….and it starts again

Warum ich (mal wieder) meine Zelte in Deutschland abgebrochen habe und was ich in nächster Zeit mache, davon werde ich bald berichten. Nun steht aber erst mal eine Woche Urlaub auf Mallorca mit meiner Oma und meinem Papa an. Meine Oma hatte die Reise zu ihrem 70. Geburtstag bekommen und ich habe mich angeschlossen.

Montag, 30.10.2017

Unexpected Meeting at the Airport

7:55 Uhr. Abfahrt und Nadine rennt wild hin und her und überlegt, ob sie nun wirklich alles hat. Zum Glück habe ich eine gute Packliste. Es hatte -2 Grad und pünktlich zum ersten Frost und beim ersten Scheibenkratzen verlasse ich Deutschland. Das nenne ich timing.
Meine Tante Sandra war so nett und fuhr mich zur S-Bahn. Voll gepackt und mit einem großen, einem kleinen Rucksack und einem Trolley ging es mit der Bahn zum Flughafen Stuttgart. Ich war sehr pünktlich dran, hatte am Freitag bereits online eingecheckt und musste nur noch am Drop off mein Gepäck abgeben. Ohne Schlange und ganz einfach zum selbst Koffer aufgeben. An der Sicherheitskontrolle erwartete ich schon, dass wieder irgendwas ist. Bei mir funktioniert es nie, dass ich einfach so durchlaufen kann. Diesmal hatte ich auch noch zwei große Handgepäckstücke die ich beide komplett ausräumen musste. In einem war nichts drin und im Anderen hatte ich mein neues Deo vergessen, das ich voll weg schmeißen musste. Zum Glück stand ich an der Seite und somit niemandem im Weg, aber ich beschäftige drei Sicherheitsbeamte. Das war peinlich und ich entschuldigte mich. Wann lerne ich es endlich mal ? Die anderen Flüssigkeiten hatte ich aber natürlich schön brav im Plastikbeutel.
Noch ein ausgiebiges Frühstück mit Blick auf die Landebahn (Wucherpreise inklusive) und dann ging es langsam zum Gate.

Mann, war ich rechtzeitig dran und bekam sogar noch kostenlos die Haare gemacht. Dann kam mir noch der (Ex) Personalchef von meiner Firma entgegen, der mit seiner Familie Urlaub machte und mir alles Gute wünschte.
Man stelle sich folgende Szene vor: Da läuft eine junge Frau mit Einhorn-T-Shirt am Flughafen auf PUR Sänger Hartmut Engler zu, steht schüchtern da wie am ersten Schultag und fragt nach einem Selfie mit ihm 🤳. Wenn ich diese Szene beobachtet hätte, wäre ich in Gelächter ausgebrochen. Nur war ich diese junge Frau. Naja macht ja nix. Ich hab den Anfang gemacht und mich getraut und viele andere Leute sind nach gezogen. So eine Chance bekommt man halt nur einmal. Er war nicht sehr gesprächig, aber ich hatte mein Bild und sagte das gleich meinem Papa, der ja in Palma auf mich wartete.

Und im Flieger saß der Hartmut dann tatsächlich zwei Reihen vor mir. Und das wo ich so ein großer PUR Fan bin. Besser gehts nicht.

Mein Herz klopfte vor dem Start mal wieder bis zu Ohren und meine Hände waren so nass, dass ich nicht mal mehr mein Handy halten konnte. Wann hört diese dumme Flugangst endlich auf? Mit ein bisschen Verspätung hob der Vogel von Eurowings ab und als es durch die Wolken durch ging, ruckelte es ganz schön. Zum Glück besserte sich das und zur Sicherheit griff ich wieder zu Tabletten. Diesmal nur was Homöopathisches. Die anderen Tabletten haben so große Nebenwirkungen und für so einen kurzen Flug will ich das nicht in Kauf nehmen. Als ich gerade einigermaßen am Entspannen war, wackelte der Flieger wieder ziemlich und ich warf nochmal eine Tablette hinterher. Das war der Start der Turbulenzen und die Durchsage vom Pilot ließ nicht lange auf sich warten. Er kündigte an, dass wir in Turbulenzen drin seien und wir uns anschnallen sollten. Halleluja wackelte das. Mein Herz klopfte noch schneller und mein T-Shirt war durchnässt. Warum immer auf meinen Flügen? Ich versuchte mich auf meine Atmung zu konzentrieren, was nicht wirklich gelang. Als wir nach eineinhalb Stunden in Palma landeten, fiel der ganze Stress der letzten Wochen von mir ab. Den ganzen Flug über war ich da gesessen und hatte mir Luft mit dem Sicherheitsblatt des Fliegers zugefächelt.


Die Wege durch den Flughafen in Palma sind unendlich und ich lief 10 Minuten zum Gepäckband. Der Hartmut lief an mir vorbei und ich warnte Papa, dass er gleich raus kommen würde. Papa wollte nämlich ein Autogramm, denn er ist genau so ein großer PUR Fan wie ich.
Als ich mit dem Koffer raus kam, warteten schon Oma und Papa und nahmen mich in Empfang. Die Oma erzählte, dass Papa ganz verloren da stand, von einem Bein aufs andere trat und sich partout nicht traute den Hartmut anzusprechen. Dafür kassierte er von mir gleich einen Rüffel, hatte ich ihn doch extra vorgewarnt.
Mit Papas Mietwagen, einem kleinen VW Up, ging es erst einmal zur Kathedrale der Heiligen Maria in Palma. Die Sonne lachte vom Himmel und Mallorca empfing mich mit 23 Grad. Die “La Seu“, die 109m lang ist, ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Da es schon zu spät war, gingen wir leider nicht rein.


Dafür bummelten wir durch die schönen, schmalen Gässchen der Hauptstadt und machten es uns in einem Café gemütlich.


Nach einem Abstecher an den Hafen suchten wir uns ein Restaurant mit Meerblick und ließen uns bei gigantischer Aussicht noch einen Kaffee beim Sonnenuntergang schmecken.


Der Weg zu unserem Hotel “Hipocampo Playa” in Cala Millor dauerte eine Stunde, wobei ich erstmals die schöne Landschaft der Balearen bestaunen konnte.
Wer mich kennt weiß, dass Hotelurlaub überhaupt nicht mein Fall ist, aber da es hier keine Hostels gibt und ich trotzdem gerne mit wollte, entschied ich mich eine Ausnahme zu machen. Zumal wir sowieso jeden Tag unterwegs sein werden und nicht nur faul am Pool rum liegen.
Das Hotel war wie von Oma und Papa angekündigt wirklich schön und schindete Eindruck. Durch gute Verhandlungen der beiden bekam ich sogar ein kostenloses Upgrade auf ein Zimmer mit Meerblick auf der selben Etage wie Oma und Papa. Zumal mein Zimmer, das ich allein bewohne, auch noch größer und komfortabler als das der Beiden ist. Das darf ich mir jetzt die ganze Woche anhören 😉
Beim Abendessen wusste ich auch, warum ich diesen Preis für das Hotel zahle. Es gab alles was das Herz begehrt und man kann sich nicht vorstellen, was es hier für eine Auswahl hat. Bei einem
guten Wein und super leckeren Abendessen ließen wir den ersten Abend gemütlich ausklingen.
In dem riesigen, bequemen Bett wurde ich vom Meeresrauschen sanft in den Schlaf geschaukelt.

Liebe Grüße
Nadine

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