Girlsday

Samstag, 30.05.2015

Entspannt sind wir aufgewacht und haben mit dem Ute erst mal das Auto vom Pub geholt. Nach einem leckeren Frühstück haben wir zu 3. die Pferde gefüttert. Jetzt haben wir seit 3 Tagen den Luxus nicht nur zu 2. zu füttern. Leider war es sehr bewölkt und kalt. Was uns nicht gerade Spaß macht aber nun mal gemacht werden muss, ist das Füttern der Kühe. Wieder brauchten wir 4 Ute-Ladungen voll bis die Kühe satt waren, aber mit tatkräftiger Unterstützung von Yara ging es schneller und wir 3 sahen hatten mehr Heu an uns, als die Kühe zu fressen.

Wie immer haben wir Bowie eine Weile danach von der Leine gelassen.

Da es dann schon Mittagszeit war, haben wir aus Wrap-Teig Pizza gemacht. Mit Oliven, Thunfisch, Tomaten, Mais, Käse und Pilzen und extra Rührei schmeckte das richtig gut.

Irgendwie haben wir uns nicht abgesprochen und keiner mehr den Hund angeleint als wir ins Haus sind. Sophia wollte nach ihm gucken und stieß dabei einen sehr lauten Schrei aus. Yara und ich saßen gerade noch bei den letzten Resten Rührei als Sophia schrie: “ Bowie hat ein Huhn umgebracht“. Dieses lag reglos auf der Seite am Boden. Es atmete zwar noch, aber sah nicht gut aus. Da wir nicht wussten was für das Huhn das beste ist, gingen wir ins Haus und skypten ein paar Leuten um Rat zu holen. Alle waren sich einig, dass wir es umbringen sollten um es nicht leiden zu lassen. Ratlos sind wir raus und das Huhn saß wieder und der Atem wurde langsamer. Wir dachten es hätte nur einen Schock und cremten den Hundebiss ein der nicht blutete und nicht tief war, setzten es in eine Schubkarre mit viel Stroh in einer leeren Pferdebox, legten Körner und eine Trinkschale dazu und ich spritzte ihm mit einer Spritze ein bisschen Wasser an den Schnabel das es dankbar trank. Wir guckten alle halbe Stunde nach unserem Pflegling und es sah immer besser und fitter aus. Das ironische dabei ist, dass Bowie eigentlich dazu da ist um nachts aufzupassen, dass kein Fuchs die Hühner holt und auch dafür gezüchtet ist.

Abends wurde ich dann von den Hofbesitzern von Yara zum Essen eingeladen. Dort ist grad Yaras Nachfolgerin Viky angekommen. Nach der 15 minütigen Fahrt sah ich den schönen Arbeitsplatz von Yara. Es hat 15 Pferde, viele Koppeln, einen Dressur- und Springplatz. Die Anlage und das Haus sind sehr schön und die Besitzer herzlich. Nach einer Hofführung, einem langen Talk mit Viky und ihrer Freundin und kennen lernen des Sohns der Besitzerin, gab es dann Essen. Backkartoffeln, Backtomaten, gebratene Äpfel, Kohl, Brokkoli und Kürbis schmeckten uns sehr gut und wir unterhielten uns sehr nett mit den Farmern Kerrie und David.

Nach dem Essen fuhr mich Yara zurück nach Violet Town, wir guckten nach dem Huhn das besser aussah und Sophia und ich gingen wieder früh ins Bett.

Mädelstag Grüße

Nadine

 

Kuhselfie

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Safe Travels Boys!

Freitag, 29.05.2016

Wieder startete der Tag sonnig, mit einem netten Lächeln der Jungs und gutem Frühstück. Wir waren alle erholt und mit viel Elan ging es mit Spaß ans Füttern. Da Simon, Jan und Joshua so motiviert waren, mussten Sophia und ich wieder fast nichts machen und sie füllten fleißig die Buckets, öffneten uns die Koppeltore und schmissen Heu vom Ute runter. Ratz Fatz war also das Füttern wieder erledigt.

Simon ist ebenfalls begeisterter Hobbyfotograf und zusammen spazierten wir an den Koppeln entlang und schossen gute Bilder der Pferde und der tollen Farm. Die anderen folgten mit dem Auto. Die Fohlen waren sehr frech und neugierig. Eine Weile saß ich auf der Wiese und schmuste mit dem goldigen Rennpferde-Nachwuchs. Als die Speicherkarten irgendwann voll geknipst waren, packten die Jungs ihre Sachen zusammen und luden den Campervan mit Nahrungsmitteln voll.

Keine Ahnung wie, aber irgendwie ist Wallach Angus über den Zaun gesprungen und auf der Farm rum galloppiert. Zum Glück gibt es ein Tor zur Straße hin, er blieb stehen und Sophia fing ihn mit dem Halfter wieder ein. Wir waren froh, dass nichts passiert ist und wir alle (auch Angus) mit einem großen Schrecken davon kamen.

Leider hieß es dann Abschied nehmen. Wir hatten 2 sehr tolle Tage zusammen, viel zu Lachen und ich durfte 3 nette Jungs kennen lernen. Sophia und ich wünschen euch einen schönen und sicherern Roadtrip und bedanken uns für eure tolle Mithilfe und die gute Abwechslung vom Farmalltag !

Nach den doch ruhigen 2 Tagen haben wir Mädels uns danach wieder an die Arbeit gemacht und Sophia machte die Büsche weiter und ich fischte die Blätter aus dem Pool.

Bei Einbruch der Dunkelheit machten wir uns wie jeden Freitag auf den Weg zum Pub. Yara war auch wieder mit von der Partie. Nach ein paar Pommes und Salat ließen wir uns Bier und Cider schmecken. Ein Mädel und 2 Jungs in unserem Alter luden uns auf eine Runde Pool ein. Am Anfang lehnte ich die Getränke die sie ständig spendierten ab, weil ich zurück fahren wollte, aber als sich eine Mitfahrgelegenheit auftat, sagte ich nicht mehr nein. Ständig kauften sie uns Getränke und wollten nicht, dass wir was zahlen. Der Abend im Pub war total cool, die Leute richtig lustig drauf und als der Pub-Besitzer Chips vom Boden leckte, bekam sich keiner mehr ein vor Lachen. Ein Mädel zeigte mir einen australischen Tanz und mit einigen Leuten rockten wir zur guten Musik und die Stimmung war genial. Ganz Violet Town war an diesem Abend auf den Beinen und es gab viel zu lachen.

Um 11 erreichten wir mit der Tochter vom Pub-Besitzer die Farm und Yara schlief spontan bei uns.

Nach einem Mädels-Tratsch und einem Anruf von dem Jungen aus dem Pub der auch noch mit uns schnacken wollte, kuschelten wir uns in unsere Betten und es war schon 2 als wir nach dem gelungenen Abend einschliefen.

Pub`ige Grüße

Nadine

 

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Boys, Chooks, Cows and Horses

Donnerstag, 28.05.2015

Am morgen mit frisch gemachten Rühreiern von Jungs zubereitet, begrüßt zu werden, hat was 😛 Daran könnten Sophia und ich uns gewöhnen. Außerdem helfen die 3 richtig fleißig im Haushalt mit und haben immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. So kommt mal Abwechslung hier rein und wir haben viel Spaß zusammen.

Bei strahlendem Sonnenschein und mit guter Laune ging das Füttern zu 5. sehr schnell und war richtig lustig. Die Jungs haben ja schon einige Zeit auf der anderen Pferdefarm gearbeitet und kennen sich daher ein bisschen aus. Wir genossen es richtig uns auf der Ladefläche vom Ute die Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen zu lassen, während Sophia von Koppel zu Koppel fuhr.

Zum Mittagessen durften wir die leckere Zucchinisuppe der Jungs probieren und alle hauten sich die Bäuche voll.

Nach einem schönen Tag haben wir zusammen einen Ausflug in den Pub gemacht. Donnerstag ist Parmi-Tag und die Jungs und Sophia ließen sich die Schnitzel schmecken. Yara war auch gekommen und wir blieben bei Gemüsepenne. Der Abend war super lustig und bei ein paar Bier unterhielten wir uns gut.

Keine Ahnung warum wir alle so fertig waren, aber alt wurde an diesem Abend keiner und wir schlummerten schon um 11 tief und fest.

Spaßige Grüße

Nadine

 

Füttertruppe mit dem Ute

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Warm farewells warmer welcomes

Mittwoch, 27.05.2015

(Gastbeitrag von Simon. Die 3 Jungs aus Mainz haben lange Zeit auf der Farm von Toms Dad gearbeitet 3 Stunden von hier weg und haben diese nun verlassen um zu reisen. Dabei haben sie uns besucht.)

Als ich aufwache ist es noch dunkel und meine Uhr verrät mir, dass es erst kurz nach 5 ist, doch schlafen geht jetzt auch nicht mehr.

Das meiste ist bereits gepackt doch zwischen jetzt und der Abfahrt liegen trotzdem noch ein paar Stunden. Essen in Kartons packen, die letzten Klamotten aus dem Trockner holen und irgendwie versuchen alles im Auto zu verstauen.
Alle anderen sind am Arbeiten und nur unsere Aufbruchsstimmung gewährt ihrem Tag etwas Abnormalität.

Gegen halb 11 sind sowohl wir mit dem Auto fertig, als auch die anderen Arbeiter mit der Farm.
Zeit sich leb` wohl zu sagen und warme Worte des Abschieds fließen über die Lippen jener Leute die wir seit Monaten immer um uns hatten. Ob wir diese Menschen wieder sehen wissen wir nicht und ich weiß immer noch nicht ob das den Abschied leichter oder eben umso schwerer macht.

Die Abschiedstrauer wird schon bald vom Fahrtwind aus unseren Köpfen geblasen und verschwimmt im Angesicht des erwarteten Unbekannten dem wir entgegen fahren.

Nach ungefähr drei Stunden kommen wir in Violet Town an und Sophia, die wir noch aus der Zeit kennen die sie bei uns auf der Farm war, begrüßt uns mit ihrem stets gegenwärtigen Sonnenaufgangslächeln. Ein dunkelblondes Mädchen steht an der Treppenschwelle und lächelt uns an. „Hey ich bin Simon, schön dich kennenzulernen“ „ Hey ich bin Nadine; ebenso.“

Direkt zeigen die beiden uns die Farm die wir für zwei Tage in der Durchreise bewohnen. Sie ist groß, sehr schön und besticht durch großzügige Natur an allen Ecken.

Beim Einkauf in Benalla können wir uns die Gegend nochmal genauer anschauen.

Mit gemeinsamem Abendessen (Spagetti Bolognese und Pesto) und ein etwas Wein lässt sich der Abend der über Violet Town hereingebrochen ist gut ertragen. Wir alle haben viel Spaß und es gibt einiges zu lachen.
Erst kurz vor eins zieht es uns ins Bett, auch wenn wir in ca. 7 Stunden schon wieder aufstehen und arbeiten müssen; mit guter Gesellschaft ist allerdings auch das nicht sehr schwer.

 

Hund Keith

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Keith und ich

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Meine beiden Kumpel, Sophia und ich

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Unser Abendessen

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Jan und ich

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Joshua und ich

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Hutbilder

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As usual

Montag, 25.05.2015 & Dienstag 26.05.2015

Sophia und ich haben uns nun einen Plan zurecht gelegt, in welcher Reihenfolge wir die Pferde füttern, sodass wir es jeden Tag gleich und vor allem logisch machen. Wir sind dann jetzt immer ca. eineinhalb Stunden damit beschäftigt und das ist ok.

Das erste mal mussten wir beide dann die Kühe füttern. Dazu müssen wir einen großen Rundballen Heu abwickeln und das Heu auf das Auto laden. Das dauert sehr lange, wir müssen 4 mal fahren um alles zu den Kühen zu bringen und das Heu hat komische Widerhaken und setzt sich überall fest. Wir sahen danach aus wie zerrupfte Hühner und man bekommt es nicht mehr aus den Klamotten. Da muss man eine Weile da stehen und in Fitzelarbeit aus den Klamotten und Schuhen raus ziehen, weil das so arg piekst.

Ansonsten war es wie immer und Sophia hat Büsche ausgegraben die abgestorben waren, ich hab Laub gerecht und beide Autos aufgeräumt und ausgeputzt.

Bowie und Keith hatten auch viel Auslauf und es war schönes Wetter.

Sophia und ich haben die Fernsehserie Heartland für uns entdeckt und flippen aus, wenn es im TV kommt. Außerdem hab ich Pancakes und Sophia Bananenkuchen und Schokoladenmousse gemacht.

Mädelsgrüße

Nadine

Gesundes Essen

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Glückliche Kühe

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Bowie und Keith am Spielen

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Sunny Sunday

Sonntag, 24.05.2015

Wir hatten uns drauf geeinigt ein bisschen länger zu schlafen und etwas später als sonst zu füttern, dass wir wenigstens einen Tag in der Woche ein bisschen länger schlafen können. So ließen wir diesen Sonntag wieder in Ruhe angehen und machten zuerst die Pferde mit dem Futter glücklich.

Das Wetter war schön und wir fuhren nach Benalla um unsere Wäsche in der Laundry im Trockner zu trocknen und gönnten uns anschließend einen Milchshake im MC Donald`s.

Um Resteverwertung zu machen, hab ich alles was ich an Essen gefunden hab, zusammen geschmissen und eine Art Gemüsepfanne gemacht. Tom meinte das sieht aus wie das Futter von Keith und dass er das nicht isst. Als Sophia dann probierte und ganz begeistert war, hat er es dann auch gegessen und sich entschuldigt und hat es total gelobt und gesagt er hätte nicht gedacht, dass Toastbrot in der Gemüsepfanne schmecken kann.

Abends war ich dann das erste mal ganz allein auf der Farm und es war ein bisschen gruselig aber ok. Als Sophia wieder kam, haben wir einen Film angeschaut und sind dann wieder spät ins Bett.

Chillige Sonntagsgrüße

Nadine

No worries

Samstag, 23.05.2015

Tom hat gesagt, dass Wochenende ist und wir den Tag deswegen etwas entspannter angehen lassen können. Da kam dann mal die typische australische Gelassenheit und die „no worrys“ Einstellung durch.

Nach dem Füttern sind wir nach Euroa gefahren um ein paar Dinge für die Tiere einzukaufen und ich hab das erste mal Pie mit Ricotta und Spinat von einer Bäckerei probiert, was sehr sehr lecker war.

Sophia und ich haben anschließend nur noch den Hühnerstall sauber gemacht und das war es an Arbeit für diesen Tag.

So ging der Arbeitstag sehr entspannt zu Ende, aber wir hatten ja auch eine sehr anstrengende Woche hinter uns.

Tom hat Abendessen für uns gekocht und Sophia hat einen Brownie gebacken. So gab es Fleisch mit Nelkenblüten drin, Backkartoffeln, Erbsen und eine sehr leckere Weinsoße.

Als es schon dunkel war, haben wir diesmal zu 3. einen Abstecher in den Pub gemacht und uns wieder die leckeren Bier schmecken lassen.

Wie gestern auch schon gab es zu Hause noch leckere Holunder und Zimt-Vanille Ciders und einen Film.

Weil wir nicht so fertig waren wie die letzten Tage, blieben wir alle länger als sonst wach.

Tiefenentspannte Grüße

Nadine

Freedom for the foals

Freitag, 22.05.2015

Heute war der große Tag: Nach dem Füttern durften die Fohlen endlich auf die Koppel zu den anderen Fohlen. Dazu führten Tom und Sophia jeweils ein Fohlen und ich lief nebenher um sie anzutreiben, falls sie stehen bleiben sollten. Der Weg zur Koppel ist relativ lang und so war es eine spannende Sache. Wenn sich ein Fohlen nicht benommen hätte, hätte es leicht weg rennen können. So musste ich alle Tore die wir passiert haben, hinter uns zu machen und davon gab es auf dem Weg sehr viele. Die 2 Stuten durften zu den anderen Mädels auf die Weiberkoppel und machten alles sehr gut. Als das Koppeltor zu war, bekamen sie die Halfter ab und durften rum toben. Die beiden haben sich gleich mit den anderen Artgenossen verstanden und waren glücklich von nun an eine große, frische Wiese zu haben.

Auch die 4 Hengste machten ihre Sache vorbildlich und liefen brav neben uns her. Die Eingliederung in die Jungs-Gruppe war auch hier absolut kein Problem und auch sie verstanden gleich, wo der Zaun anfängt und hielten Abstand davon. Tom war sehr glücklich, dass alles klappte.

Danach fegte ich die Terrasse, putzte unsere Küche und räumte ein bisschen auf.

Nach dem Mittag sollte ich die Sträucher an den Bäumen um das Haus rum weg machen, die nicht schön aussahen. Diese hatten sehr lange Stachel und trotz Handschuhen piekste ich mich ständig. Da die Heckenschere nicht groß genug war, musste ich die Zweige umknicken und drauf springen, um sie abzubrechen. Gut, dass die Stachel wenigstens nicht durch die Schuhe gingen. In der Zwischenzeit hatte Tom einige große Äste an ein paar Bäumen abgesägt und Sophia und ich luden die halben Bäume mit vereinten Kräften auf das Auto und brachten sie zu unserem Gartenabfall-Feuerhaufen. Manche Äste waren aber zu schwer für uns uns zu groß für das Auto und Tom sägte sie für uns nochmal kleiner. Am Ende sah die Farm noch ein bisschen freundlicher aus.

Wie jeden Freitag war wieder einkaufen angesagt. Mit 2 Autos ging es nach Benalla, wo wir erst in einem Reitladen nach Schuhen für mich suchten, da das mit den nassen Turnschuhen jeden Tag keine Dauerlösung ist. Dort sind wir nicht fündig geworden, aber dafür hab ich in einer Art Baumarkt günstige Gummistiefel gefunden und war total happy darüber.

Im Aldi hat Tom dann gesagt, dass wir wieder einkaufen sollen, was wir wollen und wir füllten den Einkaufswagen mit viel Obst und Gemüse.

Nach dem Ausladen vom Auto auf der Farm, durfte ich dann das erste mal hier auf der Straße Auto fahren (auf der Farm konnte ich ja schon einmal üben). Das links-Fahren klappte gut und Sophia gab die Anweisungen wie ich fahren muss. Es ging zu 2. zum Pub von Violet Town, wir tranken 2 gemütliche Bier und ich fuhr wieder heim. Die erste kleine Fahrt hier ist also gut gegangen 🙂

Zu Hause haben wir dann noch Tiefkühlpizza und Brownie mit Vanilleeis gegessen, Cider getrunken und einen Film geguckt.

Danach konnten wir gut schlafen.

Liebe Grüße von der neuen, glücklichen Gummistiefelbesitzerin

Nadine

 

Morgens beim Pferde füttern

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Fohlen glücklich eingegliedert

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Stachelunkraut

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Bäume auf den Ute aufladen

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Die Sicht aus dem Auto raus war ein bisschen eingeschränkt 😉

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Immer sehr tolle Sonnenuntergänge hier

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Im Pub

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Tiefkühlpizzakreation by Sophia

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New clothes and a lot of soil

Donnerstag, 21.05.2015

Morgens das gleiche Spiel wie gestern: Wecker nicht geklingelt wegen Akku, aber zum Glück um 7 wach gewesen. Innere Uhr funktioniert 😉

Nach dem Füttern haben wir zum letzten Mal die Boxen gemistet, da jetzt alle Pferde draußen stehen.

Wir wollten nochmal die Koppel mit dem Auto abfahren und kontrollieren, ob wir das ganze Unkraut beseitigt hatten. Irgendwie häufte sich das kleine vergessene Zeug und so waren wir nochmal über eine Stunde beschäftigt und hatten eine ganze Autoladung für den Feuerhaufen.

Sophia und ich sind dann nach Violet Town in den OP-Shop gefahren. Ich hatte bisher keine Arbeitskleidung und im Second-Hand-Shop der Gemeinde wurde ich fündig. Für 10$ war ich um eine Jeans, Schal, Pulli und 2 Jacken reicher. Als wir mit der Ausbeute wieder kamen, meinte Tom, dass ich alles absichtlich in rot gekauft hätte um es nicht verlieren zu können. Wenn er sich da mal nicht täuscht 😉

Weil morgen jemand kommt, um neuen Rasen für 2 Koppeln einzusähen, mussten Sophia und ich diese auf Vordermann bringen. Mit Rechen haben wir die getrockneten Sträucherreste zusammen gerecht, eingesammelt und die Erdhügel die vom Durchfahren mit dem Traktor übrig waren, glatt gezogen. Sophia fragte Tom, ob er die großen Hügel nicht mit dem Traktor machen kann, aber er sagte das macht die Koppel kaputt. Da es die Tage davor geregnet hat, war die Erde so fest, dass es viel Kraft kostete diese auseinander zu bekommen. Wir waren schon nach ein paar Minuten fix und fertig und fluchten laut vor uns hin. Außerdem verfängt sich das trockene Gestrüpp und die Zweige in den Metallmistgabeln. Sophia beschwerte sich bei Tom, dass wir das falsche „Tool“ zum Arbeiten hätten. Zusammen macht aber alles umso mehr Spaß und wir lachten, weil die Sonne schon unterging als Tom nochmal kam und meinte, dass wir das schaffen, es sei ja nicht mehr viel. Das Ende war aber nicht in Sicht und wir wussten, wir müssen fertig werden. Das war ein undankbares Geschäft und die Arme und Rücken taten uns weh. Als es dann gerade dunkel war, hatten wir es endlich geschafft. Das Auto-Abladen verschoben wir auf den nächsten Tag, weil wir schon nichts mehr sehen konnten. Wir waren sehr froh es fertig zu haben.

Todmüde und fix und fertig fielen wir nach dem Abendessen ins Bett.

Dreckhügelige Grüße

Nadine

 

Papageien vor dem Küchenfenster

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Schaffe, schaffe,…

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Belohnung: toller Sonnenuntergang

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Big coincidence

Mittwoch, 20.05.2015

Irgendwie hat mein Handyakku einen Schuss und obwohl ich ihn abends voll geladen hatte, war mein Handy am nächsten Morgen leer. Als ich sah, dass es schon hell war, sprang ich aus dem Bett, rannte ins Haus und stellte fest, dass ich nicht verschlafen hatte und es erst 7 war. In aller Ruhe konnte ich dann frühstücken, Kaffee trinken und mich richten, bevor es um 8 zum Füttern ging.

Nach dem Misten ging es wieder zu einer meiner nicht-Lieblingsbeschäftigungen. Drei Mal dürft ihr raten was…

Genau ! Die Koppel war noch nicht fertig und eine Menge Unkraut wartete erneut darauf von uns gezupft zu werden. Mit neuer Motivation ging es ans Werk und wir gaben alles. Im Trockenen waren wir relativ schnell fertig mit der Wiese und froh, kein Unkraut mehr sehen zu müssen. Es war aber Genugtuung dieses auf unserem Feuerscheiterhaufen brennen zu sehen.

Tom hatte inzwischen schon einen Baum in viele Teile zersägt, der bei einem Sturm umgefallen war und den Weg versperrte. Wir rechten die Blätter zusammen, schmissen den Abfall aufs Auto und dann aufs Feuer, sammelten die Holzstücke ein und stapelten sie auf dem Haufen für das Ofenholz. Da war teilweise noch der halbe Baum und es war super schwer das alles in Auto zu laden. Das nahm den ganzen Nachmittag und unsere letzten Kräfte in Anspruch. Sophia und ich üben zur Zeit den Ofen im Haus anzumachen – mit mehr oder weniger Erfolg 😛

Heute war ein weiterer großer Tag: Die Fohlen durften auf das Paddock. Dort können sie sich ein paar Tage austoben bis sie auf die Koppel dürfen. Tom führte die Fohlen nacheinander raus, Sophia lief nebenher und ich blieb beim jeweils anderen Fohlen in der Box und beruhigte es. Da ihnen erst die Mutter und jetzt noch der Kumpel weg genommen wurde, waren die Fohlen natürlich ganz und gar nicht begeistert. Ich sollte sie in der Box im Kreis führen um sie abzulenken, aber sie waren alle sehr nervös. Bei 3 klappte es einigermaßen, aber das 4. Fohlen bockte, stieg und rannte um mich rum. Das war das erste Mal, dass ich mich in der Nähe eines Pferdes unwohl fühlte. Ich wusste nicht, ob es für uns beide sicherer ist, ich lasse es los oder halte es fest. Man soll immer auf Schulterhöhe stehen, dass sie einen nicht überrennen oder beim Ausschlagen treffen können, aber das war leider nicht möglich. Ich versuchte alles um den jungen Hengst zu beruhigen und sah nur noch Hufe. Zum Glück ist nichts passiert und ich war froh als Tom und Sophia zurück kamen. Als alle Fohlen glücklich wieder mit den Kumpels vereint auf den Paddocks waren, gaben wir ihnen Heu und Wasser.

Nach Feierabend holte mich Yara von der Farm ab. Wir kennen uns von Deutschland und sie wohnt dort in meinem Nachbarort. Durch großen Zufall haben wir beim Schreiben in Facebook rausgefunden, dass die Farm wo sie arbeitet nur 15 min. von meiner weg ist. Da ist Australien so rießig und wir wohnen quasi „nebeneinander“ ohne es vorher zu wissen. Es gibt einfach immer wieder so mega große Zufälle auf der Welt.

Im Pub von Violet Town unterhielten wir uns bei Gemüse-Pasta und Bier über unsere bisherigen Erlebnisse, die Pferde, die Sprache und unsere Heimat. Die Besitzerin erklärte uns die Tradition von den „Pies“ an Weihnachten, von welchen Yara eins zum Nachtisch probierte. Ich genoss den leckeren Lemon-Cheesecake. Es war so cool, dass wir uns getroffen haben und wir quasselten noch lange nach Pub-Schluss im Auto weiter. Wir hatten so einen coolen Abend zusammen und machten aus, dass wir uns noch ein paarMmal treffen, bevor sie heim fliegt. Yara leuchtete mir mit ihren Autoscheinwerfern noch eine Weile den Weg, weil es vom Hoftor zu meinem Haus eine Weile zu Laufen ist und es kein Licht gibt.

Glücklich und zufrieden schlief ich sofort ein

Erlebnisreiche Grüße

Nadine

Bewappnet gegen das Unkraut mit Keith

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Glückliche Fohlen

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Yara mit unserem Essen

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