Escaped Horse

Donnerstag, 24.09.2015 – Sonntag, 27.09.2015

Der Rest der Woche verlief eigentlich (bis auf eine Ausnahme) ohne große Zwischenkommnisse. Es war gut, dass Tess da war, denn so hatte ich Hilfe und auch jemandem zum Reden. Es war ziemlich kalt und immer bewölkt und hat auch manchmal geregnet.
Ich bin am Freitag wieder mein Pony geritten und Jenny hat mir wieder Springstunde gegeben. Es war sehr gut und er hat alles ohne zu Zögern gemacht. Man merkt einfach, dass er jeden Tag sicherer und besser wird. Das macht total Spaß. Meine Chefin war so begeistert, dass sie meinen Chef holte. Der saß auf seinem Traktor und fuhr gleich wieder weiter. Ihn scheint es wohl nicht sonderlich zu interessieren. So lange er das Pony nicht mehr reiten muss 😛
Samstags morgens kam ich aus dem Wohnwagen und Tess war nicht zu sehen. Ich schnappte mir wie immer das erste Pferd für die Führanlage und lief mit ihm los. Andrew kam mir entgegen, sagte nicht mal Guten Morgen und schrie mich gleich wie wild an. Ich war noch nicht mal richtig wach und verstand nicht, warum er sich so aufregte. Er fragte mich was mir einfalle, dass mir das nicht auffällt und dass ich zurück gehen soll. Ich wusste gar nicht was los war und lief zurück. Alles wie immer. Außer, dass Tess` Pferd Billy nicht da war. Ok, dachte ich mir, dann ist die schon mit ihm an der Führanlage. Andrew schrie noch lauter und ich sagte, dass ich es jetzt auch verstanden hätte. Dann sagte er, dass er das nicht meinte. Ich sah, dass eine Decke eines anderen Pferdes offen war und ging um sie zu zu machen. Da rastete Andrew richtig aus und brüllte mich an. Warum ich mich hinter den Büschen verstecken würde, so die laute Frage. Meine Erklärung machte es nicht besser. Dann kamen auch Tess und meine Chefin die nur einen Bademantel an hatte. Jenny sagte mir ich solle zum Tor laufen. Dann sah ich es: Billy stand bei dem Nachbar hinter dem Stromzaun und guckte doof. Ich kletterte unter dem Zaun durch und griff mir sein Halfter. Zum Glück blieb er stehen und gottseidank haben alle Pferde immer die Halfter auf. Andrew und Jenny brüllten mich nun an, wie man so blind sein kann und warum ich nun nicht mal einen Strick mit genommen hätte. Ja klar: Wenn ich ein Pferd sehe, das abgehauen ist, laufe ich erst zum Paddock zurück, hole einen Strick und warte bis es weg rennt. Tess kam und brachte mir einen Strick. Es war nicht einfach den „Ausgang“ aus dem Stromzaun zu finden und ich frage mich, wie Billy da hin gekommen ist und wie lang er da stand. Daneben war eine Wiese mit saftigem Gras. Pferde muss man verstehen !
Meine Chefs waren total sauer und schrien Tess und mich nochmal ordentlich an. Wie man so blind sein kann, wie sowas passieren kann und dass er uns ja niemals allein lassen kann. Sogar einer Kundin erzählte er wie dumm wir wären.
Zum Glück brachte Jenny das reparierte Quad mit. So geht das Füttern wieder viel schneller.
Wenn meine Chefin da ist, ist es total stressig. Ihr fallen immer irgendwelche Zusatzaufgaben ein und so ist an Pause nicht zu denken. Wir arbeiteten von Sonnenauf-, bis Sonnenuntergang. Ich fand es sehr gemein als Jenny Tess anschrie und sie zur Sau machte, weil sie nur eine Kleinigkeit mit Decken falsch machte. Sie ist hier um zu helfen und ihre Ferien zu genießen und bekommt bestimmt nicht mal Geld dafür. Ich fand es sehr gemein, dass sie ständig angestresst wurde.
Außerdem wissen meine Chefs, dass ich gerade die einzige Backpackerin bin und gerade wenn Tess da ist, hätten sie mich abends ruhig mal zum Karten spielen oder so einladen können. Ich sitze immer allein da und esse und das ist sehr langweilig. Aber da sieht man eben, dass ich nur die „Backpackerin“ bin und mehr nicht.
Sonntags flog Tess leider schon wieder früh zurück nach Melbourne und Jenny für eine Woche ebenfalls. So war ich mit Andrew allein. Da wir die letzten Tage nicht dazu gekommen waren, musste ich einen riesige Pferdetränke sauber machen und das dauerte ewig. Als ich fast fertig war kam Andrew um mir zu helfen. Da er andere Sachen zu tun hatte, sollte ich alle Pferde nur auf die Führanlage stellen.
So ging die anstrengende und sehr stressige Woche (zum Glück) zu ende.

Exhaustete Grüße
Nadine

 

Misteimer einsammeln mit dem Traktor

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Reitplatz

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dummer kleiner Traktor

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Farm

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Brissie mit Heiligenschein

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giftige Redback Spinne

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So werden die Pferde hier „ruhig gestelt“ Fußfesseln (Hobbles) und Beißschutz, dass sie beim Warten nicht die Decken aufessen

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Mittagessen

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Paddocks

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