Get the Party started

Freitag, 09.10.2015

Irgendwie hatten wir totales Glück und mein Chef hat sich wieder zum Motorradrennen verabschiedet. Das ist für uns wie Urlaub, obwohl wir trotzdem arbeiten.
Zuerst haben wir pünktlich gefüttert, dann Paddocks abgemistet und dann die anderen aufs Laufband gestellt.
Heute habe ich beschlossen nicht zu springen und nur das Pony und das Indianerpferd Dressur zu reiten, so wie mein Chef es mir gesagt hatte. Das war gut und es war abnormal heiß.
Sehr früh waren wir mit allem fertig und riefen meinen Chef an. Diesen Part durfte Aylin übernehmen, weil Andrew sie viel lieber mag und ihr immer Antworten auf Fragen gibt, während er mich oft ignoriert. Er fragte gleich, ob das mit unserer Chefin abgesprochen sei und Aylin sagte, dass sie es erlaube wenn er es auch würde. Da unsere Chefin mit mir geschrieben hat, wusste Aylin nicht, dass Jenny davon nicht so begeistert war, aber Andrew erlaubte es zum Glück trotzdem.
Am Wegrand sah ich einen kleinen Vogel sitzen. Ich ließ ihn da, weil ich dachte, dass seine Mutter ihn vielleicht finden würde. Nach einer Stunde saß er immer noch da und mit Handschuhen hob ich ihn vorsichtig hoch und setzte ihn auf ein Handtuch. In unserem Küchen-Container suchten wir ein schattiges Plätzchen. Ich gab dem Kleinen mit einer Spritze Wasser in den Schnabel, stellte eine Wasserschüssel hin und holte Haferkörner von den Pferden. Nun hatten wir einen kleinen Schützling. Er versuchte immer zu fliegen und erst dachte ich, dass sein Flügel gebrochen sei. Dann merkte ich aber, dass er einfach noch nicht fliegen kann. Ich ließ ihn von meiner Hand aus starten, aber er stürzte immer wieder ab und ich fing ihn vorsichtig auf. Die nächsten Tage wollten wir das noch ein paar Mal versuchen aber wir ließen ihn sich ausruhen.
Wir fütterten früh und machten uns mit dem Zug auf den Weg nach Sydney.
An der Station trafen wir uns mit der Dänin Sarah. Diese kenne ich von meiner letzten Farm und unter anderem mit ihr habe ich den Roadtrip von Melbourne nach Sydney gemacht. Sie lebt nun in einer WG im CBD (Central Business District) direkt in der Stadt. Wir kauften uns Billigwein und stießen in der WG damit an. Das Gebäude ist riesig, sieht aus wie ein Hotel und hat sogar einen Empfangsmensch. Es gibt 50 Stockwerke und der Aufzug brachte uns in den 9. Das Wohnzimmer ist sehr groß und die Küche ebenfalls. Die Zimmer sind dafür sehr klein, es stehen Stockbetten drin und es schlafen in jedem der 3 Zimmer jeweils 4 Leute.
Sarahs Kollegen waren bereits in der Star Bar die wir nach 3 min. zu Fuß erreichten. Es gibt 3 Stockwerke, die Bar ist gigantisch groß und es steppte der Bär. Sarahs Kollegen schleppten uns gleich auf die Tanzfläche und die sind alle sehr nett. Auch die Musik war richtig genial und wir hatten viel Spaß. 3 Jungs liefen uns die ganze Zeit hinterher und nervten uns. Wenigstens zahlten sie uns ein Bier.
So beschlossen wir zu flüchten und mit dem Taxi in unsere geliebte World-Bar zu fahren. Obwohl ich nur 1 Bier und 1 Tequila hatte, wurde mir plötzlich sehr schlecht und der Abend war für mich gelaufen.
Mit dem Taxi ging’s um 3 zurück zu Sarahs WG.
Mitten in der Nacht wachte ich auf dem Boden auf und wanderte aufs Sofa im Wohnzimmer.
So endete der Abend an dem ich eigentlich meinen Geburtstag feiern wollte nicht so gut.

Verwirrte Grüße
Nadine

 

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