Sonntag, 19.08.2018
Fußball auf dem Reitplatz
An diesem Morgen startete der zweieinhalb Stunden Ritt wieder um 7.30 Uhr. Es war noch sehr kalt und dick eingepackt machte ich mich auf den Weg in den Stall. Dabei dachte ich an die Männer im Camp. Ich hatte die Mutter und Tochter vom Vorabend und Emily von der Rezeption auf dem Ritt dabei und ritt Sterni. Eigentlich hätte ich an diesem Tag frei gehabt, aber den Tag hab ich (un) freiwillig verschenkt. Die Familie mag mich als Guide nämlich so, dass sie mich gefragt haben, ob ich an meinem freien Tag trotzdem mit ihnen reiten kann. Da man Gästen ja keinen Wunsch abschlagen will und es auch immer viel Spaß mit ihnen macht, sagte ich zu. Die anderen meinte ich muss das nicht machen, wenn ich nicht will, aber ich machte es. Der Ritt war sehr schön und wir sahen einige Antilopen.

Zur Belohnung brachte mir die nette Tochter eine Waffel vom Frühstück in den Stall, denn die gibt es bei uns nicht.

Den restlichen Tag hatte ich dann frei und konnte mal wieder Blogeinträge nachholen und ein paar Dinge organisieren.
Sonntags spielen die ganzen Namibier immer Fußball auf dem Reitplatz und es machte mir viel Spaß dabei zu zugucken. Es gibt viele talentierte Spieler die woanders bestimmt gute Chancen hätten es weit zu bringen. Da merkt man erst wieder wie gut man es hat in so einem Land wie Deutschland zu leben wo so etwas wesentlich einfacher ist.
Abends fühlte ich mich fast so erholt als wäre ich hier im Urlaub und genoss den Blick auf den wunderschönen Sternenhimmel der hier wirklich einzigartig ist.


Liebe Grüße
Nadine

















Laura und ich waren zusammen mit einer Familie aus England unterwegs. Diese Familie hätte eine eigene Serie im TV verdient. Sie haben Zuhause zusammen ein Pferd und alle können reiten. Nur der Papa hatte Hüftprobleme und tat uns echt leid. Wir waren eineinhalb Stunden unterwegs und hatten sehr viel zu lachen. Das war einfach ein richtig witziger Ritt mit einer super netten Familie und ich hatte wieder „meine“ Pewa. Wir trafen auf Zebras was richtig cool war, denn die sieht man nicht so wahnsinnig oft hier.
Als wir zurück waren longierte ich noch ein Pferd und dann war schon Pause.
Nachmittags war ich dann wieder mit meinen Lieblingsitalienern unterwegs und hatte Sterni. Diese wollten unbedingt, dass ich sie guide. Man merkt, dass es Nachmittags immer heißer wird und die Temperaturen steigen täglich. Wir ritten eine schöne Route und sahen eine Gruppe von ca. 30 Giraffen. Das ist jedes Mal wieder ein super tolles Erlebnis und immer ein Foto wert. Es war eine riesige Herde und sie hatten keine Angst vor uns. Außerdem trafen wir auf viele Kudus, Impalas und Warzenschweine, waren also was Tiersichtungen angeht sehr erfolgreich.
So ging wieder ein schöner Ritt zu Ende und leider war das der letzte Ritt von den beiden die nun abreisen. Ich werde die beiden vermissen.
Liebe Grüße
Nadine




