No fish in the sea

Dienstag, 14.06.2016

Den ganzen Morgen schaute ich zu den Mädels rüber, die immer noch schliefen. Das war mir ganz recht, denn so konnte ich auch ausschlafen. Reflexartig suchte ich erst Mal nach meinem Tropf.
Erst um 11 standen wir auf und frühstückten in aller Ruhe im Restaurant vom Bungalow. Es regnete und wir hofften nur, dass wir auf unserer Tour wenigstens ein bisschen Sonne zu Gesicht bekommen würden. Regenzeit in Südostasien!
Für 13 Uhr hatten wir eine Tour gebucht und wurden direkt an der Anlage abgeholt. Mit einem kleinen Fischerboot kam unser Guide und wir wateten durch das Wasser um an Bord zu klettern. Laut dem Guide sind in der Hauptsaison bis zu 30 Leute auf dieser Tour, aber wir holten nur noch 2 Jungs ab und waren komplett. Wie kann es auch anders sein, waren Chris und Sandor auch aus Deutschland. Da fliegt man einmal um die Welt um überall Deutsche zu treffen. Die beiden haben auch schon einiges von der Welt gesehen, sind sehr lustig und wir verstanden uns alle super.
Der erste Stopp war ein Riff, an dem wir schnorcheln gingen. Die Sicht war wegen des Regens getrübt und man sah nicht viel, aber die Korallen hatten schöne Farben. Ich hatte noch Probleme Luft zu bekommen, aber bekam es auch hin. Nur die Tabletten machen mich super müde und auf dem Weg zum Angelstopp schlief ich ein. Als ich aufwachte, waren alle anderen schon ins Fische fangen vertieft. Naja sagen wir mal sie versuchten es. Nur mit einer Rolle mit Schnur dran und Ködern sollten alle Fische fürs Abendessen fangen. Als Vegetarier hielt ich mich aus diesem Spaß heraus, aber ich war fleißig Paparazzi. Der Einzige der fürs Abendessen sorgte war der Guide der einen Fisch nach dem anderen fing und in einen Plastikeimer warf. Chris hatte einen kleinen Fisch gefangen, aber als er ihn von der Schnur machen wollte, entwischte er und versteckte sich zwischen den Brettern vom Schiffsboden. Da kam er logischerweise auch nicht mehr raus. Das passierte noch mit zwei anderen Fischen. Ich fragte mich, wie die so viel Fisch fangen können, dass hier normalerweise 30 Leute satt werden. Es war super romantisch auf diesem kleinen Boot mitten im Meer zu schippern, schöne Musik zu hören und einfach die Seele baumeln lassen zu können. Der ganze Stress vom Krankenhaus war vergessen.
Die Mädels waren ein wenig frustriert, dass sie nichts fingen und gaben bis zum Schluss nicht auf.
So saßen wir auf dem Boot, guckten uns den beeindruckenden Sonnenuntergang an, während der Guide seinen Grill auspackte und den Fisch darauf legte. Das ging schnell und alle wurden satt von der Beute. Ich bekam Reis und Gemüse was auch sehr lecker war. Die Jungs und Lena wollten Bier und sie schwammen an Land um sich welches zu kaufen. Als sie mit den vollen Plastiktüten zurück kamen, lagen wir am Boden vor Lachen.
Ein anderes Highlight war das Plankton. Im Dunkeln hielten wir an und der Guide meinte wir sollten mit unseren Händen im Wasser wedeln. Tatsächlich sah es aus wie Glitzer und war total schön. Sandor beugte sich übers Boot um das Plankton besser sehen zu können und fiel einfach rein. Das Gelächter war groß und er hatte noch seine Klamotten an. Gut, dass es hier selbst nachts noch abartig heiß ist. Wir sprangen alle rein und hatten Spaß wie die Kinder dem Plankton zu zugucken. Nachdem wir die Jungs rausgeschmissen hatten, wurden wir auch direkt vor unsere Tür gebracht. Dieser Ausflug hatte uns gerade mal 10$ inkl. Bier, Essen und allem drum und dran gekostet.
Den ganzen Tag hatten wir uns auf den Nutella-Crêpes gefreut den es am Strand gibt. Somit liefen wir dort hin und gönnten uns auch noch Nudeln und selbstgemachte Pommes. Da stand der Mann tatsächlich da, schälte eine Kartoffel und machte Pommes draus.
Nach dem wunderschönen, entspannten Tag gingen wir glücklich und zufrieden ins Bett. Leider gibt es hier vor allem nachts schwere Stürme. Es regnete, stürmte und gewitterte sehr stark und ich tat kein Auge zu. Es war mir sehr unverständlich wie Lena und Sarah bei diesem ohrenbetäubenden Donner ein Auge zu tun konnten. Außerdem hörte ich die Moskitos in meinem Ohr summen und es juckte überall wie verrückt. Wenn ich das Moskitonetz runter machte, war es zu heiß zum Schlafen, denn wir hatten nur einen schwachen Ventilator. Ich schwitzte und kratzte mich und als ich gerade am Einschlafen war, berührte mich was. Da man den Bungalow nicht abschließen kann und die Fenster offen waren konnte ich nicht ausschließen, dass da jemand war. Ich dachte erst es sei eine der Mädels, aber sah nichts. Dann wollte ich auf die Uhr gucken, aber mein Handy war weg. Zum Glück waren die Mädels wach und halfen mir suchen. Ich dachte echt mir wurde mein Handy geklaut. Die Tabletten machen mich komplett irre. Wir fanden das Handy, aber schlafen konnte ich immer noch nicht. Überall regnete es rein und mein Kissen war nass. Ständig räumte ich mein Zeug um, weil ich Angst um meine elektronischen Geräte hatte. Das Bungalow ist offen und hat nur ein großes Dach aus Bambus das aber offensichtlich nicht wasserdicht ist.
Ich hoffte, dass diese doofe Nacht bald endlich vorbei sein würde und es war schon nach 5.

Liebe Grüße von der entspannten Fischertour
Nadine

 

Unsere Bungalow-Anlage

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Tour

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Schnorcheln

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