zu verhandeln. Dieser war aber von Anfang an festgesetzt. Sie fragten mich, wann der Keilriemen erneuert wurde. Ich sagte ich hätte keine Ahnung, weil ich es nicht wusste. Sie gingen alle Rechnungen durch, aber fanden nichts darüber. Daraufhin rief ich Brian an und fragte, ob er den Keilriemen erneuert hätte. Er sprach mit den Käufern. Ich sagte natürlich nicht, dass Brian gleichzeitig mein Chef war. Keine Ahnung was er ihnen erzählte, aber mit seiner Antwort gaben sie sich erst mal zufrieden. Ich ließ ihnen 100$ wegen dem Kofferraum nach und dann war es gut. Wir standen gerade an einer Ampel, als Brissie total laute, sehr komische Geräusche von sich gab. Außerdem leuchteten sämtliche Warnleuchten. Ich bekam Schweißausbrüche und mein Herz schlug schneller. Das hab ich noch nie gesehen oder gehört. Wir hielten an, machten das Auto aus und dann hörte man nichts mehr. Nur eine Warnleuchte flackerte noch ab und zu und das Mädel guckte im Handbuch nach, wurde aber nicht schlauer. Ich wartete auf die versteckte Kamera. Noch nie hatte ich Probleme.
Leider hatten die beiden auch nicht daran gedacht gleich alle ihre Sachen mitzunehmen. So mussten wir wieder zu ihrer Bleibe zurück. Ich wusste ich muss meinen Flug kriegen und wurde immer nervöser und ungeduldiger. Sie hätten schon alles gepackt, keine Panik. Sage und schreibe 15! Min. verbrachten die beiden damit das Gepäck aus dem Haus zu holen. Ich startete schon mal den Motor, was die beiden nicht aus der Ruhe brachte. Das Mädel überlegte ständig was sie mit dem „Schrott“ im Auto machen sollte. Ich wurde ein bisschen sauer, weil ich ihnen alles überlassen wollte. Alles was im Auto war brauchte ich und nichts war zu viel. Sie beschwerte sich, dass sie extra Kosten für den Schrottplatz zahlen müsse.
Es war ausgemacht, dass sie mich zum Flughafen fahren, als Probefahrt. Ich solle fahren, so die beiden. Das machte ich natürlich gerne. Die letzte Fahrt in Brissie. Die Warnleuchten flackerten wieder und ich war besorgt. Unauffällig drehte ich das Radio auf und verwickelte die beiden in Gespräche, sodass sie das Geräusch nicht hörten. Das ist zwar gemein, aber ich weiß ja, dass mit dem Auto nie was falsch war.
Viel zu spät kamen wir am Flughafen an und fanden mein Terminal nicht. Dann kostete es auch noch 5$ um zum Terminal zu fahren. An einer Ampel war das Geräusch wieder unüberhörbar. Ein Taxifahrer neben uns sagte, dass es der Riemen für die Klimaanlage sei. Ich sagte gar nichts und die Franzosen zum Glück auch nicht.
In aller Hektik und viel zu spät verabschiedete ich mich von den beiden und sie organisierten mir noch einen Kofferwagen. Ich war so in Eile, dass ich nicht mal drüber nachdenken konnte, dass Brissie nun ohne mich davon fährt.
Nach 12.534 gemeinsamen Kilometern fällt es mir echt schwer tschüss zu sagen. Für mich war Brissie nicht „nur ein Auto“. So viele Erinnerungen hängen daran, so viele Leute die mitgefahren sind. So viele tolle Orte an denen ich war.. Außerdem ist es echt schwer zu ein zuverlässiges, tolles Auto zu finden das nie Probleme macht.
Ich rannte in das Gebäude und man musste seinen Koffer selbst aufgeben. Statt 20, hatte mein Koffer 21kg und die Maschine wollte ihn nicht durch lassen, aber verriet mir nicht wieso. Ich nahm meinen großen Kulturbeutel raus und dann waren es genau 20kg. Mein Koffer ging aber immer noch nicht durch. Ich fragte eine Mitarbeiterin, aber die hatte keine Zeit für mich. Selbst nach dreimaligem Ansprechen nicht. Ich probierte alles, aber mein Backpack ging nicht durch. Nach ca. 20 Minuten war er dann endlich weg und ich erleichtert.
Auf dem Weg zum Gate kaufte ich mir noch schnell eine Cola. Meine Nerven waren am Ende, ich hatte weder gegessen noch getrunken und fühlte mich schlecht. Nach Essen war mir aber nicht zu Mute. Vor lauter Stress vergaß ich völlig, dass in meiner Kulturtasche sämtliche Flüssigkeiten über 100ml, meine Nagelschere, Nagelfeile, usw. drin waren. In meinem Rucksack den ich dabei hatte, hatte ich außerdem ein Taschenmesser, eine Schere und eine volle Wasserflasche. Normalerweise sind die Kontrollen total streng und man braucht einen Plastikbeutel für die Flüssigkeiten, usw. Irgendwie hatte ich totales Dummenglück und ich kam mit allem durch. Nur bei meiner Tasche fragten sie mich, ob ich eine Schere drin hätte, aber da war keine drin. Der Scanner wo man durchläuft piepste und ich hatte vergessen meinen Hut abzuziehen. Beim zweiten Mal war es das Handy in meiner Tasche. Mir war das so peinlich und ist mir auch noch nie passiert. Ich hielt alle anderen auf.
Sie machten einen Sprengstofftest mit meiner Tasche und dann durfte ich gehen. Ich war total verwundert wie das ging mit den ganzen verbotenen Gegenständen die ich hatte. Letztes Mal wurde schon ein Aufstand wegen meinem Deo gemacht das ich dann wegschmeißen musste.
Als ich in der Schlange zum boarding stand, sah ich auch noch, dass das Handgepäck gewogen wurde. Jetzt bin ich schon so oft geflogen, hatte immer ein leichtes Handgepäckstück dabei und dieses Mal, wenn ich zwei Gepäckstücke habe die jeweils 8kg wiegen, sowas ! Ich fragte einen netten jungen Mann, ob er meine Tasche nehmen würde, denn er hatte nichts. Er machte das, aber leider erfuhr ich, dass er nach Sydney flog und so wäre es aufgefallen. Dann kam ein Aufruf, dass alle Leute die nach Hobart fliegen, nochmal warten sollten. Verzweifelt suchte ich nach irgend jemanden mit wenig Gepäck, der meine Tasche trägt. Die Leute waren sehr unfreundlich und keiner wollte mir den Gefallen tun. Ich hätte es ja verstanden, wenn es drum ginge es durch die Sicherheitskontrolle zu bringen. Da hätte ich ja jeden Drogen schmuggeln lassen können, aber so….
Eine Mutter mit vier Kindern wollte mir auch nicht helfen, was ich unfreundlich fand. Jedes der Kinder hätte ein freies Gepäckstück gehabt und es ging ja lediglich ums Wiegen.
So wurde ich nach dem Wiegen in eine andere Schlange verwiesen, wo ich nachzahlen sollte. Da stand ich dann und stand und stand. Ein Angestellter der jünger als ich war stand nur da und guckte doof. Ich sagte ganz freundlich: Excuse me! Als keine Antwort kam, wiederholte ich mich. Da rastete der aus, brüllte mich an, dass ich ihn nicht anschreien sollte und war total außer sich. Die Gäste hinter mir schimpften mit mir mit, denn sie wussten alle, dass ich nichts gemacht hatte und wir alle einen Flug zu erwischen hatten.
Endlich kam ein zuständiger Mitarbeiter. Ich fragte, was es kostete und ich sollte 36$ für 14kg, statt 7kg zahlen. Doofe Tigerair. Ich packte alles Schwere in meine Handtasche und ging zurück zum Wiegen. Mein Rucksack hatte 7kg, aber die Tasche war zu schwer. So stand ich wieder hinter in der Schlange und hatte noch 5 min. bis der Flieger abheben sollte. Die anderen vor mir mussten zahlen und als der Typ fragte wer nach Hobart muss und ich die Hand hob, winkte er mich durch. Ich war verwirrt, aber wenigstens kam ich ums Zahlen herum.
Die Türen vom Flugzeug gingen gerade zu, als ich davor stand. Eine Frau gab das Kommando um sie wieder aufzumachen. Alle Leute saßen schon und guckten mich an. Dann hatte ich auch noch einen Fensterplatz, musste mit dem ganzen Gepäck an allen Leuten vorbei einmal durchs Flugzeug und es gab keinen Platz mehr in den Gepäckfächern, sodass ich das ganze Zeug auf meinen Füßen hatte. Ich konnte nicht mal meine Beine ausstrecken. Der junge Mann neben mir stank so bestialisch, dass ich dachte ich muss spucken. Ich konnte nur durch den Mund atmen. Gut, dass es nur ein kurzer Flug war.
Es windete total stark und beim Start wurde das Flugzeug ordentlich hin und her gewedelt. Der Pilot sagte, dass der Wind 30km/h schnell wäre und es deswegen ein unruhiger Flug ist. Die ganze Zeit neigte sich der Flieger von der einen zur anderen Seite und vibrierte stark. Auch das noch ! Natürlich war mein Puls wie den ganzen Tag schon auf 180, ich hatte schwitzige Hände und Angstzustände. Diesmal wollte ich stark bleiben und keine meiner Wundertabletten nehmen. Ich hatte echt das Gefühl das ist alles zu viel für mich und ich kollabiere bald. Das ist zu viel Aufregung an einem Tag.
Nach einer Stunde war das Drama vorbei und ich war endlich in Hobart auf der Insel Tasmanien angekommen. Ich atmete tief auf.
Das Gepäck kam ewig nicht und dann gab es einen Drogenhund der auf dem Band rum lief und alle Koffer beschnupperte. Als er fündig wurde, setzte er sich neben die Koffer und bekam ein Leckerli.
Draußen wartete schon John auf mich der mich abholte. John ist der Freund von Chris und Chris ist der Mann von Birgit, der Freundin meiner Tante in Perth bei der wir letztens waren. Ich kannte John nicht, aber er war sehr nett. Wir fuhren zu einem abgelegenen Strand der wunderschön war. Das Wetter war perfekt und es hatte 30 Grad. Mit dem Auto gings quer durch Hobart und John erzählte mir sehr viel. Das hob meine Stimmung gewaltig.
Er lebt mit seiner Familie auch in Hobart, hat eine sehr gute Firma und einige leerstehende Häuser. So brachte er mich in eines davon. Er warnte mich davor, dass es weder Bad noch Dusche hätte, aber mir würde schon was einfallen, dachte ich. Nur wusste ich nicht, dass das Haus auch keine Möbel hatte. Da ich nicht mal einen richtigen Schlafsack hatte, wusste ich, dass die Nacht unbequem werden würde.
John verabschiedete sich und ich war froh, dass der Tag endlich vorbei war. Direkt daneben gab es einen Supermarkt wo ich mir einen guten Salat holte. Leider dachte ich auch nicht daran, dass ich weder Teller, noch Besteck noch sonst was hatte und fragte mich, wie ich mein Müsli zum Frühstück essen sollte.
Ich machte es mir so bequem es ging und konnte ewig nicht einschlafen.

Gestresste Grüße ohne Brissie 😦
Nadine

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Queen Victoria Market

Dienstag, 15.03.2016

Die Nacht in einem richtigen Bett war sehr angenehm und ich schlief gut. Nach dem Frühstück machte ich mich auf zum Queen Victoria Market. Dort war ich im Winter schon, aber der Sommermarkt ist noch größer (http://www.qvm.com.au/). Ich fand einen Parkplatz für 5$ die Stunde und stürzte mich ins Geschehen.
Es war wie der St Paddys Market in Sydney nur unter freiem Himmel, aber mit Dach. Das Wetter in Melbourne war wie immer sehr wechselhaft (4 Jahreszeiten an einem Tag). Ständig musste ich meine Jacke an- und wieder ausziehen. Es gab viele Stände mit Souveniers, Klamotten und handgemachten Sachen. In einer Markhalle gab es eine Fisch, Fleisch und Käseabteilung. Ich kaufte mir einen türkischen Börek der sehr gut schmeckte. In einem Abteil gab es viel frisches Obst und Gemüse.
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Als mein Parkticket abgelaufen war, machte ich mich auf den Weg zu einer Autowaschanlage. Wenn man es nicht braucht, sieht man 100 davon und wenn man es sucht, sucht man vergeblich. Nach fast einer Stunde fand ich einen Platz an dem ich Brissie waschen konnte. Ich schrubbte fleißig und danach sah sie wieder blitz blank und wie neu aus.
Da Manny arbeiten musste und ich keinen Schlüssel hatte, musste ich auf seinen Cousin warten, der auch dort wohnt.
Dieser ist total nett und wir redeten ewig. Er ist genau so reisebegeistert wie ich und war vor wenigen Wochen in Deutschland was ihm total gefallen hat. Die Leute in Frankfurt waren sehr nett, sagte er.
Da wir beide hunger hatten, machte er Spiegelei mit Brot, was ich super nett von ihm fand. Er hat mich schließlich davor noch nie gesehen.
Es war schon 10 als wir beide müde vom vielen Reden waren und ich ins Bett ging.

Liebe Grüße vom Queen Victoria Market
Nadine

Mystery Digeridoo, long way and finally Melbourne again

Montag, 14.03.2016

Ich stand früh auf, weil ich rechtzeitig los wollte. Es war Feiertag und so wusste ich, dass Verkehr herrscht. Brian und Helen verabschiedeten sich super nett von mir. Wie Lyn damals auch schon, machte mir Helen nach einem gemeinsamen Kaffee und einem Honigbrot noch eine Vesperbox. Hach, die netten Australier !

So sah mein Camp aus

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Und so die Farm

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Klo außen

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Klo innen

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Dusche außen

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Dusche innenIMG_6616 (FILEminimizer) IMG_6617 (FILEminimizer) IMG_6618 (FILEminimizer) IMG_6619 (FILEminimizer)
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Unterwegs hielt ich bei Aborigini Sandy und ihrem Mann Chris. Diese hatten mich schon lange eingeladen zu sich zu kommen, aber ich hatte es nie geschafft. Sie leben in Koraleigh, gleich neben Nyah auf einer kleinen Farm. Es gibt einen Hund, zahme Papageien und viele Babykatzen. Ich lernte den 26 jährigen Sohn Josh kennen. Dieser ist Halb-Aborigini und genau so nett wie seine Eltern. Er spielte das Digeridoo für mich, was sehr schön klang und echt beeindruckend war. Das brachte er sich selbst bei. Erst glaubte ich die Geschichte nicht, aber es hörte sich ziemlich ernst an. Es gibt ein Digeridoo bei dem die Frauen schwanger werden, wenn sie es spielen. Es hätten anscheinend schon viele Bekannte ausprobiert und auch Frauen die vorher nicht schwanger werden konnten, hatten danach ein Baby. Die Babys sind aber alle Tyrannen, so Sandy. Die Geschichte fand ich gruselig.
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Morgens war ich mit 2 großen Stichen aufgewacht. Diese waren hart, heiß und sehr geschwollen. Alle waren sich einig, dass es Bisse einer White-Tail-Spider seien und ich zum Arzt sollte. Leider ist vor ein paar Tagen meine Krankenversicherung ausgelaufen, weshalb ein Arztbesuch teuer werden könnte. Sandy die Bienen hat und Honig produziert, schmierte Honig drauf und meinte das hilft schon mal. IMG_6640 (FILEminimizer)

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Sie zeigten mir alle Kunstwerke die sie bemalten, unter anderem Wanddekorationen, Digeridoos und Boomerangs. Leider hab ich sowieso schon kein Platz mehr und konnte nichts kaufen. Selbst Leute aus Deutschland und berühmte Politiker kauften schon was von der Familie, deren Nachname „King“ ist.
Ich blieb eine ganze Weile dort, wir unterhielten uns gut und um 1 beschloss ich endlich aufzubrechen.
Gut, dass diesmal wenigstens meine Klimaanlage funktioniere. Trotzdem zog sich der Weg wie Kaugummi und Melbourne kam einfach nicht näher.
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Nach 4 Stunden erreichte ich endlich die Wohnung von Manny. Diesen hatte ich im Mai letztes Jahr in Melbourne im Supermarkt kennen gelernt wo er arbeitete und wir sind immer noch in Kontakt. Er hat 2 Wohnungen und in einer kann ich wohnen.
Ich stellte mein Zeug ab und wir fuhren gleich in die Stadt. Unser erstes Ziel war ein sehr gutes indisches Restaurant wo wir lecker aßen. Danach fuhren wir ins Crown-Casino wo wir eine Runde bowlten. Leider gewann Manny, aber es machte trotzdem Spaß.
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Wir verprassten 15$ im Casino und hatten viel Spaß. Es ist eine totale Reizüberflutung und man weiß gar nicht wo man hinschauen soll. Wir spielten dort Basketball, Airhockey und Manny wollte ein Handy angeln, aber schaffte es nicht. Wir bekamen Zettel die wir einlösten und uns eine Kleinigkeit raus suchen durften.
Dieses Wochenende war das berühmte Moombafestival (http://www.thatsmelbourne.com.au/Moomba). Dort schauten wir das Finale vom Wasserski an. Teilnehmer aus der ganzen Welt waren da und ein Deutscher verpasste nur knapp den Sieg. Bis zu 64m weit sprangen die Teilnehmer auf einer Schanze im Wasser.
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In Melbourne war es kalt und es hatte gerade mal 15 Grad. Im Gegensatz zu den 40 Grad die letzen Tage ein gewaltiger Unterschied und ich fror. Es sah aus wie auf dem Wasen oder Oktoberfest in Deutschland und es war die Hölle los. Es gab total viele Achterbahnen und Fahrgeschäfte, sowie Fressbuden. Ich fand es total cool, zumal ich leider letztes Jahr den Wasen Zuhause verpasste.
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Um 10 gab es zwischen dem Finale im Wasserski ein großes Feuerwerk. Es ging 15 Minuten und sehr viel Pyrotechnik war zu sehen. Das Feuerwerk war gigantisch und sehr schön.
Danach liefen wir noch ein bisschen herum und um 11 Uhr schlossen die Geschäfte ihre Tore.
Das war ein toller erster Abend zurück in Melbourne.
Nächstes Wochenende ist die Formel 1 wo ich leider nicht hin kann, weil ich in Tasmanien bin.

Liebe Grüße aus Melbourne
Nadine