Horse spoiling

Sonntag, 11.10. – Donnerstag, 15.10.2015

Eines morgens war alles wie immer und Aylin und ich hatten gute Laune. Bis zu folgender Situation: Die Pflanzen hier werden mit einem Rasensprenger mit Zeitschaltuhr täglich bewässert. Irgendwie war es an diesem Tag viel Wasser und es lief schon den Weg entlang. Jenny war draußen und ich dachte ich sage nichts. Das letzte Mal als ich Andrew nett darauf hinwies, dass das Wasser in einer Tränke überläuft, sagte er: „Ach was?“ Und war total sauer. Somit beschloss ich diesmal ruhig zu sein. Auf ein mal schrie Jenny wie verrückt los. Was denn hier mit dem Wasser passiert wäre, ihre Frage. Ja was weiß denn ich ? Ich stelle das doch nicht ein! Sie brüllte mich lauthals an warum ich nichts gesagt hätte, das Wasser würde ein Vermögen kosten usw. Ich erklärte ihr, dass ich beim letzten Mal so eine unverschämte Antwort bekommen hatte und diesmal nichts sagen wollte. Außerdem stand sie auch schon eine Stunde im Garten, telefonierte und merkte nix. Dann kam Andrew und meine Chefin schrie ihn an, dass er Schuld sei. Daraufhin eskalierte es völlig und er war so sauer auf mich, dass ich glaubte er würde mir gleich an die Gurgel gehen. Ob ich wüsste was das kosten würde und dass ich wenn ich Pech hab nun nicht mehr duschen kann, weil das Wasser aus einem Tank kommt, usw. Ich wusste nicht, dass ich in Englisch so gut fluchen kann, aber ich kam ebenfalls sehr in Rage und schrie zurück. Andrew meinte dass er letztes Mal nur so eine patzige Antwort mit dem überlaufenden Wasser gegeben hätte, weil ich genau gesehen hätte, dass er es nachgefüllt habe und auch selbst gesehen hätte, dass es überläuft. Diese Logik verstand ich nicht. Anscheinend hatte er es ja nicht gesehen, sonst hätte er es ja rechtzeitig ausgemacht.
Irgendwann hatten sich alle wieder beruhigt, aber ich war echt sauer ! So muss ich mich garantiert nicht anschreien lassen wegen was wofür ich nix kann. Ich argumentierte auch, dass ich täglich bis zu 12 Stunden teilweise ohne richtige Pause arbeite, mir den Hintern aufreiße und mich jeden Tag anschreien lassen muss. Andrew hatte mich auch noch als „dumm“ beschimpft und zu Aylin und mir „fucking Girls“ gesagt. Jenny der das sichtlich unangenehm war sagte, dass es nur wegen dem bevorstehenden Turnier so lange Tage wären, ich das wüsste und wir auch oft genug kurze Tage hätten. Ich wies sie darauf hin, dass „kurze Tage“ mindestens 9 Stunden lang sind und wir arbeiten bis zum umfallen. Das stimmte sie ein wenig nachdenklich und den ganzen Tag waren beide ungewöhnlich freundlich.
Ich ritt wieder jeden Tag mein Pony, aber leider sonst kein anderes Pferd.
Das Wetter war nicht gut und es regnete fast jeden Tag. An einem Abend gewitterte es und schüttete aus Kübeln. Im Regen mussten wir die Pferde eindecken. Dann standen wir mit unserer Chefin in der Futterkammer und beobachteten die Wassermassen die an uns vorbei flossen. Mit dem Füttern mussten wir warten bis der Regen vorbei war. Ich zeigte Jenny die Springbilder die wir letztens vom Pony gemacht hatten.
Am nächsten Morgen fragte sie mich, wann wir die Bilder vom Springen gemacht hätten. Ich erklärte wann es war und mein Chef war an diesem Tag auf der Farm. Sie rastete komplett aus, schrie mich an was mir einfiele ohne sie zu springen, ob ich wüsste wie gefährlich das sei und hielt mir schreiender Weise eine Rede was alles passieren hätte können. Sie hatte selbst gesagt, dass ich immer springen könnte sobald einer der beiden auf der Farm ist. Ich verstand die Welt nicht mehr und als sie dann noch anfing Aylin dafür verantwortlich zu machen, wurde es doof. Ich sagte nur, dass sie mir es erlaubt hätte und sie sagte, dass jemand auf dem Reitplatz stehen müsse, wenn ich springe, weil ich das allein nicht könne. Ungeschickt ist auch, dass die Besitzer alle nicht wissen, dass ich ihre Pferde reite. Klar wäre das Ausmaß nicht anzunehmen was los wäre, wenn irgendwas passieren würde. Das kann ich auch gut verstehen.
Donnerstags gab sie mir dann eine Springstunde mit dem Pony und es war sehr gut. Leider darf ich irgendwie nur andere Pferde reiten, wenn nur mein Chef da ist (und meine Chefin es nicht mitbekommt).
An einem anderen Tag bekam ich eine Dressurstunde auf dem Verkaufspferd das ich schon geritten bin und es war richtig genial. Er lief locker und toll. Jenny lobte mich zur Abwechslung richtig viel.
Andrew sagte zu mir, dass ich nächste Woche einige Pferde reiten solle und meine Chefin funkte gleich dazwischen. Nur, wenn sie mit meiner Arbeit zufrieden wäre, dürfe ich reiten und das wäre sie zur Zeit nicht, so ihre Aussage. Mein Chef sagte gleich, dass er es wäre und ich ihm eine große Hilfe bin, wenn ich die Pferde reite. Das tat sie ab und meinte „das sehen wir ja dann“. Aylin fragte sie im gleichen Atemzug, ob sie reiten wolle. Diese sagte aber gleich nein, weil sie eigentlich lieber voltigiert. Bestimmt hätte Jenny als Strafe für mich dann nur Aylin reiten lassen und mich gar nicht mehr. Es gibt aber sowieso keine Pferde die wir reiten können, also wäre das schwierig gewesen.

Hinzu kam, dass es an 2 Tagen 38 Grad hatte ! Es war einfach unaushaltbar heiß. Das ist der heißeste Frühling seit Aufzeichnung des Wetters, sagen sie im Radio. Erst erlebe ich hier den kältesten Winter und dann den heißesten Frühling. Jenny und Andrew sagten, dass wir in den Pool gehen können. Wir haben aber so viel gearbeitet, dass dafür keine Zeit blieb. Zwei Mal konnten wir aber zur Abkühlung rein.

Das andere große Problem bei der Hitze sind die Fliegen. Mir kommt es hier so vor als würde eine Fliegenplage herrschen. (Mein Korrekturprogramm kennt das Wort „Fliegenplage“ 😀 ). Die Biester sind richtig aggressiv. Sie fliegen uns mit Turbogeschwindigkeit ins Gesicht, setzten sich in Ohren, Nase und Augen und bleiben dort auch gern sitzen. Solch krasse Fliegen habe ich wirklich noch nirgendwo gesehen.

Am Mittwoch haben wir wie immer abends alle Decken drauf gemacht. Ich war gerade dabei das letzte Pferd einzudecken, als es passierte: Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie fiel das Pferd einfach um und auf mich drauf. Es kickte vorher nicht, bockte nicht und sah auch nicht so aus als würde es sich wälzen wollen. Ein bisschen Panik machte sich schon in mir breit, weil ich nicht wusste, wann das große Tier wieder aufstehen wird. Mit aller Kraft versuchte ich hoch zu kommen, aber schaffte es nicht. Zum Glück stand das Pferd wieder auf und ich schleppte mich ganz schnell aus dem Paddock. Mir tat die Schulter abartig weh und der rechte Fuß. Ich spürte auch sofort, wie dieser anschwellte. Aufstehen war nicht möglich und so versuchte ich mit meinem restlichen Handyakku Aylin, Jenny und Andrew anzurufen, aber niemand antwortete. Irgendwann rief Jenny zurück und sie und Andrew kamen mit dem Quad um mich zu holen. Ich bekam gleich viele Schmerzmittel und es tat noch richtig weh. Jenny meinte ich soll das Quad fahren und Aylin füttern. Meinen Fuß legte ich aufs Lenkrad, weil er immer dicker wurde. Ich konnte gar nicht laufen und vor dem ins Bett gehen warf ich mir noch mal eine ordentliche Dosis Schmerzmittel ein.

Den ganzen nächsten Tag musste ich humpeln und hinzu kam auch noch, dass das der härteste Tag war. Alle Turnierpferde bekamen ein „Show-Shampoo“. Also alle 9 Pferde ca. 30 Minuten lang pampern. Die müssen sich fühlen wie im Schönheitssalon und ich hätte gerne mal so eine ausführliche Maniküre wie diese Vierbeiner hier. Mit Spülmittel waschen wir Mähne und Schweif, mit Teppichreiniger die weißen Stellen an den Beinen, mit Haargel wird die Mähne glatt gezogen und mit Teppichpolitur der Schweif eingesprüht. Nachdem der Schweif eingeflochten ist, kommt ein Schweifschoner dran, der an der Decke befestigt wird. Um die 4 Beine kommen Bandagen, dass die Pferde nicht dreckig werden. Auch die Decken werden alle frisch gewaschen, damit die Pferde ganz sauber bleiben. Natürlich mussten wir auch Sattelzeug putzen und alles im LKW und Anhänger verstauen. Ich war schon fix und fertig bevor das Turnier überhaupt los ging und meine Schulter bekam ich gar nicht mehr hoch, trotz Schmerzmittel.

Turniervorbereitungsgrüße

Nadine

Spinne

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Bäääh – matsch

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So ein unrealistischer Himmel

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Herz

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Get the Party started

Freitag, 09.10.2015

Irgendwie hatten wir totales Glück und mein Chef hat sich wieder zum Motorradrennen verabschiedet. Das ist für uns wie Urlaub, obwohl wir trotzdem arbeiten.
Zuerst haben wir pünktlich gefüttert, dann Paddocks abgemistet und dann die anderen aufs Laufband gestellt.
Heute habe ich beschlossen nicht zu springen und nur das Pony und das Indianerpferd Dressur zu reiten, so wie mein Chef es mir gesagt hatte. Das war gut und es war abnormal heiß.
Sehr früh waren wir mit allem fertig und riefen meinen Chef an. Diesen Part durfte Aylin übernehmen, weil Andrew sie viel lieber mag und ihr immer Antworten auf Fragen gibt, während er mich oft ignoriert. Er fragte gleich, ob das mit unserer Chefin abgesprochen sei und Aylin sagte, dass sie es erlaube wenn er es auch würde. Da unsere Chefin mit mir geschrieben hat, wusste Aylin nicht, dass Jenny davon nicht so begeistert war, aber Andrew erlaubte es zum Glück trotzdem. Und zwar ging es darum, dass wir am Abend nach Sydney zum feiern wollten und auch da übernachten.
Am Wegrand sah ich einen kleinen Vogel sitzen. Ich ließ ihn da, weil ich dachte, dass seine Mutter ihn vielleicht finden würde. Nach einer Stunde saß er immer noch da und mit Handschuhen hob ich ihn vorsichtig hoch und setzte ihn auf ein Handtuch. In unserem Küchen-Container suchten wir ein schattiges Plätzchen. Ich gab dem Kleinen mit einer Spritze Wasser in den Schnabel, stellte eine Wasserschüssel hin und holte Haferkörner von den Pferden. Nun hatten wir einen kleinen Schützling. Er versuchte immer zu fliegen und erst dachte ich, dass sein Flügel gebrochen sei. Dann merkte ich aber, dass er einfach noch nicht fliegen kann. Ich ließ ihn von meiner Hand aus starten, aber er stürzte immer wieder ab und ich fing ihn vorsichtig auf. Die nächsten Tage wollten wir das noch ein paar Mal versuchen aber wir ließen ihn sich ausruhen.
Wir fütterten früh und machten uns mit dem Zug auf den Weg nach Sydney.
An der Station trafen wir uns mit der Dänin Sarah. Diese kenne ich von meiner letzten Farm und unter anderem mit ihr habe ich den Roadtrip von Melbourne nach Sydney gemacht. Sie lebt nun in einer WG im CBD (Central Business District) direkt in der Stadt. Wir kauften uns Billigwein und stießen in der WG damit an. Das Gebäude ist riesig, sieht aus wie ein Hotel und hat sogar einen Empfangsmensch. Es gibt 50 Stockwerke und der Aufzug brachte uns in den 9. Das Wohnzimmer ist sehr groß und die Küche ebenfalls. Die Zimmer sind dafür sehr klein, es stehen Stockbetten drin und es schlafen in jedem der 3 Zimmer jeweils 4 Leute.
Sarahs Kollegen waren bereits in der Star Bar die wir nach 3 min. zu Fuß erreichten. Es gibt drei Stockwerke, die Bar ist gigantisch groß und es steppte der Bär. Sarahs Kollegen schleppten uns gleich auf die Tanzfläche und die sind alle sehr nett. Auch die Musik war richtig genial und wir hatten viel Spaß. Drei Jungs liefen uns die ganze Zeit hinterher und nervten uns. Wenigstens zahlten sie uns ein Bier.
So beschlossen wir zu flüchten und mit dem Taxi in unsere geliebte World-Bar zu fahren. Obwohl ich nur 1 Bier und 1 Tequila hatte, wurde mir plötzlich sehr schlecht und der Abend war für mich gelaufen.
Mit dem Taxi ging’s um 3 zurück zu Sarahs WG.
Mitten in der Nacht wachte ich auf dem Boden auf und wanderte aufs Sofa im Wohnzimmer.
So endete der Abend an dem ich eigentlich meinen Geburtstag feiern wollte nicht so gut.

Verwirrte Grüße
Nadine

 

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Little sins

Donnerstag, 08.10.2015

Andrew war wieder mal auf dem Motorradrennen und wir den ganzen Tag allein.
So mussten wir heute auch morgens die Pferde füttern.
Unser Chef hatte mir aufgetragen 2 Pferde zu reiten. Er meinte ich soll nicht springen, wenn er nicht da ist. Mir juckte es aber total in den Fingern und wenn da so viele tolle Sprünge auf dem Platz stehen ist das sehr einladend. Aylin wollte Fotos machen und so beschlossen wir ein kleines bisschen zu springen. Der Sprung war nur sehr klein und die ersten Male klappte es super. Leider machte das Pferd einen sehr großen Satz über den Sprung, ich verlor meinen Steigbügel, der Wallach bockte noch ein bisschen und ich fiel runter. Man kann sehr von Glück reden, dass ich weich gefallen bin und nichts passiert ist. Mein Chef hätte mich umgebracht ! Gut auch, dass das Pferd brav neben mir stehen blieb. Um das Missgeschick gleich wieder zu vergessen und dem Pferd und mir was Positives im Kopf zu lassen wiederholte ich den Sprung noch 2 Mal und hörte mit einem Erfolgserlebnis auf. Zum Glück bekomme ich nach Stürzen keine Angst, sondern fühle mich sogar noch sicherer wenn nichts passiert ist.
Danach bin ich den Wallach geritten, den ich schon 2 mal geritten bin und Aylin durfte auch drauf. Das klappte prima und er war wieder lieb.
Als nächstes kam mein Pony dran, das wie immer super war. Man merkt einfach, dass er super schnell Vertrauen fasst und immer sicherer wird. Am Anfang war es ziemlich schwierig mit ihm aber ich lobe ihn viel und hab Geduld mit dem schreckhaften Kleinen. Dadurch wurde alles schon viel besser.
Das letzte Pferd war das Indianerpferd. Es war erst sein 4. mal unter dem Sattel nach seiner Verletzung und er war total brav. Er war super drauf und ich hörte nach 20 min auf.
Einige Pferde stellten wir noch auf das Laufband und misteten die Paddocks ab.
Obwohl wir alles gemacht hatten was wir aufgetragen bekommen haben, waren wir früh fertig. So konnten wir bis zum Füttern noch chillen und den ruhigen Tag bei sehr angenehmen Temperaturen genießen.

Gestürzte Grüße
Nadine

 

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It’s my birthday or: you have a bad day

Mittwoch, 07.10.2015 (*1992)

Ich wusste es vorher schon, aber der Tag startete ganz normal. Außer, dass ich nun 23 bin und mich alt fühle.
Nicht mal ein normales „Guten Morgen“ von meinem Chef, geschweige denn Gratulation.
Mit den Paddocks war ich sehr langsam und Aylin half mir mit dem letzten Paddock und mit dem Wegbringen der Eimer zur Miste.
Andrew hatte sehr schlechte Laune, stresste uns nur an und warf uns vor, was wir gestern alles falsch gemacht haben.
Das Wetter war auch doof. 20 Grad und Regen in Aussicht.
Ich fragte meinen Chef, ob ich wenigstens ein paar Pferde reiten könnte und er meinte, dass ich das Pony reiten kann. Haha Witz komm raus ! Den reite ich sowieso fast jeden Tag ! Ich war sehr angepisst und gab ihm von dort an nur noch mürrische Antworten. Wenigstens die Pferde die ich schon mal geritten bin, hätte er mich heute reiten lassen können.
Vor 2 Wochen habe ich ihn gefragt, ob ich frei bekomme, aber er meinte das geht nicht, weil dann keiner die Pferde sattelt. Sonst geht’s doch auch irgendwie an meinen freien Tagen ?! Seinen Vorschlag nach dem Satteln aller Pferde frei zu machen lehnte ich ab. So wäre ich erst frühestens um 5 abends in Sydney gewesen. Außerdem muss ich ja wieder 2 Stunden zurück fahren und das hätte sich beim besten Willen nicht gelohnt, wenn ich am nächsten Tag wieder arbeiten hätte müssen. Selbstverständlich hätte das als ganzer Urlaubstag gegolten. Sehr faires Angebot, Chef!
So arbeitete ich mit sehr schlechter Laune den ganzen Tag vor mich hin.
Der Tierarzt kam, die Putzfrau und ein paar Kunden und ich bemühte mich, diese anzulächeln.
Andrews Laune besserte sich nicht und meine auch nicht.
Als ich gerade das letzte Pferd sattelte und mich auf die Pause freute, fiel meinem Chef plötzlich ein, dass er noch ein anderes Pferd reiten will. Aylin und ich seufzten beide laut und gingen es holen. Ich wartete auf die versteckte Kamera.
Zum Glück ging Aylin mit dem letzten Pferd zum Waschen und ich konnte endlich in die Pause. Die ganze Woche hatte ich mich auf Spiegelei mit Bratkartoffeln gefreut und als ich diese probierte, schmeckten sie zum ko****. Entweder bin ich nun zu blöd zum Kochen, oder die Kartoffeln sind nicht gut. So zwängte ich mir die Hälfte runter und ging enttäuscht mein Pony holen. Das kam auch nicht wie normalerweise her.
Wenigstens beim Reiten war es gut. Ich sprang wieder und Aylin machte Fotos. So hatte ich wenigstens etwas positives an diesem doofen Tag.
Außerdem erzählte mir Andrew, dass er am nächsten Tag nicht da sein wird.
Nach dem Füttern guckte ich nur noch „Home and away“ im TV.
So war das ein Geburtstag ohne Geschenke, ohne einen Kuchen, ohne Ballons, ohne Kerzen, ohne Sekt, ohne persönliche Gratulation, ohne Fest und ohne Familie und Freunde.
Aber mein größtes Geschenk ist meine Reise. Seit 7 Monaten ist jeder Tag wunderschön. Und ich weiß, dass ich eine Familie habe die mich liebt. Alle wussten mit der 9 Stunden Zeitverschiebung umzugehen und ich habe 2 total goldige, super süße Videos genau um Mitternacht bekommen. Ich liebe euch alle so sehr !! Das eine Video war von Mama und meinen kleinen Geschwistern Jolina und Luca. Das war soooo genial Als ich die Videos angeguckt habe, hätte ich Tränen in den Augen. Ich Liebe euch einfach alle und ihr seid absolut mein größtes Geschenk 🙂
Außerdem habe ich eine ganz nette Karte von Dad, Anja, Ayla, Sandra, Gudrun, Stefan und Marcel bekommen über die ich mich ebenfalls unglaublich gefreut habe!
Zu jedem Geburtstag von Menschen die mir wichtig sind, schicke ich eine Glückwunsch-Postkarte, mache ein Video mit Glückwünschen und sende auch manchmal Geschenke nach Hause. Das muss man immer gut timen, weil die Postkarten, z.B. von Thailand immer ca. 3 Wochen brauchen. Ich erwarte aber gar nicht, dass das jemand für mich macht. Es ist ja schon ein ziemlicher Aufwand. Ich bin einfach so weit weg 😛 dafür freue ich mich um so mehr, wenn meine Familie dann so etwas für mich macht und bin sprachlos.
Von meiner Chefin die nicht da ist, habe ich übrigens auch den ganzen Tag nix gehört! Man ist halt nix Wert bei denen. Hauptsache man arbeitet.

Mit diesen Gedanken schlief ich an diesem normalen (oder eher doofen) Tag ein.

Ein Jahr ältere Grüße
Nadine

Geburtstagskarte von der Familie
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Screenshot vom Video von Luca, Jolina & Mom ❤

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Sehr doofes Wetter
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und kalt

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Screenshot vom Video von den Schäfers 🙂

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doofes Essen

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Springen mit Pony

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What a heat

Montag, 05.10. & Dienstag, 06.10.2015

Eigentlich gibt’s nichts Spannendes zu erzählen, außer dass es krass heiß war. An beiden Tagen hatte es sage 36 Grad im Schatten ! Und dabei ist es erst Frühling…
Es fiel Aylin und mir echt schwer zu arbeiten, vor allem weil wir ja so viel laufen müssen. Alle Pferde holen, zum Waschplatz führen, zurück und wieder in die Paddocks…Diese sind auch noch auf der ganzen Farm verteilt. Da bekomme ich laut meiner Schrittzähler-App auch gut und gerne mal 15 km am Tag zusammen….
Zum Glück konnten wir wenigstens in unserer Pause kurz in den Pool hüpfen und auch die Hunde taten es uns gleich.
Mein Chef ist Dienstags Nachmittags gegangen und ich sollte das Indianerpferd reiten. Der Schecke sieht laut Andrew aus wie ein Indianerpferd und wird deswegen so genannt. Er war sehr lange wegen einer Verletzung lahm und mein Chef ist ihn seither erst ein Mal wieder geritten. Er reitet ihn aber nicht gerne und deswegen sollte ich das jetzt machen. Ich wusste nicht, ob er lieb ist und was man mit ihm machen darf, aber mein Chef war schon weg, als ich geritten bin. Ich bereitete mich auf das Schlimmste vor, aber dem Wallach war auch zu warm. Mit ganzem Körpereinsatz versuchte ich dieses faule Tier zu motivieren. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Er wollte einfach nicht vorwärts gehen. Ohne Sporen und Gerte und bei siedenden Temperaturen war ich schnell fix und fertig. Nach 20 min. reiten mit ein bisschen Traben und kurzem Galopp beließ ich es und brachte das Indianerpferd nach einer Dusche zurück.
Danach durfte ich noch mein Pony reiten, aber zum Glück war dieses motiviert und richtig gut.

Schwitzige Grüße
Nadine

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Beautiful Manly

Sonntag, 04.10.2015

Wir hatten einen freien Tag und bei perfektem Wetter machten wir uns auf nach Manly. Das ist ein Stadtteil von Sydney.
Als ich am Bahnhof in Windsor meine sogenannte „Opal-Card“ an den Kartenleser hielt, verriet dieser mir, dass ich kein Guthaben habe. Die Karte funktioniert wie eine Handy-Prepaid-Karte und muss aufgeladen werden wenn sie leer ist. An dieser Station gab es aber keinen Automaten zum Aufladen. Ein Einzelticket wäre zu teuer gewesen. So blieb mir nichts anderes übrig als ohne Geld zu fahren. Ich wurde schon ein Mal kontrolliert, aber da war ja alles gut. Die Kontrolleure haben ein Auslesegerät in dem sie sehen können, ob man korrekt abgestempelt hat, als man eingestiegen ist. Ich war froh, als wir in Sydney ankamen und kein Kontrolleur gekommen war. Nur habe ich vergessen, dass das Kartensystem sehr schlau ist. Was ich sonst als legale Fahrerin immer lobe, verfluchte ich diesmal. Damit das System weiß wo man aussteigt und um Schwarzfahrer zu vermeiden gibt es vor dem Ausgang aus dem Bahnhof eine Lichtschranke mit elektronischer Barriere. Dort muss die Karte erneut hin gehalten werden und der Fahrpreis wird direkt abgezogen. Ohne gültige Karte kommt man nicht aus dem Bahnhof. Ein Beamter steht immer daneben und schaut, dass alles richtig abläuft. Ich sagte zu Aylin, dass wir warten bis ganz viele Menschen kommen, an die Schranke gehen die am weitesten vom Beamten weg ist und ich so tue als hielte ich meine Karte hin und schnell hinter Aylin durch gehe. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals und ich hatte schweißnasse Hände. Zum Glück ging der Plan auf und ich kam um die mehreren hundert Dollar Strafe noch einmal herum. Sowas werde ich nie wieder machen. Die Aufregung war Abschreckung genug.
Von der Station „Circular Quay“ aus muss man mit der Fähre zur Insel fahren. Das Gute ist, dass es Sonntags mit der Opal-Card (die ich dann auflud) den ganzen Tag nur 2,50$ kostet, egal wo hin man fährt. Die Fähre ist da auch mit inbegriffen. Leider wollten das sehr viele ausnutzen und da Ferien sind, war die Hölle los. Die Fähre fährt alle 30 Minuten aber die Schlange war bereits so lang, dass wir wussten noch mindestens eine Stunde warten zu müssen bis wir drauf kommen würden. Daneben gab es eine Speed-Ferry, die versprach in 20, statt in 30 Minuten dort zu sein. Es gab keine Schlange, aber für diese schnelle Fähre sollten wir 7,50$ zahlen, statt kostenlos zu fahren. Da wir uns so auf den Tag gefreut hatten und unbedingt an den Strand wollten, machten wir das.
Die Fahrt ging schnell und war angenehm.
Manly ist wunderschön, es hat eine tolle Shoppingstraße und alles ist sehr liebevoll gestaltet. Da an diesem Sonntag das Jazz-Festival statt fand, wussten wir warum so ein Massenauflauf war.
Es war super schön am Strand zu liegen und der Livemusik zu lauschen. Der Strand ist ziemlich ähnlich zum Bondi-Beach und wir hatten sehr viel Mühe einen Platz zum Liegen zu finden. Bei 38 Grad war es sehr gut ins Meer springen zu können und dieses war perfekt temperiert. Die Wellen waren so hoch, dass die gelb-rote Flagge gehisst war. Wir hatten Spaß wie die Kinder über die Wellen zu springen.
Nach einem tollen Tag am Strand suchten wir uns noch in Manly einen guten Italiener und genossen unsere frischen Steinofenpizzas und ich mein Bier sehr. Als Nachtisch gabs für mich leckere Cupcakes vom Bäcker und für Aylin ein Eis.
Zurück gings diesmal mit der kostenlosen Fähre. Es war zwar wieder sehr voll, aber wir kamen auf eine Fähre drauf. Wir stellten fest, dass es in Australien und vor allem in Sydney sehr viele Chinesen hat. Die Mehrheit davon ist total rücksichtslos.
Pünktlich zum Sonnenuntergang saßen wir auf dem Schiff und die Aussicht war gigantisch. Als wir an der Harbour-Bridge und an der Oper vorbei kamen, war es gerade dunkel und die Skyline mit den Lichtern sieht auch vom Schiff aus unbeschreiblich schön aus.
In Windsor gingen wir noch einkaufen und machten uns auf den Rückweg.
Es war sehr spät als wir nach diesem sehr tollen Tag wieder auf der Farm ankamen.

Grüße vom Strand
Nadine

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Life ain’t no ponyfarm

Donnerstag, 01.10. – Samstag 03.10.2015

Aylin und ich sind ein sehr gutes Team. Ich sage ihr immer was sie machen „soll“ und achte darauf, dass wir beide gleich viel machen. Ich hole die Pferde, putze und sattle sie und Aylin bringt die anderen Pferde aufs Laufband und wäscht die Pferde nach dem Reiten am Abspritzplatz. So funktionierte alles super. Unsere Chefin Jenny war da und wie ich schon erwähnt habe, ist diese immer sehr fleißig. So hatten wir wieder fast keine Pause und mussten sehr viel Arbeiten.
An den 3 Tagen hatten wir Sage und Schreibe jeweils 12 Stunden-Tage ! Das nennt man meiner Meinung nach moderne Sklaverei. Vor allem für das Geld. Außerdem kann man es unserer Chefin nie recht machen. Und umso mehr man macht, desto mehr kritisiert sie einen. So weiß ich nicht ob es besser ist, weniger zu machen oder mehr. Ihr fallen auch immer ganz abenteuerliche Aufgaben ein, dass wir ja nie rechtzeitig fertig werden.
An einem Tag wollten wir wie immer um halb 5 füttern. Wir kamen mit dem beladenen Quad an ihr vorbei als sie uns stoppte. Sie gebe gerade Reitunterricht und will, dass wir mit dem Füttern warten.
Ihr fiel dann ein, dass sie noch ein Pferd reiten muss. Dieses sollten wir satteln und auch ein anderes das ich reiten sollte. Als ich aufsteigen wollte fragte sie mich, ob ich das Pferd nun reiten will. Ja das hatte sie mir doch gerade gesagt ? Auf jeden Fall bin ich das eine Pferd geritten (das ich schon mal geritten bin) und sie das andere. Das war gut, aber als wir fertig waren dämmerte es schon. Also Pferde absatteln, abduschen und schnell weg bringen. Das Dumme ist, dass man eigentlich im Dunkeln nicht füttern kann. Außerdem mussten wir jedem der 20 Pferde beide Decken für die Nacht drauf machen. Da die 4-Beiner ja alle auf Paddocks stehen, gibt es kein Licht und im Dunkeln mussten wir die Pferde und die Decken finden. Das Gefährliche ist auch die Fohlenkoppel. Diese ist sehr groß und die Kleinen sehr wild. Wenn man nichts sieht und mit dem Quad da drin rum fahren muss, ist das nicht spaßig. Zum Glück wurde niemand verletzt. Es war schon 7 als wir endlich fertig waren und wir waren sehr sauer. Das mit dem Reiten hätte unserer Chefin auch früher einfallen können und war bestimmt eine Strafe. Außerdem hat keiner der beiden geholfen und statt dessen hat unser Chef den Reitplatz mit dem Traktor durchgefahren.
Am Freitag war es das erste Mal so warm, dass wir in den Pool konnten. Wir hatten zwar nicht viel Zeit, aber zwischen der „normalen Arbeit“ und dem Füttern kühlten wir uns kurz ab. Der Tag war schön sonnig, aber das Wasser noch sehr kalt. Ganz Vegetarier und Tierfreund war ich, als ich alle Marienkäfer die unfreiwillig baden gingen aus dem Pool rettete. Unsere Chefs verschwanden irgendwann und dann konnten wir mal früher füttern und auch endlich einkaufen. Dazu fehlte die letzten Tage die Energie.
Brissie kam morgens zum Nachbar in die Werkstatt, weil ein Licht blinkte in einer Anzeige. Dieser sagte er habe alles gecheckt, aber das Auto ist einwandfrei. Er wollte nicht mal Geld dafür. Trotzdem kaufte ich ihm Bier.
Dann hab ich noch erfahren, dass in der Nacht vom 3. auf 4. Oktober Zeitumstellung ist. Jungs aus Aylins altem Hostel haben ihr das gesagt. Erst glaubte ich das nicht, aber Google bestätigte diese Aussage. Nun sind es in dem Staat New South Wales wo ich bin sage und schreibe 9 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland und wenn in Deutschland Winterzeit ist, sogar 10. Echt nervig und sehr schwer so Kontakt zu Deutschland zu halten.
Im TV kam an einem Abend eine Reportage über das Oktoberfest in München. Ich musste total lachen, als der australische Reporter sich an deutschen Wörtern versuchte und von allem fasziniert war.
Ein Pferd steht hier seit einigen Wochen, damit Jenny testen kann, ob es lieb genug für seine neue Besitzerin ist. Diese hatte den Fuchs noch nie gesehen und Jenny wollte ihr Bilder schicken. Erst ritt sie und sprang ihn ein bisschen. Dann sollte ich drauf sitzen. Ich dachte sie will nur Standbilder machen, aber dann sollte ich antraben, angaloppieren und schließlich über ein Kreuz springen. Aus diesem wurde dann ein ganzer Parcours und der Wallach ist ein Traum. Obwohl ich schon ewig nicht mehr richtig gesprungen bin, hatte ich sehr viel Vertrauen zu ihm und er machte alles perfekt. Das war das erste Mal, dass ich ihn geritten bin und die Hindernisse waren ca. A-Höhe. Jenny bekam gute Bilder und ich war glücklich, dass ich ihn reiten durfte.

Liebe Grüße
Nadine

Backpacker-Essen 😛

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Aylin und Hund Stumpy

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Reitplatz

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Jennys Ergebnis. Das Foto für die neue BesitzerinIMG_1938 (FILEminimizer)

A dog for one day

Mittwoch, 30.09.2015

Eigentlich wollten Aylin und ich wie immer zuerst um halb 8 morgens die Paddocks abmisten. Andrew hatte einen anderen Plan für uns. Neben Pferde auf das Laufband stellen, sollten wir Stöckchen sammeln. Am Wald hat es eine große Fläche, aus der Andrew eine Koppel machen will. Hier liegen neben Müll auch viele Holzstückchen. Da man hier eine Erlaubnis braucht um Feuer zu machen (Waldbrandgefahr), muss sich Andrew an feste Tage halten. Es war sein letzter Tag mit der Erlaubnis Feuer zu machen und er wollte, dass wir den ganzen Tag Holz stapeln, sodass er es anzünden kann. Das war sehr anstrengend und alle halbe Stunde mussten wir zurück zur Farm und die Pferde auf dem Laufband tauschen.

Gut, dass Andrew irgendwann ging. So machten wir früh eine ausgedehnte Pause. Wir erschraken, als plötzlich der Hufschmied Chris in unserem Container stand. Er kam um Pferde zu beschlagen. War wohl nix mit Pause ! Mitten im Essen stand ich auf und brachte ihm die Pferde. Chris ist erst 25 und er hat mir den australischen (Aussie) Dialekt näher gebracht. Er macht sich immer über meinen deutschen Dialekt lustig. Irgendwann sagte er, dass ich wohl nie wie ein Australier sprechen werde 😀

Als Chris wieder weg war, aß ich noch und dann war auch schon Fütterungszeit. Aylin erklärte ich wie man mit dem Quad fährt und es hat ihr sehr viel Spaß gemacht.

Nach dem Füttern guckte ich wie immer X Faktor und schlief glücklich ein.

Hundische Grüße

Nadine

 

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Funny stuff

Bevor ich wieder einmal neue Blogeinträge hochlade (hoffentlich lässt mich das WLAN ausnahmsweise nicht im Stich), hier eine kleine Anekdote: ich lege sehr viel Wert auf Rechtschreibung. Letztens habe ich einen Text verfasst und das Wort „Zwischenkommnisse“ verwendet. Weil ich mir plötzlich nicht mehr sicher war, ob dieses Wort im deutschen Sprachgebrauch existiert, habe ich es schnell gegoogled. Was war der erste Treffer? Ein Link zu meinem Blog. In einem älteren Blogeintrag habe ich dieses Wort schon ein Mal benutzt. Scheinbar bin ich also die Einzige die das Wort kennt 😛 schlechtes Beispiel somit für andere 😀

Let`s go to the beach

Dienstag, 29.09.2015

Für mich nach über einer Woche ohne freien Tag gut, für Aylin an ihrem ersten Arbeitstag schlecht: Ich hatte frei. Eigentlich war Ausschlafen geplant, aber das kann ich hier irgendwie nicht. Immer um halb 7 wache ich auf. So frühstückte ich ganz gemütlich und schaute vorsichtshalber nach, wie es Aylin erging. Ihr englisch ist nach eigener Aussage noch nicht so gut (nach einer Woche ja total normal) und so kam ich und erklärte ihr das Wichtigste auf Deutsch. Andrew hatte überhaupt nichts erklärt. Sie tat mir total leid, weil er dann auch noch ankündigte, den ganzen Nachmittag weg zu sein. Ich wies also die arme Aylin schnell ein und zeigte ihr, was sie zu tun hatte. Außerdem ließ ich meine Handynummer da.

Weil es dann schon 12 war, machte ich mich auf den Weg. Das Wetter war perfekt und der Wetterbericht kündigte 26 Grad an. Mit dem Auto gings nach Windsor und von dort mit Zug und Bus zum Bondi Beach. Dort war ich ja mit Papa und Oma schon und der Weg erinnerte mich wieder an die Zeit.

Nach fast 2 Stunden kam ich dort an und es war sehr viel los. Gerade sind Schulferien und den Plan hatten offensichtlich mehrere. Als „Belohnung“ für die harte Arbeit auf der Farm, gönnte ich mir ein Essen beim Italiener. Die sehr ausgefallene Karte, versprach Interessantes. Die Spaghetti mit Nüssen, Ziegenkäse und Salatblättern waren leider ungenießbar. Es war so voller Essig, dass ich es nicht essen konnte. Dabei hatte ich mich so auf das Essen gefreut und Essen gehen ist hier sehr teuer. Für ein Bier, Pizzabrot und die Spaghetti zahlte ich 33$.

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Am Strand war es sehr frisch statt den 26 angekündigten Grad, hatte es um die 20 und leider hatte ich nur kurze Sachen an. So wickelte ich mich in mein Handtuch ein und fragte mich, warum ich keine Jacke mitgenommen hatte. Eine Weile saß ich am Strand und genoss die Sonne und konnte endlich wieder entspannen. Wie immer waren viele Surfer im Wasser und andere Mutige trauten sich bei dem kalten Wind zu baden.

Irgendwann schrieb mir Aylin. Der Schmied war gekommen und wollte Pferde beschlagen. Weder er noch Aylin wusste wo diese stehen. Irgendwann hatten sie aber die richtigen Pferde gefunden 😉

Im Mc Donalds wollte ich alle Dinge im Internet erledigen, die die ganze Zeit liegen geblieben waren, aber das Internet ist ja grundsätzlich nie auf meiner Seite. So funktionierte es nicht und nach einem schönen Tag wollte ich mich als es noch frischer wurde wieder auf den Heimweg machen.

An der Bushaltestelle wartete ich über eine Stunde. Alle Busse die vorbei fuhren waren zu voll und hielten schon gar nicht an. Ich hörte ganz viele Deutsche fluchen. So kam ich mit 2 Mädels und mit 2 Jungs ins Gespräch die ebenfalls auf den Bus warteten. Sie waren alle total cool drauf und die Wartezeit verging so schneller. Im Bus verteilten die Jungs Maoam. Wir verabschiedeten uns nett und es ist total cool, wie oft man auf Reisen neue Leute trifft.

Im Dunkeln erreichte ich die Farm und fragte gleich Aylin nach ihrem Tag. Sie hatte alles gut hin bekommen und war zufrieden. Das freute mich sehr für sie.

Nach X-Faktor ging es erholt ins Bett. Wie jeden Abend mit meiner Wärmflasche die ich mir auf den schmerzenden Nacken und Rücken lege.

Beachige Grüße

Nadine

 

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