Big Shopping

Samstag, 06.06.2015

Heute sind wir zwar auch früh aufgestanden, aber es war schon hell 😉

Nachdem wir jetzt wieder einen guten Fütterungsplan haben, ging es relativ schnell. Irgendwie ging es mir aber nicht so gut und ich hatte mehrere kleine Schwindelanfälle.

Wir hörten Heather unsere Namen rufen und liefen durch den Garten. Dort öffnete Sophia das Badezimmerfenster und Heather krabbelte heraus und erzählte uns, dass sie den Schlüssel für das Bad von innen probierte, der sich verhakte und die Tür nicht mehr auf ging. Eine Weile war sie im Bad eingesperrt bis Sophia sie befreite.

Nach dem Schock fuhren wir zusammen ins 30 Minuten entfernte Shepparton um zu shoppen. Da ich dachte, dass wir da nur kurz hin fahren und was holen, lief ich rum wie ein Bauer. Ich hatte nicht geduscht und noch meine Arbeitsklamotten an. Gut, dass mich hier niemand kennt 😀

Heather suchte mit einer Freundin neue Möbel für das Haus aus und Sophia und ich durften shoppen gehen. Shepparton ist eine schöne, kleine Stadt wo man alles kaufen kann. So war Sophia um ein neues Handy reicher und ich erwarb eine Wärmflasche, warme Socken und eine Australien-Flagge. Wir hatten einen tollen Tag und das Wetter war bewölkt und kalt, aber es war eine schöne Abwechslung zum Farmalltag und es machte viel Spaß. Zum Abschluss trafen wir uns mit Heather, ihrer Freundin und dem Mann zum Kaffee in einem Restaurant.

Die Freundin und ihr Mann fuhren mit dem Anhänger ein gekauftes Sofa zur Farm. Gleichzeitig mit uns traf der Mann vom Schlüsseldienst ein, der uns half das Sofa ins Haus zu tragen. Nach einigem Umstellen und hin und her, passten das neue Ledersofa und die Kommode perfekt zum Rest und ich lag gleich mal Probe, weil mir immer noch schwindlig war. Das Haus sieht jetzt ganz anders aus und die Möbel sind total schön. Wenn Heather was macht, dann richtig 😉 Auch der Schlüsselmann hatte das Schloss im Bad repariert und nun muss man nicht mehr durchs Fenster raus 😀

Zum Abendessen kochte Heather uns eine super leckere Gemüsesuppe, es gab frisches Brot, Cracker und Käse und wir hatten wieder tolle Gespräche. Sie ist so eine liebenswerte Frau, wie eine Mutter zu uns und wir mögen sie sehr.

Danach kamen wir auch diesmal nicht um die Schokolade rum 😉

Bei Sister-Act im TV ließen wir den wunderschönen Tag gemütlich ausklingen.

Shoppinggrüße

Nadine

OMG Tim Tams im Angebot für nur 2,50$

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Dafür Knoblauch und Ingwer zu Höchstpreisen

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Shoppingstraßen

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A Farm like brand new

Freitag, 05.06.2016

Nun bin ich schon genau einen Monat in Down-Under. Krass, wie schnell die Zeit vergeht!

Gefühlt mitten in der Nacht fegte Sheryl wie ein Hurrycane durchs Wohnzimmer wo Saskia und ich schliefen und redete mit uns, was ich nur im Halbschlaf mitbekam. Beim Frühstück wurden wir quasi „vertrieben“ und machten uns schnell auf dem Weg zum Füttern, bevor wir weg gefegt wurden. Mal wieder hatten wir den Luxus zu 3. zu sein und mittlerweile waren wir schon fast verwöhnt, so oft wie wir schon Hilfe hatten.

Zurück im Haus erkannten wir dieses schon fast nicht wieder. Die Fensterputzer und Putzleute hatten super Arbeit geleistet und das Haus war fast nicht wieder zu erkennen, weil Heather und Sheryl sehr viele Möbel umgestellt hatten. Sophia, Saskia und ich halfen noch, den großen, wuchtigen Esstisch ins Wohnzimmer zu hieven was gar nicht einfach war und viel Logik durch die engen Türrahmen erforderte. Mit 7 Leuten schafften wir es aber endlich.

Dann mussten wir uns beeilen und Saskias letzte Fahrt mit Brissie stand an. Wieder gings nach Benalla wo ihr Bus fuhr, wir machten noch ein paar Abschiedsbilder und weg war Saskia 😦 Wir hatten so einen schönen Tag gestern und es ist schade, dass sie jetzt weg ist.

Nach ein paar Besorgungen und dem Wocheneinkauf bin ich dann das erste mal mit meinem eigenen Auto gefahren. Ich war stolz wie Oskar und hab mich richtig gefreut. Sophia war anfangs nicht so tiefentspannt, aber irgendwann hat sie sogar während der Fahrt was gelesen. Ich bin dann so nichts ahnend gefahren und plötzlich winkt mich die Polizei mitten in der Stadt raus. Da fahr ich doch zum ersten Mal hier richtig Auto und werde zum Alkoholtest angehalten. Ich hab nicht schlecht geguckt, als ich am hellichten Tag mal „blasen“ musste. Natürlich hatte ich 0,0 Promille und war froh, dass sie nicht nach der Registrierung gefragt haben, weil Brissie ja gerade nicht angemeldet ist. Hier ist es anders als in Deutschland, weil alle pusten müssen und sie auch öfter Alkoholkontrollen am Tag machen. Naja mir solls recht sein. Auch in Deutschland gilt bei mir das Motto: Don`t drink and drive !

Zurück auf der Farm wurden wir mit Suppe von Heather empfangen und aßen zusammen mit ihrer Freundin und den Putzern zu Mittag.

Anschließend war wieder Gartenarbeit angesagt und ich kümmerte mich liebevoll um mein Beet, das immer besser aussieht. Auch bei Sophias Büschen 😀 sah es immer schöner aus.

Als die Sonne langsam hinterm Horizont verschwand, hatte Heather Cracker, Käse und Wein für uns bereit gestellt, das wir dankbar annahmen.

Wie jeden Freitag stand auch diesmal der Pubbesuch auf dem Plan. Wir aßen super lecker zu Abend, es gab Steak, Calamaris, Salat und für mich Gemüserisotto und Heather lud uns netterweise ein. Auch die Getränke bezahlte sie und „zwang“ uns fast zu einem Nachtisch, der ebenfalls super schmeckte. Der Abend war super schön, wir hatten tolle Gespräche und Heather ist eine tolle Frau und sagte oft, wie toll wir das mit der Farm machen und wie schön alles nun aussieht. Sie war total begeistert von dem Pub und den Besitzern Gerry und Tracy mit denen sie sich ebenfalls nett unterhielt. Wie jeden Freitag gab es ein Gewinnspiel und Heather kaufte uns jeweils 2 Lose. Leider gewannen wir auch diesmal nichts.

Nach ein bisschen TV gucken zurück auf der Farm schliefen wir alle im schönen, neuen Zuhause ein.

Umgestalterische Grüße

Nadine

 

Saskia & Keith

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Saskia & Brissie

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Saskia, Brissie und ich

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letztes Zeug raus holen

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Straßen von Benalla

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Abschiedsbild

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Käsecracker

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Flops, Failures and Fumbles (Car)

Donnerstag, 04.06.2015

Was braucht man um ein Auto in Australien zu registrieren?
– viel Zeit
– viel Geduld
– viel Geld
– viele Dokumente
– ein gutes Verständnis der englischen Sprache

Aber jetzt mal alles von vorne.

Mit Saskia die ich vom Reithof in Deutschland kenne, habe ich ausgemacht, dass wir uns früh treffen, sodass ich das Auto entgegen nehmen kann, das ich ihr abkaufe. Wir hatten es schon ewig vorher geplant und mussten wegen dummen Umständen immer alle Pläne wieder über den Haufen werfen. Der aktuelle Plan war dann, dass ich sie ins 3 Stunden entfernte Gundagai fahre, von wo aus sie ihr Farmer abholt und auf ihre Farm bringt. Länger als ein Tag konnte ich nicht von der Farm weg bleiben und somit hatten wir ein bisschen Zeitdruck.

Ich bin Sophia total dankbar, dass sie freiwillig mit mir in aller Frühe aufgestanden ist um zu füttern. Um 6 klingelte der Wecker aber ich bekam die Kriese als es um halb 7 immer noch stock dunkel war. Leider ist es auch nicht möglich im Dunkeln zu füttern, weswegen wir bis fast 7 waren mussten. Ich hatte alle Eimer schon am Vorabend gefüllt, wir beeilten uns und waren tatsächlich schneller als sonst fertig.
Nachdem ich dann eine Weile in der eisigen Kälte auf Saskia wartete, kam diese, die die Nacht im Auto im Ort verbracht hatte.
Der erste Stopp war der MC Donalds im nahe gelegenen Benalla. Dort ist es warm, es gibt free Wifi und man kann gut Pläne machen.

Auf dem Parkplatz präsentierte Saskia mir das Auto „Brissie“ im Kompletten, zeigte mir unzählig viele Kniffe, Geheimfächer und zeigte mir die gesamte, riesige Ausstattung wie Spiele, Gaskocher, Geschirr, Bettdecken, Töpfe, Wasser-, und Benzinkanister, Campingstühle und viel mehr. Das Auto ist perfekt zum Überleben in der Wildnis ausgestattet :). Ich war total begeistert und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Bei einem MC Flurry und sehr guter Musik verlängerten wir übers Internet die Anmeldung vom Auto die schon abgelaufen war im Bundesstaat Queensland, wo es bereits davor registriert war. Ein paar Tage vorher haben wir in einer Facebook-Gruppe nach Rat gefragt und wussten was zu tun war. Dachten wir zumindest bis dato. Als Saskia davor in einer Werkstatt war, rieten die ihr das Auto weiterhin in Queensland angemeldet zu lassen, da man dort den Sicherheitscheck RWC (ähnlich wie TÜV) im Gegensatz zu den anderen Staaten nicht machen muss, was viel Zeit und Geld spart und das Auto sowieso erst beim Service war. Das ging schnell und einfach und kostete 490$ für ein halbes Jahr.
Soweit so gut. Als wir aber im Anschluss den Besitzerwechsel machen wollten, gab es schlechte Nachrichten. Wir müssten doch den RWC machen und dazu nach Queensland fahren, was ca. 8 Stunden gedauert hätte. Die Dame am Telefon teilte uns aber mit, dass wir den RWC auch in meinem Staat Victoria machen und es dort ummelden könnten.
Nach vielen Anrufen fanden wir immer noch keine Werkstatt die das RWC macht und somit fuhren wir zu Tourist-Info die uns in eine Werkstatt schickten und uns einen Stadtplan mitgaben. Nach weiteren 2 Versuchen hatten wir einen Termin eine Stunde später (zum Glück noch spontan an diesem Tag). In der Zwischenzeit also wieder zum MC und gewartet.

Danach bin ich das erste mal (nach Violet Town) hier Auto gefahren und Saskia tat mir leid. Meine Einparkkünste seht ihr auf den Bildern 😀 Wir haben einen Dosenöffner und mega teure Ü-Eier für sage und schreibe 4$ das Stück gekauft. Als 2 Minions raus kamen, haben wir uns aber umso mehr gefreut und diese als Glücksbringer im Auto ernannt.
In der Werkstatt erzählten sie uns, dass sie den Check erst eine Stunde später machen könnten. Also Auto wieder mitgenommen und im KFC essen gewesen. Als ich fragte, was es vegetarisches gibt, wurde ich dumm angeguckt, aber ich bekam einen Burger mit Pommes drin. Wir hatten viel Spaß, redeten über unsere Reisen, das Auto und alles mögliche und es gab viel zu lachen. So verbrachten wir dort eine ganze Stunde und auch hier freuten wir uns über total gute Musik.
Nachdem das Auto dann in der Werkstatt war, liefen wir zur 2km entfernten Bücherei. Das war das erste Mal, dass in einer solchen war und diese war modern, groß und schön aber nicht wirklich warm. Unsere Pechsträne wollte nicht enden. Das WLAN ging nicht und der Himmel verriet nichts Gutes. In der Ecke mit den Kinderbüchern fanden wir Steckdosen für unsere Handys und lachten über die sehr interessanten Bücher. Wir wussten aber, dass wir die geplante Strecke an diesem Tag nicht mehr schaffen konnten.
Nach 2 Stunden Wartezeit wollten wir von der Bücherei zurück laufen, aber der Regen wurde immer stärker. Eine Frau vor dem Gebäude fragten wir, ob sie uns mit nimmt, aber leider fuhr sie in eine andere Richtung. Uns blieb nichts anderes übrig als zu Trampen. Wir hatten das beide davor noch nicht gemacht und keine hat sich getraut den Daumen raus zu strecken. Ich musste den Anfang machen und kam mir doof vor. Da wir blonden, begossenen Mädels aber so bemitleidenswert aussahen und der Mann ahnte, dass wir einen schlechten Tag hatten, hielt er an und nahm uns obwohl er nur 2 Plätze hatte, mit bis zur Werkstatt. Wir bedankten uns 100 Mal und er war richtig nett.
Wir wussten schon, dass der Tag nicht besser werden würde und mussten noch eine Ewigkeit in der Tankstelle auf das Auto warten. Es gab keine Stühle, es war kalt und es wurde schon dunkel. Gut, dass der Tankstellenmann Mitleid mit uns hatte und 2 Stühle für uns raus kramte. Da sich Saskia auch Gedanken machen musste wie sie zu ihrer Farm kommt, googleten wir nach Busverbindungen, weil ich keinen weiteren Tag frei bekommen hätte. Sie schrieb alle Orte die der Bus anfuhr auf eine Serviette, guckte alles in Google Maps nach und suchte den nächsten Ort. Dieser war zwar immer noch 3 Stunden von ihrer Farm entfernt, aber ihr Farmer versprach, sie trotzdem zu holen und so buchte Saskia den Bus für den nächsten Tag. Wie oft Saskia mich an diesem Tag gefragt hat wie der Ort heißt an dem wir uns befinden, hab ich nicht mehr zählen können 😀

Viele Leute hatten uns entmutigt und gesagt, dass die Werkstätte so gut wie jedes Auto durch den Check fallen lassen, dass man ordentlich Geld zahlt und wenn es auch nur Rost ist. Die Spannung stieg also mit jeder Minute warten.

Wir haben übergroße Freudensprünge gemacht, als der Mann uns sagte, dass Brissie ein super Auto und alles perfekt ist. Wir hätten den Mann am liebsten umarmt und waren super froh darüber. Für 100$ war auch der Preis echt ok. Eine Sorge weniger. Da die Verlängerung der Registrierung in Queensland somit hinfällig wurde, riefen wir da zum 3. mal an und fragten, ob sie dies wieder stornieren könnten. Die Frage, ob wir nun 2 Monate ohne Registrierung rum gefahren sind, war zwar berechtigt, aber Saskia schaltete schnell und sagte, dass sie auf Bali im Urlaub war und das Auto nicht gefahren ist.

Das einzige Problem war jetzt nur noch der Besitzerwechsel für den wir an diesem Tag keinen Termin mehr bekamen. Ich machte einen Termin für kommenden Dienstag, wohl wissend ich würde nicht frei bekommen. Ich solle den Kaufvertrag, Reisepass, Perso, Führerschein, Unterschrift und ein Formular mitbringen. Leider haben wir in der Werkstatt vergessen zu fragen wie lang der Sicherheitscheck gültig ist, sodass ich diesen verschieben kann bis ich frei bekomme.

Nach diesem ganzen Stress fuhr mich Saskia zu meiner Farm und wollte nochmal eine Nacht im Auto schlafen, da Tom von Fremden hier nicht so begeistert ist. Heather (die Mutter von Tom die gekommen war) hatte Suppe gekocht und lud Saskia ein diese zu essen und eine Nacht hier zu schlafen. Wir unterhielten uns alle nett und das Essen tat nach der ganzen Prozedur sehr gut. Auch Heathers Freundin Sheryl war gekommen und begrüßte uns freundlich. Zum Nachtisch bereiteten sie uns eine große Freude und servierten uns Tim Tams – yummi !

Auch nachdem die anderen alle schon ins Bett gegangen waren, unterhielten Saskia und ich uns noch auf Englisch. Wir kennen uns eigentlich kaum und haben uns trotzdem mega gut verstanden und viel Spaß zusammen gehabt, obwohl wir eigentlich nicht wirklich was zu lachen hatten an diesem Pechtag 😉 Wir setzten noch den Kaufvertrag handschriftlich auf, der mit Hilfe einer Vorlage aus dem Internet sehr professionell aussah.

Im Wohnzimmer schliefen wir auf der Couch glücklich und zufrieden ein, im Wissen ich bin jetzt mega stolze Autobesitzerin von der tollen Brissie.

Stolze Grüße der neuen Brissie-Besitzerin

Nadine

 

Meine Einparkkünste

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Minions als Glücksbringer

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Leckere Ü-Eier und Dosenöffner

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KFC

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Pommesburger

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Bücherei

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Warten in der Tankstelle der Werkstatt

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Bussuche

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Keith und ich am Schlafen

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Surprise

Mittwoch, 03.06.2015

Als es noch dunkel war, quälten wir uns aus den Betten und frühstückten wie immer. Uns traf fast der Schlag und wir bekamen einen Kälteschock als wir bei -2 Grad zum Füttern aufbrachen. Toms Dad machte sich solang mit dem Traktor auf den Weg um noch einiges zu Arbeiten. Mit den Umstellungen und den neuen Pferden ging unser Fütterungsplan nun nicht mehr auf und wir mussten die Eimer von den ehemaligen Koppeln einsammeln, auf die neuen bringen und oft zum Nachladen fahren, um alle Pferde satt zu bekommen.
Ab sofort hab ich noch mehr Glück, weil ich auf der Koppel ein Hufeisen gefunden hab, das noch vom Vorgänger der Farm sein muss.

Als sich Toms Dad verabschiedete und uns nochmal ein Kompliment für unsere tolle Arbeit und die gut in Schuss gehaltene Farm machte, ging es wieder ins Beet. Sophia grub heute nochmal Büsche aus und ich schnibbelte mit der Gartenschere das ganze Unkraut weg, sägte Baumstämme ab die im Weg waren und bahnte mir den Weg durch den Gartendschungel. Es machte wieder so Spaß, dass ich nicht mal Mittag machen wollte, aber als mein Magen sich meldete, gab es Wraps im Sandwichmaker.

Als wir nochmal einen Versuch unternahmen zur Post zur fahren, freute ich mich wie ein Schneekönig als der Postmann mir mein lang ersehntes Paket aushändigte.

Keith fand es genau so cool und setzte sich während der Fahrt drauf 🙂

Beim Auspacken war es wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen. Endlich meine Reitsachen und dann kam noch ganz viel leckere Milkaschokolade mit, über die Sophia und ich uns so freuten, dass wir ausflippten und durchs Haus tanzten. Endlich hab ich auch meine Chillerpullis wieder, deren Geruch mir ein bisschen Heimat schenkten.

Mit viel Elan arbeiteten wir weiter bis es dunkel wurde und ich wollte gar nicht mehr aufhören. Wir redeten darüber, dass wir Landschaftsgärtner werden sollten 😛 Tom kann froh sein, so selbstständige und motivierte Mitarbeiterinnen zu haben.

Am Kamin machten wir es uns wieder gemütlich und Sophia machte leckeren Schokopudding-Nachtisch im Ofen.

Am Laptop plante ich dann noch alles für die Übernahme vom Auto von Saskia am nächsten Tag.

Glück(liche) Grüße

Glück 🙂

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Keith liebt mein Paket auch

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Keith liebt Auto fahren

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Freude mit der Schoki
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Abendessen

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Schokopudding

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Action at the farm

Dienstag, 02.06.2015

Heute war Action auf dem Hof angesagt. In aller Frühe wurden von einem total sympathischen Mann 5 junge Pferde gebracht. Wir richteten Wassereimer und Heu und sie fühlten sich auf den Paddocks super wohl. Eine kurze Zeit später kam auch schon der Schmied, der allen Pferden die Hufeisen runter machte.

Wir fütterten die anderen Pferde und während dessen kam Toms Dad schon. Er guckte sich die Farm an, gab uns ein sehr großes Kompliment wie wir alles pflegen und wie schön wir es haben. Er setzte sich gleich auf den Traktor und erledigte einige Sachen.

Zusammen fuhren wir mit dem Ute über die große Farm und er guckte sich alle Pferde an und war zufrieden.

Da es viele ungenutzte Koppeln gibt und die alten Wiesen schon langsam abgegrast sind, stellten wir viele Pferde auf andere Koppeln und die Kühe auf neue, saftige Wiesen. Das klappte widererwarten sehr gut und wir waren zufrieden, als alle Pferde es auch waren. Zufällig war heute Kuh-Fütterungstag und diese von uns heiß geliebte Aufgabe übernahm zum Glück Toms Dad David mit dem Traktor für uns, was viel schneller geht. Er überbrachte uns gute Nachrichten und sagte, dass die Kühe ein paar Tage kein Heu brauchen, weil sie jetzt viel frisches Gras haben – yippi !

Die jungen Pferde brachten wir zusammen auf 2 verschiedene Koppeln und sie fühlten sich ebenfalls sichtlich wohl. Angus mein pferdiger Nachbar musste leider weichen, aber darf nun auf der Koppel neben dem Haus stehen.

Wir kümmerten uns weiter um unsere Beete und es wird langsam aber sicher richtig toll. Auch dafür ernteten wir Komplimente und freuten uns, dass man unsere harte Arbeit sieht.

Sophia kochte für Toms Dad und mich und wir aßen gemeinsam zu Abend, guckten Heartland und genossen den Abend.

Schon früh gingen wir alle ins Bett und Toms Dad schlief auch auf der Farm.

Abwechslungsreiche Grüße

Nadine

Perfect landscape gardener

Montag, 01.06.2015

Wenn es am Morgen so kalt ist, fällt es sehr schwer aus dem warmen, kuscheligen gemütlichen Bettchen raus zu krabbeln. Von Keith kommen auch immer nur ein böser Blick in meine Richtung und ein Grummeln, wenn ich von ihm verlange, dass er aufstehen soll. Ich glaube ich verwöhne ihn zu sehr 😉

Der Tag fing leider nicht gut an, denn als wir im Stall nach unserem Huhn sahen, mussten wir feststellen, dass es tot war. Für mich als Vegetarier natürlich umso mehr ein Schock, zumal es wieder so gut aussah und wir es super gepflegt haben.

Nach dem Füttern widmeten wir uns wieder der Gartenarbeit. Ohne das ironisch zu meinen, macht es uns beiden richtig Spaß die Blumenbeete schön zu machen. Man macht ja sein zu Hause schöner und sieht jeden Tag die ganze Arbeit die man geleistet hat. Den ganzen Tag rupften wir fleißig Unkraut, gruben Beete um und rechten alles. Mit guter Musik in den Ohren und bei Sonne war das richtig entspannend und man hat dabei viel Zeit um nachzudenken.

Wie immer konnten wir es kaum erwarten nach Feierabend und dem Abendessen um 19:45 Uhr Heartland anzugucken 🙂

Müde fielen wir abends in unsere Betten.

Gardening Grüße

Nadine

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Our Garden

Sonntag, 31.05.2015

Leider wurden wir an diesem Morgen mit Regen geweckt und wurden beim Füttern ein bisschen nass. Gerade als wir damit fertig waren, klarte der Himmel auf und die Sonne kam raus.

Unser Huhn sah schon wieder viel besser aus, ich cremte nochmal die Wunde ein und es trank und pickte ein bisschen Körner. Nur tat ihm ein Bein weh und es lief ein bisschen, aber setzte sich dann wieder hin.

Beim Abstecher zur Post wurde ich mal wieder enttäuscht, da mein lang ersehntes Paket leider immer noch nicht da ist.

Da wieder Gardening auf dem Plan stand, bewaffneten wir uns mit Rechen, Schaufel und Schubkarre und gingen an die Arbeit. Sophia grub mit dem Spaten die abgestorbenen Büsche aus, während ich alles zusammen rechte und auf die Schubkarre schmiss und Unkraut zupfte. Damit waren wir den ganzen Tag beschäftigt und arbeiteten fleißig wie die Bienchen daran bis die Sonne unter ging.

Im Haus machte Feuerprofi Sophia ein „nice little fire“ und wir hatten es wie immer am Kamin schön warm. Außerdem hatte sie Kochbücher gefunden und zauberte Backkartoffeln, Backtomaten und eine 1A Weinsoße und wir ließen es uns schmecken. Ein Nachtisch (Pudding-Backmischung) gab es auch noch, den Sophia aber zu künstlich fand. Wie jeden Abend durfte auch die tägliche Heartland-Folge nicht fehlen.

Schöne Grüße aus Violet Town

Nadine

 

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Girlsday

Samstag, 30.05.2015

Entspannt sind wir aufgewacht und haben mit dem Ute erst mal das Auto vom Pub geholt. Nach einem leckeren Frühstück haben wir zu 3. die Pferde gefüttert. Jetzt haben wir seit 3 Tagen den Luxus nicht nur zu 2. zu füttern. Leider war es sehr bewölkt und kalt. Was uns nicht gerade Spaß macht aber nun mal gemacht werden muss, ist das Füttern der Kühe. Wieder brauchten wir 4 Ute-Ladungen voll bis die Kühe satt waren, aber mit tatkräftiger Unterstützung von Yara ging es schneller und wir 3 sahen hatten mehr Heu an uns, als die Kühe zu fressen.

Wie immer haben wir Bowie eine Weile danach von der Leine gelassen.

Da es dann schon Mittagszeit war, haben wir aus Wrap-Teig Pizza gemacht. Mit Oliven, Thunfisch, Tomaten, Mais, Käse und Pilzen und extra Rührei schmeckte das richtig gut.

Irgendwie haben wir uns nicht abgesprochen und keiner mehr den Hund angeleint als wir ins Haus sind. Sophia wollte nach ihm gucken und stieß dabei einen sehr lauten Schrei aus. Yara und ich saßen gerade noch bei den letzten Resten Rührei als Sophia schrie: “ Bowie hat ein Huhn umgebracht“. Dieses lag reglos auf der Seite am Boden. Es atmete zwar noch, aber sah nicht gut aus. Da wir nicht wussten was für das Huhn das beste ist, gingen wir ins Haus und skypten ein paar Leuten um Rat zu holen. Alle waren sich einig, dass wir es umbringen sollten um es nicht leiden zu lassen. Ratlos sind wir raus und das Huhn saß wieder und der Atem wurde langsamer. Wir dachten es hätte nur einen Schock und cremten den Hundebiss ein der nicht blutete und nicht tief war, setzten es in eine Schubkarre mit viel Stroh in einer leeren Pferdebox, legten Körner und eine Trinkschale dazu und ich spritzte ihm mit einer Spritze ein bisschen Wasser an den Schnabel das es dankbar trank. Wir guckten alle halbe Stunde nach unserem Pflegling und es sah immer besser und fitter aus. Das ironische dabei ist, dass Bowie eigentlich dazu da ist um nachts aufzupassen, dass kein Fuchs die Hühner holt und auch dafür gezüchtet ist.

Abends wurde ich dann von den Hofbesitzern von Yara zum Essen eingeladen. Dort ist grad Yaras Nachfolgerin Viky angekommen. Nach der 15 minütigen Fahrt sah ich den schönen Arbeitsplatz von Yara. Es hat 15 Pferde, viele Koppeln, einen Dressur- und Springplatz. Die Anlage und das Haus sind sehr schön und die Besitzer herzlich. Nach einer Hofführung, einem langen Talk mit Viky und ihrer Freundin und kennen lernen des Sohns der Besitzerin, gab es dann Essen. Backkartoffeln, Backtomaten, gebratene Äpfel, Kohl, Brokkoli und Kürbis schmeckten uns sehr gut und wir unterhielten uns sehr nett mit den Farmern Kerrie und David.

Nach dem Essen fuhr mich Yara zurück nach Violet Town, wir guckten nach dem Huhn das besser aussah und Sophia und ich gingen wieder früh ins Bett.

Mädelstag Grüße

Nadine

 

Kuhselfie

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Safe Travels Boys!

Freitag, 29.05.2016

Wieder startete der Tag sonnig, mit einem netten Lächeln der Jungs und gutem Frühstück. Wir waren alle erholt und mit viel Elan ging es mit Spaß ans Füttern. Da Simon, Jan und Joshua so motiviert waren, mussten Sophia und ich wieder fast nichts machen und sie füllten fleißig die Buckets, öffneten uns die Koppeltore und schmissen Heu vom Ute runter. Ratz Fatz war also das Füttern wieder erledigt.

Simon ist ebenfalls begeisterter Hobbyfotograf und zusammen spazierten wir an den Koppeln entlang und schossen gute Bilder der Pferde und der tollen Farm. Die anderen folgten mit dem Auto. Die Fohlen waren sehr frech und neugierig. Eine Weile saß ich auf der Wiese und schmuste mit dem goldigen Rennpferde-Nachwuchs. Als die Speicherkarten irgendwann voll geknipst waren, packten die Jungs ihre Sachen zusammen und luden den Campervan mit Nahrungsmitteln voll.

Keine Ahnung wie, aber irgendwie ist Wallach Angus über den Zaun gesprungen und auf der Farm rum galloppiert. Zum Glück gibt es ein Tor zur Straße hin, er blieb stehen und Sophia fing ihn mit dem Halfter wieder ein. Wir waren froh, dass nichts passiert ist und wir alle (auch Angus) mit einem großen Schrecken davon kamen.

Leider hieß es dann Abschied nehmen. Wir hatten 2 sehr tolle Tage zusammen, viel zu Lachen und ich durfte 3 nette Jungs kennen lernen. Sophia und ich wünschen euch einen schönen und sicherern Roadtrip und bedanken uns für eure tolle Mithilfe und die gute Abwechslung vom Farmalltag !

Nach den doch ruhigen 2 Tagen haben wir Mädels uns danach wieder an die Arbeit gemacht und Sophia machte die Büsche weiter und ich fischte die Blätter aus dem Pool.

Bei Einbruch der Dunkelheit machten wir uns wie jeden Freitag auf den Weg zum Pub. Yara war auch wieder mit von der Partie. Nach ein paar Pommes und Salat ließen wir uns Bier und Cider schmecken. Ein Mädel und 2 Jungs in unserem Alter luden uns auf eine Runde Pool ein. Am Anfang lehnte ich die Getränke die sie ständig spendierten ab, weil ich zurück fahren wollte, aber als sich eine Mitfahrgelegenheit auftat, sagte ich nicht mehr nein. Ständig kauften sie uns Getränke und wollten nicht, dass wir was zahlen. Der Abend im Pub war total cool, die Leute richtig lustig drauf und als der Pub-Besitzer Chips vom Boden leckte, bekam sich keiner mehr ein vor Lachen. Ein Mädel zeigte mir einen australischen Tanz und mit einigen Leuten rockten wir zur guten Musik und die Stimmung war genial. Ganz Violet Town war an diesem Abend auf den Beinen und es gab viel zu lachen.

Um 11 erreichten wir mit der Tochter vom Pub-Besitzer die Farm und Yara schlief spontan bei uns.

Nach einem Mädels-Tratsch und einem Anruf von dem Jungen aus dem Pub der auch noch mit uns schnacken wollte, kuschelten wir uns in unsere Betten und es war schon 2 als wir nach dem gelungenen Abend einschliefen.

Pub`ige Grüße

Nadine

 

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Boys, Chooks, Cows and Horses

Donnerstag, 28.05.2015

Am morgen mit frisch gemachten Rühreiern von Jungs zubereitet, begrüßt zu werden, hat was 😛 Daran könnten Sophia und ich uns gewöhnen. Außerdem helfen die 3 richtig fleißig im Haushalt mit und haben immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. So kommt mal Abwechslung hier rein und wir haben viel Spaß zusammen.

Bei strahlendem Sonnenschein und mit guter Laune ging das Füttern zu 5. sehr schnell und war richtig lustig. Die Jungs haben ja schon einige Zeit auf der anderen Pferdefarm gearbeitet und kennen sich daher ein bisschen aus. Wir genossen es richtig uns auf der Ladefläche vom Ute die Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen zu lassen, während Sophia von Koppel zu Koppel fuhr.

Zum Mittagessen durften wir die leckere Zucchinisuppe der Jungs probieren und alle hauten sich die Bäuche voll.

Nach einem schönen Tag haben wir zusammen einen Ausflug in den Pub gemacht. Donnerstag ist Parmi-Tag und die Jungs und Sophia ließen sich die Schnitzel schmecken. Yara war auch gekommen und wir blieben bei Gemüsepenne. Der Abend war super lustig und bei ein paar Bier unterhielten wir uns gut.

Keine Ahnung warum wir alle so fertig waren, aber alt wurde an diesem Abend keiner und wir schlummerten schon um 11 tief und fest.

Spaßige Grüße

Nadine

 

Füttertruppe mit dem Ute

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