Every path leads home

Dienstag, 31.07.2018

Viele Wege führen nach Hause

Morgens hatten Laura und ich keinen Ritt und Viva machte mit uns mit dem Jeep eine Tour. So sollten wir die 80 Hektar große Farm kennen lernen und uns mit den Wegen vertraut machen. Das war richtig super, denn mit der Karte bewaffnet, konnten wir genau mit verfolgen wo wir waren. An diesem Morgen fragte ich mich zwar immer noch, wie ich es je schaffen sollte hier die Orientierung zu behalten, aber diese Tour war super hilfreich. Außerdem hatte dieser Ausflug noch den super positiven Nebeneffekt, dass wir viele Tiere sahen. So waren es erst noch Impalas und dann plötzlich Giraffen die wir antrafen. Außerdem stießen wir auf eine riesige Herde Gnus und als Highlight rannten Zebras neben dem Jeep her. Das hätte keiner von uns erwartet und war richtig cool.

Nach der Mittagpause wurde es ernst. Viva fragte, ob ich mir zutrauen würde meinen ersten Ritt allein zu bestreiten. Irgendwann ist immer das erste Mal, dachte ich mir und so sagte ich ja. Der Ritt war mit einer Familie die alle Anfänger sind. So war es ein Schritt-Ausritt und man kann dabei in den Wanderwegen bleiben, was die Sache viel einfacher macht. Jede Abzweigung ist mit Buchstaben gekennzeichnet und ich hatte vor, meine Karte mitzunehmen. Laura erklärte mir eine einfache Route und die Reihenfolge der Buchstaben schrieb ich mir auf die Hand. Zum Glück war ich nun schon ein paar Mal in den Wanderwegen unterwegs gewesen. Ein bisschen nervös war ich trotzdem, obwohl Laura mir geduldig und ziemlich idiotensicher erklärte wo ich hin musste. Ich hatte die Stute Waldfee, die ich an meinem ersten Tag hier schon hatte.

Mit Mama, Papa, Tochter und Sohn die alle noch nie auf einem Pferd saßen ging es dann also los. Mit einem Walkie-Talkie und einem Verbands-Set ausgerüstet machten wir uns auf den Weg. Zum Glück gibt es das Walkie-Talkie, denn schon am Anfang ritt ich glatt mal in die falsche Richtung. Laura war zum Glück sehr aufmerksam und funkte mich an um mich dezent darauf hinzuweisen. Das ging nochmal gut. Laura sei dank!
Es ist wirklich nicht so leicht eine Gruppe durch den Busch zu guiden. Man muss genau schauen wo man hinreiten muss um keine Abzweigung zu verpassen, muss das Tempo anpassen, sodass jeder gut mit kommt (vor allem bei Anfängern darf keine Lücke entstehen), muss das eigene Pferd gut im Griff haben, muss nach Tieren Ausschau halten und muss den Leuten auch was erzählen können über Natur und Tiere. Gerade bei Anfängern gibt man außerdem noch Tipps, z.B. wie man ein Pferd vorwärts treibt oder zurück nimmt und es am Fressen hindert. Es fühlte sich aber total gut an und ich wusste der Familie einiges zu erzählen. Sie sagten, dass ich ja bestimmt schon lange da sei und mich so gut auskenne und so viel weiß. Gut, dass ich noch nicht mal eine Woche hier bin 😉 Direkt neben uns im Busch sahen wir Impalas (Antilopen) und mein Pferd erschrak und machte einen Satz zur Seite. Leider auch das Pferd von dem Papa, der dann auf dem Hals des Pferdes hing. Zum Glück konnte er sich halten und wieder richtig hin setzen. Das wäre der super-GAU gewesen: Ein Sturz bei meinem ersten angeführten Ritt. Nach eineinhalb Stunden waren alle sicher zurück und ich war erleichtert. Natürlich war ich total stolz, dass ich das erste Mal allein guiden konnte und die Familie war super zufrieden und lobte mich. Das war eine tolle Erfahrung und ich fühlte mich gleich ein wenig stärker. Zwar war ich 10 Min. zu früh zurück, da ich das mit der Zeit noch nicht richtig abschätzen konnte, aber das machte nichts aus.



Larissa die auch hier arbeitet, wollte mit einem jungen Pferd eine Runde raus und so schloss ich mich den beiden mit Waldfee an. Wir ritten bei einem wunderschönen Sonnenuntergang die Wanderwege entlang und genossen diese wunderschöne Natur die wirklich einmalig ist. Ich denke die Bilder sprechen für sich 😉

Nach dem Abendessen hatte ich Zeit diese neuen Erfahrungen zu verarbeiten und ich freue mich schon auf den nächsten Ritt.

Liebe Grüße von der Guidin
Nadine

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