Down the west coast

Die Befürchtung hat sich bewahrheitet: chronische Muffinphobie. Die Rettung: Ein richtig cooles, typisch amerikanisch eingerichtetes, Frühstücks-Diner namens „Mels“ wo wir ein gigantisches Omelette mit Kartoffeln und richtig gute Pancakes serviert bekamen. Am Tisch hatten wir sogar eine richtige Jukebox. Das Wetter war auch absolut auf unserer Seite, mit strahlend blauem Himmel, sodass der Tag gut starten konnte.

Mit neuer Energie gings bummelnder Weise zur Autovermietung, wo wir unterwegs noch in einige kleine Läden reingeschaut haben.
Mit voller Begeisterung und einer umwerfenden Freundlichkeit (Ironie aus) empfing uns die Dame von der Autovermietung die in unserem alter war. Ihre TV Show auf dem Handy wollte sie nicht für eine Sekunde aus der Hand legen. Ohne Hallo und Tschüss wurden uns der Autoschlüssel und ein kaputtes Navi in die Hand gedrückt und weg war sie. Keine Ahnung wann wir das Auto abgeben dürfen und was erlaubt ist, aber wenigstens das Navi konnten wir noch austauschen, bevor wir ins San-Francisco-Verkehrschaos mit unserem strahl blauen Nissan entlassen wurden.
Gut, dass Jenny schon insgesamt über ein Jahr mit dem Fahren in den USA vertraut ist und weiß wie man mit Meilen, Feet und Stop-Schildern umgeht.
Dank Google konnten wir das Navi unseren Wünschen entsprechend anpassen. Nachdem wir im Hotel das Gepäck geholt hatten, machten wir uns auf den über 2 stündigen Drive nach Santa Cruz entlang der Küste. Es ging ein kurzes Stück durch einen Wald der uns an den Schwarzwald erinnerte. Die Stimmung an der Küste erinnerte an einen Suizid-Film. Richtig neblig, verlassen, kalt, dunkel und eine sehr stürmische See mit hohen Wellen. Ein paar Mal haben wir halt gemacht und sogar Robben gesehen. Trotz des Nebels konnten wir schöne Bilder vom Sonnenuntergang machen. Unterwegs haben wir noch die ersten Pferde auf der Reise, viele Nationalparks und einen Leuchtturm gesehen. Es ist trotz des Nebels richtig schön an der Küste und landschaftlich total sehenswert.
Beim kurzen Einkauf unseres Abendessens (Jenny Sushi ich ein Wrap) kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Es ist glaub ich schwer vorzustellen, wie man sich so für einen Supermarkt begeistern kann, aber dieser hatte alles was das Herz begehrt in 1000-facher Ausführung, 8 Frischetheken, wo man sich unter anderem Wraps zusammen stellen kann und ist so riesig, gut beleuchtet, aufgeräumt, super sauber und mit freundlichem
Personal wie man es in Deutschland nirgendwo findet.

Das Hotel Carousel Inn in Santa Cruz war um 100% besser als unser vorheriges. Wir hatten 2 große Betten und die Zimmer waren groß und neu renoviert.
Außerdem hatten wir einen direkten Blick auf die Küste und den kleinen Freizeitpark von Santa Cruz.

Unsere abendliche Erkundungstour führte uns durch die Spielhallen des Freizeitparks wo ich am Automat 2x fast ein Kuscheltier gefischt hätte. Von dort aus ist der „Christmas Train“ gefahren der eine halbe Stunde durch Santa Cruz fährt und die Mittagsfahrten
schon lange ausverkauft sind. Der Zug war offen, ganz schön groß und sehr toll dekoriert. Für 38$ haben wir uns die Fahrt aber dann doch gespart.
Unterwegs hat Jenny dann fast eine Vollbremsung hingelegt, weil wir ein Haus gesehen haben das nur den Amis gehören kann: Es waren tausende Lichter an, es kamen verschiedene Weihnachtslieder aus den Boxen und eine Uhr hat den Countdown bis Christmas Eve angezeigt. Es sah soooo schön aus. Weihnachten wir hier wirklich ganz groß geschrieben und ich würde fast behaupten wir sind trotz Sonne und Palmen gleich oder sogar mehr in Weihnachtsstimmung als in Deutschland und immer wird „happy Holidays“ gewünscht.
Anschließend bummelten wir noch durch die Einkaufsstraßen. Seitlich dieser Straße wurden wir von vielen Straßenmusikern teils gut, teils weniger gut unterhalten. Ich konnte das erste Mal ein Coldstone Eis probieren, das mit Soße und dem gewünschten Topping auf einem kalten Stein gemischt wird. So ein leckeres Eis hab ich bei uns noch nicht gegessen. Außerdem hat die Verkäuferin einen kleinen Vers gesungen als Jenny ihr Trinkgeld in die Kasse geworfen hat. Man hört vielleicht minimal raus, wie unglaublich begeistert, beeindruckt und absolut fasziniert ich von diesem Land bin 🙂

Sonnige, cruisige Grüße

Jenny und Nadine

Hier unsere Strecke an diesem Tag:

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