extremely impressed

Nach dem gleichen ausgewogenen Frühstück im Bett wie gestern sind wir sportlich bei bewölktem Wetter mit einer Stunde Fußmarsch zur Fishermans Wharf gestartet. Die Aussicht von einem Park auf die Golden-Gate-Bridge war trotz Nebel schön 🙂 Dass die Amis Weihnachten sehr ernst nehmen, sieht man unter anderem auch an den Weihnachtsmännern und der Deko an den Booten. Die Straße mit toll gestalteten Läden und sehr vielen Fisch-Restaurants ist richtig sehenswert. An uns sind komische Gefährte vorbei gefahren, die wir nicht zuordnen konnten: wir glauben das waren eine Art schwimmende Busse mit vielen Touristen besetzt.

Eine Fahrt mit den berühmten Cable Cars durfte bei uns auch nicht fehlen. Diese werden eigentlich durch ein Kabel im Boden die steilen Straßen hochgezogen und Berg runter von starken Männern mit einer großen Bremse verlangsamt. Leider hat diese Technik schon nach kurzem bei unserem nicht mehr seine Dienste geleistet, sodass wir umsteigen, bzw. zu Fuß gehen mussten. Dadurch, dass man bei den Cable Cars draußen stehen kann, hat man eine richtig geniale Sicht auf die Stadt.

Auf dem Weg zum Pier 39 ging es über eine Art Markt, wo eine Eislaufbahn neben Palmen zu finden war, was richtig witzig aussah.

Nach einem kurzen Snack mit viel, viel Knoblauch fanden wir uns schon bald auf einem schönen Schiff Richtung Alcatraz wieder. Die Sicht auf die Skyline von San Francisco ist vom Schiff aus amazing und die Kamera klickte sehr oft. Auf dem Weg dahin war mitten im Pazifik eine kleine Sandbank, wo man Seelöwen beobachten konnte. Nach einer Rundtour um die Insel wurde angelegt. Auf Alcatraz gibt es seit 1964 keine Gefangenen mehr und es dient seither als Besuchermagnet. Es gab eine richtig interessante Audio-Guide Tour, wo man sehr viel erfahren hat, unter anderem mit nachgesprochenen Szenen von Fluchtversuchen, Schießereien und Berichten von Gefangenen, bei denen man sich mitten drin fühlte. Da wir die Nachttour gebucht hatten und es schon dunkel war, waren die dunklen, kalten, kahlen Räume die man auf eigene Faust erkundet hat, richtig unheimlich. Saw war ein scheiß dagegen, wie wir in den gruseligen Räumen ständig erschrocken sind. In diesem Moment konnte man das so beschreiben: schön gruselig. Es gibt eine große Halle, mit mini-Zellen die nur durch Gitterstäbe abgetrennt sind, wo man außer einem Klo, einer Schlafpritsche und eine Art Tisch und Stuhl nichts weiter findet. Es liegen immer 3 Zellenreihen übereinander. Für die aufsässigen Häftlinge gab es Zellen die komplett dunkel waren. Außerdem gibt es eine Fabrik, Bücherei, Krankenhaus, Schule für die Wärterkinder, Essensraum, Duschraum mit einer riesigen, offenen Gemeinschaftsdusche und einer abgeschlossenen Etage mit Waffen. Es gab mehrere Fluchtversuche: 3 Männer wurden nie gefunden und einer der sich eine Art Luftmatratze mit aufgeblasenen Gummihandschuhen baute, wurde vom Militär entdeckt und zurück nach Alcatraz gebracht. Dieser Aufenthalt ging einem sehr unter die Haut und man kann sich relativ gut vorstellen, wie es dort gewesen sein musste. Nach der Tour, draußen angekommen, kann man nicht mehr mit Worten beschreiben, was sich uns für eine Aussicht bot: die komplette Skyline von San Francisco versank in der Nacht in tausend Lichtern welches ein richtiger Gänsehautmoment war. Man konnte die Augen nicht mehr davon lassen. Vom Schiff aus konnten wir  wieder viele schöne Bilder machen. Fazit: Die Tour hat sich auf alle Fälle absolut gelohnt und war sehr gut gemacht.

Nach einer Runde schlendern über den Pier 39 haben wir im Applebees Tachos und Appetizer gegessen und sind mit dem Bus zurück ins Hotel gefahren wo wir glücklich und zufrieden ins Bett gefallen sind.

Liebe beeindruckte Grüße

Jenny und Nadine

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First impressions

Nachdem Jenny mich endlich gefunden hatte (sie war am anderen Ende des Flughafens), war die Wiedersehensfreude groß. Ihr Koffer war dann auch nicht mehr ziehbar, weil er kaputt gegangen ist, was den weiten Weg nicht besser machte. Wir stiegen gleich ins Taxi (mussten einen SUV nehmen, weil wir so viel Gepäck haben, wofür wir vom Taxifahrer lustige Kommentare geerntet haben) und fuhren in unser Hotel. Das ist klein aber gemütlich und sauber. Mein erster Eindruck von den Amis ist, dass sie nett und hilfsbereit sind. Ich bin gespannt, ob sich dieser erste Eindruck hält. Hier stehen überall massenweise große Weihnachtsbäume auf einem Haufen, die sehr übertrieben geschmückt sind. Im Walgreen wo wir sehr mysteröse Menschen gesehen haben, haben wir uns noch mit sehr gesundem 😉 „Essen“ eingedeckt und noch gemütlich im Bett gegessen. Jetzt ist es halb 12 abends, wir sind beide total fertig und ich bin auch schon länger als 48h auf den Beinen, weshalb wir jetzt schlafen werden.

Guten Morgen Germany and good Night San Francisco

Grüße Jenny und Nadine

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First Stop: USA

Am 12.08.2014 einem schönen sonnigen Urlaubstag trafen Jenny und ich uns im Anker Beach in Nagold auf ein paar Cocktails als sie mir von ihrem geschäftlichen Aufenthalt in der USA erzählte. Aus der Idee einer gemeinsamen Reise im Anschluss daran, wurde am 02.09. ein gebuchter Flug. Nach einigen Treffen stand die Route fest und waren einige Hotels gebucht. Als Jenny ihr Visum hatte, hab ich mein ESTA beantragt und angefangen eine Packliste zu schreiben. Über Facetime konnten wir, als Jenny schon in Amerika war, noch einige Details besprechen.

Am 18.12. geht es für mich dann auch endlich los nach San Francisco mit Zwischenstopp in Charlotte. Jenny landet (wenn alles nach Plan läuft) ca. 15 min. nach mir. Weihnachten feiern wir in einem kleinen Örtchen namens Flagstaff und Silvester in Las Vegas 😍. Das Mietauto haben wir auch von Deutschland aus gebucht. Das begleitet uns fast 3 Wochen bevor wir am 06.01. von Las Vegas aus wieder heim fliegen. Jetzt sind es nicht mal mehr 3 Wochen und die Vorfreude wird mit jedem Tag größer. Es fehlen nur noch die Krankenversicherung, ein Koffer, ein Steckdosenadapter und die vom Arzt verschriebenen (hoffentlich wirksamen) Tabletten gegen die Angst beim Fliegen.

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