Amazing first day in Namibia

Mittwoch, 25.07.2018

Was für ein gigantischer Tag!

Mein erster Tag in Namibia fing schon früh an. Um 6 Uhr klingelte der Wecker und um halb 7 stand ich in der Dunkelheit vor dem Stall. Nachts und Morgens ist es hier sau kalt und die Temperaturen fallen gerade im Winter auch unter Null Grad. Meine Wärmflasche ist Goldwert und wärmte mich nachts wenigstens ein bisschen auf.

Die Anderen waren auch schon da und als Erstes bekamen die 30 Pferde ihr Futter. Die Vierbeiner stehen Tag und Nacht auf riesigen Koppeln und werden nur zum Füttern in kleine Fresstände gelassen. Jedes Pferd findet seine Box schnell und kann in Ruhe das Kraftfutter fressen. Danach wird gleich der Stall gefegt, sodass immer Ordnung herrscht. Langsam stieg die Sonne am Himmel und es sah gigantisch aus wie sich die Koppel in einem satten Orange färbte.

Jedes der Tiere hat seine eigene Putzkiste, Halfter und Trense und diese brachten wir an die Putzplätze. Wenn alle Pferde statt sind, werden die die für den ersten Ritt gebraucht werden, direkt eingefangen. Am Putzplatz putzt und sattelt man alle Pferde und wartet auf die ersten Gäste. Marie, eine Französin die schon seit 2 Jahren hier ist, führte den Ritt an. Außerdem waren noch zwei Mädels aus Frankreich dabei und ich bildete mit der Stute Waldfee das Schlusslicht der Truppe. Schon um 7.30 Uhr ritten wir durch die verdorrte Landschaft. Es fühlte sich einfach unglaublich an auf dem Pferderücken nach Tieren Ausschau zu halten. Es dauerte nicht lange, da deutete Marie in eine Richtung. Impalas (am häufigsten in Afrika verbreitetste Antilopen) rannten direkt neben uns her. Solche Tiere aus der Nähe zu sehen beeindruckte mich schon total. Selbst beim Reiten ist es morgens noch sehr kalt und ich war froh um meine beiden Jacken und meinen Schal. Der erste Galopp fühlte sich total gut an und ich merkte wie sehr ich es vermisst hatte im Sattel zu sitzen. Wir galoppierten eine ganze Weile und konnten unsere Blicke durch die unberührte Natur schweifen lassen. Waldfee machte das ganz brav. Dann hielten wir an und da standen sie direkt vor uns: Zebras. Eine ganze Herde die sich nicht durch uns beirren ließ. Das war so ein wahnsinniger Moment, dass ich es kaum glauben konnte. Die Zebras waren total cool. Es folgten weitere, schöne Galoppeinheiten bis wir plötzlich direkt vor Giraffen standen. Auch diese ließen sich durch uns in keinster Weise beirren und fraßen gemütlich Blätter am Baum. Wir waren so nah an den Tieren wie ich es nie erwartet hätte.


Und als ob das noch nicht genug für den ersten Ritt wäre, hielten wir nach zweieinhalb Stunden an einem schönen Platz unter einem Baum, wo bereits alles aufgebaut war. Ich hatte nämlich das Glück und durfte bei einem Buschfrühstück dabei sein. Es gab alles was das Herz begehrt, von Müsli, bis Obst, Brot und Eiern bis hin zum Sekt. Die Pferde trensten wir ab und banden sie mit den Halftern an Pfahle, wo sie bereits Heu hatten. So saßen wir gemütlich da und guckten den Pferden beim Fressen zu, wobei wir selbst genüsslich speisten. Ich war wirklich geflashed. Das hatte ich nun nicht erwartet.

Gemütlich ritten wir zurück zur Farm, wo wir die Pferde absattelten, putzten und wieder auf die Koppel brachten.

Dann stand auch schon das zweite Mal füttern an, das genau so einfach ging wie davor auch schon.
Zu meiner Verwunderung hatten wir dann schon um 11 Uhr Pause.

Beim Mittagessen, das um 12.30 Uhr statt findet, sitzen alle gemütlich in der Sonne zusammen. Inkl. Farmbesiter und anderen Mitarbeitern. Wegen dem ausgiebigen Frühstück hatte ich eigentlich noch keinen Hunger, aber das Essen schmeckte trotzdem. Es gab Ratatoullie mit afrikanischem Maisbrei (Milipap).

Wir mussten erst wieder um 14.30 Uhr am Stall sein um zum dritten Mal zu Füttern. Nachdem ich die Pferde für die Anderen für den nächsten Ritt fertig machte, durfte ich zu Marie, die mir viele Tiere anhand eines Buches zeigte und dazu einiges zu erklären wusste. Es war super interessant und ich lernte viel. Sie gab mir einen Platz am Schreibtisch und ich hatte lange Zeit mit die wichtigsten Dinge zu jedem Tier aufzuschreiben. Natürlich hatte ich mir vorher schon Wissen angeeignet, aber ich erfuhr auch einiges was ich nicht wusste. Als ich wieder in den Stall kam, waren die Ritte zurück und wir putzten die Pferde nochmal und brachten sie in den wohlverdienten Feierabend auf die große Koppel.

Es war 18 Uhr und somit hatte ich noch Zeit zu duschen, bevor es um 19.30 Uhr Abendessen gab. Man sitzt auch hier wieder zusammen und lässt den Tag Revue passieren. Abends gibt es Brot mit Käse oder Wurst.

Da man hier in der Freizeit nicht viel machen kann, ging ich schon sehr früh ins Bett.
Das war also mein erster Tag auf einer Farm in Namibia. Besser hätte der Tag definitiv nicht sein können. Ich bin jetzt schon total froh die Reise hierhin angetreten zu haben und freue mich auf viele weitere schöne Tage hier.

Liebe Grüße aus dem Paradies
Nadine

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