Miami by rain

Montag, 05.06.2017

I will miss you!

Der Tag der Tage war gekommen. Die Abreise von Vroni und Berni und somit auch das Ende einer gemeinsamen Reise. Da die beiden nicht so viel Urlaub hatten, flogen sie schon früher als ich zurück nach Deutschland.

Um nochmal was von Miami zu sehen (unser Hostel ist ja in South Beach), fuhren wir mit dem Bus und mit gepackten Backpacks der beiden in die Stadt. Wie es auch anders sein kann, war es total bewölkt und nieselte ab und zu. Bisher hatte mich Miami nicht sonderlich beeindruckt und das änderte sich auch nach diesem Tag nicht. Außer vielen Wolkenkratzern bot uns die Stadt nicht viel Sehenswertes. So schlenderten wir gemütlich durch eine Shoppingmall und setzten uns ans Ufer um die Boote zu beobachten.


Mit dem supermodernen und kostenlosen Skytrain ging es Richtung Flughafen. Das ist eine super Möglichkeit ein kleines bisschen von der Stadt zu sehen und entlastet den Verkehr von Miami. Wir hatten noch ein bisschen Zeit und aßen Pizza und Pasta am Flughafen.

Leider war dann die Zeit des Abschieds gekommen. Es war wirklich ein Roadtrip der besser nicht sein hätte können. Wir haben viel gesehen, viel erlebt, haben viel gelacht und waren uns immer einig. Vroni und Berni sind sehr gute Travelmates und ich werde es wirklich vermissen! Nach einer Herzlichen Umarmung ging es für uns dann in unterschiedliche Richtungen.

Ich nahm den kostenlosen Shuttlebus zurück zum Hostel und Vroni und Berni checkten ein. Es ist unglaublich wie schnell zweieinhalb Wochen vergehen können. Das mit dem Bus klappte super und nach nur ein paar Minuten war ich wieder am Hostel. Dort musste ich das Zimmer wechseln. Das neue Zimmer war hässlich, klein, hatte keine Fenster und die Klimaanlage war vieeeel zu kalt eingestellt. Das Gute war aber: Carsten und Christian (die Jungs die wir vor 2 Tagen getroffen hatten) wohnten auch in diesem Zimmer. So saßen wir zusammen in der Hostelbar und nutzten mal wieder die Happy Hour aus. An diesem Abend wollte ich nicht mit feiern gehen, aber leider kommt man da in einem Partyhostel nicht drum rum. Zumal ein anderer Deutscher (Benny) der neu angereist war, mich zusätzlich überredete. Wieder ging`s mit dem Partybus los und ich traf drei weitere deutsche Jungs.

Wir waren eine witzige Gruppe und das erste Ziel war eine coole Bar. Einer der Jungs sah, dass eine Whiskyflasche zum Greifen nah war und langte zu. Ich hatte damit überhaupt nichts zu tun, aber schon kam ein Security, der unsere ganze Gruppe unsanft nach draußen beförderte. Ich fragte, was ich damit zu tun hätte und da der Security dann böse war, ließ ich es sein. Wir sollen ganz schnell verschwinden, sonst rufe ich die Polizei, so der stämmige Mann.

Wir bogen schnell um die Ecke und warteten auf die anderen vom Hostel. Als der Partybus wieder kam um uns zur nächsten Location zu bringen waren wir froh. Diese Location war ein „Speakeasy“. Als Speakeasy (auch als Flüsterkneipe, Flüsterstube oder Mondscheinkneipe übersetzt) bzw. Blind pig wurden während der Alkoholprohibition in den USA von 1919 bis 1933 illegale Kneipen oder Clubs bezeichnet, in denen insbesondere hochprozentige Getränke, aber auch Bier, ausgeschenkt wurden.

Hier musste man den Eingang suchen, bzw. ein Codewort nennen. Der Eingang hier war ein in die Wand eingelassenes Dixiklo, durch das man in einen Club kam. Total abgefahren und wir hätten den versteckten Eingang nie gefunden. Man öffnet die Tür und steht mitten im feiernden Volk. Hier gab es Karaoke und die Stimmung war ausgelassen. Hier blieben wir, feierten bis spät in die Nacht und hatten Spaß.

Zurück gings mit dem Taxi, wo wir uns zu 6. rein quetschten.

Liebe Grüße von der verlassenen
Nadine

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