Life ain’t no ponyfarm

Donnerstag, 01.10. – Samstag 03.10.2015

Aylin und ich sind ein sehr gutes Team. Ich sage ihr immer was sie machen „soll“ und achte darauf, dass wir beide gleich viel machen. Ich hole die Pferde, putze und sattle sie und Aylin bringt die anderen Pferde aufs Laufband und wäscht die Pferde nach dem Reiten am Abspritzplatz. So funktionierte alles super. Unsere Chefin Jenny war da und wie ich schon erwähnt habe, ist diese immer sehr fleißig. So hatten wir wieder fast keine Pause und mussten sehr viel Arbeiten.
An den 3 Tagen hatten wir Sage und Schreibe jeweils 12 Stunden-Tage ! Das nennt man meiner Meinung nach moderne Sklaverei. Vor allem für das Geld. Außerdem kann man es unserer Chefin nie recht machen. Und umso mehr man macht, desto mehr kritisiert sie einen. So weiß ich nicht ob es besser ist, weniger zu machen oder mehr. Ihr fallen auch immer ganz abenteuerliche Aufgaben ein, dass wir ja nie rechtzeitig fertig werden.
An einem Tag wollten wir wie immer um halb 5 füttern. Wir kamen mit dem beladenen Quad an ihr vorbei als sie uns stoppte. Sie gebe gerade Reitunterricht und will, dass wir mit dem Füttern warten.
Ihr fiel dann ein, dass sie noch ein Pferd reiten muss. Dieses sollten wir satteln und auch ein anderes das ich reiten sollte. Als ich aufsteigen wollte fragte sie mich, ob ich das Pferd nun reiten will. Ja das hatte sie mir doch gerade gesagt ? Auf jeden Fall bin ich das eine Pferd geritten (das ich schon mal geritten bin) und sie das andere. Das war gut, aber als wir fertig waren dämmerte es schon. Also Pferde absatteln, abduschen und schnell weg bringen. Das Dumme ist, dass man eigentlich im Dunkeln nicht füttern kann. Außerdem mussten wir jedem der 20 Pferde beide Decken für die Nacht drauf machen. Da die 4-Beiner ja alle auf Paddocks stehen, gibt es kein Licht und im Dunkeln mussten wir die Pferde und die Decken finden. Das Gefährliche ist auch die Fohlenkoppel. Diese ist sehr groß und die Kleinen sehr wild. Wenn man nichts sieht und mit dem Quad da drin rum fahren muss, ist das nicht spaßig. Zum Glück wurde niemand verletzt. Es war schon 7 als wir endlich fertig waren und wir waren sehr sauer. Das mit dem Reiten hätte unserer Chefin auch früher einfallen können und war bestimmt eine Strafe. Außerdem hat keiner der beiden geholfen und statt dessen hat unser Chef den Reitplatz mit dem Traktor durchgefahren.
Am Freitag war es das erste Mal so warm, dass wir in den Pool konnten. Wir hatten zwar nicht viel Zeit, aber zwischen der „normalen Arbeit“ und dem Füttern kühlten wir uns kurz ab. Der Tag war schön sonnig, aber das Wasser noch sehr kalt. Ganz Vegetarier und Tierfreund war ich, als ich alle Marienkäfer die unfreiwillig baden gingen aus dem Pool rettete. Unsere Chefs verschwanden irgendwann und dann konnten wir mal früher füttern und auch endlich einkaufen. Dazu fehlte die letzten Tage die Energie.
Brissie kam morgens zum Nachbar in die Werkstatt, weil ein Licht blinkte in einer Anzeige. Dieser sagte er habe alles gecheckt, aber das Auto ist einwandfrei. Er wollte nicht mal Geld dafür. Trotzdem kaufte ich ihm Bier.
Dann hab ich noch erfahren, dass in der Nacht vom 3. auf 4. Oktober Zeitumstellung ist. Jungs aus Aylins altem Hostel haben ihr das gesagt. Erst glaubte ich das nicht, aber Google bestätigte diese Aussage. Nun sind es in dem Staat New South Wales wo ich bin sage und schreibe 9 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland und wenn in Deutschland Winterzeit ist, sogar 10. Echt nervig und sehr schwer so Kontakt zu Deutschland zu halten.
Im TV kam an einem Abend eine Reportage über das Oktoberfest in München. Ich musste total lachen, als der australische Reporter sich an deutschen Wörtern versuchte und von allem fasziniert war.
Ein Pferd steht hier seit einigen Wochen, damit Jenny testen kann, ob es lieb genug für seine neue Besitzerin ist. Diese hatte den Fuchs noch nie gesehen und Jenny wollte ihr Bilder schicken. Erst ritt sie und sprang ihn ein bisschen. Dann sollte ich drauf sitzen. Ich dachte sie will nur Standbilder machen, aber dann sollte ich antraben, angaloppieren und schließlich über ein Kreuz springen. Aus diesem wurde dann ein ganzer Parcours und der Wallach ist ein Traum. Obwohl ich schon ewig nicht mehr richtig gesprungen bin, hatte ich sehr viel Vertrauen zu ihm und er machte alles perfekt. Das war das erste Mal, dass ich ihn geritten bin und die Hindernisse waren ca. A-Höhe. Jenny bekam gute Bilder und ich war glücklich, dass ich ihn reiten durfte.

Liebe Grüße
Nadine

Backpacker-Essen 😛

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Aylin und Hund Stumpy

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Reitplatz

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Jennys Ergebnis. Das Foto für die neue BesitzerinIMG_1938 (FILEminimizer)

A dog for one day

Mittwoch, 30.09.2015

Eigentlich wollten Aylin und ich wie immer zuerst um halb 8 morgens die Paddocks abmisten. Andrew hatte einen anderen Plan für uns. Neben Pferde auf das Laufband stellen, sollten wir Stöckchen sammeln. Am Wald hat es eine große Fläche, aus der Andrew eine Koppel machen will. Hier liegen neben Müll auch viele Holzstückchen. Da man hier eine Erlaubnis braucht um Feuer zu machen (Waldbrandgefahr), muss sich Andrew an feste Tage halten. Es war sein letzter Tag mit der Erlaubnis Feuer zu machen und er wollte, dass wir den ganzen Tag Holz stapeln, sodass er es anzünden kann. Das war sehr anstrengend und alle halbe Stunde mussten wir zurück zur Farm und die Pferde auf dem Laufband tauschen.

Gut, dass Andrew irgendwann ging. So machten wir früh eine ausgedehnte Pause. Wir erschraken, als plötzlich der Hufschmied Chris in unserem Container stand. Er kam um Pferde zu beschlagen. War wohl nix mit Pause ! Mitten im Essen stand ich auf und brachte ihm die Pferde. Chris ist erst 25 und er hat mir den australischen (Aussie) Dialekt näher gebracht. Er macht sich immer über meinen deutschen Dialekt lustig. Irgendwann sagte er, dass ich wohl nie wie ein Australier sprechen werde 😀

Als Chris wieder weg war, aß ich noch und dann war auch schon Fütterungszeit. Aylin erklärte ich wie man mit dem Quad fährt und es hat ihr sehr viel Spaß gemacht.

Nach dem Füttern guckte ich wie immer X Faktor und schlief glücklich ein.

Hundische Grüße

Nadine

 

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Funny stuff

Bevor ich wieder einmal neue Blogeinträge hochlade (hoffentlich lässt mich das WLAN ausnahmsweise nicht im Stich), hier eine kleine Anekdote: ich lege sehr viel Wert auf Rechtschreibung. Letztens habe ich einen Text verfasst und das Wort „Zwischenkommnisse“ verwendet. Weil ich mir plötzlich nicht mehr sicher war, ob dieses Wort im deutschen Sprachgebrauch existiert, habe ich es schnell gegoogled. Was war der erste Treffer? Ein Link zu meinem Blog. In einem älteren Blogeintrag habe ich dieses Wort schon ein Mal benutzt. Scheinbar bin ich also die Einzige die das Wort kennt 😛 schlechtes Beispiel somit für andere 😀

Let`s go to the beach

Dienstag, 29.09.2015

Für mich nach über einer Woche ohne freien Tag gut, für Aylin an ihrem ersten Arbeitstag schlecht: Ich hatte frei. Eigentlich war Ausschlafen geplant, aber das kann ich hier irgendwie nicht. Immer um halb 7 wache ich auf. So frühstückte ich ganz gemütlich und schaute vorsichtshalber nach, wie es Aylin erging. Ihr englisch ist nach eigener Aussage noch nicht so gut (nach einer Woche ja total normal) und so kam ich und erklärte ihr das Wichtigste auf Deutsch. Andrew hatte überhaupt nichts erklärt. Sie tat mir total leid, weil er dann auch noch ankündigte, den ganzen Nachmittag weg zu sein. Ich wies also die arme Aylin schnell ein und zeigte ihr, was sie zu tun hatte. Außerdem ließ ich meine Handynummer da.

Weil es dann schon 12 war, machte ich mich auf den Weg. Das Wetter war perfekt und der Wetterbericht kündigte 26 Grad an. Mit dem Auto gings nach Windsor und von dort mit Zug und Bus zum Bondi Beach. Dort war ich ja mit Papa und Oma schon und der Weg erinnerte mich wieder an die Zeit.

Nach fast 2 Stunden kam ich dort an und es war sehr viel los. Gerade sind Schulferien und den Plan hatten offensichtlich mehrere. Als „Belohnung“ für die harte Arbeit auf der Farm, gönnte ich mir ein Essen beim Italiener. Die sehr ausgefallene Karte, versprach Interessantes. Die Spaghetti mit Nüssen, Ziegenkäse und Salatblättern waren leider ungenießbar. Es war so voller Essig, dass ich es nicht essen konnte. Dabei hatte ich mich so auf das Essen gefreut und Essen gehen ist hier sehr teuer. Für ein Bier, Pizzabrot und die Spaghetti zahlte ich 33$.

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Am Strand war es sehr frisch statt den 26 angekündigten Grad, hatte es um die 20 und leider hatte ich nur kurze Sachen an. So wickelte ich mich in mein Handtuch ein und fragte mich, warum ich keine Jacke mitgenommen hatte. Eine Weile saß ich am Strand und genoss die Sonne und konnte endlich wieder entspannen. Wie immer waren viele Surfer im Wasser und andere Mutige trauten sich bei dem kalten Wind zu baden.

Irgendwann schrieb mir Aylin. Der Schmied war gekommen und wollte Pferde beschlagen. Weder er noch Aylin wusste wo diese stehen. Irgendwann hatten sie aber die richtigen Pferde gefunden 😉

Im Mc Donalds wollte ich alle Dinge im Internet erledigen, die die ganze Zeit liegen geblieben waren, aber das Internet ist ja grundsätzlich nie auf meiner Seite. So funktionierte es nicht und nach einem schönen Tag wollte ich mich als es noch frischer wurde wieder auf den Heimweg machen.

An der Bushaltestelle wartete ich über eine Stunde. Alle Busse die vorbei fuhren waren zu voll und hielten schon gar nicht an. Ich hörte ganz viele Deutsche fluchen. So kam ich mit 2 Mädels und mit 2 Jungs ins Gespräch die ebenfalls auf den Bus warteten. Sie waren alle total cool drauf und die Wartezeit verging so schneller. Im Bus verteilten die Jungs Maoam. Wir verabschiedeten uns nett und es ist total cool, wie oft man auf Reisen neue Leute trifft.

Im Dunkeln erreichte ich die Farm und fragte gleich Aylin nach ihrem Tag. Sie hatte alles gut hin bekommen und war zufrieden. Das freute mich sehr für sie.

Nach X-Faktor ging es erholt ins Bett. Wie jeden Abend mit meiner Wärmflasche die ich mir auf den schmerzenden Nacken und Rücken lege.

Beachige Grüße

Nadine

 

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No longer alone

Montag, 28.09.2015

Eigentlich erlaubte es Jenny nach dem Vorfall mit dem ausgebrochenen Pferd Andrew nicht mehr mich allein auf der Farm zu lassen. Da mein Chef aber Motorradrennen fährt und dies für Montag geplant war, ging er trotzdem.

Eigentlich wollte ich es mir nach der harten Woche ohne Pause gönnen ein bisschen länger zu schlafen, aber dann hatte ich ein schlechtes Gewissen und fing um halb 8 an zu füttern. Nun war ich also wieder komplett allein. Auf so einer Farm im Nirgendwo fühlt man sich da schnell einsam. So rief ich meinen Bruder via Whatsapp an, der noch wach war. Fast 2 Stunden quatschten wir über alles mögliche und ich mistete nebenher mit einer Hand die Paddocks ab. Als ich auflegte fühlte ich mich nicht mehr so einsam. Außerdem kam die Einstellerin Sarah mit ihren beiden süßen Mädels und diese ritten ihre Pferde.

Dann rief mich meine Chefin Jenny an. Schock. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, wenn sie nach Andrew fragte. Am Ende des Telefonates stellte sich raus, dass Andrew ihr doch Bescheid gesagt hatte, dass er geht. Zum Glück ! Sie sagte ich sollte das Pony reiten, solange Sarah noch da ist. Da freute ich mich und er lief echt super. Sarah sagte, ich würde auf dem Pony gut aussehen 😉 ein paar Mal sprang ich auch über ein Kreuzchen und das war gut.

Als Sarah ging, fühlte ich mich wieder gut. Den ganzen Tag stellte ich noch Pferde aufs Laufband und trödelte ein bisschen. Trotzdem machte ich alles, was mein Chef mir gesagt hatte.

Nach dem Füttern musste ich mich beeilen um noch putzen und aufräumen zu können. Außerdem musste ich noch den Müll raus bringen.

Andrew der direkt vom Motorradrennen gekommen war, brachte Aylin mit. Sie hatte ich über eine Facebook-Anzeige ausfindig gemacht, in welcher ich den Job ausgeschrieben hatte. Aylin ist 18, auch aus Deutschland und hat nach dem Abi den Weg nach Down-Under angetreten. Sie ist erst seit einer Woche da und will nun gleich mit dem Arbeiten anfangen. Andrew hatte deutsches Hofbräuhaus-Bier im Gepäck. „Für das, dass du nicht auch abgehauen bist heute“, so die Begründung als ich das Weizen bekam.

Mit Aylin unterhielt ich mich gleich super und freute mich total über neue Gesellschaft und auch Hilfe beim Arbeiten. Eine Weile saßen wir in der Küche bis es spät war und wir ins Bett gingen.

Gesellschaftliche Grüße

Nadine

Lieblingspfer Lucie und ich

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toller Sonnenuntergang

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Hofhund Joey

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Escaped Horse

Donnerstag, 24.09.2015 – Sonntag, 27.09.2015

Der Rest der Woche verlief eigentlich (bis auf eine Ausnahme) ohne große Zwischenkommnisse. Es war gut, dass Tess da war, denn so hatte ich Hilfe und auch jemandem zum Reden. Es war ziemlich kalt und immer bewölkt und hat auch manchmal geregnet.
Ich bin am Freitag wieder mein Pony geritten und Jenny hat mir wieder Springstunde gegeben. Es war sehr gut und er hat alles ohne zu Zögern gemacht. Man merkt einfach, dass er jeden Tag sicherer und besser wird. Das macht total Spaß. Meine Chefin war so begeistert, dass sie meinen Chef holte. Der saß auf seinem Traktor und fuhr gleich wieder weiter. Ihn scheint es wohl nicht sonderlich zu interessieren. So lange er das Pony nicht mehr reiten muss 😛
Samstags morgens kam ich aus dem Wohnwagen und Tess war nicht zu sehen. Ich schnappte mir wie immer das erste Pferd für die Führanlage und lief mit ihm los. Andrew kam mir entgegen, sagte nicht mal Guten Morgen und schrie mich gleich wie wild an. Ich war noch nicht mal richtig wach und verstand nicht, warum er sich so aufregte. Er fragte mich was mir einfalle, dass mir das nicht auffällt und dass ich zurück gehen soll. Ich wusste gar nicht was los war und lief zurück. Alles wie immer. Außer, dass Tess` Pferd Billy nicht da war. Ok, dachte ich mir, dann ist die schon mit ihm an der Führanlage. Andrew schrie noch lauter und ich sagte, dass ich es jetzt auch verstanden hätte. Dann sagte er, dass er das nicht meinte. Ich sah, dass eine Decke eines anderen Pferdes offen war und ging um sie zu zu machen. Da rastete Andrew richtig aus und brüllte mich an. Warum ich mich hinter den Büschen verstecken würde, so die laute Frage. Meine Erklärung machte es nicht besser. Dann kamen auch Tess und meine Chefin die nur einen Bademantel an hatte. Jenny sagte mir ich solle zum Tor laufen. Dann sah ich es: Billy stand bei dem Nachbar hinter dem Stromzaun und guckte doof. Ich kletterte unter dem Zaun durch und griff mir sein Halfter. Zum Glück blieb er stehen und gottseidank haben alle Pferde immer die Halfter auf. Andrew und Jenny brüllten mich nun an, wie man so blind sein kann und warum ich nun nicht mal einen Strick mit genommen hätte. Ja klar: Wenn ich ein Pferd sehe, das abgehauen ist, laufe ich erst zum Paddock zurück, hole einen Strick und warte bis es weg rennt. Tess kam und brachte mir einen Strick. Es war nicht einfach den „Ausgang“ aus dem Stromzaun zu finden und ich frage mich, wie Billy da hin gekommen ist und wie lang er da stand. Daneben war eine Wiese mit saftigem Gras. Pferde muss man verstehen !
Meine Chefs waren total sauer und schrien Tess und mich nochmal ordentlich an. Wie man so blind sein kann, wie sowas passieren kann und dass er uns ja niemals allein lassen kann. Sogar einer Kundin erzählte er wie dumm wir wären.
Zum Glück brachte Jenny das reparierte Quad mit. So geht das Füttern wieder viel schneller.
Wenn meine Chefin da ist, ist es total stressig. Ihr fallen immer irgendwelche Zusatzaufgaben ein und so ist an Pause nicht zu denken. Wir arbeiteten von Sonnenauf-, bis Sonnenuntergang. Ich fand es sehr gemein als Jenny Tess anschrie und sie zur Sau machte, weil sie nur eine Kleinigkeit mit Decken falsch machte. Sie ist hier um zu helfen und ihre Ferien zu genießen und bekommt bestimmt nicht mal Geld dafür. Ich fand es sehr gemein, dass sie ständig angestresst wurde.
Außerdem wissen meine Chefs, dass ich gerade die einzige Backpackerin bin und gerade wenn Tess da ist, hätten sie mich abends ruhig mal zum Karten spielen oder so einladen können. Ich sitze immer allein da und esse und das ist sehr langweilig. Aber da sieht man eben, dass ich nur die „Backpackerin“ bin und mehr nicht.
Sonntags flog Tess leider schon wieder früh zurück nach Melbourne und Jenny für eine Woche ebenfalls. So war ich mit Andrew allein. Da wir die letzten Tage nicht dazu gekommen waren, musste ich einen riesige Pferdetränke sauber machen und das dauerte ewig. Als ich fast fertig war kam Andrew um mir zu helfen. Da er andere Sachen zu tun hatte, sollte ich alle Pferde nur auf die Führanlage stellen.
So ging die anstrengende und sehr stressige Woche (zum Glück) zu ende.

Exhaustete Grüße
Nadine

 

Misteimer einsammeln mit dem Traktor

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Reitplatz

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dummer kleiner Traktor

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Farm

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Brissie mit Heiligenschein

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giftige Redback Spinne

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So werden die Pferde hier „ruhig gestelt“ Fußfesseln (Hobbles) und Beißschutz, dass sie beim Warten nicht die Decken aufessen

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Mittagessen

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Paddocks

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Another day at work

Mittwoch, 23.09.2015

Mit vielen Blasen an den Füßen und fettem Muskelkater im A****, an den Schenkeln und im Bauch bin ich aufgewacht. Ja, Reiten ist eben doch ein Sport 😉
Der Tag war sehr hart. Gestartet haben wir wie immer um halb 8 mit Paddocks abmisten. Gefüttert hat mein Chef Andrew heute.
Dann brachten wir wieder alle Pferde die mussten aufs Laufband.
Wir standen geschlagene 2 Stunden mit gesattelten Pferden da, weil wir dachten Andrew reitet. Bis dann der Tierarzt kam und diese Pferde behandelte. So mussten wir andere Pferde holen und diese fertig machen. Dem Tierarzt John halfen wir auch noch.
Dann gings Schlag auf Schlag. Jenny, meine Chefin ritt einige Pferde und Andrew mein Chef auch. Gemeinsam sattelten Tess und ich viele Pferde, sattelten sie ab, stellten andere aufs Laufband und duschten alle Pferde ab. Da die beiden nicht sehr lange reiten, war das alles stressig und wir mussten immer gleich schon das jeweils nächste Tier fertig haben.
Als wir das geschafft und alle Pferde geritten waren, verabschiedete ich mich um 3 um kurz mein Müsli zu essen. Tess hatte als ich zurück kam schon „mein Pferd geholt“. Ich ritt also das gleiche Pferd wie gestern und es war wieder sehr gut. Von Tess bekam ich viele Komplimente. Da wurde ich glatt rot. Das Pferd und ich waren beide gleich nass geschwitzt, als ich nach 20 Minuten wieder abstieg. Jenny erzählte mir, dass es ein Grand-Prix Dressurpferd sei – Wow cool !
Tess sattelte ihr Pferd Billy und kam als ich gerade fertig war. Jenny gab ihr Unterricht, ich versorgte mein Pferd und holte mein Pony. Das ist das, das ich gestern schon geritten bin. Heute war er schon deutlich gechillter und total super drauf. Er machte ein paar Sätze zur Seite als Andrew mit dem Traktor kam und dieser lachte. Jenny sagte ich soll im Trab über ein Kreuzchen springen. Normalerweise hat das Pony auch vor Hindernissen Angst und Jenny zeigte mir, wie ich das Pony an die Hindernisse gewöhne, ohne ihm Angst zu machen. Diese Technik klappte super und er sprang 1A. Wir machten 4 andere Hindernisse auf die gleiche Art und es war richtig genial. Das Pony sprang alles ohne zögern und Jenny war begeistert. Sie sagte ständig zu mir „good girl“ und „good job“ und lobte mich total. Ich war nur happy, dass ich nach so einer langen Springpause nichts verlernt hatte und alles gut war.
Als Tess und ich die Pferde bzw. Pony versorgt hatten, war es schon 5. Normalerweise füttern wir um halb 5 ! Also ganz schnell die Ladefläche des Utes (Auto) beladen und in Rekordzeit gefüttert. Leider ist das Quad noch nicht wieder aus der Reparatur da, aber mit dem Auto geht es super. Das ist viel besser als mit dem kleinen, langsamen Traktor. Andrew fütterte wieder mit dem großen Traktor die Fohlen. Wir schafften es gerade noch, bevor es richtig dunkel wurde.
Der Tag war somit sehr lange und ich bin fix und fertig. Es war aber total schön.

Schnitzelfertige Grüße
Nadine

Nadine and the horses

Dienstag, 22.09.2015

Tess war schon früher als ich draußen und begann die Paddocks abzumisten. Neben Pferde aufs Laufband stellen, kam der Tierarzt dem wir beide assistierten. Ein Pferd hatte Fieber und er wies uns an, die Temperatur des Fuchses 2 Mal am Tag zu messen. Ich fragte, ob es richtig sei, dass die Temperatur bis 38,5 Grad normal wäre. Jenny und Andrew protestierten beide stark und waren sich einig, dass es bis 37,5 normal ist. Ich warf den beiden einen selbstzufriedenen Blick zu, als der Tierarzt mir recht gab 😀
Eine Kundin kam, Andrew ritt einige ihrer Pferde und Jenny gab Reitunterricht. Tess ritt nebenher ihr Pferd Billy.
Ich sattelte anschließend Pferde für meinen Chef. Das dauerte fast den ganzen Tag und ich konnte nur kurz gehen und was essen.
Dann kam mein Tageshighlight: Nach Ewigkeiten durfte ich wieder aufs Pferd 🙂 Ich freute mich den ganzen Tag darauf. Der Wallach gehört Kunden und er steht hier um ihn auf den Verkauf vorzubereiten. Nach dem Satteln fragte ich meinen Chef, ob er mir zugucken kommt. Er hatte aber keine Zeit und ging Feuer machen. Ich saß nun auf diesem Pferd das ich nicht kannte und wusste nicht was ich mit ihm machen sollte. Ich hatte ja keine Ahnung wie die Australier ihre Pferde arbeiten, was der Wallach kann, ob er brav ist und wie lange ich ihn reiten sollte. Ich tat einfach so, als wäre es ein Pferd das ich zuhause schon geritten bin und machte ganz normal Schritt, Trab und Galopp und legte zu, nahm ihn wieder zurück, ritt Volten, usw. Das klappte gut, der Wallach lief glaub ich ganz ordentlich und er war sehr brav. Alles ging gut und ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Endlich wieder auf einem Pferd ! So ritt ich das nette Tier eine Weile und brachte es zurück.
Als nächstes kam dann eine größere Herausforderung. Ein Berittpony das einem 14 jährigen Mädel gehört. Das Pony hat bestimmt mal schlechte Erfahrungen gemacht. Leider hat es vor ziemlich allem Angst. Seit es hier ist, ist es schon viel besser geworden, aber es ist nicht einfach mit ihm. Schon beim Decke runter machen, zuckt er zusammen und hat Angst. Er wurde davor schon ein paar Tage nicht geritten und als ich aufstieg, wollte er gleich mit mir auf und davon. Ich ließ mich nicht beirren und ritt in Ruhe zum Reitplatz. Dort gruselte es ihn noch mehr und er machte ständig Sätze zur Seite. Zum Glück weiß ich aber, dass er nicht bockt. Er rannte mir auch ständig unter dem A**** davon. Nach einer Weile Reiten mit viel gutem Zureden und Geduld, wurde es deutlich besser und er wurde ruhiger. Mit diesem guten Erlebnis hörte ich dann auf.
Andrew half uns anschließend mit dem Füttern. Das ist gut, weil er den großen Traktor fährt der 100 Mal schneller als der Kleine ist. So waren wir zu dritt ruckzuck fertig.
Trotzdem war der Tag sehr lang und ich schlief nach X-Faktor im TV glücklich ein.

Reiterische Grüße
Nadine

Riding or not?

Montag, 21.09.2015

Als ich montags raus kam, war meine Chefin Jenny da und hatte jemanden mitgebracht. Die 16 jährige Tess aus Melbourne war für eine Woche in ihren Schulferien gekommen um zu helfen. Außerdem gehört ihrer Mutter der Wallach Billy der hier zum Langzeitberitt steht und den wollte sie in der Woche reiten.
Ich war sehr froh, dass Tess da war, weil allein ist alles fast unmachbar. Das Abmisten der Paddocks dauerte zwar länger als sonst, aber immerhin hatte ich Hilfe.
Ich fragte meine Chefin, ob ich diese Woche auch mal Reiten dürfe und sie sagte ja. Ich freute mich riesig und sie versprach, dass ich noch heute Abend die Chance hätte auf ein Pferd zu kommen.
Den ganzen Tag beeilte ich mich total, wies Tess ein und freute mich aufs Reiten.
Wie immer fielen Jenny hunderte von Extraaufgaben ein (es soll ja nicht langweilig werden) und als Tess Billy ritt, war es schon fast dunkel. Mit sehr großer Enttäuschung machten wir nach dem Füttern Feierabend und ich hatte es irgendwie davor schon im Gefühl, dass das mit dem Reiten nichts werden sollte. Den ganzen Tag hatte ich nur 10 min Pause um kurz was zu essen.
Dementsprechend fertig war ich nach einem langen Tag und das Wetter war schlecht. Es war kalt und regnete.
Wenigstens kamen „Home and away“ und X-Faktor im TV.

Nicht reiterische Grüße
Nadine

Help with Emirates Issue

Hallo Leute,

zuerst einmal tut es mir leid, dass ihr so lange kein Update mehr bekommen habt. Das liegt daran, dass das Internet & WLAN hier sehr miserabel bis nicht vorhanden ist und ich so viel arbeite, sodass ich abends hunde-, oder pferdemüde ins Bettchen falle. Gleich lade ich aber wieder einen neuen Eintrag hoch.
Nun aber zuerst was anderes:
Ich habe ein Problem mit meiner Fluggesellschaft Emirates. Und zwar ein Gewaltiges. Der Service ist unter aller Sau und so habe ich bisher schon 4! Mails geschrieben die leider unbeantwortet blieben. Nun habe ich heute angerufen. Das Englisch der Dame war total schlecht. Ich behaupte hiermit steif und fest, dass mein Englisch um Welten besser ist! Ich habe sehr oft nachfragen müssen um zu verstehen was die Gute Frau meint.
Ich habe Ende letztes Jahres meinen Hin-, und Rückflug nach Australien gebucht. Die Flugpläne waren nur bis Mitte Oktober dieses Jahres draußen und so musste ich den Rückflug dort voerst einbuchen. Am Telefon (auf Deutsch) wurde mir versichert, dass wenn ich das Datum für den Rückflug wüsse, ich dieses kostenlos umbuchen könne. Nun fragte ich die Telefondame, ob es möglich wäre, im Mai nach Kambodscha zu fliegen und Mitte nächstes Jahres zurück nach Deutschland. Sie meinte, dass mein Rückflug nur spätestens 12 Monate nach dem Hinflug gültig wäre. Also im März 2016. Das hörte ich zum ersten Mal. Meine Frage, ob ich den Passagiernamen gegen Kosten ändern könnte, verneinte sie. Sonst hätte ich den Flug wenigstens verkaufen können. Nun bin ich sehr aufgeschmissen und die Dame mit dem schlechten Englisch wollte mir auch nicht helfen.
Hat jemand eine Idee, was ich machen kann um im Mai zurück zu fliegen ? Oder kennt jemand jemanden der bei Emirates arbeitet und mir eine gute! Auskunft geben kann?
Ich bin verzweifelt. Ich will nicht im März nach Hause !
Vielen Dank an meine Blogleser für jede Hilfe!
Meine Kontaktadresse:
Nadines10@gmx.de