Beautiful Workplace

Samstag, 16.05.2016

Sophia kam um 15 vor 8 zu meinem Haus um mich und Keith abzuholen. Ich hatte sehr gute Laune und die Sonne scheinte. Gemeinsam mit Tom frühstückten wir und um 8 starteten wir in den Stall.

Zuerst beluden wir das Auto mit den großen Buckets (Eimern) mit Hafer und Peletts und Heu. Da das Gelände so weitläufig und die Pferde sehr weit auseinander sind, muss man mit dem Auto zum füttern fahren. Wir saßen auf der Laderampe, was sehr praktisch ist. Sophia machte die Koppeltore auf und fütterte Heu, ich kippte die Buckets in die Feeder (Futtereimer) und Tom lenkte das Auto, mit dem wir von einem Futtereimer zum anderen fuhren. Nach ein paar Nachladungen auf der Farm waren alle 47 Pferde glücklich mit dem Futter. Zum Schluss fuhren wir an allen nochmal vorbei, um nach Verletzungen zu gucken. Die Pferde hier sind Tag und Nacht draußen und haben Koppeln soweit das Auge reicht. Das ist eine total artgerechte Haltung und die Stuten und Fohlen machen alle einen total glücklichen Eindruck. Um die 50 Kühe müssen wir uns nicht kümmern und so schauten wir nur, ob sie noch da sind.

Danach fütterten wir die 6 Stuten mit ihren Fohlen im Stall, ich mistete die Boxen aus und Sophia rechte Laub. Hund Bowie bekam auch noch sein Futter und die Hühner die nachts drin sind, ließen wir raus. Ich guckte nochmal beim „toweln“ zu (abklopfen der Fohlen mit dem Handtuch zum gewöhnen) und durfte mein erstes Fohlen selbst toweln. Das war ein ganz neues Erlebnis und hat richtig viel Spaß gemacht. Die Fohlen sind noch sehr wild aber total süß.

Tom hält seine Farm wirklich top in Schuss und pflegt alles. Gerade für einen Mann finde ich das eine super Leistung und außerdem liebt er seine Pferde und geht super mit ihnen um.

Toms Eltern die eine eigene große Farm 3 Stunden weit weg haben, kamen dann zu Besuch und Heather und David sind sehr nett und super herzlich. Sie kochten dann für uns Mädels. Nach dem Essen ging Sophia, um eine Freundin zu besuchen.

Toms Eltern hatten eine Hundehütte für Bowie mitgebracht, die wir sauber machten und aufstellten. Ganz geheuer war ihm das große Ding noch nicht, aber irgendwann geht er bestimmt rein. Außerdem bekam er ein neues Halsband und eine lange, leichtere Kette.

Eigentlich sollte man meinen, dass eine Familie mit eigenem Rennpferdebusiness genug Geld hätte um nicht mehr selbst arbeiten zu müssen, aber sie alle tun das gerne und so machte David einige Arbeiten mit dem Traktor, Heather fischte Laub aus dem Pool und ich sollte Feuer machen. Tom hatte sich bis morgen mittag verabschiedet. Einen großen Holzhaufen zündete David dann an, sagte er sollte in 10 min. brennen und ich solle die Glut auf die anderen, kleinen Holzhaufen neben dran verteilen, um diese zum Brennen zu bringen. Leider brannte das Feuer ewig nicht und David war irgendwo anders. Ich versuchte alles und wedelte mit der Schaufel, usw. Zu dem Zeitpunkt konnte ich mir absolut nicht vorstellen, wie Buschbrände entstehen, zumal es trocken war. Irgendwann bekam ich es hin und ich war ganz stolz. Noch nie hatte ich mich so gefreut, ein Feuer zu sehen. Die brennende Kohle zu verteilen dauerte eine ganze Weile, aber dann war ich fertig und alle Haufen brannten gut.

Die Farmarbeit ist glaube ich ein absoluter Pferdemädchentraum. Den ganzen Tag umgeben von Pferden, in der Natur, ein traumhaftes Farmgelände und viele andere Tiere. Ich fühle mich irgendwie wie in den Pferdefilmen die ich als Kind geguckt hab und freue mich total so einen wunderschönen Arbeitsplatz zu haben. Auch der Rauch der sich in der Sonne spiegelte sah schön aus und die Kakadus flogen ständig vorbei.

Heather hatte inzwischen schon Abendessen gemacht und nachdem ich den Hund Bowie, die Stuten im Stall und die Hühner gefüttert hatte, aß ich mit. Nicht mal den Abwasch wollte sie mich machen lassen. Dann saßen wir noch zusammen im Wohnzimmer, schauten TV und tranken Wein, bis ich zu müde war und in mein Haus ging, wieder in Begleitung von Hund Keith der auch heute bei mir im Bett schlafen durfte..

Glückliche Pferdegrüße

Nadine

 

Keith und ich

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Koppel

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Mein Feuer

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Sehr toller Sonnenuntergang auf der Farm

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Mein Bungalow

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Wallach Angus und ich

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