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Freitag, 21.08.2015

Hier hab ich sehr gesegnete Arbeitszeiten. Ich fange um halb 8 an. So konnten Saphia, Matthew und ich ausgiebig frühstücken. Die beiden ließen sich aber ein bisschen viel Zeit und so fingen wir erst um 8 an. Es hätte aber nichts gebracht allein zu starten, weil sie mich ja einweisen müssen.
Zuerst müssen wir alle Paddocks sauber machen. Dazu haben wir Sackkarren mit großen Eimern drauf mit denen wir mit Hilfe von Schaufeln die Pferdeäpfel einsammeln. Es sind 17 Paddocks und zu 3. waren wir schnell fertig. Es ist total einfach und überhaupt nicht anstrengend. Nicht zu vergleichen mit den 30 Boxen auf der anderen Farm.
Danach ging es los mit den Pferden. Wir fragten Andrew meinen Chef welche Pferde er reiten will und welche nur aufs Laufband sollen. Nacheinander holten wir die Pferde vom Paddock, banden sie an, putzten, sattelten und trensten sie. Eine Weile mussten wir mit 2 gesattelten Pferden warten, bis mein Chef sich aufs Erste setzte. Den ganzen Morgen richteten wir die Pferde, stellten andere aufs Laufband und duschten alle 4-Beiner ab, nachdem Andrew geritten war. Als Matthew und ich 2 Stuten zurück ins Paddock brachten, sprang ihm ein Pferd auf den Fuß und dieser wurde dick und blau.
Andrew springt die Pferde sehr oft und reitet auch einige der Einstellerpferde hier.
Wenn wir mit allem fertig sind, müssen wir noch fegen.
Zum Schluss gab es eine Standpauke. Unser Chef sagte zu Saphia und Matthew das der Arbeitsbeginn um halb 8 ist und sie die Zeiten einhalten müssen. Außerdem hatten sie die Heizung im Container nicht ausgemacht und die Türe stand offen. Das koste nächstes mal 50$ vom Lohn und er kassiert den Heizer ein, sagte er. Hinterher entschuldigte er sich bei mir, dass ich das an meinem ersten Tag mitbekommen habe.
Um 2 gingen wir drei zum Mittagessen. Ich versuche mich hier gesund zu ernähren, was mir auch meistens gut gelingt. Es gibt viel Gemüse und weil ich nicht so viel Weizen essen soll, kaufe ich Vollkornnudeln. Wir drei unterhielten uns während der Pause gut und die beiden sind nett zu mir. Sehr oft reden sie allerdings französisch und ich verstehe kein Wort. Hätte ich in der Schule mal besser aufgepasst – mist !
Um 3 ging es wieder weiter. Matthew blieb im Container, weil sein Fuß gar nicht gut aussah. Es wurde immer dicker. Saphia und ich sollten Inventur machen. Auf der Farm steht ein großer LKW-Anhänger mit Turnierhindernissen drin. Alles mussten wir zählen. Sachen wie Sprungständer, Stangen, Nummern, Planken, Kegel, Wassergraben, Fahnen, usw. waren zu finden. Da wir die englischen Begriffe nicht wussten, malten wir es auf. Bei den Sprungständern wurde es schwierig, weil die quer überall rum standen und weil der Anhänger dunkel war. Saphia musste klettern um alle zählen zu können und zählte einmal 70, einmal 55 und einmal 63. Nach fast 2 Stunden hatten wir es endlich geschafft und alles gezählt. Es wurde schon dunkel als wir viel zu spät anfingen zu füttern. Gerade bevor man nichts mehr sehen konnte waren wir fertig und froh es noch geschafft zu haben. So ging mein entspannter erster Arbeitstag zu ende.

Liebe arbeitende Grüße
Nadine

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Hofhund Joe

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Hofhund Dan

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Inventur

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