Missed Bus and golden Tequila

Dienstag, 23.05.2017

Bestelle niemals den besten Tequila

Nachts hatten wir mit einem Angestellten vom Hostel gesprochen, ob es ok wäre, später als 10 Uhr auszuchecken. Kein Problem, hieß es da. Wir schliefen bis halb 11 und Vroni ging vorsichtshalber nochmal zur Rezeption um zu fragen, ob das mit dem später auschecken wirklich ok war. Die junge Dame sagte, dass eigentlich um 10 Uhr checkout gewesen wäre, wir uns aber nicht stressen sollten.

Wir saßen eine Stunde später gepackt und gerichtet auf dem Sofa im Gemeinschaftsraum und chillten, weil unser Bus um 13 Uhr erst kommen sollte. Diesmal stand die Weiterreise nach Washington D.C. an. Irgendwer schaute nochmal, wann wir dann am Bahnhof sein hätten sollten. Schock: Wir hatten die Ankunftszeit mit der Abfahrtszeit verwechselt. So ist unser Bus eine Stunde zuvor ohne uns gefahren. Verdammt! Panik! Ticket schon bezahlt. Ich rief beim Busunternehmen an, die mir sagten, dass wir für 5$ extra den Bus noch vor Ort umbuchen könnten. Zum Glück kam um 18 Uhr noch ein Bus.

Das hieß, dass wir bis dahin noch viel Zeit hatten, was dem armen Berni wieder zu Verhängnis wurde. Eigentlich wollten wir ja nur was zu Essen kaufen. Da es die letzten Tage kalt und regnerisch war, gingen mir die warmen Sachen aus. So wollte ich in einem Laden nur kurz Socken kaufen. Dieser Laden war aber ein absoluter Glücksgriff (nicht für Berni), weil es das absolute Paradies war. Die Burlington Coat Factory (1027 -1035 Market Street, Philadelphia http://www.burlingtoncoatfactory.com) ist riesig und es gibt so viele Klamotten, dass man gar nicht weiß, wo man hinschauen soll. Es war einfach nur verrückt. Es gibt so viele verschiedene Markensachen die so günstig sind, dass es unglaublich ist. Wir hielten uns stundenlang in diesem Laden auf und kauften was das Zeug hielt. Vroni und Berni machten sich irgendwann auf in den Supermarkt um Vesper zu kaufen (und zu flüchten).

Nach dem Shoppingmarathon nahmen wir ein Taxi zum Hostel, welches wartete, bis wir unser Gepäck geholt hatten. Wir fuhren zur Bushaltestelle, wo wir 45 min. zu früh waren. Zum Glück regnete es nicht.

Beim Mega Bus wollte keiner mehr was von den 5$ extra wissen und wir bekamen sogar noch Plätze nebeneinander.

Um 20 Uhr erreichten wir den riesigen Bahnhof in Washington D.C. Dieser ist total faszinierend und architektonisch richtig schön und auffällig.

Das Taxi brachte uns ins Hostel Duo Housing, welches genau so genial war, wie das zuvor. Der Afro-Amerikanische Besitzer machte gleich Späße und nach dem Einchecken saßen wir mit anderen, netten Leuten zusammen.

Nebenan war ein Mexikaner, in dem wir uns niederließen und das gute Abendessen genossen. Ein junger Mann vom Hostel setzte sich dazu und wir hatten gute Gespräche. Zum Abschluss bestellten wir noch einen Tequila. Merke: Bestelle niemals den besten Tequila! Als wir nämlich die Rechnung sahen, dachten wir uns trifft der Schlag. Die Dame wollte doch tatsächlich 12$ für einen Tequila! War der vergoldet? Sie hätte uns ja wenigstens darauf hinweisen müssen, dass der so teuer ist. So war der Tequila teurer als unser Abendessen. So eine Frechheit, aber wir konnten leider nichts mehr machen.

Es war schon spät und wir waren alle müde und deshalb fielen wir nach dem Abendessen in unsere Betten.

Liebe Grüße aus Washington D.C.

Nadine

Party in Philadelphia

Montag, 22.05.2017

Berni, du tust uns leid!

Zum Glück hatten wir diesmal ausnahmsweise alles im Griff und kamen zeitig los. Die weiterreise nach Philadelphia stand an. Philadelphia (liebevoll Philly gennant) ist eine Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Mit 1.560.297 Einwohnern ist sie die fünftgrößte Stadt der Vereinigten Staaten und die größte des Bundesstaates Pennsylvania. An der Ostküste ist Philadelphia nach New York City die zweitgrößte Stadt. In der Geschichte der USA ist Philadelphia eine der bedeutendsten Städte. Nach New York und vor Washington war sie 1790 bis 1800 Nationalhauptstadt und damals die größte Stadt der USA sowie nach London die zweitgrößte englischsprachige Stadt der Welt. In Philadelphia tagte der erste und teilweise auch der zweite Kontinentalkongresssowie der Verfassungskonvent von 1787, die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde hier verkündet und die Verfassung beschlossen.

New York: Es war so schön mit dir. Ich hatte es mir anders vorgestellt: Viel lauter, chaotischer, gefährlicher und irgendwie krasser. Dabei fand ich es gar nicht so richtig hektisch und laut. Auch die Wolkenkratzer hatte ich mir irgendwie noch höher vorgestellt (ja ich weiß, dass sich das komisch anhört). Auf jeden Fall wurde ich positiv von dieser geilen Stadt überrascht und bin total verliebt. Das wäre definitiv ein Ort an den ich wieder kommen würde.

Mit der letzten Subway-Fahrt auf unserer Prepaid-Karte, fuhren wir Richtung Bushaltestelle. Es goss was der Himmel her gab und hört gar nicht mehr auf.

Leider stiegen wir aus versehen eine Station zu früh aus und zum Laufen wäre es bei dem Regen und mit dem Gepäck zu weit gewesen. Ratlos standen wir vor dem Bahnhof und hatten Angst den Bus zu verpassen. Wir fragten viele Leute, aber keiner konnte uns Auskunft geben.

So nahmen wir uns mal wieder ein Taxi (wir sind ja nicht verwöhnt) und ließen uns direkt vor die Haltestelle kutschieren.

Diesmal wurde unsere deutsche Pünktlichkeit bestraft. Eine halbe Stunde mussten wir im Regen warten. Ohne Dach und ohne Unterstand und nass. Wir hatten in New York ja echt Glück mit dem Wetter. Jetzt wo wir gehen, regnet es.

Der Mega Bus ist ein Doppeldecker und wir hatten uns übers Internet die vorderen Plätze oben reserviert. Die Aussicht wäre ohne den Regen bestimmt super gewesen. Es gibt WLAN, man hat Platz und es sind Steckdosen an jedem Sitz. So lässt sich die Fahrt aushalten. Nach zweieinhalb Stunden kamen wir im genau so verregneten Philadelphia an. Nach der Mega City New York hat diese Stadt schon fast was von Dorf; trotz einiger Wolkenkratzer. Wieder mit dem Taxi ging`s zum Hostel.

Die junge Empfangsdame vom Hostel Old City Philly öffnete uns bereits freundlich die Türe. Das Hostel ist wirklich ein „Home away from home“ (Zuhause weg von Zuhause). Man läuft sockig, bzw. barfuß und die Zimmer und die Unterkunft sind super gemütlich. Alle waren total freundlich und herzlich. Das ist eine Unterkunft die man auf jeden Fall total weiter empfehlen kann.

Um uns von der anstrengenden (Achtung Ironie!) Busfahrt zu erholen und dem Regen zu entkommen, chillten wir eine Weile.

Zu Fuß erkundeten wir dann Philadelphia. Um ein wenig Geschichte mit zu nehmen, schauten wir uns die Liberty Bell an. Liberty Bell (englisch für Freiheitsglocke) ist der Name der Glocke, die geläutet wurde, als die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung in Philadelphia am 8. Juli 1776 zum ersten Mal auf dem Independence Square (Unabhängigkeitsplatz) in der Öffentlichkeit verlesen wurde. Da konnte Melli mit dem Foto vor der Glocke endlich einen Punkt auf ihrer Bucketlist abhaken. Check.

Liberty Bell gegenüber der Independence Hall

Der arme Berni! Wir Mädels waren schneller im Shoppingfieber als er gucken konnte. Von einem Laden in den anderen rannten wir und er musste leider mit. Sehr ehrlich stand er beratend zur Seite. Nirgendwo gab es ein Kinderparadies wo wir ihn abgeben hätten können. So musste er diesen Shoppingwahn ertragen. Sorry Berni! Auch im H&M waren wir nicht mehr zu halten und hatten einige Taschen voll. Wie sollen wir das alles nach Hause bringen?

In einer Mall fanden wir was zu Essen und konnten uns vom Shoppingmarathon erholen. Hier ist aber auch alles so billig…

Leider kamen wir dann ein bisschen in Stress, weil Abends Programm im Hostel angesagt war und wir rechtzeitig da sein wollten. Wir haben uns schon so an die Faulheit der Amis gewöhnt, dass wir ein Taxi zurück zum Hostel nahmen, anstatt die halbe Stunde zu laufen. Da rennt man beim Shoppen durch die halbe Stadt, aber zurück laufen kann man nicht (wir sind schlimm).

Im Hostel saßen schon viele Afro-Amerikaner zusammen, die uns super freundlich empfingen. Gleich fanden wir uns mitten im Trinkspiel „Ring of Fire“, bzw. „Kings Cup“ wieder. Das schöne, kühle Bier mussten wir noch nicht mal zahlen. Es kamen noch ein paar andere Leute dazu und wir hatten viel Spaß.

Mit der ganzen Gruppe liefen wir ins Partnerhostel von unserem und da waren noch mehr Leute versammelt. Nach dem kurzen Abstecher in ein paar kleine Bars, kam die Hauptlocation für diesen Abend. Eine Karaoke-Bar! Nachdem die zwei Franzosen zu New York, New York performten, gaben wir als Gruppe zu „Drops of Jupiter“ von Train alles. Der Abend war so genial, alle hatten viel Spaß und so feierten wir das erste Mal auf unserem Trip.

Erst spät in der Nacht traten wir den Rückweg zum Hostel an und fielen müde in unsere Betten.

Liebe Grüße aus Philly

Nadine

Excited –> next adventure

Es ist wieder so weit!

Es freut mich total, dass ich immer noch täglich so viele Leser habe. Wenn man wieder einem normalen Job und geregeltem Alltag nachgeht, gibt es da natürlich nichts spannendes zu berichten.
Umso besser ist es, dass jetzt die nächste mittelgroße Reise ansteht. Mit 30 Tagen Jahresurlaub muss man gut haushalten und deswegen wurden es 3 Wochen. Durch einen Newsletter hatte ich ein Angebot für Amerika gefunden. Da mir die Westküste mit Jenny im Dezember 2014 schon so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt nochmal in die Staaten. Diesmal sollte es aber die Ostküste sein. Die beste Jahreszeit war schnell aus gemacht. Vroni mit der ich die ersten Wochen auf meiner Reise in Thailand gemeinsam verbrachte, hatte auch Lust auf ein neues Abenteuer. Außerdem schloss sich uns Vronis Kumpel Berni an (beide aus Bayern) und Melli die ich in Australien kennen gelernt hab.
Nach sehr viel Recherche, unendlich vielen Angebotsvergleichen und ein paar Wochen Suche habe ich einen Flug für unglaubliche 441,60 € (hin und zurück) gefunden. Melli hat ihn mir netterweise gebucht, weil ich ohne Internet in Köln fest gesteckt bin. So fliegen wir am 18.05. von Düsseldorf nach New York (Direktflug). Melli fliegt von Berlin nach Düsseldorf und dort treffen wir uns. Der Rückflug geht dann von Miami nach Stuttgart.
Es gibt viel zu organisieren, vor allem weil man schon ein wenig planen muss, wenn man alles in 3 Wochen sehen will. Außerdem braucht man für die USA ein Visa welches ESTA heißt. Bei der Onlinebeantragung muss man sehr viele Daten angeben, einige Fragen beantworten und ein paar Stunden später wird es bestätigt.
Da wir so weit auseinander wohnen, musste die Planung über Skype statt finden. 21. Jahrhundert sei Dank! Den Mietwagen buchten wir also auch via Skype. Da Vroni und Berni nur 2 Wochen bleiben, buchten Melli und ich noch ein anderes Auto für die letzte Woche. Nach dem Motto „man gönnt sich ja sonst nichts“, können wir in Miami mit einem Ford Mustang Cabrio auftrumpfen. Dieser war nur 60€ teurer und wenn man schon so viel Geld ausgibt, kommt es darauf auch nicht mehr an. Aber wenn man schon mal die Wahl hat „oben ohne“ durch Florida zu düsen….
Jetzt sind es noch 4 Tage und die Vorfreude wächst mit jedem Tag mehr. Donnerstag, 18.05. Abends geht unser Flieger in Richtung Big Apple.
Natürlich werde ich hier berichten und bin schon gespannt welche Abenteuer wir so erleben werden.

Aufgeregte Grüße aus dem verregneten Deutschland
Nadine

 

Oben Vroni, dann Melli, Berni und ich

Trouble with travel (London)

Dienstag, 07.03.2017

Da ich noch Resturlaub habe den ich abbauen muss und mich das Fernweh plagt, guckte ich nach Flügen. London war mit 50 € hin und zurück der Günstigste und da ich noch nie in der U.K. war, buchte ich das. Anna meine Kollegin entschied sich spontan mit zu kommen.

Dienstag nach der Arbeit wollten wir uns am Bahnhof treffen. Ein wenig ungeduldig wurde ich schon als Anna 1 Min bevor der Zug fahren sollte noch nicht da war. Sie schrieb ich solle ihr ein Ticket kaufen, sie sei unterwegs. Pünktlich mit dem Zug traf sie in letzter Minute ein. Knapp, aber passt schon…

Wir waren früh am Flughafen und so gabs ne Stärkung im MC Donalds.

Als wir durch den Sicherheitscheck gehen wollten, ging erst mal ganz laut ein Alarm los, weil ich zu langsam durch die Schranke gelaufen bin. Dann musste ich mich einem Test unterziehen, wurde wie ein Schwerverbrecher behandelt und musste noch die Schuhe ausziehen. Dann waren unsere Beutel für die Flüssigkeiten zu groß und der Mann am Check gab uns zwei 1 Liter Beutel. Unsere Beutel hatten 3 und 5 Liter. Das hatte ich bisher auch noch nicht. Wir konnten sehr früh borden und warteten lange im Flieger. Leider saßen wir ganz vorne im Flieger und nicht am Fenster. Also keine guten Voraussetzungen für meine Flugangst. Ich muss nämlich immer ein Platz am Fenster neben den Tragflächen haben, weil da die Turbulenzen nicht so stark sind. Als der Pilot schon vor dem Start ankündigte, dass der Flug wegen „sehr starkem Wind“ und schlechtem Wetter sehr turbulent werden würde, griff ich zu meinen Beruhigungsmitteln. Anna sagte wir würden das hin bekommen und so packte ich diese wieder ein. Leider hatte der Pilot recht und gleich am Anfang schaukelte es ordentlich und die Anschnallzeichen waren lange an. Auch der junge Mann neben mir, der ca. gleich alt war wie ich war alles andere als gechillt. Anna bereute die Entscheidung meine Hand zu halten schnell. Zitat: „Jetzt muss ich mit einer gebrochenen Hand nach London“. Ich konnte nicht mehr richtig atmen und war nach kurzer Zeit nass geschwitzt. Zum Glück war wenigstens Anna total die Ruhe selbst. Dann passierte was das ich so bisher beim Fliegen noch nicht erlebt habe: plötzlich wurde das Flugzeug ganz leise und es hörte sich an, als würde es nicht mehr angetrieben werden. Es war gar kein Widerstand mehr da und machte kein Geräusch mehr. Ich war nicht die Einzige die das bemerkte und alle Leute schauten verwirrt aus dem Fenster. Auch Anna sagte, dass wir schnell absinken. Sie sagte dass wir bestimmt im Landeanflug wären. Beim Blick auf die Uhr wussten wir, dass das nicht sein konnte. Ich fühlte mich wie in einem Film und sah mein Leben an mir vorbei ziehen. Ich bereitete mich schon innerlich auf einen Absturz vor. Wir sanken immer mehr. Nach gefühlten Stunden des Luft anhaltens war mir schon ganz schlecht. Es war immer noch total ruhig und dadurch, dass es draußen dunkel war, auch irgendwie gruselig. Man sah nur die Lichter der Tragflächen blitzen. Es fühlte sich an als würde alles still stehen. Ein Flugbegleiter hatte einen Stift in seinem Wagen der wie Blaulicht blinkte. Das verunsicherte mich noch mehr. Ich dachte dass das bestimmt ein stiller Alarm ist. Er guckte da immer wieder nervös drauf. Irgendwann das erlösende Geräusch. Die Turbinen liefen wieder (oder zumindest hörte man sie wieder). Der Pilot meldete sich zu Wort und sagte, dass wir einige hundert Meter sinken mussten um den starken Turbulenzen zu entkommen. Ich war bis dahin schon fix und fertig mit den Nerven. Das gleiche passierte danach noch einmal. Wie lang können 1:15 h sein ? Als wir im Landeanflug waren, fiel mir ein Felsbrocken vom Herz.

Warum erwische ich immer solche Flüge ? Annas Hand war blau und ich nass geschwitzt. Wir mussten ewig an der Passkontrolle anstehen und dann nochmal an der extra Schlange, weil wir nur den Personalausweis dabei hatten.

Natürlich hatten wir uns vorher informiert und raus gefunden, dass der sogenannte easy Bus die billigste Variante ist um vom Flughafen Gattwick in die Stadt zu kommen. Wir warteten an der Haltestelle, aber nichts passierte. Immer wieder kamen Busfahrer vorbei die wir fragten, ob wir richtig stehen würden. Insgesamt eineinhalb Stunden warten wir und waren total durchgefroren und wollten nur noch schlafen. Dann hatten wir genug vom Warten und wollten den Zug nehmen. Dieser kostete statt 9£ dann schon 15£ (17 €). Wir fragten einen Angestellten, ob das Gleis auf dem wir stehen das richtige sei. Auch die Anzeige sagte, dass wir richtig stehen würden. Der Zug kam und wir sollten eine halbe Stunde fahren. Nach 40 min. in denen wir vor uns hin dösten, fragten wir uns, wann wir endlich da seien. Auch ein anderes Mädel fand das komisch. Ich guckte in GoogleMaps (im Zug gab’s WLAN) und stellte erschrocken fest, dass wir eineinhalb Stunden von London weg waren. Wie konnte das passieren ? Ein junger Mann fragte wo wir hin wollten. Er machte große Augen und sagte, dass es um diese Zeit keine U-Bahnen mehr gäbe. Es war schon nach 1. Er erkläre uns, dass wir den letzten Zug nach Paddington nehmen müssten und von dort aus die halbe Stunde mit dem Taxi. Wir waren total sauer als wir erfuhren, dass sich kurzfristig das Gleis geändert hatte und es nicht durchgesagt oder sonst wie kommuniziert wurde.

Wir stiegen dann in Reading aus und fragten Angestellte wo wir hin müssten. Wegen einer Störung würde unser Zug nicht fahren, so die beiden. Vielleicht hätten wir Glück und der letzte Zug der eine Stunde vorher fahren hätte sollen, würde noch kommen. Die zwei Angestellten waren super nett und sagten wir sollten uns den Fahrpreis von der Bahngesellschaft zurück erstatten lassen. Der verspätete Zug kam glücklicherweise und wir kauften kein neues Ticket. Auch das andere Mädel die nach London wollte kam mit. Die netten Männer beschafften uns einen Platz in der ersten Klasse. Da saßen wir wie die Könige auf den Ledersesseln.

Zum Glück gab’s WLAN und so buchte ich ein Uber (privates Taxi). Als wir in Paddington ankamen, rannten wir rum wie blöd und fanden das Taxi nicht. Wir hatten keine Lust mehr und es ging einfach alles schief. Kein Mensch war mehr auf der Straße unterwegs und es war unheimlich. Wir standen da und wussten nicht was wir tun sollten. Ich fragte Anna: „Meinst du diese Gegend hier ist sicher?“ Anna: „Als ob nicht, wir stehen vor dem Hilton Hotel!“ Da hatte sie allerdings recht. Ständig hielten Taxis an und wir schickten sie weiter. Als wir beschlossen, dass das Uber nicht mehr kommen würde und wir einmal um den Block gelaufen sind, wollten wir ein normales Taxi nehmen. Leider kam dann (wie es der Teufel wollte) keins mehr. Dann wurden mir auch noch 5£ für das Uber berechnet. Irgendwann hielt ein Fahrer an und wir stiegen ein. Die Fahrt kostete uns nochmal 15£ was echt ärgerlich war.

Zumindest hatten wir es dann endlich ins Hostel geschafft und waren fix und fertig. Glücklicherweise gab’s im Generator Hostel eine 24h Rezeption. Das Problem im Hostel ist, dass man mitten in der Nacht im Zimmer nicht unbedingt das Licht anmachen sollte, wenn einem was daran liegt sich noch mit den Zimmergenossen zu verstehen. So stolperten wir in einem unbekannten Zimmer im Dunkeln rum, bis wir unsere Betten fanden und uns umgezogen hatten. Leider hatte ich kein Kissen weswegen ich nochmal den ganzen Weg (der echt lang war) durchs Hostel musste um mir eins zu holen. Es war schon 4 als ich endlich todmüde ins Bett fiel. Morgens noch gearbeitet und jetzt in einem fremden Bett in einem anderen Land. Wie schnell das geht – Europa sei Dank! So haben wir vom Flughafen ins Hotel sage und schreibe 6h gebraucht, für das, dass der Flug gerade mal eine Stunde war.

Bisher kann man übrigens noch mit einem Personalausweis in England einreisen, was sich aber dank Brexit bestimmt bald ändert.

Natürlich schliefen wir nach dieser anstrengenden Reise schnell ein.

 

Liebe Grüße aus London

Nadine

Advent calendar in Milan

Wenn auch verspätet, hier die Fortsetzung von Mailand.

Samstag, 03.12.2016

Als wir morgens aus dem Fenster schauten, waren wir alles andere als begeistert. Der strahlend blaue Himmel vom Vortag hatte sich in eine graue, einheitliche Suppe verwandelt und es war gleich viel kälter.

Beim Frühstück fragten wir die netten Mitarbeiter vom Hostel, was man denn bei so einem Wetter machen könne. Wir hatten einige Optionen und entschieden uns letztendlich für einen Ausflug nach Lecco. Lecco ist der Hauptort des Ostufers und liegt an der Südspitze des Lario umgeben von den Gipfeln des Resegone (1875 m). Außerdem liegt es am Comer See und wir buchten vom Hauptbahnhof Mailand einen Zug, der uns in einer 45 minütigen Fahrt dorthin brachte.

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Wir bummelten durch die total schönen, verwinkelten, kleinen Gässchen von Lecco und landeten schließlich wieder im H&M.

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Die Zeit geht beim Shoppen schnell rum und wir wurden nochmal fündig. Zum Glück regnete es nicht und es machte Spaß das Örtchen zu erkunden. Im Supermarkt kauften wir uns typisch italienisch kleine Parmesanwürfel und aßen diese so lange bis uns schlecht war.

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In Lecco ist sogar ein kleiner Weihnachtsmarkt, auf dem es viele handgefertigte Sachen, Trockenobst und süße Leckereien gab.

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Wir hatten uns die ganze Zeit darauf gefreut mit der Fähre einmal um den Comer See herum zu fahren. Leider sahen wir am Bootsanleger, dass im Winter kein Schiff fährt. Wir suchten ewig nach einer anderen Anlegestelle, irrten herum, aber fanden leider nichts. Auch einen Aussichtsturm (von TripAdvisor empfohlen) suchten wir vergeblich.

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Zu den bekanntesten Kirchen gehören „S. Nicolo“ mit ihrem 96 m hohen Glockenturm, der alle Dächer überragt. Dort knipsten wir auch noch ein paar Fotos.

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Da der Nebel leider immer noch in den Bergen fest hing und am See eine ordentliche Briese ging, setzten wir uns in ein sehr schönes Café am See. Der Ausblick auf das Wasser war trotz des Wetters schön und der Kaffee gut und günstig.

Weil wir nicht wussten, was wir in Lecco noch machen konnten, fuhren wir mit dem Zug zurück nach Mailand. Es war schon dunkel und wir wollten unbedingt nochmal an die Wasserstraße vom Vorabend. Zuerst fuhren wir aber zurück ins Hostel und brachten die Taschen weg.

Diesmal wollten wir nicht den ganzen Weg wie am Tag davor laufen und nahmen statt dessen lieber zwei verschiedene U-Bahnen. Der Platz rund um den Dom ist abends noch voller als tagsüber und es waren sehr viele Straßenmusiker anzutreffen. An einem großen Gebäude machten wir halt. Jedes der 24 Fenster hatte eine Nummer drauf kleben. Sehr viele Leute starrten auf das Gebäude und wir fragten eine Frau was dort geboten sei. Man erklärte uns, dass dies ein Adventskalender sei und jeden Tag ein neues Türchen aufgehen würde. In jedem der offenen Fenster steht ein Sänger und am 24. Singen alle Fenster gemeinsam. Zufällig war es 18 Uhr und der Kalender öffnet sich jeden Abend um diese Uhrzeit. Der Operngesang ist jetzt vielleicht nicht jedermanns Sache, aber es waren viele Lieder dabei, die man kannte. Auch Weihnachtslieder auf Deutsch wurden gesungen und ich fand das Ganze eine sehr gute Idee. Trotzdem mussten wir uns nicht ewig solche Lieder anhören und zogen weiter.

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Die ganze Stadt war schön weihnachtlich beleuchtet und richtig toll anzusehen.

Da wir von dem Restaurant so begeistert waren, gingen wir dort hin, wo wir am Freitag bereits gewesen sind. Wir mussten noch warten, bis es auf machte und waren froh, dass wir die ersten waren. Es war nämlich schnell wieder bis auf den letzten Platz voll. Diesmal aßen wir beide Pizza, die wir uns wieder teilten. Der Kellner brachte zwar die falsche Pizza, aber sie war trotzdem lecker. Obwohl eigentlich nichts mehr rein ging, bestellten wir zwei Nachtische, die auch so gut wie der Hauptgang waren. Auch die obligatorische Flasche Wein durfte nicht fehlen. Es ist einfach schön, wieder zusammen zu reisen und wir hatten den ganzen Abend tolle Gespräche. Selbst bei einem Kurztrip in die Kälte kommt bei mir Urlaubsfeeling auf. Mir war es nie bewusst was für ein Geschenk es ist in Europa zu leben. Auf meinen Reisen haben aber viele Menschen gesagt, dass sie uns Europäer beneiden. Da ich noch nicht wirklich in Europa gereist bin, war es mir nie so klar, aber jetzt sehe ich den großen Vorteil auch. Man braucht nicht mal einen Pass und ist in weniger als einer Stunde Flug in einem anderen Land, mit einer anderen Sprache, anderem Essen und anderer Kultur.

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Diesmal rollten wir zurück ins Hostel und schliefen genauso schnell ein wie die Nacht davor. Das Hostel war jetzt so voll, dass in unserem Zimmer sogar noch ein Klappbett stand.

Liebe Grüße vom belebten Mailand

Nadine

Beautiful Sunrise and Sunset over Bagan

Freitag, 01.07.2016

Obwohl es uns allen schwer fiel, schälten wir uns um 4 aus den Betten um um halb 5 am eBike-Verleih zu sein. Wenn man schon mal so eine Kulisse hat, lässt man sich den Sonnenaufgang natürlich nicht entgehen. Im Dunkeln fuhren wir also zu dem Tempel den uns der junge Mann am Vortag verraten hatte, ich natürlich wieder mit meinem pinken Helm den ich (ganz zum Unverständnis von Lena) schon seit Vietnam mitschleppe. Mit Hilfe einer Taschenlampe kletterten wir die Mauern hoch. Wir ahnten schon, dass es keinen Sonnenaufgang geben wird, weil wir das hier bisher noch nie hatten, aber wir sind Optimisten und stets guter Laune. Jeder träumte so vor sich hin, als langsam immer mehr Tempel erkennbar wurden. Da sah man dann schon, dass sich eine dicke Wolke vor die Sonne schob. Trotzdem hatten wir totales Glück und bekamen einen richtigen Sonnenaufgang zu sehen. Der Panoramablick über all diese vielen Tempel war gigantisch. Allein die Sonne auf all die Pagodas scheinen zu sehen, war das Aufstehen wert. Es versprach ein schöner Tag zu werden und wir saßen lange da und warteten bis sich die Sonne (die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten) komplett zeigte.

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Wir hatten alle Hunger und „düsten“ zurück zum Hotel. Da gab es schon Frühstück und wir genossen es total.
Natürlich waren wir trotz Kaffee immer noch müde und legten uns alle wieder ins Bett.
Wir trafen uns um halb 10 um noch ein paar Tempel anzuschauen. Wir fuhren eine schöne Runde und genossen den sonnigen Tag und den blauen Himmel. An einem Fluss machten wir Halt und trafen einen Mann. Dieser ist 51 und reist um die Welt seit er 23 ist. Es gibt kaum ein Land auf dieser Welt das er noch nicht gesehen hat und ich war gleich gefesselt von seinen Geschichten. Was er sagte war sehr inspirierend und ich fragte ihn Löcher in den Bauch. Die anderen suchten zwischenzeitlich nach Bootstickets. Es ist einfach gut sich mit Leuten über Erfahrungen und Länder auszutauschen und zu erfahren wie ein Leben ist das nur aus Reisen besteht. Der Neuseeländer war sehr nett und gesprächig und als die anderen zurück kamen, verabschiedete ich mich nett und er wünschte mir alles Gute. Ich hätte mich noch stundenlang mit ihm unterhalten können.
Die drei hatten Tickets für eine Bootstour zum Sonnenuntergang auf dem Fluss gebucht. Es war immer noch morgens, aber fühlte sich an wie Mittag, weil wir so früh wach waren.
Wir fanden ein nettes Restaurant und tranken einen Kaffee.
Jonas der leidenschaftlicher Golfer ist, hatte gelesen, dass es hier einen Golfplatz gibt. Die Fahrt dort hin war mehr als abenteuerlich. Es ging durch sehr tiefen Wüstensand durch. Unsere eBikes machten wir kurzerhand zu Dirtbikes und fuhren mutig durch den Sand. Jonas landete gleich mal im Dreck und wir lachten ihn aus. Der Sand ist so weich, dass nichts passierte. Lena und ich blieben stecken und Lena musste mich anschieben. Zum Glück sind diese Bikes sehr leicht und ich konnte es immer auffangen, bevor wir hin fielen. Trotzdem hatte das so keinen Wert und Lena lief ein Stückchen nebenher. Wir kamen an einem Luxusresort raus das man so nur aus Filmen kennt. Die Anlage ist riesig, die Gäste können in einem hohen Turm schlafen und es ist überall Luxus pur. Leider verstanden die Rezeptionisten nicht, dass wir nur Golf spielen wollten und so wurde das nichts. Dafür bekam Bianca die typisch burmesische Paste aufgetragen die hier den Leuten (auch Männern) als Makeup und Sonnenschutz dient. Diese wird aus einem Stück Holz gewonnen und die Frau musste alle Kraft aufwenden um die Paste zu bekommen. Ich war neugierig und fragte was denn eine Nacht hier kosten würde. Das günstigste Zimmer würde man für 120 $ die Nacht bekommen und für das Teuerste müsse man über 1.000$ die Nacht zahlen. Da haute es uns doch glatt von den Socken !

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So fuhren wir ohne Golf gespielt zu haben weiter.

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Als wir wieder auf der Hauptstraße waren, versagte wieder Biancas Roller. Zum Glück hatte sie einen Schal dabei und ließ sich von Jonas abschleppen. Sie hielt den Schal und das andere Ende war an Jonas‘ Bike festgemacht. Keine einfache Sache und ein paar Mal mussten sie anhalten. Es ist nicht gerade ungefährlich und irgendwann tauschten die beiden ihre Bikes. Es war ein schönes Stückchen zurück zum Verleih, aber sie schafften es. Dort stellte sich heraus, dass ein Kabel nicht richtig eingesteckt war.
Wir aßen zu Mittag als das Problem behoben war und chillten noch eine Weile.
Pünktlich fuhren wir zurück zum Fluss, wo unser Kapitän bereits wartete. In der Mittagspause hatten wir die Akkus der eBikes austauschen lassen um nicht wieder stehen zu bleiben. Leider zog Lenas und mein Bike nun überhaupt nicht mehr und wir hatten das Gefühl jeden Moment stehen zu bleiben. Die nette Frau vom Boot begrüßte uns und es ging gleich los. Wir hatten das Boot für uns und es gab einen Tisch mit Kaffee und Erdnüssen. So saßen wir da und hielten ein gemütliches Kaffeekränzchen während das Boot gemächlich vor sich hin tuckerte. Es war eine tolle Fahrt, wir sahen wie Kinder im Fluss badeten, Leute ihre Kleider wuschen und andere angelten. Da wird einem Mal wieder bewusst was man selbst für einen gehobenen Lebensstandard hat und die Leute hier glücklich sind, obwohl sie nichts besitzen. Die Häuser die aus Stroh sind, sind so einfach und alle leben gemeinsam unter einem Dach. Das finde ich faszinierend und man sollte so manch einen Jugendlichen aus einem europäischen Land einmal hier her schicken um zu zeigen, dass nicht alles selbstverständlich ist.

DSC_0576 (FILEminimizer) DSC_0620 (FILEminimizer) DSC_0622 (FILEminimizer) DSC_0623 (FILEminimizer) DSC_0631 (FILEminimizer) DSC_0634 (FILEminimizer) DSC_0635 (FILEminimizer) DSC_0636 (FILEminimizer) DSC_0641 (FILEminimizer) DSC_0645 (FILEminimizer) DSC_0648 (FILEminimizer) DSC_0649 (FILEminimizer) DSC_0653 (FILEminimizer) DSC_0657 (FILEminimizer) DSC_0662 (FILEminimizer) DSC_0665 (FILEminimizer) DSC_0674 (FILEminimizer) DSC_0680 (FILEminimizer) DSC_0685 (FILEminimizer) DSC_0686 (FILEminimizer) DSC_0691 (FILEminimizer) DSC_0692 (FILEminimizer) DSC_0697 (FILEminimizer) DSC_0701 (FILEminimizer) DSC_0709 (FILEminimizer) DSC_0712 (FILEminimizer) DSC_0714 (FILEminimizer) DSC_0719 (FILEminimizer) DSC_0723 (FILEminimizer) GOPR1015 (FILEminimizer) GOPR1016 (FILEminimizer) IMG_1507 (FILEminimizer) IMG_1509 (FILEminimizer) IMG_1511 (FILEminimizer) IMG_1512 (FILEminimizer) IMG_1514 (FILEminimizer) IMG_1518 (FILEminimizer) IMG_1519 (FILEminimizer) IMG_1521 (FILEminimizer) IMG_1525 (FILEminimizer)DSC_0626 (FILEminimizer) DSC_0637 (FILEminimizer)
Zum Sonnenuntergang setzte ich mich mit dem Kapitän und einem anderen Mann auf das Dach des Bootes und freute mich, dass die beiden ständig sangen. Bianca zeigte in der Zwischenzeit dem kleinen Jungen der Chefin wie Snapchat funktioniert und die beiden machten viele Grimassen.

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Es war wolkig und somit sahen wir nicht mehr viel von der Sonne, aber die Stimmung auf dem Boot mitten auf dem Fluss war entspannt und wir konnten alle unseren Gedanken nachhängen. Langsam ging es wieder zurück und ich bin froh, dass wir diese Fahrt für 2,50$ pro Person angetreten hatten. Somit hatten wir den Sonnenauf-, und Sonneuntergang an einem Tag gesehen.
Im Dunkeln fuhren wir zum Restaurant bei dem wir Mittags schon zum Kaffee waren. Dieses ist ein vegetarisches Restaurant und so viel Auswahl zu haben bin ich nicht gewohnt. Es war super lecker und alle wurden satt.
Wir gaben unsere Bikes ab und ich holte meine Wäsche. Die Wäsche der anderen war schon früher fertig und wie deren Klamotten waren auch meine noch nass. Ich hängte sie zum Trocknen auf den Balkon.
Bianca verabschiedete sich ins Bett und wir anderen drei saßen auf der Terrasse zusammen. Ich musste bei meiner Bank anrufen, weil ich eine Doppelbuchung auf meiner Kreditkarte hatte. Über Skype ist das Telefonieren sehr günstig und Jonas ließ mich netterweise über seinen Account anrufen. Ich hatte das Gespräch auf Lautsprecher und Jonas und Lena machten sich einen Spaß daraus ständig im Hintergrund zu quasseln. Als die Frau misstrauisch wurde und Jonas dann auch noch sagte: „Toll hast du das alles auswendig gelernt!“, zweifelte sie an der Echtheit des Gesprächs. Sie fragte mich sämtliche Sicherheitsfragen und fragte mich oft, ob das wirklich ich bin. Als Jonas und Lena ruhig waren, glaubte die Dame mir endlich, aber helfen konnte sie mir erst nicht.
Jonas, Lena und ich veranstalteten anschließend eine Zimmerparty. Mit guter Musik, Whiskey und jede Menge Spaß und Gelächter war der Abend perfekt. Wir nahmen unser Lied „I believe in Firpo“ auf und nach langen Überlegungen schickten wir es ihm. Gebannt saßen wir vor Lenas Handy und warteten auf eine Antwort. Ganz Firpo freute er sich total über unser Lied und sah, dass wir viel Spaß hatten. Vielleicht werden wir ja jetzt berühmt, wo doch Firpo nicht unbekannt ist.
Als wir dann schon 24 Stunden wach waren, beschlossen wir nach vielen Bettselfies endlich ins Bett zu gehen.

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Gleich schliefen wir ein und machten aus am nächsten Tag auszuschlafen.

Liebe Grüße von den Tempeln in Bagan
Nadine

Explore the 3.000 Temples of Bagan

Donnerstag, 30.06.2016

Es war 5 Uhr morgens, als der Bus nach 560 km anhielt und uns gesagt wurde, dass wir aussteigen sollten.

Da befanden wir uns mitten im nirgendwo. Eigentlich hatten wir es uns fast schon gedacht, dass es mal wieder so laufen würde, obwohl uns der Ticketverkäufer gesagt hatte, wir würden in die Stadt gefahren werden. Wie immer stand schon ein Minivan für uns bereit. Der Fahrer wollte uns sage und schreibe 5$ pro Person abknöpfen, was hier total viel ist. Jetzt fragt sich bestimmt manch einer, was wir denn wegen solchen Beträgen groß rum machen. Erstens geht es ums Prinzip und zwar darum, dass wir uns nicht abzocken lassen und zweitens macht Kleinvieh auch Mist und wenn man jedes Mal so viel zahlt, dann geht das irgendwann sehr ins Geld und wir reisen alle auf einem Budget. Also sind wir los gelaufen, um ein anderes Taxi zu suchen, denn bis in die Stadt waren es über 40 km. Es war noch ein Pärchen von England da, die zufällig ins gleiche Hotel mussten.
So versuchten wir andere Vans anzuhalten, aber leider ohne Erfolg. Wir liefen immer weiter und waren genervt von dieser Masche der Busunternehmen oder von wem das auch immer aus geht. Für den Bus hatten wir nämlich auch schon 25$ hin geblättert.
Endlich hielt ein Van der voller Leute war. Dieser ist kein offizielles Taxi, aber die Leute die alle von der gleichen Firma waren, nahmen uns mit. Bis das ganze Gepäck in den vollen Bus gequetscht war, dauerte es und einige der Leute mussten auf dem Dach Platz nehmen, aber es geht alles. Nach ca. 20 km stoppte dieser Bus und jeder von uns zahlte 1$. Nun ging die Suche nach einem anderen Taxi erneut los. Lena und die Engländer fanden beide jeweils ein anderes Taxi und nun standen wir in der Mitte. Wir wollten erst mit dem einen Taxi mit, aber dann stritten sie sich um uns und gingen mit dem Preis immer mehr runter. Wir quetschten uns zu 6. in ein 4 Personen Taxi und Lena lag quer über den anderen. Ich entschied mich für den Kofferraum wo das ganze Gepäck drin war.
Wir freuten uns, als die Fahrt vorbei war und zahlten jeder 1$. Na also geht doch auch günstiger !
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Zum Glück hatte unser Hotel Bagan Nova Erbarmen mit uns und ließ uns schon einchecken. Mir wurde sogar wieder mein Koffer die Treppe hoch getragen. Wir hatten zwei Zimmer mit Einzelbetten und die Zimmer hier sind schön und sauber und es gibt ein richtiges Bad mit richtiger Dusche – yippi!
Wir legten uns nochmal für ein Schläfchen hin und trafen uns dann zum Frühstück. Fast neben dem Hotel wurden wir fündig und hatten ein sehr leckeres Essen (ohne Reis).
Vom Städtchen Bagan (historische Königsstadt) waren wir alle ziemlich enttäuscht. Wir dachten es sei eine Stadt wie Yangon, aber statt dessen war es nur ein sehr kleines Kaff wie die anderen Orte an denen wir bereits waren. Bagan ist vor allem für seine Tempel bekannt, von denen es hier über 3.000! gibt. Bagan ist eine der größten archäologischen Stätten in Südostasien. Es ist unterteilt in New-, und Old-Bagan (Neues-, und Altes-Bagan). Im alten Teil wohnen vorwiegend die Burmesen und alles ist traditionell und im neuen Part sind vorwiegend die Hotels und die Touristenrestaurants. Viele vergleichen die Tempel in Bagan mit Angkor Wat in Kambodscha.
Die einfachste, coolste und günstigste Methode die Tempel zu erkunden ist, sich ein Elektrobike auszuleihen. Diese findet man an jeder Ecke und überall wird mit kostenlosem waschen der Wäsche geworben, wenn man ein Bike mietet. Da unsere Wäsche das wieder nötig hatte, gaben wir sie gleich ab. Für sage und schreibe 4$ bekamen wir ein Bike für zwei Tage und unsere Wäsche gemacht. Normalerweise wäre das Waschen allein schon teurer gewesen. Die eBikes sehen aus wie Roller, aber sind batteriebetrieben und fahren max. 40 km/h. Als Tourist ist es in Myanmar nämlich wegen der Unfallgefahr nicht erlaubt einen Roller zu fahren.
Für mich ein gutes Zeichen: Lena wagte sich wieder bei mir mitzufahren.
Unterwegs trafen wir viele andere Touris mit eBikes. Es war total spaßig mit diesen langsam Krücken rum zu bummeln und man konnte sich alles genau anschauen. Man weiß gar nicht so recht welche Tempel man sich anschauen soll, denn es gibt so viele davon. Sie sind einfach überall: Am Straßenrand, sehr weit abseits und direkt in dem Städtchen drin.
Wir waren gerade in einem kleinen Dörfchen als Biancas Bike den Geist aufgab. Wir mussten die Leute von der Vermietung anrufen (zum Glück stand die Nummer auf dem Bike). Ein Burmese versuchte dem Vermietungsmensch zu erklären wo wir gerade sind. Nach 10 min. kam einer, wechselte die Batterie und weiter ging`s.
Wir hielten an ein paar größeren Tempeln und waren nicht überrascht, dass in jedem von diesen ein Buddha saß. Teilweise sind die Tempel sehr dreckig und vermüllt und wie immer muss man barfuß rum laufen. Wir trafen einen Burmesen der an einem Tempel wohnt und er zeigte uns stolz seine Malereien die er im Tempel vorgenommen hat. Er stellte eine sehr instabile Bambusleiter an die Tempelwand und sagte wir können hoch. Das war alles andere als ungefährlich und eine Stufe war schon halb gerissen. Da wird einem ganz anders, wenn man da hochklettert, aber man wird mit einer coolen Aussicht belohnt. Wir kletterten wieder runter, verabschiedeten uns nett und weiter ging`s.
Zu den ganz großen Tempeln gingen wir nicht, denn die kosten 25$ Eintritt, was mal wieder viel zu viel ist. Das war keiner von uns bereit zu zahlen, aber alle Tempel wo wir hin sind waren kostenlos und kein Mensch dort. Über 2.000 der Tempel haben gar keinen Namen.
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Wir trafen während dem Fahren einen jungen Mann der sagte er zeige uns einen Geheimtipp. Wir folgten ihm mit den Bikes über Stock und Stein, Sandwege und Holperpisten bis wir an einen abgelegenen Tempel kamen. Innen gab es eine Treppe wo es stockdunkel war. Diese kletterten wir hoch und Lena haute sich gleich mal den Kopf an, aber zum Glück hatten wir alle noch unsere Helme auf und so war es halb so schlimm. Draußen mussten wir an einer Ziegelsteinwand hochklettern und hatten den besten Ausblick über viele andere Tempel. Der junge Mann erzählte uns viel und sagte, dass er nie in der Schule war, weil seine Eltern kein Geld hatten. Wir erfuhren, dass nach einem schweren Erdbeben die Spitzen neu auf die Tempel gemacht werden mussten. Unser „Guide“ würde Bilder malen um Geld zu verdienen und fragte ganz schüchtern, ob er uns seine Bilder zeigen dürfe. Die waren echt schön und er malt mit Naturfarben. Dafür nimmt er verschiedene Pflanzen als Farbe und Baumwolle als Untergrund.
Es war noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang und leider kannten den „Geheimtipp“ noch mehrere denn es kamen noch ein paar andere Backpacker die auch alle einen Einheimischen dabei hatten. Wir fragten uns, ob die Geld von uns wollen oder wir ein Kunstwerk kaufen sollten oder warum der junge Mann und die anderen das machten.
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Der Sonnenuntergang war nicht gerade spektakulär, denn es waren wieder viele Wolken am Himmel, aber es war es trotzdem Wert es anzuschauen. Im Sommer fahren hier viele Heißluftballons mit den Touristen, wovon es das meist bekannte Bild von Myanmar gibt. Leider hatten wir Pech und jetzt in der Regenzeit gibt es keine Heißluftballons.
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Wieder sicher runter geklettert, wollte unser „Guide“ uns seine Kunstwerke verkaufen. Keiner von uns wollte 15$ aufbringen und beleidigt zog der Nachwuchskünstler ab. Wir rannten hinterher und gaben ihm 2$ Trinkgeld für seine Mühe. Diese wollte er nicht annehmen, aber wir ließen nicht nach.

Auf dem Rückweg hielten wir an einem guten Restaurant und wurden alle sehr satt. An diesem Abend konnte man mit uns nicht mehr viel anfangen, weil wir alle noch total müde von der langen, anstrengenden Reise waren.

Als Lena und ich zurück ins Zimmer kamen, machte Lena einen Satz zur Seite. Eine riesige Huntsman Spinne saß unschuldig auf unser Wand. Lena die keine Spinnen mag, war schneller aus dem Zimmer draußen als ich gucken konnte und ich versuchte das Tier wieder einzufangen. Leider war sie so schnell, dass ich sie nicht fangen konnte. Lena holte die Jungs von der Rezeption die gleich zur Stelle waren. Dem jungen Burmesen der vielleicht gerade mal 16 war gelang es auch nicht. Zwei andere junge Mädels kamen mit einem Besen dazu. Ich warnte eindringlich, dass keiner die ungefährliche Spinne töten solle. Die Spinne krabbelte auf den Besen, aber war dort genau so schnell wieder unten und verkroch sich hinter dem Bett. Die drei Jungen Leute und ich lagen in der Zwischenzeit fast auf dem Boden vor lachen. Ich filmte die wilde Verfolgungsjagd und es wurde immer interessanter. Sie mussten das halbe Zimmer auseinander nehmen und letztendlich fing der Junge das Krabbeltier mit einer Plastiktüte ein und setzte sie vor die Tür. Lena musste ich versprechen den Raum auf Spinnen abzusuchen bevor sie wieder rein kam. Als die Luft spinnenrein war konnten wir schlafen.

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Liebe Grüße von Bagan
Nadine

Famous Golden Rock

Mittwoch, 29.06.2016

Wir mussten uns wie so oft sehr früh aus unseren gemütlichen (naja, gemütlich ist was anderes) Betten quälen. Um halb 8 kam nämlich schon unser Bus der uns ins 140 km entfernte Kyaikto fuhr.

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Dort buchten wir einen anderen Bus bei einem netten jungen Mann und mussten dann in ein Tuk Tuk steigen. Dieses erinnerte uns mehr an einen Massentiertransport und ich weiß nun, warum ich Vegetarierin bin. Eng wie die Presswürste saßen wir mit vielen Einheimischen zusammen und wie immer saßen auch ein paar Leute auf dem Dach das fast zusammen krachte. Nicht zu vergessen, dass es wieder total schwül war und alles klebte. Ich erschrak total, als sich plötzlich ein Hahn meldete der wohl auch an Bord war. Zum Glück lebte dieser noch, sonst wäre ich aus dem Tuk Tuk gesprungen.

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Darf ich vorstellen: Mein Zukünftiger der nichts von seinem Glück weißIMG_1301 (FILEminimizer)Außerdem hatten wir sehr viel Gemüse dabei. Mir taten die Schweine in einem Tiertransporter immer mehr leid, desto länger die Fahrt wurde. Überall hielten wir an und ließen Leute aus-, und neue wieder einsteigen. Die Burmesen hier konnten kein Englisch und wir redeten trotzdem ständig was auf Englisch mit ihnen. Den einen fragte ich, ob er mich heiratet und weil er mich nicht verstand, nickte er nur und das war dann der Joke des Tages. Ständig redeten die anderen von meinem Mann und fragten, wann die Hochzeit ist. Wir hatten also wie jeden Tag total viel Spaß und machten das beste aus jeder Situation.
Als wir endlich am Ziel waren, konnten wir wieder aufatmen. Uns empfing der Bruder vom Ticketverkäufer wo wir unser Gepäck lassen konnten. Ich machte ein Schloss an meinen Rucksack. Man weiß ja nie…
Dann liefen wir zur Haltestelle wo ein LKW uns auf den Berg zum Golden Rock (goldener Fels) fahren sollte. Wir waren ein wenig im Stress, weil unser Anschlussbus schon um 2 wieder fahren sollte. Leider wartet der LKW-Fahrer bis wirklich jeder Platz voll ist. Das hieß für uns eine geschlagene Stunde in diesem Ding auf unbequemen Metallbänken sitzen und warten. Auf einem Schild steht, dass eine Lebensversicherung im Fahrtpreis inbegriffen ist. Wie ermutigend. Für eine Fahrt zahlt man 2,50$ und wenn man bedenkt, dass auf einem LKW 40 Leute sitzen, weiß man, dass die einen Haufen Geld damit machen.
Legende (Wikipedia)
„Der Legende nach wird der Fels nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, sodass er nicht herunterfällt. Ein alter Eremit soll von Buddha selbst eine Haarreliquie geschenkt bekommen haben, die er immer in seinem Haarknoten aufbewahrte. Kurz vor seinem Tod wollte er für die Reliquie eine Pagode auf einem Felsblock bauen lassen, der exakt seinem Schädel gleiche. Mit Hilfe des Königs suchte er den Meeresgrund nach einem solchen Felsen ab. Als er ihn schließlich fand, brachte er ihn auf den Berg, wo er noch heute am Abgrund steht.“
Die Fahrt auf den Mt. Kyaiktiyo (1,100 Meter) ist abenteuerlich, aber nicht so krass wie uns viele gesagt hatten. Der Fahrer fährt verrückt und es hat gerade Platz für einen LKW. Ich saß in der Mitte und weil das Führerhaus so hoch ist, sieht man nur an der Seite raus. Da fühlt man sich wie in einem Simulator in dem man Achterbahn fährt. Es war witzig und gut, dass mir nicht so schnell schlecht wird. Mit an Bord waren viele Einheimische und Mönche, weil der Golden Rock die heiligste Stätte in Myanmar ist und dort unendlich viele hin pilgern. Die Fahrt zog sich und unterwegs mussten wir in einem kleinen Dorf anhalten und lange warten bis zwei andere LKW passieren konnten.

Warten bis der LKW voll wird

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Voller LKWIMG_1312 (FILEminimizer)IMG_1315 (FILEminimizer)

Life-insurance (Lebensversicherung) inbegriffenIMG_1395 (FILEminimizer)
Oben angekommen war es sehr bewölkt und fing an zu regnen. Überall werden Ponchos verkauft. Keiner von uns war bereit die 5$ zu zahlen, um den Fels aus der Nähe zu betrachten, wo wir auch gehört hatten, dass es nicht wirklich lohnenswert sei. So suchten wir uns einen Aussichtspunkt und schauten den „schwebenden“ Stein aus der Ferne an. Der 5,5 Meter hohe goldene Fels besteht aus Granit. Der Fels hat eine Beschichtung aus Blattgold und die Pilger bringen Blattgoldblättchen mit, die sie an den heiligen Felsen kleben. Er ist bis in ca. zwei Meter Höhe vergoldet. Frauen dürfen das Heiligtum nicht berühren. Es war so neblig, dass man überhaupt nichts sah. Wir hatten auch nicht mehr viel Zeit zu warten, aber als wir gerade umdrehen wollte, klarte es auf und wir konnten einen kurzen Blick auf den Golden Rock erhaschen. Überall hier in diesem Dorf auf dem Berg liegt Müll und es ist total dreckig. Außerdem hat er sehr viele verletzte Straßenhunde und mir tat es in der Seele weh diese hinkenden und verbissenen Hunde zu sehen die vor allem Angst haben.

Hier könnte ein Bild vom Golden Rock sein

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Wolken weg

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Der LKW der uns runter bringen sollte, sah schon sehr voll aus, aber wir mussten wieder ewig warten, bis er los fuhr. Da wussten wir, dass wir es nicht mehr auf unseren 2 Uhr Bus schaffen würden. Der Himmel wurde immer dunkler und zum Glück hielt sich der Regen in Grenzen. Es hat nämlich kein Dach auf dem LKW. Die Fahrt runter war viel spektakulärer und rasant. In jeder Kurve hatten wir das Gefühl, dass der LKW umfällt. Der Fahrer gab alles und links und rechts geht es sehr steil runter. Da ich dieses Mal an der Seite saß, sah ich, dass der LKW immer sehr knapp am Abgrund fuhr und hielt ein paar Mal die Luft an. Wir mussten wieder eine Weile stoppen und auf andere LKW warten.

DSC_0254 (FILEminimizer)DSC_0257 (FILEminimizer)DSC_0258 (FILEminimizer)DSC_0259 (FILEminimizer)DSC_0261 (FILEminimizer)DSC_0257 (FILEminimizer)DSC_0264 (FILEminimizer)GOPR0963 (FILEminimizer)IMG_1316 (FILEminimizer)IMG_1319 (FILEminimizer)
Unten angekommen erwartete uns schon ein anderer Bruder vom Ticketverkäufer dem wir erst nicht trauten. Wir holten unser Gepäck und luden es in ein anderes Tuk Tuk. Dieses brachte uns zu dem Ort an dem wir morgens mit dem Bus angekommen waren. Zum Glück organisierte der junge Mann für uns, dass wir den 3 Uhr Bus nehmen können (das war vorher ausgemacht). So holte uns ein neuer Bus ab und fuhr die 95 km nach Bago. Auf der Fahrt waren wir so müde, dass wir alle schliefen. Unsere Gesäßknochen taten uns leid und nach einem Tag mit fast nur sitzen auf den unbequemen Sitzen hat man irgendwann kein Sitzfleisch mehr.


In Bago angekommen hatten wir noch 2 Stunden Zeit bis der nun schon dritte Bus an diesem Tag uns nach Bagan fuhr. Ein weiterer Bruder holte uns ab und wir liefen zum Busbahnhof wo wir unser Gepäck deponierten.
Wir suchten uns ein gutes Restaurant in dem gerade Hochzeitsvorbereitungen in vollem Gange waren. Das Essen war sehr gut und wir schlugen die Zeit tot bis wir um 7 wieder am Busbahnhof waren.

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Der Bus war pünktlich und wir waren froh, dass das das letzte Mal umsteigen an diesem Tag war. Wie immer liefen lautstark Filme und Musikvideos in diesem Bus und die Einheimischen unterhielten sich total laut. In Myanmar gibt es leider nicht wie in den anderen Ländern von Süd-Ost-Asien Schlafbusse. Über Nacht in einem Bus zu sitzen in dem man nicht mal die Sitze ganz nach hinten klappen kann, ist doof. Ich versuchte zu schlafen, aber das war unmöglich für mich. Nach einer halben Stunde Fahrt hielten wir außerdem das erste Mal an, sodass die Burmesen Abend essen konnten. Das hieß für uns eine Stunde warten. Im Bus durften wir dabei nicht bleiben.
Das war also eine lange Nacht mit wenig Schlaf.

Liebe Grüße vom Tag der vielen Transporte

Nadine

Was there something in the coffee? Gastbeitrag von Lena

Dienstag, 28.06.2016

Gastbeitrag von Lena

Nachdem wir am Vortag bereits eine Tour zu den Bat Caves gemacht haben, wollten wir an unserem 2. Tag in Hpa-An nicht nochmal mit einer organisierten Tour die anderen Tempel besuchen. Deshalb haben Jonas, Nadine und ich uns für diesen Tag zwei Roller ausgeliehen. Jonas fuhr seinen alleine und ich habe mich mit auf Nadine’s Roller geschwungen. Natürlich habe ich nach ihrem Vietnam Trip, den sie unbeschadet überstanden hatte, gehofft, dass ich das Ganze auch heil überleben werde. Unser erster Stopp war das Hotel Gabana. Hier waren wir schon am Vortag einmal zum Essen und da es so gut war, wollten wir hier frühstücken. Der Kaffee schmeckte hier wenigstens annähernd so gut wie in Deutschland und wer mich kennt, weiß das ich Kaffee liebe.

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Nach einem fantastischen Kaffee und einem leckeren Frühstück ging es los zu unserem ersten Stopp.
Hpa-an ist vor allem dafür bekannt, dass die Tempel sich in Höhlen befinden. So fuhren wir mit super Laune zu der Kawt Ka Thaung Cave und auf der ganzen Fahrt sangen wir unser neues Lieblingslied «I believe in Firpo». Schon auf dem Weg zu dieser Höhle standen hunderte von steinernen Mönchen am Wegrand. Die erste Höhle hatte uns sehr enttäuscht, weil die eigentlich ziemlich klein war, nur ein paar Buddhas darin waren und furchtbare laute Musik lief.

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Heute bin ich fest davon überzeugt, dass uns jemand etwas in den Kaffee getan haben muss. Unsere Laune war nicht normal und so tanzten wir wie die Verrückten zu dieser wunderschönen Tempelmusik. Sollte uns ein Mönch gesehen haben, war er mit Sicherheit entsetzt von uns. Nach unserer kleinen Tanzeinlage schwangen wir uns wieder auf unsere Bikes, mit denen wir in Deutschland sicherlich nicht fahren dürften (z.B. ohne Tacho, Spiegel etc.) und weiter ging es zu unserem 2. Stopp Lumbini Garden. Auf der Einfahrt befanden sich links und rechts 1100 sitzende Buddhas. Es war gewaltig wie viele Buddhas da saßen und uns angeschaut haben. In diesen Gardens befindet sich der Aufstieg zum Mount Zwegabin. Da Nadine sich nicht 100% fit fühlte, wollten Jonas und ich den Gipfel von 723 m alleine erklimmen. Es ging direkt sehr steil los und es waren unglaublich viele Treppen die wir gehen mussten, aber schon nach kurzer Zeit hatten wir einen unglaublichen Ausblick. Da wir uns in Myanmar alle Sim-Karten für unser Handy gekauft haben, konnte ich Nadine mit Bildern immer auf dem Laufenden halten, wo wir gerade waren. Auf unserem Weg nach oben mussten wir immer wieder anhalten um Luft zu holen. Bei 30 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit wandert es sich nicht so einfach. Als wir schon fast oben waren, zog sich natürlich wie so oft der Himmel komplett zu und wir hatten nur noch eine graue Wolkenschicht vor uns. Dann fing es natürlich auch noch in Strömen an zu regen und wir waren in kürzester Zeit bis auf die Unterhose nass. Der Himmel wurde einfach nicht besser und so beschlossen wir umzudrehen und zurückzugehen. Unten angekommen musste sich Nadine erstmal das Lachen verkneifen, weil vor allem ich aussah wie ein begossener Pudel. Bei ihr kam kein Tropfen runter und alles blieb trocken. Leider hatte ich nicht wirklich Ersatzklamotten dabei. Ich bekam von Jonas eine typisch asiatische Hose und ein Tuch und hatte selbst auch noch so ein Tuch dabei. Nachdem die nassen Klamotten abgelegt waren und die Neuen an, hätte ich auch als bunter Papagei durchgehen können. Mein neuer Style war wunderschön und alle schauten mich neidisch an.

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Aussicht vom Berg

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Unser nächster Stopp war der Kyauk Kalap Monastery Tempel. Wie es halt nun so ist in der Regenzeit muss es obligatorisch mindestens einmal am Tag in Asien regen und das war genau an diesem Tempel. Wir setzen uns in ein Restaurant wollten eigentlich was trinken, aber uns wollte keiner bedienen. Pech gehabt, wenn die unser Geld nicht haben wollen. Zum Abschied als wir gingen als der Regen vorbei war, sagte Nadine: „Danke für den guten Service“, weil sowieso niemand Englisch konnte.

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Nachdem uns die ersten drei Tempel bzw. heiligen Stätten nicht überzeugt hatten, fuhren wir schon etwas enttäuscht zu der Kawt Goon Cave. Irgendwann hat man halt einfach genug von Buddhas und Tempeln. Unterwegs schrieb uns Bianca, die den Tag lieber mit einer Tour verbracht hatte, wo wir denn gerade seien und dass es unglaublich schön ist. Wir wussten, dass sie die Tour genau andersrum macht und somit hofften wir, dass wir doch noch etwas Tolles sehen. Und so war es dann auch. Die Kawt Goon Cave war deutlich größer als die anderen Höhlen. Natürlich waren hier auch wieder unzählige Buddhas. Auch in die Wände sind Buddhas eingemeißelt. Unter anderem führten hier über 200 Stufen zu einem Aussichtspunkt. Leider sind fast alle Tempel in Myanmar sehr dreckig, es liegt Müll herum und viel Hundekot der unzähligen Straßenhunde. Überall muss man seine Schuhe ausziehen und das ist nicht appetitlich. Das Wetter war zwischenzeitlich deutlich besser und wir hatten einen super Ausblick. Nachdem wir natürlich unzählige Bilder gemacht haben, ging es weiter zu unserem letzten Stopp.

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Die Yathae Ryan Cave war riesig und wir waren die Einzigen dort. Wir sind bestimmt eine Stunde in der dunklen Höhle herumgeirrt. Natürlich gab es auch hier wieder zu viele Buddhas. Nachdem wir alles erkundet haben und wir genug von den tausenden Buddhas hatten, machten wir uns auf den Rückweg.

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Unterwegs haben wir alle Einheimischen mit Mingalaba (Hallo) begrüßt und wurden auch immer freundlich zurück gegrüßt. Man merkt schon, dass Ausländer, vor allem wir Weißen hier was Besonderes sind und manche von ihnen noch nicht viele gesehen haben. Myanmar ist bisher von Touristen noch fast unberührt und genau deshalb lieben wir es auch. Ich habe in keinem anderen Land in Süd-Ost-Asien so viele nette Leute gesehen wie hier. Also wer die Chance hat, sollte so schnell wie möglich hier hinreisen bevor auch hier der Tourismus so manches zerstört. Die Fahrt war sehr witzig und wir hatten wie immer viel zu lachen.
Wir haben unsere Roller abgegeben und sind zurück ins Guesthouse. Bianca war auch schon zurück und da wir alle Hunger hatten, beschlossen wir Vier wieder in das Hotel Gabana zu gehen um dort einen Burger und Pizza zu essen. (Man kann nicht immer nur Reis essen). Das Essen dauerte wie immer dort ewig und Bianca und ich die einen Burger mit Käse bestellt hatten, suchten den Käse vergeblich. Das Personal war ein bisschen überfordert mit dem Käse und heizte diesen mit der Plastikverpackung in der Mikrowelle auf. Danach bekamen sie den geschmolzenen Käse nicht mehr aus der Verpackung. Nach 15 min. waren unsere Burger bereits kalt und Bianca die das nicht mit ansehen konnte, ging und half dem Personal mit dem Käse.
Jonas und ich haben uns am Vortag schon eine Flasche Whiskey gekauft für gerade mal 2€. Wir alle haben das Hostelleben genossen und saßen am Abend mit einer Gruppe zusammen, die von überall her kamen und hatten tolle Gespräche. Als es schon spät war gingen wir nach einem tollen Tag in Hpa-an ins Bett.

Lena

Crazy Squad

Montag, 27.06.2016

Wir standen früh auf und checkten aus, weil wir noch was vom Tag haben wollten. Mit dem ganzen Gepäck liefen wir zurück zum Busbahnhof an dem wir angekommen sind. Wir waren noch nicht mal auf halber Strecke, da hielt ein Bus neben uns der nach Hpa-an fuhr, wo wir hin wollten. Wir mussten nicht mal was zahlen und uns wurde sogar unser Gepäck eingeladen. Der Bus war sehr alt, fiel fast auseinander und eine Klimaanlage suchte man vergeblich. Ich setzte mich neben das Fenster um wenigstens ein bisschen Fahrtwind ab zu bekommen, denn es war super heiß. Für die 60 km brauchten wir eineinhalb Stunden die schnell rum gingen. Im Bus wo sonst nur Einheimische waren, waren die „Weißen“ natürlich eine echte Attraktion und wir wurden nett gegrüßt. Irgendwann kam ein Mann, der einen Doller einsammelte und somit war die Fahrt auch noch sehr günstig.
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In Hpa-an angekommen, war es nur ein sehr kurzer Fußweg zu unserem Gästehaus. Das Soe Brothers ist sehr sehr alt und wird von den Soe Brüdern geführt. Unser Zimmer besteht quasi nur aus einem Bett, die Dusche kann man fast nicht als solche bezeichnen und das Klo ist typisch für Süd-Ost-Asien. Für diese schäbige Unterkunft zahlten wir vergleichsweise viel, aber wenigstens war die Familie sehr nett und mir wurde gleich das Gepäck die Treppen hoch getragen. Es gibt viele andere Backpacker und es ist fast wie ein Hostel.

Unser Handtücher
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Die Toilette

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Die Dusche

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Unser Doppelbett und Zimmer

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Das Gästehaus von außen

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Gleich machten wir uns auf den Weg um das Städtchen zu erkunden. Es ist sehr klein und gibt nicht viel und in einer Shoppingmall frühstückten die anderen was und ich blieb bei Tee.
Wir liefen ein bisschen herum und fanden ein nettes italienisches Restaurant (Gabanna) das sogar richtigen Kaffee hat. Dort bestellten wir gleich Mittagessen und ich hatte leckere Spagetti mit Tomatensoße. Es dauerte ewig bis das Essen da war, aber es lohnte sich.
Der See von Hpa-an (Kan Thar Yar lake) war sehr nah und bei gutem Wetter entschieden wir uns zu einem Spaziergang. Wir sahen viele Pärchen die ihre Zweisamkeit genossen, Jugendliche die tranken und andere Leute die mit dem Roller hier fuhren. Alle grüßten uns wie immer freundlich.

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Es fing, wie kann es auch anders sein, an zu regnen, aber zum Glück nicht stark. Unterwegs sah ich eine kleines Lamm das ich erst versuchte zu streicheln und als es sich das gefallen ließ, nahm ich es auf den Arm. Es wollte gar nicht mehr runter und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit.

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Es war ein schöner Spaziergang und ein bisschen Bewegung nach der Busfahrt war gut.
Im Hostel trafen wir einige andere Leute und zusammen buchten wir eine Tour zur Linno Cave. Wie schon in Kambodscha, fliegen hier zum Sonnenuntergang die Fledermäuse aus der Höhle.
Mit dem Tuk Tuk wurden wir zur Höhle gebracht und hatten viel Spaß auf der Fahrt.

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Wie immer mussten wir auch hier die Schuhe vor dem Tempel ausziehen. Das hieß bei total matschigem Boden den Weg bis zur Höhle barfuß laufen. Es ging über Stock und Stein, war sehr rutschig und gefährlich. Das erinnerte mich irgendwie an den Barfußpark. Um auf einen Aussichtspunkt hoch zu kommen, mussten wir steile Stufen hoch und die Treppe war alles andere als stabil. Sicherheit – was ist das? Die Aussicht war genial und man sah den riesigen Fluss. Leider war er durch den vielen Regen nur eine einzige braune Brühe, aber es sah trotzdem total schön aus.

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Es fing wieder sehr stark an zu regnen und ich stellte mich unter. Wir mussten noch eine Weile warten und dann ging es los. Tausende Fledermäuse flogen pünktlich zum Sonnenuntergang aus der Höhle. Die Einheimischen die dort wohnen, klatschten und schlugen mit Stöcken auf Blech, was einen totalen Lärm verursachte. Warum, wussten wir nicht genau, aber machten einfach mal mit und hatten Spaß wie kleine Kinder. Wir können es uns nur so erklären, dass die Geräusche die Tiere dazu bewegen höher zu fliegen oder zusammen zu bleiben, sodass nichts passiert. Bekanntlich sind Fledermäuse ja blind.

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Als die Sonne untergegangen war, fuhr der Tuk Tuk Fahrer uns zurück. Die anderen waren alle hungrig und so liefen wir zu 8. zu einem Restaurant das uns Tripadvisor empfohlen hatte. Wir heimsten gleich einen Kommentar von einem anderen Mädel ein, weil wir sehr kompliziert beim Essen sind. Bianca ist allergisch gegen Pilze und isst keine Zwiebeln, Jonas hat eine Ei-, Laktose- und Glutenallergie und isst kein Tofu und ich bin Vegetarierin. Nur die Lena ist super pflegeleicht 😉 Das Essen schmeckte fast keinem von uns und das Restaurant sah auch nicht gerade gut aus. Ein Mädchen das mit uns dabei ist, ist aus England, reist allein mit dem Fahrrad durch die Welt und hat in dieser Hitze schon 20.000 km hinter sich gebracht. Täglich fährt sie ca. 200 km. Da hat sie meinen größten Respekt, weil bei diesem schwülen Wetter alles anstregend ist. Sie will sogar zurück nach England fahren. Man trifft hier viele inspirierende Leute mit sehr interessanten Geschichten. Jonas war auch total interessiert und fragte sie viele Fragen. Das Fahren mit dem Fahrrad ist in Myanmar in großen Teilen illegal und so wird sie fast täglich von der Polizei gestoppt, aber durfte bisher immer weiter fahren.
Zurück im Hotel saßen wir mit vielen Leuten zusammen auf dem Balkon und hatten einen gemütlichen Abend, wie immer mit sehr interessanten Storys aus der ganzen Welt. Lena und Jonas hatten sich Whiskey gekauft und genossen diesen günstigen Tropfen.

Liebe Grüße aus Hpa-an
Nadine