Kicks on Route 66

Das bisher günstigste Hotel mit 45$ war keinesfalls das Schlechteste und so bekamen wir wieder ein tolles Frühstück serviert.
Der letzte Tag mit unserem lieb gewonnenen Nissan begann in der Dunkelheit und wir fuhren bei -15 Grad dem Sonnenaufgang entgegen Richtung „Seligman“ wo ein denkmalgeschütztes Stück der Route 66 ist. Darauf wurden wir durch einen Tip von Nici aufmerksam (danke 😊). Die ein und halb Stunden Fahrt vergingen schnell und so kamen wir in diesem sehr kleinen, süßen Örtchen an, wo wir die liebevoll dekorierten Souvenirläden besuchten und einige Bilder machten.
Weiter ging es (natürlich auf der Route 66) durch das 5-Häuserdorf „Peach Springs“ durch, das wie ausgestorben ist. Dann mitten im Nirgendwo wieder ein kleiner Souvenirladen, der Überbleibsel der Stadt „Hackberry“ ist, mit lauter altem Zeug wie Nummernschilder, Zapfsäulen, einer Jukebox von 1938, Möbeln und vielem mehr. Der alte Ladenbesitzer und sein Hund empfingen uns sehr freundlich.
Eigentlich wollten wir noch zur historischen Stadt „Oatman“ fahren, aber wären laut Navi um 15 vor 2 bei der Autovermietung gewesen und Abgabezeit war 2. Der Mann am Telefon von der Vermietung meinte, dass wir es ganz pünktlich abgeben müssen oder 80$ mehr zahlen. So haben wir unseren Ausflug noch auf den Hoover-Dam begrenzt (15 Minuten Karenz waren uns zu wenig).
Bei Sonnenschein und 15 Grad konnten wir den letzten Ausflug nochmal total genießen.
Die Steinschläge waren bei der Abgabe kein Problem und evtl. können wir den Strafzettel anfechten. Unseren tollen vom Schnee, Wüstensand und Schotter gezeichneten Nissan mussten wir schweren Herzens zurück lassen.
Anschließend wurde unsere Stimmung aber wieder aufgehellt, als wir unser Hotel in Las Vegas für die kommenden 2 Nächte sahen. Das „Luxor“ ist wie eine Pyramide aufgebaut, mit 4400 Zimmern Mega groß und die Sphinx steht vor dem Hotel. Es hat alle Läden die das Herz begehrt, Wasserspiele, ein Casino, eine Titanic-Nachbildung, einen großen Club, Pool, Aufzüge die schräg nach oben verlaufen und sieht richtig genial aus. Unser Zimmer ist im 23. Stock und wir sehen von dort aus perfekt auf der Startbahn alle Flugzeuge abheben und das so gut isoliert, dass man nichts davon hört.
Nach einem schönen Essen beim Mexikaner, wo wir draußen am Strip saßen, stürzten wir uns ins Vegas-Nachtleben. Zuerst sind wir 2h zum 350m hohen Stratosphere Tower gelaufen und wollten die Aussicht genießen. Die 20$ fürs Hochfahren waren uns dann doch zu viel. Nachdem wir noch einige Hotels und Casinos, unter anderem das Circus Circus besucht haben und insgesamt die Strecke von Wildberg nach Nagold gelaufen sind, fielen wir nachts tot in unsere Luxusbetten.

Liebe Grüße
Jenny und Nadine

Hier unsere Strecke an diesem Tag:strecke12

 

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Beautiful America

Um den durcheinander gebrachten Zeitplan wieder aufzuholen, haben wir die Antelope Canyon-Tour um 8 Uhr gebucht. Das Frühstück war das beste bisher und es gab sogar Eier und kleine Kartoffeln.
Die Tour startete mitten im Nirgendwo mit einem Allrad-Jeep der auch unbedingt nötig war. Dieser war der einzige geschlossene unter der vielen Cabrio-Jeeps (zum Glück 😜) Wir bekamen eine Privattour zum Upper-Antelope-Canyon nur mit einer netten mexikanischen Familie zusammen. Für das Gebiet der Indianer muss man sogar extra Steuern zahlen. Der Guide war ein waschechter Navajo-Indianer der uns über sehr sehr holprige Matschpisten zum Antelope-Canyon brachte. Es war eisig kalt und hatte Minus-Grade. Von außen kann man bis auf einen Spalt in einem Fels nichts spektakuläres erkennen aber im Fels drin sieht man sehr beeindruckende schön geformte Felswände in verschiedenen, leuchtenden Brauntönen die bei Lichteinfall von oben genial aussehen. Unser Indianer-Guide zeigte uns Elvis Presley, einen Schmetterling, einen Adler und einen Bär die man in den Felsen erkennen konnte. Außerdem nahm er auch mal unsere Kamera in die Hand und fotografierte tolle Motive. Er gab uns auch viele Tipps von welchen Stellen aus man die besten Bilder bekommt und erzählte uns, dass eine Frau ein Foto aus den Canyons für 1 Million $ verkaufen konnte. Da strengten wir uns umso mehr an.
Das nächste Ziel war der nahegelegene Horseshoe-Bend (danke Dominik nochmal für den Tipp). Wie der Name schon sagt, sieht der große Felsen aus wie ein Pferdeschuh, drum rum fließt der Colorado-River und daneben staut sich der Lake Powell zum Glen Canyon Dam. Es war sehr rutschig und wenn man bedenkt, dass es da 300m runter geht und es keine Absperrung oder einen Zaun gibt, ist es da nicht ganz ungefährlich. Sehr mutig sind wir aber ganz dicht vor den Abgrund gestanden um eine gute Sicht zu haben.
Dann ging’s auf zum Grand Canyon wo die Straße die wir fahren wollten gesperrt war und das Navi uns in die Irre führen wollte. Zum Glück haben wir genug Landkarten dabei und konnten das Navi die 3 stündige Fahrt ignorieren. Unterwegs haben wir an einem total schönen Aussichtspunkt halt gemacht wo es auch weit runter geht.
Durch das Kaibab Reservat ging’s durch und dann konnten wir endlich den Grand Canyon besichtigen.
Es war der Hammer. Die endlosen Weiten der Canyons, die schönen Schneeberge und dazu der tolle Colorado River. Wir machten an jedem der vielen Aussichtspunkte Halt und genossen die gigantische Landschaft. Amerika ist absolut facettenreich und hat so viel zu bieten. Direkt vor uns haben dann sogar Mul deers (Foto) die Straße gewechselt. Wir blieben bis zum schönen Sonnenuntergang.
Bei der Weiterfahrt nach Flagstaff mitten im Wald: Stau ! Ewig lang, kein Ende in Sicht und eigentlich nur noch 20min zum Ziel. Wenn wir umgedreht hätten, hätte es ein und halb Stunden gebraucht. Wir entschieden uns geduldig zu sein und nach geschlagenen 1 und halb Stunden sahen wir erschöpft das Ortsschild.
Wie so oft kauften wir uns noch was zu Essen und nach knapp 3 Stunden Fahrt, vorbei am Coconino-National-Forest, waren wir dann endlich in Flagstaff was das letzte Ziel vor Las Vegas ist von wo es dann leider am 6.01. wieder heim geht.

Freudige Grüße
Jenny und Nadine

Hier unsere Strecke an diesem Tag:

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