The beautiful East Coast of Mallorca

Nach einigen Monaten hier noch ein nicht veröffentlichter Blogeintrag über Mallorca.

Freitag, 03.11.2017

Auf den Spuren von Wölfen und Schlangen

Bald wird es ernst… bis dahin erkunden wir noch weiter die schöne Insel Mallorca. Diesmal stand ein Trip gen Osten an. Der erste Weg führte uns zum „Castell de Capdepera“, einer schönen Burganlage. Wir konnten uns beim bergauf Laufen gleich am frühen Morgen sportlich betätigen. Die Mauern des Castells sind noch erhalten und man hat eine gigantische Aussicht. Dieses Wehrdorf aus dem 14. Jahrhundert beheimatet noch eine gemütliche kleine Kapelle und ein Museum.


Auf dem Weg zurück zum Auto fanden wir in den kleinen Gässchen ganz versteckt ein kleines Restaurant. Auf der Terrasse mit Blick auf die Stadt genossen wir unser Getränk bevor es weiter ging.


Papa hatte von seinem Arbeitskollegen den ultimativen Tipp für einen Nationalpark bekommen. Er war ganz aufgeregt uns was Schönes präsentieren zu können und freute sich total. Der Weg zum „Parc natural de la península de Llevant“ war sehr holprig und versprach viel Natur. Am Wegesrand hatte es viele Obstbäume, wo Papa Orangen klauen wollte. Ich riet davon ab. Man weiß ja nie wer da so kommt und schimpft… Im Nationalpark angekommen suchte Papa das Highlight. Wie ein Nationalpark halt eben so ist, gab es viel Natur und mehrere Kilometer Wanderwege. Wir entschieden uns für eine 5 Kilometer kurze Wanderung, aber leider hatte von uns keiner das passende Schuhwerk an. Die Steine waren mehr Felsbrocken und außer Schafen und sehr kargen Landschaften sahen wir leider nichts. Wir liefen und liefen, aber es wurde nicht viel abwechslungsreicher. So beschlossen wir einstimmig unsere Wanderung abzubrechen und zurück zum Auto zu staksen. Papa versuchte sich die Enttäuschung nicht anmerken zu lassen, aber dafür kennen Oma und ich ihn zu gut. So musste er sich den ganzen Tag unsere Witze über die Wölfe und Schlangen anhören, die er im Park erwartet hatte. Wenigstens weiß Papa jetzt auch, was ein Nationalpark ist.


Da wir schon die ganze Zeit ein Schild mit „Betlem“ gesehen hatte, was beim schnellen Lesen aussieht wie „Betlehem“ (der Name stammt auch davon) und Oma und ich gleichermaßen neugierig sind, fuhren wir dort hin. Die Straße ist so schmal, dass kaum zwei Autos aneinander vorbei passen und wir waren uns sicher hier am Ende der Welt angekommen zu sein. Direkt am Parkplatz, wo wir natürlich die Einzigen waren, befindet sich die „Ermita de Betlem“, eine sehr gut erhaltene Kapelle. Früher war es ein Kloster, jetzt wohnt nur noch ein Mönch dort. Hinter der Kapelle befindet man sich auf 295 Metern Höhe über Colònia de Sant Pere und hat eine tolle Aussicht auf die Bucht von Alcudia.

Beim Rausfahren aus dem Parkplatz saßen wir gleich ordentlich mit dem Auto auf und Papa fuhr sich fest. Es ging nicht mehr vorwärts und nicht mehr rückwärts und das Auto kippte nach vorne und nach hinten. Zum Glück kam da gerade ein junges, deutsches Pärchen angefahren das uns half das Auto zu befreien und die Fahrt konnte weiter gehen. Das Auto blieb dabei heil.
Auf diesen Straßen muss man echt schwindelfrei sein und die Serpentinen waren endlos. Unterwegs machte ich Bekanntschaft mit Eseln, die ich am liebsten gleich mitgenommen hätte.


Weiter ging es in die malerische Stadt Artà. Die schmalen Gässchen sind die perfekte Fotokulisse und das Wetter war traumhaft. Kaum zu glauben, dass schon Ende Oktober ist. Wir gönnten uns ein Eis in einem süßen kleinen Cafè und schlenderten durch das gemütliche Artà.


„Mitten in einer gebirgigen, unbebauten Landschaft liegt der traumhafte Sandstrand Cala Torta.“ Durch diesen Satz im Reiseführer ließ ich mich locken und hatte somit unser nächstes Ziel ausgesucht. Wir wurden zwar bereits vor „Holperpisten“ gewarnt, aber dass man dort so durchgeschüttelt wird, hatte wohl keiner von uns erwartet. Es war eine Tortur dort hinzukommen und irgendwann hörte die Straße auf und wir fuhren wörtlich über Stock (Sand) und Stein. Bis wir da waren, war uns allen schlecht und Papa verfluchte meinen Vorschlag. Die Cala Torta wird auch als eine der schönsten Badebuchten im Norden Mallorcas angepriesen und so waren die Erwartungen hoch. Wir stellten das Auto unter einen Baum und liefen eine Weile. Tatsächlich ist die Bucht sehr schön, aber unsere Erwartungen erfüllte sie jetzt nicht unbedingt. Wir genossen den schönen Blick aufs Meer und es ging dieselbe Holperpiste zurück. Wir lachten uns kaputt, weil das Auto schwankte wie beim Seegang und alles vibrierte. Bestimmt sah das ständige nicken unserer Köpfe witzig aus. Unterwegs trafen wir Ziegen die auf der Straße standen und hatten beim Sonnenuntergang perfekte Sicht aufs Meer.


Nach einem kurzen Abstecher im Supermarkt ging es wieder zurück zum Hotel „Hipocampo Playa“, wo bereits das gute Abendessen auf uns wartete.


Das war wieder ein sonniger, warmer und schöner Tag auf der Insel.
Liebe Grüße
Nadine

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