Time to say goodbye 2nd

Donnerstag, 28.04.2016

Der Tag fing trotz Regens gut an. Als ich aufwachte, waren die Jungs nicht mehr da und ich legte mich eine Weile in ein Bett. Carl ist ein richtiger Gentleman und brachte mir Kaffee ans Bett als er zurück kam. Zum Glück war für diese Nacht ein Zimmer frei und der nette Rezeptionist der mich so mag, gab mir für 23$ ein Dreierzimmer. Was ein Luxus !
Der Regen motivierte mich nicht mich groß zu beeilen und so chillte ich im Hostel und kochte Mittagessen als Frühstück.
Die beiden Jungs waren mit ihren Longboards (wie Skateboards) draußen und ich machte mich zu Fuß auf zur Post um ein Paket weg zu schicken. Unterwegs traf ich dann Carl und Kevin. Diese wollten mir das Longboard fahren beibringen. Ich hatte Angst um die Fußgänger um mich herum und von denen wurde ich belächelt. Es machte total viel Spaß und Carl ist ein super Lehrer. Es ist cool mal wieder mit Schwaben abzuhängen und so muss ich mich nicht anstrengen Hochdeutsch zu reden. Es war echt witzig, aber zum Profi werde ich so schnell nicht 😀
Die ganze Zeit hatte ich schon vor mir hergeschoben meine Steuer zu machen. Da mir nicht mehr viel Zeit bleibt zwang ich mich dazu und füllte die Formulare aus. Das war schneller und einfacher als gedacht und ich schickte alles ans Steuerbüro die den Rest machen sollen.
Da der Tag des Abschieds gekommen war (so viele Abschiede) nahm ich mein Baby noch für einen letzten Ritt. Ich fuhr zum schönen Albertpark und einmal um den See herum bis es anfing zu nieseln. Dann kehrte ich wieder um.
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Am Hostel kamen gerade viele andere Leute raus die alle sagten wie cool ich aussehen würde. Sehr witzig, dass das alle finden 😀
Bis der Käufer kam und meinen orange Tornado abholte, saß ich mit anderen im Hostel und quatschte.
Der Käufer war wie letztes Mal zu spät und umarmte mich freundlich. Er hatte einen Anhänger und den Kumpel vom letzten Mal dabei. Als die beiden mein Bike auf den Hänger luden war ich sehr traurig. Wie schnell so eine schöne Zeit einfach vorbei geht ! Was bleibt sind Erinnerungen… Evtl. bekomme ich am Dienstag einen Termin für mein Tattoo bei ihm, was sehr cool wäre.
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Ich winkte meinem Motorrad hinterher und verschwand schnell ins Hostel um mich abzulenken. Die Leute dort fühlten mit mir mit.
Carl und Kevin waren gleich zur Stelle und wollten zur Aufheiterung mit mir Crêpe essen gehen. Zucker macht gute Laune 🙂 leider hatte das Restaurant zu, aber wir fanden ein anderes, gutes Restaurant wo wir gutes Essen bekamen. Außerdem gab es Bier im Sonderangebot. Somit stieß ich mit den Jungs mit ihrem ersten australischen Bier an.
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Der Abend war richtig cool und wir hatten viel Spaß. Wir liefen am St Kilda Pier entlang und sahen die beeindruckende Skyline von Melbourne und die Lichter bei Nacht.
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Viele Pinguine waren unterwegs und liefen uns direkt vor die Füße. Total süß!!
Im Hostel saßen wir zusammen und ich ging zufrieden ins Bett.

Liebe Grüße von der nicht mehr Motorradbesitzerin
Nadine

Time to say goodbye :(

Mittwoch, 27.04.2016

Heute ist Mittwoch, stellte ich beim Aufwachen erschrocken fest. Das heißt, dass ich in genau einer Woche dieses Land verlassen muss, weil mich mein Visa dazu zwingt. Da bekomme ich einen dicken Kloß im Hals und werde sehr traurig. Ich will nicht daran denken nicht mehr jeden Tag von den netten Aussies umgeben zu sein die ihr letztes Hemd geben würden.
Außerdem war es der Tag des Abschieds, also doppelt traurig. Morgens erfuhr ich auch noch, dass mein Hostel restlos ausgebucht ist und ich nicht verlängern konnte. Somit war ich also obdachlos.
Im Internet hatten wir ein Bild von großen Milchshakes gesehen und googelten wo es das gibt. Mit den Motorrädern machten wir also einen letzten gemeinsamen Ausflug dort hin. Es ging quer durch die ganze Stadt und die Fahrt fühlte sich ewig an. Die Ampeln in Großstädten nerven einfach ! Zum Glück bin ich ein Dorfkind. Das „Johnny Pump“ im Stadtteil Essendon ist direkt an der Straße. In der Sonne saßen wir draußen und bestellten einen Shake mit Beeren und einen mit Nutella. Das ist eine Art Attraktion hier und es gibt viele Bilder im Internet von den Shakes. Die Kalorienbomben halten was sie versprachen und mit 7$ (umgerechnet 4,50 Eur) waren sie auch noch ein echtes Schnäppchen.
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Letztes gemeinsames Bild

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Wir genossen die letzten gemeinsamen Minuten (wie sentimental) und bereiteten uns auf den Abschied vor. Ali fährt wieder nach Sydney, weil er Besuch bekommt und damit endet unsere gemeinsame Reise. Es war genialer als ich es mir vorgestellt hatte, wir kamen total gut miteinander aus und hatten eine absolut obergeile Zeit ! Das war definitiv eines meiner großen Highlights von Australien und ich habe jede Sekunde auf meinem Bike genossen. Schade Ali, dass du gehst, aber wir sehen uns mal wieder ! Pass auf dich auf und komm heil nach Sydney !
Somit war ich allein, verlassen und ohne meine beiden Jungs und blieb noch eine Weile dort sitzen um ein bisschen zu schreiben. Schreiben ist nämlich immer eine gute Ablenkung. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen fuhr ich zum Brighton Beach. Dort gibt es viele kleine Häuschen direkt am Strand, was eine große Attraktion hier ist. Das war nun also die erste Fahrt ohne Ali und somit ohne Navigator. Außerdem musste er mich immer daran erinnern, den Blinker auszumachen, was ihn sehr genervt hat. Mit meinen Kopfhörern im Ohr mit GoogleMaps fuhr ich also eine Stunde durch den Verkehr von Melbourne.
Es war nicht einfach zu finden, aber ich freute mich, Bilder machen zu können von den schön bemalten Häuschen.

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Ich genoss die frische Seeluft und machte mich dann auf zum Tanken. Davor ist mein Motorrad nämlich einige Male abgesoffen und hat sich komisch benommen. Selbe Sache wie mit meinem Auto. Am Verkaufstag macht es plötzlich zicken. Laut Tageskilometerzähler konnte das Benzin nicht leer sein, aber ich versuchte es trotzdem mit Tanken. Zum Glück war damit das Problem gelöst und ich atmete auf.
Als ich zurück zum Hostel fuhr und mein Motorrad wie immer auf dem Gehweg abstellte, quatschten mich zwei Männer in den Mittvierzigern an. Sie fragten, ob ich eigentlich wisse wie cool ich auf dem Motorrad aussähe. Da die Australier einfach nett sind, nahm ich das als Kompliment und setzte mich zu ihnen. Sie bestellten Bier für mich, weil sie sagten, dass ja alle Deutschen Bier trinken. Ich bestellte mir was zu Essen und wir redeten viel. Die beiden sind Chefs einer sehr großen Handyfirma in Australien und haben beide Familien und Kinder die so alt wie ich sind. Sie waren schon in fast jedem Land der Welt und wir unterhielten uns ewig über das Reisen. Sie gaben mir wertvolle Tipps, wo man auf was achten muss und sagten ich solle immer auf mich aufpassen. Der eine ist auch noch Vegetarier und gab mir viele nützliche Ratschläge was ich in Vietnam essen sollte und was nicht. Er gab mir die Adressen zu allen vegetarischen Restaurants im Umkreis und die App Happy Cow die einem vegetarische Restaurants in der Nähe verrät. Als ich nicht schaute, zahlte der eine heimlich mein Essen. Außerdem erzählte ich ihnen, dass mein Hostel für die kommenden Nächte ausgebucht ist und dass ich keinen Schlafplatz hätte. Ihr Büro ist direkt nebenan und viele Mitarbeiter liefen nach Feierabend vorbei. IMG_9087 (FILEminimizer) IMG_9088 (FILEminimizer)

Jeden Einzelnen fragten sie, ob jemand eine Couch für mich hätte. Leider konnte mich niemand aufnehmen. Die beiden netten Männer verabschiedeten sich und ich ging ins Hostel. Dort gab es kostenlosen Wein und Käse und ich nutzte das aus, obwohl ich ja gar nicht mehr eingecheckt bin. Nur hatte ich leider absolut immer noch keinen Plan wo ich für die Nacht hin sollte. Über Couchsurfing hatte ich auch niemanden gefunden und weit fahren konnte ich auch nicht, weil die Strippen die wir zum Festzurren meines Backpacks genommen hatten Ali gehören und er diese logischerweise wieder mitgenommen hatte. Ich tat so als hätte ich diese Sorge nicht und chillte einfach im Hostel.
Es war schon 12 da kamen 2 Jungs und checkten ein. Der Akzent kam mir bekannt vor und ich sprach die beiden an. Carl und Kevin sind gerade erst von Deutschland gelandet und Carl’s Backpack steckte in Hong Kong fest. Wir quatschten eine Weile und zufällig kamen wir auf meine Schlafsituation. Ohne zu zögern boten die beiden mir an, bei ihnen im Zimmer zu schlafen. Sie hatten ein Doppelzimmer. Da ich noch 2 Decken hatte, benutzte ich eine als Matratze, die andere zum zudecken und die beiden Handtücher vom Zimmer dienten als Kissen. Auf dem Boden war es gar nicht so unbequem wie es sich anhörte und ich schlief auch sofort ein.
Das wird die erste Nacht ohne Ali 😦

Liebe Grüße von der verlassenen
Nadine

Beautiful St Kilda

Dienstag, 26.04.2016

Da Tom seine Hündin Nelly bei den Nachbarn hat, musste er wieder zurück nach Nelson fahren, obwohl er die ganze Woche Urlaub hat. Zu dritt liefen wir los um uns ein gutes Frühstück zu gönnen. Das genossen wir in der Sonne und bei 25 Grad in der Nähe vom St. Kilda Strand.
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Es war echt schade, dass Tom gehen musste, aber wir sehen uns bei seiner Europatour im September wieder.
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Ali und ich machten einen Ausflug zum Strand um das gigantische Wetter auszunutzen. Zwei deutsche Jungs die er kennen gelernt hatte, kamen zu uns und wollten auch was von St. Kilda sehen. So machten wir zu Fuß eine große Runde, liefen am Strand spazieren und bummelten durch die Stadt.

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Als die Sonne gerade unterging, waren wir wieder am St. Kilda Pier. Dort war ich bereits zwei Mal vor einem Jahr um die berühmte Pinguin Parade anzuschauen. Wenn es dunkel wird, kommen die Pinguine vom Meer wieder hergeschwommen und verstecken sich unter den Felsen. Sehr viele Leute schauen sich das an und es ist immer wieder süß die kleinen Tierchen da rum watscheln zu sehen. Außerdem ist der Sonnenuntergang am Pier jedes Mal aufs Neue sehr beeindruckend.
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Die beiden Jungs wollten was essen gehen und Ali lief zurück ins Hostel. Ich schloss mich zum Essen gehen an. Wir gingen ins bekannte Lentil as anything (Linsen als alles), wo wir eine Weile auf einen Tisch warten mussten. Das ist ein Restaurant bei dem man so viel zahlen darf, wie man will. Die Jungs bestellten was indisches und ich hatte indonesische Pfannkuchen. Unser Essen schmeckte super und wir waren zufrieden. Im Restaurant ist eine Spendenbox, wo man dann das Geld rein wirft. Es steht geschrieben, dass wenn man 5$ zahlt, es nett ist, aber keine Kosten deckt, bei 15$ einige Kosten gedeckt sind und bei 20$ alle Kosten gedeckt sind und auch das Personal, die Miete, etc. gezahlt ist. Das ist meiner Meinung nach ein super Konzept und auch für Leute gedacht die nicht viel Geld haben, aber trotzdem mal essen gehen wollen (wie Backpacker 😀 ). IMG_9013 (FILEminimizer)

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Die Jungs haben einen Van und damit fuhren sie mich ins Hostel. Sie blieben da und machten einen Filmeabend mit Ali. Ich holte mal wieder Blogeinträge nach und organisierte einige Sachen. Leider ist das Hostel so beliebt, dass es keinen Platz im Schlafsaal mehr gab und so bekamen wir ein Doppelzimmer mit 2 Betten. Vor dem Fenster hörte ich Musik und machte es auf. Eine Gruppe von ca. 15 Spaniern saß zusammen und musizierte. Das liebe ich am Hostelleben so arg und freue mich immer, wenn ich Musik höre. So krabbelte ich aus dem Fenster, weil mir alle zuwinkten und setzte mich mit meinem Laptop dazu. Um 1 wurde die Musik vom Rezeptionist verboten und dann ging ich zu den Jungs und schaute mit ihnen Filme.
Irgendwann war ich zu müde um meine Augen offen zu halten und ich schlief glücklich ein.

Liebe Grüße von St. Kilda
Nadine

ANZAC day

Montag, 25.04.2016

Mir war es recht, dass wir um 10 auschecken mussten, denn nach diesem Erlebnis wollte ich auch nicht länger in diesem komischen, mysteriösen Hostel bleiben. Tom der im Auto geschlafen hatte kam und packte unser Zeug in sein Auto. Ich beschwerte mich an der Rezeption über den Vorfall mit dem Bett. Die Dame konnte sich nicht erklären, wie das passieren konnte, dass es ein Bett zu wenig gab, aber gab mir die 10$ für die Übernachtung zurück. Im Zimmer wurde ich von allen gleich nochmal dumm angemacht was mir einfiele einfach ein Bett zu klauen. Der Nachtmanager hatte uns dieses ja zugeteilt und es sah nicht so aus, als würde es schon jemandem gehören. Da wurde ich echt sauer und dachte es geht los.
Ich fuhr mit dem Motorrad zum neuen Hostel und Ali kam später nach. Es ist ein Luxus, wenn man mal ohne Backpack hinten drauf fahren kann. Das Hostel „The Ritz for Backpacker“ ist das in welchem wir das letzte Mal in Melbourne schon waren. Das ist sehr schön, sauber und familiär. Außerdem preiswert. Tom kam auch und blieb die Nacht, weil er Urlaub hatte.
Um halb 12 sollte der erste Interessent für mein Motorrad kommen. Da ich Australien am 3.5. verlassen muss bleibt mir leider nichts anderes übrig meinen Orange Tornado zu verkaufen. Bei jedem Gedanken daran, bekomme ich einen Stich ins Herz. Leider verspäteten sich die Interessenten und die anderen kamen zu früh. Wenigstens „klaute“ ich in der Zwischenzeit einen Lappen aus der Hostelküche und polierte mein Bike fleißig. Nun waren beide Interessenten gleichzeitig da und mir war das sehr peinlich. Ali und Tom waren auch da und so waren plötzlich 7 Leute um das Motorrad versammelt. Der eine war ein 18 jähriger Junge mit seinem Papa und die anderen 2 Kumpels in meinem Alter und der eine wollte mein Motorrad für seine Freundin. Ali konnte die technischen Fragen beantworten und ich die Fragen zum Fahren. Beide waren sehr interessiert und fuhren Probe. Als der Jüngere noch unterwegs war, schlug der andere zu und machte mir ein super Angebot. Er und seine Freundin haben einen Sohn und da bald Muttertag ist, will er seiner Freundin das Motorrad schenken und sie überraschen. Sie ist so alt wie ich und sieht wohl auch aus wie ich. Für 2.600$ schlug ich ein und war happy. Für 2.300$ hatte ich es gekauft und nichts investiert. Außerdem ist er von Beruf Tätowierer und ich plane sowieso schon die ganze Zeit mein neues Tattoo. Er gab mir 500$ Anzahlung, versprach mir ich bekomme ein kostenloses Tattoo (kostet normalerweise 300$) und meinte ich kann das Bike behalten, bis ich gehe. Meine Freude war unbeschreiblich, aber zugleich war ich traurig, weil diese geniale Zeit nun einfach so vorbei ist. Wir verstanden uns super und auch der Vater und der Sohn waren nicht sauer, dass es so gelaufen ist. Es wären an diesem Tag noch 4 andere Leute zum Anschauen gekommen, aber denen sagte ich sofort ab. Die Jungs luden uns auf ein Bier ein und so saßen wir zu 5. im Pub und hatten einiges zu quatschten. Aus dem Hostel holte ich ein Blatt Papier und machte einen Vertrag fertig. Alle waren glücklich und der Käufer fragte mich, ob er mich umarmen dürfe, weil er so glücklich sei. Er versprach mir Bilder zu schicken, wenn seine Frau damit fährt. Eine Weile saßen wir zusammen und dann brachen die beiden Jungs auf. Meine größte Sorge die ganze Zeit war echt, dass ich das Bike nicht verkaufen kann und nun mache ich noch Gewinn und habe für die Reise praktisch nichts bezahlt.

Der Käufer, sein Kumpel und Ali
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Es war ein schöner, sonniger Tag und Ali, Tom und ich saßen vor dem Hostel und genossen die Sonne. Der asiatische Imbiss vor dem Hostel hatte gutes, günstiges Essen wo wir was bestellten. Wieder Frühstück, Mittagessen und Abendessen in einem.
An diesem Tag war Nationalfeiertag. Der sogenannte ANZAC day (Australian and New Zealand Army Corps) ist ein nationaler Gedenktag in Australien, Neuseeland und Tonga. Der 25. April 1915 ist der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im Ersten Weltkrieg – der Landung auf Gallipoli. Die Schlacht von Gallipoli führte zu erheblichen Verlusten unter den australischen, neuseeländischen und tongaischen Soldaten, die in einer Streitmacht geführt wurden. Den ganzen Tag sah man Fliegerformationen überall rum fliegen.
Wir machten uns auf eine Pub-Tour und fingen im Pub am Hostel an. Tom saß da mit seinem Essen als ein total betrunkener, junger Mann her kam und nach Essen fragte. Zum meiner Verwunderung holte Tom einen Teller und gab dem Typ was ab. Ich hätte das definitiv nicht gemacht. Der war so betrunken, dass er nicht mal mehr essen konnte. Es stellte sich heraus, dass der Typ der seinen Namen nicht mehr wusste, von Irland ist. Er war super witzig drauf und wir hatten viel Spaß. Sein Cousin studiert Deutsch und wir riefen ihn an. Dieser unterhielt sich mit mir auf Deutsch und versprach auch vorbei zu kommen. Der Betrunkene verließ uns zwischenzeitlich und eine Weile später tauchte wirklich Cousin Frank auf. Das war ein super Typ und sehr besorgt um seinen Cousin der aber in der Zwischenzeit Zuhause angekommen war. Er zog noch mit uns mit in den nächsten Pub und verließ uns dann. Schon witzig mit drei Jungs unterwegs zu sein und alle sind so nett zu mir. Obwohl sie mich alle gerne ärgern 😉
Wir machten Abstecher in einige andere Pubs, aber irgendwie war in St. Kilda nichts los. Das hatten wir alle nicht erwartet und es war komisch. In einer coolen Bar spielten wir Jenga (der Holzturm wo man immer Klötze rauszieht) und lernten einige coole Leute kennen. Leider schloss die Bar zeitig und so waren wir schon früher als gedacht wieder im Hostel und schliefen.
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Das war ein rundum gelungener ANZAC day für mich.

Liebe Grüße aus dem sonnigen Melbourne
Nadine